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Palmyra Trailer

Kinostart: 06.09.2018 | ©  Kairos | Doku/Reportage
 
 
Palmyra

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Palmyra Trailer: Infos & Links

Die Story zu Palmyra Trailer:
Es ist eine Überraschung, wenn jetzt ein Film in die Programmkinos kommt, der die vom IS zerstörte antike Stadt Palmyra noch einmal in der ganzen Schönheit zeigt, die sie so berühmt gemacht hat. Doch der deutsche Autor und Regisseur Hans Puttnies hatte vor dem Krieg, der nun schon seit Jahren Syrien verwüstet, zwei Wochen lang in Palmyra alles gefilmt, was ihn menschlich berührte: Die grandiosen Tempel und Grabtürme, die Skulpturen im Museum, aber auch die Menschen, die von der einzigartigen Ruinenlandschaft lebten. Sein abendfüllender Essayfilm »Palmyra« ist kein sentimentaler Touristenfilm geworden. Ganz im Gegenteil. Puttnies verwendet das einmalige Filmmaterial dazu, das „Weltkulturerbe“ von Palmyra gegen den Strich zu bürsten. Er zeigt mit faszinierenden Ergänzungsbildern, wie die Europäer seit dem achtzehnten Jahrhundert aus den vergessenen Ruinen von Palmyra eine antike Kunstkolonie gemacht haben, in der die arabischen Bewohner nur noch als Souvenirhändler überlebten. Die archäologischen Forschungen führten zu Restaurierungen, die teilweise in Neubauten wie dem antiken Theater endeten, mit denen das Terror-Regime von Assad sich als Kulturnation feierte. »Palmyra« wirbt am Beispiel der zerstörten Denkmäler für einen anderen Kulturbegriff. Nicht die seltenen Dinge sind wertvoll, sondern die Menschen, die sie mit ihrem Leben überliefern. Besonders bewegend ist in dem Film das Gespräch mit dem fünfzehnjährigen Souvenirhändler Mohamad. In seinen Worten erfährt man die tiefe emotionale Bindung, die er zu seiner Heimat, zu den Ruinen hatte. Mohamad, der vom IS gefoltert wurde, weil er seine Schwester beschützte, gelang letztes Jahr die Flucht nach Dänemark. Der Autor und Regisseur des Essayfilms »Palmyra« ist der Öffentlichkeit bisher kaum bekannt. Er hat zwar einige Bücher zur Bildgeschichte publiziert, aber damit nie den Mainstream angesprochen. Seine Filmarbeit fand anonym in der Werbung statt und die meiste Zeit verwendete er drei Jahrzehnte lang auf seine Lehrtätigkeit.

Regie:
Hans Puttnies

Produktion:
Sigrid Brügel-Puttnies

Drehbuch:
Hans Puttnies

Filmmusik:
Daniel Kirschbaum


 

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Autor: Moritz Döring | Gesprächswert: 80%