Percy Jackson Film Trailer - Diebe im Olymp

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 12 Jahre
Länge: 120 Min | Kinostart: 11.02.2010 | DVD/BD: 16.07.2010 (DVD) | ©  Twentieth Century Fox | 
 
 
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Percy Jackson Film Trailer - Diebe im Olymp

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Percy Jackson Film Trailer - Diebe im Olymp: Infos & Links


Special: die Götter
2 Specials: Spielplatz der Götter
Special: die Hauptfiguren des Films

Noch ein Trailer zum Film
3ter Trailer zum Film
4ter Trailer zum Film

Ausschnitte
Backgroundinfos zum Film
Filmplakate: die Helden des Films
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Logan Lerman dreht private Videos bei YouTube

Die Story zu Percy Jackson Film Trailer - Diebe im Olymp:
Eigentlich hätte es ein ganz normaler Schulausflug werden sollen. Aber als sich Percys (Logan Lerman) Mathelehrerin in eine rasende Rachegöttin verwandelt und über ihn herfällt, ahnt er, dass hier irgendwas nicht stimmt. In letzter Sekunde kann er sich in das Halbblut-Camp retten und lernt eine ganz neue Welt der Götter und Halbgötter kennen. Percy erfährt, dass er einer von ihnen ist und besondere Fähigkeiten besitzt. Und die hat Percy schon bald dringend nötig. Denn er wird beschuldigt den Herrscherblitz von Zeus (Sean Bean) gestohlen zu haben. Gemeinsam mit seinen Freunden Grover (Brandon T. Jackson), einem Satyr und Annabeth (Alexandra Daddario), einer Tochter der Athene, begibt er sich auf die abenteuerliche Reise nach dem verlorenen Herrscherblitz und dem eigentlichen Dieb.

Schauspieler:
Kevin McKidd, Pierce Brosnan, Uma Thurman, Sean Bean, Logan Lerman, Melina Kanakaredes, Jake Abel, Brandon T. Jackson

Hintergrund:
Den mythologischen Hintergrund, vor dem sich die Abenteuer des Percy Jackson zutragen, kennen wir vor allem aus den Werken des griechischen Dichters Homer. Er schrieb im 8. Jahrhundert vor Christus die beiden Heldensagen Ilias und Odysee, in denen er über Ereignisse berichtet, die 400 Jahre zuvor in Troja stattgefunden haben sollen. Aus diesen beiden Werken erfahren wir viele Details über die griechischen Götter, Halbgötter und Helden - aber auch vom griechischen Autor Hesiod wissen wir einiges über die griechische Mythologie. Das erste Göttergeschlecht, das aus der Vereinigung des Himmels (Uranos) und der Erde (Gaia) hervorging, waren die Titanen. Der jüngste Sohn von Uranos und Gaia war der Titan Chronos. Gaia über-redete ihren Sohn Chronos zum Aufstand gegen den eigenen Vater und gab ihm eine Sichel, mit der er Uranos entmannte. Gemeinsam mit seiner Schwester Rhea hatte Chronos mehrere Kinder, darunter die Söhne Zeus, Poseidon und Hades - sie bildeten das Göttergeschlecht, das die Titanen ablöste. Hatte Chronos seinen Vater entmachtet, geschah ihm nun dasselbe durch seinen Sohn: Zeus entwand Chronos die Weltherrschaft und stürzte ihn zu ewigen Qualen in den Tartaros. Die Brüder Zeus, Poseidon und Hades teilten anschließend die Welt unter sich auf: Zeus wurde zum Herrscher der Lüfte, Poseidon wurde des Gott des Meeres und Hades fiel das Totenreich zu. Die Familienverhältnisse des Zeus sind nicht ganz unkompliziert. Seine Gemahlin ist Hera, eine weitere Tochter von Chronos und Rhea. Sie ist die Göttin der Ehe und der Geburt und ist sehr eifersüchtig. Immer wieder versucht sie, sich an den vielen Geliebten und Kindern ihres Gatten zu rächen. Der einzige Sohn von Zeus und Hera ist Ares, der Gott des Krieges. Die Göttin Athene soll aus Zeus\' Kopf hervorgetreten sein. Sie ist die Göttin der klugen Kriegsführung, der Weisheit, der Künste und des Handwerks. Ein weiteres Kind von Zeus, das er mit der thebanischen Prinzessin Semele gezeugt hat, ist Dionysos, der Gott des Weines und der Fruchtbarkeit. Wir sehen also: Die Götter vergnügen sich gern mit Sterblichen, woraus immer wieder mal das ein oder andere Kind entsteht - Halbgötter, Helden, die meistens Probleme haben, mit ihren Gaben und Kräften zurechtzukommen. Nachdem einige Abkömmlinge der großen drei Götter Zeus, Hades und Poseidon so außer Kontrolle geraten sind, dass sie den Zweiten Weltkrieg verursachten, schworen die Brüder sich gegenseitig einen Eid: keine Kinder mehr mit Sterblichen. Tatsächlich aber halten sich nicht alle an die Abmachung ... Neben den Göttern erzählt die griechische Mythologie auch von unterschiedlichen Fabelwesen, die den Helden entweder helfen oder ihnen das Leben schwer machen. Chiron zum Beispiel ist ein Zentaur - halb Mensch und halb Pferd -, Sohn des Chronos und der Philyra, ein so genannter Freund der Götter. Er ist freundlich und weise und wird zum Lehrer zahlreicher Helden. Zum Gefolge des Dionysos gehören die Satyrn, Geschöpfe des Waldes, die zwar Menschengestalt haben, aber auch Hufe und kleine Hörner auf dem Kopf. Unangenehm sind die Gorgonen, die drei Töchter des Meeresgottes Phorkys und dessen Schwester, des Meeresungeheuers Keto. Eine der Gorgonen ist Medusa - sie ist von Furcht erregendem Aussehen, so dass ihr Anblick jeden Menschen versteinert. Den Eingang zur Unterwelt bewacht der Höllenhund Zerberus, der drei Köpfe hat und Furcht erregend groß ist.


 

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Twentieth Century Fox präsentiert „Percy Jackson“, die Kinoversion des in der New York Times auf Nr. 1 platzierten Bestsellers von Rick Riordan, The Lightning Thief: Percy Jackson & the Olympians („Percy Jackson – Diebe im Olymp“). Das erste der fünf Bücher in Riordans Serie (das letzte Abenteuer, The Last Olympian, erschien in den USA im Mai 2009) wurde 2005 veröffentlicht und gewann zahlreiche Buchpreise, darunter im selben Jahr die Auszeichnung „Bemerkenswertes Buch“ in der New York Times; den Preis „Bestes Buch 2005“ sowohl im School Library Journal als auch im Child Magazine; und 2006 eine Nominierung für den Bluebonnet Award der Texas Library Association (Verband der Bibliotheken in Texas).

Der erfahrene Filmemacher Chris Columbus (HARRY POTTER AND THE SORCERER’S STONE / „Harry Potter und der Stein der Weisen“; HARRY POTTER AND THE CHAMBER OF SECRETS / „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“; HOME ALONE / „Kevin – Allein zu Haus“) inszenierte das Fantasy- Abenteuer-Epos mit vier Nachwuchsstars in den Hauptrollen: Logan Lerman (3:10 TO YUMA / „Todeszug nach Yuma“) als tapferer, unerschrockener junger Titelheld Percy Jackson; Brandon T. Jackson (TROPIC THUNDER / „Tropic Thunder“) als Satyr Grover, Percys Beschützer in der realen Welt, der sich seine ersten Hörner verdienen will, indem er den jungen Halbgott vor dem Schlimmsten bewahrt; Alexandra Daddario (BEREAVEMENT) als Halbgöttin Annabeth, Tochter der Athene, die Percy bei seiner Suche nach dem verschwundenen Herrscherblitz unterstützt; und Jake Abel (THE LOVELY BONES / „In meinem Himmel“) als Luke, Sohn des Hermes und einer der Halbgötter, mit denen sich Percy im Halbgott-Camp anfreundet.

Zu Columbus’ internationaler Besetzung zählen auch Pierce Brosnan (MAMMA MIA! / „Mamma Mia!“) als Zentaur Chiron, der die spezielle Ausbildung für Halbgötter leitet und Percys Mentor wird, als er ihm seine Blutsverwandschaft mit den Göttern erklärt; Uma Thurman (KILL BILL / „Kill Bill“) als mythologische Gorgone Medusa; die zweifache Oscar®-Kandidatin Catherine Keener (CAPOTE / „Capote“) als Percys Mutter Sally, die von Hades in der Unterwelt als Geisel festgehalten wird; Sean Bean (NATIONAL TREASURE / „Das Vermächtnis der Tempelritter“) als Zeus, Herrscher über die Götter auf dem Olymp; Melina Kanakaredes (CSI: NY / „CSI: NY“) als Zeus-Tochter Athene; Kevin McKidd („Grey’s Anatomy“ / „Grey’s Anatomy“) als Zeus’ Bruder und Erzrivale Poseidon, Gott des Meeres; Ray Winstone (THE DEPARTED / „Departed – Unter Feinden“) als Kriegsgott Ares, der Percys Mission verhindern will, um einen Weltkrieg zu entfesseln; Steve Coogan (NIGHT AT THE MUSEUM / „Nachts im Museum“) als habgieriger Unterweltherrscher Hades, der unbedingt die verschwundene Waffe in die Hand bekommen will; Rosario Dawson (RENT / „Rent“) als Zeus-Tochter und Göttin Persephone, Hades Frau, die von ihm gequält und gefangen gehalten wird; und Joe Pantoliano (HBO-Serie „The Sopranos“ / „Die Sopranos“) als Percys schlampiger Stiefvater Gabe.

Der Regisseur engagierte auch wieder wichtige bewährte technische Mitarbeiter für seinen Film: den Kameramann und zweifachen Oscar-Kandidaten Stephen Goldblatt, ASC, BSC (RENT / „Rent“), den erfahrenen Produktionsdesigner Howard Cummings (RENT / „Rent“), den Cutter und Oscar-Kandidaten Peter Honess (HARRY POTTER AND THE CHAMBER OF SECRETS / „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“) und die preisgekrönte Kostümdesignerin Renée April (NIGHT AT THE MUSEUM / „Nachts im Museum“).

Der Oscar-preisgekrönte Visual Effects Supervisor Kevin Mack (WHAT DREAMS MAY COME / „Hinter dem Horizont“) bevölkert den Film mit einer Reihe von fantastischen Fabelwesen: gigantische Minotaure, Medusas Haare, die aus Schlangen bestehen, die feuerspeiende Hydra und viele weitere Monster, die von der griechischen Mythologie inspiriert sind.

Die Dreharbeiten zu PERCY JACKSON begannen am 6. April 2009 in Vancouver. Weitere Schauplätze waren Las Vegas, New York City und Nashville, wo am 6. August 2009 die letzte Klappe fiel. Twentieth Century Fox bringt den Film am 11 Februar 2010 in die Kinos – zufällig gleichzeitig mit der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Vancouver, B.C.

WIE ALLES MIT EINEM BUCH BEGANN
Autor Riordan hat viele Jahre lang in Kalifornien und Texas Griechische Mythologie in der Mittelstufe (6. bis 8. Klasse) unterrichtet. Die Idee zu seinem ersten Buch ( es folgten vier weitere Romane, die ihm eine riesen Fangemeinde bescherten) kam ihm, als er seinem älteren Sohn Haley die Sagen der antiken Helden als Gutenachtgeschichten vorlas.

„Als ich alle Mythen durch hatte, war mein Sohn enttäuscht“, berichtet der Autor auf seiner Website über seine Erfahrung mit dem damals neunjährigen Kind. „Er fragte, ob ich mir nicht neue Geschichten mit denselben Helden ausdenken könnte. Da erinnerte ich mich an mein Schulprojekt im kreativen Schreiben mit meinen Sechstklässlern: Sie durften ihren eigenen Halbgott erfinden, einen Sohn oder eine Tochter eines beliebigen Gottes, aber sie mussten für diesen Helden dann eine Mission im griechischen Stil entwerfen.“

Riordan fährt fort: „Aus dem Stegreif erfand ich Percy Jackson und erzählte Haley von seinem Auftrag, im modernen Amerika nach Zeus’ Herrscherblitz zu suchen. Ich brauchte etwa drei Abende, um die ganze Geschichte zu erzählen, und als ich geendet hatte, forderte Haley mich auf, sie als Buch aufzuschreiben.“

Aus diesen drei Abenden ergab sich schließlich eine einjährige Odyssee für Riordan bis er sein erstes Buch für junge Leser abgeschlossen hatte. (Er war bereits ein etablierter Autor und hatte schon etliche Romane veröffentlicht – der erste, Big Red Tequila, erschien 1997 und stellte den Privatdetektiv Tres Navarre in den Mittelpunkt). Und diese junge Leserschaft, seine Schüler, durfte nicht nur frühzeitig das Manuskript lesen, sondern half dem Schriftsteller auch, „den besten Buchtitel auszusuchen“.

„Ich suchte einige meiner Schüler in der sechsten, siebten und achten Klasse aus und fragte sie, ob sie mit dem Roman eine ‚Testfahrt‘ machen würden“, berichtet er. „Ich war hypernervös! Ich bin es gewohnt, meine Texte von Erwachsenen lesen zu lassen, konnte mir aber überhaupt nicht vorstellen, wie Percy bei den Kids ankommen würde. Endlich verstand ich, wie sie sich fühlen müssen, wenn sie ihren Aufsatz bei mir abgeben und dann auf ihre Notewarten müssen! Glücklicherweise mochten die Kinder den Roman sehr. Sie gaben mir auch gute Tipps, zum Beispiel, wie Percy mit dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADHS) umgehen soll.“

Nach der Veröffentlichung 2005 dauerte es weitere fünf Jahre, bis Hollywood die erste der Percy-Jackson-Geschichten verfilmte. Während das Studio noch prüfte, wie man Riordans erstes Buch auf die Leinwand bringen konnte, setzte der Autor die Serie fort und schrieb zwischen 2006 und 2009 jedes Jahr einen weiteren Roman (Diebe im Olymp erschien mit einer sehr kleinen Anfangsauflage von 35.000 Exemplaren, begeisterte aber sein treues Lesepublikum auf der Stelle, sodass die folgenden Bücher enorme Bestseller wurden).

Das folgende Buch war The Sea of Monsters („Im Bann des Zyklopen“), das in Publishers Weekly und BookSense als US-Bestseller gelistet wurde. Der dritte Titel, The Titan’s Curse („Der Fluch des Titanen“), kletterte auf Platz 1 der Bestsellerliste der New York Times, und der vierte Titel, The Battle of the Labyrinth, erschien bereits mit einer Startauflage von einer Million Exemplaren. The Last Olympian, das abschließende Buch der Serie, erreichte bei Veröffentlichung im Mai 2009 auf Anhieb Platz 1 der Bestsellerliste in USA Today, als die Dreharbeiten bereits einen Monat im Gange waren.

„Zu dieser Zeit, so um 2006, verkauften sich die ersten beiden Bücher gut, waren aber keine Super-Bestseller wie Harry Potter“, berichtet Columbus’ Produzentenpartner Michael Barnathan. „Als wir bei Harry Potter einstiegen, waren bereits 25 bis 30 Millionen Exemplare gedruckt. Doch mit jedem Buch, das Rick neu veröffentlichte, stieg er auf der Erfolgsleiter weiter nach oben. Das letzte ist wirklich eingeschlagen wie eine Bombe.“

VOM BUCH ZUM FILM
Columbus begeisterte sich für PERCY JACKSON, weil „ich mich wie schon bei vielen meiner früheren Projekte am leidenschaftlichsten für jene Filme engagiere, auf die mich meine Kinder gebracht haben“, gibt der vierfache Vater zu. „Tatsächlich habe ich erst über meine Kinder von diesen Büchern gehört. In diesem speziellen Fall sagten sie: ‚Das Buch musst du unbedingt lesen.‘ Das habe ich getan, und dann las ich das zweite Buch, um mir ein Bild von dieser Welt zu machen, die mir völlig neu war.“

Bei Harry Potter war es seine älteste Tochter Eleanor (die inzwischen 20 ist und im dritten Studienjahr an der Tisch School of the Arts unter dem Dach der New York University studiert, wo auch ihr Dad 1980 seinen Studienabschluss machte), die ihn auf J.K. Rowlings literarischen Blockbuster aufmerksam machte. Aufgrund dieser schicksalhaften Fügung etablierte der Filmemacher eine der berühmtesten Filmserien der Welt, in deren Rahmen er als Regisseur auch zwei der größten Kassenerfolge in der Geschichte Hollywoods beisteuerte.

Diesmal erzählte Columbus’ jüngste Tochter Isabella ihrem Vater vor drei Jahren von Autor Riordans erstem Buch (Isabella leidet übrigens genauso wie der Held der Geschichte unter Legasthenie). Dazu Columbus: „Sie hörte sich die Hörbücher an und forderte mich auf, die Bücher zu lesen. Das tat ich und stellte fest, dass der Protagonist der Bücher Legastheniker ist – genau wie meine Tochter.“

„Das hat mich sehr berührt. Gerade weil meine Tochter eine Leseschwäche hat, habe ich mich sehr leidenschaftlich engagiert“, gesteht Columbus. „Sehr viele Kinder leiden unter Legasthenie. Und da dachte ich mir: ‚Es wäre doch toll, diese Kids mit einer Story zu unterstützen, in der es dem Helden genauso geht: Im Grunde ist er ein legasthenischer Superheld, der Sohn eines Gottes, ein Halbgott.‘ Außerdem machte ich mir klar, dass das Ambiente und der Ansatz mit der griechischen Mythologie wirklich einzigartig und originell sind – so etwas war mir noch nie untergekommen.“

„Was mir an dem Buch besonders gefällt: Diese Kinder haben Behinderungen“, ergänzt Drehbuchautor Craig Titley. „Percy ist Legatheniker und leidet unter dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. Der Satyr Grover, halb Mensch, halb Ziege, geht mit Krücken, weil die Hufe ebenfalls eine Art Behinderung sind. Das gefiel mir an der Story, weil die Leser merken: Wir alle sind etwas Besonderes, und doch können wir alle unsere Aufgabe erfüllen – ganz egal, welche Schwierigkeiten wir persönlich dabei überwinden müssen. Letztlich schlummert in uns allen ein Held, nicht wahr? Wir alle müssen den Gott in uns finden. Denn ein bisschen davon steckt in uns allen.“ Autor Riordan gesteht, dass er sich bei Percys Behinderung von seinem eigenen Sohn Haley inspirieren ließ, dem er die griechischen Mythen als Gutenachtgeschichten vorlas, weil auch Haley unter Legasthenie leidet.

„Als ich Percy Jackson schrieb, musste sich mein Sohn gerade einer Serie von Tests unterziehen, um möglicherweise in eine andere Lerngruppe zu kommen“, erklärt Riordan. „Er hatte eine Leseschwäche, und manchmal konnte er sich im Unterricht nur schwer konzentrieren. Da fragten sie sich, ob er unter ADHS und Legasthenie litt. Das Lesenlernen frustrierte ihn, und wir mussten ihm erklären, dass die Tests so angelegt sind, dass die Lehrer ihn besser fördern können.“ „Ich habe mich eingehend über Legasthenie und ADHS informiert“, fährt er fort. „Die Bücher bestätigten, was mir schon bekannt war: Legastheniker und ADHSKinder sind kreativ, sie denken eher außerhalb von Schablonen. Indem ich Percy als Legastheniker beschrieb, möchte ich all den mir bekannten Kindern mit diesen Schwächen meine Reverenz erweisen.“

Und Hauptdarsteller Logan Lerman sagt über seine Titelrolle: „Percy leidet unter ADHS und Legasthenie. Schon sein ganzes Leben lang hat er aufgrund seiner Behinderungen schreckliche Probleme. Er ist unglaublich frustriert. Doch dann erfährt er, dass eine große Aufgabe auf ihn wartet. Zu Beginn der Geschichte muss Percy also erst einmal herausfinden, wer er eigentlich ist.“

Als Columbus das Buch las, war er nicht nur von den Behinderungen des Helden stark berührt, sondern er erkannte auch sofort die Kinoqualitäten des Stoffs: „Eine Geschichte wie diese hat sich bisher noch nie auf die griechische Mythologie bezogen. Rick hatte hier eine ganz einzigartige Idee, indem er die Welt der griechischen Antike mit dem modernen Amerika konfrontierte.“

„Die Verwendung der griechischen Mythologie ist richtig clever“, bestätigt Schauspieler Steve Coogan, der eine sehr gekonnte Darstellung des Höllenschurken Hades liefert. „Denn dadurch werden zeitlose Probleme der Menschheit angesprochen. In der griechischen Mythologie geht es nämlich um genau dieselben Probleme, mit denen wir Menschen es auch jetzt im 21. Jahrhundert zu tun haben. Man muss also seine Fantasie gar nicht über Gebühr strapazieren, um zu merken, wie sich diese Themen und die Interaktion der Götter im wahren Leben widerspiegeln. Wahrscheinlich liegt darin Ricks überragende Leistung: Mit den Büchern gelingt es ihm, diese Themen einem jungen Publikum nahe zu bringen.“

„Mich faszinierte das Buch und das Konzept, die griechische Mythologie in eine heutige Umgebung zu verpflanzen“, ergänzt Columbus. „Das war mir bisher nicht untergekommen. Ich habe zwar all die alten Filme über die griechischen Mythen gesehen – viele davon waren ziemlich billig gemacht. Aber ich hatte noch nie die Übertragung dieser ganz besonderen Welt auf die heutigen Schauplätze erlebt. Dieser Aspekt begeisterte mich.“

Columbus ist selbst ein Fachmann für Fantasy-Stoffe. Er hat nicht nur die HARRY POTTER-Filmserie angeschoben, indem er die ersten beiden Filme inszenierte und den dritten der auch aktuell fortgesetzten Reihe produzierte, sondern er begeisterte das Publikum auch schon mit drei seiner frühen Originaldrehbücher: GREMLINS („Gremlins – Kleine Monster“), THE GOONIES („Die Goonies“) und YOUNG SHERLOCK HOLMES („Das Geheimnis des verborgenen Tempels) entstanden alle Mitte der 1980er-Jahre.

„Ich möchte Filme machen, die ich selbst unbedingt sehen möchte. Und so lange ich diesen Wunsch in mir spüre, werde ich wohl auch weiterhin diese Art Filme machen“, verrät er in Bezug auf seine Affinität zum Fantasy-Genre. „So etwas finde ich spannend, für diese Art Filme bezahle ich gern den Preis einer Eintrittskarte. Obwohl ich mich in diesem Genre sehr zu Hause fühle, hätte ich nicht geglaubt, dass ich in absehbarer Zeit in die Fantasy-Welt zurückkehren würde. Aber dieses Buch und diese Konzept haben es mir wirklich angetan.“

Columbus beschreibt seinen neuen Ausflug in dieses Genre als Verbeugung vor einer anderen beliebten Filmserie: „Unser Film ist eher ‚Indiana Jones trifft die griechische Mythologie‘, also kein astreiner Kostümfilm über griechische Mythen, in dem die Götter in wallenden Gewändern auf wabernden Wolken sitzen. Unsere Geschichte ist nahe an der Realität angesiedelt, entwickelt aber epische Proportionen, indem sie eine unheimliche, übernatürliche Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse zeigt.“

DREHBUCH ZUR GRIECHISCHEN MYTHOLOGIE
Der Regisseur selbst legte beim Drehbuchschreiben Hand an (wie er das bei allen seinen Projekten tut), aber er hatte zuvor auch schon einen bewährten Mitarbeiter ausgesucht, der den Roman für den Film bearbeiten sollte: Craig Titley, mit dem Columbus und seine Partner in der Firma 1492 Pictures bereits an der Komödie CHEAPER BY THE DOZEN („Im Dutzend billiger“) gearbeitet hatten. Zufällig stellte sich heraus, dass sich Titley während des Studiums mit der griechischen Mythologie beschäftigt hatte.

„Chris wusste, dass ich über ein mythologisches Thema promovierte, als er mir das Buch schickte“, berichtet Titley. „Ich hatte meine Doktorarbeit gerade abgeschlossen und war begeistert, denn in meinem Kopf brummte es nur so vor griechischen Mythen, Monstern und Helden. Und tatsächlich wollte ich seit meiner Jugend immer schon einmal einen solchen Film sehen: den ultimativen griechischmythologischen Monsterfilm!“

Titley wuchs auf dem Lande in Illinois auf und begeisterte sich nicht nur für Mythologie, sondern auch für „Ray Harryhausens Filme mit den Monstern der griechischen Mythologie wie JASON AND THE ARGONAUTS („Jason und die Argonauten“) und CLASH OF THE TITANS („Kampf der Titanen“). In meiner Jugend war ich von diesen Monsterfilmen fasziniert – und von Catcher in the Rye („Der Fänger im Roggen“). Als ich Ricks Buch las, stellte ich begeistert fest, dass Percy Jackson durchaus Ähnlichkeit mit Holden Caulfield hat. Für mich ist das also Holden Caulfield in einem Griechen-Monsterfilm von Ray Harryhausen.“

„Mythologie ist immer populär gewesen“, sagt der Drehbuchautor emphatisch. „In der Popkultur kommt es derzeit gerade zu einer Art Renaissance der Mythologie und Mythologie-Filme. Es gibt Comic-Romane über Götter – offenbar regen sie unsere Fantasie an. Wahrscheinlich haben sie uns immer schon fasziniert.“ Und Schauspielerin Catherine Keener fügt augenzwinkernd hinzu: „Auch ich finde den mythologischen Aspekt toll. In der Story finde ich es echt aufregend, mit einem Gott ins Bett zu gehen!“

„Wir bieten den Kindern das Thema sehr mundgerecht an“, kommentiert Schauspieler Kevin McKidd diese moderne Interpretation der antiken Mythologie. McKidd übernimmt die Rolle des Poseidon, der Percys biologischer Vater ist. „Außerdem lernt man etwas dazu, ohne dass man das Gefühl hat, in der Schule zu sitzen. Mein neunjähriger Sohn hat jetzt die Welt der Bücher für sich entdeckt und kann es gar nicht erwarten, bis der Film in die Kinos kommt.“ Und seine Partnerin, die griechisch-amerikanische Schauspielerin Melina Kanakaredes, fügt hinzu: „Ja, die Buchserie unterhält und bildet auf ganz wunderbare Weise. Ich bin Mutter zweier Mädchen und finde es nicht nur toll, sondern auch sehr wichtig, dass die Kinder aus diesem unterhaltsamen Stoff auch etwas lernen können.“

„Chris hatte schon lange vor, einen Film über die griechische Mythologie zu machen“, ergänzt Produzent Barnathan. „Wir haben immer nach einem originellen Ansatz gesucht, um den altmodischen Muff unbedingt zu vermeiden … all die Gewänder und die Wolken. Als wir das Buch lasen, hatte Fox eine Option darauf. Das Drehbuch war bereits entwickelt, aber sie wussten nicht so recht, was sie damit machen sollten. Chris traf sich mit ihnen und begeisterte sie mit seinem Filmkonzept zum Buch.“

„Das bereits existierende Skript war auf kleine Kinder abgestimmt, also die ‚ab 6 Jahren freigegebene‘ Version des Stoffs“, berichtet Columbus über diese frühe Drehbuchfassung. „Es war eben ein echter Kinderfilm, die Hauptfiguren waren zehn und elf Jahre alt. Ich stellte mir dagegen vor, dass die Helden 17 Jahre alt sind und in einer sehr realen Welt leben – die weißen Togen und wabernden weißen Wolken wollte ich jedenfalls loswerden!“

„Im Studio hat man das gleich verstanden“, fügt Barnathan hinzu. „Als wir die Entwicklung übernahmen, war von Kinderfilm keine Rede mehr. Es gibt bedrohliche Situationen, die die Welt auf den Kopf stellen können, wenn Percy das Ruder nicht rechtzeitig herumreißt. Es steht also wirklich alles auf dem Spiel, genau wie Chris es will ... ganz real!“

Columbus und Barnathan (die sich Mitte der 1970er-Jahre an der Filmschule der New York University kennen lernten und 1994 die Produktionsfirma 1492 Pictures gründeten) begannen aufgrund dieser ersten Konferenz mit der Arbeit an Konzeptzeichnungen, um dem Studio ihre Ideen deutlicher zu illustrieren. „Anhand der Konzeptzeichnungen konnten wir erklären, welche Vision, welche Atmosphäre Chris bei diesem Projekt vorschwebte“, berichtet Barnathan über die frühe Entwicklungsphase drei Jahre vor Drehbeginn.

„Natürlich wollte Chris einige Ungeheuer und Fabelwesen in Anlehnung an antike griechische Abbildungen mythologischer Figuren entwerfen, aber er wollte sie in ein neues, originelles Umfeld stellen, wie wir es noch nicht gesehen haben“, fährt der Produzent fort. „Also entwickelten wir unsere Konzepte zunächst auf dem Zeichenpapier. Im Studio war man echt begeistert – es wurde deutlich, dass es hier um mehr geht als um eine Geschichte für junge Erwachsene.“

Visual Effects Supervisor Kevin Mack, der die Konzepte seines Regisseurs im fertigen Film in Bilder umsetzen und erheblich ausbauen durfte, verspricht: „Sie werden merkwürdige Höllenkreaturen erleben, die sich wirklich vom Bisherigen absetzen – sie sind mit unseren Seherfahrungen überhaupt nicht vergleichbar.“ Dazu Barnathan: „Chris hat immer die Auffassung vertreten, dass der Stoff düster, spannend und unheimlich wirken muss. Kids gruseln sich gern. Und sie freuen sich über Dinge, die sie noch nie gesehen haben.“

Sobald die visuellen Grundmotive für das Projekt festgelegt waren, kümmerten sich die Filmemacher um das Drehbuch. „Der Roman ist wunderbar, aber man kann leider nicht die gesamte Handlung im Film unterbringen“, erklärt Produzent Barnathan die Bearbeitung von Rioardans Buch für den Film. „Es gibt einiges im Buch, das im Film nicht funktionieren würde. Wir konzentrieren uns auf das Handlungsgerüst, auf die Figuren und auf die Welt, die Rick geschaffen hat, und stellen sie in einen filmischen Kontext. Zum Beispiel erlauben wir uns einige Freiheiten mit dem Alter der Figuren.“

Dabei verwendeten die Filmemacher nicht die bereits vorhandene frühere Drehbuchfassung. Drehbuchautor Titley sagt: „Ich habe als Vorlage nur den Roman benutzt. Ich stimmte mit Chris ab, welche Szenen wir unbedingt übernehmen wollten, welche Szenen wir überarbeiten und welche Szenen wir streichen mussten. Zum Beispiel verzichteten wir auf eine große Wasserpark-Sequenz mit dem griechischen Gott Hephaestus, dem Schmied, weil sie die Handlung im Grunde nicht voranbringt. Eine andere Szene in der Mitte des Films sollte am Monument ‚Tor zum Westen‘ in St. Louis spielen – dort sollte die Chimäre, ein griechisches Monster, auftreten. Das haben wir durch die Hydra im Parthenon ersetzt – diese Sequenz gibt es nicht im Buch.“

„Eine weitere wichtige Änderung war, dass Percy jetzt deutlich älter ist“, bestätigt Titley Barnathans Kommentare. „Im Buch ist er zwölf. Aber es bringt viel mehr Spaß, wenn wir ihn 17 sein lassen. In dem Alter können wir auch Percys und Annabeths Beziehung ins Spiel bringen. Und der Holden-Caulfield-Aspekt funktioniert natürlich viel besser, wenn der Held nicht mehr zwölf Jahre alt ist.“

PERCY JACKSON – DER NEUE HARRY POTTER
In Bezug auf die Unterschiede zwischen Buch und Film sagt Columbus weiter: „Bei Harry Potter hatte ich richtig Angst. Die Harry Potter-Bücher waren derart beliebt, dass wir uns regelrecht bedrängt fühlten – wir mussten uns einfach sehr genau an die Vorlagen halten. Doch bei dem jetzigen Film hatte ich das Gefühl, dass wir ein wenig mehr Freiheit haben. Natürlich sind die Fans ungeheuer wichtig. Doch in erster Linie muss ich an den Film denken – ich muss sicherstellen, dass der Film optimal wird. Außerdem muss ich dafür sorgen, dass die Fans zufrieden sind.“

„Percy ist viel älter (als Harry)“, fügt der Regisseur hinzu. „Im Buch war er zwölf, doch in unserem Film ist er 17 Jahre alt, durchlebt also intensiv all die Teenager-Probleme, denen Harry erst in den aktuellen Filmen und den späteren Büchern begegnet – aber im ersten Buch war er noch zu klein. Bei PERCY JACKSON bewegen wir uns gleich auf einer erwachseneren Ebene.“ Abgesehen vom Altersunterschied sagt der Autor selbst über die Unterschiede und Ähnlichkeiten seines Helden zu Rowlings Hauptfigur: „Percy und Harry sind sehr unterschiedlich und leben in ganz verschiedenen Welten. Zwar lebt auch die griechische Mythologie von Zauber und Geheimnissen, doch die Atmosphäre unterscheidet sich total von Hogwarts. Percy und Harry haben eine unterschiedliche Herkunft – ihre Probleme mit den Eltern sind nicht dieselben.“

„Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten: Beide verfügen über ungeheure Fähigkeiten und müssen eine große Verantwortung übernehmen, auf die sie nicht vorbereitet sind“, fügt er hinzu. „Beide sind tapfer. Beide müssen ihre schlimmsten Ängste überwinden und sich dabei auf eine kleine Gruppe treuer Freunde verlassen. Die Geschichten unterscheiden sich völlig, aber wenn mich jemand mit Rowling vergleicht, empfinde ich das als großes Kompliment, denn ich schätze ihre Bücher sehr. Ich kann sehr gut verstehen, warum die Kids von Harry Potter so begeistert sind.“

PERCY JACKSON IN DIEBE IM OLYMP
„Percy Jackson ist ein Teenager, der erst seine eigene Unsicherheit überwinden muss, um seine Identität zu finden und zu verstehen, warum er Schwierigkeiten in der Schule hat“, analysiert Barnathan die Story. „Er kann sich nur schwer konzentrieren, hat eine Leseschwäche, der Umgang mit Worten fällt ihm schwer. Die Wörter verschwimmen auf der Buchseite.“

„Seltsamerweise kann er Griechisch verstehen, und er entdeckt, dass er eine Beziehung zur Welt der griechischen Götter hat“, fährt der Produzent fort. „Er erfährt, dass die antiken Griechen der Mythologie in unserer heutigen Welt leben. In den Rissen und Spalten unserer Welt ist ihre Welt vorhanden. Und da wird ihm klar, dass er Poseidons Sohn ist.“

Dazu Schauspieler Logan Lerman: „Unter den Göttern droht ein Krieg auszubrechen, weil jemand Zeus’ Machtsymbol gestohlen hat: seinen Herrscherblitz. Jetzt ist die Frage, wer der Schuldige ist. Alle zeigen mit dem Finger auf den einzigen Nachkommen der großen drei Götter: Percy Jackson. Anfangs hat er keine Ahnung, wer sein Vater ist und woher er stammt. Plötzlich sind alle Monster und Götter hinter ihm her, wollen ihn umbringen und den Herrscherblitz wiederfinden. Percy versucht die Welt zu retten und zu beweisen, dass er den Blitz nicht gestohlen hat. Eine Mission von epischen Dimensionen.“

„Man wirft ihm vor, er habe Zeus’ Herrscherblitz gestohlen“, bestätigt Columbus. „Jetzt muss er also Zeus überzeugen, dass er unschuldig ist – er muss etwas tun, damit Zeus ihm glaubt. Noch wichtiger ist allerdings die persönliche und emotionale Ebene, denn er muss seine Mutter retten, die von Hades entführt wurde und gefangen gehalten wird. Wenn es ihm gelingt, seine Mutter zu retten, könnte er es vielleicht auch schaffen, die Welt zu retten.“

„Für mich ist das eine perfekte Geschichte, weil sie von der gewaltigen Welt der griechischen Mythologie handelt, die von Monstern bevölkert wird – sie alle durften wir nun entwerfen und neu schaffen und sie auf unsere Welt loslassen“, fährt der Regisseur fort. „Und im Zentrum der Story steht ein Junge, der seine Mutter retten und erfahren will, wer sein Vater ist, von dem er nichts weiß. Das macht die Geschichte so emotional. Solche Storys interessieren mich als Regisseur.“

„In unserem Film spielt die Beziehung zwischen Eltern und Kindern eine entscheidende Rolle“, fügt Barnathan hinzu. „Dieses Thema findet sich durchgängig in Chris’ Filmen: die Familie. Natürlich geht es um Zauberkräfte und griechische Mythologie und alles Mögliche andere, aber im Grunde geht es um die Familie. In HOME ALONE („Kevin – Allein zu Haus) geht es um einen Jungen, der seine Eltern verloren hat. In MRS. DOUBTFIRE („Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen) versuchen die Kinder, die Beziehung ihrer Eltern zu retten. Diesmal will ein Junge seinen Vater finden, während er seine Mutter zu retten versucht. Er will seine Familie wieder zusammenbringen.“

„Den Anstoß zu Percys gefährlicher Mission gibt der Umstand, dass er seine Mutter retten muss“, erklärt Schauspieler Logan Lerman. „Für Percy ist das wichtiger als die Rettung der Welt. Unterwegs erfährt er, dass sie noch am Leben ist und von Hades gefangen gehalten wird. Der lässt sie nur frei, wenn Percy ihm den Herrscherblitz besorgt. Percy versucht also in die Unterwelt zu gelangen und Hades von seiner Unschuld zu überzeugen, um so seine Mutter zurückzubekommen. Aus diesem Grund reist er durch das Land, kämpft gegen Hydra und Medusa und erlebt viele andere wilde Abenteuer. Einfach nur, weil er seine Mutter wiederhaben will. Klar, er geht mit seinen beiden Freunden auf diese große Reise, um Zeus und Hades und alle übrigen Götter von seiner Unschuld zu überzeugen. Aber im Grunde geht es nur darum, dass er seine Mutter wiederhaben will.“

„Als ich so alt war, habe ich meine Eltern als Götter empfunden – ich wollte unbedingt von ihnen akzeptiert, bewundert und respektiert werden“, sagt Schauspielerin Catherine Keener, die selbst Mutter eines neunjährigen Sohns ist, über ihre Rolle als eine der beiden Mutterfiguren im Film. „Was mir an Sally so gefällt, ist nicht so sehr, dass sie ihren Sohn wirklich liebt – und er sie, denn das ist der natürliche Urtrieb. Vielmehr hat sie Kompromisse gemacht, Opfer gebracht, was viele Eltern tun müssen. Deutlich wird auch der Wahnsinn, der mit der Mutterliebe für ihren Sohn, ihr Junges, verbunden ist. Das ist mit nichts vergleichbar. Der Film geht in dieser Hinsicht sehr ins Detail, statt nur eine Klischee-Mutter zu zeigen – das hat mir gefallen. Die Rolle ist also durchaus nicht zweidimensional, sondern gibt der Figur wirklich Zeit, sich zu entwickeln.“

„Mir gefiel am Drehbuch besonders, dass es um einen Jungen geht, der seine Familie sucht“, berichtet Schauspieler Ray Winstone, der die Rolle des Kriegsgottes Ares übernimmt. „Kinder wollen einfach nur geliebt werden. Und genau das hat mich an dieser Story beeindruckt. Ich persönlich habe Glück gehabt. Als ich aufwuchs, habe ich in dieser Hinsicht keinen Mangel leiden müssen. Aber ich kenne Kinder, die es schwer hatten, und das hat sie geprägt. Immer geht es um dieses Liebesbedürfnis.“

DIE GRIECHISCHE MYTHOLOGIE IN MODERNEM GEWAND
Winstone hat unvergessliche Schurken in Filmen wie NIL BY MOUTH und THE WAR ZONE („The War Zone“) gespielt (von seinen schillernden Bösewichten in Martin Scorseses THE DEPARTED / „Departed – Unter Feinden“ und SEXY BEAST / „Sexy Beast“ ganz zu schweigen). Er sagt, dass in PERCY JACKSON aber nicht Ares der Böse ist, sondern „Ares’ Vater Zeus. Zumindest sehe ich das so, denn Zeus hat Ares erlaubt zu werden, was er ist: der Gott des Krieges.“

„Jetzt bricht Zeus selbst einen Krieg vom Zaun, um seinen Herrscherblitz zurückzubekommen“, fügt Winstone hinzu. „Er und Poseidon ziehen in den Krieg, weil dieser Verlust eine Blamage ist, weil sie eifersüchtig und habgierig sind. Sie wollen dieses Ding wiederhaben. Und ich in meiner Rolle spiele sie alle gegeneinander aus, weil ich den Krieg will. Ich will diese Reibung verursachen. Vielleicht will ich ja auch nur die Aufmerksamkeit meiner Eltern. Ja, in diesem Fall gebe ich Zeus die Schuld.“

„Wohin man auch schaut – überall herrscht Krieg“, sagt der Schauspieler über die vielschichtige moralische Dimension des Films, in dem es nicht nur um ein episches Abenteuer geht, sondern auch um viele weitere Themen, die zum Nachdenken anregen: die Probleme von Eltern und die Agressivität in unserer Welt.

„Offenbar haben wir nichts dazugelernt“, erklärt Winstone. „Wir sind auf dem Mond gelandet, kämpfen aber weiter gegeneinander. Ich verstehe das nicht. Ich weiß auch nicht, ob die Leute, die Kriege beginnen, das wirklich kapieren. Doch in dem, was Ares verkörpert, wird über dieses Phänomen reflektiert. Man könnte sagen, dass es sich um einen Science-Fiction-Film für Kinder handelt, aber cleverer weise verpacken diese Art Filme eine Botschaft. Und Kinder verstehen das wahrscheinlich oft besser als Erwachsene.“

„Was an einer Story wie dieser so befriedigt, ist teilweise wohl auch die Entwicklung eines Helden, der die Probleme in den Griff bekommt“, bestätigt Produzent Barnathan. „Im Zweiten Weltkrieg entstanden die Comic-Superhelden als Reaktion auf eine Welt, die sich in Aufruhr befand und völlig unverständlich war. Wahrscheinlich waren die Comics am beliebtesten während des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit. Und ich bin überzeugt, dass eine derartige Story auch in unserer Zeit sehr befriedigend wirkt.“

„Sind also die griechischen Götter die ursprünglichen Superhelden?“, überlegt Columbus. „In gewisser Weise ist das wohl so“, beantwortet er selbst die Frage nach der Analogie zwischen Heldenfiguren in heutigen Comicheften und der griechischen Mythologie. „Sie gleichen den Comic-Helden, wie ich sie aus meiner Kinderzeit kenne. Als Junge war ich ganz vernarrt in die Comics. Ehrlich gesagt bin ich es heute noch! Ich finde es toll, dass heutzutage derart viele Comics verfilmt werden, die meine Eltern natürlich für Schund hielten – doch ich fand damals, dass sie große Literatur sind.“

„Nach dem Erfolg von Filmen wie SPIDER-MAN (‚Spider-Man‘) und IRON MAN (‚Iron Man‘) kann ich mir nicht vorstellen, wie die nächste Generation der großen Superhelden im Kino aussehen soll“, fährt Columbus fort. „Aber sicher wird sich jemand eine neue geniale Version ausdenken. Doch es wird sehr schwierig, sie zu entwickeln. Für mich ist der Nachfolger vielleicht ein großer Fantasy-Film wie unser DIEBE IM OLYMP, der so originell wirkt und sehr gut in die Kategorie der Superhelden passt.“

„Helden haben auch Schwächen, und genau das macht sie interessant“, bemerkte Autor Riordan in einem Online-Interview, als er Columbus’ Anspielung auf heutige Comics und Superhelden kommentierte. „Jeder Held hat einen Bereich, in dem er versagt. Das kann ein körperliches Handicap sein wie die Achilles-Ferse. Andere sind emotional instabil. In vielen Comics, zum Beispiel in Spider-Man und Batman, werden diese Ideen auf sehr überzeugende Weise durchgespielt.“

Über sein eigenes Buch sagt Riordan: „In Diebe im Olymp geht es um griechische Mythologie in modernem Gewand, und zwar in Gestalt einer Fantasy-Komödie. Die Magie und die Fantasy-Elemente werden im Roman direkt der griechischen Mythologie entlehnt. Die klassische Mission des Helden wird auf heutige Art nacherzählt. Die englische Literatur bezieht sich immer wieder auf die griechische Mythologie – von Chaucer bis zu den modernen Romanen. Und Percy Jackson reiht sich in diese Tradition ein.“