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The Wolf Of Wall Street Trailer

Originaltitel: The Wolf Of Wall Street  |   Mit: Leonardo DiCaprio, Matthew McConaughey

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FSK Film: 16 | FSK Trailer: 6 | Länge: 179 Min | Kinostart: 16.01.2014 | DVD/BD: 30.05.2014 | VoD: 01.11.2015 | ©  Universal Pictures | Drama
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89%

Wüst und wahr und wahnsinnig witzig





Die Meinung zum Film - von

Hollywood hatte mal wieder Angst vor einem unbequemen Thema und so musste Scorsese seine Börsensatire unabhängig finanzieren. 100 Millionen Dollar hat er trotzdem bekommen, um den protzigen Lifestyle des Aktienbetrügers Jordan Belfort auf die Leinwand zu bringen. Und so musste er auch keine Rücksicht auf zartbesaitete Studiomanager nehmen.

Reich werden wollte Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio, „The Great Gatsby“) schon immer, seit er als ahnungsloser Anfänger an der Wall Street ankommt. Immerhin hat er da noch die Vorstellung er müsste für seine Kunden arbeiten um dann seinen fairen Anteil zu bekommen. Aber dieser Idealismus geht schnell über Bord als er den erfahrenen Makler Mark Hanna (Matthew McConaughey, „The Dallas Buyers Club“) kennenlernt. Als auch noch seine Makler-Firma pleite geht und er seinen Job verliert erkennt Belfort, dass er auf diese Weise nie reich wird. Er braucht eine neue Strategie.
Die findet er beim Bodensatz der Börsenmakler, in einer winzigen Hinterzimmer-Firma. Auch hier wird mit Aktien behandelt. Die Broker verscherbeln per Telefon Wertpapiere - sogenannte Penny-Stocks – die wenig kosten, aber eigentlich noch weniger wert sind. Dafür kassieren sie allerdings exorbitante Provisionen – prozentual ein Vielfaches von dem was an der Wall Street erlaubt ist.

Hier beweist Jordan Belfort sich mit seiner Wallstreet-Erfahrung schnell als genialer Telefonverkäufer. Im Nu ist er der bewunderte Platzhirsch und krempelt das Business nach seinem Geschmack um. Er verkauft teurere Aktien – mit entsprechend höherem Profit und bevorzugt an reiche Kunden. Die sind sorgloser bei der riskanten Geldanlage und gehen auch kaum zur Polizei, weil ihr Geld oft am Finanzamt vorbei geschleust wurde. Unter Jordans Anleitung werden auch seine Kollegen wie Donnie Azoff (Jonah Hill) zu gerissenen Maklern. Belforts Firma mit dem schillernden Fantasie-Namen Oakmont-Stratton expandiert in einem Wahnsinnstempo. Das Geld fließt in Strömen und erlaubt Belfort einen pompösen Lebensstil. Er gönnte sich was er will,von der Luxusyacht über einen Privathubschrauber bis zur anspruchsvollen Geliebten (Margot Robbie, „Alles Eine Frage Der Zeit“), die irgendwann sogar seine Frau wird. Viel Geld geht allerdings auch für seinen Drogenkonsum drauf,die Mittelchen mit denen er sich je nach Bedarf aufputscht oder entspannt. Aber nicht nur sich selbst, auch seinen Freunden und Mitarbeitern gegenüber ist er großzügig. Mit seinen Motivationsansprachen, exzessiven Büroparties und großzügigen Bonuszahlungen sichert er sich deren Loyalität. Die meisten kommen aus armen Verhältnissen und haben nun zum erstenmal Geld. Kein Wunder, dass alle dichthalten, als das FBI neugierig wird und Belforts Praktiken unter die Lupe nimmt. Agent Denham (Kyle Chandler) beisst sich lange die Zähne aus. Allerdings bleiben seine Ermittlungen nicht ganz folgenlos. Belfort fühlt sich zunehmend unter Druck und der Streß in Verbindung mit seinem exzessiven Drogenkonsum sind eine gefährliche Mischung mit unkontrollierbaren Ergebnissen.

"War das legal ? Absolut Nicht !“

„The Wolf Of Wall Street“ ist mit dem für Scorsese typischen hohen Tempo erzählt und allein dadurch extrem kurzweilig. Die Schauspieler setzten dem noch das Sahnhäubchen auf. Alles andere als der (überfällige) Oscar für Leonardo DiCaprio wäre ein Skandal. Denn er spielt Belfort mit einer irren Bandbreite, vom brillanten Verkaufsgenie und Motivationsguru bis zum sabbernden Drogenwrack. Den Film selbst werden die Oscarjuroren kaum auszeichnen. Mit seiner rekordverdächtigen Flut an Vulgärausdrücken, den exzessiven Partyszenen und dem massiven Drogeneinsatz dürfte er den meist älteren Academy-Mitgliedern zu gewagt sein. Dabei vergessen sie, dass alles genau  so passiert ist. Denn Jordan Belfort gibt es wirklich, der Film basiert auf seinen Memoiren.

Die Vorwürfe gegen “The Wolf Of Wall Street” sind zahlreich. Zuletzt wurde auch im ZDF kritisiert, die Frauenfiguren seien zu oberflächlich, der Film mache sich mit den Verbrechern gemein,vergesse die Opfer und die endlose Party sei einfach langweilig.
Offenbar bevorzugt man dort Filme,die die Realität verbiegen. Sollte man also Belfort eine keifende Frauenrechtlerin an die Seite stellen statt eines luxussüchtigen Playmates ? Sollte man ihn imKnast schmoren, obwohl er tatsächlich nur 22 Monate absaß und inzwischen erfolgreicher Firmenberater ist ?

„The Wolf Of Wall Street“ ist eine Drei-Stunden-Orgie. Das klingt nach Überlänge, ist aber wie jede gute Party viel schneller vorbei als man denkt. Mit dem Party-Film-erprobten Jonah Hill hat DiCaprio aber auch den richtigen Kompagnon, der schauspielerisch mithalten kann, wie etwa neben Brad Pitt in „Moneyball“ zu sehen.

„Ich will mir nicht den Ruf versauen“

Immer wieder bedient Scorsese sich stilistisch bei seinem eigenen Meistrwerk „Goodfellas“. Es gibt schlechtere Vorbilder. Auch Belfort kommentiert die Ereignisse aus dem Off und spricht oft direkt in die Kamera, macht den Zuschauer so zum Komplizen. So begleiten wir auch hier den Auf-und Abstieg eines Kriminellen, sehen wie er erst den Reichtum genießt und dann zunehmend Probleme damit hat, seine illegalen Aktionen, seinen Drogenkonsum und seine Familie unter einen Hut zu kriegen.

Belforts eigenes Idol war übrigens Gordon Gekko (Michael Douglas), der kriminelle Börsenspekulant im Klassiker „Wall Street“. Der Film von Oliver Stone wirkt neben „The Wolf Of Wall Street“ wie ein Pfadfindertreffen. Scorseses Sicht auf die Finanzjongleure ist viel niederschmetternder. Denn auch wenn sie feine Anzüge tragen, sind sie arroganter Geldadel sondern nur hochglanzpolierte Proleten. Der Spiegel trifft es mit dem Begriff „Der Ballermann-Börsianer“ sehr gut.

Angesichts der hohen Produktionskosten von 100 Millionen Dollar war der Film in den USA ein Flop. Kein Wunder, denn Scorsese hält den Amerikanern einen Spiegel vor. Die Börsenspekulanten sind hier kein exklusiver Club von Harvard-Absolventen auf die man bequem mit dem Finger zeigen kann, sondern prollige Jedermänner. Die Gier ist überall.

Belfort hat dieselben oberflächlichen Träume wie viele: eine Schönheitskönigin im Bett, ein Ferrari vor der Villa,eine Luxusyacht und immer Zeit und Geld für eine rauschende Party. Der Unterschied ist nur, dass er sich diesen Traum erfüllt hat. Aber verherrlicht der Regisseur deswegen die Verbrecher ? Nein, er gibt nur kein moralisches Urteil ab. Das überlässt er dem Zuschauer. Hier sieht man wieviel Spaß die Betrüger mit ihrem Vermögen hatten. Man begreift wie groß die Verführungskraft des Geldes ist, wie gering dagegen die Abschreckung, wenn die Täter nur minimale Haftstrafen absitzen – und wie wenig Freundschaft in solchen Kreisen wert ist, denn Belfort liefert alle ans Messer um den eigenen Hals zu retten. Als Kronzeuge kam erglimpflich davon als seinen Methoden aufflogen.

Belfort wurde bereits 1998 geschnappt, also lange vor der Finanzkrise. Und mit 200 Millionen Dollar Schaden ist er auch eher ein kleiner Fisch. Aber die Methode ist dieselbe, die in anderen Investmentfirmen oder Banken noch immer funktioniert. Und das nicht nur in den USA – oder wie war das nochmal mit den Lustreisen,die große deutsche Versicherungen ihren Verkaufsassen spendiert haben ?

„Wir leben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten“

 „The Wolf Of Wall Street“ ist „Goodfellas“ ohne Kanonen und Messer. Ein exzessiver, rasanter, schamloser und mordsmäßig unterhaltsamer Film. Nur eben nichts für Moralapostel. Je weniger Scorsese über seine Protagonisten urteilt, je mehr Spaß er ihnen bei ihrem Treiben gönnt und je trostloser der Sieg der Gesetzeshüter ausfällt, desto deutlicher ist der Aufruf an die Zuschauer, etwas daran zu ändern, statt darauf zu warten, dass Hollywood mit einem Happy-End alles zurechtrückt.

Marcus Fliegel© Marcus Fliegel
 
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Infos zu "The Wolf Of Wall Street"

Die Story zu The Wolf Of Wall Street:Als Finanz-Genie kann der 26-jährige Jordan Belfort in den 1980ern Mega-Erfolge an der New Yorker Wall Street verzeichnen. Mit hoch spekulativen Geschäften und einigen dunklen Kanälen hat er viele Millionen Dollar angehäuft, um sich und seinen Verbündeten ein Leben im Luxus bieten zu können. Zunächst gibt es kein Halten für die einflussreichen Geschäftsleute, doch die Glückssträhne soll nicht ewig halten...

Schauspieler:Leonardo DiCaprio, Matthew McConaughey, Jonah Hill, Rob Reiner, Jean Dujardin, Jon Bernthal, Cristin Milioti, Kyle Chandler, Margot Robbie und Jon Favreau

Regie:Martin Scorsese

Drehbuch:Terence Winter

Produktionsland & Jahr:USA 2013

- Facebook-Seite des Films / der Serie




 

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The Wolf Of Wall Street

Das Finanz-Genie Jordan Belfort weiß anfangs gar nicht wohin mit seinem Geld. Hauptsache es wird mehr!

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Eure Meinung zu "The Wolf Of Wall Street"


Weitere Kommentare zu "The Wolf Of Wall Street":

Cheops Nur noch Filme über Milliardäre und andere reiche Betrüger. DiCaprio wird langsam langweilig!

Vik Ich habe schon lange keinen so grottenschlechten Film gesehen! Ich bin nun wirklich nicht zart besaitet, aber um mich an Titten und absolut niveaulosen Dialogen aufzugeilen hol ich mir einen schlechten Porno. Dazu brauch ich keine Starbesetzung.

louise Schwachsinn hoch zehn! Und:Der Film ist ab 16?! Da hat die FSK ja mal wieder gründlich versagt!!

andreas Der Film ist der größte Mist der letzten KinoJahre. Dümmliche Dialoge der Marke, Du kommst hiier nicht rein.

Minou Leonardo diCaprio spielt toll, keine Frage!Aber mein Gott war der Film langweilig! Nach 90 Minuten wär die Story auch erzählt gewesen....Selten hat mich ein Film so kalt gelassen.

Jana Irgendwer muss ja immer meckern. Sei 's drum: "The wolf of wallstreet" ist ein Meisterwerk. L. DiCaprio in Bestform, aber auch ein Jonah Hill muss sich absolut nicht verstecken. Von mir die Empfehlung: unbedingt anschauen!!!

Sascha Ich verstehe nicht was die Leute zu Meckern haben. GENIALER Film. Er spiegelt Gier,Größenwahn, Genie und Chaos wieder. Fantastische Bilder und sehr subtiler Witz. Der Film wird halt nicht von Jedem Verstanden und die Entwicklung der Charaktere während der story ist faszinierend. Vor allem gefiel mir wie testosteron geladen und wild und so offensichtlich ignorant und egozentrisch die Hauptdarsteller gezeigt wurden. Es grenzt schon an einer Parodie von sich sich selbst nur mit einer seriösen Note. Kann den Film nur weiter Empfehlen.

Stefan Fand den Film gut genug zum anschauen, aber wirklich begeistert hat er mich nicht. Bis zur 80 Minute, findet sowiso keine Story statt. Es wird sehr schnell langweillig, ab der Hälfte gehts einigermaßen. Der Film lebt aber einzig und allein von der schauspielerischen Leistung von DiCaprio. Es fehlt irgendwie an Sympathie für die Hauptrolle, da ist dann kein wirkliches Drama am Ende. Da fand ich einen Film wie Blow viel besser, da konnte man sich wenigstens in die Hauptrolle hineinversetzen.

Pete Raschkino pur, langweilig, Scorseses schlechtester fil

Börni Ich schließe mich an. Der Film ist ein Meisterwerk. Wer allerdings den begnadeten Schauspieler (Leo) nicht mag und nichts für schöne Frauen übrig hat, sollte den Film meiden.

Claudia Also, ich fand den Film spitzenmäßig und total kurzweilig, keine Minute langweilig. Leonardo diCaprio in Höchstform. Man wird super unterhalten. Ganz große Kino!!!

Christina Immer diese prüden Weiber in den Kommentaren. Wo lebt ihr eigentlich? Ein absolut grandioser Film!!! Ich bin wirklich begeistert!! Leonardo brilliert in seiner Rolle!! Aber auch Jonah Hill ist absolut zurecht nominiert worden...Großartig !!

Raptor Eines der schlechteren Filme vom Meister. Der Film langweilt sehr schnell weil Aufstieg und Fall der Hauptrolle (die Story) in den Hintergrund tritt und Drogenexzesse Sexorgien alla American Psycho den Film bestimmen. Wer das liest wird sich denken, Hey sehr cool, schau ich mir an! das würde ich auch machen aber ehrlich das langweilt enorm nach kurzer Zeit.

Julia Haben eigentlich alle Menschen die Augen völlig vor dem wesentlichen verschlossen?! Dieser Film sollten verboten werden in der öffentlichen Medienwelt, meines Erachtens gehört so etwas in die Porno Abteilung.

Matze Was für ein Meisterwerk ! Einfach nur geniales Schauspiel und nicht eine Minute zu lang. Brillianter Oscaranwärter in fast allen Kategorien...ein Meisterwerk !

Karin Warum DiCaprio zu den Top-Schauspielern gehört? Film anschauen, dann ist´s klar

ich Habe den Film gestern gesehen, viel zu lang ! 3 Stunden. Dann ist die Story wie zu erwarten ähnlich der von Wall Street nur mit deutliche weniger Handlung. Und dann noch sehr viel nackte Haut, Drogen und Alkohol. Ja wer Leo mag wird sich freuen.

Giulietta Ein sehr unqualifizierter Kommentar, liebe Corinne... Leonardo in Top-Form! Wenn er mit dieser Rolle den Oscar nicht gewinnt, dann kriegt er ihn nie!

Corinne Ich habe ihn gesehen - jede RTL Soap bewegt sich auf dem gleichen Level.

Ian Leonardo top!!!!!!!!

ian was? scorcsese? ich bin dabei!