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Rowan Atkinson Interview zu Johnny English 2


 
 
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Rowan Atkinson Interview zu Johnny English 2: Infos & Links

Die meisten kennen ihn als “Mr.Bean”, aber Rowan Atkinson hat viel mehr Facetten. Viele Fans schwören etwa auf seine Kultserie “Blackadder”. Aber auch seine James-Bond-Parodie “Johnny English” spielte weltweit 160 Millionen Dollar ein. Anders als in Hollywood üblich hatte er es mit einer Fortsetzung aber nicht allzu eilig. Die Gründe dafür hat er FILM.TV-Reporter Marcus Fliegel exklusiv verraten:

MF: Seit dem letzten Johnny-English-Film sind acht Jahre vergangen. Warum…. ?

Rowan Atkinson: Warum diese Wartezeit ? Es war zum Teil wohl meine Faulheit. Ich bin einfach nicht dazu gekommen. Obwohl wir unsere erste Drehbuchbesprechung schon 2004 hatten. Es hat also sieben Jahre vom Skript bis zur Veröffentlichung gedauert – viel zu lange. Wir haben über die Jahre ein bißchen dran gearbeitet, aber dann wurden wir vom zweiten Mr.Bean-Film abgelenkt. Der kam 2007 raus. Danach habe ich in einem Musical im Londoner West-End mitgespielt, ich spielte den Fagin in “Oliver”. Irgendwann haben wir es dann geschafft, “Johnny English Reborn” zu drehen und hier ist er nun.

MF: In gewisser Weise spiegelt das Schicksal des Films sich in der Rolle von Johnny English, er wird aus dem Ruhestand zurückgeholt.

Rowan Atkinson: Genau. Er war lange weg und wir wissen nicht was ihm passiert ist. Er wurde entlassen. Er geht nach Tibet zu ein paar Shaolin-Mönchen um sich selbst zu finden. Überraschend für uns und für ihn wird er dann zurückgerufen um einen weiteren Auftrag für den britischen Geheimdienst zu übernehmen.

MF: Mir kam es vor als wäre er nach seiner Auszeit ein veränderter Mann – besonders im Vergleich zum ersten Film. Wie würden sie Johnny English jetzt beschreiben?

Rowan Atkinson: Ja, ich habe den ersten Film allerdings schon lange nicht mehr gesehen. Ich hatte mir das eigentlich vorgenommen, bevor wir den zweiten drehen, hab´s aber nicht geschafft. Ich kenn also den Unterschied zwischen beiden Filmen nicht so genau wie sie. Aber wir wollten den zweiten Film etwas durchdachter machen, ernster und mit einer besseren Geschichte, einem glaubwürdigeren Szenario in das wir Johnny English stecken, denn je ernster die Umstände, in die man eine komische Figur schickt desto deutlicher fallen die Gags und die Macken der Figur auf.

MF: Johnny English ist auch eine Parodie von James Bond. Der hat sich in letzter Zeit ebenfalls geändert. Ist der neue Johnny English auch eine Reaktion auf den ernsten Ton von 007 ?

Rowan Atkinson: Vielleicht, aber letztlich ist es unser Ziel, Witze zu machen. Wir dachten nur, der beste Weg zu einem Gag ist mit einem ernsten Umfeld zu starten. Dabei glaube ich , dass Johnny English ein viel glaubwürdigerer Charakter als James Bond ist. James Bond operiert völlig auf einer Fantasy-Ebene. Er hat keine Schwächen, sondern nur absolute Fähigkeiten. Johnny English hat auch eine Menge Fähigkeiten, aber er nimmt immer einen Umweg zum Ziel. Und es ist diese lange, gewundene Straße die uns so viel Spaß macht.

MF: Sie sind bekanntermaßen ein Autoliebhaber. Ich weiß nicht was für ein Auto Johnny English im ersten Film hatte… .

RA: Das war ein Aston Martin und ich hatte das Gefühl das gabs schon ein paar mal zu oft. Es ist der Wagen von James Bond und es ist ein gutes Auto, das will ich nicht bestreiten. Ich hatte selbst schon einige Aston Martins. Aber mir war diesmal nach etwas anderem und durch meine eigenen Erfahrungen mit dem Rolls Royce Phantom dachte ich , das könnte eine gute Wahl für unser Filmauto sein. Vielleicht hat das damit zu tun, dass Johnny English diesmal ein etwas reiferer Charakter ist. Er ist älter. Vielleicht suchte ich nach einem Auto dass diese neue Reife und die Ruhe widerspiegelt, Aber ich wollte auch, dass das Auto Charakter hat und mehr als nur ein Requisit ist, dass es ein Helfer für Johnny English ist.

MF: Der Rolls Royce folgt ihm sogar auf Schritt und Tritt.

RA: Er folgt ihm und rettet ihn sogar aus einer kritischen Situation.

MF: Das andere Filmauto, wenn man es so nennen kann, ist ein Rollstuhl. Waren sie an der Entscheidung auch beteiligt ?

RA: Ich weiß nicht wessen Idee das war, vielleicht meine, vielleicht die eines anderen. In einem Agentenfilm braucht man immer eine Autoverfolgungsjagd, aber in einer Komödie muß man ihr eine komische Drehung verpassen und mir gefiel die Idee, dass eins der Autos ein Rollstuhl ist. Allerdings ein ganz besonderer Rollstuhl, der 60 km/h schnell wird.

MF: Wieviel Action haben sie denn selbst gemacht – wieviel liess man sie machen ?

RA: Das war genau das Problem. Aus Versicherungsgründen wollen die Filmfirmen nie, das man etwas Gefährliches selbst macht. Ein Rollstuhl mit Go-Kart-Motor, der 60 Stundenkilomter fährt ist ziemlich gefährlich. Ich habe also mein eigenes Selbstbewußtsein und das Vertrauen der Versicherung allmählich aufgebaut. Ich machte eine Aufnahme, in der ich langsam fuhr, dann eine etwas schneller, dann noch schneller bis ich schließlich mit Vollgas über die Mall fuhr, die Straße die zum Buckingham-Palast führt. Und glücklicherweise ist dabei nichts passiert.

MF: Im realen Leben hatten sie allerdings gerade einen Unfall. (Atkinson verunglückte im August mit einem 1 Million Euro teuren McLaren F1 und musste ins Krankenhaus) Haben sie sich davon schon erholt ?

RA: Es geht mir gut. Es war ein großer Rumms, aber ich habe es überlebt. Ich würde das ungern nochmal erleben, aber ich bin geheilt. Das Auto braucht dafür aber wohl noch etwas mehr Zeit.


 

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