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LANGINHALT

Berlin kurz nach der Jahrtausendwende. Zwei Männer Ende 30, Halbrüder und Söhne derselben Mutter, führen zwei Leben, die unterschiedlicher nicht sein können. Der introvertierte und sexuell vollkommenen desinteressierte Molekularbiologe Michael Djerzinski (CHRISTIAN ULMEN) hat gerade seine Anstellung an einem renommierten Institut quittiert. Sein eigentlicher Forschungsschwerpunkt ist die Reproduktion des menschlichen Erbguts, bei der die natürliche Fortpflanzung ausgehebelt und Sexualität eine völlig andere Dimension erhalten soll. Diesem Ziel, das er vor nahezu drei Jahren aufgrund einer Schaffenskrise aus den Augen verloren hat, will er sich nun mit ganzer Kraft widmen.

In seiner Wohnung entnimmt er einem Brief der Friedhofsverwaltung Winzhofen, dem Ort seiner Kindheit, dass die Umbettung des Grabes seiner Großmutter ansteht, bei der er zugegen sein müsse. Dort angekommen, wird der schockierte Michael zunächst sehr prosaisch mit den sterblichen Überresten der geliebten Großmutter konfrontiert, um anschließend nachdenklich zum Elternhaus von Annabelle (FRANKA POTENTE), seiner Jugendliebe, zu spazieren. Als Kinder und Heranwachsende waren beide unzertrennlich. Doch obwohl die in Michael verliebte Annabelle auf eine Erwiderung ihrer Gefühle gewartet hatte, konnte ihr der junge Michael auf sexuelle Weise kein Entgegenkommen bieten. Nach der Schulzeit verloren sie sich aus den Augen. Jetzt, über 20 Jahre später, steht Annabelle wieder vor ihm. Beide tauschen sich über ihre Vergangenheiten aus, die für Michael beruflich sehr erfolgreich, für Annabelle hingegen eher ernüchternd verlaufen sind. Beide verabreden sich zu einem Abendessen in Berlin, wo Annabelle als Bibliothekarin arbeitet. Sie verführt an diesem Abend den stillen Mann, der ihr obendrein gesteht, noch nie mit einer Frau geschlafen zu haben. Nach dieser Nacht werden sie ein Liebespaar.


Zur selben Zeit unterrichtet Michaels Halbbruder Bruno Klement (MORITZ BLEIBTREU) Literatur an einer Berliner Oberschule. Der verkrachte Schriftsteller, der als Ehemann und Vater vor den Trümmern seiner Ehe steht, ist durch seine knapp bekleideten Schülerinnen gefährlich erregt. Einen besonderen Reiz übt auf ihn seine Schülerin Johanna Rehmann (JENNIFER ULRICH) aus. Eines Tages lässt er sich dazu hinreißen, dem Mädchen unzweideutig sexuelle Avancen zu machen. Erschrocken über sich selbst begibt Michael sich freiwillig in eine psychiatrische Klinik. Ruhig gestellt durch Psychopharmaka, erzählt er der Anstaltsärztin Dr. Schäfer (CORINNA HARFOUCH) sein Leben: wie in den siebziger Jahren seine sexuell freizügige und unabhängige Hippiemutter Jane (NINA HOSS) ihre beiden Söhne zu den jeweiligen Großeltern abschob, wie sich seine geliebte Großmutter bei einem Küchenunfall tödlich verbrühte und wie er später im Internat von seinen Mitschülern gequält wurde. Aber auch sein ambivalentes und sexuell aufgeheiztes Verhältnis zur attraktiven Mutter sowie das erste Kennenlernen im Teenageralter mit seinem Halbbruder Michael kommen zur Sprache.

Einige Zeit später werden die Brüder ans Sterbebett ihrer Mutter gerufen. Diese verbringt ihre letzten Stunden schwerkrank und kaum mehr ansprechbar in einer Hippiekommune am Meer. Während Michael, vielleicht auch durch seine wiederentdeckte Liebe mit Annabelle, so etwas wie Verständnis für Janes Leben aufbringen kann, verhält Bruno sich ihr gegenüber ausfallend und verletzend. In der Nacht stirbt Jane im Beisein ihres betrunkenen Sohnes.


Bruno wird aus der Anstalt entlassen. Zur gleichen Zeit erfährt Michael von seiner ehemaligen Wirkungsstätte in Irland, die er vor drei Jahren verlassen hatte, dass die Ergebnisse seiner Forschungen über die Reproduktion des menschlichen Erbguts erfolgreich überprüft werden konnten. Er erhält das Angebot, sich an die Fortführung zu machen. Michael entschließt sich, das Angebot anzunehmen und nach Irland zu ziehen – mit Annabelle. Die verliebte Frau, die ohne dass Michael es ahnt sein Kind in sich trug, wird unterdessen mit einer Hiobsbotschaft konfrontiert: Wegen eines bösartigen Unterleibstumors muss sie notabtreiben und wird nach einer Gebär-mutterentfernung nie mehr Mutter werden können.


Bruno macht seinerseits nach einem Besuch bei seinem heruntergekommenen und in Geldnöten steckenden Vater (UWE OCHSENKNECHT), einem ehemaligen Schönheitschirurgen, Ferien in einem Nudistencamp. Am "Ort der Wandlung", wie das Camp heißt, versucht Bruno zunächst erfolglose Kontaktaufnahmen mit verhärmten Feministinnen, die ihn jedoch abblitzen lassen. Nach einigen unbefriedigenden Yoga- und Massagekursen lernt Bruno in einem Whirlpool die sexuell aktive und vom Leben gezeichnete Lehrerin Christiane (MARTINA GEDECK) kennen, mit der die Verständigung auf Anhieb klappt. Auch Bruno und Christiane werden ein Paar, gehen völlig auf in ihrem obsessiven Lebensstil, den sie verliebt in Swingerclubs mit wechselnden Sexpartnern ausleben.


Während der wieder nach Deutschland zurückgekehrte Michael beschließt, vorbehaltlos zu Annabelle zu stehen und sie nach Irland zu holen, sehen sich Bruno und Christiane mit einer Katastrophe konfrontiert: Christiane ist bei einer Sexorgie zusammengebrochen und in eine Klinik eingeliefert worden. Dort wird Bruno mit der bitteren Wahrheit konfrontiert, dass Christiane auf Grund einer Steißbeinnekrose lebenslang an den Rollstuhl gefesselt sein wird. Ganz anders als sein Halbruder, zögert Bruno plötzlich, sich bedingungslos zu Christiane zu bekennen. Während Christiane alleine in ihre Wohnung zurückkehrt, betrinkt sich Bruno besinnungslos. Zweimal ruft er bei ihr an, um gleich nach dem ersten Klingeln wieder aufzulegen. Als er endlich allen Mut zusammennimmt und ein drittes Mal anruft, geht Christiane nicht mehr ran …


BESETZUNG


Moritz Bleibtreu (Bruno)


Moritz Bleibtreu, 1971 in München geboren, zählt inzwischen zu den bedeutendsten deutschen Schauspielern. Der Sohn von Hans Brenner und Monika Bleibtreu absolvierte seine Schauspielausbildung in Rom, Paris und New York und stand danach im Hamburger Schauspielhaus zum ersten Mal auf der Bühne. Sein Spielfilmdebüt gab Bleibtreu 1993 in Peter Timms Drama EINFACH NUR LIEBE. Zuletzt spielte Moritz Bleibtreu die Hauptrolle in Helmut Dietls phantastisch-romantischem Melodram VOM SUCHEN UND FINDEN DER LIEBE.



Filmographie (eine Auswahl)


2005 Elementarteilchen Oskar Roehler


2004 Vom Suchen und Finden der Liebe Helmut Dietl


2003 Der Fakir Peter Flinth


Agnes und seine Brüder Oskar Roehler


Basta. Rotwein oder Totsein Pepe Danquart


Bärenbrüder Aaron Blaise/

(dt. Synchronstimme) Bob Walker


Germanikus Hans Christian

Müller


2001 Solino Fatih Akin


Taking Sides - István Szabó

Der Fall Furtwängler


Lammbock Christian Zübert


Das Experiment Dt. Filmpreis 2001 Oliver Hirschbiegel


2000 Im Juli Dt. Filmpreis 2001 Fatih Akin


Fandango - Members Only Matthias Glasner


1999 Luna Papa Bachtijar

Chudojnasarow

1998 Das Gelbe vom Ei (TV) Lars Becker


Liebe Deine Nächste! Detlev W. Buck


Lola rennt Tom Tykwer


1997 Die einzige Chance (TV) Hartmut Griesmayr


1996 Die Gang (TV) Hajo Gies u.a.


Knockin' on Heaven's Door Dt. Filmpreis 1997

Lubitsch-Preis 1998 Thomas Jahn


1995 Stadtgespräch Lubitsch-Preis 1998 Rainer Kaufmann


1994 Der Unschuldsengel (TV) Rainer Kaufmann


Einfach nur Liebe Peter Timm


1977- Neues aus Uhlenbusch (TV) Rainer Boldt u.a.

1982






Christian Ulmen (Michael)


Christian Ulmen, in Hamburg aufgewachsen und seit 1999 in Berlin ansässig, begann seine Karriere beim Hörfunk (u.a. Radio Hamburg) und produzierte TV-Beiträge für den Offenen Kanal in Hamburg. Sein journalistisches Talent wurde 1992 vom Fernsehsender RTL mit dem "Junior-Reporter-Preis" gewürdigt.


Für MTV moderierte Christian Ulmen zwischen 1996 und 1999 aus London u.a. die Shows "MTV Hot", "MTV Alarm" sowie den "MTV Music Award 98" aus Mailand. Von 2000 bis 2003 moderierte und produzierte Christian Ulmen seine eigene Show "MTV Unter Ulmen" in Berlin.


2003 absolvierte er sein Kinodebüt als Hauptdarsteller in dem Film HERR LEHMANN (Regie: Leander Haußmann). Für seine schauspielerische Leistung als Herr Lehmann erhielt er 2004 den Bayerischen Filmpreis. Des Weiteren wirkte er in der Kinoproduktion VERSCHWENDE DEINE JUGEND (Regie: Benjamin Quabeck) mit. Im Herbst 2004 übernahm er die Hauptrolle an der Seite von Alexandra-Maria Lara in der Kinoproduktion DER FISCHER UND SEINE FRAU (Regie: Doris Dörrie).


Anfang 2005 war Christian Ulmen in insgesamt acht Folgen in dem TV-Experiment "MEIN NEUER FREUND" auf ProSieben zu sehen.



Filmographie (eine Auswahl)


2005 Elementarteilchen Oskar Roehler


Der Fischer und seine Frau Doris Dörrie


Rosa Roth: Flucht nach vorn (TV) Carlo Rola


2003 Verschwende deine Jugend Benjamin Quabeck


Herr Lehmann Bay. Filmpreis 2003 Leander Haußmann







Martina Gedeck (Christiane)


Noch während ihres Schauspielstudiums begann Martina Gedecks filmische Karriere mit der Hauptrolle in Dominik Grafs Fernsehfilm DIE BEUTE (1988) und seinem Kinofilm TIGER, LÖWE, PANTHER (1989). Für ihre Darstellung der HÖLLEISENGRETL (1995) von Jo Baier erhielt sie erstmals den Bayerischen Fernsehpreis. Unter der Regie von Sandra Nettelbeck verkörperte Martina Gedeck in BELLA MARTHA (2002) die fast autistisch anmutende gleichnamige Spitzenköchin dermaßen köstlich, dass sie nicht nur mit dem Deutschen Filmpreis 2002 und der Goldenen Kamera 2003 als Beste Hauptdarstellerin geehrt wurde, sondern auch mit einer Nominierung zum Europäischen Filmpreis.



Filmographie (eine Auswahl)


2005 Elementarteilchen Oskar Roehler


Sommer an der Schlei Stefan Krohmer


L’ami Parfaît Francis Girod


The Good Shepard Robert de Niro


Auf immer und ewig Markus Imboden

und einen Tag (TV)

Das Leben der Anderen Florian Henckel

von Donnersmarck


2004 LIVEMovie: Kai Wessel

Feuer in der Nacht (TV)

Spiele der Macht Markus Imboden

- 11011 Berlin (TV)

Der Stich des Skorpion (TV) Stephan Wagner


Hunger auf Leben (TV) Dt. Fernsehpreis 2004 Markus Imboden


2003 Giacomo Casanova (TV) Richard Blank


Das blaue Wunder (TV) Peter Kahane


Ins Leben zurück (TV) Markus Imboden


Unsre Mutter ist halt anders (TV) Franziska Buch


Geheime Geschichten (TV) Christine Wiegand

2002 Die Mutter (TV) Matti Geschonnek


Andreas Hofer - Xaver

Die Freiheit des Adlers (TV) Schwarzenberger


Verlorenes Land (TV) Goldene Kamera 2003 Jo Baier


2001 Jenseits der Liebe (TV) Matti Geschonnek


Bella Martha Dt. Filmpreis 2002

Preis der dt. Filmkritik 2001

Goldene Kamera 2003 Sandra Nettelbeck


2000 Romeo (TV) Grimme-Preis 2002 Hermine

Baden-Baden 2001 Huntgeburth

(Tage des Fernsehspiels)


Scheidung auf Amerikanisch (TV) Sherry Hormann


O Palmenbaum (TV) Xaver

Schwarzenberger


1999 Marianne Hoppe - Die Königin Werner Schroeter


Grüne Wüste Bay. Filmpreis 1999 Anno Saul


Alles Bob! Otto Alexander

Jahrreiss


1998 Deine besten Jahre (TV) Bay. Fernsehpreis 2000 Dominik Graf


Viehjud Levi Didi Danquart


Der Laden (3 Teile) (TV) Jo Baier


Frau Rettich, die Czerni und ich Markus Imboden


Frauen lügen nicht Michael Juncker


1997 Der Neffe (TV) Gabriela Zerhau


Lea Katz - Die Kriminalpsychologin: Konrad Sabrautzky

Einer von uns (TV)

Lea Katz - Die Kriminalpsychologin: Konrad Sabrautzky

Das wilde Kind (TV) Grimme-Preis 1998


Bella Block: Goldener Löwe 1998 Markus Imboden

Tod eines Mädchens (TV)


Single Bells (TV) Xaver

Schwarzenberger


Das Leben ist eine Baustelle Dt. Filmpreis 1997 Wolfgang Becker


1996 Der schönste Tag im Leben (TV) Jo Baier


Rosa Roth: Nirgendwohin (TV) Carlo Rola


Harald Jürgen Egger


Rossini - Dt. Filmpreis 1997 Helmut Dietl

oder die mörderische Frage,

wer mit wem schlief

1995 Hölleisengretl (TV) Bay. Fernsehpreis 1995 Jo Baier


Stadtgespräch Rainer Kaufmann


1994 Das Schwein - Ilse Hofmann

Eine deutsche Karriere (TV)

Der bewegte Mann Sönke Wortmann


1993 Krücke Jörg Grünler


1992 Barmherzige Schwestern Annelie Runge


1991 Leo und Charlotte (TV) Kaspar Heidelbach


1990 Der Doppelte Nötzli Stefan Lukschy


1989-

1994 Schulz & Schulz Ilse Hofmann u.a.

(TV, insgesamt fünf Teile)


1989 Tiger, Löwe, Panther Dominik Graf


1988 Hard Days, Hard Nights Horst Königstein


Die Beute (TV) Dominik Graf


1987- Liebling Kreuzberg (TV, in 3 Folgen) Heinz Schirk/

1998 Werner Masten/

Vera Loebner


1985 Retouche Dieter Funk/

Beat Lottaz





Franka Potente (Annabelle)


Gleich mit ihrer ersten Kinorolle in der mitreißenden Komödie NACH FÜNF IM URWALD lieferte die 1974 in Dülmen geborene Franka Potente eine derart beeindruckende Leistung, dass rasch klar wurde, dass man von dieser Schauspielerin noch viel hören würde. Mittlerweile ist Franka Potente auch jenseits des „großen Teichs“ in Hollywood sehr gefragt.



Filmographie (eine Auswahl)


2005 Elementarteilchen Oskar Roehler


Che Steven Soderbergh


Der die Tollkirsche ausgräbt (Kurzfilm)

(Regie)


2004 The Tulse Luper Suitcases, Peter Greenaway

Part 2: Vaux to the Sea


Die Bourne Verschwörung Paul Greengrass


Creep Christopher Smith


2003 I Love Your Work Adam Goldberg


Anatomie 2 Stefan Ruzowitzky


Blueprint Rolf Schübel


2002 La Mer (Kurzfilm) Natja Brunckhorst/

Frank Griebe


Die Bourne Identität Doug Liman


2001 Storytelling Todd Solondz


Blow Ted Demme


2000 Der Krieger und die Kaiserin Tom Tykwer


Anatomie Stefan Ruzowitzky


1999 Downhill City Hannu Salonen


Schlaraffenland Friedemann Fromm


1998 Opernball (TV) Bay. Fernsehpreis 1998 Urs Egger

Südsee, eigene Insel Thomas Bahmann


Lola rennt Dt. Filmpreis 1999

Bambi 1998 Tom Tykwer


Bin ich schön? Doris Dörrie





1996 Die drei Mädels von der Tankstelle Peter F. Bringmann


1995 Nach Fünf im Urwald Bay. Filmpreis 1996 Hans-Christian

Schmid




Nina Hoss (Jane)


Ihr Kinodebüt hatte Nina Hoss zuvor in Joseph Vilsmaiers UND KEINER WEINT MIR NACH (1996) gegeben. Seit 2005 ist sie zudem wieder im Theater in der ”Minna von Barnhelm” (als Franziska) zu sehen. Im Sommer spielt sie die Rolle der Buhlschaft im „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen.



Filmographie (eine Auswahl)


2005 Elementarteilchen Oskar Roehler


2004 Bloch: Schwestern (TV) Edward Berger


Die weiße Massai Hermine

Huntgeburth


2003 Wolfsburg Grimme-Preis 2005 Christian Petzold


2002 Nackt Doris Dörrie


2001 Toter Mann (TV) Grimme-Preis 2003 Christian Petzold


Epsteins Nacht Urs Egger


1999 Die Geiseln von Costa Rica (TV) Uwe Janson


Der Vulkan Montréal Filmfestival 1999 Ottokar Runze


1997 Feuerreiter Nina Grosse


1996 Das Mädchen Rosemarie (TV) Dt. Videopreis 1997 Bernd Eichinger

Goldener Löwe 1997


Und keiner weint mir nach Joseph Vilsmaier






Uwe Ochsenknecht (Brunos Vater)


Seit seiner Darstellung des Bootsmanns Lamprecht in Wolfgang Petersens deutschem Kinoerfolg DAS BOOT (1981) hat Uwe Ochsenknecht in fast 80 TV- und Kinoproduktionen mitgewirkt. Uwe Ochsenknechts zweite Leidenschaft neben dem Filmemachen ist die populäre Musik. Er veröffentlichte bislang vier CDs und tourt seit über drei Jahren mit seiner Band spontan durch Deutschland.



Filmographie (eine Auswahl)


2005 Elementarteilchen Oskar Roehler


Die wilden Kerle 2 Joachim Masannek


Die Bluthochzeit Dominique

Deruddere


2004 Vom Suchen und Finden der Liebe Helmut Dietl


Engelchen flieg! (TV) Adolf Winkelmann


2003 Ein seltsames Paar (TV) Doris Dörrie


Die wilden Kerle Joachim Masannek


Luther Eric Till


2002 Nachtschicht: Amok! (TV) Lars Becker


Harte Brötchen (TV) Tim Trageser


2001 Die Kreuzritter (TV) Dominique

Othenin-Girard


Küss' mich, Tiger! (TV) Jan Ruzicka


Vera Brühne (TV) Dt. Fernsehpreis 2001 Hark Bohm


2000 Dune - Der Wüstenplanet (TV) John S. Harrison


1999 Bodyguard - Wilhelm Engelhardt

Dein Leben in meiner Hand (TV)

Fußball ist unser Leben Dt. Filmpreis 2000 Tomy Wigand

Bay. Filmpreis 1999


Schrott - Die Atzenposse Axel Hildebrand


Erleuchtung garantiert Bay. Filmpreis 2000 Doris Dörrie


1998 Weekend mit Leiche (TV) Sven Severin


Operation Noah (TV) Achim Bornhak


Und alles wegen Mama (TV) Hermine

Huntgeburth


Bin ich schön? Doris Dörrie


1997 Weihnachtsfieber Paul Harather


Widows - Sherry Hormann

Erst die Ehe, dann das Vergnügen


1996 Die Straßen von Berlin - Werner Masten

Die Alleingang (TV)

Die Gang (TV) Hajo Gies u.a.


1995 Die Straßen von Berlin - Werner Masten

Die Babuschka (TV)

Die Straßen von Berlin - Werner Masten

Die dunkelrote Rose (TV)

Die Straßen von Berlin - Werner Masten

Die Akte Stalin (TV)

Spur eines Zweifels (TV) Hartmut Griesmayr


Honigmond Gabriel Barylli


1994 Felidae Michael Schaak

(Sprecher)


Einfach nur Liebe Peter Timm


Ein fast perfektes Verhältnis Donald Reiker


1993 Kaspar Hauser Peter Sehr


1992 Ein Mann für jede Tonart Peter Timm


1991 Schtonk! Helmut Dietl


1990 Butterbrot Gabriel Barylli


1989 Geld Doris Dörrie


1988 Die Stimme Gustavo

Graef-Marino


1987 Die Dollarfalle Thomas Koerfer


1985 Operation Dead End Nicki Müllerschön


Männer Dt. Filmpreis 1986 Doris Dörrie


1984 Der Rekord Daniel Helfer


Vergesst Mozart Slavo Luther


1979/81 Das Boot Wolfgang Petersen


1978 Lawinenexpress Mark Robson



Corinna Harfouch (Dr. Schäfer)


Im Jahr 2001 übernahm Corinna Harfouch erstmals die Hauptrolle in der TV-Krimireihe “Blond: Eva Blond!“. Für ihre Rolle im ersten Teil von BIBI BLOCKSBERG (2002) unter der Regie von Hermine Huntgeburth erhielt sie den Deutschen Filmpreis in Gold als Beste weibliche Nebenrolle. Im Jahr 2004 war Corinna Harfouch als Magda Goebbels in dem internationalen Kinoerfolg DER UNTERGANG sowie in Franziska Buchs Sequel BIBI BLOCKSBERG UND DAS GEHEIMNIS DER BLAUEN EULEN auf der Leinwand zu sehen.



Filmographie (eine Auswahl)


2005 Elementarteilchen Oskar Roehler


Silberhochzeit Matti Geschonneck


Rose Alain Gsponer


2004 Blond: Eva Blond! - Matthias Glasner

Wie das Leben das so spielt (TV)

Blond: Eva Blond! - Hermine

Der Zwerg im Schließfach (TV) Huntgeburth

Bibi Blocksberg und das Franziska Buch

Geheimnis der blauen Eulen

Der Untergang Oliver Hirschbiegel


2003 Basta. Rotwein oder Totsein Pepe Danquart


Die fremde Frau (TV) Matthias Glasner


2002 Blond: Eva Blond! - Urs Egger

Das Buch der Beleidigungen (TV)

Bibi Blocksberg Dt. Filmpreis 2003 Hermine

Huntgeburth


Blond: Eva Blond! - Jorgo Papavassiliou

Das Urteil spricht der Mörder (TV)


Erkan & Stefan Axel Sand

gegen die Mächte der Finsternis


2001 Verrückt nach Paris Eike Besuden/

Pago Balke

Tatort: Gewaltfieber (TV) Martin Eigler

Das Monstrum Miriam Pfeiffer/

René Reinhardt


Vera Brühne (TV) Hark Bohm


2000 Jetzt oder nie - Zeit ist Geld Lars Büchel



1999 Stunde des Wolfs (TV) Hermine

Huntgeburth


Der große Bagarozy Bernd Eichinger


1998 Bis zum Horizont und weiter Peter Kahane

Das Mambospiel Michael Gwisdek

Solo für Klarinette Nico Hofmann


1997 Geisterstunde - Rainer Matsutani/

Fahrstuhl ins Jenseits (TV) Sebastian Niemann


1996 Gefährliche Freundin (TV) Goldener Löwe 1996 Hermine

Grimme-Preis 1996 Huntgeburth


Verdammt, er liebt mich! (TV) Sven Severin


Der Ausbruch (TV) Goldener Löwe 1996 Mark Schlichter


Knockin' on Heaven's Door Thomas Jahn


Sexy Sadie Matthias Glasner

Irren ist männlich Bay. Filmpreis 1996 Sherry Hormann

1994 Das Versprechen Margarethe v. Trotta

1993 Tatort: Verbranntes Spiel (TV) Benno Fürneisen


Charlie & Louise - Joseph Vilsmaier

Das doppelte Lottchen


1991 Die Spur des Bernsteinzimmers Roland Gräf



1990- Unser Lehrer Dr. Specht Werner Masten/

1998 (TV, 1 Pilot + 68 Folgen) Vera Loebner/

Karin Hercher


1990/91 Zwischen Pankow und Zehlendorf Horst Seemann

Der Tangospieler Kritikerpreis 1990 Roland Gräf

1988 Treffen in Travers Michael Gwisdek


Die Schauspielerin Kritikerpreis 1989 Siegfried Kühn


Fallada - Letztes Kapitel Roland Gräf

1986 Der kleine Staatsanwalt Hark Bohm


1985 Das Haus am Fluss Roland Gräf

1982/83 Verzeihung, sehen Sie Fußball? Gunther Scholz


STAB


Bernd Eichinger


Nach dem Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München, an der Bernd Eichinger 1973 seinen Regieabschluss machte, gründete er ein Jahr später seine erste Produktionsfirma Solaris Film, die viele jener Autorenfilme produzierte, die dem Neuen Deutschen Film über die Grenzen des Landes hinaus Ansehen verliehen, darunter Filme von Wim Wenders, Alexander Kluge, Edgar Reitz oder Hans-Jürgen Syberberg.


Allein in Deutschland sahen mehr als 80 Millionen Kinobesucher die Filme von Bernd Eichinger. Zur Vielzahl nationaler und internationaler Kinoerfolge von Bernd Eichinger zählen u.a. CHRISTIANE F. – WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO, DIE UNENDLICHE GESCHICHTE, DER NAME DER ROSE, DAS GEISTERHAUS, DER BEWEGTE MANN und RESIDENT EVIL.



Filmographie (eine Auswahl)


2005 Elementarteilchen Oskar Roehler

(Produzent)


Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders Tom Tykwer

(Produzent & Co-Drehbuchautor)


Dead or Alive Corey Yuen

(Produzent)

2004 Der Untergang Oscar-Nominierung 2004 Oliver Hirschbiegel

(Produzent & Drehbuchautor) Bay. Filmpreis 2004

Bambi 2004

Jupiter 2005

Silb. Astor (Argentinien)

für das beste Drehbuch

Resident Evil: Apocalypse Alexander Witt

(Executive Producer)

Fantastic Four Tim Story

(Produzent)

2002 Die Klasse von ’99 Marco Petry

(Produzent)


Die Nebel von Avalon (TV) Uli Edel

(Produzent)


Nirgendwo in Afrika Oscar 2002 Caroline Link

(Co-Produzent) Dt. Filmpreis 2002

Bay. Filmpreis 2001

2001 Resident Evil Paul Anderson

(Produzent)


Der Schuh des Manitu Michael Herbig

(Co-Produzent)


Nackt Dt. Filmpreis 2003 Doris Dörrie

(Produzent)


Vera Brühne (TV) Dt. Fernsehpreis 2001 Hark Bohm

(Produzent)

2000 Freche Biester! Melanie Mayron

(Executive Producer)


Schule Marco Petry

(Co-Produzent)


1998 Der große Bagarozy

(Produzent, Regisseur,

Drehbuchautor)

Harte Jungs Marc Rothemund

(Produzent)


Bin ich schön? Doris Dörrie

(Produzent)


Der Campus Bay. Filmpreis 1997 Sönke Wortmann

(Produzent)


Opernball (TV) Golden Nymph 1998 Urs Egger

(Produzent)


1997 Fräulein Smillas Gespür Bille August

für Schnee

(Produzent)


Ballermann 6 Gernot Roll

(Produzent)

Prinz Eisenherz Anthony Hickox

(Co-Produzent)


1996 Das Superweib Sönke Wortmann

(Produzent)

Das Mädchen Rosemarie (TV) Jupiter 1996

(Produzent, Regisseur,

Drehbuchautor)


Die Halbstarken (TV) Urs Egger

(Produzent & Drehbuchautor)


1994 Der bewegte Mann Dt. Filmpreis 1995 Sönke Wortmann

(Produzent) Bay. Filmpreis 1994

Bambi 1995


1993 Der Zementgarten Silberner Bär 1993 Andrew Birkin

(Co-Produzent) (Berlinale)


Das Geisterhaus Dt. Filmpreis 1994 Bille August

(Produzent) Bay. Filmpreis 1993


1992 Salz auf unserer Haut Andrew Birkin (Produzent)


1990 Werner – Beinhart! Niki List

(Produzent)


1989 Letzte Ausfahrt Brooklyn Dt. Filmpreis 1990 Uli Edel

(Produzent) Bay. Filmpreis 1989


1987 Ich und Er Doris Dörrie

(Produzent)


1986 Der Name der Rose Europ. Filmpreis 1987 Jean-Jacques

(Produzent) Dt. Filmpreis 1987 Annaud

César 1987

Bay. Filmpreis 1986

Bambi 1986

Jupiter 1986

David di Donatello 1987


1984 Die unendliche Geschichte Bay. Filmpreis 1984 Wolfgang Petersen

(Produzent) Bambi 1984

Jupiter 1984


1981 Christiane F. - Uli Edel

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

(Produzent)


1979 Geschichten aus Dt. Filmpreis 1980 Maximilian Schell

dem Wienerwald

(Produzent)


1977 Hitler – ein Film aus Deutschland Hans Jürgen

(Produzent) Syberberg

Die Konsequenz Wolfgang Petersen

(Produzent)


Taugenichts Dt. Filmpreis 1978 Bernhard Sinkel

(Produzent)


Die gläserne Zelle Oscar-Nominierung Hans W.

(Produzent) Dt. Filmpreis 1978 Geißendörfer


1976 Stunde Null Edgar Reitz

(Produzent)


1975 Der starke Ferdinand Alexander Kluge

(Produzent)


1974 Falsche Bewegung Dt. Filmpreis 1975 Wim Wenders

(Produzent)






Oliver Berben


Gemeinsam mit Regisseur Carlo Rola gründete Oliver Berben im Februar 1996 die Firma MOOVIE - the art of entertainment GmbH. 1999 führte Berben bei dem SAT.1-Film DAS TEUFELSWEIB erstmals Regie. Seitdem hat er über 40 Fernseh- und Kinofilme produziert. Im September 1999 realisierte er schließlich die Fusion der MOOVIE - the art of entertainment GmbH mit der von Bernd Eichinger geleiteten Constantin Film AG. Für die Constantin Film AG produzierte Oliver Berben bereits die Kinofilme SASS – DIE MEISTERDIEBE (2001, Regie: Carlo Rola) und AUTOBAHNRASER (2003, Regie: Michael Keusch). Neben seinen zahlreichen TV- und Kinoproduktionen produzierte Oliver Berben im Jahre 2004 erstmals auch die Dokumentationen UND JETZT ISRAEL? und THOUSAND WORDS.



Filmographie (eine Auswahl)


2005 Elementarteilchen Oskar Roehler

(Produzent)


Bewegte Männer (TV) Mike Zens

(3. Staffel)

(Produzent)

Silberhochzeit (TV) Matti Geschonneck

(Produzent)


Rosa Roth – Carlo Rola

Im Namen des Vaters (TV)

(Produzent)

Rosa Roth – In guten Händen (TV) Carlo Rola
(Produzent)

Thousand Words (TV) Solo Avital

(Produzent)


2004 21 Liebesbriefe (TV) Nina Grosse

(Produzent)


Die Patriarchin (TV) Die goldene Kamera 2005 Carlo Rola

(3 x 90 min.)

(Produzent)


2003 Autobahnraser Michael Keusch

(Produzent)


Schöne Witwen küssen besser (TV) Carlo Rola

(2 x 90 min.)

(Produzent)


Bewegte Männer, (TV) Mike Zens

(2. Staffel)

(Produzent)


Rosa Roth: Flucht nach vorn (TV) Carlo Rola

(Produzent)


Rosa Roth: Freundeskreis (TV) Carlo Rola

(Produzent)


Und jetzt, Israel? (TV) Andreas Lebert

Reportage (2 x 45 min.)

(Produzent)


2002 Die schöne Braut in Schwarz (TV) Carlo Rola

(2 x 90 min.)

(Produzent)


Bewegte Männer (TV) Mike Zens

Sitcom (1. Staffel)

(Produzent)


Rosa Roth – Carlo Rola

Das leise Sterben des Kolibri (TV)

(Produzent)


Rosa Roth – Carlo Rola

Die Gedanken sind frei (TV)

(Produzent)


2001 Sass – Die Meisterdiebe Bay. Filmpreis 2001 Carlo Rola

(Produzent) Tokio International

Filmfestival


Der Solist – Kuriertag (TV) Stephan Wagner

(Produzent)


Rosa Roth – Carlo Rola

Täusche deinen Nächsten

wie dich selbst (TV)

(Produzent)


Rosa Roth – Die Abrechnung (TV) Carlo Rola

(Produzent)


Dienstreise (TV) Grimme Preis 2004 Stephan Wagner

(Produzent)


Wer liebt, hat Recht (TV) Matti Geschonneck

(Produzent)


Fahr zur Hölle, Schwester (TV) Oskar Roehler

(Produzent)


Rosa Roth – Carlo Rola

Geschlossene Gesellschaft (TV)

(Produzent)


Betty – Schön wie der Tod (TV) Peter Keglevic

(Produzent)


Der Solist – In eigener Sache (TV) Stephan Wagner

(Produzent)


2000 Der Solist – Niemandsland (TV) Thomas Freundner

(Produzent)


Das Teufelsweib (TV)

(Produzent & Regie)



1999 Rosa Roth – Die Retterin (TV) Carlo Rola

(Produzent)


Todsünden – Carlo Rola

Die zwei Gesichter einer Frau (TV)

(Produzent)


Rosa Roth – Tod eines Bullen (TV) Carlo Rola

(Produzent)


Gefährliche Träume (TV) Carlo Rola

(Produzent)


1998 Rosa Roth – Küsse und Bisse (TV) Carlo Rola

(Produzent)


Rosa Roth – Carlo Rola

Jerusalem oder

die Reise in den Tod (TV)

(Produzent)

Der Solist – kein Weg zurück (TV) Carlo Rola

(Produzent)


1997 Rosa Roth – Berlin (TV) Carlo Rola

(Produzent)


Rosa Roth – Die Stimme (TV) Carlo Rola

(Produzent)


Rosa Roth – Wintersaat (TV) Carlo Rola

(Produzent)


Das Miststück (TV) Carlo Rola

(Produzent)


1996 Der stille Herr Genardy (TV) Carlo Rola

(Produzent)


Sieben Feuer des Todes (TV) Carlo Rola

(Produzent)







Oskar Roehler


Zwischenmenschliche Beziehungen bis hin zur Selbstzerstörung sind das Thema des deutschen Filmemachers Oskar Roehler, auf den die ein wenig aus der Mode gekommene Bezeichnung „Autorenfilmer“ hervorragend passt. Mit seinem sehr privaten Kinospielfilm DIE UNBERÜHRBARE mit einer formidablen Hannelore Elsner in der Hauptrolle wurde Roehler im Jahr 2000 mit dem Deutschen Filmpreis geehrt. Seitdem zählt er auch international zu der Avantgarde junger deutscher Filmemacher.



Filmographie (eine Auswahl)


2005 Elementarteilchen

(Buch & Regie)


2003 Agnes und seine Brüder Bay. Filmpreis 2004

(Buch & Regie)


2002 Der alte Affe Angst Bay. Filmpreis 2002

(Buch & Regie)


2001 Fahr zur Hölle Schwester! (TV)

(Buch & Regie)

2000 Suck my Dick

(Buch & Regie)


1999 Die Unberührbare Dt. Filmpreis 2000

(Buch & Regie) Bay. Filmpreis 2000


Latin Lover (TV)

(Buch & Regie


1998 Gierig

(Buch & Regie)


1996 Silvester Countdown Förderpreis Dt. Film

(Buch & Regie) (Hypo-Preis) 1997


1995 Gentleman

(Buch & Regie)


Ex Mark Schlichter

(Autor)


1992 Deutschfieber Niklaus Schilling

(Co-Autor)



1989 Terror 2000 Christoph

(Co-Autor) Schlingensief


United Trash Christoph

(Co-Autor) Schlingensief


Die 120 Tage von Bottrop Christoph

(Co-Autor) Schlingensief



Michel Houellebecq


Ähnlich wie sein filmemacherisches deutsches Alter-Ego Oskar Roehler stehen im Mittelpunkt des Kosmos von Michel Houellebecq die zwischenmenschlichen Beziehungen, die in seinen Büchern oftmals bis zur Selbstaufgabe seiner Figuren ausgelotet werden. Das sorgt einerseits für Freude bei den Fans, aber auch für konsequente Ablehnung seiner Werke und Ansichtungen bei seinen Gegnern. Auf der Fan-Site www.houellebecq.info werden als literarische “Bezugspunkte” u.a. Baudelaire, Brett Easton Ellis (“American Psycho”), Kant und Thomas Mann genannt.


Das französische Enfant terrible (Jahrgang 1958), das ein Diplom als Landwirtschafts-Ingenieur besitzt und auf mehrere Psychiatrie-Aufenthalte zurückblicken kann, begann seine literarische Laufbahn im Alter von 20 Jahren. Erste Gedichte von ihm werden 1985 von der Nouvelle Revue de Paris veröffentlicht. 1991 kommt der Band “Lovecraft, contre le monde, contre la vie” heraus.


1994 veröffentlicht Houellebecq, der als Pseudonym den Namen seiner Großmutter väterlicherseits benutzt, seinen ersten Roman ”Extension du domaine de la lutte” (“Ausweitung der Kampfzone”), der bald in mehrere Sprachen übersetzt wird. Die tragikomischen Abenteuer der Hauptfigur, ein sexuell und gesellschaftlich frustrierter Computerfachmann, machen Houellebecq auch im Ausland bekannt als moderner Alltagsphilosoph, dessen eigene Weltanschauung auf den ersten Blick zwischen Depression und Zynismus hin und her schwankt.


Im Jahr 1998 wird Houellebecq mit dem französischen Nachwuchspreis Grand Prix national des Lettres Jeunes Talents für sein damaliges Gesamtwerk ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erscheinen auch die Essay-Sammlung “Interventions” (“Die Welt als Supermarkt”) und sein zweiter Roman “Les Particules élèmentaires” (“Elementarteilchen”), der in mehr als 25 Sprachen übersetzt wird.


1999 verfasst er zusammen mit Regisseur Philippe Harel das Drehbuch für die Leinwandadaption seines Romans “Ausweitung der Kampfzone”, die in Deutschland bislang nur als DVD herausgekommen ist.


Pünktlich zur Jahrtausendwende erscheint Houellebecqs wiederum für Aufsehen erregender gesellschaftskritischer Text- und Bildband “Lanzarote”. 2001 kommt schließlich sein neuer Roman “Plateforme” (“Plattform”) heraus. Es folgen zwei Gedichtbände und das Prosawerk “Gegen die Welt, Gegen das Leben”. Im Herbst 2005 kommt in Deutschland Houellebecqs neuer Roman „Die Möglichkeit einer Insel“ (franz. Originaltitel: „La possibilité d'une île“) heraus, in dem der geklonte und unsterblich gewordene „Neo-Mensch“ porträtiert wird.


Neben seinem genuin belletristischen Schaffen arbeitet Michel Houellebecq auch als Journalist für zahlreiche Zeitschriften und Magazine.


    
                                                                                                                         113 Min

Michael (CHRISTIAN ULMEN) und Bruno (MORITZ BLEIBTREU) sind Halbbrüder, wie sie verschiedener kaum sein könnten. Ihre Mutter Jane (NINA HOSS) führte einst ein unbekümmertes Jet-Set-Leben - ihre Söhne wuchsen derweil getrennt voneinander bei den Großmüttern auf. Während der introvertierte Molekularbiologe Michael sich lieber um seine Genforschungen als um Frauen kümmert, drücken sich Brunos "Kontakte" zum weiblichen Geschlecht mehr im Kopf oder im Bordell aus.

Schließlich aber begegnen beide der Liebe ihres Lebens: Michael trifft seine ehemalige Schulfreundin Annabelle (FRANKA POTENTE) wieder, mit der ihn seit Kindesbeinen eine scheue Zuneigung verbindet. Bruno dagegen lernt in einem esoterischen Urlaubscamp Christiane (MARTINA GEDECK) kennen, mit der er endlich auch seine sexuellen Obsessionen ausleben kann. Doch das Glück scheint von kurzer Dauer – beide Frauen erkranken schwer. Bruno und Michael stehen vor einer ultimativen Entscheidung: altgewohnte Einsamkeit oder neuartige Zweisamkeit …

Michel Houellebecqs Weltbestseller ELEMENTARTEILCHEN wurde nun von den Produzenten Bernd Eichinger (DER UNTERGANG) und Oliver Berben (SASS - DIE MEISTERDIEBE, DIE PATRIARCHIN) sowie Regisseur Oskar Roehler, der dazu das Drehbuch schrieb und Regie führte, mit deutscher Starbesetzung verfilmt.



 


 
 

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