Zwischen Himmel Und Erde Film Trailer - Anthroposophie Heute

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 6 Jahre
Länge: 85 Min | Kinostart: 04.03.2010 | ©  Mindjazz Pictures | 
 
 
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Zwischen Himmel Und Erde Film Trailer - Anthroposophie Heute

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Zwischen Himmel Und Erde Film Trailer - Anthroposophie Heute: Infos & Links

Die Story zu Zwischen Himmel Und Erde Film Trailer - Anthroposophie Heute:
Anthroposophie – von Rudolf Steiner vor über 100 Jahren entwickelt, heute in Praxisfeldern wie Pädagogik, Medizin, Landwirtschaft und Kunst weltweit wirksam. Ist sie ein weltfremder, esoterischer Schulungsweg, eine fundamentalistische Weltanschauung oder gar eine radikale Alternative zum Mainstream des Kapitalismus?

Hintergrund:
Der Film zeigt auf einer Reise durch Ägypten, Deutschland und die Schweiz Menschen, die als Anthroposophen tätig sind oder diese umstrittene Bewegung, die ihnen einst Heimat war, hinter sich gelassen haben. Es ist die Geschichte einer Ambivalenz zwischen Faszination und Ablehnung eines schillernden Universums.


 

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Anmerkungen des Regisseurs
Es war vor 3 Jahren, im Sommer 2006. Mein Film ZUM ABSCHIED MOZART, der ein Chorprojekt an der Steinerschule Wetzikon dokumentiert, war in den Kinos der Schweiz recht erfolgreich angelaufen. In dieser Zeit, als es darum ging, die alte Geschichte loszulassen und neue Inhalte zu suchen, tauchte in mir eine Filmidee auf: Warum nicht direkt in die Höhle des Löwen vordringen und einen Film über Anthroposophie drehen? Den Versuch wagen, eine Weltanschauung, ein Gedankengebäude, eine Philosophie zu dokumentieren.

Keine einfache Sache... Meine beiden Kinder, in der Zwischenzeit erwachsen, besuchten seit dem Kindergarten während 14 Jahren die Steinerschule Wetzikon. Für mich als Vater war ihre Schulzeit ohne Noten und mit viel Kreativität ein Geschenk. Die Tatsache, dass sie heute, wo sie im “richtigen“ Leben stehen, ihren eigenen Weg gehen und nicht hilflos der bösen Welt ausgesetzt sind, widerlegt eine oft gehörte Behauptung, die Steinerschulen bildeten eine Art Ghetto in einer heilen Welt.

So kam ich über die Schule meiner Kinder immer wieder in Kontakt mit Anthroposophen. Es sind vor allem drei Punkte, die im Vordergrund stehen: Mich interessieren die praktischen Antworten der biodynamischen Landwirtschaft und der anthroposophischen Medizin auf ökologische und ethische Herausforderungen der Gegenwart. Mich fasziniert der Umgang mit Geld: Die LehrerInnen der Steinerschule beziehen als Lohn soviel sie brauchen, die Eltern zahlen als Schulgeld so viel sie können. Ein scheinbar utopisches Modell, das doch seit vielen Jahren funktioniert.

Anthroposophische Projekte machen mich neugierig, die gemeinschaftliche Organisationsmodelle praktizieren und dennoch produktiv und erfolgreich wirtschaften. Die Sekem Farm in Ägypten und der Hof Rheinau in der Schweiz, beide werden im Film gezeigt, sind zwei Beispiele dafür.

Doch ich habe auch kritische Fragen: Kann ein Mensch (Rudolf Steiner) in praktisch allen Lebensgebieten allgemein gültige Erkenntnisse entwickeln, ohne als Guru missbraucht zu werden? Beruht Anthroposophie, wie sie selbst behauptet, wirklich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, oder ist sie nicht doch eine Art Religion? Wird ein Gedankengebäude, das den Anspruch hat, auf eine Frage nur eine gültige Antwort zu geben, in seiner Grundstruktur nicht dogmatisch und sektiererisch?

So war meine Ambivalenz zwischen Bewunderung und Ablehnung dieses Universums die Triebkraft zur Entstehung des Filmes. Eines war mir von Beginn weg klar: Der Film sollte kritisch, aber fair mit einer Bewegung umgehen, die immer wieder Anlass zu heftigen Kontroversen gibt. Ich wollte Menschen, nicht Projekte darstellen, hatte nicht die Absicht einer umfassenden Dokumentation der anthroposophischen Bewegung. Es entstanden Streiflichter auf Menschen, die ich für kurze Zeit mit der Kamera begleiten durfte. Dreharbeiten und Montage waren eine Gratwanderung zwischen Polemik und Hofberichterstattung.

ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE – ANTHROPOSOPHIE HEUTE kann und will keine definitiven Antworten geben. Ich hoffe aber, dem Publikum damit die
eigene Annäherung an das kontroverse Thema zu ermöglichen.

Christian Labhart

Das Goetheanum – Tempel, Denkmal, Kraftort?
Von den anderen grossen Philosophen haben die meisten keinen Tempel gebraucht, sondern ihre Ideen sind auch so gut. Vielleicht wären seine Ideen ja genau so gut und hätten überlebt ohne das allbeherrschende Goetheanum an diesem Hügel, welches im Sonnenlicht wunderbar leuchtet, aber wenn ich dort hinkomme, es drückt mich jedes Mal da auf die Brust.
Christoph Homberger

Manche Leute sagen, das Goetheanum wäre eine historische Einrichtung oder ein Denkmal. Ich glaube es ist ein Mahnmal. Es möchte erinnern oder aufrufen an den lebendigen Geist, die Schöpferkraft des Menschen, die Bewegtheit. Schauen sie mal die Formen dieses Gebäudes an. Unglaublich bewegte, konvexe, konkave Formen. Streng geformt, trotzdem lebendig und bewegt. Das ruft zu etwas auf.
Bodo von Plato

Ich hatte ein Schlüsselerlebnis in Dornach. Ich sass vor dem Goetheanum und ich guckte ins Tal und habe gedacht, das gibt es nicht. Dies ist ein Ort der Inspiration, aber ich erlebe ihn nicht so. Ich erlebe eher ein Vakuum und ich erlebe ganz viel Initiative an der Peripherie. Ich hatte das Gefühl, alles was diese Anthroposophie, was Steiner ins Leben gerufen hat, lebt in der Welt im Umkreis, aber nicht in Dornach.
Claudine Nierth

1913 entsteht in Dornach (CH) das erste Goetheanum – ein hölzerner Doppelkuppelbau nach Rudolf Steiners Plänen – das 1922 durch Brandstiftung vollständig zerstört wird. Man vermutet, dass die Brandstifter aus den Reihen der Landeskirche stammten. 1923 entsteht das zweite Goetheanum, ein ebenfalls von Steiner entworfener Betonbau. Das Goetheanum ist Sitz der allgemeinen anthroposophischen Gesellschaft, es ist eine freie Hochschule für Geisteswissenschaft (mit Sektionen der von Steiner entwickelten Praxisfelder) und ein Veranstaltungsort mit über 1000 Veranstaltungen pro Jahr. Es ist das unbestrittene Zentrum der weltweiten anthroposophischen Bewegung.

Bodo von Plato – Vorstand am Goetheanum

 

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