Ein Trauzeuge zum verlieben Filmtipp

Inhalt

Unterschiedlicher geht es eigentlich nicht: Dennoch waren Leseratte Olly Pickering und der prollige Murray Brown schon in der Schule die dicksten Freunde. Doch zehn Jahre später rutscht Literaturstudent Olly (Stuart Townsend) in die Nobelclique seines College-Kommilitonen James (Steve John Shepherd). Als Murray (Seth Green) dem Supersnob auf einer Party sturzbetrunken in den Kragen kotzt, verschwindet er vorübergehend aus Ollys Leben. Der avanciert in der Folge zum vielversprechendsten Nachwuchsautoren Englands. Leider kann er sein Versprechen nicht einlösen, denn angesichts von 50.000 Pfund Verlagsvorschuss auf sein Erstlingswerk, befällt Olly eine Schreibblockade. In kürzester Zeit sind Geld und Reputation dahin und auch fünf Jahre später fristet der Loser Olly seine Tage chronisch gelangweilt als Vorzimmerherr von Karrierefrau Dana (Anna Chancellor), Verlegerin für Frauen-Selbsthilfebücher. Immerhin kehrt Murray als Lichtblick in sein Leben zurück und bietet dem Gescheiterten Unterschlupf in seiner Wohnung direkt über dem härtesten Pornokino von Soho. Doch die wieder auferstandene Freundschaft steht bald erneut auf dem Prüfstand: Ausgerechnet James bittet Olly, Trauzeuge bei seiner Hochzeit mit Sarah Barker (Amy Smart) zu werden. Als Olly die Braut Sarah auf der Verlobungsparty kennen lernt, verliebt er sich auf Anhieb in die warmherzige, unkomplizierte Blondine… und ist entsetzt über seine Gefühle.

Ganz anders dagegen Murray, der angetrieben von Hass auf James, ebenso wie von seiner Freundschaft zu Olly alles daran setzt, die Sache anzuheizen. Heimlich arrangiert er „zufällige“ Treffen, bei denen Sarah und Olly prompt entdecken, dass sie hervorragend harmonieren. Er platziert Damenparfum und Lippenstift an James’ Hemdkragen, um bei Sarah den Verdacht der Untreue zu schüren. Sogar eine Fake-Party wird arrangiert, um Sarah zu zeigen, wie beliebt Olly bei Gott und der Welt ist – und bei den Huren und Luden der Nachbarschaft, die die „Gäste“ dieser Veranstaltung spielen. Murray platziert Reizwäsche in Sarahs Wohnung und organisiert Anrufe eines Sexshops auf dem Mobiltelefon von „Nebenbuhler“ James. Doch egal was er tut: Der anständige Olly weigert sich hartnäckig, James die Frau seiner eigenen Träume auszuspannen. Schließlich trägt doch der Bräutigam sie auf Händen, glaubt Olly. Als Murrays sorgsam gestreutes Gift schließlich auch ohne Ollys Zutun Wirkung entfaltet, trennt sich Sarah vom vermeintlich untreuen James. Prompt bietet Olly, befallen von Schuldkomplexen, seine Hilfe bei der Rettung der Beziehung an. Unter James Namen schreibt er den wohl romantischsten Liebesbrief aller Zeiten – und Sarah lässt sich erweichen. Seine Schreibhemmung ist der Autor mit diesem Brief endgültig wieder los und die große Liebe seines Lebens auch?

Als die Männer am Vorabend der Hochzeit den Junggesellenabschied von James feiern, kommt es zum Eklat: Olly fragt den Bräutigam geradeheraus, ob er Sarah schon einmal betrogen habe. Der ist zwar betrunken genug, um die Frage ehrlich mit „Ja“ zu beantworten und das völlig normal zu finden. Aber als Olly in diesem Moment klar wird, dass seine Liebe zu Sarah viel aufrichtiger ist, wittert auch James die Gefahr für seine Hochzeit: Er schlägt Olly k.o., kettet ihn an ein Heizungsrohr im Keller und macht sich am nächsten Morgen für den großen Auftritt am Altar bereit. Er wird Sarah heiraten – zur Not auch ohne Trauzeugen. Aber als Olly wieder zu sich kommt, hat er endlich kapiert, dass man für sein persönliches Glück auch mal etwas riskieren muss - und sei es, in letzter Minute die Braut eines Anderen zu stehlen…


Background


Stefan und Neil: Die Brautwerbung


EIN TRAUZEUGE ZUM VERLIEBEN-Regisseur Stefan Schwartz und Produzent Neil Peplow kennen sich beide seit fast zehn Jahren. Stefan erzählt. „Schon komisch, wenn man bedenkt, dass Neil, als wir uns kennen lernten, für mich arbeitete. Dann dreht sich alles und ich arbeitete für Neil!“ Neil Peplow stellt dazu schlicht fest: „Eines Morgens setzte ich mich einfach auf die andere Seite des Schreibtischs. Stefan bemerkte es gar nicht. Und dann kochte er auch schon Kaffee für mich.“ Zur ersten Zusammenarbeit kam es bei KLEINE FISCHE, GROSSES GELD!, den Stefan inszenierte (mit Stuart Townsend in der Hauptrolle) und den Neil koproduzierte. Danach arbeitete das Paar gemeinsam an der Produktion von Kirk Jones’ Komödie LANG LEBE NED DEVINE. Als Neil dringend einen Regisseur für THE ABDUCTION CLUB brauchte (weil der ursprünglich Beauftragte schon nach den ersten Drehtagen das Handtuch warf), wandte er sich sofort wieder an Stefan.


Die Auswahl des Trauzeugen


Neil Peplow stieß zum ersten Mal vor drei Jahren auf das Projekt. Er erzählt: „Das Drehbuch wurde dem Film Consortium, wo ich arbeite, zugesandt. Es war verfasst von Ed Roe, aus dessen Feder auch etliche Episoden der erfolgreichen TV-Serie TEACHERS stammen (Channel 4). Mir gefiel die Kernidee eines Trauzeugen, der sich unsterblich in die Braut verliebt und parallel versucht, sich eine Rede aus den Fingern zu saugen für einen Bräutigam, den er seit fünf Jahren nicht mehr gesehen hat. Außerdem war das Ganze sehr lustig. Nach ein paar weiteren Textfassungen brachte ich Stefan ins Spiel, der ebenfalls noch einmal das Drehbuch überarbeiten und Regie führen sollte. “Stefan teilt Neils Ansicht: „Es war einfach sehr lustig, darin lag der Schlüssel. Mir gefiel es, sehr früh eine Figur einzuführen, die ein Autor werden möchte. Er verfasst die zwei besten Kapitel, die jemals geschrieben worden sind. Ein Verleger liest sie, gewährt ihm einen riesigen Vorschuss und dann packt ihn die Schreibblockade. Während der Filmhandlung kann er nicht schreiben und erst als er sich verliebt, löst sich die Blockade und er kann weitermachen.“ Neil fährt fort: „Auch die Tiefe und die Vielschichtigkeit des Skripts war durchgehend gut. So etwas ist selten: Ein britisches Komödiendrehbuch, dass derartig gut geschrieben ist. Für uns sprang an dieser Stelle der Funken über, den Film zu optionieren. Weil ich mit Stef bereits an THE ABDUCTION CLUB und KLEINE FISCHE, GROSSES GELD! zusammengearbeitet hatte, war klar, dass er dafür als Regisseur wie geschaffen war.“


Das Ehegelöbnis überarbeiten


„Nachdem Stefan an Bord war, begann er mit Ed Roe am Drehbuch zu arbeiten. Mir schwebte eine Art „Cyrano-de-Bergerac“-Sequenz in der Mitte des Films vor und ich brachte die Idee des besten Freundes des Trauzeugen ins Spiel. Jemand sollte versuchen, die Braut und den Bräutigam auseinander zu bringen. Dann hätten wir die Chance, dass ausgerechnet Ollie die Beiden wieder einander näher bringt, obwohl er doch selbst die Braut liebt. Im Grunde wollte ich mehr Konflikte im zweiten Akt, deshalb habe ich ihn vollkommen umgeschrieben, um diese Elemente einzufügen.“


No Working Title!


Während der Entwicklungsphase des Projektes waren sich Produzent und Regisseur sehr wohl bewusst, wie viel Einfluss die Produktionsfirma Working Title auf englische Romantikkomödien gehabt hat. Für Stefan ist Working Title „eine der wenigen britischen Firmen, die darauf aus sind, kommerziell erfolgreiche Filme zu drehen. Deswegen wollte ich glauben, dass wir Seite an Seite mit ihnen arbeiteten. Es besteht kein Zweifel, dass sie die Nachfrage nach englischen, romantischen Komödien geschaffen haben – und das Publikum für dieses Genre. Und ich hatte auch das Gefühl, dass wir für genau dieses Publikum unseren Film machten. Aber dennoch ist EIN TRAUZEUGE ZUM VERLIEBEN ganz anders als ihre Art von Komödien und daran wird der Film zugrunde gehen oder ganz groß rauskommen.“


Neil Peplow fährt fort: „Wir konkurrieren aber nicht nur mit Working Title sondern auch mit der Masse guter US-amerikanischer Romantikkomödien, die produziert werden. Bei der Vorbereitung für diesen Film haben wir natürlich auch VIER HOCHZEITEN… gründlich studiert. Aber eben auch Lieblingsfilme wie HARRY UND SALLY oder auch reine Komödien wie zum Beispiel THE PRODUCERS. Wir haben versucht, nicht nur herauszufinden was an ihnen lustig war und was nicht sondern auch inwieweit die dramatischen Elemente wichtig waren für die Story oder nicht. Denn wenn man sich fragt: `Wie können wir gegen Working Title und ihre Produkte konkurrieren?’ verfehlt man das Klassenziel komplett. Man muss einfach den besten Film abliefern, den man zu produzieren in der Lage ist, so witzig wie man nur kann und so anrührend wie irgend möglich.“



Eine wunderbare Romanze


Eines der Probleme an einer romantischen Komödie liegt darin, die Balance zwischen den romantischen und den komödiantischen Elementen des Films zu halten. Regisseur und Koautor Stefan Schwartz erklärt: „Man betrachtet jede Szene und fragt sich: ‚Berührt sie mich auf romantische Weise oder bringt sie mich zum Lachen?’ Und man hofft, dass sie beides sind. Ich habe mittlerweile einige Romantikkomödien gedreht und man lernt dabei aus seinen Fehlern. Man sieht auf seine vergangenen Versuche zurück und weiß, dass die eine oder andere Szene hätte länger sein müssen oder dass das Timing schlecht war. Am Set erscheint einem jede Szene wie eine Ewigkeit. Aber wenn Musik darüber liegt und andere Elemente zugefügt wurden, dann können diese die ganze Sache zum Leben erwecken. Das muss man immer im Hinterkopf behalten, damit man nicht zu sehr Gas gibt.“ Neil Peplow stimmt mit Schwartz darin überein, dass Erfahrung sehr hilfreich ist: „Es bleibt zwar immer schwierig, weil man immer zweimal schaut, ob es auch wirklich lustig und romantisch genug ist. Man kann das eben erst mit Sicherheit sagen, wenn man die endgültige Schnittfassung sieht. Dies ist unser dritter gemeinsamer Film. Und ich bin nicht unbedingt der Ansicht, dass es deshalb leichter wird. Aber ich glaube sehr wohl, dass man sich einfach an den gesamten Prozess gewöhnt, weil man weiß wie der Andere arbeitet.“


Zusammenstellung der Gästeliste


Nachdem in Bezug auf das Skript alles geklärt war, beschäftigte sich das Team mit der Besetzung. Stefan Schwartz erzählt: „Wir wollten die Messlatte so hoch wie möglich legen. In britischen Komödien tummeln sich oft eine Menge Gesichter. Wir suchten nach Darstellern von denen das Publikum schon mal gehört hatte.“ Er fährt fort: „Ich hatte mit Stuart Townsend schon bei KLEINE FISCHE, GROSSES GELD! zusammen­gearb­eitet. Und als sein Name für EIN TRAUZEUGE ZUM VERLIEBEN ins Spiel gebracht wurde, dachte ich erst: völlige Fehlbesetzung! Aber ich hatte ihn sieben Jahre lang nicht gesehen. Und es war so als ob er jünger statt älter geworden war. Ich hatte mir Sorgen gemacht, wie er wohl gealtert sein würde und stellte fest: Er war gar nicht gealtert. Außerdem war er noch bezaubernder und sah seltsamerweise noch besser aus. Er ruhte in sich selbst. Er begriff Ollie und die Entwicklung der Figur im Verlauf des Filmes. Schon nach dem ersten Lunch mit Stuart, rief ich Neil an und sagte ihm: Der ist fantastisch. Ich glaube, dass er so richtig, richtig gut in der Rolle sein kann.“


Neil Peplow war bewusst, dass die Rolle der Sarah unbedingt eine amerikanische Darstellerin mit hohem Wiedererkennungswert spielen musste. „Die Geschichte drehte sich ja immer darum, dass der Bräutigam in die USA gegangen war, um dort sein Glück zu machen und dort auch seine Braut gefunden hatte. Wir mussten eine ernstzunehmende Distanz zwischen ihm und Olly herstellen, um zu erklären, warum die Beiden fünf Jahre lang nicht miteinander gesprochen hatten. Es machte also Sinn, dass die Braut eine Amerikanerin sein sollte. Wir trafen uns mit Amy Smart in Los Angeles und sie hatte auf der Stelle Zugang zu der Figur. Außerdem brachte sie das Unverstellte und jene ganz besondere Romantik in Sarah ein. Amy war brillant und unsere erste Wahl für Sarah.“

Auch Seth Greens Name stand auf der Liste der „Most Wanted“. Doch bei ihm entwickelten sich die Dinge nicht ganz so wie erwartet. Neil erklärt: „Eigentlich sprach Seth für eine andere Rolle vor. Aber er war so lustig, brachte Murray so auf den Punkt und liebte die Rolle. Wir hatten für den Part überhaupt nicht an ihn gedacht, aber als er es vorschlug, freundeten wir uns spontan mit dem Gedanken an. Er ist die perfekte komische Ergänzung zu Stuart.“


Stefan pflichtet ihm bei: „Das Grandiose war, dass wir die erste Sahne der Besetzung ergattert hatten und damit nach England kamen und auch hier die Besten für uns gewinnen konnten. Steve John Shepherd, Kate Ashfield, Jodhi May, Anna Chancellor, Phillip Jackson. Ein ganzer Trupp fantastischer Menschen, die zu unserer Traumbesetzung stießen. Es war aufregend nicht das Gefühl zu haben, die Rollen würden von ‚irgend jemand’ gespielt sondern von brillanten Darstellern, die den Film sehr bereicherten. Das sind keine Neben-Rollen sondern sie gaben einem das Gefühl, einen Ensemble-Film zu drehen.“


Die Auswahl der Örtlichkeiten


Die Mehrzahl der Außenaufnahmen zu EIN TRAUZEUGE ZUM VERLIEBEN fand in London statt, für die Innenaufnahmen wechselte die Produktion nach Budapest in Ungarn. Produzent Neil Peplow erklärt: „Stefan wollte die Freiheit haben, in einem Studio zu arbeiten anstatt on location. Wir hatten zwei große Sets und während unserer Drehzeit war England schlicht überbelegt mit US-Studioproduktionen. Und, das sei an dieser Stelle auch gesagt: Für einen Produzenten von Independent-Filmen macht es großen Sinn, nach Ungarn zu kommen. Der Stab ist wesentlich billiger und man bekommt 20% Steuervergünstigung, was enorm hilft!“


Regisseur Stefan Schwartz gibt zu, dass ihm die Verlegung der Produktion zunächst Kopfschmerzen bereitete. „Ich dachte, in einem anderen Land wäre ein Dreh wesentlich problematischer. Wir hatten in London einen rein britischen Stab und als die Arbeit mit ihnen beendet war, beschlich mich das Gefühl, der ganze Film sei beendet. Aber dann stürzten wir uns in dieses neue Abenteuer und wussten nicht wie es wohl enden würde. Aber wir haben uns mit den lokalen Crewmitgliedern perfekt zusammengefügt. Sie arbeiteten hart und hatten eine großartige Einstellung zum Filmemachen. Tatsächlich war gerade der handwerkliche Bereich der Sets von geradezu fantastischer Qualität. Ich hätte es mir nicht besser wünschen können.“


Die Festgesellschaft bei Laune halten


Der Mehrzahl der Besucher auf dem Set von EIN TRAUZEUGE ZUM VERLIEBEN fiel sofort die gute Laune auf, die dort herrschte. Neil Peplow erklärt: „Wir haben Drogen in ihren Frühstückstee gemischt und dann einfach die Kamera angeschaltet. Im Ernst, die Tatsache, dass Stefan und ich schon zusammengearbeitet haben, senkt den Stresslevel enorm. Dann fühlen sich auch die Leute um dich herum wesentlich entspannter. Aufgrund unserer langjährigen Beziehung gab es keine Spannungen und das übertrug sich am Set. Aber der Stab war auch einfach fantastisch und das vermittelt einfach jedem Selbstvertrauen.“


Stefan Schwartz fasst schmunzelnd zusammen: „Alles war extrem auf Teamarbeit ausgerichtet. Ich hatte ein liebenswertes Team, das hinter dem Projekt stand und ich habe sie ermutigt, ihre Ideen mit mir zu teilen. Dann habe ich mir die besten herausgepickt und umgesetzt. Natürlich nur, weil mir klar war, dass bei einem Erfolg des Films alle Meriten ausschließlich mir zuteil werden würden.“


Wer zahlt die Zeche?


Leider fand sich hierfür kein Brautvater, der einfach so die Rechnung übernommen hätte. Für Produzent Neil Peplow gehörte EIN TRAUZEUGE ZUM VERLIEBEN zu einem der am schwierigsten zu finanzierenden Filme. „Wir kamen damit zum völlig falschen Zeitpunkt auf den Markt. Die Steuergesetzgebung war geändert worden und deshalb standen nicht so viele Finanziers zu Verfügung wie gedacht. Perverserweise war die kommerzielle Ausrichtung des Films einer der Gründe warum es so schwierig war, das Geld zusammen zu bekommen. Für ein solches Projekt steht kein „nobles Geld“ zur Verfügung. Es war kein Arthouse-FiIm, also gab es auch niemanden, der einfach nur mit seinem Geld das Talent unterstützen wollte. Aber auch die Studios hatten uns noch nicht auf ihrem Radarschirm. Wir stolperten irgendwie durchs Niemandsland. Und die Finanzierungslandschaft war zu diesem Zeitpunkt wahrhaft karg, es war also unglaublich schwierig für uns. In dem Film steckt keinerlei öffentliches Geld, was heutzutage eine Seltenheit ist.“


Der Ablauf der Zeremonie


Für Stefan Schwartz war die größte Herausforderung beim Dreh der Drehplan: „Natürlich beklagt sich jeder immer darüber, nicht genug Zeit zu haben. Aber wir mussten eine sehr große Menge an Einstellungen mit komplizierten Set-ups pro Tag über die Bühne bringen. Wir waren sehr ehrgeizig, wollten den Film ebenso optisch interessant wie auch lustig und emotional gestalten. Also pfropften wir alles in unseren engen Drehplan. An einem Tag wurde auf dem Trafalgar-Square gedreht, wir wechselten dann zur nächsten Location am Lincoln’s Inn und danach zu einer dritten in The Strand – und all das an einem einzigen Tag. Und dann sollte auch noch das ganze Drama rüberkommen mit all den Tauben, die auf Stuart herumhacken, wie er versucht, den Bus noch zu erwischen und Leute anschnorrt. Solche Drehtage können einen fertig machen, aber ich glaube, dass wir erreicht haben, was wir uns vorgenommen haben.“


    

Kurzinhalt

Schreibblockade ist schamlos untertrieben. Seit Schriftsteller Olly (Stuart Townsend) 50.000 Pfund Verlagsvorschuss auf sein Erstlingswerk bekam, ist keine einzige Zeile aus seiner Feder geflossen und er fristet sein Berufsdasein als Sekretär der biestigen Karrierefrau Dana (Anna Chancellor). Einziger Lichtblick in seinem frustigen Singleleben ist die Männer­freundschaft zu seinem schrägen Kumpel Murray (Seth Green). Doch dann begegnet Olly auf einer Verlobungsfeier seiner Traumfrau Sarah (Amy Smart). Dumm nur, dass Sarah die Braut und Olly der Trauzeuge ist. Olly versucht verzweifelt seine romantischen Neigungen nieder zu ringen. Nur Murray ist felsenfest davon überzeugt, dass Sarah die Richtige zum Heiraten ist – für Olly. Und darum setzt er alles daran, ihre Hochzeit mit James zu sabotieren. Heimlich verabredet Murray für Olly Dates mit Sarah, diskreditiert deren Verlobten James (Steve John Shepherd) als untreu und erreicht schließlich sein Ziel: Sarah sagt die Hochzeit ab. Doch mit einem romantischen Liebesbrief kann James sie zurückerobern. Verfasser desselbigen: Olly. Sarah steht fast schon vor dem Traualtar, als Olly entdeckt, dass James seine Verlobte tatsächlich schon vor der Hochzeit betrogen hat… Und so einer hat Sarah nun wirklich nicht verdient, oder?



 


 
 

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