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The Grey - Unter Wölfen Trailer und Filmkritik

Originaltitel: The Grey  |   Mit: Liam Neeson, Dermot Mulroney

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FSK Film: 16 | FSK Trailer: 12 | Länge: 117 Min | Kinostart: 12.04.2012 | DVD/BD: 22.08.2012 | ©  Universum Film | Abenteuer
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80%

Tiefgekühltes Survival-Drama





Die Meinung zum Film - von

Kurz vor seinem 60. Geburtstag zeigt Liam Neeson, dass er halb so alte Actiondarsteller locker in die Tasche steckt. Das liegt allerdings nicht nur an seiner stabilen Konstitution, sondern auch an seiner Schauspielleistung. Ein Blick in seine Augen und man weiß, dass mit ihm nicht zu spaßen ist. Und das ist für einen spannenden Film viel mehr wert als eine große Kanone oder besonders akrobatische Kampfeinlagen.

Als Jäger beschützt John Ottway (Liam Neeson „96 Hours“) die Arbeiter einer Ölfirma in Alaska vor den Gefahren der Natur. Der studierte Biologe kennt die Natur. Nach einem Flugzeugabsturz mitten in der Wildnis ist er dadurch der natürliche Anführer der Überlebenden. Dabei ist er eigentlich ein depressiver Einzelgänger. Sein eigenes Leben ist ihm seit dem Tod seiner Frau nicht mehr wichtig. Aber im Angesicht der drohenden Vernichtung erwachen seine Überlebensinstinkte erneut. Ein Wolfsrudel umkreist bereits die brennenden Trümmer.  Ohne Nahrung und ohne Hoffnung gefunden zu werden, machen sie sich auf den gefährlichen Weg durch die verschneite, lebensfeindliche Einöde auf der Suche nach Hilfe. Aber die Wölfe sind ihnen immer dicht auf der Spur und warten nur einen Fehler oder ein Zeichen von Schwäche um erneut zuzuschlagen.

"Kein Mensch findet uns hier"

 „The Grey“ ist ein atmosphärisch enorm starker Thriller mit einer rundum überzeugenden Besetzung. Die Darsteller gleichen die etwas simple Charakterisierung der Figuren locker aus. Besonders zu Beginn lässt Carnahan sich viel Zeit um eine packende Atmosphäre zu schaffen. Der erste Todesfall eines Absturzopfers zieht sich minutenlang hin und wird niemanden kalt lassen. Auch im weiteren Verlauf prägt eine fatalistische Aura den Film. Oft wirkt es für die Männer leichter, einfach aufzugeben, statt sich weiter zu quälen in Ungewissheit, wann man selbst zum Opfer wird. Mehr als um Action und Abenteuer geht es in diesem Film um den Umgang mit der eigenen Sterblichkeit. Die episodische Einteilung der Story fällt aber doch auf. In schöner Regelmäßigkeit werden Pausen eingelegt, in denen die harten Kerle am Lagerfeuer Männergespräche führen, über ihre Situation und den Sinn des Lebens im allgemeinen philosophieren. Die Dialoge sind pointiert, intelligent und werden auch entsprechend unterhaltsam vermittelt. Schon im nächsten Moment kollidieren jedoch die Egos. Die meisten Überlebenden sind gescheiterte Existenzen und harte Kerle, die sich ungern in einer Gruppe unterordnen. Dabei wird der Gesprächskreis permanent kleiner, denn einer nach dem anderen beißt ins Gras. Und kaum hat einer der Männer das Zeitliche gesegnet, kriegt der nächste Überlebende P robleme, bekommt Atemnot, verknackst sich den Fuß oder hält die Gruppe sonst irgendwie auf. Dann wiederum begehen die Überlebenden Anfängerfehler und machen es den Wölfen manchmal zu leicht. Und das ist in dieser Umgebung tödlich. Diese aus Horrorfilmen bekannte Formel wird hier etwas zu bequem verfolgt und die Glaubwürdigkeit manchmal zu sehr strapaziert. Einige Actioneinlagen würden außerdem besser in einen Actionfilm wie „Vertical Limit“ passen.

„Wenn wir uns nicht bewegen sind wir am Arsch“

Regisseur Joe Carnahan (Smokin´ Aces) und Liam Neeson haben sich beim Dreh von „Das A-Team“ kennengelernt. „The Grey“ ist allerdings eine ganz andere Sorte Film.
Schon in den ersten Minuten jagen einem die kühlen, rauen Bilder Kälteschauer über den Rücken. Carnahan lässt sich Zeit, um diese lebensfeindliche Welt vorzustellen.
Die Wölfe sind für Regisseur Carnahan mehr als eine wilde Meute. Sie wirken oft mehr wie mythische Monster, eher eine Metapher für den Tod als Raubtiere aus Fleisch und Blut. Oft sieht man die Tiere nichtmal, man hört sie nur. Die Geräusche werden fast schon surreal zur Horrorkulisse aufgedreht und bei Angriffen zeigen die Wölfe erstaunliche Fähigkeiten zum Formationsangriff.
Auch die Tricks, ob nun Animatronics oder CGI können nicht voll überzeugen – insbesondere im Vergleich zur realistischen Naturkulisse. Nur in den wenigsten Szenen sieht man echte Wölfe. Dass die in natura Menschen nie derart jagen würden ist ein weiterer Fehler, tut der Spannung aber keinen Abbruch.

„The Grey“ hat vieles gemeinsam mit anderen existentialistschen Thrillern wie „Der Flug des Phönix“, „Verschollen“ oder „Beim Sterben ist jeder der Erste“. Der Zuschauer wird in ein packendes Survival-Szenario geworfen und die Darsteller, allen voran Liam Neeson, helfen über einige Stolpersteine in der Logik hinweg.
Action-Fans werden allerdings nicht völlig begeistert sein. Man muss sich schon auf den fatalistischen Ton einlassen und für die Themen interessieren, die der Film parallel zur Haupthandlung erzählt: Wofür lohnt es sich zu leben ? Wofür lohnt es sich zu kämpfen ? Wofür lohnt es sich zu sterben ? Erst dann wird „The Grey“ wirklich sehenswert.

Marcus Fliegel© Marcus Fliegel
 
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Infos & Links

Infos zu "The Grey - Unter Wölfen"

Die Story zu The Grey - Unter Wölfen:Liam Neeson als Chef einer kleinen Truppe von Arbeitern die ihren Lebensunterhalt mit dem Fördern von Öl bestreiten. Auf dem Weg nach Hause stürzt ihr Flugzeug im nirgendwo bei Eiseskälte ab. Es folgt ein Kampf ums Überleben, gegen den Schnee, den Hunger und gegen ein Rudel gieriger Wölfe.

Schauspieler:Liam Neeson, Dermot Mulroney

Regie:Joe Carnahan

Drehbuch:Joe Carnahan, Ian Mackenzie Jeffers

Hintergrund:In einem atemberaubenden Wettlauf gegen die Zeit liefern sich Mann und Wolf ein gnadenloses Duell um Leben und Tod. Nur gemeinsam als Gruppe können die Männer jetzt überleben. Jeder Fehltritt, jede Schwäche eines Einzelnen, kann sie das Leben kosten.

Produktionsland & Jahr:USA, 2011

Bildformat:2,40:1 (1080p/24)

Sprachen:Deutsch, Englisch

Untertitel:Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte

Offizielle Websites:
- Film Website
- Facebook-Seite des Films / der Serie




Eure Meinung zu "The Grey - Unter Wölfen"


Weitere Kommentare zu "The Grey - Unter Wölfen":

Dominik Ein echt klasse film aber das ende ist beschißen echt mann denkt jetzt zeigt er es den Wolf und dann so was echt scheise

Liane Habe etwas mehr erwartet. Man setzte sich gegen die Wölfe zu wenig zur Wehr. Wenn man ums Überleben kämpft, sieht das auch etwas anders aus. Die sind ja alle weggestorben wie die Fliegen. Ich würde kämpfen bis zum letzten Atemzug. Dieser Impuls ka in ihm nur ganz am Ende auf, als er schon allein war. Etwas schade, ich hätte gern mehr Kämpfe gesehen, aber wahrscheinlich ist dies filmisch nicht umsetzbar. Liam Neeson ist natürlich ein supertoller Schauspieler. Ohne ihn wäre der Film beinahe langweilig gewesen. Das Ende fand ich enttäuschend. Was war jetzt die Intention? Er hatte am Ende den Willen, um sein Leben zu kämpfen. ok. Das wars aber auch schon.

aloha solala, entäuschendes ende

Dottir Habe den Film gestern angeschaut und muss sagen, es war von der Spannung einer der besten der letzten Monate. Geht man ins Detail und fängt an Fehler zu suchen, so wie andere hier: Wolf zu groß, Wolf zu agressiv, Wolf rennt im tiefen Schnee....Mich hat es nicht gestört, denn in jedem Film stecken Fehler und Filme sind nicht die Realität. Ansonstens wie gesagt, top Film, sehr spannend und gute Unterhaltung, was will man mehr.

urs sehr realitätsnah, vor allem, dass der wolf mit den menschen auge in auge kommuniziert, bevor er ihn angreift oder von ihm ablässt. oder auch der sprung von der klippe zum baum über 15-20 meter (er landet auf beinahe gleicher höhe). oder dass die menschen den wölfen auch im tiefschnee davonrennen können. grossartige schauspielerische leistung von liam neeson. haha - selten so einen mist gesehen!

Michel ... also der Film ist haarsträubend. Leider nicht weil er spannend ist. Unglaublicher Unsinn, nicht nur wegen bärengroßer Monsterwölfe, z.B. laufen die Typen auch NEBENEINANDER durch Tiefschnee - was für ein Schmarrn, etc., etc., etc., Die ruhigen Szenen sind die besten, retten den Film aber nicht.

bela dass w? keine harmlosen, scheuen Tiere sind, sollte sp?stens jetzt jedem klar sein :0)

radul Gesehen und für gut befunden. Das ende ist zwar blöd aber der rest ist spannend. Und an alle Kinogänger-kommt rechtzeitig,hört auf zu labern und füllt den inhalt eurer knistertüten um :) Manch Kinobesuch wird von solchen Leuten echt zerstört.

WurstHorst Film ist in Ordnung. Wölfe fressen Menschen weil sie Hunger haben, dass ist ok. Menschen fressen Menschen weil sie...?

Galahad32 Wer diesem Film eine schwache Story nachsagt, der hat entweder nicht richtig hingesehen oder es fehlen ihm einfach die Mittel die Story wirklich zu verstehen. Und wenn schon jemand von Mist redet bevor er den Film überhaupt gesehen hat, naja, das erübrigt sich jeden Kommentars. Und ich stimme Marius völlig zu. Es ist ein Kinofilm der zur Unterhaltung da ist. Keine BBC-Reportage. Wer Dokus sehen will ist bei einem Spielfilm wohl völlig falsch. Von daher sind diese Kritiken die darauf abzielen eher sinnfrei. Ich behaupte auch ned, eine Bohrmaschine taugt nichts, weil man sich damit die Haare so schlecht föhnen kann... Und ja, endlich mal ein Film ohne so ein Kitsch-Happy-End-Hollywood-Ende.

vale tudo zum thema wölfe die menschen angreifen.ist in der geschichte der menscheit,immer wieder der fall gewesen bis heute.wenn die hunger leiden,schreckt die nichtmal mehr son lagerfeuer 100% ab.wer digital tv hat,kann da nur discovery channel,animal planet,national geographic,spiegel tv wissen und planet empfehlen.in diesem sinne viel spass an alle die sich den film anschauen.ich ziehe mir den definitiv rein ^^

Mojak Ich finde das mal wieder typisch so was in den Kinos zu zeigen...Was Story und Action angeht will ich nichts dazu sagen, aber da werden mal wieder Wölfe, die im echten Leben sehr scheu gegenüber Menschen sind, zu brutalen Mörderbestien gemacht! Leute, wann kommt ihr endlich von euren Märchen vom bösen Wolf los!!? MfG Mojak

Marvin Also hab den FIlm gesehen und war eher enttaeuscht als begeistert. Die Schwache Story konnte nichtmal ein so guter Schauspieler wie Liam wieder wett machen. Zusaetzlich ein ernuechterndes Ende, was meiner Meinung nach auf einen 2. Teil eher aufmerksam machen soll, anstelle die GEschichte ein wenig abzurunden. ( und einen 2. Teil ist storytechnisch eig. undmoeglich). Einen großen Pluspunkt bekommt der Film von mir aber zur wirklich guten Filmmusik.

marius Leute,die Filme werden gemacht um uns zu Unterhalten und das tuen Sie,Macht die Filme besser wenn ihr k?

Nora ein absolut sehenswerter Film, echt, realistisch und geht sehr nah.Liam Neeson ist einfach großartig in der Rolle, sehr glaubhaft, sehr berührend.

Leon Also ich guck mir den Film aufjednfall an. Bis jetzt hat mir jeder Film mit Liam Neeson gefallen. Zum Thema mit den Wölfen ....naja es stimmt das Wölfe normalerweise keine Menschen angreifen aber wenn sie am Verhungern sind dann greifen sie auch Menschen an .....deswegen ist das gar nicht so abwegig

duro Menschenfressende Wölfe hat es immer gegeben...der Hunger kennt keine Gnade!.Im Jahre 1963 wurde mein Vater auf dem Balkan Zeuge solcher Angriffe...damals war der Winter so hart die Wölfe konnte keine andere Beute machen 10 Menschen wurden getötet............

Folken schönes setting aber das wölfe menschen angreifen oder gar über kilometer und schluchten verfolgen, ist eine reine hollywood-erfindung. wäre genau so ein quatsch gewesen, wenn sie von einem rudel luchse angegriffen werden (mal davon abgesehen, dass luchse einzelgänger sind). schade eigentlich, denn so hätte der film echt was werden können.

jilla omg.....menschenfressende wölfe....wer will den mist sehen ?