Harry Potter und der Feuerkelch Special Seite 4


                                                       DARSTELLER


DANIEL RADCLIFFE
Harry Potter

Wieder übernimmt der inzwischen 16-jährige Daniel Radcliffe die Rolle des jungen Harry Potter in „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch), seinem vierten Film in der erfolgreichen „Harry Potter“-Serie. Mit dieser Rolle sicherte sich Daniel schlagartig seinen Weltruhm. Der Variety Club of Great Britain kürte ihn im Februar 2002 zum Besten Nachwuchsdarsteller. Im April 2002 erhielt er den italienischen Filmpreis David di Donatello für seine außergewöhnliche Darstellung des Harry und seinen Beitrag zur Zukunft des Kinos.

Seinen ersten Bildschirmauftritt hatte Daniel im Dezember 1999, als er in der gefeierten BBC-Serie „David Copperfield“ den jungen David darstellte. Simon Curtis führte Regie, eine weitere Hauptrolle übernahm Dame Maggie Smith, die jetzt in der „Harry Potter“-Serie neben ihm als Professorin McGonagall zu sehen ist. Sein Kinodebüt absolvierte er als Leinwandsohn von Jamie Lee Curtis und Geoffrey Rush in John Boormans „The Tailor of Panama“ (Der Schneider von Panama).

Im November und Dezember 2002 war er der „Überraschungsgast“ in mehreren Vorstellungen der mit dem Olivier Award preisgekrönten Komödie „The Play What I Wrote“, die Kenneth Branagh am Wyndhams Theatre im Londoner West End inszenierte. In seiner Freizeit beschäftigt sich Daniel weiterhin besonders mit Filmen und Musik, vor allem schätzt er Rock und die britischen Indie-Bands.

RUPERT GRINT
Ron Weasley

Wieder spielt der 17-jährige Rupert Grint den jüngsten Weasley-Bruder und besten Freund von Harry Potter. „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen) war zwar sein erster Profi-Auftritt, doch durch sein Naturtalent kam er bei der Kritik und den Zuschauern in aller Welt bestens an. Die britischen Kritiker nominierten ihn in der Kategorie Bester Nachwuchsdarsteller.

Seit dem ersten „Harry Potter“-Film trat er neben Simon Callow und Stephen Fry als übermütiger junger Professor in Peter Howitts „Thunderpants“ auf. Natürlich war er kürzlich auch wieder als Ron Weasley in „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens) und „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban) zu sehen.

Rupert ist das jüngste von fünf Geschwistern. Er stellt viele Ähnlichkeiten zu seiner Rolle Ron fest – auch er muss die abgelegte Kleidung seiner älteren Geschwister tragen, und wie Ron kann er Süßigkeiten niemals widerstehen!
Er hat bereits in der Schule und mit einer Amateurgruppe Theater gespielt. Unter anderem war er als Gangster Rooster in „Annie“ und in einer „Peter Pan“-Inszenierung zu sehen. In der Schule trat er als Rumpelstilzchen in „Grimm Tales“ auf.

Seit ihn das Publikum vor etlichen Jahren als unglaublich hübschen und witzigen Jüngsten der Weasleys kennen lernte, ist er ungeheuer gewachsen – als reifen jungen Mann von 17 Jahren kann man Rupert heute oft auf dem Golfplatz entdecken, wenn er nicht gerade vor der Filmkamera steht.

EMMA WATSON
Hermine Granger

Die 15-jährige Emma Watson ist auch im neuen Abenteuer als liebenswerter Bücherwurm Hermine Granger zu sehen – obwohl Hermine sich inzwischen außer Büchern auch für andere Dinge zu interessieren beginnt! Im ersten „Harry Potter“-Film spielte Emma ihre erste Profi-Rolle, aber schon als kleines Kind hat sie in etlichen Schulaufführungen großen Lob eingeheimst.

Ihre hervorragende Darstellung der Hermine brachte Emma weltweit eine riesige Fangemeinde ein – außerdem gewann sie zwei Jahre hintereinander den renommierten AOL Award als Beste Nebendarstellerin in „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens) und „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban). Aktuell wählten die Leser des Magazins Total Film sie zur Besten Nachwuchsdarstellerin für ihre Leistung in „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“.

Emma ist neben ihrer Begeisterung für die Filmarbeit auch eine fähige Hockeyspielerin – sie engagiert sich neben dem Unterricht in allen möglichen sportlichen Schulaktivitäten, zum Beispiel Netzball, Tennis, Schlagball und Leichtatlethik. Außerdem interessiert sie sich für Kunst – ihre Studiogarderobe läuft den anderen in Bezug auf Farbenpracht und Einfallsreichtum eindeutig den Rang ab! Weitere Hobbys: Unternehmungen mit Freunden und Verwandten, Reisen, Tanzen (Streetjazz, HipHop, Salsa, das Einstudieren von Gesellschaftstänzen für ihren Auftritt in „Harry Potter and the Goblet of Fire“/Harry Potter und der Feuerkelch) und Singen.

TOM FELTON
Draco Malfoy

Der 18-jährige Tom ist wie in den drei ersten „Harry Potter“-Filmen wieder als Harry Potters Erzfeind und Slytherin-Schüler Draco Malfoy zu sehen. Tom arbeitet bereits seit neun Jahren als Profi-Schauspieler. Sein Kinodebüt gab er 1996 als Peagreen in Peter Hewitts „The Borrowers“ (Ein Fall für die Borger). Unter anderem spielte er 1999 Jodie Fosters Leinwandsohn Louis in „Anna & the King“ (Anna und der König).

Außerdem ist er in etlichen britischen Fernsehserien aufgetreten: als James in „Bugs“ (Bugs – Die Spezialisten) und als Thomas Ingham neben Clive Owen in „Second Sight“ (Second Sight – Das Auge des Gesetzes). Hauptrollen übernahm er in zwei Hörspielen für die BBC: als Ioeth in „The Wizard of Earthsea“ und als Hercule in „Here’s to Everyone“.
Aufmerksamkeit erregte Tom erstmals 1995 in einer Reihe wichtiger Fernsehwerbespots. Schon früh bewährte er sich als Darsteller. Und in jeder freien Minute angelt er begeistert Karpfen.

STANISLAV IANEVSKI
Viktor Krum

In „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) übernimmt Ianevski die Rolle des Viktor Krum, der als ausgewählter Durmstrang-Schüler im Trimagischen Turnier gegen Hogwarts und Beauxbatons antritt. Der 20-jährige Bulgare wurde völlig zufällig in seinem britischen Internat für die Rolle des Krum entdeckt. Er besuchte das englische Internat schon seit vier Jahren, als die „Harry Potter“-Besetzungschefin Fiona Weir in der Schule nach Talenten Ausschau hielt und ihn zufällig auf dem Flur sprechen hörte! Weir fragte dann beim Leiter der Theaterabteilung an, ob Stanislav bereit wäre, für die Rolle des Viktor Krum vorzusprechen. Nach seinem Vorsprechen kam Stanislav bereits in die engere Wahl, aber aufgrund eines Schultermins konnte er am zweiten Vorsprechen nicht teilnehmen und nahm also an, dass er damit seine Chancen für die Rolle praktisch verspielt hatte.

Doch er bekam eine weitere Chance und stand daraufhin ganz oben auf der Kandidatenliste. Er hat zwar noch keine Profi-Rolle gespielt, doch in seiner Familie hat die Schauspielerei durchaus Tradition – die Besetzungschefin erkannte sofort sein Naturtalent.

Nach einem weiteren Treffen mit der Besetzungschefin wurde er schließlich eingeladen, Mike Newell kennen zu lernen – den Regisseur von „Harry Potter und der Feuerkelch“. Der eröffnete Stanislav, dass er die Rolle des Viktor Krum spielen sollte. Wenn er nicht vor der Kamera steht, ist Stanislav wie Krum ein vielseitiger Sportler: Tennis, Fußball, Rugby, Leichtathletik und Schwimmen.

KATIE LEUNG
Cho Chang

Die 18-Jährige übernimmt in „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) die Rolle der Cho Chang, die in Hogwarts als Ravenclaw-Schülerin Harry Potters Aufmerksamkeit erregt.
Damit spielt Katie ihre erste Profi-Rolle und ihre erste Rolle überhaupt!

Im Februar 2004 meldete sie sich zu einem offenen Vorsprechen und wurde unter 5000 Mädchen für die Rolle der Cho Chang ausgewählt. Katie hatte zuvor weder gespielt noch Schauspielunterricht genommen. Ganz zufällig sah ihr Vater einen Werbespot auf einem chinesischen Fernsehkanal, der zum Vorsprechen aufforderte. Katie fand die Idee „einfach witzig“ und wollte ihr Glück versuchen, obwohl sie an jenem Tag eigentlich viel lieber einkaufen gegangen wäre!

Beim Casting-Termin stand Katie mit Tausenden von Mädchen in der Schlange, die alle unbedingt Cho Chang spielen wollten. Nach der ersten Auswahl traute Katie ihren Ohren nicht, als sie in die engere Wahl kam – die Besetzungschefin lud sie zu weiteren Vorsprechterminen ein. Weil sie keinerlei Schauspielerfahrung hatte, ging sie davon aus, dass sie die Rolle nicht bekommen würde. Weitere Vorsprechtermine und Testaufnahmen folgten. Und schließlich bekam ihre Mutter den Anruf, dass Katie die Cho Chang in „Harry Potter und der Feuerkelch“ spielen sollte.

Katie begeistert sich für Musik und hört alles gern: Rhythm & Blues, Pop, Rock, HipHop, und sie spielt auch Klavier.

MATTHEW LEWIS
Neville Longbottom

Der 15-Jährige spielt in „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) wieder Harry Potters treuen Freund Neville Longbottom.
Schon mit fünf Jahren gab Matthew sein Bühnendebüt in einem Amateurensemble. Die Rolle des Neville bekam er aufgrund eines offenen Vorsprechens in seiner Heimatstadt Leeds.

Er hat bereits Hauptrollen in einer Reihe von Fernsehserien gespielt, zum Beispiel in „Heartbeat“, „City Central“, „Where the Heart Is“, „Sharpe“ (Die Scharfschützen), „Emmerdale“, „Dalziel and Pascoe“ und „Some Kind of Life“.
Wenn Matthew nicht im Filmstudio arbeitet, ist er gern mit seinen Freunden zusammen, er liest und schreibt Kurzgeschichten, hört Rockmusik, spielt Computerspiele und treibt Sport, vor allem spielt er gern Golf. Daneben gehörte er den Air Cadets an (Organisation zur Ausbildung von Flugschülern unter dem Dach der Royal Air Force), und er interessiert sich seit kurzem sehr für das Filmemachen. Außerdem begeistert er sich für den Leeds Football Club.

ROBERT PATTINSON
Cedric Diggory

Pattinson spielt Cedric Diggory, den Schulsprecher und offiziellen Hogwarts-Vertreter beim Trimagischen Turnier. Auf seltsame Weise wird Cedric dann natürlich in letzter Minute durch die zusätzliche Auswahl von Harry Potter unterstützt. Der 19-Jährige begann seine Profi-Karriere kürzlich mit seinem Auftritt in Uli Edels TV-Mehrteiler „Die Nibelungen“ neben Sam West und Benno Fürmann.

Zuvor gehörte er zum Ensemble der Barnes Theatre Group. Er spielte die Hauptrolle des George Gibbs in Thornton Wilders „Our Town“ (Unsere kleine Stadt); den Lord Evelyn Oakleigh in Cole Porters „Anything Goes“; und den Alec in „Tess of the D’Urbervilles“. Kürzlich war er als Malcolm in „Macbeth“ (Macbeth) am OSO Arts Centre im Londoner Stadtteil Barnes zu sehen.

CLÉMENCE POÉSY
Fleur Delacour

Fleur ist Schülerin der Mädchenschule Beauxbatons – sie wird ausgewählt, beim Trimagischen Turnier gegen Harry Potter, Cedric Diggory und Viktor Krum anzutreten.
In den Augen des britischen Publikums ist Poésy bereits geadelt, denn sie profilierte sich mit der überzeugenden Darstellung der schottischen Königin Maria Stuart in der erfolgreichen BBC-Miniserie „Gunpowder, Treason & Plot“ mit Robert Carlyle unter der Regie von Gillies MacKinnon.

„Gunpowder“ war die erste wichtige englischsprachige Rolle der französischen Schauspielerin – so konnte sie beweisen, dass sie auch außerhalb ihrer Heimat und in einer fremden Sprache bestehen kann. Wie kaum ein anderer französischer Schauspieler beherrscht sie sogar mehrere englische Dialekte und Akzente – sie wechselt problemlos zwischen der Rolle der sittsamen, in Frankreich erzogenen Königin und einer aufgekratzten Jugendlichen aus Amerika.

Nach Abschluss der Dreharbeiten zu „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) flog Poésy nach Prag, um eine Hauptrolle in der neuen NBC-Serie „Revelations“ zu übernehmen. Unter der Regie von Lili Zanuck wirken auch Bill Pullman und Natascha McElhone mit. Dieses zeitgenössische Drama beruft sich auf Motive aus der biblischen Offenbarung des Johannes – der unschuldig wirkenden Blondschopf spielt darin zwei düstere Rollen, darunter einen moralisch verworfenen, gefallenen Engel.

Während ihre Karriere im Ausland an Dynamik gewinnt, hat sich die junge Französin 2005 auch für eine Reihe neuer Projekte in ihrer Heimat verpflichtet. Dazu zählen „Mon prisonnier“, ein Kostümfilm von Laurent Bouhnik („24 heures de la vie d’une femme“) mit Louis Garrel („The Dreamers“/Die Träumer) und François Berléand; und „Les Animaux domestiques“, in dem sie die Hauptrolle übernimmt. Diese Liebesgeschichte wirft einen ätzend scharfen Blick auf die Welt des Reality-TV, inszeniert vom französischen Nachwuchsregisseur Eric Forestier.

In Frankreich hat Poésy durch ihre Auftritte in hoch gelobten Filmen bereits einen guten Namen. 2002 spielte sie die Hauptrolle in Nina Grosses Film „Olgas Sommer“, und sie spielte die Magalie Rozes (die Filmtochter von Carole Bouquet) in Francis Pallaus „Bienvenue chez les Roses“.
Auch Fernsehfilme und Miniserien haben sie sehr populär gemacht. Hauptrollen spielte sie in Olivier Perays TV-Serie „La vie quand même“ (2002; international bekannt als „Life After All“), und in Patrice Martineaus „Tania Boréalis“.  Schon in zartem Alter begann sie ihre Bühnenkarriere in Etienne Guichards „Le Dragon“ und in „Mai ’45 Mai ’95“. Obwohl ihre Profi-Filmografie bereits sehr umfangreich ist, hat Poésy weiterhin das Gefühl, dass sie immer noch viel lernen muss. Inzwischen ist sie in die renommierteste Schauspielschule Frankreichs aufgenommen worden: das Conservatoire National.

ROBBIE COLTRANE
Rubeus Hagrid

Wieder spielt Coltrane den beliebten Rubeus Hagrid, den Hogwarts-Hausmeister und Teilzeit-Lehrer. Er ist eng mit Harry, Ron und Hermine befreundet. Coltrane gehört zu den aktivsten und angesehensten britischen Film- und Fernsehschauspielern. In den 30 Jahren seiner Karriere hat er zahlreiche Preise gewonnen. Bisher hat er 40 Kinofilme gedreht, darunter aktuell „Ocean’s 12“ (Ocean’s 12) in der Rolle des Matsui, und natürlich „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen), „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens) und „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban). Mit dem ersten Film wurde er für den British Academy Award (BAFTA) und den Preis der Londoner Filmkritiker nominiert, und er gewann den Preis als Bester schottischer Darsteller.

Weitere Filme: Allen and Albert Hughes’ „From Hell“ (From Hell); die Bond-Filme „The World Is Not Enough“ (James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug) und „GoldenEye“ (James Bond 007 – Goldeneye) in der Rolle des Valentin Zukovsky; für Warner Bros. Pictures „Message in a Bottle“ (Message in a Bottle); „Buddy“ (Buddy – Mein haariger Freund); „The Pope Must Die“ (Ein Papst zum Küssen); „Henry V“ (Henry V.); „Let It Ride“ (Alles auf Sieg); „Absolute Beginners“ (Absolute Beginners); „Defense of the Realm“ (Atom, Lüge und was kommt danach?; auch: Button – Im Sumpf der Atommafia); „Mona Lisa“ (Mona Lisa) und „Nuns on the Run“ (Nonnen auf der Flucht), der ihm 1991 bei den British Film Awards der Zeitung Evening Standard den Peter Sellers Award for Comedy einbrachte.

Seine wohl populärste Rolle spielte Coltrane als Fitz in der international gepriesenen und sehr beliebten Fernsehserie „Cracker“ (Für alle Fälle Fitz). Die drei Staffeln der phänomenal erfolgreichen Serie haben eine beeindruckende Anzahl von Preisen eingeheimst, darunter 1995 und 1996 den BAFTA für die Beste Dramatische Serie; den Royal Television Society Award als Bestes Drama; 1993 den Preis für die Beste Serie von der Broadcasting Press Guild (Gewerkschaft der Rundfunkpresse) und den amerikanischen Kabel-TV-Preis ACE für den Besten TV-Film/Miniserie.

Coltrane selbst wurde für seine Darstellung des abgebrühten, Sprüche klopfenden Polizeipsychologen mit Preisen geradezu überhäuft. Den BAFTA für den Besten TV-Darsteller gewann er unglaubliche drei Jahre hintereinander (1994, 1995 und 1996); 1993 den Preis als Bester Darsteller von der Broadcasting Press Guild; 1994 die Silberne Nymphe als Bester Darsteller auf dem Television Festival Monte Carlo; 1994 den Darstellerpreis der Royal Television Society; den Darstellerpreis der französischen Festival International de Programmes Audiovisuels (FIPA) und den ACE-Darstellerpreis.
Aktuell wirkte er in der absolut letzten Folge der äußerst erfolgreichen Serie „Frasier“ (Frasier) mit. Zuvor trat er in der von der Kritik gefeierten zweiteiligen ITV-Miniserie „The Planman“ (Jack Lennox – Einer zieht die Fäden) auf – er spielte die Hauptrolle und fungierte auch als Executive Producer.

Bekannt wurde Coltrane 1978 in dem Stück „Slab Boys“ am Londoner Traverse Theatre und am Hampstead Theatre, bevor er sich Anfang der 80er-Jahre mit Auftritten in „Alfresco“, „Kick up the Eighties“, „Laugh? I Nearly Paid My Licence Fee“ und „Saturday Night Live“ sehr schnell in der Comedy-Szene etablierte.
Er ist in 13 Folgen der britischen Serie „Comic Strip“ aufgetreten, außerdem in zahlreichen weiteren Serien, zum Beispiel in der dritten Staffel von „Blackadder“ (Blackadder) und in „Blackadder Christmas Special“ (Black Adders Weihnachtsgeschichte; auch: Black Adders Schwarze Weihnacht). Außerdem wurde er als Danny McGlone in Tony Smiths „Tutti Frutti“ in der Kategorie Bester Darsteller für den BAFTA nominiert.

RALPH FIENNES
Lord Voldemort

Fiennes übernimmt die begehrte Rolle eines der gefürchtetsten Schurken der Literatur – er spielt den bösen Lord Voldemort.
Er studierte zunächst Kunst, merkte dann aber, dass die Schauspielerei ihn mehr begeisterte. Sein Handwerk lernte er an der Royal Academy of Dramatic Arts in London. Im Sommer nach seinem Abschluss trat er im Freilichtheater des Londoner Regent’s Park in „Twelfth Night“ (Was ihr wollt), „A Midsummer Night’s Dream“ (Ein Sommernachtstraum) und „Ring Around the Moon“ auf.

1987 wurde er ins Ensemble des Royal National Theatre und 1988 in die Royal Shakespeare Company aufgenommen. Auf der Bühne war er in „Sechs Personen suchen einen Autor“, „Fathers and Sons“ und „Ting Tang Mine“ am National Theatre sowie in gefeierten Auftritten in „The Plantagenets“ (die drei Teile von Shakespeares „Henry VI.“ [König Heinrich VI.] und „Richard III“ [König Richard III.]) mit der Royal Shakespeare Company zu sehen. Außerdem spielte er in „Much Ado About Nothing“ (Viel Lärm um nichts), „King John“ (König Johann), „Troilus and Cressida“ (Troilus und Cressida), den Berowne in „Love’s Labour’s Lost“ (Verlorene Liebesmüh’), den Edmund in „King Lear“ (König Lear) und „The Man Who Came to Dinner“.

1991 übernahm Fiennes seine erste TV-Rolle in der preisgekrönten Serie „Prime Suspect“ (Heißer Verdacht). Sein Kinodebüt gab er als Heathcliffe in „Wuthering Heights“ (Stürmische Leidenschaft). Anschließend spielte er in Peter Greenaways „The Baby of Mâcon“ (Das Wunder von Mâcon), aber es war sein Auftritt als Heathcliffe, der Hollywood auf ihn aufmerksam werden ließ. Spielberg besetzte ihn neben Liam Neeson als Nazi-Offizier Amon Goeth in dem gefeierten „Schindler’s List“ (Schindlers Liste). Diese Nebenrolle brachte ihm den British Academy Award (BAFTA), die Preise der National Society of Film Critics (Verband der US-Filmkritiker) und der New Yorker Filmkritiker sowie Nominierungen für den Oscar und den Golden Globe ein. Die Londoner Filmkritiker kürten ihn zum „Schauspieler des Jahres 1994“.

Weitere wichtige Rollen folgten in einer Reihe viel gepriesener Filme: Robert Redfords „Quiz Show“ (Quiz Show); der Oscar-preisgekrönte „The English Patient“ (Der englische Patient), der Fiennes eine weitere Oscar-Nominierung einbrachte; „Oscar and Lucinda“ (Oscar und Lucinda); „The End of the Affair“ (Das Ende einer Affäre) und „Red Dragon“ (Roter Drache). Außerdem trat er in „Onegin“ (Onegin), „Sunshine“ (Ein Hauch von Sonnenschein), „Spider“ (Spider) und „Maid in Manhattan“ (Manhattan Love Story) auf.
Aktuell übernahm Fiennes die Hauptrolle in Fernando Mereilles’ Filmfassung von John Le Carrés „The Constant Gardener“ (Der ewige Gärtner), anschließend tritt er in der Merchant- Ivory-Produktion „The White Countess“ auf. In „Wallace & Gromit: The Curse of the Were-Rabbit“ (Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen) spricht er den hinterhältigen Victor Quartermaine. Und in Martha Fiennes’ „Chromophobia“ spielt er eine Nebenrolle.

Im Dezember 2002 wurde am Royal National Theatre Christopher Hamptons neues Stück „The Talking Cure“ (Die Methode) uraufgeführt. Unter der Regie von Howard Davies spielte Fiennes darin den Carl Jung. 2003 trat er mit der Royal Shakespeare Company als Titelheld von Ibsens „Brand“ (Brand) auf; Regie führte Adrian Noble. Im Frühjahr 2005 übernahm er die Rolle des Marc Antony in Deborah Warners neuer Bühneninszenierung von „Julius Caesar“ (Julius Caesar).

SIR MICHAEL GAMBON
Albus Dumbledore

Gambon spielt wieder Albus Dumbledore, den weisen und geschätzten Direktor von Hogwarts. Gambons Karriere begann 1963 am Edwards/MacLiammoir Gate Theatre in Dublin. Er gehörte zum Originalensemble der National Theatre Company am Old Vic unter Laurence Olivier und trat in vielen Stücken auf, bevor er nach Birmingham ging, wo er den „Othello“ (Othello) spielte. In den folgenden 40 Jahren hat sich Gambon als einer der größten Bühnendarsteller seiner Zeit etabliert – er gewann den Olivier Award mit Alan Ayckbourns „A Chorus of Disapproval“ (Ein Chor der Entrüstung), „The Life of Galileo“ (Leben des Galilei) und „Volpone“ (Volpone oder Der Fuchs). Für letztere Rolle erhielt er 1995 auch den Darstellerpreis der Londoner Tageszeitung Evening Standard.

Filmfans kennen ihn als Hauptdarsteller in Peter Greenaways „The Cook, the Thief, His Wife and Her Lover“ (Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber). Seitdem spielte er in „The Gambler“ (Dunkle Tage in St. Petersburg), „Dancing at Lughnasa“ (Tanz in die Freiheit; auch: Ein Sommer und eine Nacht), „Plunkett & Mcleane“ (Plunkett & Mcleane), „The Last September“, Tim Burtons „Sleepy Hollow“ (Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen), „The Insider“ (The Insider), „High Heels and Low Lifes“ (Verbrechen verführt), „Charlotte Gray“ (Die Liebe der Charlotte Gray), Robert Altmans „Gosford Park“ (Gosford Park), John Frankenheimers „Path to War“, Conor McPhersons „The Actors“, Mike Nichols’ „Angels in America“ (Engel in Amerika) und Kevin Costners „Open Range“ (Open Range – Weites Land).

Seine wohl schönste Rolle verkörperte Gambon in Dennis Potters TV-Serie „The Singing Detective“ (Der singende Detektiv). Dafür wurde er als Bester Darsteller von der British Film Academy (BAFTA), der Broadcasting Press Guild (Gewerkschaft der Rundfunkkritiker) und der Royal Television Society ausgezeichnet. Weitere Fernsehrollen übernahm er auf BBC in „Wives and Daughters“, in Charles Sturridges gefeiertem „Longitude“ (Längengrad) und zuletzt in Stephen Poliakoffs „A Family Tree“.
Aktuell war Gambon auf der Bühne neben Lee Evans in Matthew Warchus’ Inszenierung „End Game“ (Endspiel) zu sehen. Zu seinen zahlreichen Theaterauftritten gehören die Titelrollen in „Macbeth“ (Macbeth), „Coriolanus“ (Coriolanus) und „Othello“, Simon Grays „Otherwise Engaged“ (Nicht erreichbar), Alan Ayckbourns „The Norman Conquests“ (Normans Eroberungen), „Just Between Ourselves“ (Ganz unter uns) und „Man of the Moment“ (Der Held des Tages), neben Ralph Richardson in „Alice’s Boys“, Harold Pinters „Old Times“ (Alte Zeiten), die Titelrolle in „Uncle Vanya“ (Onkel Wanja) und „Veteran’s Day“ mit Jack Lemmon.

Im Ensemble der Royal Shakespeare Company übernahm er die Hauptrollen in Harold Pinters „Betrayal“ (Betrogen) und „Mountain Language“, Simon Grays „Close of Play“ (Ende des Spiels), Christopher Hamptons „Tales From Hollywood“ (Geschichten aus Hollywood), Ayckbourns „Sisterly Feelings“ (Je nachdem, wer mit wem) und „A Small Family Business“ (Familiengeschäfte) sowie David Hares „Skylight“ (im Londoner West End und auch am Broadway). Weitere Hauptrollen: „Richard III“ (König Richard III.), „Othello“, „Tons of Money“ (Geld wie Heu), „A View From the Bridge“ (Blick von der Brücke) und Yasmina Rezas „Unexpected Man“ (Der Mann des Zufalls; das Stück wechselte vom Theater Barbican ins West End). Aktuell trat er in Nicholas Hytners „Cressida“-Inszenierung am Almeida Theatre, Patrick Marbers Inszenierung „The Caretaker“ (Der Hausmeister) im West End und in Stephen Daldrys „A Number“ (Die Kopien) am Royal Court auf.

BRENDAN GLEESON
Mad-Eye Moody

Der international geschätzte Brendan Gleeson stammt aus Dublin. In „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) übernimmt er die Rolle von Mad-Eye Moody, dem neuen Lehrer für die Verteidigung gegen die Dunklen Künste.

Gleeson hat früher selbst als Lehrer gearbeitet. Nach zehn Jahren im Klassenzimmer entschloss er sich aber, seinen Traum zu verwirklichen und sich ganz der Schauspielerei zu widmen. Er wurde Mitglied des irischen Theaterensembles Passion Machine. Seine erste Filmhauptrolle spielte er in „I Went Down“ (Tough Boys – Zwei rechnen ab; auch: Irish Crime). Großes Aufsehen erregte er 1998 mit der Titelrolle in John Boormans „The General“ (Der General; auch: Der Meisterdieb von Dublin), der Biografie des irischen Kriminellen Martin Cahill, die ihm die Darstellerpreise der Bostoner und der Londoner Filmkritiker sowie der Irish Film and Television Association einbrachte.

In den vergangenen Jahren ist Gleeson durch seine Mitwirkung in vielen erfolgreichen Filmen sehr bekannt geworden. Aktuell spielte er den mächtigen, betrogenen König Menelaos in Wolfgang Petersens „Troy“ (Troja). Weitere Auftritte: August Nicholson in M. Night Shyamalans „The Village“ (The Village – Das Dorf), Anthony Minghellas „Cold Mountain“ (Unterwegs nach Cold Mountain), Ridley Scotts „Kingdom of Heaven“ (Königreich der Himmel) und Neil Jordans „Breakfast on Pluto“.

Sein Filmdebüt gab er 1990 in Jim Sheridans „The Field“ (Das Feld). Es folgten kleine Rollen in „Far and Away“ (In einem fernen Land), „Michael Collins“ (Michael Collins), Mike Newells „Into the West“ (Into the West; auch: Das weiße Zauberpferd) sowie „The Butcher Boy“ (The Butcher Boy – Der Schlächterbursche). Bekannt wurde er als Hamish, Williams Wallaces (Mel Gibson) breitschultriger Gefährte, in „Braveheart“ (Braveheart, 1995).

Aktuell wirkte Gleeson in Danny Boyles „28 Days Later“ (28 Days Later) und Martin Scorseses „Gangs of New York“ (Gangs of New York) mit. Zu den vielen weiteren Filmrollen des talentierten Schauspielers zählen auch Ron Sheltons „Dark Blue“ (Dark Blue), John Boormans „Tailor of Panama“ (Der Schneider von Panama) und „Country of My Skull“ (In My Country), Steven Spielbergs „Artificial Intelligence: A.I.“ (A.I. – Künstliche Intelligenz) und John Woos „Mission: Impossible II“ (Mission: Impossible II). Fernsehrollen übernahm Gleeson in „The Treaty“, „The Snapper“ (The Snapper) und „Kidnapped“.

Zu seinen zahlreichen Theaterauftritten gehören „King of the Castle“, „The Plough and the Stars“ (Der Pflug und die Sterne), „Prayers of Sherkin“, „The Cherry Orchard“ (Der Kirschgarten) und „The Paycock“ am Gaiety Theatre in Dublin sowie auf dem Chicago Theatre Festival. 2001 kehrte er auf die Bühne zurück: Am Dubliner Peacock Theatre trat er in Billy Roches Stück „On Such as We“ unter der Regie von Wilson Milam auf.

JASON ISAACS
Lucius Malfoy

Jason Isaacs übernimmt in „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) wieder die Rolle des skrupellosen Todessers Lucius Malfoy. Vom romantischen Herzensbrecher in Rodrigo Garcias „Nine Lives“ mit Robin Wright Penn und dem unterdrückten Vorort-Vater in „Chumscrubber“ (beiden wurden in Sundance 2005 uraufgeführt) bis zum urkomischen, sexistischen und homophoben Filmstar in Donal Logues „Tennis Anyone“ beweist Isaacs aufs Neue, dass er das Chamäleon unter den Schauspielern seiner Generation ist. Inzwischen hat er die Komödie „Friends With Money“ mit Catherine Keener, Jennifer Aniston, Joan Cusack und Frances McDormand abgedreht. Als Nächstes folgt „Good“, die Kinofassung des preisgekrönten Stücks mit Hugh Jackman in einer weiteren Rolle.

Isaacs doppelter Einsatz als Captain Hook und Mr. Darling in P.J. Hogans Spielfilm „Peter Pan“ (Peter Pan) begeisterte die Kritiker – LA Weekly nannte ihn „eine Offenbarung“, und die britische Times behauptete, er sei „ganz einfach der beste Leinwand-Hook aller Zeiten“.

2003 brachte er die Kritiker mit der bittersüßen Liebeskomödie „Passionada“ zum Staunen. Etliche Rezensenten – darunter Rex Reed – verglichen ihn mit „dem jungen Cary Grant“. Ein Jahr zuvor war er als köstlich verschlagener Lucius Malfoy im Warner-Bros.- Pictures-Blockbuster „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens) zu sehen. Im selben Jahr war er als dickköpfiger Captain Mike Steele in Ridley Scotts von der Kritik gefeiertem Kassenknüller „Black Hawk Down“ (Black Hawk Down) praktisch nicht zu erkennen.
Als weltgewandter internationaler Spion trat er neben Jackie Chan in „The Tuxedo“ (Tuxedo – Gefahr im Anzug) auf, in John Woos „Windtalkers“ (Windtalkers) war er Nicolas Cages Vorgesetzter, und in „Sweet November“ (Sweet November) mit Keanu Reeves und Charlize Theron trug er ein sensationelles, schulterfreies, mit Pailletten besetztes Kleid.

Seit er als Colonel William Tavington neben Mel Gibson in „The Patriot“ (Der Patriot) aufgetreten ist und allen die Schau gestohlen hat, kann sich Isaacs vor Angeboten nicht mehr retten – diese Leistung brachte ihm eine Nominierung für den Preis der Londoner Filmkritiker ein. Weitere Rollen: ein Priester in Neil Jordans „The End of the Affair“ (Das Ende einer Affäre), Professor Quincy, der „klügste Mann der Erde“, in dem Blockbuster „Armageddon“ (Armageddon), der IRA-Offizier Cow Pat Keegan in „Divorcing Jack“ (Starkey) und der schmierige Lord Felton neben Dennis Quaid in „Dragonheart“ (Dragonheart). In „The Last Minute“ durfte er singen und tanzen. Außerdem hat er in drei Filmen seines Freundes, des Regisseurs Paul Anderson, mitgewirkt: im Science-Fiction-Thriller „Event Horizon“ (Event Horizon – Am Rande des Universums), in „Soldier“ (Space Force Soldier) mit Kurt Russell und im britischen Kultfilm „Shopping“ (Shopping). Wer genau aufpasst, kann ihn auch in einer Gastrolle ohne Nennung im Abspann in Andersons „Resident Evil“ (Resident Evil) und in Mike Figgis’ Experimentalfilm „Hotel“ entdecken. Sein Filmdebüt gab Isaacs neben Jeff Goldblum und Emma Thompson in „The Tall Guy“ (Das lange Elend).

Aktuell übernahm er die Gastrolle eines Fotoreporters aus Belfast in drei Episoden der NBC-Serie „The West Wing“ sowie die Hauptrolle in Phillip Noyces Pilotfilm zur Showtime-Serie „Brotherhood“. Nach der Ausbildung an der renommierten Central School of Speech and Drama in London spielte er zwei Staffeln lang den gutmütigen Chas in der Banker-Hitserie „Capital City“ (Capital City); in Lynda La Plantes schlagzeilenträchtigem „Civvies“; einen authentischen Fußballspieler, der in Ungnade fällt, in Paul Greengrass’ „The Fix“ sowie des Weiteren einen schwulen Unterweltboss, eineiige Zwillinge – einer gut, der andere böse –, einen Mann, der sein Gedächtnis verliert, und zwei verschiedene Drogendealer namens Des. In der CBS-Miniserie „The Last Don“ (Der letzte Pate) war er wieder als Priester zu sehen, der unter großen Druck gerät, sein Schweigegelöbnis zu brechen.

Im Londoner National Theatre trat er als Louis in der gefeierten Inszenierung des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Stücks „Angels in America – parts 1 & 2“ (Engel in Amerika) auf. Am Royal Court Theatre spielte er in Gary Mitchells „The Force of Change“ und den Mussolini in Craig Raines „1953“ am Almeida Theatre. Er trat auch im King’s Head und fünfmal auf dem Edinburgh Festival auf.

Jason Isaacs stammt aus Liverpool. Während seines Jura-Studiums an der Bristol University wirkte er als Regisseur und/oder Hauptdarsteller in 20 Stücken mit. Wenn er sich nicht gerade in eine neue Rolle einlebt oder einen Akzent antrainiert, kehrt er in sein Londoner Domizil zurück und versucht sich zu erinnern, wie seine normale Stimme eigentlich klingt, damit seine Tochter ihn am Telefon auch wiedererkennt.

GARY OLDMAN
Sirius Black

Oldman spielt wieder Harrys Paten Sirius Black, dem man übel mitgespielt hat und der kürzlich aus dem Askaban-Gefängnis entkommen ist. 1979 begann Oldman seine Karriere mit zahlreichen Auftritten an Londoner Bühnen. Zwischen 1985 und 1989 war er nur am Londoner Royal Court beschäftigt. 1985 zeichnete ihn das Londoner Magazin Time Out für seine Leistung in „The Pope’s Wedding“ (Die Hochzeit des Papstes) als Bester Nachwuchsdarsteller aus. Im selben Jahr teilt er sich den Darstellerpreis der Londoner Kritiker mit Sir Anthony Hopkins.

Heute gilt er als einer der renommiertesten und begabtesten Filmschauspieler. Zu sehen war er unter anderem in Ridley Scotts „Hannibal“ (Hannibal), Oliver Stones „JFK“ (John F. Kennedy – Tatort Dallas), Tony Scotts „True Romance“ (True Romance), Luc Bessons „Léon“ (Léon – Der Profi), Francis Ford Coppolas „Bram Stoker’s Dracula“ (Bram Stoker’s Dracula) und als Beethoven in „Immortal Beloved“ (Ludwig van B. – Meine unsterbliche Geliebte).

1997 und 1998 trat Oldman in „The Fifth Element“ (Das fünfte Element), „Air Force One“ (Air Force One) und „Lost in Space“ (Lost in Space) auf. Durch diese Filme und Coppolas „Dracula“ stieg er in die kleine Gruppe von Schauspielern auf, die schon viermal mit ihren Filmen am Startwochenende Platz 1 der Kinocharts erreichten.
1995 gründete Oldman mit Manager und Produktionspartner Douglas Urbanski die Produktionsfirma The SE8 Group, die Oldmans Regiedebüt „Nil by Mouth“ (von ihm auch geschrieben) produzierte. Der Film eröffnete 1997 den Wettbewerb des 50. Filmfestivals in Cannes, und Kathy Burke wurde als Beste Darstellerin ausgezeichnet. Oldman selbst gewann auf dem Edinburgh Film Festival 1997 den Regiepreis von Channel 4. 1998 wurde „Nil by Mouth“ von der British Film Academy (BAFTA) als Bester britischer Film und für das Beste Drehbuch ausgezeichnet. Außerdem erhielt der Film Nominierungen in den Kategorien Bester Darsteller und Beste Darstellerin.

Weitere wichtige Filmrollen spielte Oldman in „Sid & Nancy“ (Sid & Nancy), Stephen Frears’ „Prick Up Your Ears“ (Prick Up Your Ears; auch: Das stürmische Leben des Joe Orton), Tom Stoppards „Rosencrantz and Guildenstern are Dead“ (Rosenkranz & Güldenstern); Nic Roeg and Dennis Potters „Track 29“ (Track 29 – Ein gefährliches Spiel), „Criminal Law“ (Der Frauenmörder), „Chattahoochee“ (Chattahoochee), „Murder in the First“ (Murder in the First) und „State of Grace“ (Im Vorhof der Hölle). 1999 betreute Oldman als Executive Producer den SE8 Group/Douglas Urbanski-Film „The Contender“ (Rufmord – Jenseits der Moral), der drei Oscar-Nominierungen erhielt. Oldman selbst übernahm eine der Hauptrollen.

Fans der Fernsehserie „Friends“ (Friends) erinnern sich an Oldmans Gastauftritt als betrunkener Schauspieler – für diese Leistung bekam er eine Emmy-Nominierung. Auf dem Bildschirm war er auch in Mike Leighs „Meantime“ (Meantime) und in „The Firm“ zu sehen, den der inzwischen verstorbene Alan Clarke inszenierte.
Nach „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban) trat Oldman aktuell als Jim Gordon in „Batman Begins“ (Batman Begins) auf.

ALAN RICKMAN
Professor Snape

Alan Rickman gehört zu den bedeutendsten britischen Film-, Fernseh- und Theaterdarstellern; er hat sich mit höchst unterschiedlichen Rollen in aller Welt einen guten Namen gemacht: „Love, Actually“ (Tatsächlich Liebe), „Die Hard“ (Stirb langsam); „An Awfully Big Adventure“ (Eine sachliche Romanze); „Dogma“ (Dogma), „Bob Roberts“ (Bob Roberts); „Truly Madly Deeply“ (Wie verrückt & aus tiefstem Herzen); „Close My Eyes“ (Schließe meine Augen, begehre oder töte mich); „The January Man“ (Im Zeichen der Jungfrau) und „Galaxy Quest“ (Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall).

Nominierungen der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) erhielt er für „Sense & Sensibility“ (Sinn und Sinnlichkeit) und „Michael Collins“ (Michael Collins). Diesen Preis gewann er als Bester Nebendarsteller in „Robin Hood: Prince of Thieves“ (Robin Hood – König der Diebe). Der Evening Standard kürte ihn mit seinen Rollen in „Truly Madly Deeply“, „Close My Eyes“ und „Robin Hood: Prince of Thieves“ zum Filmschauspieler des Jahres. Die Titelrolle in „Mesmer“ (Mesmer) brachte ihm den Darstellerpreis auf dem Filmfestival in Montreal ein. Aktuelle Filme: „Blow Dry“ (Über kurz oder lang); „The Search for John Gissing“ und „Play“ (den Anthony Minghella für das Großprojekt „Beckett on Film“ inszenierte).

Als rätselhafter russischer Mönch und Titelheld in dem HBO-Film „Rasputin“ (Rasputin) gewann Rickman 1996 den Emmy, den Golden Globe und als Hervorragender Hauptdarsteller den Preis der Screen Actors Guild (Gewerkschaft der Filmschauspieler). Weitere Fernsehrollen übernahm er in „Something the Lord Made“ (Emmy-Nominierung in der Kategorie Bester Darsteller), „Benefactors“; „Revolutionary Witness“; „Spirit of Man“; „Pity in History“; „Barchester Chronicles“; „Busted“; „Thérèse Raquin“ und „Romeo & Juliet“ (Romeo & Julia).

Als Regisseur inszenierte Rickman „Wax Acts“ mit Ruby Wax im Londoner West End und Sharman MacDonalds Stück „The Winter Guest“ sowohl am West Yorkshire Playhouse als auch am Almeida Theatre in London. Mit MacDonald schrieb er dann auch das Drehbuch der Filmversion, die er selbst mit Emma Thompson in der Hauptrolle inszenierte. Der Film lief im Wettbewerb in Venedig und gewann drei Preise. Auf dem Chicago Film Festival wurde er als Bester Film ausgezeichnet.
Als Mitglied der Royal Shakespeare Company spielte er die Hauptrolle in „Les Liaisons Dangereuses“ (Gefährliche Liebschaften) im West End und auch am Broadway, wo er für den Tony nominiert wurde. Weitere Rollen mit der RSC: „Mephisto“; „Troilus and Cressida“ (Troilus und Cressida); „As You Like It“ (Wie es euch gefällt); „Love’s Labours Lost“ (Verlorene Liebesmüh’); „Antony & Cleopatra“ (Antonius und Kleopatra); „Captain Swing“; und „The Tempest“ (Der Sturm). Er hat sich aber vorwiegend auf zeitgenössisches Theater konzentriert: „Fears and Miseries of the Third Reich“ am Glasgow Citizens Theatre; „The Carnation Game“ und „The Summer Party“ am Crucible in Sheffield; „Commitments“ und „The Last Elephant“ am Bush Theatre; „Bad Language“ im Hampstead Theatre Club; „The Grass Widow“, „The Lucky Chance“ und „The Seagull“ (Die Möwe) am Royal Court.

Am National Theatre übernahm Rickman die Hauptrolle in „Antony & Cleopatra“, und in den Riverside Studios er spielte die Titelrolle in „Hamlet“ (Hamlet) unter der Regie von Robert Sturua, dem gefeierten Regisseur des georgischen Rustaveli-Theaters. Dreimal ist Rickman auf dem Edinburgh Festival aufgetreten: in dem Doppelprogramm „The Devil Is an Ass“ und „Measure for Measure“ (Maß für Maß), mit dem er auch auf Europatournee ging; in „Brothers Karamazov“ (Die Brüder Karamasow) mit anschließender Tournee durch die UdSSR, und in Yukio Ninagawas „Tango at the End of Winter“, das später im Londoner West End lief und Rickman den Darstellerpreis der Zeitschrift Time Out einbrachte.

Aktuell trat Rickman in der gefeierten West-End-Inszenierung von Noel Cowards „Private Lives“ (Hochzeitsreise) auf. Er gewann den Variety Club Award und den Theatre Goers Award (Preis der Theaterbesucher), und er war für den Olivier Award und den Preis der Tageszeitung Evening Standard nominiert. Die gesamte Spielzeit am Albery Theatre war ausverkauft – dann wechselte das Ensemble an den Broadway, wo Rickman in der Kategorie Bester Darsteller für den Tony nominiert wurde.

DAME MAGGIE SMITH
Professorin McGonagall

Dame Maggie Smith ist ganz einfach eine der größten Schauspielerinnen der Welt – auf Bühne und Leinwand. Sie wird von ihren Kollegen und ihrem Publikum gleichermaßen verehrt. Zu ihren zahllosen Auszeichnungen gehören zwei Oscars und die Orden Commander of the British Empire und Dame of the British Empire. Den Emmy gewann sie für ihre Leistung in Richard Loncraines „My House in Umbria“ (Mein Haus in Umbrien) mit Chris Cooper. Mit ihrer aktuellen Rolle in Robert Altmans gefeiertem „Gosford Park“ (Gosford Park) wurde sie für den Oscar, den Golden Globe und den British Academy Award nominiert.

Dame Maggie Smith wirkte kürzlich neben Judi Dench und Daniel Brühl in Charles Dances „Ladies in Lavender“ (Der Duft von Lavendel) mit.
Ihre erste Theaterrolle spielte sie 1952 in der Oxford University Drama Society. Als Profi trat sie erstmals 1956 in der New Yorker „New Faces“-Revue auf. 1959 wurde sie in die Old Vic Company aufgenommen und begann sofort Preise zu sammeln. 1962 gewann sie den Darstellerinnenpreis des Evening Standard als Doreen in „The Private Ear“ und als Belinda in „The Public Eye“.

1963 wurde sie Ensemblemitglied am National Theatre und spielte neben Laurence Olivier als „Othello“ die Desdemona. Weitere Erfolge verbuchte sie mit „Black Comedy“, „Miss Julie“ (Fräulein Julie), „The Country Wife“ (Die Unschuld vom Lande), „The Beaux Stratagem“ (Stutzerlist) und „Much Ado About Nothing“ (Viel Lärm um nichts).
Doch es war ihre Darstellung in „The Prime of Miss Jean Brodie“ (Die besten Jahre der Miss Jean Brodie), mit der sie 1969 schlagartig dem großen Kinopublikum bekannt wurde. Sie gewann den Oscar und den Preis als Beste Darstellerin der Society of Film and TV Arts. Anschließend spielte sie in den Filmen „Travels With My Aunt“ (Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Darstellerin) und „Death on the Nile“ (Tod auf dem Nil). 1977 gewann Smith ihren zweiten Oscar und den Golden Globe mit Neil Simons „California Suite“ (Das verrückte California-Hotel).

Begeisterungsstürme löste auch Alan Bennetts „A Private Function“ (Magere Zeiten; mit Partner Michael Palin) aus: Sie erhielt den Preis der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA), den Golden Globe, den Preis des Variety Clubs und ihre fünfte Oscar-Nominierung. Weitere Erfolge: Merchant/Ivorys „A Room With a View“ (Zimmer mit Aussicht); „The Lonely Passion of Judith Hearne“ (Die große Sehnsucht der Judith Hearne; BAFTA als Beste Darstellerin); Steven Spielbergs „Hook“ (Hook); „Sister Act“ (Sister Act – Eine himmlische Karriere); „The Secret Garden“ (Der geheime Garten); „Richard III“ (Richard III.), „The First Wives Club“ (Der Club der Teufelinnen); „Washington Square“ (Washington Square); „Tea With Mussolini“ (Tea mit Mussolini; ein weiterer BAFTA als Beste Darstellerin),  „The Last September“ und Callie Khouris „The Divine Secrets of the Ya-Ya Sisterhood“ (Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern) neben Sandra Bullock.

Während ihrer glänzenden Film- und Fernsehkarriere ist Smith der Bühne immer treu geblieben. Die Titelrolle in „Hedda Gabler“ (Hedda Gabler) spielte sie 1970. Ihren zweiten Variety Club Award als Beste Darstellerin gewann sie als Mrs. Millamant in „The Way of the World“ (Der Lauf der Welt). Theaterrollen übernahm sie auch in „Night and Day“ (Nacht und Tag) und Edna O’Briens „Virginia“ (Virginia). Letzteres Stück brachte ihr den Evening Standard-Preis als Beste Bühnendarstellerin ein. Weitere bedeutende Bühnenauftritte: „The Interpreters“, „Infernal Machine“, „Coming in to Land“, „Lettice and Lovage“ (Lettice und Liebstöckel; ausgezeichnet mit dem Tony für die Beste Darstellerin), „The Importance of Being Earnest“ (Bunbury), „Three Tall Women“ (ausgezeichnet mit dem Evening Standard-Preis als Beste Darstellerin), „A Delicate Balance“ (Empfindliches Gleichgewicht) und Alan Bennetts „Lady in the Van“. Aktuell war sie neben Judi Dench in David Hares „The Breath of Life“ zu sehen.
Zu ihren wesentlichen Fernsehauftritten zählen „Mrs. Silly“ für Granada Televsion, ausgezeichnet mit dem BAFTA für die Beste TV-Darstellerin, „Memento Mori“ (Memento) auf BBC, „Suddenly Last Summer“ und „Talking Heads: Bed Among the Lentils“, ausgezeichnet mit dem Darstellerinnenpreis der Royal Television Society, sowie auf BBC „All the King’s Men“ und „David Copperfield“.

1970 erhielt Smith den Orden Commander of the Britisch Empire (CBE), 1990 wurde sie zur Dame Maggie Smith erhoben, als sie mit dem DBS geehrt wurde. 1991 wurde sie mit dem Shakespeare-Preis der Stadt Hamburg ausgezeichnet, sie ist Ehrenmitglied des British Film Institute und erhielt 1993 den Silbernen BAFTA. Sie ist Schirmherrin der Jane Austen Society.


TIMOTHY SPALL
Peter Pettigrew alias Wurmschwanz

Spall spielt wieder den rückgratlosen Wurmschwanz, Voldemorts treuen Diener, der Harry Potters Eltern verraten hat.
Seit über 20 Jahren ist den Film- und Fernsehzuschauern Spalls Gesicht bekannt – berühmt wurde er als glückloser Barry in der BBC-TV-Serie „Auf Wiedersehen Pet“. Seitdem ist er in über 30 Filmen aufgetreten, darunter in Mike Leighs „Secrets and Lies“ (Lügen und Geheimnisse) und „Topsy Turvy“ (Topsy Turvy – Auf den Kopf gestellt), mit denen Spall jeweils für den British Academy Award (BAFTA) und den Preis der Londoner Filmkritiker nominiert wurde. Für den British Independent Film Award und den Preis der Filmkritiker wurde er in der Kategorie Bester Darsteller bzw. Bester Nebendarsteller mit seinem Auftritt in Peter Cattaneos „Lucky Break“ (Lucky Break) nominiert. Nominierungen für den British Industry Film Award und den europäischen Filmpreis brachte ihm Leighs „All or Nothing“ (All or Nothing) ein.
Aktuell war Spall neben Jim Carrey in „Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events“ (Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse) zu sehen. Zu seinen zahlreichen Filmauftritten gehören auch Cameron Crowes „Vanilla Sky“ (Vanilla Sky), Kenneth Branaghs Musical-Fassung von „Love’s Labours Lost“ (Verlorene Liebesmüh’) und Branaghs „Hamlet“ (Hamlet), Mike Leighs „Life Is Sweet“ (Life Is Sweet), Bernardo Bertoluccis „The Sheltering Sky“ (Der Himmel über der Wüste), Clint Eastwoods „White Hunter, Black Heart“ (Weißer Jäger, schwarzes Herz), Richard Loncraines „My House in Umbria“ (Mein Haus in Umbrien), Douglas McGraths „Nicholas Nickleby“ (Nicholas Nickleby), Stephen Hereks „Rock Star“ (Rock Star), Christopher Miles’ „The Clandestine Marriage“, Brian Gibsons „Still Crazy“ (Still Crazy) und Simon Wincers „Young Indie“ (Die Abenteuer des jungen Indiana Jones).

Auch mit Fernsehdramen hat sich Spall einen hervorragenden Namen gemacht. Mit seiner Rolle als Mr. Venus in Julian Farinos von der Kritik gefeierter BBC-Verfilmung von Charles Dickens’ Roman „Our Mutual Friend“ wurde Spall in der Kategorie Bester Darsteller für den BAFTA nominiert. Als Bester Darsteller wurde er von der Broadcasting Press Guild TV (Gewerkschaft der TV-Kritiker) ausgezeichnet. Stephen Poliakoffs „Shooting the Past“ brachte ihm die Darstellerpreise Cinéma Tout Ecran und Prix d’Italie ein. BAFTA-Nominierungen bekam er für „Shooting the Past“ und Danny Boyles „Vacuuming Completely Nude in Paradise“ (Splitternackt staubsaugen im Paradies). Zuletzt trat er in der TV-Serie „Cherished“ auf.

Neben seinen Film- und Fernsehrollen schätzt das Publikum aber auch Spalls Bühnendarstellungen, darunter in Stephen Daldrys „This Is a Chair at the Royal Court“, Robert LePages Inszenierung von „A Midsummer’s Night Dream“ (Ein Sommernachtstraum) am National Theatre, Mike Leighs „Smelling a Rat“, Trevor Nunns „The Three Sisters“ (Drei Schwestern), „Nicholas Nickleby“ und „Merry Wives of Windsor“ (Die lustigen Weiber von Windsor) mit der Royal Shakespeare Company sowie David Jones’ „Baal“ (Baal), ebenfalls mit der Royal Shakespeare Company.

PEDJA BJELAC
Igor Karkaroff

Bjelac spielt den rätselhaften Direktor der Knabenschule Durmstrang.
Er begann seine Karriere in seiner Heimat Jugoslawien, wo er nach wie vor zu den Spitzenstars des Films und Fernsehens zählt. Dort war er zum Beispiel in „Stand By“ und „120 SA 80“ zu sehen. Außerdem trat er in verschiedenen europäischen Produktionen auf, darunter „Harrison’s Flowers“ in Frankreich und „The Final Victim“ in Belgien.
Amerikanische Zuschauer kennen ihn aus der US-Teenie-Komödie „Eurotrip“ (Eurotrip).
Im Fernsehen war er auf NBC in „Cries of Innocence“, in „Ariana’s Quest“ und „Children of Dune“ (Dune) zu sehen.
In Großbritannien trat Bjelac neben Damian Lewis und Ioan Gruffudd in „Warriors“ (Warriors) sowie neben Rufus Sewell in „Charles II“ auf.

FRANCES DE LA TOUR
Madame Maxime

Erstmals wirkt Frances de la Tour im „Harry Potter“-Ensemble mit – sie übernimmt die Rolle der Madame Maxime, der riesigen Direktorin der französischen Mädchenschule, der Beauxbatons-Akademie für Zauberei, eine jener drei Schulen, die im Trimagischen Turnier antreten.

Sie begann ihre Karriere 1965 im Ensemble der Royal Shakespeare Company in London. Seitdem zählt sie zu den führenden Bühnenschauspielerinnen in Großbritannien. Sie ist in über 35 Bühnenstücken aufgetreten und dafür mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet worden: Den Variety Club Award als Beste Darstellerin erhielt sie für Noel Cowards „Fallen Angels“ (Gefallene Engel), den Olivier Award für „A Moon for the Misbegotten“ (Ein Mond für die Beladenen) von Eugene O’Neill und sowohl den Olivier Award als auch den Preis der Tageszeitung Evening Standard für Tom Kempinskis „Duet for One“ (Duett für eine Stimme).

Weitere wichtige Theaterauftritte: die Helena in Peter Brooks berühmter Inszenierung von „A Midsummer Night’s Dream“ (Ein Sommernachtstraum), die Rosalind in „As You Like It“ (Wie es euch gefällt), die Titelrolle in „Hamlet“ (Hamlet), „Small Craft Warnings“ (Small Craft Warnings) von Tennessee Williams, die Titelrolle in „St. Joan“ (Die heilige Johanna), Martin Shermans „When She Danced“ mit Vanessa Redgrave – dafür erhielt sie den Olivier Award als Beste Nebendarstellerin, „Lillian“, ein Ein-Personen-Stück nach dem Leben von Lillian Hellman, die Olga Knipper in „Chekhov in Tsaritsin“, aufgeführt auf Russisch und Englisch, „Greasepaint“, ein japanisches Ein-Personen-Stück von Inoue, Edward Albees „Three Tall Women“ mit Maggie Smith, „Blinded by the Sun“, Edward Albees „The Play About the Baby“, „The Forest“, Cleopatra neben Alan Bates in „Antony and Cleopatra“ (Antonius und Cleopatra), „The Good Hope“, Strindbergs „The Dance of Death“ (Totentanz) zunächst mit Alan Bates, ein zweites Mal dann mit Ian McKellen, und „The History Boys“.

Auf dem Bildschirm war sie in über 20 Rollen zu sehen, darunter in „Duet for One“ – diese Leistung brachte ihr eine Nominierung für den Preis der British Film Academy (BAFTA) ein.

Weitere Fernsehrollen: Miss Jones in der Serie „Rising Damp“, „A Kind of Living“, Dennis Potters „Cold Lazarus“ (Cold Lazarus), „Tom Jones“, Patrick Marbers „The Egg“, „Poirot: Death on the Nile“ sowie Gastauftritte in den Serien „Born & Bred“ und „Waking the Dead“.
Für die Kinoversion von „Rising Damp“ gewann sie den Darstellerinnenpreis des Evening Standard. Hauptrollen übernahm sie in Michael Cacoyannis’ Verfilmung von „The Cherry Orchard“ (Der Kirschgarten), Richard Curtis’ „Love, Actually“ (Tatsächlich Liebe) und in dem mit Spannung erwarteten „The History Boys“ von Alan Bennett und Nick Hytner.
 
ROGER LLOYD PACK
Barty Crouch

Der vielseitig begabte Darsteller spielte seine wohl bekannteste Rolle in der äußerst beliebten BBC-Serie „Only Fools and Horses“, obwohl sich die Fans auch gern an seinen Owen Newitt neben der „fetten Dame“ Dawn French in der BBC-Serie „The Vicar of Dibley“ erinnern.

Kinorollen übernahm Lloyd Pack in britischen und in Hollywood-Produktionen. Dazu zählen unter anderem „Fiddler on the Roof“ (Anatevka), „Interview With the Vampire“ (Interview mit einem Vampir), „The Young Poisoner’s Handbook“ (Das Handbuch des jungen Giftmischers), „The Hollow Reed“ (Hollow Reed – Lautlose Schreie), „The Avengers“ (Mit Schirm, Charme und Melone) sowie aktuell „Vanity Fair“ (Vanity Fair) mit Reese Witherspoon.

Auch auf dem Bildschirm hat Lloyd Pack seine Wandlungsfähigkeit bewiesen. Zu sehen war er in „Dirty Deeds“, „Heartbeat“, „Tom Jones“, „Kavanagh“, „Oliver Twist“, „Born & Bred“, „The Bill“ und „Where the Heart Is“. Daneben war er auch auf der Theaterbühne erfolgreich – zahlreiche Auftritte absolvierte er an weltberühmten Theatern wie dem Lyric, dem Old Vic, dem National und aktuell dem Donmar Theatre. Er spielte in „Wild Honey“ und „One for the Road“ (Noch einen Letzten; für beide Leistungen wurde er als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet), aber auch in „Futurists“, „Rosmersholm“ (Rosmersholm), „School for Wives“ (Die Schule der Frauen), „Flea in Her Ear“ (Floh im Ohr), „Art“ (Kunst) und „The Dark“ am Donmar. 1984 gewann Lloyd Pack den Drama Award der British Theatre Association.

MIRANDA RICHARDSON
Rita Skeeter

Die vielseitige britische Schauspielerin Miranda Richardson übernimmt im Ensemble von „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) die Rolle der neugierigen Reporterin Rita Skeeter vom Daily Prophet – sie schreckt vor nichts zurück, um ihre Story über Harry Potter und das Trimagische Turnier zu bekommen.
Richardson lernte ihr Handwerk an der Old Vic Drama School und bewährte sich dann in den unterschiedlichsten Rollen, bevor sie 1985 in Mike Newells bewegendem „Dance With a Stranger“ (Dance With a Stranger) ihr beeindruckendes Leinwanddebüt gab: Sie spielte Ruth Ellis, die letzte Frau, die in England hingerichtet wurde.
Hervorragende Kritiken erhielt sie mit ihrer Rolle als erotische IRA-Terroristin in Neil Jordans „The Crying Game“ (The Crying Game) und für Mike Newells „Enchanted April“ (Verzauberter April), der ihr den Golden Globe einbrachte. Zweimal wurde sie bisher für den Oscar nominiert: mit Louis Malles „Damage“ (Verhängnis) und Brian Gilberts „Tom & Viv“ (Tom & Viv).

Weitere Filme: Steven Spielbergs „Empire of the Sun“ (Das Reich der Sonne), Robert Altmans „Kansas City“ (Kansas City), Tim Burtons „Sleepy Hollow“ (Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen), „The Apostle“ (Apostel!), „All for Love“ (St. Ives – Alles aus Liebe), „Get Carter“ (Get Carter – Die Wahrheit tut weh), „Spider“ (Spider), „The Hours“ (The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit) mit Meryl Streep und Nicole Kidman, „The Actors“ und „Churchill: The Hollywood Years“. Als Sprecherin war sie in „Chicken Run“ (Hennen rennen) zu hören.

Auch ihre Fernsehrollen haben ihr zahlreiche Ehrungen eingebracht. Ihr erster TV-Auftritt war Königin Elizabeth I. in der irrwitzigen „Blackadder“-Serie mit Rowan Atkinson. Aktuell war sie in dem BBC-Film „The Lost Prince“ zu sehen, der ihre eine Golden-Globe-Nominierung einbrachte, außerdem in „Merlin“ (Merlin; eine weitere Golden-Globe-Nominierung) und „Alice“ (Alice im Wunderland). Gastauftritte absolvierte sie in der Serie „Absolutely Fabulous“ (Absolutely Fabulous). 1994 gewann sie den Golden Globe für ihre Hauptrolle in dem HBO-Film „Fatherland“ (Vaterland). Eine weitere TV-Rolle übernahm sie in „Dance to the Music of Time“.
Aktuell trat sie als Madame Giry in Joel Schumachers Kinofilm „The Phantom of the Opera“ (Das Phantom der Oper) auf. Ihre neuesten Projekte sind der Spielfilm „Wah-Wah“ mit Emily Watson und Gabriel Byrne sowie der Fernsehfilm „Friends and Crocodiles“ mit Bill Nighy.

DAVID TENNANT
Barty Crouch junior

Tennant spielt in „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) den Sohn von Barty Crouch.
Im Kino war er zuletzt in Stephen Frys viel gepriesenem „Bright Young Things“ und im Fernsehen in „The Deputy“ zu sehen. In dem Animationsfilm „Free Jimmy“ ist er in einer Sprechrolle zu hören.

Als renommierter klassischer Schauspieler übernahm Tennant etliche Hauptrollen im Ensemble der Royal Shakespeare Company, zum Beispiel den Probstein in „As You Like It“ (Wie es euch gefällt), Romeo in „Romeo and Juliet“ (Romeo und Julia), den Antipholus von Syracus in „The Comedy of Errors“ (Komödie der Irrungen) und den Captain Jack Absolute in „The Rivals“. Mit seiner Leistung in „Lobby Hero“ am Donmar Warehouse und am New Ambassador Theatre wurde er 2003 in der Kategorie „Bester Schauspieler 2002“ für den Laurence Olivier Theatre Award nominiert.

Im Fernsehen spielt Tennant demnächst die Hauptrolle in „Casanova“. Er ist auch in einer Reihe bekannter TV-Serien aufgetreten, zum Beispiel in „Mrs Bradley Mysteries“, „People Like Us“, „Love in the 21st Century“ und „Foyle’s War“.


HINTER DER KAMERA


MIKE NEWELL
Regie

Der berühmte englische Regisseur Mike Newell inszeniert „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch), den vierten Teil der beliebten „Harry Potter“-Serie von J.R. Rowling. In seinem Regiestuhl saßen zuvor Chris Columbus bei Teil 1 und 2 sowie Alfonso Cuarón bei Teil 3. Newell ist der erste Brite, der bei einem „Harry Potter“-Film die Regie übernimmt.

Aktuell inszenierte Newell Julia Roberts und Julia Stiles in „Mona Lisa Smile“ (Mona Lisas Lächeln). Sein wohl bekanntester Film ist der romantische Komödienhit „Four Weddings and a Funeral“ (Vier Hochzeiten und ein Todesfall) von 1994, der mehrfach auszeichnet wurde und zwei Oscar-Nominierungen erhielt, darunter auch in der Kategorie Bester Film. Newells Karriere umfasst mittlerweile 40 Jahre. Er inszenierte den viel gepriesenen „Enchanted April“ (Verzauberter April), der dreifach für den Oscar nominiert war und sowohl Miranda Richardson als auch Joan Plowright den Golden Globe einbrachte; „Into the West“ (Into the West; auch: Das weiße Zauberpferd) mit Ellen Barkin und Gabriel Byrne und der Musik von Patrick Doyle; sowie Sir Anthony Hopkins in „The Good Father“ (The Good Father – Die Liebe eines Vaters), der 1985 mit dem Prix Italia ausgezeichnet wurde. 

Weitere bedeutende Filme von Mike Newell: „Pushing Tin“ (Turbulenzen – und andere Katastrophen) mit John Cusack, Billy Bob Thornton und Angelina Jolie – der Film erhielt eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bestes Drehbuch nach einer Vorlage, „Donnie Brasco“ (Donnie Brasco) mit Johnny Depp und Al Pacino sowie abermals im Team mit Komponist Patrick Doyle, „An Awfully Big Adventure“ (Eine sachliche Romanze), „Amazing Grace and Chuck“ (Schweigende Stimmen) und „Soursweet“ (Chinese Blues).

Nach Abschluss seines Studiums an der Cambridge University begann Newell bei Granada Television in Manchester als Produktions-Azubi und arbeitete sich schnell zum Regisseur empor. Zu seinen vielen Fernsehfilmen zählen „Them Down There“, „Ready When You Are, Mr McGill“ (Sind wir so weit, Mr. McGill?), „Destiny“ und „The Melancholy Hussar“ (Der traurige Husar) sowie etliche angloamerikanische Co-Produktionen wie „Blood Feud“ (Verfolgt bis in den Tod) und „Common Ground“ auf CBS.
Sein Spielfilmdebüt gab er 1977 mit „The Man in the Iron Mask“ (Der Mann mit der eisernen Maske) mit Richard Chamberlain, Louis Jourdan, Ralph Richardson und Jenny Agutter. Seine erste US-Regie übernahm er mit „The Awakening“ (Das Erwachen des Sphinx) – die Hauptrollen spielten Charlton Heston und Susannah York. Es folgten „Bad Blood“ (Böses Blut), der TV-Film „Birth of a Nation“ und dann der beeindruckende „Dance With a Stranger“ (Dance With a Stranger) mit Miranda Richardson und Rupert Everett. Der Film wurde in Cannes mit dem Prix de la Jeunesse ausgezeichnet und brachte Newell weltweites Renommee ein.

Mit seiner Firma Dogstar Films fungierte Newell als Executive Producer bei „Photographing Fairies“ (Elfengarten) mit Ben Kingsley, „Best Laid Plans“ (Best Laid Plans) mit Reese Witherspoon, „Ripley’s Game“ (Ripley’s Game) mit John Malkovich, „200 Cigarettes“ (Eine Nacht in New York) mit Ben Affleck und Kate Hudson, „High Fidelity“ (High Fidelity) mit John Cusack und Jack Black sowie Steven Soderberghs „Traffic“ (Traffic – Macht des Kartells), der vier Oscars gewann.

DAVID HEYMAN
Produktion

Hayman produziert auch den vierten Teil in der Serie von Verfilmungen der äußerst erfolgreichen „Harry Potter“-Erzählungen von J.K. Rowling.
Nach vielen Arbeitsjahren in den USA kehrte Heyman 1997 nach Großbritannien zurück und gründete die Firma Heyday Films, um seine hervorragenden Kontakte in den USA und Europa zu nutzen und internationale Filme jeder Größenordnung zu produzieren.

Aufgrund des enormen Erfolgs von „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen) und „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens) richtete Heyday Films ein Büro in Los Angeles ein. Das erste dort realisierte Projekt war „Taking Lives“ (Taking Lives) mit Angelina Jolie und Ethan Hawke. Heyman entwickelt auch weiterhin eine große Bandbreite von Projekten in den USA und in Großbritannien. Dazu zählen Alfonso Cuaróns „The History of Love“, „Yes Man“ mit Jack Black, Mike White und David Dobkin und die Filmfassung des Comics „The Exec“ – Chris Nolan („Memento“) übernimmt die Regie. Dann folgt die Bestseller-Verfilmung „The Curious Incident of the Dog in the Night-Time“, die Steve Kloves nach seinem eigenen Drehbuch inszeniert.
Auf dem Kinobetreiberkongress „ShoWest“ wurde Heyman zum Produzenten des Jahres 2003 gekürt – er ist damit der erste britische Produzent, dem diese Ehre zuteil wurde.

Heyman hat Schulen in England und den USA besucht. Sein Berufseinstieg absolvierte er als Laufbursche der Produktion bei Milos Formans „Ragtime“ (Ragtime) und David Leans „A Passage to India“ (Reise nach Indien). 1986 wurde Heyman in Los Angeles bei Warner Bros. Manager im kreativen Bereich und betreute Filme wie „Gorillas in the Mist“ (Gorillas im Nebel) und „GoodFellas“ (GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia). Ende der 80er-Jahre stieg er zum Vizechef bei United Artists auf, entschied sich dann jedoch, es als unabhängiger Produzent zu versuchen. Seine erste eigene Produktion war Ernest Dickersons „Juice“ (Juice – City War) mit Tupac Shakur und Omar Epps in den Hauptrollen. Es folgten etliche weitere Filme, darunter auch Greg Mottolas Low-Budget-Klassiker „The Daytrippers“ (Seitensprung in Manhattan) mit Liev Schreiber, Parker Posey, Hope Davis, Stanley Tucci und Campbell Scott.

STEVE KLOVES
Drehbuch

Kloves liefert auch das Drehbuch zum vierten Film der „Harry Potter“-Serie.
Sein Karriereeinstieg war 1984 das Skript zur Jaffe-Lansing-Produktion „Racing With the Moon“ (Die Zeit verrinnt – Die Navy ruft), eine Pubertätsgeschichte aus dem Zweiten Weltkrieg, die Richard Benjamin mit Sean Penn, Elizabeth McGovern und Nicolas Cage in einer seiner ersten und wichtigsten Rollen inszenierte.
1989 drehte Kloves seinen ersten eigenen Film, die dramatische Komödie „The Fabulous Baker Boys“ (Die fabelhaften Baker Boys) mit Jeff Bridges, Beau Bridges und Michelle Pfeiffer. Kloves hatte auch das Drehbuch geschrieben. Der Film wurde vierfach für den Oscar nominiert, Michelle Pfeiffer gewann den Golden Globe und den Darstellerpreis der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA).

Vier Jahre später schrieb und inszenierte Kloves den Psycho-Thriller „Flesh and Bone“ (Flesh and Bone) mit Dennis Quaid, Meg Ryan und Gywneth Paltrow.
Seitdem verfasste Kloves das Drehbuch zu Curtis Hansons „The Wonderboys“ (The Wonderboys), in dem Michael Douglas, Tobey Maguire und Frances McDormand die Hauptrollen spielen; Curtis Hanson übernahm die Regie und Produktion; Kloves wurde als Autor des Drehbuchs nach einer Vorlage zum ersten Mal für den Oscar nominiert.

Kloves schrieb die Drehbücher zu „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen), „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens) und „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban).
Demnächst schreibt und inszeniert er „The Curious Incident of the Dog in the Night-Time“, den David Heyman produziert.

DAVID BARRON
Executive Producer

Barron ist erneut als Executive Producer im „Harry Potter“-Team dabei – er hatte bereits an „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens) mitgewirkt.

Er begann seine Laufbahn als Produzent in der Fernsehwerbung, um bald darauf auch Film- und Fernsehprojekte zu betreuen.
Zu Barrons aktuellen Projekten zählen „Sahara“ (Sahara) mit Matthew McConaughey und Penélope Cruz sowie „Three Bad Men“, der sich in der Vorbereitungsphase befindet.

Seit vielen Jahren ist er in der Filmbranche tätig. Als Aufnahmeleiter oder Regieassistent war er an „The French Lieutenant’s Woman“ (Die Geliebte des französischen Leutnants) und „The Killing Fields“ (The Killing Fields – Schreiendes Land) beteiligt. Dann überwachte er die Produktion von „Revolution“ (Revolution); „Legend“ (Legende); „The Princess Bride“ (Die Braut des Prinzen); „The Lonely Passion of Judith Hearne“ (Die große Sehnsucht der Judith Hearne); „Hell Bound“ (Hellbound: Hellraiser II); „Night Breed“ (Cabal – Die Brut der Nacht) und Franco Zeffirellis „Hamlet“ (Hamlet).

1991 übernahm er als Manager die Verantwortung für die Produktion von George Lucas’ ehrgeizigem Fernsehprojekt „The Young Indiana Jones Chronicles“ (Die Abenteuer des jungen Indiana Jones). Anschließend betreute Barron „The Muppet Christmas Carol“ (Die Muppets-Weihnachtsgeschichte). 1993 wurde er Associate Producer in Kenneth Branaghs Produktionsteam. Dessen „Frankenstein“ (Mary Shelley’s Frankenstein) betreute er als Produktionsleiter. Damit begann seine lockere Partnerschaft mit Branagh – sie arbeiteten auch an „In the Bleak Midwinter“ (Ein Wintermärchen); Oliver Parkers „Othello“ (Othello; einer Co-Produktion mit Luc Roegs Firma Dakota Films), „Hamlet“ (Hamlet) und „Love’s Labour’s Lost“ (Verlorene Liebesmüh’) zusammen.

David Barron entwickelt auch weiterhin Projekte für Branagh und dessen Shakespeare Company. Unabhängig davon gründete er im Frühjahr 1999 zusammen mit dem britischen Regisseur Paul Weiland seine eigene Firma Contagious Films.

TANYA SEGHATCHIAN
Executive Producer

Im Zuge ihrer engen Zusammenarbeit mit Alfonso Cuarón bei „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban) stieg Tanya Seghatchian zum Executive Producer auf – diese Funktion übernahm sie jetzt auch bei „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch). Als Co-Produzentin betreute sie zuvor „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen) und „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens).

Neben der „Potter“-Serie produzierte Seghatchian aktuell den mehrfach preisgekrönten „My Summer of Love“ (My Summer of Love) des Autors/Regisseurs Pawel Pawlikowski. Der Film erhielt den Michael Powell Award als Bester Film des Jahres 2004 sowie von der British Film Academy (BAFTA) den Alexander Korda Award 2005 als Herausragender britischer Film des Jahres.

Daneben ist sie als Interview-Moderatorin bekannt geworden und war Gastgeberin des ausverkauften Skript-Forums Orangeword Screenwriting Series mit Oscar- und BAFTA-nominierten Drehbuchautoren. Bevor sie David Heyman bei der Gründung seiner Firma Heyday Films half und dann die beliebten Bücher von J.K. Rowling entdeckte, war Seghatchian Redakteurin von Jimmy McGoverns preisgekrönter BBC-Serie „The Lakes“. Außerdem produzierte und inszenierte sie mehrere BBC-Dokumentationen, die für den BAFTA nominiert wurden.

Sie hat an der Cambridge University studiert, an der sie das legendäre Ensemble Cambridge Footlights Theatre Company leitete.

ROGER PRATT, B.S.C.
Kamera

Der Oscar- und BAFTA-Kandidat Roger Pratt arbeitet auch an „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) mit, nachdem er zuvor bei Wolfgang Petersens „Troy“ (Troja) und natürlich bei „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens) hinter der Kamera stand.
Zu Pratts bekannten Arbeiten zählt auch der hoch gelobte und preisgekrönte „Iris“ (Iris). Eine Oscar-Nominierung erhielt er für Neil Jordans „The End of the Affair“ (Das Ende einer Affäre) mit Ralph Fiennes und Julianne Moore, der ihm auch die erste von seinen beiden BAFTA-Nominierungen einbrachte. Die zweite Würdigung durch die BAFTA bekam er für „Chocolat“ (Chocolat… ein kleiner Biss genügt!), für den er zum dritten Mal von der British Society of Cinematographers (Vereinigung der britischen Kameraleute) nominiert wurde. Weitere Filme: „The Fisher King“ (Der König der Fischer) mit Jeff Bridges und Robin Williams, „12 Monkeys“ (12 Monkeys) mit Bruce Willis und „Shadowlands“ (Shadowlands) mit Anthony Hopkins.

Zu seinen bedeutenden Kinofilmen gehören außerdem „Grey Owl“ (Grey Owl) mit Pierce Brosnan, „The Avengers“ (Mit Schirm, Charme und Melone) mit Ralph Fiennes, „In Love and War“ (In Love and War), „Mary Shelley’s Frankenstein“ (Mary Shelley’s Frankenstein) von und mit Kenneth Branagh, „Mona Lisa“ (Mona Lisa), „Batman“ (Batman), „High Hopes“ (Hohe Erwartungen), „Paris by Night“ (Paris bei Nacht), „Dutch Girls“ und „102 Dalmatians“ (102 Dalmatiner). Mitte der 1970er-Jahre begann Pratt seine Zusammenarbeit mit Regisseur Terry Gilliam: 1983 drehte er als Kameramann die Episode „The Crimson Permanent Assurance“ (Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung) zu „Monty Python’s The Meaning of Life“ (Monty Python’s Der Sinn des Lebens) und 1985 Gilliams „Brazil“ (Brazil).

Außerdem drehte er etliche Fernsehfilme und Serien, zum Beispiel „King Lear“ (1999), „Bernard and the Genie“ (Bernie und der Weihnachtsgeist; 1991), Jim Henson’s „Storyteller: Greek Myths“ (1990), „Scoop“ (Scoop – Sensationsnachricht; 1987) sowie Mike Leighs Regiearbeiten „The Short and the Curlies“ (1987) und „Meantime“ (Meantime; 1981).

Stuart Craig
Produktionsdesign

Für seine überragenden Leistungen im Bereich des Produktionsdesigns ist Craig oft ausgezeichnet worden – aktuell als Ausstatter des Jahres auf dem Hollywood Film Festival. Der Preis wurde ihm von Chris Columbus überreicht. Beeindruckenderweise wurde er mit allen drei bisherigen „Harry Potter“-Filmen für den British Academy Award (BAFTA) nominiert. Die visionären Sets des ersten Films brachten ihm den Preis der Londoner Tageszeitung Evening Standard und eine Oscar-Nominierung ein.
Seit seinem ersten Oscar für Richard Attenboroughs „Gandhi“ (Gandhi; auch BAFTA-Nominierung, 1981) und dem BAFTA für David Lynchs „Elephant Man“ (Der Elefantenmensch) vor über 20 Jahren hat Craig zahlreiche Preise gewonnen.

Den zweiten Oscar erhielt er 1988 für Stephen Frears’ „Dangerous Liaisons“ (Gefährliche Liebschaften; ebenfalls BAFTA-Nominierung), und 1996 räumte er mit Anthony Minghellas „The English Patient“ (Der englische Patient) ab: ein dritter Oscar, eine weitere BAFTA-Nominierung, und der Preis für hervorragendes Produktionsdesign der Society of Motion Picture & Television Art Directors, USA (US-Gesellschaft der Film- und Fernsehausstatter).

Für den Oscar nominiert war er außerdem mit Richard Attenboroughs „Chaplin“ (Chaplin, 1991) und Roland Joffes „The Mission“ (Mission, 1986). Hugh Hudsons „Greystoke: The Legend of Tarzan, Lord of the Apes“ (Greystoke – Die Legende von Tarzan, Herr der Affen, 1982) brachte ihm eine weitere BAFTA-Nominierung ein.
Neben seinen zahlreichen preisgekrönten Arbeiten hat er viele weitere Filme gestaltet, zum Beispiel „Cal“ (Cal; auch Produktion, 1983), „Cry Freedom“ (Schrei nach Freiheit, 1986), „Memphis Belle“ (Memphis Belle, 1988), „The Secret Garden“ (Der geheime Garten, 1992), „Shadowlands“ (Shadowlands, 1993), „Mary Reilly“ (Mary Reilly, 1994), „In Love and War“ (In Love and War, 1996), „The Avengers“ (Mit Schirm, Charme und Melone, 1997) und „The Legend of Bagger Vance“ (Die Legende von Bagger Vance, 1999).

JANY TEMIME
Kostüme

Temime entwarf die Kostüme zu „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban) und übernimmt bei „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) dieselbe Funktion. Zwischendurch lieferte sie die Kostüme zu „Bridget Jones: The Edge of Reason“ (Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns).

In den vergangenen zehn Jahren ist sie sehr fleißig gewesen – sie hat an über 20 preisgekrönten Spielfilmen mitgewirkt. Die Waliser Variante des British Academy Award (BAFTA) gewann sie mit ihren Kostüme zu Marc Evans’ „House of America“ mit Steven Mackintosh, Matthew Rhys und Sian Phillips; und auf dem Filmfestival in Utrecht gewann sie 1995 das Goldene Kalb für Marleen Gorris’ Oscar-preisgekrönten „Antonia“ (Antonias Welt).

Weitere Filme: Mel Smiths „High Heels and Low Lifes“ (Verbrechen verführt) mit Minnie Driver und Mary McCormack, Todd Komarnickis „Resistance“ (Resistance) mit Bill Paxton und Julia Ormond, Werner Herzogs „Invincible“ (Invincible – Unbesiegbar) mit Tim Roth, Marleen Gorris’ „The Luzhin Defence“ (Luschins Verteidigung) mit John Turturro und Emily Watson und „Gangster No. 1“ (Gangster No. 1) mit David Thewlis, Malcolm McDowell und Paul Bettany.

Außerdem arbeitete sie an Andy Hursts „You’re Dead“ (You’re Dead) mit Rhys Ifans und John Hurt, „The Commissioner“ (Der Commissioner – Im Zentrum der Macht), ebenfalls mit John Hurt, Mike van Diems „Karakter“ (Karakter), der 1998 den Oscar als Bester fremdsprachiger Film gewann, George Sluizers „Crime Time“ (Crime Time), Paula van der Oests „De nieuwe moeder/The New Mother“, Frans Weisz’s „Hoogste tijd“/Last Call“, Ate de Jongs „All Men Are Mortal“, Digna Sinkes „Belle van Zuylun – Madame de Charriere“ und Theu Boermans’ „1000 Rosen“ (1000 Rosen), der 1994 auf dem Filmfestival in Utrecht das Goldene Kalb als Bester Film gewann.
Temimes bedeutendste Fernseharbeiten sind Bram van Erkels Serie „In naam der konigin/In the Name of the Queen“, Pieter Verhoeffs Miniserie „De vuurtoren/The Lighthouse“, ausgezeichnet mit dem Goldenen Fipa-Preis auf dem Fernsehfestival in Nizza, und Theu Boermans’ Miniserie „De partizanen/The Partisans“, die 1995 in Utrecht gleich doppelt mit dem Goldenen Kalb ausgezeichnet wurde – für Temimes Kostüme und als Bestes TV-Drama.

PATRICK DOYLE
Musik

Doyle ist bei „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) erstmals für die Musik verantwortlich.
Er hat sich als Komponist mit einer Reihe hochkarätiger Filme profiliert. 1995 gewann er den Preis der Filmkritiker von Los Angeles mit seiner Musik zu „A Little Princess“ (Little Princess).

Aktuell schrieb Doyle die Soundtracks zu „Man to Man“, „Nanny McPhee“, „Secondhand Lions“ (Löwen aus zweiter Hand) und „Calendar Girls“ (Kalender Girls). Weitere Titel: Mike Newells „Donnie Brasco“ (Donnie Brasco), „Mrs. Winterbourne“ (Mrs. Winterbourne), „Sense and Sensibility“ (Sinn und Sinnlichkeit; Oscar- und Golden-Globe-Nominierung für die Originalmusik), „Carlito’s Way“ (Carlito’s Way), „Indochine“ (Indochine), die aktuelle Dickens-Verfilmung „Great Expectations“ (Große Erwartungen), „Killing Me Softly“ (Killing Me Softly), „Gosford Park“ (Gosford Park), „Bridget Jones’s Diary“ (Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück) und „Blow Dry“ (Über kurz oder lang).

Doyle studierte Klavier und Gesang an der Royal Scottish Academy of Music and Drama. Nach Abschluss der Ausbildung arbeitete er als Klavierlehrer, bevor er 1978 sein erstes Werk mit der Musical-Komödie „Glasvegas“ auf dem Edinburgh Festival präsentierte. Fortan fuhr er zweigleisig: Er arbeitete als Schauspieler und schrieb Filmmusiken für das britische Fernsehen, zum Beispiel in Schottland „Charlie Endell“ und für die BBC „The Butterfly Hoof“.

1987 wurde Doyle Mitglied in Kenneth Branaghs Renaissance Theatre Company, in der er Aufgaben als Darsteller, Komponist und Dirigent fand. Seine „Eintrittskarte“ war die musikalische Untermalung der Fernsehfassung von Shakespeares „Twelfth Night“ (Was Ihr wollt) nach der erfolgreichen Theaterinszenierung des Ensembles.
Anschließend komponierte Doyle seine erste Kinofilmmusik für Branaghs gefeierte Version von „Henry V“ (Henry V.). Natürlich arbeiteten die beiden auch an Branaghs folgenden Filmprojekten zusammen: „Dead Again“ (Schatten der Vergangenheit; Golden-Globe-Nominierung für die Originalmusik), „Much Ado About Nothing“ (Viel Lärm um nichts), „Mary Shelley’s Frankenstein“ (Mary Shelley’s Frankenstein), „Hamlet“ (Hamlet; Oscar-Nominierung für die Originalmusik) und „Love’s Labour’s Lost“ (Verlorene Liebesmüh’). Außerdem schrieb er die Musik zu den Bühneninszenierungen „As You Like It“ (Wie es euch gefällt), „King Lear“ (König Lear) und „A Midsummer Night’s Dream“ (Ein Sommernachtstraum).

NICK DUDMAN
Entwurf der Fabelwesen und Make-up-Effekte

Mit seinem Team schuf Nick Dudman die Make-up-Effekte und die animatronischen Fabelwesen für alle bisherigen Filme der Serie: „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen), „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens) und „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban). Mit dem dritten Film erhielt er eine Nominierung der British Film Academy (BAFTA).
Dudmans erster Job in der Filmbranche betraf den Jedi-Meister Yoda – er war während der Dreharbeiten zum „Star Wars“-Abenteuer „The Empire Strikes Back“ (Das Imperium schlägt zurück) Azubi beim britischen Maskenbildner Stuart Freeborn.

Vier Jahre lang lernte Dudman bei Freeborn, er arbeitete unter anderem an „Superman II“ (Superman II – Allein gegen alle) und „Top Secret!“ (Top Secret!). Dann bekam er das Angebot, das britische Make-up-Labor bei Ridley Scotts „Legend“ (Legende) zu leiten. Seitdem wirkte Dudman an „Mona Lisa“ (Mona Lisa), „High Spirits“ (High Spirits – Die Geister sind willig), „Interview With the Vampire“ (Interview mit einem Vampir), „Batman“ (Batman) und „Judge Dredd“ (Judge Dredd) mit.
1995 weitete er seinen Tätigkeitsbereich auf die Animatronik und großformatige Monstereffekte aus, als er das Angebot erhielt, für Luc Bessons bei „The Fifth Element“ (Das fünfte Element) die 55 Mitarbeiter der Monsterabteilung anzuleiten.

Anschließend verantwortete er die Abteilungen Fabelwesen und Maske bei etlichen Kassenknüllern, darunter „Star Wars: Episode 1 – The Phantom Menace“ (Star Wars: Episode 1 – Die dunkle Bedrohung), „The Mummy“ (Die Mumie) und „The Mummy Returns“ (Die Mumie kehrt zurück).
Daneben werden in Dudmans Firma Pigs Might Fly Kunstblut und Make-up-Produkte hergestellt und verkauft, außerdem bietet er Kurse für spezielle Make-up-Effekte an.

JIMMY MITCHELL
Leitung der visuellen Effekte

Jimmy Mitchell ist bei „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) wieder dabei. In gleicher Funktion war er an „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens) beteiligt. Zwischen diesem Projekt und „Feuerkelch“ arbeitete er an „Pirates of the Carribean“ (Der Fluch der Karibik).

Seit Mitchell 1990 bei Industrial Light & Magic (ILM) anfing, hatte er maßgeblichen Anteil an den innovativen Computergrafik-Sequenzen in „Jurassic Park“ (Jurassic Park), „Death Becomes Her“ (Der Tod steht ihr gut) und „Terminator 2: Judgment Day“ (Terminator 2 – Tag der Abrechnung) – alle diese Filme gewannen Oscars für ihre visuellen Effekte.

Als Leiter der visuellen Effekte bei ILM gestaltete Mitchell auch „Jurassic Park III“ (Jurassic Park III), „Sleepy Hollow“ (Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen), „October Sky“ (October Sky), „Mighty Joe Young“ (Mein großer Freund Joe), der in der Kategorie Visuelle Effekte für den Oscar nominiert wurde, „Contact“ (Contact), „Mars Attacks!“ (Mars Attacks!) und „Eraser“ (Eraser; Co-Leitung der visuellen Effekte).

Als Leiter der Computergrafikabteilung, Animator und Modellbauer betreute Mitchell das Dschungelabenteuer „Jumanji“ (Jumanji) mit Robin Williams. Leiter der Computergrafik war er bei „The Mask“ (Die Maske), technischer Leiter bei „Jurassic Park“ und „Der Tod steht ihr gut“, Animator und technischer Leiter bei „Star Trek VI: The Undiscovered Country“ (Star Trek VI – Das unentdeckte Land) und technischer Leiter bei „Terminator 2“.

JOHN RICHARDSON
Leitung der Spezialeffekte

Der Oscar- und BAFTA-Gewinner hielt bei der Gestaltung der Spezialeffekte zu allen drei bisherigen „Harry Potter“-Filmen die Zügel in der Hand und ist auch bei „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) wieder dabei.

1962 kam Richardson als 16-Jähriger zum Film: Er ging bei seinem Vater Cliff Richardson in die Lehre, der als Special-Effects-Pionier schon 1921 in der Filmbranche angefangen hatte. Gemeinsam arbeiteten sie an „The Victors“ (Die Sieger), „Lord Jim“ (Lord Jim), „Battle of Britain“ (Luftschlacht um England), „Help“ (Hi-Hi-Hilfe!) und vielen anderen.

Ab 1967 übernahm Richardson selbst die Verantwortung, zum Beispiel bei „The Devils“ (Die Teufel), „Straw Dogs“ (Wer Gewalt sät), „Young Winston“ (Der junge Löwe) und „The Omen“ (Das Omen). Für seine Leistungen ist er oft gepriesen worden – den Oscar und den Preis der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) gewann er mit „Aliens“ (Aliens – Die Rückkehr). Zwei weitere Oscar-Nominierungen erhielt er für „Cliffhanger“ (Cliffhanger – Nur die Starken überleben; er verantwortete die real aufgenommenen Tricks und den Flugzeugabsturz) und „Starship Troopers“ (Starship Troopers).

Nachdem er 1976 „A Bridge Too Far“ (Die Brücke von Arnheim) abgeschlossen hatte, übernahm Richardson seinen ersten von acht James-Bond-Filmen. Weitere Titel: Richard Donners „Ladyhawke“ (Der Tag des Falken), George Lucas’ „Willow“ (Willow) und Ron Howards „Far and Away“ (In einem fernen Land). Seitdem arbeitet er vorwiegend in Kalifornien:  „Ghost in the Machine“ (Der Killer im System), Warren Beattys Produktion „Love Affair“ (Perfect Love Affair), inszeniert von Glenn Gordon Caron (Richardson schuf die visuellen und real gedrehten Effekte sowie die Notlandung des Flugzeugs), „Bushwacked“ (Durchgeknallt und auf der Flucht), „The American President“ (Hallo, Mr. President) und „Broken Arrow“ (Operation Broken Arrow).
In den 70er-Jahren arbeitete er an „The Day of the Jackal“ (Der Schakal), „The Great Gatsby“ (Der große Gatsby), „Barry Lyndon“ (Barry Lyndon), „Rollerball“ (Rollerball) und „Superman“ (Superman – Der Film).

Er hat alle Arten von Special Effects erstellt: mechanische und physische Tricks, Pyrotechnik, Explosionen und Modell-Effekte. Vielfach übernahm er die Leitung von Modell-, Action- oder 2. Drehteams, wobei er sehr gern selbst mit Hand anlegt.
In den letzten Jahren betreute Richardson die Spezialeffekte zu Renny Harlins „Deep Blue Sea“ (Deep Blue Sea), die Miniaturmodelle in „The World Is Not Enough“ (Die Welt ist nicht genug) und Brett Ratners „The Family Man“ (Family Man). Hinzu kommen die Modell-Sequenzen in „Die Another Day“ (Stirb an einem anderen Tag), dem aktuellsten Film der James-Bond-Serie.

 

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