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Einfach Zu Haben Trailer

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 12 Jahre
Länge: 92 Min | Kinostart: 11.11.2010 | DVD/BD: 21.04.2011 (DVD) | ©  Sony Pictures | Comedy
 
 
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Einfach Zu Haben Trailer: Infos & Links

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Interviews
Making of (engl.)
Blick hinter die Kulissen

US Trailer zum Film

Inside: Emma Stone in Berlin

Die Story zu Einfach Zu Haben Trailer:
Olive (EMMA STONE) ist ein eher unauffälliges Mädchen – bis zu dem Tag, an dem sie einem Freund hilft, auf einer Party scheinbar seine Jungfräulichkeit zu verlieren. Zwar ist das alles nur gespielt, um die Zuhörer  vor der Schlafzimmer-Tür zu täuschen, doch von nun an hat Olive einen Ruf weg, der sich gewaschen hat. Von den männlichen Schülern wird sie bewundert, bei den Mädchen ist sie jedoch schnell als Schlampe verschrien. Olive nimmt ihren neuen, zweifelhaften Ruf zunächst mit Genuss an und spielt der ganzen Schule vor, wie ungehemmt sie mit dem Thema Sex (angeblich!) umgeht…Aber was nun, wenn einem das ganze Spiel plötzlich über den Kopf wächst und man sich sehnlichst sein langweiliges, altes Leben zurückwünscht?!

Schauspieler:
Emma Stone, Penn Badgley, Amanda Bynes, Thomas Haden Church, Patricia Clarkson, Cam Gigandet, Lisa Kudrow, Malcolm MacDowell, Aly Michalka, Stanley Tucci


 

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Autor: Ole Mann

Regisseur Will Gluck ("Fired Up!") inszenierte eine spritzige Komödie über den alltäglichen Konkurrenzkampf an einer High School, die Leichtigkeit mit der Gerüchte die Runde machen und den amüsanten Versuch, eine frei erfundene Geschichte wieder rückgängig zu machen. Als vermeintlich skrupellose Femme fatale der Highschool glänzt Jungstar Emma Stone ("Zombieland", "Superbad"). An ihrer Seite spielen Penn Badgley ("Der Stiefvater", "Gossip Girl"), Amanda Bynes ("Hairspray"), Thomas Haden Church ("Imagine That – Die Kraft der Fantasie", "Sideways"), Patricia Clarkson ("Shutter Island") und Stanley Tucci ("In meinem Himmel", "Julie & Julia").


WIE EINE GESCHICHTE DIE RUNDE MACHT

Die Welt von Einfach Zu Haben erlebte ihre Geburtsstunde, als der Drehbuchautor Bert Royal einen zeitlosen Klassiker mit einem zeitgemäßen Milieu kreuzte.

„Ich hatte die Idee, drei Klassiker der amerikanischen Literatur zu nehmen, die Geschichten an derselben Highschool anzusiedeln und diese Welt dem Hier und Jetzt anzupassen“, sagt Royal. Er entschied sich dafür, dass von diesen Klassikern Nathaniel Hawthornes „Der scharlachrote Buchstabe“ der erste werden sollte: Der Roman dreht sich um den öffentlichen Leidensweg einer Frau aus Boston, Hester Prynne, die im 17. Jahrhundert des Ehebruchs beschuldigt wird. „Ich habe nie eine 1:1-Adaption des Romans geplant, wollte mich aber von Teilen des Inhalts inspirieren lassen.“

„Im Kern geht es um puritanische Werte, denen das Konzept der Selbstverwirklichung gegenübergestellt wird. Olive ist eine außerordentlich offene Person. Sie ist der Meinung, dass die Menschen ehrlich zu sich selbst sein sollten. Bedauerlicherweise wächst sie in einer Gesellschaft auf, die Menschen verurteilt, wenn sie von der Norm abweichen. Sie würde gerne die Stadt ein wenig aufmischen und das tut sie ja auch. Allerdings nicht so, wie sie es beabsichtigt hatte.“

Das Drehbuch fiel der Produzentin Zanne Devine in die Hände, die nach mehrmonatigen, anstrengenden Dreharbeiten an Originalschauplätzen zu ihrer Produktion Mardi Gras (2010) gerade erst nach Los Angeles zurückgekehrt war. Eigentlich war sie nicht in der Verfassung, überhaupt irgendetwas zu lesen. Aber ein Anruf ihrer Assistentin, die nur etwa 30 Seiten gelesen hatte, überzeugte Devine davon, sofort in das Buch einzutauchen. „Ich habe es noch in der darauffolgenden Nacht verschlungen“, erinnert sich Devine, die am nächsten Morgen ihre Kollegen bei Screen Gems anrief. „Ich habe es vorbeigebracht, sie haben es gelesen und wir haben es gekauft. „Der scharlachrote Buchstabe“ als Inspiration und das Gespür für tiefschürfende Themen: Bert hat ein Drehbuch geschrieben, das die Welt an modernen Highschools auf wundervolle Weise einfängt. Witzig und aussagekräftig zeigt es, dass diese Themen heute noch eine ebenso große Rolle spielen, wie sie es bereits seit Jahrhunderten getan haben.“

Ähnlich wie die Produzentin Zanne Devine hatte auch der Regisseur Will Gluck gerade erst einen eigenen Film abgeschlossen: die Screen Gems-Produktion Fired Up (2009). Von seinen Kollegen im Filmstudio bekam Gluck das Drehbuch und war zunächst misstrauisch. „Normalerweise schreibe ich auch das Drehbuch zu den Filmen, bei denen ich Regie führe. Und nach meinem letzten Film wollte ich nie wieder einen Highschool-Film drehen“, erinnert sich der Regisseur. „Aber als ich das Buch gelesen hatte, musste ich einsehen, dass es, obwohl es an einer Schule spielt, weit darüber hinausgeht. Es geht tatsächlich um Moral, darum, wie ein Gerücht funktioniert und über die Bedeutung, die Menschen ihrer Außenwirkung beimessen. Die Geschichte lässt die Highschool rasch hinter sich und wird zur Geschichte über die ganze Stadt. Der Film ist außerdem sehr humorvoll, inklusive einiger äußerst bewegender, dramatischer Momente. Er ist weit von einem simplen Highschool-Film entfernt.“

Gluck fühlte sich auch von der weiblichen Perspektive angesprochen, die das Drehbuch einnimmt: „Es war toll, auf ein Drehbuch zu stoßen, das aus der Perspektive eines Mädchens geschrieben ist“, fügt Gluck hinzu. „Die meisten Filme handeln von den Hürden, die Jungs überwinden müssen, um schließlich das Mädchen zu kriegen. Hier geht es um ein Mädchen, das gar nicht ‚gekriegt‘ werden will. Einen Freund will sie aber trotzdem haben.“

Jeder, der das Drehbuch gelesen hatte, war außerdem angetan von der Umgangssprache der Figuren. Royal hatte die bewusste Entscheidung getroffen, dass Olive und ihre Mitschüler wie wirkliche Teenager sprechen sollten. Er hatte beschlossen, nicht zurückzuschrecken vor Dialogzeilen, die dem Film ein US-amerikanisches „R-Rating“ einbringen könnten. Obwohl den Autor nun schon einige Zeit von seinen Jugendjahren trennt, konnte er auf genügend Beispiele zurückgreifen, um diese besondere Weltsicht zu einzufangen.

„Meine Mutter war Lehrerin, deshalb verbrachte ich auch dann noch viel Zeit mit Kids, nachdem ich die Highschool längst abgeschlossen hatte“, berichtet Royal. „Etwas an ihren Gesprächen, ihren Ängsten war einmalig. Als ich in New York lebte, hörte ich immer den Kids in der U-Bahn zu. Sie bauschten jede Kleinigkeit zu einem Drama auf. Aber wenn man wirklich zuhört und beginnt, zwischen den Zeilen zu lesen, dann erinnert man sich an dieses Gefühl: Dass es das Ende der Welt bedeuten könnte, wenn nur irgend etwas falsch läuft.“

„Bei den meisten Komödien, die als Altersfreigabe ein amerikanisches „PG-13-Rating“ bekommen (‚Möglicherweise zum Teil ungeeignet für Kinder unter 13, Eltern werden nachdrücklich gewarnt‘) habe ich oft den Eindruck, dass es ihnen nicht gelingt, die Umgangssprache der Kids wirklich wiederzugeben. Selbst an unserem Set musste man nur den Statisten zuhören: Die Ausdrücke, die sie verwenden, übertreffen diejenigen, die ich in das Drehbuch geschrieben habe, bei Weitem. Wenn man sich einige Klassiker des Genres wie Heathers (Heathers, 1989), 16 Candles (Das darf man nur als Erwachsener, 1984) und The Breakfast Club (Der Frühstücksclub, 1985) ansieht, muss man feststellen, dass sie in Amerika alle ein „R-Rating“ (‚Unter 17 ist die Begleitung eines Elternteils oder eines Erziehungsberechtigten obligatorisch‘) bekommen haben. Bei diesem Drehbuch hatte ich das Gefühl, dass ich für die Geschichte, die ich erzählen wollte, realistische Dialoge brauchte.“

Aber Worte und Taten sind natürlich zwei verschiedene Paar Stiefel. Für Gluck war die Tatsache, dass es in diesem Film zwar um das heiße Thema Sex geht, es aber faktisch gar keine Sexszenen gibt, ein besonderer Spaßfaktor. „Auf eine verdrehte Weise ist das irgendwo konservativ“, gibt Gluck zu. „Die Moral von der Geschichte ist, dass es sich lohnt, zu warten, aber dass man manchmal auch verschlungene Wege zurücklegen muss, um eben diese Antwort zu bekommen. Es ist interessant, dass es sich bei dem Thema Sexualität in Amerika inzwischen vor allem darum dreht, was die Menschen darüber denken und gar nicht mehr um den Akt an sich. Dieser Film befreit sich von dem Akt, es kommt ja schließlich überhaupt nicht dazu. Hier geht es darum, wie die Menschen darüber sprechen und wie es einem selbst dabei geht, wenn man auf diese Weise wahrgenommen wird.“

„Ich fände es toll, wenn meine elfjährige Tochter die Moralvorstellungen verstehen würde, die der Film vermittelt“, sagt Zanne Devine. „Hier lernt ein Mädchen, seine eigenen Entscheidungen über sein Sexualverhalten zu fällen, eigene Entscheidungen darüber, wie viel Intimität es in seinem Leben zulassen möchte. Olive verbringt im Film viel Zeit damit, auf das zu reagieren, was die anderen Menschen auf sie projizieren und nicht etwa auf das, was wirklich passiert ist. Diese Vorstellungswelt bewegt sich durchaus im Rahmen eines amerikanischen „PG- 13-Ratings“. Ich glaube, dass Eltern sich nur wünschen können, dass ihre Tochter oder ihr Sohn von der Moral der Geschichte und der Botschaft des Films profitiert.“

Royal ergänzt: „Olive hat es gar nicht nötig, Sex zu haben. Sie ist in dieser Hinsicht reif genug, so lange zu warten, bis sie bereit dafür ist. Unreif handelt sie aber natürlich, indem sie lügt, diese Lüge aufrecht hält und daran glaubt, dass es wichtig ist, was die Anderen über sie denken.“