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Kent Nagano - Montreal Symphony Kino Film Trailer

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 0 Jahre
Länge: 97 Min | Kinostart: 13.01.2011 | DVD/BD: 20.05.2011 (DVD) | ©  Zorro | 
 
 
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Kent Nagano - Montreal Symphony Kino Film Trailer

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Kent Nagano - Montreal Symphony Kino Film Trailer: Infos & Links

Die Story zu Kent Nagano - Montreal Symphony Kino Film Trailer:
Er gilt als zurückhaltend und drängt nicht in den Mittelpunkt - der Dokumentarfilm KENT NAGANO - MONTREAL SYMPHONY stellt ihn aber genau dahin. Ein Jahr lang hat die Dokumentarfilmerin Bettina Ehrhardt Kent Nagano und das Orchestre symphonique de Montréal (OSM) begleitet - vom Norden Kanadas bis nach Paris - und beobachtet, wie das frankokanadische Traditionsorchester ein neues Musizieren entdeckt. Kent Nagano, der in Doppelfunktion sowohl die bayerische Staatsoper in München als auch das Symphonieorchester Montreal leitet, geht ungewöhnliche Wege, um sein Publikum zu finden: Die Musiker spielen in Schulen, in Montreals Hockeystadion und in den Dörfern der Inuit im Hohen Norden Kanadas. Proben- und Konzertmitschnitte symphonischer Werke von Bruckner, Mahler und Debussy zeigen, wie Kent Nagano Musik entstehen lässt. Der Film zeichnet das beeindruckende Porträt eines großen Dirigenten der Gegenwart.


 

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Ausführlicher Inhalt des Films:

Eine Stadt. Ein Orchester. Ein Dirigent.

KENT NAGANO - MONTREAL SYMPHONY ist ein Film über einen großen Dirigenten unserer Zeit und seine Arbeit mit einem außergewöhnlichen Klangkörper. Die kulturelle Vielfalt Montreals hat ein Orchester hervorgebracht, das für Kent Nagano einzigartig ist, weil es „europäische und amerikanische Traditionen mischt - in einer Stadt, sowohl nordamerikanisch als auch europäisch geprägt ist.“ Er spielt mit diesem Orchester an ungewohnten Orten und vergibt verblüffende Kompositionsaufträge - Stücke für den Kehlkopfgesang der Inuit oder für einen Radiosprecher mit Orchester. „Wir wollen unsere Musik über die Wände des Konzertsaals hinaustragen."

Der Film porträtiert den Dirigenten und seine Montrealer Symphoniker in der 75. Jubiläumssaison des Orchesters. Nagano hat zu diesem Anlass ein besonderes Musikprogramm zusammengestellt, um mit seinem Publikum in Dialog zu treten. „Ich träume von einer Welt, in der jeder Mensch die Möglichkeit hat, seinen Weg zur Kunst zu finden. Kultur ist Menschenrecht, sie führt aus der Herrschaft der Notwendigkeit in die Sphäre der Freiheit. Teilhabe an den Künsten macht den Menschen mündig, sie gibt ihm Kraft zum Überleben.“

Der Film ist als Episodenfilm angelegt, mit Drehorten in Montreal, Nunavik, Paris und München. Fünf musikalische Ereignisse des Jahres 2009 erzählen in sich abgeschlossene, aufeinander bezogene Geschichten. Der Dirigent reflektiert, auf welche Weise die Musik sein Leben geprägt hat.

Der Zuschauer begleitet Nagano auf eine außergewöhnlichen Reise: der Dirigent und sieben Musiker des OSM fliegen nach Nunavik, in den Hohen Norden Québecs, wo sie den dort lebenden Inuit ein Geschenk machen. „Take the Dog Sled“, ein Stück der kanadischen Komponistin Alexina Louie, ist eine Hommage an die Inuit, ihre Kultur und die grandios unbarmherzige Natur des Nordens. In Schulworkshops stellen die Musiker den Schülern vor Ort ihre Instrumente vor, Geige und Fagott, die die Kinder noch nie gesehen haben. Gelegenheit für Nagano sich zu erinnern, wie er in seiner Kindheit die Welt der Musik für sich entdeckte.

Im Kontrast dazu steht das Pariser Konzertereignis auf der Europatournee des Orchesters, mit Gustav Mahlers „Lied von der Erde“. Paris ist die Stadt, in der der junge Dirigent Nagano ein entscheidendes Jahr seines Lebens verbrachte - zu Gast im Haus des Komponisten Olivier Messiaen. Dessen Musik und Spiritualität haben Nagano, den Sohn buddhistischer und christlicher Eltern, stark berührt. Kent Nagano knüpft in den Konzerten aber auch Verbindungen zwischen klassischer Musik und Alltagskultur, zum Beispiel inspiriert vom Radiomoderator René Homier-Roy und dessen populärer Morgensendung „C’est bien meilleur le matin“ („Am Morgen ist alles besser“). Der junge Montrealer Komponist Simon Leclerc schreibt ein Stück für Radiosprecher und Orchester, musique concrète instrumentale voller Lokalcolorit und Humor. Alles kann Musik werden, scheint Nagano seinem Publikum zurufen zu wollen.

Die konzertante Aufführung von Olivier Messiaens Oper „Saint François d’Assise“, die Proben und das Konzert der siebten Symphonie von Anton Bruckner und Gustav Mahlers „Lied von der Erde“ zeigen, wie Kent Nagano mit dem Orchester arbeitet, wie er den Musikern seine Vorstellungen von Klang und musikalischer Struktur nahe bringt.

Die Kapitel des Films werden durch Zwischenspiele miteinander verknüpft, die dem Zuschauer hinter die Kulissen des Orchesters führen: Stellvertretend für ihre Kollegen sprechen drei Musiker - der Fagottist Mathieu Harel, der Perkussionist Jacques Lavallé und der Klarinettist André Moisan - über ihre Erfahrungen im Konzertsaal und mit ihrem Instrument.

Die Kamera begleitet Kent Nagano auch außerhalb des Konzertsaals, auf zwei Spaziergängen am St. Laurence Strom. Naturerlebnisse, das spürt der Zuschauer, gehören für Nagano zum Fundament der musikalischen Erfahrung.

 

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