Stepfather Film Trailer

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 16 Jahre
Länge: 101 Min | Kinostart: 31.12.2009 | DVD/BD: 06.05.2010 (DVD) | ©  Sony Pictures | 
 
 
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Hadi Be Oglum

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Die Story zu Stepfather Film Trailer:
Als der schwierige Teenager Michael nach einem Jahr an einer Militärschule nach Hause zurückkehrt, ist seine Mutter Susan schwer verliebt. Sein zukünftiger Stiefvater David wohnt sogar bereits bei ihnen und spricht davon, mit ihnen die perfekte Familie gründen zu wollen. Doch je näher sich Michael und David kennenlernen, desto überzeugter ist Michael, dass David selbst alles andere als perfekt ist. Irgendetwas stimmt mit ihm ganz und gar nicht! Michael recherchiert in Davids Vergangenheit und stößt auf diverse Ungereimtheiten. Als sich seltsame Ereignisse häufen und David zunehmend gereizt und böswillig reagiert, weiht Michael seine Mutter und seine Freundin ein. Doch die halten Michael schlichtweg für paranoid. Aber er lässt sich nicht beirren und während er nach Beweisen sucht, die seine Verdächtigungen bestätigen, bekommt Davids perfekte Fassade tatsächlich erste Risse ... und es wird überdeutlich, dass er sein düsteres Geheimnis unter allen Umständen bewahren will.

Schauspieler:
Penn Badgley, Dylan Walsh, Sela Ward, Amber Heard, Christopher Meloni, Sherry Stringfield, Jon Tenney, Jason Wiles, Skyler Samuels, Braeden Lemasters, Vitaliy Versace, Sean Moran

Hintergrund:
Der eigene Stiefvater, genial diabolisch verkörpert von „Nip/Tuck“-Star Dylan Walsh, stellt in dem spannenden Thriller STEPFATHER das Familienglück auf eine harte Probe. In weiteren Hauptrollen brillieren Newcomer Penn Badgley, Star der TV-Serie „Gossip Girl“,  als Michael, die Golden-Globe®- und mehrfache Emmy®-Preisträgerin Sela Ward („The Day After Tomorrow“) als ahnungslose Mutter und Newcomerin Amber Heard („Ananas Express“) als Michaels Freundin. Regie führte der genre-erfahrene Nelson McCormick („Prom Night“). STEPFATHER ist ein Popcorn-Thriller, der einen in den Sitz nagelt, eine schweißtreibende Achterbahnfahrt, die das Publikum aus sicherer Entfernung genießen kann. Aber die Story hinter dem Thriller (und dem Original von 1987) basiert tatsächlich auf erschütternden Fakten. Die Neuerfindung des Films kam ins Rollen, als Produzent Greg Mooradian ein TV-Special über die 100 besten Horrorfilme aller Zeiten sah, zu denen auch das Original The Stepfather aka. Kill, Daddy, Kill (Spur in den Tod II, 1987) gezählt wurde. Weil es einer der weniger Filme aus dieser Liste war, die Mooradian noch nicht kannte, schaute er ihn sich an und kam mit Produktionspartner Mark Morgan zu dem Schluss: Der Film ist reif für eine Neuverfilmung. Regisseur Nelson McCormick sagt dazu: „STEPFATHER ist zwar ein Remake, aber statt das Original zu kopieren, wollten wir tiefer in die Charaktere eintauchen. Der Original-Stepfather erzählte von einem Mann aus New Jersey, der sich dazu entschloss, seine Familie auszulöschen. Er ermordete seine Frau, seine drei Kinder im Teenageralter und seine Mutter. Anschließend zog er nach Colorado, nahm eine neue Identität an, heiratete und änderte seinen Namen. Erst nach achtzehn Jahren kam die Wahrheit ans Licht. „Das fanden wir faszinierend“, so McCormick weiter. „Die Charakterzüge, die tragischen Defekte, die ihn zum Äußersten trieben – darauf konzentrierten wir uns bei unserer Version von STEPFATHER.“ Damit im Hinterkopf gingen die Filmemacher ans Werk und schufen ihren neuen Stiefvater: David Harris. Das Drehbuch von STEPFATHER steckt voller Bedrohung, die furchterregende Bilder hervorrufen. Um aus der Rolle auf dem Papier einen Bösewicht aus Fleisch und Blut zu erzeugen, wandten sich die Filmemacher an den Schauspieler Dylan Walsh. Walsh hatte mit Regisseur McCormick bereits an der preisgekrönten Erfolgsserie „Nip/Tuck – Schönheit hat ihren Preis“ zusammengearbeitet und dabei seine außerordentliche Vielseitigkeit bewiesen. Aber McCormick wusste auch, dass viele Aspekte von Walshs Talent nach wie vor ungenutzt waren, und hielt ihn für perfekt für die Rolle. „Dylan ist enorm talentiert und versiert“, ergänzt McCormick. „In ,Nip/Tuck‘ kommt das gar nicht so zur Geltung, weil er sich nur in den genau definierten Bahnen seiner Rolle bewegen darf. Aber er kann so viel mehr, er ist so begabt, aus jeder Szene das Beste herauszuholen. Walsh war begeistert, jemanden wie Harris zu spielen. Er wusste, es würde schwierig werden, aber es wäre eine faszinierende Übung, ein aufregendes Experiment: die Gratwanderung zwischen einer glaubwürdigen Person und der köstlichen Personifizierung des Bösen. Gemeinsam schufen Walsh, McCormick und die anderen Filmemacher eine furchterregende Hauptfigur, die mit einem Fuß fest in der Realität verwurzelt ist. Denn sie wussten: ein glaubwürdiger Killer, der tatsächlich gelebt hat, machte das Ganze noch beängstigender „Dylan und ich suchten lange nach einer rationalen Erklärung, warum die Figur macht, was sie macht“, sagt McCormick. „Harris möchte wirklich ein Familienleben haben und er täuscht sich selbst mit der Illusion, dass das Glück von ganz allein folgt, sobald er eine vermeintlich glückliche Familie vorweisen kann. Seine Logik ist ganz einfach: Finde eine Frau mit Kindern, an die du dich dranhängen und an denen du dich orientieren kannst, dann klappt das schon mit dem Familienleben. Über seine Figur sagt Walsh: „Man muss sich einen Typen vorstellen, der davon besessen ist, ein Familienpatriarch im Stil der 50er Jahre sein zu wollen – der ungekrönte König am Tisch. Harris sehnt sich so sehr danach, dass er nach verletzlichen Frauen Ausschau hält, verwitwet oder geschieden mit Kindern, die er vereinnahmen kann, um das Familienoberhaupt zu spielen. Dabei meint er es gar nicht böse; er ist gut zu ihnen und fühlt sich durch diese guten Taten umso mächtiger „Das Problem ist nur“, so Walsh weiter, „Familienstrukturen und Familienleben haben sich seit den 50er Jahren völlig verändert. Ich bin selbst Vater und weiß, dass dieses ganze Hausherren-Gehabe passé ist. Wir haben uns weiterentwickelt, Fortschritte gemacht, und es findet ein gleichberechtigter Austausch statt – keiner ist mehr der Chef mit Allmachtsanspruch. Das Familienleben ist filigraner geworden, mit vielen Grauzonen, durch die man sich mit Finesse navigieren muss, was viel anstrengender ist. Und die Diskrepanz zwischen diesen beiden unterschiedlichen Lebensentwürfen macht Harris schier wahnsinnig. Er ist ein Kontrollfreak und wenn er die Kontrolle verliert, weiß er sich nicht anders zu helfen, als seine Familie umzubringen. „Er wählt die perfideste aller Problemlösungen: alle umbringen und dann in der nächsten Stadt das ganze Spiel von vorn anfangen“, ergänzt McCormick. Ein Serienkiller ist schon schrecklich genug, aber die Tatsache, dass Harris ein zukünftiger Stiefvater sein wird, verleiht der Story eine ganz neue Dimension des Horrors. Dazu Walsh: „Stiefväter sind so alltäglich geworden, weil immer mehr Patchwork-Familien existieren. Stiefväter, Stiefmütter, Kinder aus vorangegangenen Ehen. Man bringt jemand Neues in eine sehr private, intime Familiensituation. Genau damit spielt unser Film, mit der Angst vor der Frage: ,Wer ist diese Person, die ich in diesen geschlossenen Kreis einführe?‘ Wie bereits erwähnt stand Walsh vor einem gewaltigen Drahtseilakt. Einerseits musste er Harris „normal genug“ spielen, damit es den anderen Charakteren nicht weiter auffällt. Andererseits musste er böse genug spielen, damit es dem Publikum Spaß bringt zuzusehen, wie er versucht, sein wahres Ich zu verbergen „Unser Film ist kein ,Whodunit‘, wir kennen ja den Täter“, lacht Walsh. „Es geht eher um diese kribbelige Spannung, die entsteht, wenn man hilflos mitansehen muss, wie diese ahnungslose Familie einen Mann aufnimmt, der gerade seine eigene Familie abgeschlachtet hat. ,Wie wird das ausgehen? Wer wird sich als Held entpuppen? Was wird Harris zum Verhängnis?‘ Das sind die interessanten Fragen. McCormick ergänzt dazu: „Was uns am Original besonders fasziniert hat, war die Eröffnungssequenz. Die wollten wir unbedingt beibehalten und dem Publikum ebenfalls gleich zu Beginn klarmachen, dass die Hauptfigur ein Mörder ist. Es stockt einem der Atem, wenn man jemandem seelenruhig bei der Morgentoilette zusieht, der von den Leichen der Menschen umgeben ist, die er am Abend zuvor getötet hat. „Was Charakterzeichnung angeht, wird man schwerlich eine komplexere Figur finden“, fügt Walsh an. „Er muss absolut harmlos wirken, wenn man ihn ansieht. Erreicht man diesen Effekt nicht, funktioniert seine zweite – mörderische – Seite auch nicht. Und wenn das nicht funktioniert, hat man keinen Thriller. Das war mir durchaus bewusst, aber ich habe versucht, nicht zu oft daran zu denken, um es einfach geschehen zu lassen. Über Walsh sagt McCormick: „Dylan ist eine sehr sorgfältige Performance gelungen, bei der man, auch wenn man sie ein zweites Mal sieht, noch verschreckt ausruft: ,Verdammt, er ist total wahnsinnig und sie merken es einfach nicht!‘ Aber beim ersten Mal ist einem noch völlig klar, warum sie auf ihn reinfallen: Er ist sehr charmant und ein Gentleman. „Mir hat die Rolle viel Spaß gebracht, mehr als alles andere in der letzten Zeit“, so Walsh. Als Gegenpol zu einem dermaßen teuflischen Bösewicht braucht man natürlich einen starken Helden. Der wird in STEPFATHER von einem begabten jungen Schauspieler verkörpert, dem attraktiven Herzensbrecher Penn Badgley. Badgley, vor allem durch seine Rolle in dem TV-Serienhit „Gossip Girl“ bekannt, war ganz versessen auf die Rolle von David Harris’ zukünftigem Stiefsohn Michael. Dafür tauschte er gerne das Upper-East-Side-Drama gegen Vorstadtthriller ein. Auch Badgley interessierte an STEPFATHER ein Aspekt, den Walsh bereits erwähnt hat: dass man weiß, wer der Mörder ist. „Der Killer steht von Anfang an fest“, sagt er. „Diese gebeutelte Familie, die sich mit diesem Typen wieder stabilisieren möchte, setzt aufs falsche Pferd. Die Spannung entsteht durch die Angst, dass gleich etwas Schreckliches passieren könnte. Das macht den Film so unterhaltsam … und furchterregend. „Die Warterei auf das Unvermeidliche macht den besonderen Reiz des Film aus“, ergänzt McCormick. „Dieses langsame Entwirren des Knotens sorgt für mordsmäßige Spannung, die einem auf den Magen schlägt. Für den Zuschauer ist das befriedigend und schmerzhaft zugleich – deshalb macht unser Film so viel Spaß. Die Daumenschrauben ziehen bis zum Ende gnadenlos an, bis man sich schließlich selbst wie eines der Familienmitglieder fühlt, das ums Überleben kämpft. So sehr identifiziert man sich mit den Charakteren.“ „Das Publikum weiß die ganze Zeit Bescheid“, ergänzt er, „und die Charaktere handeln ziemlich unüberlegt und impulsiv. Meine Figur, Michael, übernimmt sozusagen die Rolle des Publikums, weil er mehr sieht und hört als die anderen.“ Badgley gefiel vor allem das Dilemma, in dem Michael steckt, denn der ist von der Bösartigkeit seines zukünftigen Stiefvaters felsenfest überzeugt, nur glaubt ihm niemand. „David erscheint allen als perfekt … außer, dass er ein Serienkiller ist“, lacht Badgley. „Zuerst bemüht sich David sehr darum, Michael für sich zu gewinnen. Aber er ist offensichtlich etwas durchgeknallt und Michael sieht das, weshalb er sich in seinem eigenen Zuhause wie ein Fremder fühlt.“ Michael ist derjenige, mit dem das Publikum zittert und mit dem es sich identifiziert. Und für Michaels Lage gibt es auch keinen einfachen, billigen Ausweg, denn er kann nicht einmal seinen eigenen Gedanken trauen. „Das ist für ihn sehr eigenartig“, sagt Badgley. „Jeder ist gegen ihn; alle halten ihn für paranoid. Und er traut sich nicht, es noch jemandem zu erzählen, weil es sich so verrückt anhört, wenn man seinen Stiefvater für einen Mörder hält. Selbst als es ihm immer wahrscheinlicher vorkommt, denkt Michael, das es doch totaler Wahnsinn ist.“ Badgley war, wie den Filmemachern, ausgesprochen wichtig, dass auch seine Performance sehr wirklichkeitsnah wirkte. „Wir probten sehr viel, wobei wir der Rolle so viel Tiefe wie möglich geben wollten“, sagt er. „Ich erinnere mich noch an einen Satz, der immer wieder fiel: ,Hoffentlich würde der Film auch ohne die ganzen Morde gut funktionieren.‘ Schließlich geht es immer noch um eine Familie, die versucht, wieder auf die Beine zu kommen, und um eine angespannte Beziehung des ältesten Sohnes zu seinem Stiefvater, wenn man das Serienkiller-Element ausklammert.“ Michael hasst seinen Stiefvater im Film, aber Badgley arbeitete sehr gern mit Ko-Star Walsh zusammen, obwohl beide etwas Abstand hielten, um ihre behutsamen Porträts nicht zu verwässern. „Er war anfangs sehr ruhig, genau wie ich. Wir haben nicht gerade viel miteinander geredet“, erzählt Badgley. „Aber er war sehr engagiert und leidenschaftlich bei der Sache und hatte mit einer schwierigen Rolle zu kämpfen.“ Der junge Schauspieler bewunderte Walshs Verwandlung in den „bösen Stiefvater“. „Er setzt diese Grimasse auf“, sagt Badgley, „diese düstere Maske, in der sein Gesicht erstarrt. Ich habe keine Ahnung, wie er das macht – sein Mund klappt auf und seine Wangen hängen herab und er setzt diesen Killerblick auf. Es ist wirklich gruselig.“ Walsh lobt seinen Ko-Star ebenfalls in den höchsten Tönen. „Penn ist sehr nachdenklich“, sagt er. „Er drückt sich sehr gewählt aus und für sein Alter besitzt er eine außergewöhnliche Reife. Er ist ein smarter Typ. Ich mag seine ganze Art – er arbeitet hart und ist auf eine zurückhaltende Weise sehr witzig.“ Bieten Walsh und Bagley in STEPFATHER dem Publikum schon etwas völlig anderes, als man von ihnen bisher kannte, war der Horrorthriller für Sela Ward, die Michaels Mutter Susan spielt, ein völliger Sprung ins eiskalte Wasser. Die Schauspielerin gibt freimütig zu, dass sie das Genre eigentlich überhaupt nicht mag. „Ich gucke solche Filme nicht, weil sie mich zu Tode ängstigen“, lacht sie. „Aber wenn ich so an die alten Hitchcock-Thriller zurückdenke, die ich in meiner Jugend gesehen habe, dann waren das immer hochinteressante und aufregende Filme. Meine größte Hoffnung war, wir würden eine Art Gegenstück dazu schaffen und ich denke, das ist uns gelungen. Der Film erinnert sehr an Hitchock-Thriller. Er sieht fabelhaft und stilvoll aus und ist unglaublich spannend. Man wartet die ganze Zeit gespannt auf den Moment der Wahrheit und das macht immer am meisten Spaß.“ Sela Ward erinnert sich noch daran, wie sie mit Regisseur McCormick zusammensaß und sich für die Rolle entschieden hat. „Das Skript hatte ich bereits gelesen und ich mag Dylan Walsh sehr gern und kannte auch Penn Bagdley – ich wusste, ich würde mit guten Schauspielern zusammenarbeiten. Ich sagte, ,Nelson, ich mache es nur, wenn du mir versprichst, dass du mich beschützt, denn ich bin es nicht gewohnt, gegen Gummimesser anzuschreien.‘ Es ist schwierig, auf Gummimesser angemessen zu reagieren und Schreien gehört nicht gerade zu meinen Stärken. Ich komme aus einer Welt, in der man vernünftig miteinander redet, deshalb war STEPFATHER für mich eine große Herausforderung.“ Sie fügt an: „Das Schwierigste für mich war, wirklich Zeter und Mordio zu schreien. Dabei hat man immer Angst, maßlos zu übertreiben. Ich hätte aber niemals gedacht, dass es so knifflig werden würde – man sollte das wirklich nicht unterschätzen. Auf dem Papier sah alles kinderleicht aus, aber die Wahrheit ist, dass ich große Probleme damit hatte, diese Angst glaubwürdig auszudrücken. Das ist eine so überhöhte Realität, dass man ganz schnell ins Unglaubwürdige abrutscht. Für mich war es die größte Überraschung, dass ich tatsächlich in der Lage war, Terror und Angst überzeugend rüberzubringen. Ich habe bei den Dreharbeiten wirklich viel gelernt. Man hofft, so realistisch wie möglich zu wirken; dass die Story so gut funktionierte, war mir dabei eine große Hilfe.“ Der Zugang zu ihrer terrorisierten Figur gelang Ward, weil sie sich immer wieder vergegenwärtigte, wie normal Walshs David Harris anfangs wirkt. „Wer weiß schon, wie viele Frauen in der gleichen Situation waren?“, überlegt sie. „All diese Ted Bundys dieser Welt, charmant, gutaussehend und smart. Man bräuchte nicht lange zu überlegen, ob man mit ihnen essen gehen würde – und plötzlich entpuppen sie sich als komplette Psychos. Dieser Film fleht einen förmlich an, sich zu fragen: ,Auf wen hast Du Dich eingelassen? Wen lässt Du in Dein Leben?‘“, erzählt Ward weiter. „Wir sind aus einer Generation, die es noch gewohnt ist, anderen Menschen zu trauen. Aber heutzutage ist alles so flüchtig und unverbindlich und ohne Gemeinschaftssinn geworden, dass man sehr vorsichtig sein muss, mit wem man sich abgibt. Man weiß doch nicht mal mehr, was der Nachbar so treibt.“ In Meridian, Mississippi, woher ich stamme, hätte mich jemand auf der Straße anhalten und sagen können, ,Hi, ich bin der Cousin von dem –und dem und wollte dich schon so lange kennenlernen. Gehen wir einen Kaffee trinken?‘ ,Klar, warum nicht?‘, würde ich antworten, weil ich genau wüsste, dass das überschaubar und sicher wäre. Unser Film wirft einen interessanten Blick darauf, wie groß und unübersichtlich die Welt heutzutage geworden ist – und wie gefährlich sie sein kann.“ Persönlich findet die Schauspielerin Susans Dilemma auf jeden Fall nachvollziehbar. „Frauen waren immer schon empfänglich für Männer, von denen sie begehrt werden und die ihnen ihre volle Aufmerksamkeit schenken“, sagt sie. „Besonders, wenn sie eine Scheidung hinter sich oder ein gewisses Alter überschritten haben, sind sie sehr verwundbar und empfänglich dafür, und das ist ja auch das Beängstigende daran. STEPFATHER ist einer dieser Filme, bei denen man denkt, ,Mein Gott, das könnte mir auch passieren‘.“ McCormick ergänzt, „Susan merkt gar nicht, wie sehr sie sich nach einer festen Beziehung sehnt. Nach jemandem, der stolz darauf ist, an ihrer Seite zu sein; bis sie diesen Typen kennenlernt. Da spürt sie in sich wieder diese Flamme, die vor langer Zeit erloschen ist und sich doch so gut anfühlt. Ich glaube, es gibt viele Menschen, die irgendwann in ihrem Leben an diesen Punkt gelangen, wo sie sich fragen, ,Warum kann ich nicht glücklich sein wie alle anderen auch?‘. Genau da befindet sich Susan, als sie David kennenlernt, weshalb sie einige seiner versteckten Fehler und miesen Charakterzüge einfach übersieht. Normalerweise ist man zu so etwas ja auch erst in der Lage, wenn die Beziehung komplett in die Brüche gegangen ist. Dann fragt man sich vielleicht, ,Was habe ich mir eigentlich dabei gedacht?‘“ Vervollständigt wurde das Ensemble durch Michaels Freundin Kelly, die sich die Filmemacher als typisches „Mädchen von nebenan“ vorstellten. Als sie sahen, wie gut die Schauspielerin Amber Heard und Penn Bagdley bei den Vorsprechterminen miteinander harmonierten, wussten sie, dass sie ihr die Rolle einfach geben mussten. „Sie hatten so viel Spaß miteinander und das entpuppte sich als sehr wichtiger Faktor“, sagt McCormick. Heard freute sich auf die Arbeit und fand sofort einen Zugang zu ihrer Rolle. „Mir gefiel, wie wichtig Kelly für die Familie ist“, sagt sie. „Sie ist zwar nur die Freundin, aber sie ist schon so lange mit Michael zusammen und deshalb ein wichtiges Familienmitglied geworden. Und als alles zusammenbricht, hat sie eine sehr entscheidende Funktion in den letzten Szenen.“ Der Regisseur war sehr froh, als Amber Heard an Bord kam. „Sie hat das Talent, sich unmittelbar in jede Situation einzubringen. Das war sehr schön, denn Penns Figur ist sehr schweigsam und zurückhaltend und sie holt ihn da wunderbar heraus“, sagt McCormick. Über ihren Leinwand-Freund (Bagdley) sagt Heard: „Er ist großartig. Sehr nett, sehr talentiert und sehr konzentriert.“ Zu Walsh fällt ihr ebenfalls nur Gutes ein: „Dylan ist ein fantastischer Schauspieler“, sagt sie. Nach der harten Arbeit am Film sind der Cast und die Filmemacher verständlicherweise ganz versessen darauf, dass das Publikum STEPFATHER jetzt endlich erleben kann. „Man sieht diese Charaktere, diese armen Leute, die nicht wissen, wie schlimm alles werden wird“, sagt Heard. „Und dabei möchte man ihnen die ganze Zeit zurufen, ,Schnell, dreh’ dich um! Mach’ die Augen auf! Guck’ da rüber!‘ – Man sitzt wie auf Kohlen. Es ist aufregend, psychologisch und emotional aufwühlend … und ein großer Spaß.“ Badgley fasst seine Wünsche folgendermaßen zusammen: „Ich hoffe, dass sich das Publikum zu Tode ängstigt. Ich hoffe, dass sie gepackt werden. Es ist unsere Aufgabe, sie bestens zu unterhalten. Ich hoffe, dass uns das gelungen ist. Und vielleicht wird so mancher nach Hause zu seinen Stiefeltern gehen und erst mal checken, was sich unter dem Bett befindet.“ Dylan Walsh sagt, seine Figur möchte gern der „König im Schloss“ sein. Um dieses perfekte „Schloss“ für den teuflischen Stiefvater zu erschaffen, verpflichteten die Filmemacher den Produktionsdesigner Steven Jordan. „Ich behandle meine Sets grundsätzlich wie eigenständige Charaktere des Films“, sagt Jordan. Um das Haus in STEPFATHER zu „besetzen“, musste Jordan ein Gebäude finden, das alles in sich vereinte, was das Drehbuch vorgab. Etwas, das sich für die Stunts und die Eigenheiten der Story gleichermaßen eignete. „Wir entschieden uns für ein ,Craftsman‘-Haus, weil dieser Baustil auf der Leinwand einfach am besten wirkt – ein teurer erster Stock, sehr geräumig und mit vielen außergewöhnlichen Ausleuchtungsmöglichkeiten“, so Jordan. „In Pasadena suchten wir ausgiebig nach einem passenden ,Craftman Home‘; es musste einen Swimmingpool haben, die Räume mussten auf eine bestimmte Art und Weise miteinander verbunden sein und wir brauchten einen dritten Stock als Dachboden.“ Weil der Film in Portland, Oregon, angesiedelt sein sollte, durfte es kein Haus sein, vor dem Palmen standen – was im palmengesäumten Pasadena nicht so leicht zu finden ist. Schließlich entdeckten sie einige Häuser, die zumindest zwei der drei Voraussetzungen erfüllten, und verliebten sich geradezu in ein Gebäude, das perfekt war … bis auf den Umstand, dass es nur zwei Stockwerke hatte. Um das Problem zu lösen, „ließ ich das Design-Team einen Dachboden bauen, den wir als dritten Stock auf das eigentliche Dach des Haus setzten und so anmalten, dass es zum Rest passte. Damit waren wir ziemlich erfolgreich“, lacht Jordan. „Die Nachbarn hatten das Gefühl, es wäre schon immer dreistöckig gewesen.“ Sie drehten im Haus und nutzten das – jetzt dreistöckige Gebäude – ebenfalls für Außenaufnahmen, darunter auch für den Höhepunkt des Films, den Schlusskampf, der sich vom Dachboden bis in den Garten zieht. Für Innenaufnahmen des Dachbodens wurde der dritte Stock noch einmal im Studio nachgebaut. Wenn man einen Film in einem tatsächlichen Gebäude dreht, gehört es zu den schwierigsten Aufgaben, die nötigen Voraussetzungen für abwechslungsreiche Beleuchtung, dramatische Kamerabewegungen und genügend fesselnde Kamerapositionen zu schaffen. Jordan konzentrierte sich darauf, „ein Set mit viel räumlicher Tiefe, vielen Fenstern und außergewöhnlicher Architektur zu schaffen.“ Darüber hinaus arbeiteten er und sein Team sehr hart daran, dass das Haus einen realistischen und bewohnten Eindruck machte. „Es ist so wichtig, einen Ort zu kreieren, der die Schauspieler motiviert und an dem sie sich zu Hause fühlen“, sagt Jordan. „Die Ausstatter verbringen viel Zeit damit, die Charaktere durch die Gestaltung der Sets mitzuentwickeln.“ Gemeinsam mit den Schauspielern suchte das Design-Team nach Antworten auf Fragen wie Wo bezahle ich Rechnungen? Wo steht mein Computer? Wo ist der Mülleimer, damit ich ihn benutzen kann, wenn ich am Computer sitze und meine Rechnungen bezahle?“ Jordan gibt ein Beispiel: „Selas Figur haben wir zur Köchin und Sammlerin gemacht.“ Ihre Wohnung ist mit Roseville-Porzellan vollgestellt. „Roseville-Porzellan zu nehmen, war sehr naheliegend, weil es sehr gut zu dem altmodischen Haus passte und in den westlichen Bundesstaaten sehr häufig vorkommt.“ Um dem Thriller-Genre Rechnung zu tragen, spickten die Ausstatter das Haus sorgfältig mit „Massenvernichtungswaffen in jedem Raum“, lacht Jordan. „Dabei muss man natürlich sehr nuanciert vorgehen. Messer und Waffen überall, aber so subtil untergebracht, damit das Publikum selbst eine Ahnung entwickelt und nicht mit der Nase darauf gestoßen wird.“ Ob mit oder ohne Messer, auch Jordan wiederholt das Mantra, das schon der Regisseur und die Schauspieler von STEPFATHER beteten. „Der ganze Film musste zwingend realistisch wirken“, sagt er. Beim Filmemachen „werden wir alle, egal in welcher künstlerischen Funktion, zu Geschichtenerzählern.“

Technikinfos:
Bildformat: 2,40:1; Ton: SR, SRD, SDDS


 

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