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Die DOs und DONTs für die Verbrecherjagd

15.12.2010 23:09

Am 13. Januar 2011 kommt ein Action-Held der besonderen Art in 3D auf die große Leinwand: The Green Hornet! Britt Reid aka „The Green Hornet“ (SETH ROGEN) und sein cleverer Helfer Kato (JAY CHOU) machen Jagd auf den Mann, der Los Angeles‘ Unterwelt kontrolliert: Benjamin Chudnofsky (CHRISTOPH WALTZ). Denn gemeinsam sehen sie ihre Chance gekommen, zum ersten Mal in ihrem Leben etwas Sinnvolles zu tun: Verbrechen bekämpfen.

Wer sich nun auch wie Britt und Kato neue Ziele im Leben setzen und als gefeierter Held die bösen Burschen zur Strecke bringen möchte, dem seien folgende Tipps mit auf den Weg gegeben – damit bei der Verbrecherjagd auch garantiert nichts schiefgeht!


DOs:

Coole Sprüche

Lässige One-Liner gehören zum Standard-Repertoire eines jeden Verbrechensbekämpfers. Jedoch ist das Ganze in der Praxis schwieriger als der Laie annimmt. Erst nach intensivem Üben gelingt es, in die an erster Stelle stehende überlebenswichtige Kampfchoreografie immer wieder lässig-witzige Sprüche einzubauen, die den Gegner zusätzlich zermürben. Wichtig sind hierbei vor allem Antizipation, Rhythmusgefühl, ein gutes Gedächtnis und eine deutliche, regional bzw. zielgruppenspezifisch anpassungsfähige Aussprache. Nur, wer diese Fähigkeiten gezielt trainiert, ist vor Versprechern, Texthängern und dergleichen sicher. Die Kosten für fortbildende Rhetorikkurse können übrigens steuerlich geltend gemacht werden.


Körper und Geist fit halten

Geistige und körperliche Fitness sind eine weitere Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Jagd auf Kriminelle. Kleine Arbeitspausen sollten regelmäßig genutzt werden, um Liegestütze, Dehnübungen oder kleine Schattenbox-Einlagen zu absolvieren. Das immer wieder eingestreute Lösen von Logikaufgaben, Sudokus und Kreuzworträtseln hält derweil die grauen Zellen auf Trab. So stellen auch verzwicktere Kriminalfälle, bei denen ein bisschen Köpfchen gefragt ist, kein Hindernis dar. Letztlich kann es auch nicht schaden, sich wie Britt Reid (SETH ROGEN) mit einer Auswahl von cleveren Gadgets (siehe auch Thema „Selbstüberschätzung“) auszustatten, um trotz einiger fitnesstechnischer Mankos perfekt auf jede Gefahrensituation vorbereitet zu sein.


Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden

Im Gegensatz zu „normalen“ Leuten dient Gangsterjägern ihr feierabendlicher Medienkonsum nicht nur zur Erholung, sondern gleichermaßen zur Vorbereitung auf den nächsten Arbeitstag. Zur auditiven Entspannung hören sie meist Polizeifunk, daneben sehen sie aber auch gerne fern. In Sendungen wie „Aktenzeichen XY ungelöst“, „Kriminalreport“ oder „Täter, Opfer, Polizei“ werden schließlich regelmäßig neue „Zielpersonen“ per Steckbrief vorgestellt, die direkt auf die eigene Fahndungsliste übertragen werden können.


DONTs:

Selbstüberschätzung

Ein gesundes Selbstbewusstsein ist für einen Quasi-Superhelden die vielleicht wichtigste Grundlage seiner Arbeit. Aber auch bzw. gerade in diesem Job ist es unerlässlich, die eigenen Grenzen zu kennen und seine tatsächlich vorhandenen Fähigkeiten korrekt einschätzen zu können. Dazu gehört z.B. auch, sich stets im Klaren darüber zu sein, was man – selbst unter Zuhilfenahme sämtlicher mitgeführter Gadgets à la Kato (JAY CHOU) – NICHT kann. Im Vorteil sind dabei alle, die im Physikunterricht gut aufgepasst haben und beispielsweise wissen, dass man Kugeln nicht lässig mit den Zähnen auffangen, sich mal eben unsichtbar machen oder fliegen kann, auch wenn man in der Theorie noch so sehr davon überzeugt sein mag.


Die Sache mit der Verhältnismäßigkeit

Auch Fingerspitzengefühl und Augenmaß gehören zu den wünschenswerten Eigenschaften eines Verbrechensbekämpfers. Wer zu sehr den Brutalo raushängen lässt und auch schon mal harmlose Falschparker krankenhausreif prügelt, läuft Gefahr, sich in der Bevölkerung auf Dauer unbeliebt zu machen. Gewalt ist zwar immer eine mögliche Lösung, aber nicht in jedem Fall auch die richtige.


Die heroische „Corporate Identity“

Helden, die gegen Kriminelle antreten, brauchen meistens einen Künstlernamen sowie eine passende Verkleidung, um ihre Identität vor den Schergen der Unterwelt zu verbergen. Und auch die regulären Sicherheitskräfte sollten nicht unbedingt erfahren, wer hinter der Maske steckt – denn alle guten Taten können nichts daran ändern, dass Selbstjustiz selbst grundsätzlich erst mal eine Straftat ist. Um sich mit dem gewählten Kostüm nicht in erster Linie der Lächerlichkeit preiszugeben, sollte man sich vorab schlau machen, welche Schnitte und Farben aktuell im Trend liegen. Der heroische Name wiederum darf keinesfalls gewöhnlich, doppeldeutig, irreführend oder gar kompliziert sein. Am Ende macht sicherlich auch das den qualitativen Unterschied zwischen „The Green Hornet“ und Benjamin Chud…, Verzeihung, Bloodnofsky (CHRISTOPH WALTZ) aus...



 


 
 

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