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Satte Farben Vor Schwarz Trailer

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 0 Jahre
FSK Trailer: 0 | Länge: 85 Min | Kinostart: 13.01.2011 | DVD/BD: 28.07.2011 (DVD&BD) | ©  Farbfilm | Drama
 
 
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Satte Farben Vor Schwarz Trailer: Infos & Links

Ausschnitte aus dem Film
Interviews mit den Stars
Making Of zum Film

Die Story zu Satte Farben Vor Schwarz Trailer:
Anita und Fred sind seit 50 Jahren ein Paar und fast genauso lange glücklich verheiratet. Sie haben zwei erwachsene Kinder, die Enkelin steht kurz vor dem Abitur. Beide können nicht nur auf ein erfülltes Leben zurückblicken – sie sind noch mittendrin. Dass Fred schwer krank ist, haben sie ihrer Familie bislang verheimlicht. Erstmals in all den Jahren nimmt Fred sich nun Freiheiten heraus, die seine Frau vor den Kopf stoßen. Zum ersten Mal fühlt Anita sich allein gelassen und stellt ihre Beziehung in Frage. Doch eine Liebe wie die ihre endet nicht einfach so. Sie soll niemals enden...

Schauspieler:
Senta Berger, Bruno Ganz, Barnaby Metschurat, Carina Wiese, Leonie Benesch, Sylvana Krappatsch, Thomas Limpinsel, Traute Hoess, Ruth Glöss, Carlo Ljubek

Hintergrund:
Der Film erzählt eine starke Geschichte über eine kompromisslose Liebe, kleine Fluchten und reife Entscheidungen. Regisseurin Sophie Heldman schrieb gemeinsam mit ihrem Ko-Autor Felix zu Knyphausen das Drehbuch zu ihrem bewegenden Kinodebüt, das für den FIRST STEPS AWARD 2010 nominiert wurde und im Wettbewerb der 58. Internationalen Filmfestspiele von San Sebastian seine Weltpremiere feierte.

Technikinfos:
Bildformat: 1,85:1; Ton: Dolby Digital


 

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Weitere Infos zum Film:

Sophie Heldman, die während ihres Studiums an der dffb in Berlin bereits den erfolgreichen Kurzfilm „Icke“ realisierte, verarbeitet in ihrem Abschlussfilm SATTE FARBEN VOR SCHWARZ eine wahre Geschichte aus dem eigenen familiären Umfeld, die aufwühlt, bewegt und das Publikum mit wichtigen Fragen des Lebens konfrontiert. Zu dem Stoff kam Produzent Titus Kreyenberg, Chef der Kölner unafilm, durch die Kamerafrau Sophie Maintigneux, die bereits zwei Filme für seine Firma fotografiert hatte: „Hannah“ von Erica von Moeller und „Verbotene Liebe“ von Judith Kennel.

„Sophie hat ein Treffen mit der Autorin Sophie Heldman herbeigeführt, die einen Produzenten suchte“, erinnert sich Kreyenberg. Da SATTE FARBEN VOR SCHWARZ auf persönlichen Erfahrungen der Autorin basiert, stand für den Produzenten von Anfang an außer Frage, dass Sophie Heldman ihr Skript auch selbst inszenieren sollte: „Der Stoff war an sie gebunden, sie hat ihn geschrieben. SATTE FARBEN VOR SCHWARZ sollte Sophie Heldmans Spielfilmdebüt werden.“ Obwohl es sich um einen Erstlingsfilm handelte, wurde SATTE FARBEN VOR SCHWARZ nicht als Low-Budget- Film, sondern mit einem angemessenen Budget und einem hochkarätigen, erfahrenen Team vor und hinter der Kamera realisiert.

Das starke Drehbuch, seine aufwühlende Geschichte und das Engagement der Nachwuchsregisseurin überzeugten auch zwei der größten Stars des deutschsprachigen Films: Mit Senta Berger und Bruno Ganz konnte Sophie Heldman ihre Traumbesetzung gewinnen. „Als ich mich zum ersten Mal mit Senta und Bruno über die Figuren unterhalten habe, dachte ich: Ich habe Partner gefunden“, sagt Sophie Heldman rückblickend. „Das ist schon sehr ungewöhnlich, was man hier machen darf“, begründet Bruno Ganz seine Zusage. „SATTE FARBEN VOR SCHWARZ ist ein gelungenes Drehbuch, das auf ungewöhnliche Weise zulässt, wie Menschen miteinander umgehen dürfen. Das ist zum Teil ein bisschen kompliziert und vielleicht auch abstoßend, aber andererseits ist da eine große Zärtlichkeit.“

Als liebevolle Mutter und Großmutter Anita fungiert Senta Berger als Mittlerin zwischen ihrem Mann Fred und den gemeinsamen Kindern, die er nicht mit seiner Krankheit belasten will und mit seiner Abwehrhaltung eher ungewollt zurückstößt. „Ich versuche, das ein bisschen zu mildern“, erzählt Senta Berger. „Man wünscht sich doch, dass die Kinder den Glauben an das Leben behalten und sich zu einem so frühen Zeitpunkt mit nichts anderem beschäftigen als mit der Familiengründung oder dem Aufbau ihres Lebens.“ Sie sollen nicht teilhaben an dem Ende, das Anita und Fred für sich gewählt haben.

Im Kern sei der Film ein Zwei-Personen-Stück, meint Titus Kreyenberg. Schon allein aufgrund der Konzentration auf zwei Protagonisten und eine Location hat SATTE FARBEN VOR SCHWARZ Kammerspiel-Charakter. „Dennoch ist das Buch nicht dialoglastig“, erklärt der Produzent. „Es ist ein sehr bewegender Film, ruhig und getragen – aber eben keiner, in dem die ganze Zeit gesprochen wird.“ Die Kamera bleibt eng bei den Hauptfiguren, die sich intensiv mit ihrer Liebe, ihrer Ehe und ihrem gelebten Leben beschäftigen. Kreyenberg: „Es geht um Fragen wie: Was bleibt? Was kommt noch? Wie wollen wir den Rest unseres Lebens verbringen? Was passiert, wenn wir krank werden? Werden wir zu einem Pflegefall?“ Der Film schildert die entscheidenen Wochen im Leben des Liebespaares und schließt mit der Frage nach der Unendlichkeit der Liebe.

Für die Bildgestaltung konnte die Österreicherin Christine A. Maier gewonnen werden. Sie stand bereits für den preisgekrönten Film „Esmas Geheimnis – Grbavica“, der bei den 56. Internationalen Filmfestspielen in Berlin 2006 u. a. mit dem Goldenen Bären und dem Friedensfilmpreis ausgezeichnet wurde, und „Free Rainer – Dein Fernseher lügt“ (2007) von Hans Weingartner hinter der Kamera. „Die Kamera ist bescheiden und zurückgenommen“, erläutert Regisseurin Sophie Heldman. „SATTE FARBEN VOR SCHWARZ wird in klaren, ausdrucksstarken Bildern erzählt: Der Film spielt im Frühjahr, wenn die Natur erwacht. Am Anfang leuchten die Farben. Das Haus von Anita und Fred fungiert dabei als ein weiterer Darsteller; die Atmosphäre, das Licht und die Gegenstände darin reflektieren die Lebensgeschichte der Figuren.“

Für den Schnitt zeichnet Isabel Meier verantwortlich, die schon Oskar Roehlers „Die Unberührbare“, Pan Nalins „Samsara“ und die Schweizer Bollywood-Romanze „Tandoori Love“ bearbeitet hat. „Isabel Meier gehört zu jenen Cutterinnen, die sich bereits in der Drehbuch-Phase und bei den Drehvorbereitungen stark engagieren und kritisch auseinandersetzen“, lobt Titus Kreyenberg.

Gedreht wurde an 30 Tagen von April bis Anfang Juni 2009 an verschiedenen Drehorten in Düsseldorf und Nordrhein-Westfalen. Allein drei Wochen lang filmte das Team in einem Privathaus in Düsseldorf: Das idyllische Zuhause von Anita und Fred mit dem weitläufigen Garten ist der heimliche dritte Hauptdarsteller in SATTE FARBEN VOR SCHWARZ. „Es hat sehr lange gedauert, bis wir dieses Prachtstück gefunden haben“, berichtet Titus Kreyenberg. Eine „Idealbesetzung“: „Schließlich handelt die Geschichte von Menschen, die sehr wohlhabend sind, ohne protzig zu wirken.“

Die andere Hälfte der Drehzeit entfiel auf Aufnahmen in Köln, wo vorrangig auf Straßen und in Büros gedreht wurde. Daneben gastierte das Team auf Schloss Türnich bei Euskirchen und im Bergischen Land, wo in einer weißen Kapelle mit einer riesigen Eiche davor die Hochzeit von Anitas und Freds Tochter Karoline aufgenommen wurde. „Sie gibt einem Mann, mit dem sie seit fünf Jahren zusammen ist, das Ja-Wort und bringt eine Tochter aus einer früheren Beziehung mit in die Ehe“, erklärt der Produzent. „Diese Szene enthält eine hohe symbolische Kraft: einerseits die spirituelle Vereinigung, andererseits das Gewachsene in Form des großen Baumes. Das sind zwei Metaphern in einem Bild, eingebettet in eine herrliche Landschaft.“ Die Drehorte werden im Film allerdings nie explizit genannt oder kenntlich gemacht. Man wollte SATTE FARBEN VOR SCHWARZ ein „europäisches Gesicht geben“, so Kreyenberg. „Der Film spielt zwar eindeutig in Deutschland, aber an keinem bestimmten Ort. Auf bekannte Sehenswürdigkeiten wie den Kölner Dom oder auch den Rhein haben wir bewusst verzichtet.“

2007 hat sich der Philosoph und Freidenker André Gorz zusammen mit seiner krebskranken Frau das Leben genommen. Kurz zuvor hat Gorz unter dem Titel „Brief an D.“ eine bewegende Liebeserklärung an seine Frau veröffentlicht: „Du bist gerade 82 geworden. Du bist immer noch schön und begehrenswert. Wir leben seit 58 Jahren zusammen und ich liebe Dich mehr als je zuvor. Erst kürzlich habe ich mich erneut in dich verliebt.“

 

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