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Henri 4 Film Trailer

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 12 Jahre
Länge: 155 Min | Kinostart: 04.03.2010 | DVD/BD: 15.09.2010 (DVD&BD) | ©  Centralfilm | 
 
 
Trailer

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Henri 4 Film Trailer

Christopher Robin

Christopher Robin
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Henri 4 Film Trailer: Infos & Links

Ausschnitte aus dem Film 1
Ausschnitte aus dem Film 2

Die Story zu Henri 4 Film Trailer:
Frankreich im 16. Jahrhundert. Der mächtigste Staat Europas wird von einem Glaubenskrieg zerrissen: Auf der einen Seite kämpft die Mehrheit der Katholiken, vertreten durch den Königshof in Paris. Auf der anderen Seite stehen die Protestanten, die man hier Hugenotten nennt. Zunächst sind sie nur eine kleine Minderheit, bald aber bekommen sie Zulauf von allen, die mit der Regierung in Paris unzufrieden sind. Dort herrscht Katharina de Medici. Sie will den Thron mit aller Macht für ihre drei Söhne sichern. Doch im Süden Frankreichs, im kleinen Königreich Navarra, wächst ihr ein Gegner heran, von dem sie noch nichts ahnt: der Hugenotte Henri, Prinz von Navarra. Auf vielen Schlachtfeldern reift er zum jungen Mann, aber er akzeptiert nicht länger, dass der blutige Krieg gegen seine Landsleute Gottes Wille sein soll. Überraschend trifft seine Mutter Jeanne d’Albret im Heerlager ein und überbringt einen Brief aus Paris: Katharina de Medici wünscht Henris Hochzeit mit ihrer Tochter Margot – zwischen Hugenotten und Katholiken soll endlich Frieden geschlossen werden. Jeanne drängt ihren Sohn, das Angebot anzunehmen. Katharinas Söhne leiden an einer rätselhaften Blutkrankheit – sollten sie sterben, wäre Henri König von Frankreich. Henri akzeptiert und heiratet Margot. Doch das Hochzeitsfest endet im Blutbad der Bartholomäusnacht: Während dreißigtausend Hugenotten niedergemetzelt werden, bleibt Henri verschont. Katharina de Medici stellt ihn im Louvre unter Hausarrest. Sie zwingt ihn, seinem protestantischen Glauben abzuschwören und zum Katholizismus zu konvertieren. Als Karl IX. an Leukämie stirbt, besteigt sein Bruder D’Anjou den Thron als König Henri III .. Er hält den Gefangenen für seinen Freund – ein folgenschwerer Irrtum, denn bei der ersten Gelegenheit ergreift Henri die Flucht. Er kehrt in seine Heimat zurück, bekennt sich zu seinem ursprünglichen Glauben und setzt mit seinen Hugenotten den Glaubenskrieg fort. Dabei ist die Religion für ihn nicht wichtig, er will vielmehr ein Reich erschaffen, das sich auf humanistische Gedanken gründet. Er kämpft für Frieden und Toleranz. In einer Atempause zwischen zwei Schlachten lernt er die Liebe seines Lebens kennen: Gabrielle d’Estrées. Als Katharinas jüngster Sohn D’Alençon an der Blutkrankheit stirbt, ist D’Anjou der letzte Spross des Königsgeschlechts. Doch die Tage des Königs Henri III . sind gezählt. Als er ermordet wird, besteigt Henri von Navarra den Thron als Henri IV. Margot hofft nun, an der Seite ihres Mannes über Frankreich herrschen zu können. Aber Henri setzt beim Papst die Annullierung seiner Ehe durch. Er möchte die von ihm geliebte Gabrielle zur Königin erheben. Die Hochzeit findet nicht mehr statt, Gabrielle wird von seinen Feinden vergiftet. Mit dem Tod seiner Geliebten erlischt in Henri jedes Gefühl. Er hält sich für schuldig an ihrem qualvollen Ende. Aus Gründen der Staatsräson heiratet er die reiche Italienerin Marie de Medici. Als Marie einen Thronerben geboren und ihre Machtposition am Hofe gefestigt hat, beauftragt sie einen Attentäter: Henri IV. stirbt am 15. Mai 1610 durch zwei Messerstiche.

Schauspieler:
Julien Boisselier, Joachim Krol, Roger Casamajor, Andreas Schmidt, Armelle Deutsch, Chloe Stefani

Hintergrund:
In ihrem internationalen Kinospielfilm HENRI 4 zeigen Produzentin Regina Ziegler und Regisseur Jo Baier, wie aktuell Heinrich Manns historischer Romanklassiker HENRI QUA TRE noch immer ist: Frankreich im 16. Jahrhundert. Glaubenskriege zerrütten das Land. In dieser Zeit voll Hass und Fanatismus will ein Mann Frieden, Glaubensfreiheit und Gerechtigkeit für sein Volk erstreiten: Henri Quatre. Er gilt als erster Humanist auf einem europäischen Thron und er kämpfte in einer unmenschlichen Zeit für die Würde des Menschen. Eine Aufgabe, die von Anfang an aussichtslos schien und bis heute – 400 Jahre danach – noch nicht gänzlich eingelöst ist. Henris Vision aber von einem menschenwürdigen Zusammenleben aller Religionen und Kulturen hat Europa geprägt und macht den Film brisant und aktuell. HENRI 4 entstand nach mehrjähriger Vorbereitung an Originalschauplätzen in Frankreich, Deutschland und der Tschechischen Republik, mit französischer, deutscher, österreichischer, tschechischer und katalanischer Besetzung.

Technikinfos:
Bildformat: 35mm/2,35; Ton: 5.1 Dolby Digital SRD


 

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Henri
König von Navarra – HENRI IV., König von Frankreich


Henri wurde am 13. Dezember 1553 im Schloss Pau in den südwestfranzösischen Pyrenäen geboren – an der Grenze zur französischen Region Béarn – Er war der Sohn des katholischen Herzogs von Vendôme, Anton von Bourbon, und der protestantischen Königin von Navarra, Jeanne d’Albret. Als Wiege fungierte der Panzer einer Meeresschildkröte, der noch heute existiert.

Jeanne ließ ihren Sohn in den rauen Pyrenäen aufwachsen. Dort spielte er mit den Dorfjungen und vergnügte sich mit den Bauernmädchen. Er kannte das Leben der einfachen Leute und pflegte ihren Lebensstil. Er war ein Genuss-Mensch: Er aß gern, trank viel, begeisterte sich für Ball- und Brettspiele und er liebte die Mädchen, von denen er sich schon sehr früh sexuell angezogen fühlte. Seine Mutter lehrte ihn, die Natur und sein Land zu lieben und seinen Glauben zu achten. Henri liebte seine Mutter über alles und schwor ihr, alle Katholiken zu hassen bis an sein Ende. Er ahnte nicht, das der im kindlichen Übermut ausgesprochene Satz „Aut vincere aut mori! – Siegen oder Sterben!“ zum Leitspruch seines Lebens werden würde.

Schon als Kind machte Jeanne ihn zum Heerführer ihrer Armeen und schickte ihn in den Krieg gegen die Katholiken. Angetrieben von der Vision, König eines befriedeten Landes zu werden, schlachtete er seine Feinde und verlor viele Freunde. Er war ein harter Krieger, ein Kind seiner Zeit, gleichzeitig war er ein Liebender – darin lag der unlösbare Konflikt, der ihn zu zerstören drohte: Das Ringen um Frieden, Einheit und Wohlstand seiner Nation verlangte Härte, die seinem inneren Wesen fremd war.

Nach dem Tod der erbberechtigten Söhne von Katharina de Medici erhob Henri als Erster Prinz von Geblüt Anspruch auf die französische Krone. Doch erst nach seinem Übertritt zum Katholizismus konnte er Frankreichs Thron besteigen. Er war der erste König aus dem Haus Bourbon. Henri IV. baute das zerrüttete Land wieder auf. Das Edikt von Nantes, das allen Bewohnern seines Königreiches freie Religionsausübung zusicherte, war einer der bedeutendsten Erlasse seiner Regierungszeit. Mit Hilfe seines Freundes Rosny, des späteren Herzogs von Sully, der ab 1597 Finanzminister war, erlebte Frankreich einen wirtschaftlichen Aufschwung. Der Straßenbau und die Landwirtschaft wurden modernisiert.

Henri ließ Kanäle und Häfen anlegen und hob die Zölle für Getreide auf. Der Staatshaushalt war nach der Tilgung einer 200-Millionen-Livres- Staatsschuld ausgeglichen, die Verwaltung reorganisiert. Überflüssige königliche Ämter wurden abgeschafft. Die Gewalt ist stark. Stärker ist die Güte. Die Begegnung mit der Philosophie des Humanismus hat sein Leben verändert. Henri blieb sich selbst treu. Er wollte ein menschlicher Herrscher sein. In dieser frühen Phase der Aufklärung widerstrebte ihm der Gedanke an Gottesgnadentum, er wollte Frankreich zum „Vorposten der menschlichen Freiheiten“ gestalten.

In einem Gespräch mit Karl Emanuel I. von Savoyen äußerte Heinrich den Wunsch: „Wenn mir Gott zu leben erlaubt, werde ich dafür sorgen, dass es in meinem Land keinen Bauern gibt, der sonntags nicht sein Huhn im Topf hat!“ („Si Dieu me prête vie, je ferai qu’il n’y aura point de laboureur en mon royaume qui n’ait les moyens d’avoir le dimanche une poule dans son pot!“). Er hat sein Ziel erreicht. Henri war ein großer Herrscher und Liebhaber, obwohl seine äußere Erscheinung dagegen spricht: Er war klein, drahtig, schon mit 34 Jahren völlig ergraut. Sein Gesicht war gegerbt wie die Haut eines Seefahrers.

Das Leben auf dem Schlachtfeld hatte ihn nachhaltig geprägt: Weil er ständig zu Fuß oder im Sattel unterwegs war, legte er wenig Wert auf Äußerlichkeiten. Frauen aus höheren sozialen Schichten beklagten, dass er nach Schweiß und Pferdemist roch. Henri war auch nicht überdurchschnittlich gebildet, er beherrschte die Umgangsformen bei Hofe nicht. Er konnte zwar reiten und kämpfen, aber die Esskultur blieb ihm bis zu seinem Lebensende fremd. Was machte ihn also zum Liebling so vieler Frauen? Seine Natürlichkeit, seine Leidenschaft, sein Charme, sein Sinn für Gerechtigkeit – und die Gabe, seine Gefühle zu zeigen, mit Leidenschaft zu arbeiten, zu lieben und zu genießen.

Zeitlebens blieb er den einfachen Menschen tief verbunden. Oft mischte er sich inkognito unter sein Volk, um zu erfahren, wie seine Politik aufgenommen wurde. Er war immer großzügig – politisch wie materiell. Nicht selten entschädigte er die Bauern für die von ihm verursachten Kriegsschäden. Henri war in erster Ehe mit Marguerite de Valois (Margot) verheiratet. 1599 verlobte er sich mit Marie de Medici, die damals als die reichste Erbin Europas galt. Nachdem im Dezember die Ehe mit Margot durch Papst Klemens VIII . annulliert wurde, konnte die Heirat zwischen Marie und Henri stattfinden. Grund für die Annullierung der ersten Verbindung war die Kinderlosigkeit der Ehe.

Henri IV. starb mit 57 Jahren am 14. Mai 1610 durch die Hand François Ravaillacs, der im Auftrag von Henris Frau Marie handelte. Bis heute ist aber nicht zweifelsfrei geklärt, ob der Attentäter nicht doch andere Auftraggeber hatte – die Zahl der Attentate auf den König waren – mit 18 Versuchen – außergewöhnlich hoch. Der Dauphin, Maries Sohn, wurde im Alter von neun Jahren als Ludwig XIII . Henris Nachfolger. Die Regierungsgeschäfte führte seine Mutter, die kurz zuvor zur Königin gekrönt worden war.