Infos zum Film Entgleist

Langinhalt

Ein einziger Augenblick kann ein Leben völlig aus der Bahn werfen. Charles Schine (CLIVE OWEN) wird an diesem Tag einen solchen Augenblick erleben. Danach wird nichts mehr sein, wie es vorher war.

Eigentlich hat der Alltag das Leben des leitenden Angestellten einer Werbeagentur fest im Griff. Jeden Morgen frühstückt er zusammen mit seiner Frau Deanna (MELISSA GEORGE) und seiner Tochter Amy (ADDISON TIMLIN). Die frühere Leidenschaft ist in der Ehe der Routine gewichen. Die schwere Krankheit der Tochter, ein lebensbedrohlicher Diabetes A, diktiert den Tagesablauf der kleinen Familie zwischen Insulinspritzen und Dialyse. Seit Jahren sparen die Schines jeden Cent auf ein revolutionäres, noch nicht zugelassenes Transplantationsmedikament, das Amy von der Krankheit erlösen könnte. Dafür hat Charles seinen Job als Lehrer in der Vorstadt aufgegeben und pendelt nun jeden Tag in die Innenstadt von Chicago, um in der hart umkämpften Werbebranche für das Glück seiner Familie zu kämpfen.

Jeden Tag nimmt er dafür denselben Zug. Nur heute ist er etwas spät dran. Um Sekunden verpasst er seinen Anschluss und muss auf den nächsten Zug warten, dabei steht ausgerechnet an diesem Morgen ein Meeting mit einem seiner wichtigsten Kunden an. Bei allem Stress vergisst Charles glatt, ein Ticket zu kaufen, er bemerkt nicht einmal, dass Deanna das letzte Bargeld aus seiner Brieftasche genommen hat. Als er schließlich im Zug kontrolliert wird und die Kontrolleurin droht, ihn an der nächsten Station rauswerfen zu lassen, eilt in dieser peinlichen Situation die ihm noch unbekannte Lucinda Harris (JENNIFER ANISTON) Charles zu Hilfe. Sie bezahlt sein Ticket, und die beiden kommen ins Gespräch.

Charles ist von der attraktiven, witzigen und überaus netten Bankerin sofort angetan. Um ihr nicht nur das Geld zurückzuzahlen, sondern sie vor allem näher kennen zu lernen, möchte er Lucinda am nächsten Tag wieder treffen. Aus den folgenden gemeinsamen Zugfahrten entwickelt sich schließlich die erste Verabredung zum Mittagessen. Lucinda und Charles sind, wie sich herausstellt, beide verheiratet, haben beide eine Tochter und ähnliche Interessen. Und eigentlich verstehen sie sich von Anfang an viel zu gut, um nur Freunde zu sein. Beide lockt der Reiz des Verbotenen. Charles ist eigentlich ein treuer Ehemann, und auch wenn Lucinda große Probleme in ihrer Ehe hat, eine Affäre kommt für sie nicht in Frage – eigentlich. Denn die gegenseitige Anziehungskraft der beiden nimmt immer mehr zu. Aus den gemeinsamen Mittagessen werden schließlich Dinner, und beide beginnen, ihre Ehepartner zu belügen, um sogar nach der Arbeit noch Zeit miteinander verbringen zu können. Nach einer gemeinsamen Tour durch die Bars von Chicago sind die letzten moralischen Bedenken verdrängt und sie landen schließlich in einem heruntergekommenen Hotelzimmer. Doch ihre noch gar nicht richtig begonnene Affäre findet ein jähes Ende.

Urplötzlich steht der gewalttätige Ganove LaRoche (Vincent Cassel) im Zimmer und bedroht die beiden mit einer Pistole. Er raubt ihnen Brieftaschen und Wertgegenstände. Und damit nicht genug: LaRoche fällt über die wehrlose Lucinda her. Charles versucht zwar sie zu verteidigen, hat aber gegen LaRoche keine Chance. Brutal schlägt er Charles zusammen, bis dieser ohnmächtig wird.

Als Charles blutüberströmt aus seiner Ohnmacht erwacht, sitzt Lucinda traumatisiert und völlig verstört auf dem Bett. Charles will die Polizei einschalten, doch Lucinda hält ihn davon ab. Aus Scham und Angst um ihre Ehe und das Sorgerecht für ihre Tochter will sie diesen schrecklichen Überfall verheimlichen. Widerwillig stimmt Charles zu.

Seiner Ehefrau und auch den Kollegen im Büro erzählt Charles eine Geschichte von einem Überfall auf der Straße. Der Kontakt zu Lucinda schläft in den nächsten Tagen und Wochen ein, und es sieht ganz so aus, als wäre für Charles dieser schreckliche Zwischenfall vergessen. Doch da reißt ihn ein Anruf aus seiner mühsam wieder zurechtgezimmerten bürgerlichen Mittelstandsidylle: ein Anruf von LaRoche! Dieser entpuppt sich nämlich nicht nur als gewöhnlicher Dieb und Gewalttäter, sondern als gerissener und rücksichtsloser Betrüger. Er fordert 20.000 Dollar Schweigegeld von Charles. Andernfalls werde Deanna von Charles' Affäre erfahren. Charles will sich nicht erpressen lassen und berät sich mit seinem Anwalt. Doch dieser macht ihm klar, dass man LaRoche den Überfall ohne Lucindas Aussage nicht mehr nachweisen könne. Gegen die Erpressung könne man juristisch vorgehen, doch dann würde Deanna in jedem Fall von Charles’ Seitensprung erfahren. Genau dies jedoch will dieser um jeden Preis verhindern. Charles sucht Lucinda in ihrer Bank auf, um sie zur Aussage zu bewegen. Doch sie lehnt ab. Als sie Charles auch noch erzählt, dass sie nach der Misshandlung durch LaRoche schwanger war und eine Abtreibung hatte, lässt Charles sie aus Mitleid in Ruhe. Die beiden beschließen, sich nicht mehr zu sehen.

Unter dem Eindruck dessen, was Lucinda zu erleiden hatte, beschließt Charles, zu zahlen und der Sache damit ein Ende zu machen. Den Betrag kann er gerade so verschmerzen. Also geht er beim nächsten Anruf LaRoches auf dessen Bedingungen ein. LaRoche lotst ihn in eine heruntergekommene Gegend, wo Charles bereits von LaRoches Helfer Dexter (XZIBIT) erwartet wird. In einem Hinterhof schließlich treffen die beiden auf den Ganoven, der Charles das Geld abnimmt – und ihn aus purer Lust an der Gewalt nochmals verprügelt.

Nach der Übergabe wähnt sich Charles in Sicherheit. Er wechselt die Telefonnummer und meidet all die Orte, an denen er auf LaRoche gestoßen ist. Doch noch ist der Albtraum nicht vorbei – im Gegenteil. Die erste Zahlung war nämlich nur der Anfang, und irgendwie ist LaRoche auch an Charles’ neue Nummer gekommen. Erneut versucht er ihn zu erpressen, und diesmal geht es ans Eingemachte: Er verlangt 100.000 Dollar.

Eine Summe, die Charles zwar theoretisch zahlen könnte, jedoch nur von dem Geld, das er und Deanna über Jahre für Amys Behandlung mühsam erspart haben. Andererseits droht LaRoche nicht nur damit, Charles Affäre öffentlich zu machen, er droht auch, das Leben von Charles Familie zu zerstören, wenn er nicht zahlen sollte. In seiner Not wendet sich Charles an den Büro-Kurier Wilson (RZA). Dieser ist nicht nur ein langjähriger Freund von Charles. Wilson kommt von der Straße, saß bereits im Knast und weiß, wie man mit Typen vom Kaliber eines LaRoche umgeht. Er bietet an, für ein Zehntel der Summe, also für 10.000 Dollar, das Problem zu „lösen“.

Da erreicht Charles ein weiterer Anruf. Auf dem Display seines Mobiltelefons erscheint die Nummer seines Anschlusses zu Hause. Doch die Stimme am Telefon ist nicht die von Deanna oder Amy. Es ist die von La Roche …

Über die Produktion

ENTGLEIST handelt von den Auswirkungen eines einzigen, schweren Fehlers, der ein Leben vollkommen verändern kann. Wie Jennifer Aniston zusammenfasst: „Wenn er doch bloß seinen Zug erwischt hätte ... Das ist so ein großartiger Moment.“

Lorenzo di Bonaventura las die Fahne von James Siegels Buch während der Weihnachtsfeiertage. Er konnte die Story nicht wieder aus der Hand legen und sagt: „Sie fühlte sich sofort wie ein Film an.“ Als er erfuhr, dass die Rechte noch nicht verkauft waren, leitete er sofort alles in die Wege. Die Geschichte gefiel ihm: „Alle von uns haben Fehler in ihrem Leben gemacht – alle von uns haben eine schlechte Entscheidung zu einem bestimmten Zeitpunkt getroffen, und manchmal ist es nur eine kleine Entscheidung, deren Konsequenzen man nicht ahnt. Ich glaube, in Charles Schines Fall spielt ihm das Leben einige unfaire Streiche, und er befindet sich gerade in einem leicht verletzbaren Zustand. Pech für ihn, dass diese Verletzbarkeit ihn dazu bringt, den Fehler zu begehen.“

Der Roman begeisterte auch Drehbuchautor Stuart Beattie. „Ich las das Buch in einer Nacht und fand, dass es eine tolle, Hitchcock-ähnliche Story war.“ Er mochte die Hauptfigur des Buchs: „Er ist ein sympathischer Kerl. Er hat einen großen Fehler gemacht, aber dafür bezahlt er, immer wieder. Ich glaube, an seiner Stelle würde ich genau das Gleiche tun, mich tiefer, und mich immer tiefer reinreiten, genau wie Charles. Ich fand es einfach klasse. ENTGLEIST ist alles, was ein guter Thriller sein sollte.“ Beattie wollte umgehend Teil davon werden. „Diese Filme in der Tradition von Hitchcock werden heute nicht mehr produziert. Filme wie NORTH BY NORTHWEST (,Der unsichtbare Dritte’, 1959), in denen ganz normale Typen in außergewöhnliche Situationen geraten, mit Plots, die fantastische Twists und Wendungen haben.“

Di Bonaventura beauftragte Beattie damit, das Drehbuch zu schreiben, denn „er verstand grundsätzlich, wie das Buch als Film funktionieren würde – was die Figuren ausmachte. Er visualisierte den Film sofort.“

Beattie ist stolz darauf, sagen zu können, dass er „der einzige Autor war, der von Anfang bis Ende des Films dabei war – was dieser Tage eine Seltenheit in Hollywood ist. Ich würde sagen, dass nur bei einem von hundert Filmen der Autor so gut behandelt wird. Das war phänomenal.“ Er scherzte gegenüber Freunden, dass „ich gegen mich selbst ins Gericht gehen werde, damit ich das Gefühl bekomme, normal zu sein, und dass dies ein normaler Film ist. Sonst wird es sich zu verrückt anfühlen.“

Weil der Film so viele Twists und Überraschungen hat, musste Beattie darauf achten, sein Publikum nicht zu verlieren. „Es geht wirklich nur darum, jede Zeile, die man schreibt, im Blick zu behalten und sicherzustellen, dass sie auf vollkommen andere Art und Weise gelesen werden kann, sobald man weiß, was wirklich vor sich geht. Ich hoffe, dass der Film beim zweiten Ansehen ein völlig anderer sein wird. Das ist Teil dessen, was diese tolle Story ausmacht.“

Die Schauspieler waren alle von der Kraft des Drehbuchs begeistert. Jennifer Aniston nannte es eine „Achterbahnfahrt“: „Ich las es ziemlich schnell. Es ist so viel darin, was man nicht vorhersehen kann. Es ist wunderschön geschrieben.“

Xzibit erklärt: „Als ich das Drehbuch bekam, las ich es in einem Zug von Anfang bis Ende und fand die Story sehr realistisch. Ich dachte, dass das tatsächlich passieren kann. Die Figuren schienen sehr reell und der Schreibstil und die Idee, wie es verfilmt werden sollte, klangen interessant. Ich bin froh, daran teilzuhaben.“

RZA erzählt: „Alles, was in diesem Film passiert, ist eine Überraschung nach der anderen. Es wird nicht leicht für das Publikum, dahinterzukommen. Manchmal geht man ins Kino, und man sieht 15 oder 20 Minuten des Films und weiß genau, was am Ende passiert. Das wird in diesem Fall nicht geschehen.“

Über Mikael Håfström

Mikael Håfström mag vielleicht zunächst keine offensichtliche Wahl für diesen Film sein. Wie Produzent Mark Cooper erklärt, „ist dies sein erster amerikanischer Film – sein erster Film in englischer Sprache.“ Aber alle waren sich einig, dass er der beste Mann für den Job wäre. Die meisten Menschen, insbesondere seine Hauptdarsteller, mochten seinen vorherigen Film ONDSKAN („Evil“, 2003), der ihm eine Oscar®-Nominierung für den besten ausländischen Film einbrachte. Jennifer Aniston liebt ONDSKAN und nennt ihn „brillant und fantastisch“. Clive Owen freute sich auf die Zusammenarbeit mit Håfström, weil ihn ONDSKAN ebenfalls beeindruckt hatte. Di Bonaventura stimmt zu und erklärt: „Was ich daran besonders mochte, war die Einfachheit der narrativen Erzählung. Er hat ein realistisches Umfeld kreiert und verstanden, wie man das Publikum in den Bann zieht.“

Vincent Cassel liebt Håfströms Inszenierungsstil: „Er ist einer dieser Regisseure, die beim Blick auf den Monitor sagen, was zu tun ist. Er sieht nicht nur seinen Bildausschnitt oder seine Regie. Er ist der Typ Regisseur, der auf seine Schauspieler achtet, und das ist ein großartiges Gefühl, denn das ist nicht immer der Fall. Viele Regisseure widmen ihre Zeit dem, was drumherum in der Szene passiert, ohne auf das Schauspiel zu achten.“

Jennifer Aniston glaubt ebenfalls, dass Håfströms Stil ausschlaggebend für den Erfolg des Films ist: „Er spielt alles herunter, er ist feinfühlig und konzentriert sich auf ganz wunderschöne Art und Weise auf diese Lovestory. Das gibt einem das Gefühl eines alten Films aus den 70ern. Es fühlt sich einfach richtig an.“

„Er hält den Zeitplan ein, er ist pünktlich, er ist keine Diva – Schauspieler lieben ihn, die Crew liebt ihn, es ein unkompliziertes Set, es macht Spaß“, sagt Beattie über Håfström. Aber was ihn am meisten beeindruckte, war, „dass er mich die ganze Zeit um sich haben wollte, was sehr selten ist für einen Autoren.“

Mikael Håfström schuf eine besondere Atmosphäre am Set. Clive Owen bestätigt: „Ich fühlte mich in sehr guten Händen. Er schickte mich nur dann in eine bestimmte Richtung, wenn wir beide uns darüber einig waren, wohin meine Figur gehen sollte. Er war sich Charles’ psychologischer Entwicklung vollkommen bewusst, aber auch des psychologischen Rahmens des ganzen Films. Er ist sehr, sehr geschickt, und er ist eine sehr, sehr gute Wahl für diese Art von Film. Dies ist eine Sorte Film, die sich in den falschen Händen in einen Film verwandeln könnte, den man schon einmal gesehen hat.“

„Er ist so genau, und er hat einen so tadellosen Geschmack. Du weißt, dass er nicht aufhören wird, bis er genau das hat, was er will. Und wenn er sagt ,Ich hab’s’, weißt du, dass du gehen kannst“, erzählt Jennifer Aniston.

Vincent Cassel schätzte die Atmosphäre, die Håfström am Set schuf. „Alles ist sehr entspannt, obwohl es verspielt und sehr konzentriert ist. Da ist kein dominantes Ego am Set, und das macht es leicht und lustig. Alles war großartig.“

Obwohl dies erst Xzibits zweiter Kinofilm ist, wusste er Håfströms Stil ebenfalls zu schätzen. „Er brüllt seine Regieanweisungen nicht durch das Megaphon. Er kommt zu dir und gibt dir direkte Anweisungen unter vier Augen. Er spricht sehr ruhig, so in der Art: ,Xzibit, es ist gut, aber wir brauchen mehr.’ Er ist toll.“

Über die Figuren

Stuart Beattie liebt vor allem die Schine-Familie. „Ich liebe es, dass im Mittelpunkt des Films diese großartige Familie steht – sie ist das Herz und die Seele des Films, und man fühlt so sehr mit ihnen, bei allem, was ihre Tochter durchmacht. Man möchte einfach für diese Einheit da sein.“ Zur selben Zeit, unterstreicht Owen, „bekommt man das Gefühl, dass das Ehepaar ziemlich gefangen ist in seinem Leben. Vielleicht haben die beiden einfach so viel Zeit ihrem Kind gewidmet, dass sie in gewisser Weise sich selbst vergessen haben.“

ENTGLEIST dreht sich dennoch um die Beziehung zwischen Charles und Lucinda. Beattie sieht beide als verlorene Seelen. „Als sie sich kennen lernen, sind Charles und Lucinda zwei unglaublich einsame Menschen. Sie haben Familie, sie haben ihre Jobs, sie haben beide ein ausgefülltes Leben, aber innerlich sind sie leer, warum auch immer. Es geht tatsächlich um zwei Menschen, die feststellen, dass sie zusammengehören.“ Jennifer Aniston stimmt zu: „Sie sind beide an einem Punkt angekommen, in dem sie sich brauchen, ohne es zu ahnen.“

Laut Beattie „haben sie mit der Entscheidung, in ein Hotel zu gehen, die Grenze des ,Ich bin es leid, alles immer nur anderen zu geben’ überschritten. Ich glaube, es ist beinahe eine egoistische Sache, aber sie sind an dem Punkt angelangt, an dem sie völlig ausgebrannt sind und etwas brauchen, um die tägliche Existenz lebenswert zu machen.“

Für Jennifer Aniston ist Lucinda eine „interessante, gequälte“ Frau. Charles Schine ist unschuldig und charmant, steht jedoch unter immensem Stress durch Familie und Karriere.

Clive Owen erklärt: „Ich spielen einen eher reagierenden Part. Er steckt in einer schrecklichen Situation, und dann geraten die Dinge außer Kontrolle und sein Leben gerät total aus den Fugen. Er befindet sich in einer Art kafkaeskem Albtraum.“

Vincent Cassel sieht viele Facetten in seiner Figur LaRoche. „Er ist sehr smart, er ist sehr glatt, er ist auf seine ganz eigene Art lustig. Ein gefährlicher Spaßvogel.“ Produzent Mark Cooper sagt: „Es ist ein Spiel für LaRoche. Es ist ein Spiel, das ihm Spaß macht und in dem er sehr erfolgreich ist. Er weiß, welche Knöpfe er drehen muss, um an die Ersparnisse dieses Mannes zu kommen.“ Drehbuchautor Stuart Beattie beschreibt die Komplexität des Charakters: „LaRoche hat zwei Rollen zu spielen – nach außen ist er tough und der ungebildete Gangster, tief im Inneren ist er ein raffinierter, intelligenter Krimineller.“

Winston, gespielt von RZA, demonstriert in seiner Rolle unerschütterliche Loyalität. „Winston ist eine fantastische Figur. Ich liebe seine Art“, erzählt Stuart Beattie. RZA war begeistert, denn „mit meinem Hip-Hop-Hintergrund spiele ich normalerweise Rollen, die aggressiver und mehr ,hood’-mäßig drauf sind. Und dieser Typ hat eine ganz andere Bandbreite – obwohl er der nette Typ ist, der im Büro arbeitet, hat er seine Vergangenheit als Gangster.“

Über die Darsteller

Produzent Lorenzo di Bonaventura konnte nicht glücklicher mit seinem Cast sein. „Dies ist eines der buntesten Ensembles, die ich je gesehen habe. Ich liebte die Idee, RZA, Xzibit und Giancarlo Esposito mit Jennifer Aniston, Clive Owen und Vincent Cassel zusammenzubringen – das ist eine tolle Kombination internationaler und amerikanischer Stars. Ich denke, unser multiethnisches Ensemble gibt dem Film einen zeitgemäßen Touch.“

Jennifer Aniston hat lange nach einer Rolle wie dieser gesucht. „Vor allem wollte ich unbedingt einen Thriller machen, und Rollen wie diese gibt es nicht oft.“

Clive Owen sagt: „Ich glaube, das ist ein toller Part für Jennifer, und ich war entzückt, dass sie Interesse daran hatte, ihn zu spielen. Er ist ganz anders als alles, was sie vorher gemacht hat, und das Publikum wird eine ganz neue Seite von ihr zu sehen bekommen. Die Arbeit mit ihr war toll.“

Stuart Beattie beschreibt Charles als „den Jedermann“, der zu Clive Owen perfekt passt. „Er hat diesen authentischen Ernst und begreift Charles so gut. Er versteht seine Grimmigkeit.“

„Oh, er ist ein Traum, einfach traumhaft“, schwärmt Aniston. „Er ist fantastisch. Er ist wirklich einer der Größten, was Talent und Charme angeht. Ich meine: Er ist groß, dunkelhaarig und attraktiv, und dann bringt er etwas auf die Leinwand, das unbeschreiblich ist. Man will ihm einfach zusehen. Hinter seinen Augen geht so viel vor sich.“

RZA war ebenfalls begeistert, mit Owen vor der Kamera zu stehen. „Clive hat mir meine Arbeit sehr erleichtert. Ich bin kein professioneller Schauspieler. Ich bin ein Hip-Hop-Künstler, Produzent und Komponist, aber auf die Leinwand zu kommen und vor der Kamera zu stehen und zu versuchen, mich in eine Figur hineinzufühlen, war nicht leicht und Clive hat es einfacher gemacht. Er hat mir viele Ratschläge gegeben. Er hat mir sehr geholfen, diese Rolle zu spielen.“

Mark Cooper beschreibt RZA als eine „wahnsinnig interessante Person. Er hat gerade den Alltag der Rap-Welt hinter sich gelassen und bewegte sich sehr profimäßig am Filmset.“ RZA genoss die Möglichkeit, eine Figur zu spielen: „Es macht Spaß, für einen Moment jemand anders zu sein. Ich finde, das ist das Schöne an jedem Film, den man macht, dass man eine ganz andere Person wird. Bei der Musik musst du stets deine Identität behaupten und bewahren.“ Beattie findet, dass RZA „seine Figur auf den Punkt getroffen hat“.

Clive Owen nennt sich selbst einen Fan von Vincent Cassels französischen Filmen und Jennifer Aniston findet Vincent „einfach toll, beängstigend – er macht mir Gänsehaut“. Xzibit, der viele Szenen mit Cassel gemeinsam hat, sagt einfach: „Er ist wie mein Bruder von einer anderen Mutter, abgesehen davon, dass er Franzose ist, und einen coolen Akzent hat, den ich nicht habe.“

Xzibit freute sich über eine Rolle, in der er sein Schauspieltalent beweisen konnte. „Ich habe viel Spaß daran, die Regeln zu lernen und mich schmutzig zu machen.“ Auch wenn er den Gangster im Film spielt, hat Jennifer Aniston nichts als Lob für den neuen Schauspielerkollegen übrig. „Er ist der netteste Typ überhaupt. Am ersten Tag, an dem ich ihn traf, hielt er eine Waffe an meinen Kopf und war daraufhin jedes Mal völlig fertig, nachdem er mir wieder irgendwie weh tun musste. Dabei ist er doch der süßeste Typ auf dem Planeten.“

Für seine Freunde daheim waren laut Cassel RZA und Xzibit die echten Stars. „Wo ich herkomme, und besonders in meiner Nachbarschaft in Paris, kann man den Leuten erzählen, dass man einen Film mit Jennifer Aniston und Clive Owen dreht und sie werden nur sagen ,Ach?‘. Und dann sagst du ,aber RZA und Xzibit sind auch dabei‘, und alle werden ,Wow!‘ rufen. Es hat Spaß gemacht, mit diesen Typen zusammen zu sein, weil ich schon seit langem ihre Musik höre. Und sie sind auch nicht einfach nur Rapper, sie nehmen ihre Schauspieljobs sehr ernst.“

Owen war am meisten über Addison Timlin erstaunt, die seine Tochter spielt. „Manchmal arbeitet man mit Kinderdarstellern, und der Grund, dass sie gut sind, liegt in ihrer Naivität. Sie sind vorbereitet, und sie haben noch nicht dieses Bewusstsein. Aber Addison ist schrecklich smart. Du fühlst, dass sie eine große Zukunft vor sich hat, weil sie wahnsinnig klug ist. Ich war wirklich von ihr beeindruckt.“



Die Drehorte

ENTGLEIST wurde in Chicago und London gedreht. Eine der Locations in Chicago war die große Treppe, auf der THE UNTOUCHABLES („Die Unbestechlichen“, 1987) gedreht wurde. Jennifer Aniston erzählt: „Ich liebe es, an Originalschauplätzen zu drehen. Mehr als alles andere hasse ich es eigentlich, von zu Hause weg zu sein, aber sobald ich weg bin und am Drehort, liebe ich es.“

Am Set waren Cast und Crew eng zusammen. Aniston erinnert sich, dass „wir immer ein tolles gemeinsames Dinner in Chicago hatten. Wir blieben lange auf und hörten die tolle Musik, für die Chicago berühmt ist. Die Leute sind wundervoll. Sie sind eine der süßesten Gruppen von Menschen, mit denen ich je gearbeitet habe.“

Xzibit ist stolz auf seine zweite Filmrolle. „Ich glaube, wenn man einen bestimmten Regisseur und seine Perspektive nimmt und die Art und Weise, wie er Kino sieht, und diese mit einem unterschiedlichen Cast und einer tollen Story kombiniert, kann man nicht verlieren. Es ist einfach. Es ist ein Meisterwerk.“

Jennifer Aniston stimmt zu: „Es kommt selten vor, dass ich einen Film, den ich gedreht habe, unbedingt sehen will, und ich freue mich darauf, diesen Film zu sehen. Er war eine große Herausforderung für mich, aber er hat so viel Spaß gemacht. Ich hatte eine gute Zeit damit, mich in so etwas Ungewöhnliches zu stürzen. Ich liebte es. Und diese Menschen sind – allesamt – die allertollsten.“

DIE SCHAUSPIELER

CLIVE OWEN
als
Charles Schine

Clive Owens Performance in der Titelrolle von Mike Hodges Sleeperhit CROUPIER („Der Croupier“, 1998) brachte Kritiker zu Vergleichen mit Größen wie Bogart, Mitchum und Connery.

Owen erregte erstmals die Aufmerksamkeit des britischen Publikums als Star der Fernsehserie „Chancer“. Das amerikanische Publikum sah ihn später neben Catherine Zeta-Jones in Jack Golds Fernsehfilm-Adaption von „The Return of the Native“, die bei CBS gesendet wurde. Aktueller ist seine Rolle in BBCs „Second Sight“-Polizei-Dramen, in denen er als DCI Ross Tanner bei PBS’ Mystery zu sehen ist.

Zu seinen britischen Fernsehfilm-Credits zählen außerdem Andrew Grieves „Lorna Doone“, Andy Wilsons „An Evening with Gary Lineker“, Diarmuid Lawrences „The Echo“ und David Blairs „Split Second“.

Zu Owens Kinofilmen zählen Beeban Kidrons VROOM („Vroom – Ab in die Freiheit“, 1988), Stephen Poliakoffs CLOSE MY EYES („Schließe meine Augen – Begehre oder töte mich“, 1991) und CENTURY (1993), Sean Mathias’ BENT (1997), Joel Hersmans GREENFINGERS („Greenfingers – Harte Jungs & zarte Triebe“, 2000) und Robert Altmans starbesetzter GOSFORD PARK („Gosford Park“, 2001). Seine hochgelobten Bühnenporträts umfassen Romeo am Young Vic, die Hauptrolle in Sean Mathias’ Bühnenversion von Noel Cowards „Design for Living“ und die in Patrick Marbers Originalproduktion von „Closer“ am Royal National Theater.

Im Herbst 2001 stand er in London in Lawrence Boswells Aufführung von Peter Nichols „A Day in the Death of Joe Egg“ auf der Bühne und für THE HIRE (2000/2001) vor der Kamera, einer Reihe von BMW-Internet-Kurzfilmen, bei denen John Frankenheimer, Ang Lee, Wong Kar-wai, Guy Ritchie und Alejandro González Iñárritu Regie führten.

Clive Owens nächste Filme fügten seinen vielseitigen Filmcredits weitere hinzu. Er spielte in BEYOND BORDERS („Jenseits aller Grenzen“, 2003), einem romantischen Kriegsdrama mit Angelina Jolie, Mike Hodges’ Thriller I’LL SLEEP WHEN I’M DEAD (2003), in dem Historienfilm KING ARTHUR („King Arthur“, 2004) und in SIN CITY („Sin City“, 2005), mit den Kostars Bruce Willis, Benicio Del Toro, Rosario Dawson und Jessica Alba.

2005 gewann Owen einen Golden Globe und wurde für seine Rolle als Larry in CLOSER („Hautnah“, 2004) von Regisseur Mike Nichols für einen Oscar® nominiert. Zu den weiteren Hauptdarstellern gehörten Julia Roberts, Jude Law und Natalie Portman.

Unlängst schloss Owen die Dreharbeiten für Spike Lees INSIDE MAN (2006) neben Denzel Washington und Jodie Foster ab. Derzeit steht er neben Julianne Moore für THE CHILDREN OF MEN (2006) vor der Kamera.

JENNIFER ANISTON

als

Lucinda Harris

Geboren in Sherman Oaks, Kalifornien, und aufgewachsen in New York City, ist Jennifer Aniston eine vielseitige Schauspielerin, die sehr früh von ihrem Vater John Aniston, Star von NBCs Nachmittagsserie „Days of Our Lives“, und ihrem Patenonkel, dem verstorbenen Schauspieler Telly Savalas, an die Schauspielerei herangeführt wurde.

Aniston ist vor allem durch ihre Rolle der Rachel Green aus der Ensemble-Hit-Comedyserie „Friends“ bekannt, in der sie neben Courtney Cox-Arquette, Matt LeBlanc, Matthew Perry, David Schwimmer und Lisa Kudrow für NBC vor der Kamera stand. Ihre Rolle als Rachel Green brachte ihr zwei Nominierungen für den Emmy Award als beste Nebendarstellerin ein, vier People’s Choice Awards als beste Schauspielerin in einer Comedyserie, zwei Nominierungen für den Screen Actors Guild Award als beste Schauspielerin in einer Comedy sowie Nominierungen für einen Golden Globe als beste Nebendarstellerin in einer Comedy-, Drama- oder Mini-Serie und für die beste Performance einer Hauptdarstellerin in einer Comedyserie. Sie gewann ihren ersten Emmy im Jahr 2002 als Hauptdarstellerin in einer Comedyserie sowie ihren ersten Golden Globe 2003 für die beste Performance einer Hauptdarstellerin in einer Comedyserie. Unlängst erhielt sie ihre dritte Nominierung für einen Emmy als Hauptdarstellerin in einer Comedyserie.

Zu Jennifer Anistons Fernsehcredits gehören regelmäßige Serienrollen in „The Edge“ sowie in „Ferris Bueller“, eine wiederkehrende Rolle in „Herman’s Head“ und Gastrollen in Serien wie „Quantum Leap“ und „Burke’s Law“.

Neben ihrem immensen Erfolg auf dem Bildschirm setzte Jennifer Aniston ihre Karriere mit vielen unterschiedlichen Rollen auf der Leinwand fort. Sie war zuletzt neben Ben Stiller in Universals ALONG CAME POLLY („... und dann kam Polly“, 2004) zu sehen und stand neben Jim Carrey und Morgan Freeman für Tom Shadyacs Hitkomödie BRUCE ALMIGHTY („Bruce Allmächtig“, 2003) vor der Kamera. Sie hatte neben Jake Gyllenhaal, John C. Reilly und Zooey Deschanel die Hauptrolle in Miguel Artetas Kritikererfolg und drittem Film THE GOOD GIRL („The good girl“, 2002) und gewann damit eine Nominierung für einen Independent Spirit Award.

Zu Anistons weiteren Filmcredits gehören ROCK STAR („Rock Star“, 2001) mit Mark Wahlberg, inszeniert von Stephen Herek, SHE’S THE ONE („She’s the one“, 1996) neben Regisseur Ed Burns und Cameron Diaz, PICTURE PERFECT („Der gebuchte Mann“, 1997) mit Kevin Bacon und Olympia Dukakis von Regisseur Glenn Gordon Caron, ’TIL THERE WAS YOU („Zwei Singles in L.A.“, 1997) mit Jeanne Tripplehorn, Sarah Jessica Parker und Dylan McDermott und der von den Kritikern gelobte THE OBJECT OF MY AFFECTION („Liebe in jeder Beziehung“, 1998) mit Paul Rudd. Zu ihren Filmcredits zählen auch OFFICE SPACE („Alles Routine“, 1999) und DREAM FOR AN INSOMNIAC („Café Blue Eyes – Schlafloses Verlangen“, 1996).

Gerade im Kino zu sehen war Jennifer Aniston in Rob Reiners Films RUMOR HAS IT („Wo die Liebe hinfällt“, 2004) für Warner Bros. ab. Sie spielt darin neben Kevin Costner und Shirley MacLaine eine Frau, die erfährt, dass ihre Familie die Inspiration für das Buch und den Film THE GRADUATE („Die Reifeprüfung“, 1967) lieferte. Abgedreht ist außerdem die romantische Komödie THE BREAK UP (2006) mit Kostar Vince Vaughn.

MELISSA GEORGE

als

Deanna Schine

Melissa George startete ihre Karriere mit zahlreichen Modeljobs in Australien und trug den Titel Australia’s Teenage Model of the Year. Für die Rolle der Angel Brooks in der populären australischen TV-Soap „Home & Away“, gewann sie zweimal Australiens Top-Fernsehpreis „The Golden Logie“. Das US-Publikum eroberte George als Lauren Reed im Ensemble der ABC-Hitshow „Alias“.

Zuletzt war sie auf der großen Leinwand 2005 in THE AMITYVILLE HORROR („Amityville Horror“, 2005) zu sehen. Weitere Filmcredits sind SUGAR AND SPICE (2001) und DOWN WITH LOVE („Down with love – Zum Teufel mit der Liebe“, 2003). Zu ihren weiteren Fernsehcredits zählen ein sehr populärer Gastauftritt in NBCs „Friends“ als lesbische Nanny, eine Rolle in der ABC-Serie „Alias“, sowie ein Auftritt als Königin von Valkryies in WBs „Charmed“.

VINCENT CASSEL

als

LaRoche

Als einer von Frankreichs prominentesten und profiliertesten Schauspielern erregte Vincent Cassel erstmals international Aufmerksamkeit in dem Film LA HAINE („Hass“, 1995). Seitdem hat er weiterhin sowohl in französischen als auch internationalen Filmen mitgewirkt, darunter dem ausgezeichneten L’APPARTEMENT („Lügen der Liebe“, 1996), BIRTHDAY GIRL („Birthday Girl“, 2001), LE PACTE DES LOUPS („Der Pakt der Wölfe“, 2001), SUR MES LÉVRES („Read My Lips“, 2001), IRRÉVERSIBLE („Irreversibel“, 2002) und zuletzt Steven Soderberghs OCEAN’S TWELVE („Ocean’s Twelve“, 2004).

Für seine Rolle in LA HAINE wurde er 1996 für zwei Césars als bester Schauspieler und als vielversprechendster Newcomer nominiert. Er wurde erneut als bester Schauspieler für seine Performance in SUR MES LÉVRES 2001 nominiert, der außerdem eine Nominierung als bester Schauspieler bei den European Film Awards zur Folge hatte.

RZA

als

Winston Boyko

RZA ist auch bekannt unter den Namen Aboot und Bobby Digital. Ein Mann mit vielen Namen und vielen Talenten. Er ist das Herz, die Seele und das Gehirn der Rap-Supergruppe Wu-Tang Clan. 1993 veränderte RZA das Gesicht des Hip-Hops mit dem explosiven Album „Enter The Wu-Tang: 36 Chambers“. Seine Beats beeinflussten jeden Produzenten, der im Kielwasser seines Erfolgs mitschwimmen wollte. Sein Talent wurde von Snoop Doggy Dogg über U2 bis zu Björk von allen angefragt.

Er kreierte außerdem einen Präzedenzfall für die Industrie, indem er für seine Gruppe einen Vertrag aushandelte, der jedem Mitglied gestattete, Soloverträge bei anderen Labels abzuschließen. Das zweite Album, „Wu-Tang Forever“, verkaufte sich über 600.000-mal in der ersten Woche. Das Geschäftsgenie RZAs wurde auf dem Titel des Business-Teils der New York Times gewürdigt, nachdem er seine wirtschaftlichen Interessen mit einem Klamottenlabel, einem Studio und einer Filmproduktionsgesellschaft ausweitete, um nur wenige zu nennen.

1999 bat Regisseur Jim Jarmusch RZA, den Score für GHOST DOG („Ghost Dog – Der Weg des Samurai“, 1999) zu komponieren, einen modernen Samurai-Film. Während viele andere Hip-Hop-Produzenten vielleicht einfach Samples und Breakbeats über den Film geworfen hätten, bewies der RZA seinen ganzen Eifer. Das Ergebnis war eine ätherische Soundlandschaft, die subtil alten Eastern mit der Sensibilität des modernen westlichen Kriegers verwebt.

Für RZA-Fans war der GHOST-DOG-Score keine Überraschung, denn RZAs Musik ist von Natur aus filmisch. Man hört einen Wu-Tang-Song nicht nur, man sieht ihn. Also war es absehbar, dass RZA, ein Filmfan, insbesondere von Martial-Arts-Filmen, sein Auge auch der Regie zuwenden würde. Er begann mit Musikvideos wie „Tragedy“, ein Mini-Kung-Fu-Movie, das in Hongkong gedreht wurde, und inszenierte dann drei Filme mit den Namen BOBBY DIGITAL: BOBBY DID IT, BOBBY DIGITAL: DIGITAL BULLET – beide handeln von seinem Alter Ego – und DOMESTIC VIOLENCE, ein Film, der genau jenes Phänomen untersucht. 2002 produzierte er einen abendfüllenden Kung-Fu-Film namens Z CHRONICLES, dem Talente aus Taiwan und Hongkong Authentizität verliehen.

2003 komponierte RZA die Scores für KILL BILL: VOL. 1 („Kill Bill 1“, 2003) für Quentin Tarantino und gewann dafür eine Nominierung für einen BAFTA. Außerdem wirkte er an der Musik von BARBERSHOP 2 („Barbershop 2“, 2004), SOUL PLANE („Soul Plane“, 2004), KILL BILL: VOL. 2 („Kill Bill 2“, 2004), BLADE: TRINITY („Blade: Trinity“, 2004) und UNLEASHED („Unleashed – Entfesselt“, 2005) mit.

RZA war in GHOST DOG und SCARY MOVIE 3 („Scary Movie 3“, 2003) zu sehen. Als Letztes stand er für Jim Jarmuschs Episoden-Ensemble-Film COFFEE AND CIGARETTES („Coffee and Cigarettes“, 2003) in einem Segment mit Bill Murray und dem GZA vor der Kamera.

RZA trat in „Mad TV“ auf und zweimal in der „The Chappelle Show“. Er ist außerdem Autor des „The Wu-Tang Manual: Enter the 36 Chambers, Volume One“.

XZIBIT

als

Dexter

Xzibits Karriere beginnt mit seinem Erfolg als Rapper. Er war mit Größen wie Snoop Dogg, Eminem und Ice Cube auf Tournee. Zurzeit ist er einmal in der Woche in MTVs „Pimp My Ride“ zu sehen, einer Reality-Show, in der die schrottreifen Autos von Teenagern in Traumkarren verwandelt werden. Die Sendung wird heute in über vierzig Ländern ausgestrahlt, und der Markt wächst weiterhin. Es läuft derzeit die vierte Staffel.

Xzibit war des Weiteren in einem weitreichend gesendeten Right-Guard-Xtreme-Cool-Werbespot zu sehen, in einer Episode von „CSI: Miami“, in 8 MILE („8 Mile“, 2002) von Curtis Hanson mit Eminem und Mekhi Pfeiffer und in XXX: STATE OF THE UNION („XXX 2 –The Next Level“, 2005) mit Ice Cube und Willem Dafoe. Neben ENTGLEIST gehört zu Xzibits Credits außerdem GRIDIRON GANG (2006) für Columbia Pictures, inszeniert von Phil Joanou.

ADDISON TIMLIN

als

Amy Schine

Addison Timlin betrachtet sich selbst als New Yorkerin, obwohl sie in Pennsylvania geboren wurde und in Südkalifornien aufwuchs, bevor sie in Manhattan landete. Für Addison war es eine tolle Erfahrung, mit den Darstellern und Fimemachern von ENTGLEIST, ihrem Spielfilmdebüt, zu arbeiten.

Sie begann ihre Schauspielkarriere im Alter von neun Jahren, als sie landesweit als „Annie“ auf Tournee ging. Seitdem hat sie die Rolle der Annie in sieben verschiedenen Produktionen und über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg gespielt. Zuletzt war sie neben Bernadette Peters am Broadway in einer Wiederaufführung von „Gypsy“ zu sehen, inszeniert von Sam Mendes. Zu ihren weiteren Theatercredits gehört Mary Lennox in „The Secret Garden“. Addison ist außerdem in Columbia Universitys Film ISABEL FISH von Lara Zizic zu sehen.

Im Alter von 14 Jahren ist sie derzeit Erstsemesterin an der Professional Performing Arts High School in Manhattan und das jüngste von vier Kindern.

GIANCARLO ESPOSITO

als

Detective Church

Giancarlo Esposito ist für seine ausgezeichnete Performance in THE USUAL SUSPECTS („Die üblichen Verdächtigen“, 1995) sowie für Parts in mehreren Spike-Lee-Filmen, darunter DO THE RIGHT THING („Do the right thing“, 1989), SCHOOL DAZE („School Daze“, 1988), MO’ BETTER BLUES („Mo’ better blues“, 1990) und MALCOLM X („Malcolm X“, 1992) bekannt. Für seine Darbietung in FRESH (1994) wurde er für einen Independent Spirit Award als bester Schauspieler nominiert. Er erhielt einen „featuring“-Credit in Wayne Wangs hochgelobtem Independentfilm SMOKE („Smoke – Raucher unter sich“, 1995) und stand neben Paul Newman für TWILIGHT („Im Zwielicht“, 1998) vor der Kamera.

Zu Espositos zahlreichen Credits gehören ALI („Ali“, 2001), NOTHING TO LOSE („Nix zu verlieren“, 1997), AMOS & ANDREW („Amos & Andrew – Zwei fast perfekte Chaoten“, 1993), BOB ROBERTS („Bob Roberts“, 1992), KING OF NEW YORK („King of New York – König zwischen Tag und Nacht“, 1990) und THE COTTON CLUB („Cotton Club“, 1984). Er wirkte 1998 in einer Staffel von „Homicide: Life on the Streets“ mit und nahm seine Rolle als Detektiv wieder in der Folge „MOW“ 2000 auf.

Geboren in Kopenhagen, zog Esposito mit seiner Familie von Ort zu Ort, bevor sie sich in Manhattan niederließ, als er fünf war. Er gab sein Broadway-Debüt vier Jahre später in „Maggie Flynn“.

DIE FILMEMACHER

Mikael Håfström

Regie

Mikael Håfström wurde in Lund, Schweden, geboren. Er studierte Film an der Universität von Stockholm und anschließend an der School of Visual Arts in New York. Er startete seine Karriere als freier Filmkritiker und wurde später Regieassistent und Drehbuchautor beim schwedischen Fernsehen, bevor er damit begann, schwedische Fernsehfilme zu inszenieren.

1995 führte Håfström bei seinem ersten Kinofilm, VENDETTA (1995), Regie. Anschließend zeichnete er als Koautor und Regisseur für ausgezeichnete Produktionen wie LEVA LIVET („Days Like This“, 2001) und den für den Oscar® nominierten ONDSKAN („Evil“, 2003) verantwortlich.

Neben ENTGLEIST gehört zu Håfströms aktuellen Projekten STRANDVASKAREN („Drowning Ghost“, 2004).

Lorenzo di Bonaventura

Produktion

Lorenzo di Bonaventura wurde in New York geboren. Sein Vater, Mario di Bonaventura, ist ein international bekannter Dirigent.

Di Bonaventura machte sein Grundstudium in Geschichte am Harvard College und einen Master in Business Administration an der Universität von Pennsylvania’s Wharton School of Business. Er startete seine Profikarriere mit der Leitung einer Fluss-Rafting-Firma und kam später zu Columbia Pictures und arbeitete in den Bereichen Verleih, Marketing und im Büro des Präsidenten.

Im Februar 1989 kam di Bonaventura zu Warner Bros. Während seiner Zeit bei Warner war er in über 130 Produktionen involviert. Zu seinen größten kommerziellen und Kritiker-Erfolgen gehören FALLING DOWN („Falling Down – Ein ganz normaler Tag“, 1993), A TIME TO KILL („Die Jury“, 1996), THE MATRIX („Matrix“, 1999), ANALYZE THIS („Reine Nervensache“, 1999), THE PERFECT STORM („Der Sturm“, 2000), OCEAN’S ELEVEN („Ocean’s Eleven“, 2001), HARRY POTTER AND THE SORCERER’S STONE („Harry Potter und der Stein der Weisen“, 2001), TRAINING DAY („Training Day“, 2000) und SCOOBY DOO („Scooby Doo“, 2002).

Im Januar 2003 gründete Lorenzo di Bonaventura eine Produktionsgesellschaft unter dem Dach von Paramount Pictures. Di Bonaventura Pictures zeichnete unlängst für die Produktion des Hits FOUR BROTHERS („Vier Brüder“, 2005) mit Mark Wahlberg verantwortlich sowie für CONSTANTINE („Constantine“, 2005) und die Postproduktion von DOOM (2005) mit Dwayne „The Rock“ Johnson und Karl Urban.

MARK COOPER

Koproduktion

Als Line Producer oder Koproduzent war Mark Cooper in Filme involviert, die insgesamt acht Oscars® gewonnen haben, außerdem 26 Nominierungen, acht BAFTAS und 31 Nominierungen neben zahllosen internationalen Preisen und Nominierungen. Zu seinen Filmcredits zählen die des Line Producer von Iain Softleys WINGS OF THE DOVE („Die Flügel der Taube“, 1997), John Maddens SHAKESPEARE IN LOVE („Shakespeare in Love“, 1998), Lasse Hallströms CHOCOLAT („Chocolat“, 2000), Nicolas Hytners THE MADNESS OF KING GEORGE („King George – Ein Königreich für mehr Verstand“, 1994) und Tim Fifields I CAPTURE THE CASTLE (2003). Unlängst zeichnete er als Koproduzent für PROOF (2005) mit Gwyneth Paltrow und Anthony Hopkins von John Madden verantwortlich.

Peter Biziou

Kamera

Kameramann Peter Biziou gewann den Oscar® und den BAFTA für seine Arbeit für Alan Parkers Film MISSISSIPPI BURNING („Mississippi Burning – Die Wurzeln des Hasses“, 1988) und wurde für einen BAFTA für THE TRUMAN SHOW („Die Truman Show“, 1998) nominiert. Unter seinen Credits befinden sich auch BUGSY MALONE (1976), MONTY PYTHON’S LIFE OF BRIAN („Das Leben des Brian“, 1979), IN THE NAME OF THE FATHER („Im Namen des Vaters“, 1993), RICHARD III („Richard III.“, 1995), zu seinen letzten Credits zählen Charles Dances Regiedebüt LADIES IN LAVENDER („Ladies in Lavendel“, 2004) und UNFAITHFUL („Untreu“, 2002) für Regisseur Adrian Lynne.

Andrew Laws

Szenenbild

Andrew Laws entwarf zuletzt das Szenenbild für BEYOND THE SEA („Beyond the sea“, 2004), ein Biopic über das Leben des Sängers Bobby Darin, geschrieben, inszeniert, produziert und in der Hauptrolle gespielt von Kevin Spacey. Zu seinen weiteren Credits als Designer gehören ALONG CAME POLLY („... und dann kam Polly“, 2004) mit Jennifer Aniston, DOWN WITH LOVE („Down with love – Zum Teufel mit der Liebe“, 2003) mit Renee Zellweger und Ewan McGregor und PHONE BOOTH („Nicht auflegen!“, 2002) und TIGERLAND („Tigerland“, 2000), beide mit Colin Farrell.

Stuart Beattie

Drehbuch

Nach seinem Abschluss in Kommunikationswissenschaften in seiner Heimat Australien besuchte Stuart Beattie die UCLA und gewann den Diane Thomas Award für sein Studenten-Drehbuch. Dies brachte ihm die Aufmerksamkeit von Agenten aus Los Angeles ein, und von dort an war seine Arbeit im Fluss.

Auf zwei Drehbücher, die in Australien produziert wurden, JOEY („Hier kommt Joey“, 1997) und KICK („Prince of Dance“, 1999), folgte COLLATERAL („Collateral“, 2004), das von Dreamworks gekauft und produziert und mit Tom Cruise und Jamie Foxx in den Hauptrollen ein internationaler Boxofficehit wurde.


    
                                                                                                                         107 Min

Charles Schine (Clive Owen) nimmt täglich den 8:43 Uhr-Zug zur Arbeit. Als er eines Tages diese Bahn verpasst und in der nächsten auf die attraktive Geschäftsfrau Lucinda Harris (Jennifer Aniston) trifft, ändert sich sein Leben für immer: 

Zwischen den beiden herrscht sofort eine magische Anziehungskraft. Aus der Verabredung zum Mittagessen werden schnell Cocktails am Abend. Wenig später landen sie gemeinsam in einem Hotelzimmer. Die zunächst perfekt scheinende Affäre nimmt eine schreckliche Wendung, als plötzlich der gefährliche Verbrecher LaRoche (Vincent Cassel) in ihr Zimmer einbricht, ihnen auf erbarmungslose Weise mitspielt und Charles erpresst. Die Liaison wird zu einem Albtraum, der gefährlicher und intensiver wird, als sie sich hätten vorstellen können. Weil beide verheiratet sind, ist der Weg zur Polizei undenkbar. Charles Leben wird zu einer Hölle aus Lügen, Erpressung, Gewalt und Verbrechen. Er findet sich in einer Welt wieder, die mit seinem früheren Leben nichts mehr zu tun hat …



 


 
 

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