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Jack Reacher Trailer und Filmkritik

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 16 Jahre
FSK Trailer: 12 | Länge: 130 Min | Kinostart: 03.01.2013 | DVD/BD: 06.05.2013 | ©  Paramount | Action
 

Originaltitel: Jack Reacher

  |  Mit: Tom Cruise, Rosamund Pike
 
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Jack Reacher Trailer und Filmkritik

 
 

Jack Reacher Trailer und Filmkritik: Infos & Links

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Die Story zu Jack Reacher Trailer und Filmkritik:
Nach einer Schießerei kommen fünf Menschen ums Leben. Beim Verhör des mutmaßlichen Täters antwortet dieser nur mit einem einzigen Satz: Holt Jack Reacher!. Was zunächst nach einem routinierten Fall aussieht, wird zu einer komplizierten und nervenzerreißenden Suche nach der Wahrheit. Im Laufe der Ermittlungen sieht sich Jack Reacher mit einem aggressiven Feind konfrontiert, der sein Geheimnis um jeden Preis bewahren will.

Schauspieler:
Tom Cruise, Rosamund Pike, Richard Jenkins, David Oyelowo, Werner Herzog, Jai Courtney, Vladimir Sizov, Joseph Sikora, Michael Raymond-James, Alexia Fast, Josh Helman, Robert Duvall, James Martin Kelly, Dylan Kussman, Denver Milord, Susan Angelo, Julia Yorks, Nicole Forester, Delilah Picart, Joe Coyle, Alicia Murton, Peter Gannon, David Whalen, Tristan Elma, Sophie Guest, Michael Minor, Scott A. Martin, CJ Ramirez, Teri Clark, Jarid Faubel, Sara Lindsey, Jace Jeanes, Andrei Runtso, Efka Kvaraciejus, Lee Child, Tommy Lafitte, Kristen Dalton, Jordan Trovillion, Annie Kitral, Lissy Gulick, Catherine Albers, Larissa Emanuele, Jason McCune, Shane Callahan, Joshua Elijah Reese, Nathan Hollabaugh, Christopher Stadulis

Regie:
Christopher McQuarrie, Jessica Lichtner

Produktion:
Tom Cruise, Don Granger, Paula Wagner, Gary Levinsohn

Drehbuch:
Lee Child, Christopher McQuarrie

Hintergrund:
Bekannte Buchserie von Lee Child, die nun verfilmt wird.

Filmmusik:
Joe Kraemer, Denise Luiso, Anna Behlmer, Terry Porter, Alan Rankin, Mark P. Stoeckinger, John Finklea

Produktionsland & Jahr:
USA 2012

Rollen:
Tom CruiseReacher
Rosamund PikeHelen
Richard JenkinsRodin
David OyelowoEmerson
Werner HerzogThe Zec
Jai CourtneyCharlie
Vladimir SizovVlad
Joseph SikoraBarr
Michael Raymond-JamesLinsky
Alexia FastSandy
Josh HelmanJeb
Robert DuvallCash
James Martin KellyRob Farrior
Dylan KussmanGary
Denver MilordPunk
Susan AngeloOline Archer
Julia YorksChrissie Farrior
Nicole ForesterNancy Holt
Delilah PicartRita Coronado
Joe CoyleDarren Sawyer
Alicia MurtonMrs. Sawyer
Peter GannonMr. Archer
David WhalenMr. Holt
Tristan ElmaMarcos Coronado
Sophie GuestLittle Girl
Michael MinorEyewitness
Scott A. MartinWesley
CJ RamirezSecretary
Teri ClarkNight Manager (as Teri Clark Linden)
Jarid FaubelMan on Bus
Sara LindseyWoman on Bus
Jace JeanesZec's Thug
Andrei RuntsoZec's Thug
Efka KvaraciejusZec's Thug
Lee ChildDesk Sergeant
Tommy LafitteMan with Ballcap
Kristen DaltonMindy
Jordan TrovillionGoodwill Cashier
Annie KitralPawn Shop Cashier
Lissy GulickDiner Waitress
Catherine AlbersJeb's Mom
Larissa EmanueleSportsbar Waitress
Jason McCuneConstruction Foreman
Shane CallahanSWAT Guy
Joshua Elijah ReeseSWAT Guy
Nathan HollabaughCop
Christopher StadulisCop

 

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Fünf Menschen werden von einem Scharfschützen scheinbar willkürlich getötet. Alle Beweise deuten auf den Ex- Soldaten James Barr (Joseph  Sikora,"Safe - Todsicher")  als Täter. Er hat die nötigen Fähigkeiten, kein Alibi - und die tödlichen Schüssse wurden aus seiner Waffe abgefeuert. Ein leichter Job für den Staatsanwalt Rodin (Richard Jenkins, "Burn After Reading"), so scheint es, auch wenn ausgerechnet seine Tochter Helen (Rosamunde Pike, "James Bond - Stirb an einem anderen Tag") die Verteidigung übernommen hat. Aber Barr legt weder ein Geständnis ab, noch kämpft er für seine Freiheit. Er fordert die Ermittler nur auf, Jack Reacher (Tom Cruise, "Mission Impossible -Phantom- Protokoll") einzuschalten. Das ist aber gar nicht so einfach, denn der frühere Armee-Ermittler will nicht gefunden werden, hat keinen festen Wohnsitz und nicht mal ein Handy. Aber man muss ihn auch gar nicht anrufen denn Reacher ist längst in Aktion. Er kennt Barr aus der Armee und hält den psychisch labilen Barr für schuldig. Darum will er ihn jetzt wie vor Jahren versprochen aus dem Verkehr ziehen. Aber ziemlich schnell kommt Reacher der Verdacht, dass an diesem Fall irgendwas faul ist. Darum lässt er sich von Barrs Verteidigerin Helen Rodin als Detektiv anheuern. Mit seinem fotografischen Gedächtnis und seinen Erfahrungen als Militärpolizist fallen ihm bald immer mehr Ungereimtheiten auf.

"Jack Reacher ist ein Phantom"

Das Interesse von Tom Cruise an der Rolle kann man verstehen. Es ist mal was anderes als die Superagenten mit dem riesigen High-Tech-Arsenal und den fast übermenschlichen Fähigkeiten.  Als Edel-Tramp sorgt er eigene Faust, ohne eine mächtige Organisation im Rücken für Gerechtigkeit. Fragt sich nur, ob das Publikum das auch will und nicht doch seine bombastischen Action-Abenteuer vermisst. Dabei ist Reacher auf seine Art auch ein Superheld, mit phänomenalem Gedächtnis, taktischem und mathematischen Verstand, ein extrem kräftiger Kämpfer und fähiger Schütze. Im Film werden diese Fähigkeiten aber höchstens angedeutet. Als "Jack Reacher" kann der Schauspieler trotzdem ein bißchen Volksnähe demonstrieren. An einer Stelle wird Reacher von Passanten wortlos selbst vor der Polizei versteckt, ohne zu wissen wer er ist und was er getan hat. Offensichtlich hat der Mann eine Art Robin-Hood-Aura. Das Problem: Als Zuschauer hat man in TV-Serien der 80er schon dutzendfach ähnlich Figuren gesehen, einsame, idealistische Rächer, die auf ihrer privaten Mission durchs Land ziehen, nirgends zu Hause sind und am Ende in den Sonnenuntergang reiten oder fahren auf dem Weg zum nächsten Abenteuer. "Jack Reacher" wirkt deshalb mitunter wie ein Pilotfilm für eine neue TV-Serie - wenn auch mit besserem Budget, ausgefeilter Kameraarbeit und sehenswerten Actioneinsprengseln. Es macht Spaß, diesen Jack Reacher kennenzulernen, seine Geschichte, seine sehr speziellen Methoden. Dabei kommt dann auch der Humor nicht zu kurz, wenn Reacher seine regelmäßig unterlegenen Gegner austrickst - oder die sich aus Versehen selbst ausschalten, während Reacher angesichts von soviel Dämlichkeit der staunende Dritte ist. Dazu kommt ein zumindest anfangs ordentlich verworrener Plot, dessen Auflösung dann jedoch zu konventionell ist. Eher überraschungsarm ist die Besetzung, sei es Richard Jenkins als erfahrener Staatsanwalt, Rosamunde Pike als seine idealistische Tochter, David Oyelowo als Polizei-Detektiv oder Robert Duvall als grantiger Waffenexperte. Alle sind in Rollen besetzt,die sie gefühlt schon dutzende Male gespielt haben, was den Eindruck einer TV-Serie verstärkt. Außergewöhlich ist allein die Auswahl von Regisseur Werner Herzog, der hier als Le Zec eine besonders mysteriöse, geradezu dämonische Figur  spielt, die leider zu wenig erklärt wird. 

"Ich habe nichts zu verlieren"

Der Erfinder von "Jack Reacher", Buch-Autor Lee Child hat jahrzehntelang beim britischen Fernsehen gearbeitet. Seine Erfahrungen mit effektivem Geschichtenerzählen und sein Gerechtigkeitsempfinden als Gewerkschaftler sind nun in seine Bücher eingeflossen - wobei er offen zugibt, dass er die Romane nur aus finanziellen Gründen geschrieben hat. Inzwischen lebt der Brite in den USA, seine ersten Jack-Reacher-Bücher hatte er jedoch davor geschrieben. Entsprechend oberflächlich sind seine Beschreibungen von Figuren und Milieus, die man in zahllosen Serien und Filmen schon mal ähnlich gesehen hat. Scheinbar schreibt hier jemand über die USA, der sie offenbar selbst nur aus dem Fernsehen kennt. Besonders beliebt sollen die Reacher-Bücher bei vermeintlichen Durchschnittsamerikanern sein, was wohl Pick-Up-fahrende Waffenfans im Mittelwesten beschreiben soll. Reacher ist ein hochdekorierter Ex-Soldat, der nun ungebunden durchs Land zieht und sich von niemandem herumschubsen lässt, eine Art moderner Revolverheld. Ob die Leser sich aber Tom Cruise in der Rolle vorgestellt haben ? Im Buch wird Reacher als wandelnder Schrank beschrieben, muskelbepackt und fast zwei Meter groß. Immerhin ist Cruise topfit ist und macht bei der Action auch mit 50 Jahren noch eine gute Figur. 
Regisseur Christopher McQuarrie, ein enger Freund von Tom Cruise, führt hier erst zum zweiten Mal Regie. Daran gemessen ist das Ergebnis respektabel. Wesentlich mehr Erfahrung hat er als Drehbuchautor, wobei sein erster Film, "Die üblichen Verdächtigen" aber auch sein bester war. Inzwischen hat er bereits drei Filme für Tom Cruise geschrieben, und weitere wie " Top Gun 2" und "Mission Impossible 5 " sollen folgen. Erstaunlich ist, dass die Härte der Buchvorlage im Film zurückgenommen wurde. Dabei war gerade die Kompromisslosigkeit des Helden wohl ein Erfolgsfaktor der mittlerweile 17 Bücher. Falls Cruise sich als moderner Dirty Harry neu erfinden wollte, dürfte ihm das mit dieser entschärften Vigilanten-Story schwerfallen. Jack Reachers erstes Abenteuer ist mehr Krimi als Actionthriller, manchmal wirkt der Film wie eine Doppelfolge C.S.I. Da ist auch der Trailer irreführend.  
"Jack Reacher" ist kein schlechter Film, aber eben auch kein bemerkenswerter.  Dazu bietet der Film inhaltlich zu wenig Neues, optisch nur soliden Durchschnitt und ist mit über zwei Stunden auch etwas zu lang. In der Filmographie von Tom Cruise wird dieser Film auch nur einen Platz in der Mitte einnehmen. Allein den Superstar mal in einer untypischen Rolle zu sehen, ist zu wenig. 

 

Meinungen zu "Jack Reacher"