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Das Lied Von Den Zwei Pferden Film Trailer

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 0 Jahre
Länge: 91 Min | Kinostart: 03.06.2010 | DVD/BD: 13.01.2011 (DVD) |
 
 
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Das Lied Von Den Zwei Pferden Film Trailer

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Die Defekte Katze

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Das Lied Von Den Zwei Pferden Film Trailer: Infos & Links

Die Story zu Das Lied Von Den Zwei Pferden Film Trailer:
Wie kaum ein anderes Lied verkörpert die Weise Die zwei Pferde des Dschingis Khan Geschichte und den Paradigmenwechsel des mongolischen Volkes. Auch für die Sängerin Urna, die in der Inneren Mongolei geboren wurde, wird das Lied zum Prüfstein ihrer kulturellen Identität, hatte sie doch ihrer verstorbenen Großmutter versprochen, die alte Pferdekopfgeige der Familie in die Heimat zurückzubringen, um der zerstörten Geige, von der nur noch Kopf und Hals erhalten blieben, einen neuen Körper zu geben. Auf dem Hals waren die Strophen des volkstümlichen Liedes eingraviert. Während der dunklen Zeit der chinesischen Kulturrevolution schaffte es Urnas Großmutter nicht, die Pferdekopfgeige zu retten, nur ein Fragment des Instruments und des Heldenlieds konnten vor der Zerstörung gerettet werden. Nun ist es an der Zeit, das gegebene Versprechen einzulösen. Urna reist zunächst nach Ulaanbaatar, um ein berühmtes Pferdekopfgeigen-Ensemble zu treffen. Dort hofft sie, mehr über die alte Weise in Erfahrung zu bringen. Doch ihre Erwartung wird enttäuscht. Danach sucht Urna den Pferdkopfgeigenbauer Hicheengui auf, der den alten Geigenkopf begutachtet. Er kann das Familienerbstück restaurieren, der Geige einen neuen Körper bauen. In der Zwischenzeit macht Urna sich auf die Reise durch die Mongolei. Sie hofft im Hinterland, bei den Nomaden, die fehlenden Strophen des Liedes als Kulturgut der mündlichen Überlieferung zu fi nden. Doch schnell weicht der ersten Euphorie erneute Ernüchterung. Der Bus, in dem sie mitfährt, bleibt im Schlamm stecken. Eine richtig funktionierende Infrastruktur gibt es auf dem Land nicht. Glück im Unglück fi ndet sie Zufl ucht bei einem Pferdezüchter, der ihr Rosshaar, neue Saiten, für die alt-neue Geige schenkt. Auch die Pferdezüchter kennen das Lied nicht, haben aber eine gute Idee: Morgen fi ndet eine große Hochzeit in der näheren Umgebung statt. Vielleicht kann sie dort jemanden fi nden, der ihr weiterhelfen kann. Doch auch auf der Hochzeit kennt keiner der Gäste die volkstümliche Weise, „Die zwei Pferde des Dschingis Khan“. Eine letzte Spur führt Urna zu einem Schamanen, einem spirituellen Mittler zwischen der diesseitigen und jenseitigen Welt. Kann er Urna den Weg zu diesem Lied, zu sich selbst, weisen?

Technikinfos:
Bildformat: 1,85:1; Ton: Dolby Digital


 

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Die Mongolische Pferdekopfgeige
Die Mongolische Pferdekopfgeige (Morin Chuur) ist ein zweisaitiges Streichinstrument, welches am oberen Halsende von einem hölzernen Pferdekopf geziert wird. Die Morin Chuur verkörpert die nationale Identität der Mongolen wie kein anderes Musikinstrument und repräsentiert die Kultur der Nomaden. Ihr sanfter Klang transportiert das Gefühl des ursprünglichen Lebens und den Traum vom freien Leben in der grenzenlosen Weite der mongolischen Steppe. Per Dekret erklärte der mongolische Staatspräsident die Morin Chuur zum nationalen Musikinstrument, das jeder Haushalt im Land besitzen soll. Und trotzdem ist die Tradition heute gefährdet.

Während das mongolische Nationalorchester unter der Leitung von Maestro Tsendiin Batchuluun internationale Erfolge im Ausland feiert, wird die Pferdekopfgeige in ihrer Heimat, den Jurten der nomadischen Bevölkerung, immer weniger gespielt. Die Inspiration des Spiels der Morin Chuur gründet in der Natur und dem nomadischen Leben. Schon der große Dschingis Khan wurde auf seinen Feldzügen von einem persönlichen Morin Chuur-Spieler begleitet. Es ist die Kultur der Pferdezucht, die sich mit der Morin Chuur untrennbar verbindet. Das Pferd wird verehrt, genauso wie der blaue Himmel, der der unendlich wirkenden Weite der Mongolei ihre Faszination verleiht.

Der lange Hals wird anstelle einer Schnecke über dem Wirbelkasten von einem geschnitzten Pferdekopf abgeschlossen. Die Saiten bestehen traditionell aus Schweifhaaren von mongolischen Pferden, ebenso wie die Bespannung des Bogens. Der Klang der Pferdekopfgeige ist weich. Der Tonumfang liegt ungefähr zwischen der europäischen Bratsche und dem Violoncello. Die Mongolen erinnert der Klang an den Wind der Steppe und das Wiehern ihrer Pferde. Die erste schriftliche Erwähnung fi ndet sich im 12. Jahrhundert. Die Musik der Pferdekopfgeige wurde von der UNESCO 2003 in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen.

Der mongolische LONG SONG
Die mongolische Liedform Urtiin Duu auch Long Song genannt ist ein zentraler Bestandteil der traditionellen mongolischen Musik. Das Liedgenre wird nicht Long Song genannt, weil die Lieder besonders lang sind (auch wenn sie das in der Tat oft sind). Die Silben des Liedtextes werden hingegen sehr lang gedehnt. So kann ein Lied von vier Minuten nur zehn Worte enthalten. Die Liedtexte des Long Song decken eine große Bandbreite ab. So fi nden sich philosophische, religiöse, romantische oder festliche Texte. Oft werden Pferde symbolisch in das Thema eingebaut. In der östlichen Mongolei wird der Long Song häufi g durch die Morin Chuur, die Pferdekopfgeige begleitet. In der westlichen Mongolei wird der Long Song traditionell ohne instrumentelle Begleitung gesungen.

Das Hauptcharakteristikum des Long Song sind die verlängerten Noten im Tenuto (gehalten) mit tief reguliertem Vibrato auf den Vokalen. Diese majestätisch klingenden, vibrierenden Noten geben dem Lied einen tiefgründigen philosophischen, meditativen Charakter. Sie vermitteln dem Zuhörer die geräumigen Bergtäler und die Ruhe der mongolischen Seele. Man kann drei Hauptstile des Long Song festmachen: besreg urtiin duu („kleiner long song“), urtiin duu und der aizam urtiin duu („majestätischer long song“). Auch hier refl ektiert der Stil die Art des Vortragens und der Gesangstechnik und nicht die Länge des Liedes.

2005 erklärte die UNESCO den mongolischen Long Song zu einem Meisterwerk des mündlichen Kulturerbes. „Kulturelles Erbe ist nicht begrenzt auf materielle Manifestationen wie Monumente oder Objekte, die die Zeit überdauert haben. Der Begriff umfasst auch Traditionen, die Gruppen und weltweite Gemeinschaften von ihren Vorfahren geerbt und an ihre Nachkommen, zumeist mündlich, weitergegeben haben.“