10 Orte, die jeder Nerd einmal im Leben gesehen haben muss

04.04.2011 15:42

Nerds wie Graeme (Simon Pegg) und Clive (Nick Frost) im Film Paul verfügen oftmals über herausragendes Wissen oder Können in einem ziemlich „speziellen“ Themenbereich. Das kann beispielsweise die Fähigkeit sein, sich in den Zentralrechner des Pentagons zu hacken, fließend Klingonisch zu sprechen, „World of Warcraft“ mit verbundenen Augen spielen zu können oder sämtliche Dialoge der Lieblingscomicserie seit 1950 auswendig zu kennen. Alle diese Fähigkeiten haben eines gemeinsam: Um sie zu perfektionieren, muss der gemeine Nerd die Wohnung eigentlich nie verlassen – und tut es deswegen meist auch nicht. Eine Ausnahme bilden dabei jedoch Pflichtreisen zu den wenigen Orte auf der Erde, die echte Nerds einmal im Leben mit eigenen Augen gesehen haben müssen.

1.) Area 51 (USA)
Die weltberühmte (geheime) militärische Sperrzone Area 51 liegt inmitten einer noch viel größeren militärischen Sperrzone namens „Nellis Range“ nordwestlich von Las Vegas, Nevada. Area 51 wirklich zu besuchen, ist also genau genommen gar nicht möglich. Und das wiederum ist auch irgendwie total verständlich, wenn es um ein Gelände geht, auf dem abgestürzte UFOs untersucht, außerirdische Lebensformen wahlweise verhört oder seziert werden und die ein oder andere Mondlandung „gedreht“ wurde. Wer östlich des Sperrgebiets auf dem „Extraterrestrial Highway“ (Nevada State Route 375) unterwegs ist, kann dann auch gleich noch der „Black Mailbox“, dem inoffiziellen Briefkasten der Area 51, einen Besuch abstatten.

2.) San Diego Comic-Con International (USA)
Eine absolute Pflichtveranstaltung für jeden Science-Fiction/Horror/Fantasy-Fan ist die seit 1970 abgehaltene „Comic-Con“ im kalifornischen San Diego. Die Messe bietet Ausstellungen, Workshops, Filmpreviews, Kostümwettbewerbe, Autogrammstunden, Preisverleihungen und natürlich unendlich viele Gelegenheiten, extreme Mengen Geld in den Kauf von Comics, Videos, Actionfiguren, Laserschwertern und anderem Equipment zu investieren. Sammelwütige Nerds werden hier schnell um ein ganzes Jahresgehalt erleichtert.

3.) CERN – Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire (Schweiz)
Allein die Erwähnung der Großforschungseinrichtung CERN lässt die Herzen von Physik-Enthusiasten und Superhelden-Fans bereits höher schlagen. Eigentlich werden hier „nur“ physikalische Experimente durchgeführt. Aber die von einigen Experten geäußerte These, bei einem Versuch in den riesigen Teilchenbeschleunigern könnte ungewollt ein Schwarzes Loch (oder wer weiß, was sonst noch alles) entstehen, übt eine unheimliche Anziehungskraft aus. Zumindest scheint die Wahrscheinlichkeit, durch die persönliche Kollision mit irgendeinem fehlgeleiteten Teilchen selbst als neuer Superheld geboren zu werden, hier deutlich höher zu sein als in den eigenen vier Wänden.

4.) RATAN 600 (Russland)
Das im Nordkaukasus gelegene und seit 1974 betriebene RATAN 600 ist das größte Radioteleskop der Welt. Die knapp 900 ringförmig angeordneten Reflektorplatten, aus denen RATAN 600 besteht, bilden einen Kreis mit einem Durchmesser von 576 Metern. Falls Aliens einmal ein Radiosignal aus den unendlichen Weiten des Weltalls in unsere Richtung schicken, könnte es hier zuerst registriert werden.

5.) Akihabara (Japan)
Das Akihabara-Viertel in Tokio ist das ultimative Shopping-Mekka für alles, was in irgendeiner Weise mit elektronischer Unterhaltung zu tun hat. So weit das Auge reicht, finden hier insbesondere Videospiel-, Manga- und Anime-Fans Games, Merchandise und sonstiges Elektronik-Klimbim im Überfluss. Egal, ob neu oder gebraucht – denn Akihabara ist zugleich auch ein riesiger Second-Hand-Marktplatz.

6.) Cape Canaveral Air Force Station (USA)
Wer nicht mehr warten will, bis endlich Aliens auf der Erde landen oder uns wenigstens ein Signal senden (siehe RATAN 600), sollte sich selbst auf den Weg zu ihnen machen. In der Realität ist dieses Privileg leider nur wenigen Auserwählten vorbehalten. Auf der Raketenstartbasis am Cape Canaveral in Florida kann man immerhin hautnah dabei sein, wenn jene mutigen Astronauten, die diese faszinierende Reise antreten dürfen, in Welten aufbrechen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

7.) gamescom (Deutschland)
Neben der US-amerikanischen „E3“ und der japanischen „Tokyo Game Show“ die wichtigste Computer- und Videospiel-Messen weltweit, stellt die „gamescom“ mit ihren zuletzt deutlich über 200.000 Besuchern sogar die Comic-Con ohne Mühe in den Schatten. Im Jahr 2011 findet die Veranstaltung zum nunmehr dritten Mal in Köln statt. Ihr Vorgänger, die „Games Convention“, war von 2002 bis 2008 in Leipzig abgehalten worden. Gamer haben hier beispielsweise die Möglichkeit, zahlreiche Spiele vor dem Verkaufsstart anzutesten sowie internationalen Entwicklern oder Repräsentanten diverser Jugendschutzbehörden die Hand zu schütteln.

8.) Fantasy Filmfest (Deutschland)
Echte Pflicht-Reiseziele im eigenen Land zu finden, ist für deutsche Nerds schon eine Herausforderung. Neben der „gamescom“ hat auch das „Fantasy Filmfest“ einen Platz in dieser Liste aber auf jeden Fall verdient. Seit 1987 werden auf dem internationalen Genre-Filmfestival, das jeden Sommer durch mehrere deutsche Städte tourt, Filme vor allem aus den Bereichen Science-Fiction, Horror, Anime und Fantasy gezeigt. Regelmäßig geben sich auf dem „Fantasy Filmfest“ auch (mehr oder weniger) bekannte Regisseure und Schauspieler die Ehre. Die Highlights der Tour sind vor allem jene Filme, die als deutsche, europäische oder gar internationale Premiere zu sehen sind. Zwischen den Vorstellungen wird jeweils unermüdlich mit Gleichgesinnten fachkundig diskutiert.

9.) Silicon Valley (USA)
Das „Silizium-Tal“ in der Nähe von San Francisco beherbergt nicht nur viele wichtige IT-Unternehmen wie Apple, Oracle, Google, Intel, Facebook und Cisco, sondern auch die legendäre Garage, in der William Hewlett und David Packard 1939 ihre Firma „Hewlett-Packard“ gründeten. Diese heute als Museum fungierende Garage gilt als Geburtsort des Silicon Valley.

10.) Pinewood Studios (Großbritannien)
Zum Abschluss noch ein weiterer Tipp für den nächsten innereuropäischen Kurztrip: Die Pinewood Studios westlich von London sind nicht nur wegen der zahlreichen „James Bond“-Verfilmungen weltbekannt, sondern insbesondere auch deswegen, weil etliche, teils bedeutende, Science-Fiction- und Fantasy-Streifen hier gedreht wurden. So zum Beispiel „Superman“ (1978), „Superman II – Allein gegen alle“ (1980), „Aliens – Die Rückkehr“ (1986), „Batman“ (1989), „Alien³“ (1992), „Event Horizon – Am Rande des Universums“ (1997), „Das Fünfte Element“ (1997) und „The Dark Knight“ (2008). In den mittlerweile zu den Pinewood Studios gehörigen Shepperton Studios wurden im Jahr 1978 zudem auch Teile des ersten „Star Wars“-Films gedreht.



 


 
 

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