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European Outdoor Film Tour Trailer - E.O.F.T. 2010/2011

Länge: 120 Min | Kinostart: 10.10.2010 |
 
 
Trailer

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European Outdoor Film Tour Trailer - E.O.F.T. 2010/2011

Bumblebee

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Abgeschnitten

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Die Defekte Katze

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European Outdoor Film Tour Trailer - E.O.F.T. 2010/2011: Infos & Links

Schauspieler:
David Lama, Alex Johnson, Anna Stöhr, Jakob Schubert, Céderic Lachat, Magnus Midtbø, Xavier Rosset, Alex Honnold, Tyler Bradt, Thomas Huber, Alexander Huber, Wolfgang Güllich, Kurt Albert, Matt Hunter, Gee Atherton, Geoff Gulevich, Cam McCaul, Brandon Semenuk, Stevie Smith, Guillaume Néry, Christian Stangl, Benedikt Böhm, Sebastian Haag, Jon Muir, Jonny Durand

Hintergrund:
Im Programm: Die 10 besten Outdoor- und Abenteuerfilme des Jahres, 120 Minuten Abenteuer, Action, Adrenalin - von Klettern über Mountainbiking und Kajaking bis Freeriden. Die E.O.F.T. (European Outdoor Film Tour) zeigt wie vielfältig die Welt des Outdoorsports ist, erzählt spannende Expeditionsabenteuer und portraitiert außergewöhnliche Sportler. Mit dabei sind u. a. die Outdoor-Größen Thomas und Alexander Huber, der amtierende Weltrekordhalter im Kajak Tyler Bradt und der Free Solo Kletterer Alex Honnold. Aber auch unbekannte Gesichter wie der Freediver Guillaume Néry sind mit am Start.


 

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Interview mit Alex Honnold

E.O.F.T: Wie bereitest Du Dich mental auf Deine Solos vor? Kann man einfach mittendrin umdrehen...
Alex Honnold: Umdrehen ist immer eine Option. Sogar an Big Walls wie Half Dome und Moonlight Buttress könnte ich auf einem Absatz sitzen bleiben bis jemand käme um mich abzuholen. Oder ich könnte den größten Teil der Route wieder nach unten klettern. Aber ja, die mentale Vorbereitung ist der Schlüssel. Ich klettere die Route vorher einige Male mit Seil, damit ich weiß, dass ich sie klettern kann. Aber dann kommt der Punkt, an dem ich mich dazu entschließen muss, diese Route solo zu klettern. Wenn ich mir sicher bin, dass ich das wirklich will, dann muss ich mich/meine Gedanken nur unter Kontrolle behalten, wenn ich klettere.

E.O.F.T.: Hast Du Dich schon jemals ernsthaft verletzt?
A.H.: Nein. Ich habe mir nur einmal in der Turnhalle das Handgelenk gebrochen. Aber das war keine große Sache.

E.O.F.T.: Was hältst du von den europäischen Kletterspots? Vom Elbsandsteingebirge zum Beispiel?
A.H.: Das Klettern in Deutschland und Tschechien war einzigartig. Es war eine krasse Erfahrung ohne Chalk zu klettern und nicht zu wissen, wo die einzelnen Routen hinführten und wie schwer sie waren! Ich würde nicht immer dort klettern wollen, weil es ziemlich stressig war. Aber es war eine tolle Erfahrung. Ich bin froh dort gewesen zu sein und diesen Style mal ausprobiert habe. In gewisser Weise hat mich der Trip auch an meine Grit-Stone-Klettereien in England erinnert – auch ziemlich stressig und ein bisschen beängstigend, aber auf jeden Fall eine gute Möglichkeit meine Kletterfähigkeiten auszuweiten. Es ist immer gut neue Kletterspots zu besuchen und neuen Fels auszuprobieren.

E.O.F.T.: Ist Klettern das Wichtigste in deinem Leben?
A.H.: Ich glaube, ja. Auch wenn es ziemlich peinlich ist, das zu sagen: Ja.

E.O.F.T.: Du willst mit Ueli Steck den Speedrekord an der „Nose“ brechen. Wie ist es dazu gekommen?
A.H.: Eigentlich haben wir uns vorher nie getroffen, bevor er ins Yosemite Valley kam um die „Nose“ mit mir zu klettern. Die Jungs von „Sender Films“ hatten die Idee und haben den Kontakt hergestellt. Wir haben dann ein bisschen hin- und hergemailt und uns dann für dieses Projekt entschieden.

E.O.F.T.: Wäre es für Dich auch interessant, einmal die Eiger Nordwand zu durchsteigen?
A.H.: Ich würde die Route schon gerne einmal klettern, ganz einfach weil sie so eine große Tradition hat. Ich bezweifle, ob ich sie jemals solo klettern werde und bestimmt nicht so schnell! Wenn ich etwas älter bin werde ich vielleicht mit dem alpinen Klettern anfangen. Ich würde wahnsinnig gern größere Wände klettern.

 

Interview mit Guillaume Néry

E.O.F.T.: Was bedeutet Tauchen für Dich?
Guillaume Néry: Für mich ist das Tauchen mehr als ein Sport. Wenn ich tauche, dann gehe ich in der dunklen blauen Welt unter Wasser auf Entdeckungsreise. Es ist ein faszinierender Ort, der einzige auf der Welt, wo ringsum alles gleich aussieht. Man fühlt sich vollkommen schwerelos. So gesehen sind Tauchen und Fliegen eigentlich das gleiche. Das wollte ich auch im Film zum Ausdruck bringen.

E.O.F.T.: Wie kam es zu dem Filmprojekt?
G.N.: „Free Fall“ war schon seit 4 oder 5 Jahren geplant. Ich habe nur noch auf den richtigen Zeitpunkt gewartet, ihn tatsächlich zu machen. Es ist nämlich schwierig jemanden zu finden, der so etwas drehen kann – unter Wasser! Schließlich hat es dann meine Freundin Julie Gautier gemacht – und sie ist auch Taucher. Insgesamt haben wir vier Nachmittage lang gedreht.

E.O.F.T.: Hattet Ihr ein Storyboard?
G.N.: Es gab kein detailliertes Storyboard, aber ich wusste ganz genau welche Geschichte ich erzählen wollte. Einige Bilder hatte ich schon vorher im Kopf aber vieles hat sich auch während der Dreharbeiten ergeben. Mal hatte ich eine neue Idee, mal Julie – und wenn wir abends beim Schneiden festgestellt haben, dass uns noch etwas fehlt, dann haben wir die entsprechende Einstellung eben noch gedreht. Die Filmmusik (Archive: „You make me feel“) stand von Anfang an fest. Ich hatte das Lied auf meinem iPod und wusste sofort, dass es der richtige Song ist. Vor allem um sich von anderen Tauchfilmen abzuheben. Die haben immer so eine extrem langsame ZEN-Musik.

 

Interview mit Nicholas Falquet

E.O.F.T.: Ihr seid schon eine ganze Weile im Skifilm-Business. Was hat sich Laufe der Jahre geändert?

Nicholas Falquet: Die Ski sehen heute zwar anders aus, aber der Sport selbst nicht hat sich nicht viel verändert. Die Jungs machen noch immer die gleichen Sprünge, vielleicht mit einem neuem Griff hier und da. Die eigentliche Evolution hat im Internet stattgefunden. Da kann man sich einfach alles und jeden anschauen. Das hat der Qualität der Filme sehr geschadet. Schwer zu sagen, ob die wirklich professionell oder gut gemacht worden sind. Aber die Sponsoren sind damit zufrieden. Es ist schwieriger geworden ein richtig gutes und professionelles Projekt zu finanzieren. Wir drehen ja immer noch auf 16mm-Film. Natürlich kann man auch mit wenig Geld gute, witzige und verrückte Sachen drehen, aber zu 99 Prozent kommt totaler Mist dabei heraus.

E.O.F.T.: In einer Filmszene sieht man, wie Ihr mit einer Handgranate eine Lawine sprengt. Habt Ihr immer Handgranaten dabei, wenn Ihr auf eine Skitour geht?
N.F.: Die Sache mit der Handgranate ist natürlich ein Fake. Wir waren auf der Suche nach einer verrückten und lustigen Szene für den Film und hatten gerade vorher einen Helikopter abgedreht, der Bomben über dem Skigebiet abwirft. Dann kam uns die Idee mit der Handgranate. Wir haben dann die Explosion einer echten Bombe mit dem Wurf unserer Plastik-Granate zusammengeschnitten. Ich fand, dass das Timing nicht ganz perfekt war, aber die meisten haben es nicht gemerkt! Sie dachten, ich hätte die Granate bei Ebay gekauft. Als ob man sich einfach so ein Ding besorgen und dann einfach irgendwo hin werfen könnte. In diesem Moment wurde mir bewusst, welche Macht man hat, wenn man etwas übers Internet oder TV verbreitet. Alles, was dort läuft, wird als wahr erachtet.

E.O.F.T.: Was haltet Ihr vom Heliskiing?
N.F.: Wir haben in der ganzen Produktionsphase nur einmal einen Helikopter benutzt. Ansonsten sind wir die ganzen Berge zu Fuß hoch gelaufen. Das bietet sich in den Alpen ja auch an. Hier liegt alles so dicht beieinander und die Aufstiege sind ziemlich leicht. Wenn’s extrem steil wird muss man halt aufpassen. Aber tendenziell ist schon so, dass heute wieder vermehrt Skitouren gegangen werden. Außerdem – da muss man ganz ehrlich sein – ist Heliskiing auch wahnsinnig teuer. Und bevor ich einen Heli bezahle, leiste ich mir lieber ein paar Rollen Film mehr.

E.O.F.T.: Mit wem habt Ihr zusammengearbeitet?
N.F.: Es waren wieder die gleichen Leute dabei, mit denen wir schon seit Jahren zusammenarbeiten. Guido Perrini und Miriam Hadik, die eigentlich Fotografin ist und vor einigen Jahren mit dem Filmen angefangen hat. Vieles haben Loris und ich auch selbst gedreht. Das Budget für das ganze Projekt war sehr niedrig. Es war eine echte Herausforderung, unser Qualitätsniveau aufrechtzuerhalten.