Alien Autopsy Filmtipp

Ray Santilli (Declan Donnelly) und Gary Shoefield (Anthony McPartlin) sind seit ihren Kindertagen eng befreundet. Ray verhökert in seinem Marktstand Video-Raubkopien, die er im Haus seiner Großmutter herstellt, aber er träumt davon, einmal ganz groß herauszukommen: Er will einen eigenen Laden aufmachen, dann eine ganze Ladenkette und schließlich sogar einen Postversand! Gary dagegen arbeitet als Angestellter in der Rechtsabteilung einer Keksfabrik. Er möchte Jurist werden, heiraten und sich in einem Londoner Vorort ein angenehmes Leben einrichten.

Gary konzentriert sich voll aufs Geldverdienen, denn er muss sein Jura-Studium selbst finanzieren. Schweren Herzens beschließt er, seinen wertvollsten Besitz zu verkaufen – einen makellos restaurierten Ford Capri, Baujahr 1972. Doch das passt Ray gar nicht in den Kram: Er hat lange genug vergeblich auf ein wohlwollendes Lächeln des Schicksals gewartet. Also organisiert er einen Trip nach Cleveland/Ohio, wo Elvis 1954 in einem Konzert aufgetreten ist – dort will Ray Elvis-Memorabilien aufkaufen. Als Rays illegale Waren beschlagnahmt werden, verscherbelt er spontan Garys Capri, um die US-Reise zu finanzieren, denn er ist felsenfest davon überzeugt, dass Gary begeistert als Partner in sein Geschäft einsteigen wird. Gary reagiert allerdings völlig entsetzt, sieht dann aber ein, dass er von seinem Geld kaum etwas wiedersehen wird. Er erklärt sich also bereit, Ray auf seinem neuen Abenteuer zu begleiten – und sei es nur, um über seine unfreiwillige Investition zu wachen.

So beginnt sich das Rad des Schicksals zu drehen, denn vor Ort in Cleveland stößt Ray auf einen Filmstreifen, der sich als äußerst brisant erweist: Nach diesen Bildern muss die Menschheit ihr Weltbild von Grund auf neu definieren.

Harvey (Harry Dean Stanton), ein ehemaliger Militär-Kameramann, lebt im Ruhestand. 1947 wurde er eines Nachts aus dem Bett geholt und zu einem Militärstützpunkt gebracht. Er stellte keine Fragen, erhielt keinerlei Erklärung, sondern filmte einfach das, was sich vor seinen Augen abspielte – die Autopsie eines nicht identifizierten Wesens. Von seinem Film wurden acht Kopien gezogen. Vier davon schickte man mit dem Original nach Washington, drei bekam der Geheimdienst der Air Force. Die letzte Kopie überließ man zunächst Harvey – er sollte sie aufbewahren, bis man sie abholen würde. Eine Woche später wurde die Air Force verwaltungstechnisch von der Army getrennt – fortan hatte sie keinen Einfluss mehr auf die frisch gegründete CIA; Kontaktpersonen wurden ausgetauscht – Harvey vergaß man einfach. So geschah es, dass die letzte Kopie nie abgeholt wurde.

Cleveland, 48 Jahre später. Harvey bietet Ray an, ihm den Film in seinem Haus zu zeigen – es liegt 18 Autostunden entfernt in Florida. Gary hat allerdings Rays sprunghafte Ideen satt und will ihn nicht begleiten. Doch Ray ahnt, was Harvey ihm da anbietet – er folgt also seinem Instinkt und fährt nach Florida. Was er dort zu sehen bekommt, übertrifft seine kühnsten Erwartungen. Harvey verlangt 30.000 Dollar für die Aufnahmen – das sind kleine Fische im Vergleich zu dem spektakulären Inhalt des Films. Doch Harvey könnte genauso gut Millionen verlangen – in keinem Fall kann Ray momentan eine solche Summe aufbringen. Er rast also zurück nach Ohio, um Gary einzuweihen, doch Gary ist durchaus nicht überzeugt. Aus Erfahrung ist er Rays hochfliegenden Plänen gegenüber immer sehr skeptisch. Insgeheim hofft er allerdings, dass Ray recht hat. Er möchte Ray eine letzte Chance geben zu beweisen, dass er kein Betrüger ist. Also arrangiert Gary ein Treffen mit jenem Mann, der verrückt genug sein könnte, ihm das Geld vorzustrecken.

Auftritt Laszlo Voros (Götz Otto), ein exzentrischer Drogenbaron, der sich für übernatürliche Phänomene begeistert. Als er Rays Story gehört hat, leiht er ihm das Geld, behält sich aber 50 Prozent der Auswertungsrechte vor. Weil seine Pistole dabei buchstäblich auf Rays Kopf zielt, erklärt sich Ray einverstanden. Mit Voros’ Bargeld erwirbt Ray den Film von Harvey und kehrt dann nach Großbritannien zurück, um der Welt den brisantesten Film seit den Aufnahmen vom Kennedy-Mord zu präsentieren.

Doch das Schicksal mischt die Karten denkbar schlecht: Als Ray den Film in England seinen Freunden vorführt, entdecken sie, dass die belichtete Schicht des Zelluloids bereits halb zerfallen ist. Was einst die authentische Dokumentation einer Alien-Autopsie war, wirkt jetzt nur noch wie ein körniger weißer Nebel. Jetzt fürchtet Ray um sein Leben – er überredet seine Freunde, gemeinsam das zu rekonstruieren, was er gesehen hat. Sie stellen ein Team von Spezialisten zusammen – den Schlachter Preston (Andrew Greenough), den Bestatter Edgar (Lee Oakes), den Schaufensterpuppenhersteller Maurice (John Cater) und den Möchtegern-Filmemacher Melik (Omid Djalili), im bürgerlichen Leben Inhaber einer Kebab-Imbissbude, mit seiner Freundin Jasmine (Morwenna Banks) – sie drehen die Alien-Autopsie Einstellung für Einstellung nach, mit den exakt nachgeahmten Requisiten und dem entsprechenden Außerirdischen. Das Wohnzimmer von Rays Schwester dient als improvisiertes Studio. Würstchen werden zu Eingeweiden umfunktioniert, das schottische Nationalgericht Haggis als Hirnmasse, Edgar stellt Präsident Truman dar.

Das Risiko ist gefährlich hoch, doch unter Rays Regie gelingen dem Team überzeugende Aufnahmen, die Voros ihnen abnimmt – und wenn sich ein mit allen Wassern gewaschener Drogendealer überzeugen lässt, warum dann nicht auch die britische Öffentlichkeit?

Mit neu erstarktem Selbstvertrauen wollen Ray und Gary den Film nun potenziellen Käufern vorführen – in ihrem Fall sind das die Inhaber von Tante-Emma-Läden. Ohne Gary einzuweihen, schickt Ray eine kleine „Pressemitteilung“ an die örtlichen Gazetten – und schon bald wird die Nachricht von den landesweiten Medien aufgegriffen. Bei der Vorführung werden die Freunde förmlich überrannt: Gewaltige Menschenmengen drängen durch die Türen und prügeln sich um die Sitzplätze. Schreiberlinge der Regenbogenpresse sitzen neben Ufo-Enthusiasten – der Saal ist bis auf den letzten Platz besetzt. Die Freunde haben hoch gepokert: Lässt sich das Publikum überzeugen? Besteht die Autopsie den Realitätstest? Das Licht geht aus, der Film läuft. Es ist mucksmäuschenstill: das fassungslose Schweigen der völlig überzeugten und total schockierten Zuschauer.

So beginnt für die beiden Zufallshelden aus London eine wahre Achterbahnfahrt: Das Medienecho ist ungeheuer – alle Berichte konzentrieren sich auf die beiden, und leider beginnt sich auch die größte Supermacht der Welt für sie zu interessieren. Wenn sie das riskante Abenteuer unbeschadet überstehen wollen, müssen sie sich ganz auf ihren Mutterwitz verlassen: Jetzt hilft nur noch eins: die tollkühne Flucht nach vorn.



ÜBER DIE PRODUKTION

„Begonnen hat alles mit einem Anruf von Michael [Kuhn]“, erklärt Autor Will Davies. „Ich hatte gerade eine Überarbeitung des Drehbuchs zu ,Johnny English‘ (Johnny English) abgeschlossen, als Michael immer wieder anrief und mir von einer außergewöhnlichen Story vorschwärmte. Er wusste aber nicht so recht, ob man daraus einen Film machen konnte. Also lud er mich ein, die beiden Typen kennen zu lernen und ihre Geschichte anzuhören.“

„Ich arbeitete damals an mehreren Projekten und verschob das Treffen immer wieder“, erklärt Davies. „Doch endlich klappte es, und als ich in Michaels Büro eintraf, fand ich nur ihn selbst vor. Offenbar weigerten sich die beiden Typen, mich zu treffen, bevor ich eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterschrieben hatte.“

Resigniert unterzeichnete Davies die Vereinbarung, und zwei Minuten später betraten Ray Santilli und Gary Shoefield das Büro. „Da kamen zwei unglaubliche Exzentriker die Treppe hinauf. Der Größere sagte: ,Ich heiße Ray Santilli und das hier ist Gary Shoefield. Sie haben noch nie von uns gehört, oder?‘ Ich bejahte. Daraufhin forderte er mich auf, auf Michaels Laptop seinen Namen zu googeln. Ich tippte also Rays Namen ein – und erhielt über fünf Millionen Treffer. Ich drehte mich zu Ray um – er grinste und sagte: ,Jetzt wollen Sie unsere Story ganz gewiss hören.‘“

Zwei Stunden lang erzählten Ray und Gary, und Davies hörte ihnen immer fassungsloser zu: „Die Story war einfach fantastisch! Die meisten Geschichten haben entweder einen starken Einstieg, ein starkes Ende oder eine starke Mitte – aber diese konnte mit allen dreien aufwarten. Dass sie komplett den Tatsachen entsprach, die beiden das Geheimnis aber immer gehütet hatten, war wirklich wunderbar.“

Davies übernahm den Drehbuchauftrag und begann die Geschichte der beiden zu strukturieren. Ray und Gary hatten so schnörkellos erzählt, dass Davies zunächst abwägen musste, wie viel davon im Drehbuch verwendbar war. Er entschied sich für ein höchst ungewöhnliches Verfahren und schrieb die Story so auf, wie er sie gehört hatte, ja er nahm sogar sich selbst in das Skript mit auf und stellte sich als Dokumentarfilmer Morgan Banner dar, der eher widerwillig bereit ist, Ray und Gary zu treffen und sich ihre Story anzuhören. „Es ist zwar nicht ganz genauso passiert, aber doch sehr ähnlich. Wir ersetzten den Autor (mich) durch einen Dokumentarfilmer à  la Bill Broomfield und nannten ihn Morgan Banner.“

Verschwörungstheorien haben in den USA nach wie vor Konjunktur, und seit dem Bericht vom Absturz in Roswell haben sich die Aliens zu einem Riesengeschäft entwickelt. Es lag also nahe, den Film in Amerika zu drehen, doch Kuhn legte größten Wert darauf, die Story auf authentisch britische Art zu erzählen. Denn die Hauptfiguren sind nun mal aus London, und wie sie mit der Extremsituation umgehen, in die sie geraten, wirkt sehr britisch. „Herz und Seele dieses Films sind typisch englisch geprägt, und ich bin sehr stolz darauf, dass es uns gelungen ist, den Film in Großbritannien mit sehr fähigen britischen Mitarbeitern zu drehen“, sagt Davies abschließend.


Das Team

Der britische Produzent Barnaby Thompson war genau wie Kuhn und Davies sofort von Rays und Garys Geschichte fasziniert. „Als Will das Drehbuch geschrieben hatte, holten sie mich mit an Bord, um bei der Produktion zu helfen, und wieder passierte das Gleiche: Wer die Story hört, ist sofort mit dabei! All die unerwarteten Wendungen, die unsere Helden durch die Handlung katapultieren, sind einfach überwältigend. Fast wirkt das wie die fantastische Geschichte des Mannes, der sich in einen Hund verwandelt, und jede Szene ist unglaublicher als die anderen.“

Mithilfe von Thompson suchte das Team nach einem geeigneten Regisseur, der das entscheidende Potenzial der Story umsetzen und die unglaubliche Geschichte glaubhaft erzählen konnte. Jonny Campbell kam sehr schnell ins Spiel, wie Thompson erklärt: „Jonny kann bereits eine makellose TV-Karriere vorweisen: Er hat die gefeierten Filme ,Shameless‘ und ,Phoenix Nights‘ gedreht. Wir suchten einen Regisseur, der die Story nicht nur realistisch anpackt, sondern auch mit Humor. ,Shameless‘ ist sehr komisch, weil uns die Hauptfiguren und ihre Welt überzeugen.“

Campbell machte gerade Urlaub, als Davies ihn anrief. „Das Angebot war äußerst vielversprechend“, erinnert sich Campbell. „Normalerweise bekommt man ein Drehbuch geschickt und reagiert darauf. In diesem Fall rief Will an und sagte, dass er an einer unglaublichen Story arbeitet, aber am Telefon wollte er nicht darüber reden. Ich sollte sogar eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterschreiben, bevor er mir mehr erzählen könnte! Das hat meine Neugier sofort geweckt. Dann gab Will mir das Skript, das mich regelrecht umhaute. Die Story wirkt im buchstäblichen Sinne ,unglaublich‘, aber trotzdem ist jedes Wort darin wahr! ,Alien Autopsy‘ ist ein Projekt, wie man es nicht jeden Tag angeboten bekommt. So etwas konnte ich unmöglich ablehnen.“

„Bei der Dynamik, mit der die Story ständig die Richtung wechselt, konnte ich wirklich nicht vorhersehen, was als Nächstes geschieht“, fährt Campbell fort. „Ich las also zu Ende und dachte: ,Das kann doch nicht wahr sein!‘ Und ich las es gleich noch einmal. Wenn man eine Story vor sich hat, die von Anfang an völlig unvorhersehbar ist, ist das eine hervorragende Voraussetzung. Denn die heutigen Zuschauer kennen sich bestens aus: Sie ahnen schon frühzeitig, wohin der Hase läuft. Bestimmte Situationen werden meist so angelegt, dass die Figuren auf ganz bestimmte Art eingeführt werden – daraus schließt der Zuschauer, was später passieren wird. Doch in diesem Fall bekam ich keinerlei Hinweise in dieser Richtung. Wir hatten also einen guten Ausgangspunkt, auf dem wir aufbauen konnten.“

„Jonny ist ungewöhnlich begabt“, sagt Produzent Thompson. „Mit seinem Sinn für Humor kreiert er ein Denkmal des Absurden.“


Wer spielt Gary und Ray?

Das Zentrum der Geschichte bildet die Freundschaft zwischen Ray und Gary. Sie sind seit ihren Kindertagen eng befreundet. Doch plötzlich geraten sie in eine Welt, die einfach nicht die ihre ist. Im Film erleben wir, wie sie mit dem Druck umgehen, der ihre Freundschaft belastet. Bei der Besetzung der Hauptrollen galt es also, zwei Schauspieler zu finden, die diese Beziehung auf der Leinwand überzeugend nachvollziehen.

Dazu Campbell: „Ray und Gary sind eng befreundet. Einer ist introvertiert, der andere extrovertiert; einer ist Pessimist, der andere Optimist: also eine wunderbare Yin-Yang-Beziehung. Während Gary den bürgerlichen Weg gehen und seine Zukunft planen will, sprüht Ray nur so vor Lebenslust, nimmt unbekümmert Risiken auf sich. Gemeinsam gehen sie auf eine verrückte Reise, auf der sie auch eine Menge über sich selbst erfahren.“

Das Skript wird derart von Humor geprägt, und schon Rays und Garys Story bot sich so eindeutig als Komödie an, dass die Filmemacher ursprünglich zwei Comedians besetzen wollten.

„Mit der Chemie zwischen den beiden steht und fällt die Story“, erklärt Davies. „Doch trotz vieler Casting-Termine konnten wir kein überzeugendes Komiker-Duo finden, das diese Chemie rüberbringt und gleichzeitig ein breites Publikum anspricht.“

Nach einem weiteren vergeblichen Casting-Tag fuhren Campbell und Davies nach Hause. „I’m a Celebrity – Get me out of Here“, die britische Version von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ lief in der dritten Staffel, die beide Filmemacher verfolgt hatten. Campbell berichtet: „Ich schaute mir die Show mit meiner Frau an, und als wir Ant und Dec in Aktion sahen, sagte sie plötzlich: ,Wie wär’s mit den beiden?‘ – ,Das soll wohl ein Witz sein!‘ antwortete ich, und zwei Sekunden später: ,Die sind ja die Idealbesetzung!‘“ Am anderen Ende von London erlebte Davies eine ähnliche Offenbarung.

„Als Jonny und Will vorschlugen, Ant und Dec zu besetzen, reagierte ich zunächst zurückhaltend“, gibt Produzent Thompson zu. „Sie sind derart auf ihr Moderatorenimage festgelegt, dass ich mir zwei Fragen stellte: 1) Können sie spielen? 2) Können sie ihr TV-Image überwinden?“

Dass die beiden auf dem Bildschirm überzeugen, hängt allerdings auch mit ihrer engen persönlichen Freundschaft zusammen, und genau dieser Umstand begeistert Campbell: „Es gibt deutliche Parallelen zwischen den Duos Ray und Gary einerseits und Ant und Dec andererseits. Ein Grund, sie zu besetzen, war die Chemie, die durch ihre Freundschaft entsteht.“

Die Produzenten nahmen also Kontakt zu Ant und Dec auf und schickten ihnen das Drehbuch. Kommentiert Campbell: „Wenn man sich die Hauptrollen anschaut, wirken sie, als seien sie den beiden auf den Leib geschrieben!“

„Offenbar suchten sie selbst schon seit einiger Zeit nach einem geeigneten Filmprojekt“, sagt Davies. „Bisher hatte man ihnen aber nur konkret auf sie zugeschnittene Stoffe angeboten, die deshalb zu künstlich wirkten. Unser Projekt entstand dagegen, ohne dass jemand an sie gedacht hatte.“

Anthony McPartlin erklärt: „Im Lauf der Jahre bekamen Dec und ich immer wieder Filmstoffe angeboten, die speziell für uns entwickelt wurden und deshalb überhaupt nicht originell wirkten. Wir haben aber durchaus nicht das Gefühl, dass wir automatisch auf die große Leinwand müssen, nur weil unsere Fernsehshow erfolgreich ist. Nötig hatten wir es wahrlich nicht, und so ließen wir es einfach.“

Declan Donnelly las das Drehbuch zuerst. „Ich war sofort hingerissen. In der Vergangenheit bekamen Ant und ich Stoffe angeboten, bei denen wir schon nach zehn Seiten das Handtuch warfen, doch dieses Skript habe ich innerhalb einer Stunde verschlungen. Ich gab es an Ant weiter und sagte: ,Das musst du unbedingt lesen.‘ – ,Mein Gott, das ist ja wahnsinnig‘, sagte er anschließend. Wir riefen sofort unseren Manager an und erklärten unsere Zustimmung.“

„Ausschlaggebend für uns waren neben der fantastischen Story die beiden Hauptfiguren Ray und Gary“, fährt Donnelly fort. „Seit ihrer Kindheit verbindet sie eine großartige Freundschaft. Sie sind zusammen aufgewachsen – dass sie sehr verschieden sind, tut ihrer Freundschaft keinen Abbruch. Weil sie sich wirklich schätzen, bringt sie nichts auseinander – wie zwei Hälften eines Ganzen. Dadurch bekamen Ant und ich die Chance, eine Freundschaft darzustellen, wie sie privat tatsächlich zwischen uns besteht. Wir sind wirklich die besten Kumpel – entscheidend war also, dass wir dieses freundschaftliche Gefühl jetzt auf Ray und Gary übertragen konnten.“

„Die Chance, Rays und Garys unfassbares Abenteuer nachzuvollziehen, konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen“, sagt Ant.


Ant und Dec bereiten sich auf ihre Rollen vor

Zunächst probierten Ant und Dec jeweils beide Rollen aus, bis Campbell entschied, dass Ant Gary spielen sollte und Dec Ray. Sie selbst hatten eher zum Gegenteil tendiert. „Dec und ich gingen davon aus, dass wir jeweils die andere Rolle übernehmen würden“, erinnert sich Ant. „Bei unseren TV-Auftritten übernehmen wir diese Rollen ganz automatisch: Ich bin immer der Zappelphilipp und Dec der Vernünftigere. Es war also sehr inspirierend, das Rollenmuster umzudrehen, weil uns das stärker forderte.“

„Durch die Rollen gewinnen sie Abstand zu ihren eigenen Persönlichkeiten, was sie als Schauspieler interessanter macht“, sagt Campbell. „Aufgrund der Proben kannten sie beide Rollen so genau, dass wir später bei den Dreharbeiten sehr davon profitierten.“

„Das bedeutete natürlich, dass wir mit der Materie sehr entspannt umgehen konnten“, sagt Ant. „Weil wir die Dialoge beider Figuren gelernt hatten, konnten wir innerhalb der Vorgaben sehr selbstsicher improvisieren.“

In den Wochen vor Drehbeginn arbeiteten Ant und Dec intensiv mit Regisseur Campbell – immer wieder gingen sie das Skript durch, entwickelten die Vorgeschichten ihrer Figuren. „Wir sind buchstäblich aus unserer Samstagabend-Fernsehhaut geschlüpft und haben uns in Schauspieler zurückverwandelt“, erklärt Ant. „Das war gar nicht so einfach – aber umso befriedigender fiel das Ergebnis aus. Jonny hat uns enorm unterstützt. Er achtete sehr präzise auf jede Einzelheit, jede Betonung, hörte sich auch sehr geduldig an, was uns selbst zu den Szenen und Figuren in den Sinn kam.“

„Diese Vorab-Erfahrung hat richtig viel gebracht“, fügt Dec hinzu. „Durch Jonny haben wir unsere Rollen besser durchdrungen, aber er ermutigte uns auch, mit den Figuren spielerisch umzugehen, ihre Möglichkeiten auszuloten. Als wir dann zu drehen begannen, kannten wir die Rollen in- und auswendig und scheuten auch nicht davor zurück, vom Skript abzuweichen und Varianten durchzuspielen. Dass er uns diese Freiheit zugestand, zeigt doch, dass er uns vertraute – als Künstler und Darsteller.“

Nach den vielen Jahren als Moderatoren von Live-TV-Shows stellte das Duo fest, wie schwierig es war, nicht wie üblich instinktiv à  la „Ant & Dec“ auf den Humor des Skripts zu reagieren, sondern sich als Schauspieler neu zu entdecken. „Gleich zu Anfang forderte Jonny uns auf, die Dialoge ganz normal zu sprechen“, erklärt Ant. „Er legte Wert darauf, dass wir unseren Comedy-Instinkt vergessen – aber das dauerte eine Weile. Als TV-Moderatoren betonen wir normalerweise jeden Gag, lassen uns keinen Lacher entgehen.“

„Das war ein hartes Stück Arbeit, und die Rückverwandlung vom Moderator zum Schauspieler dauerte länger, als wir erwartet hatten“, gibt Dec zu. „Umso toller war es, als wir es schließlich gepackt hatten!“

Produzent Barnaby Thompson erinnert sich, wie er die beiden erstmals vor der Kamera erlebte: „Wir filmten Ausschnitte aus verschiedenen Szenen, und sofort merkten wir alle, dass sie spielen können. Man brauchte ihnen nur zwei oder drei Minuten zuzuschauen, und schon vergaß man völlig, dass man sie als Moderatoren kannte.“

Campbell stimmt ihm zu: „Zu den Höhepunkten der Arbeit an diesem Film gehört für mich, dass ich miterleben durfte, wie sich Ant und Dec in Ray und Gary verwandelten, sich von Entertainment-Moderatoren zu talentierten, reifen Schauspielern entwickelten. Dass sie das Potenzial dazu hatten, wusste ich, denn die beiden haben ja schon als Kinderdarsteller angefangen. Aber jetzt können sie sich sogar neben Stars wie Harry Dean Stanton und Bill Pullman behaupten.“

„Man darf nicht vergessen, dass sie ja als Schauspieler angefangen haben“, fügt Thompson hinzu. „Und den Beruf wollten sie auch nie aufgeben. In der Hinsicht waren die TV-Shows nur ein Umweg. Entsprechend haben sie unser Projekt sehr ernst genommen, und ihre Leistung zeigt, wie wichtig es ihnen ist.“

„Ant und Dec gingen mit großem Engagement und viel Einsatz an die Arbeit – so wie man es von ihnen gewohnt ist“, sagt Campbell. „Hier treten sie in ihrem ersten Film auf, stehen voll im Rampenlicht, was sie unglaublich unter Druck setzt – sie müssen einfach erstklassige Leistungen bringen. Und es zeigt sich, dass ihnen das hervorragend gelingt. Sie sind erstaunlich begabt, und sie haben bewiesen, dass sie wirklich in allen Bereichen voll überzeugen. Was uns zunächst Sorgen machte: Wie sollen wir die Zuschauer davon überzeugen, dass dieser Film nicht auf Ant und Dec zugeschnitten ist? Doch nach ein paar Drehtagen war von ihrem Ant & Dec-Image nichts mehr zu merken – uns standen zwei sehr talentierte Schauspieler zur Verfügung. Manchmal muss ich mich selbst daran erinnern, wer sie eigentlich sind!“

„Wenn wir als Ray und Gary auftraten, wollten wir deutlich machen, wie sympathisch sie sind“, sagt Dec. „Obwohl sie die tollsten Sachen erleben, sind sie eigentlich völlig normale Typen. Sie wollen es im Leben zu etwas bringen, ein bisschen Geld verdienen und das Beste daraus machen. Ray ist der Unternehmer, der Geschäftsmann…“

„Hält sich für einen Geschäftsmann!“ unterbricht ihn Ant.

„Immer feilscht und spekuliert er, hält Ausschau nach dem nächsten Deal, mit dem er Geld zusammenkratzen kann, die nächste große Sache, aber so gerät er immer wieder in zwielichtige Geschäfte“, gibt Dec zu.

„Ray lässt sich in seinem Enthusiasmus einfach nicht unterkriegen“, sagt Ant. „Jedes neue Projekt erlebt er als großartiger und toller, immer konzentriert er sich mit aller Kraft darauf. Selbst wenn Gary das Gegenteil behauptet, lässt er sich davon nicht abbringen. In seiner Begeisterung schleift er Gary einfach mit, denn Gary ist der Vernünftigere der beiden. Er arbeitet als Angestellter, träumt einfach nur vom normalen Familienleben in einem Vororthäuschen. Doch tief im Innersten hat auch er ein Herz fürs Abenteuer – also lässt er sich von Rays Enthusiasmus mitreißen. Letztlich will er als Anwalt arbeiten, sesshaft werden – mit einer netten Familie, einem schönen Auto, einem schönen Haus, er möchte den Traum der Mittelklasse ausleben. Er scheut das Risiko, aber er lässt Ray nicht im Stich und hilft ihm aus der Bredouille. Immer wieder ruft Ray um Hilfe, braucht juristische Unterstützung, wenn etwas schiefläuft. Was Gary richtig zu schaffen macht: Als Ray in Amerika die fantastischen Filmausschnitte entdeckt, hält Gary das einfach wieder für einen Schwindel. Sein ganzes Leben hat er mit Rays Betrügereien leben müssen, die nie funktionieren. Also ist Gary von Anfang an äußerst skeptisch.“

„Die beiden sind grundverschieden“, sagt Dec. „Dennoch sind sie unzertrennlich – egal, was passiert. Ray gerät von einem Schlamassel in den nächsten – Gary könnte ihn eigentlich einfach sitzen lassen und das ruhige Leben führen, von dem er träumt. Aber irgendetwas hält die beiden zusammen, sie müssen das gemeinsam durchstehen.“

Ant sieht das ähnlich: „Es wäre für Gary ein leichtes, einfach abzuhauen, aber ihre Freundschaft ist stärker als jeder rationale Einwand.“

„Und mit dieser Beziehung steht und fällt das Skript“, sagt Dec abschließend. „Dadurch entsteht die Dynamik. Wenn es diese Freundschaft nicht gäbe, hätten wir wahrscheinlich gar keine Geschichte zu erzählen. Sie ließen sich auf ein Abenteuer ein, mit dem sie in Sphären vorstoßen, die sie nicht für möglich hielten. Beide beneiden einander um die Vorzüge des anderen: Ray wünscht sich insgeheim ein normales Leben mit Frau und Kindern, aber irgendetwas verhindert das immer wieder. Gary lässt sich andererseits von Rays Abenteuerlust anstecken. Was da zwischen den beiden an Energie freigesetzt wird, bestimmt die Handlung ganz entscheidend.“


Harry Dean Stanton und Bill Pullman

Neben den Helden Ray und Gary sind die bedeutendsten Figuren der Story der ehemalige Militär-Kameramann Harvey, der Ray den Film verkauft, und Morgan Banner, Will Davies’ Alter Ego, der die Story fürs Publikum aufbereitet.

„Harvey zählt zu meinen Lieblingsfiguren“, sagt Regisseur Campbell. „Er hat den Originalfilm aufgenommen und an Ray verkauft, er gibt die Fackel gewissermaßen an Ray und Gary weiter. Ohne ihn gäbe es keine Geschichte. Beim ersten Lesen des Skripts habe ich im Hinterkopf bereits Harry Dean Stanton besetzt. Das schien mir völlig logisch. Ich fühle mich sehr geehrt, dass er die Rolle angenommen hat. Dadurch ist mein Traum wahr geworden.“

„Sie riefen mich eines Tages an und sagten, niemand außer mir könnte die Rolle spielen – das hört man immer gern“, sagt Stanton.

In Bezug auf Morgan Banner waren die Vorstellungen nicht so eindeutig. „Wir diskutierten hin und her, wer den Dokumentarfilmer Morgan spielen könnte“, erklärt Produzent Thompson. „Die Rolle ist wichtig, weil die Geschichte aus seiner Sicht erzählt wird, denn er interviewt Ray und Gary in der Gegenwart. Gefragt war also ein Schauspieler, der uns als ein Typ wie Michael Moore oder Morgan Spurlock (,Super Size Me‘) überzeugt.“

Will Davies brachte als Erster Bill Pullmans Namen ins Gespräch. Davies hatte Pullman die Geschichte vor einiger Zeit bei einem Essen erzählt. Dazu Pullman: „Als wir 2004 in Los Angeles beim Essen saßen, erzählte er mir die Story. Er ist ein begnadeter Erzähler, und manchmal fiel mir glatt der Unterkiefer auf den Tisch, denn die Story hat derart viele unerwartete Wendungen – und dabei war sie genauso passiert! Ich freue mich sehr, dass ich jetzt dabei sein darf.“

Und er fährt fort: „Morgan ist im Grunde Will Davies. Als er sich Rays und Garys Geschichte anhört, merkt er, dass sie gute Erzähler sind – es liegt letztlich an ihm, ob er ihnen glaubt oder nicht. Im Endeffekt wirkt er wie ein Geigerzähler, der uns entscheiden hilft, ob das alles nur ausgedacht oder ein authentischer Bericht tatsächlicher Ereignisse ist.“

„Bill übernimmt eine Schlüsselrolle, weil er das ausspricht, was die Zuschauer empfinden“, sagt Campbell. „Er dechiffriert die Geschichte, die wir erleben. Er stellt Fragen, wir sehen seine Reaktionen. Er stellt die Verbindung zwischen uns und der Story her.“


Dreharbeiten

Die Reise führt Ray und Gary aus den Londoner Gassen nach Beverly Hills und Washington/DC. Die wesentliche Handlung entwickelt sich zwar in Großbritannien, aber natürlich stellen die USA einen Schlüsselschauplatz dar, denn dort entdeckt Ray das Originalfilmmaterial von der Alien-Autopsie. „Wir wollten die amerikanischen Szenen unbedingt vor Ort drehen, um die Dimensionen ins richtige Verhältnis zu setzen“, sagt Thompson. „Der Film beginnt in einer kleinen Londoner Wohnung, führt die Helden aber bis nach Hollywood, und ich halte es für sehr wichtig zu zeigen, dass die Jungs wirklich dort gewesen sind.“

Diese Reise in Bilder umzusetzen und die Unterschiede der beiden Lebensräume aufzuzeigen überließ der Regisseur dem Talent des Produktionsdesigners Grenville Horner.

„Wenn man ein neues Drehbuch liest, entwickelt man auf der Stelle eine Vorstellung davon, wie der Film aussehen könnte“, sagt Horner. „Die Geschichte findet an vier sehr unterschiedlichen Schauplätzen statt: Omas Haus, Garys Wohnung, die Wohnung von Rays Schwester und Harveys Haus in den Staaten. Ich kann es nicht ausstehen, wenn man einen Film anschaut und gar nicht mitbekommt, in welchem Haus man sich gerade befindet. Also versuche ich diese Lebensräume klar und einfach zu definieren. Omas Haus steht für eine vergangene Zeit. Es bietet eine Zeitreise, die uns in die 1940er-Jahre zurückführt. Rays Schwester wohnt in einem Haus, das in den 1980er-Jahren renoviert worden ist – dort herrschen klare, gerade Linien vor. Gary wohnt in einer verwohnten Studentenbude, in der man noch die Hippie-Farben im Bad ausmachen kann, wie sie damals angesagt waren. Die entscheidenden Szenen finden also in drei Privatwohnungen statt – entsprechend wichtig ist es, dass sie klar gegeneinander abgegrenzt werden und gut zu ihren Bewohnern passen. Ich habe mich mit Jonny ausführlich über die Figuren und ihre Lebensräume unterhalten – das war meine Vorgabe für die Einrichtung. Denn wenn dann die Dreharbeiten beginnen, hat Jonny vollauf mit den Schauspielern und dem Kameramann zu tun. Alle wichtigen Informationen muss ich also schon in der Vorbereitungsphase aus ihm herausholen.“

Die Sets für Garys Wohnung, Omas Haus und die Wohnung von Rays Schwester wurden komplett in den Ealing Studios gebaut. „Durch die Aufnahmen in den Ealing Studios konnten wir den Dreh völlig selbst bestimmen“, sagt Horner. „Wenn man an Originalschauplätzen dreht, kann man zwar ein vorhandenes Haus entsprechend einrichten, was wir teils auch gemacht haben. Aber anschließend muss man den Originalzustand wieder herstellen. Insofern ist es also viel einfacher, im Studio zu drehen. Dort können wir in jeder Hinsicht autonom arbeiten.“

Die Ealing Studios sind das älteste Filmstudio der Welt. Die Hallen und Büros stehen bereits auf historischem Boden – sie haben den Wechsel zum Tonfilm, zwei Weltkriege und die späteren Veränderungen durch die technischen Revolutionen in Film und Fernsehen überstanden.

Der britische Filmpionier Will Barker erwarb das Grundstück 1902. Basil Dean, Eigentümer der Associated Talking Pictures, übernahm es Anfang der 1930er-Jahre, und die Ealing Studios wurden gegründet. 1938 kam Michael Balcon neben Dean als Produktionschef hinzu. Die goldene Ära der Ealing Studios begann: Filme wie „The Ladykillers“ (Ladykillers), „The Lavender Hill Mob“ (Einmal Millionär sein), „Passport to Pimlico“ (Blockade in London) und „Kind Hearts and Coronets“ (Adel verpflichtet) entstanden und bildeten die Prunkstücke der erstaunlichsten britischen Produktionsfirma aller Zeiten.

„,Alien Autopsy‘ entstand ganz im Geist der alten Ealing-Komödien – wunderbar, dass wir sogar hier drehen konnten. Wir treten in die Fußstapfen der berühmtesten britischen Komödien überhaupt“, sagt Thompson.

Nachdem die britischen Szenen abgedreht waren, zog das Team in sonnigere Gefilde um: nach Los Angeles, was Campbell und Crew als große Chance begriffen, was sie aber gleichzeitig mit neuen Problemen konfrontierte. „Ich fühlte mich äußerst privilegiert, gleich meinen ersten Spielfilm in L.A. zu drehen“, sagt Campbell. „Andererseits übernahm ich damit die ungeheure Verantwortung, den hohen Erwartungen zu entsprechen. Die in L.A. gedrehten Szenen bilden die wichtigsten Elemente der Story. Hinzu kam unser Anspruch, originelle Drehorte in einer Stadt zu finden, die insgesamt einen gigantischen Drehort darstellt – wir hatten also eine Menge Arbeit vor uns.“

„Wir drehten zwar in L.A.“, erklärt Horner. „Aber wir mussten dort Drehorte entdecken, die unsere gesamten Schauplätze in den USA doubeln können, denn wir hatten nicht die Zeit, durchs ganze Land zu reisen. Also suchten wir Locations, die uns das Publikum als Cleveland/Ohio, Florida und die Ostküste abnimmt. Die einzigen Szenen, die tatsächlich in L.A. spielen, zeigen den Obdachlosen – es ist also sehr wichtig, dass man L.A. sofort erkennen kann. Die meisten dieser Außenaufnahmen drehten wir in der Gegend um den Hollywood Boulevard, mit dem Hollywood-Zeichen im Hintergrund. Ein größerer Kontrast zu dem schmuddeligen Londoner Norden, in dem unsere Helden wohnen, ist kaum vorstellbar!“

Horners wichtigste Aufgabe war, ein Haus aufzutreiben, in dem der ehemalige Militär-Kameramann Harvey leben kann. In Harveys Haus sieht Ray den brisanten Film zum allerersten Mal. „Wir suchten Harveys Haus in den Gegenden von L.A., die der Atmosphäre von Miami entsprechen“, erklärt Horner. „Ich war früher schon einige Male in L.A. und erinnerte mich an Gegenden in Richtung Wüste, die so entlegen wirken, wie wir uns das für Harveys Haus vorstellten. Doch nachdem wir uns etliche Häuser angeschaut hatten, merkten wir, dass die Landschaft gar nicht so entscheidend ist. Viel wichtiger war, wie das Haus selbst aussieht. Wir suchten nach einem heruntergekommenen einstöckigen Holzhaus, das schon bessere Zeiten erlebt hat. Ich habe Hunderte von Fotos der Motivsucher in L.A. durchforstet und fand schließlich ein spektakulär heruntergekommenes, baufälliges Haus. Es steht in Sun Valley, wo früher Orangen angebaut und Landwirtschaft betrieben wurde. Offenbar hat dort früher mal ein Farm-Manager gewohnt, wahrscheinlich wurde das Haus in den 1920er-Jahren gebaut. In Los Angeles findet man derart alte Häuser äußerst selten, weil all die Vororte erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind. Zu dem Haus gehört eine ebenso baufällige Scheune, in der wir dann Harveys geheime Welt einrichteten.“

Eine der interessantesten Aufgaben meisterte die Ausstattungsabteilung, als es galt, einen Kornkreis anzulegen. Im Film stellt der russische Drogenhändler Voros das Geld zum Ankauf des Autopsie-Films zur Verfügung. Er trifft sich mit Ray an einem Kornkreis, weil er sich für alle paranormalen Phänomene interessiert. Ausstatter Chris Wyatt wurde die Anlage des Kornkreises anvertraut. Er begann seine Recherche in der Kornkreis-Hochburg im britischen Wiltshire. Erste Hinweise führten ihn zu einem Pub in Alton Barnes, wo sich die Kornkreis-Enthusiasten gern treffen. Wyatt sprach mit dem Gastwirt, der ihm in seinem schweren westenglischen Akzent erklärte, er solle Dan the Man aufsuchen. Dadurch wurde Wyatt erst recht neugierig: Er folgte der Spur und stand schließlich dem geheimnisvollen Dan the Man gegenüber.

„Wenn du einen Kornkreis brauchst, bin ich genau der Richtige“, behauptete Dan. „Das ist meine Spezialität.“ Es stellte sich heraus, dass Dan the Man Hunderte von Kornkreisen geschaffen hat, die Wissenschaftler aus aller Welt ins Grübeln brachten. Dan war tatsächlich genau der Richtige.

Dan fertigte einige Entwürfe für Regisseur Campbell an, und als man sich auf ein konkretes Design geeinigt hatte, tat sich das Filmteam mit Dans Crew zusammen und stellte den Kornkreis her. Doch weder Wyatt noch Dan sprechen über die Methoden, die dabei angewendet werden. Ganz im Sinne des Filmthemas gibt es eben bestimmte Geheimnisse, die nie gelüftet werden sollten.


Die Nachbildung des Aliens

Der eigentliche Star in „Alien Autopsy“ ist natürlich der Alien. Hätte der Original-Alien nicht so überzeugend gewirkt, hätten auch die Filmbilder von der Autopsie nicht eine derart hitzige Debatte ausgelöst – und diese Geschichte wäre nie erzählt worden. Wer ihn geschaffen hat, bleibt weiterhin ein Geheimnis. Bis heute hat sich niemand dazu bekannt – er oder sie zieht es vor, anonym zu bleiben. Als es dann daran ging, den Alien für den aktuellen Film nachzubilden, verließen sich die Produzenten auf das außergewöhnliche Talent des Bildhauers und Spezialeffekte-Experten John Humphreys.

Humphreys’ wohl bekannteste Schöpfung ist Max Headroom, der sein Debüt in „The Max Headroom Show“ auf dem britischen Channel 4 gab, bevor er jenseits des Atlantiks in den USA berühmt wurde. Die Zuschauer beiderseits des Großen Teiches ließen sich täuschen und glaubten, Max Headroom sei im Computer generiert worden. Tatsächlich wurde er aber von Schauspieler Matt Frewer dargestellt, der eine Gummischaummaske und einen Glasfaseranzug trug und in einen animierten Hintergrund mit geometrischen Mustern einkopiert wurde.

Humphreys standen als Anhaltspunkt nur grobkörnige Schwarzweißbilder zur Verfügung – nach dieser Vorlage schuf er einen „lebensgroßen“ Alien für die nachgestellte Autopsie. Wie er das bewerkstelligte, erklärt er Schritt für Schritt:

„Ich habe mir den Film stundenlang immer wieder angesehen, machte Standfotos von dem Alien und vergrößerte sie so, dass ich die Konturen besser erkennen konnte. Als Erstes fertigte ich ein Tonmodell des Aliens, das dann als Vorlage für die Gussformen dienen sollte. Ich baute also ein dreidimensionales Skelett aus Aluminiumdraht und formte drum herum die Figur aus Ton. Dafür brauchte ich etwa drei Wochen. Als die Figur geformt war, glättete ich die Oberfläche und verpasste ihr mit einem feinen Schwamm eine Hautstruktur. Dann besprühte ich sie mit Silbervinyl-Dichtungsmittel und Wachs, um die Oberfläche zu stabilisieren und zu verhindern, dass sie an der Glasfaser-Gussform kleben blieb. Die Glasfaser-Gussformen bestanden aus mehreren Teilen – als sie komplett waren, brauchten wir das Tonmodell nicht mehr: Die Gussformen bildeten nun das Negativ der Figur. Dann mischte ich eine farbige Silikon-Gummimischung zusammen, und zwar in einem Hautton, mit dem ich später arbeiten konnte, und pinselte sie in die Gussform – so entstand eine etwa sechs Millimeter dicke Haut. Die Hohlräume der Gussform wurden dann mit Hartschaum aufgefüllt, der der Haut Halt gab. Es dauerte ein paar Stunden, bis die Haut und der Schaum getrocknet waren. Dann nahmen wir die Gussformen ab und hatten den Alien vor uns. Anschließend bemalten wir den Alien von oben bis unten mit Silikonfarben. Ich arbeite immer hyperrealistisch, und wenn ich die Haut bemale, benutze ich nur transparente Farben, die Schicht für Schicht übereinander aufgetragen werden.“

Weil Humphreys nur unscharfe Schwarzweißvorlagen zur Verfügung standen, schuf er eine Hautfarbe, die sich an seiner eigenen orientiert. „Die Hautfarbe des Aliens entspricht zwar nicht ganz der menschlichen, aber doch fast“, erklärt er. „Es gibt subtile Abweichungen – so subtil, dass sie glaubwürdig wirken.“

Das Gehirn wurde in Silikon-Gummi gegossen. Man überzog es mit Kunstblut und deckte es mit feiner Gaze ab, um den Eindruck zu erwecken, es sei von einer Membran überspannt. „Dann befestigten wir eine Angelschnur daran“, berichtet Humphreys. „Als das Gehirn Ray aus der Hand rutscht, während er es aus der Hirnschale hebt, ziehen wir an der Schnur, und es flutscht über den Fußboden.“

Die schwarzen Kontaktlinsen bestanden aus Silikon, das auf die Augenflächen der Figur aufgetragen wurde. Als es getrocknet war, saß es buchstäblich wie angegossen. „Die Augen füllten wir mit Gleitcreme, um den Gallerteffekt zu erreichen. Das ist ein alter Trick, ein wichtiges Handwerkszeug, das sich im Werkzeugkasten jedes Spezialeffekte-Experten findet.“

Der Knochen, der aus dem Bein herausragt, ist der einzige Körperteil, der nicht künstlich angefertigt wurde. „Ich besuchte meine Freunde, die Cosbys, auf dem Fleischmarkt Smithfields in London. Sie haben mir schon früher oft ausgeholfen, und diesmal erhielt ich von ihnen den Beinknochen eines Lamms, mit dem ich die Beinwunde nachgebildet habe.“

Die Gleitcreme und die Lammknochen sind nur einige Tricks, die Humphreys parat hat: „Als Junge habe ich bei einem Schlachter gejobbt, und einer der ersten Tricks, die man als Schlachter lernt, gehört inzwischen zum Standardrepertoire aller Spezialeffekte-Experten. Man nimmt ein stumpfes Messer und taucht es in Blut. Dann hält man das Messer zwischen die Kamera und den jeweiligen Körperteil und führt es über die Haut. Aus Sicht der Kamera sieht es dann so aus, als ob aus dem Schnitt in der Haut Blut hervorquillt.“

Diese Technik wurde in den Autopsie-Szenen angewendet. „Mit feinen chirurgischen Skalpellen haben wir im Körper des Aliens drei Einschnitte gemacht“, erklärt Humphreys. „Ich war auf viele Wiederholungen eingestellt, weil die Skalpelle so schwierig zu handhaben sind, aber wir haben jede Einstellung beim ersten Mal hinbekommen.“

Der Alien-Typ, der bei der Autopsie zum Einsatz kommt, wird allgemein als Grauer bezeichnet. Die Grauen werden üblicherweise als kleine, schlanke Humanoide mit haarloser grauer Haut, großen Köpfen und riesigen schwarzen, mandelförmigen Augen dargestellt. Der Graue hatte seinen ersten Auftritt in einer Episode der Science-Fiction-TV-Serie „The Outer Limits“ aus den 60er-Jahren. Bald nach der Ausstrahlung der Episode entwickelten die Grauen die meisten ihrer Charakteristika. Seitdem tauchen sie immer wieder in Berichten von Begegnungen der unheimlichen Art und von Entführungen durch Aliens auf.


Alien-Autopsie: Fakt oder Fiktion?

Viele Menschen erinnern sich noch an die Ereignisse von 1995, als die Bilder von der Alien-Autopsie Schlagzeilen machten. Fernsehzuschauer in 32 Ländern schauten gebannt auf den Bildschirm, als Pathologen vorsichtig ein Wesen sezierten, das wie ein Außerirdischer aussah. In Großbritannien strahlte Channel 4 eine Dokumentation über das Thema aus, und in den USA moderierte „Star Trek“-Veteran Jonathan Frakes eine einstündige Sendung namens „Alien Autopsy: Fact or Fiction“ auf dem Fox Network. Diese Sendung bildete später das Vorbild für die Fox-Serie „The X-Files“ (Akte X).

„Jeder hat von Roswell gehört, aber der eigentliche Film mit der Alien-Autopsie, der inzwischen zur Ufo-Legende gehört und seitdem heiß diskutiert wird, beruft sich auf mehrere Quellen“, erklärt Campbell. „Als die Doku erstmals ausgestrahlt wurde, verzeichnete sie Rekord-Einschaltquoten, doch wenn man die Leute heute danach fragt, kann sich merkwürdigerweise kaum jemand daran erinnern. Die Zeiten ändern sich, und die Interessen der Menschen ebenfalls. Die Story ist inzwischen Teil der historischen Vergangenheit. Wir hauchen ihr jetzt neues Leben ein.“

„Ich war in L.A., als die Doku ,Fact or Fiction‘ erstmals auf dem Fox-Kanal lief. Ich habe sie zwar nicht selbst gesehen, aber das Echo war derart gewaltig, dass man überall davon hörte“, berichtet Produzent Thompson. „1995 hielt sie jedermann für authentisch. Wenn man mir damals gesagt hätte, dass ich zehn Jahre später einen Film darüber machen würde und dass diese beiden unscheinbaren Knaben aus London dahinter steckten, hätte ich das nie geglaubt – in meinem ganzen Leben nicht!“

„Ich erinnere mich noch, wie die Doku in England lief und eine gewaltige Debatte auslöste: Ist das echt, erfunden oder authentisch?“ sagt Ant. „Und dann las ich das Drehbuch und entdeckte, was wirklich dahinter steckte – faszinierend, absolut faszinierend. Tatsache ist, dass Ray und Gary etwas gesehen haben, was ihr Leben auf den Kopf stellte.“

„Das war ein Riesending, über das weltweit in den Nachrichten berichtet wurde“, sagt Dec. „Es war der größte Knüller aller Zeiten, und dass wir jetzt daran teilhaben dürfen, die wahren Hintergründe zu erzählen, ist einfach umwerfend. Ich erinnere mich noch genau an die Verunsicherung vor zehn Jahren, die weltweite Debatte, die dann folgte. Man hat diese Filmaufnahmen als die wichtigsten seit dem Film vom Kennedymord bezeichnet – und so sind sie zustande gekommen: Zehn Jahre später erzählen wir, was wirklich passiert ist.“

„Ich hatte keine Ahnung, dass die Story wirklich wahr ist“, sagt Grenville Horner. „Ich kann mich vage an das Ereignis damals erinnern, aber niemand wusste wirklich etwas Genaueres. Von Roswell hat natürlich jeder gehört, aber es lässt sich nicht genau nachvollziehen, woher diese Filmaufnahmen stammen. Jeder kennt Ausschnitte, aber keiner hat den ganzen Film gesehen. Zwei Wochen brauchten wir, bis wir Grund in die Geschichte bekamen, und dann lernten wir den echten Ray und den echten Gary kennen, und die ganze Sache wurde immer intensiver. Was alles dahintersteckt, ist einfach phänomenal.“

„Von den Autopsie-Aufnahmen hatte ich gehört“, sagt Harry Dean Stanton. „Aber ich hatte keine Ahnung, dass diese beiden Typen aus England damit zu tun hatten.“

Diese „beiden Typen aus England“ drehten einen Film, der auf internationaler Ebene eine hitzige Debatte auslöste. Pathologiespezialisten und Special-Effects-Experten präsentierten überzeugende Beweise für die Echtheit der Bilder. Der Special-Effects-Guru Stan Winston sagte in der Fox-Doku vor der Kamera, er als Profi halte es für schwierig, einen Effekt wie die Autopsie-Aufnahmen künstlich herzustellen. Pathologen gaben vorsichtig zu, dass die Organe, die dem Alien entnommen wurden, völlig anders aussahen als die ihnen vertraute Anatomie. Und ein Experte bestätigte, dass die Entfernung des Schädeldaches derart echt wirkte – bis hin zu den blutenden Kapillargefäßen –, dass er sich nicht vorstellen konnte, so etwas für einen Film nachzubilden. Zu diesem Zeitpunkt war man sich weitgehend darüber einig: Falls die Aufnahmen von der Autopsie gefälscht wären, dann hätten die Fälscher dafür Hunderttausende Pfund Sterling aufwenden müssen; anders gesagt: Der riesige Aufwand hätte ein reichlich großes Risiko dargestellt, denn vielleicht wäre es ja nur bei der einen Vorführung geblieben.

Diese Überlegung führte dann zu weiteren Spekulationen: Vielleicht hat die US-Regierung den Autopsie-Film selbst gefälscht, um damit die Sowjetunion zu überzeugen, dass den USA eine überragende außerirdische Technik zur Verfügung stand – ein Angriff auf die USA wäre somit völlig sinnlos gewesen. Eine weitere Theorie der damaligen Zeit stellte die These auf, der Film sei gezeigt worden, um die Öffentlichkeit im Zuge einer größeren Kampagne auf einen Besuch der Außerirdischen vorzubereiten.

Will Davies berichtet von seinem Treffen mit einem Filmemacher in L.A., der vor der Ausstrahlung der Doku vom Fox-Sender eingeladen wurde, die mögliche Echtheit zu begutachten. „Fox wollte sicherstellen, dass die Aufnahmen authentisch sind. Deswegen bat man einige sehr angesehene Filmemacher, sich die Aufnahmen an einem geheimen Ort anzuschauen. Die Filmemacher waren sich nicht einig. Eine derartige Entscheidung war einfach zu kompliziert. Ein Regisseur hielt den Film für eine eindeutige Fälschung, die allerdings schon 1947 entstanden sein musste, weil man die körnige Qualität des Filmmaterials unmöglich in der Gegenwart hätte nachahmen können. Er glaubt bis heute nicht, dass die Aufnahmen 1995 gedreht wurden, selbst wenn ich ihn anrufe und sage: ,Hör mal, Ray Santilli, der den Film gemacht hat, steht hier direkt neben mir!‘“

Erst jetzt, zehn Jahre nach diesen Ereignissen, kommt die Wahrheit mit dem Start des Spielfilms ans Tageslicht. Der Autopsie-Film war eine Fälschung, aber seine Schöpfer, Ray Santilli und Gary Shoefield, behaupten bis heute, dass sie nur Aufnahmen nachgestellt haben, die sie auf dem Militärfilm tatsächlich gesehen haben. Wenn das so ist, dann existiert die echte Alien-Autopsie doch irgendwo.



DARSTELLER

Declan Donnelly & Anthony McPartlin

Ray Santilli und Gary Shoefield

Anthony McPartlin und Declan Donnelly lernten sich als 13-Jährige bei den Dreharbeiten zu der erfolgreichen BBC-Kinderserie „Byker Grove“ kennen. Sie spielten PJ und Duncan, die sich laut Drehbuch anfreunden – und genau das taten auch Ant und Dec privat. Sie etablierten sich als erfolgreichstes Fernsehduo in Großbritannien.

Die mit dem British Academy Award (BAFTA) ausgezeichnete „Ant & Dec Show“ lief zwei Staffeln lang auf BBC 1 und wechselte dann auf den Channel 4, wo sie als „Ant & Dec Unzipped“ ebenfalls mit dem BAFTA ausgezeichnet wurde. Im Herbst 1998 gründeten die beiden ihre eigene Firma Ant & Dec Productions und starteten „SM:TV Live“ und „CD:UK“, eine dreistündige Sendung mit Musik, Comedy und Zeichentrickfilmen, an der auch Cat Deeley als Moderator mitwirkte. Die Show gewann über 15 Preise und verzeichnete Spitzenquoten – sie war die erste Samstagmorgen-Sendung in sechs Jahren, die die BBC übertrumpfte.

Im Dezember 2000 unterschrieben Ant & Dec eine exklusiven Zweijahresvertrag mit ITV1: Ab 2001 moderierten sie eine Reihe von Shows neben „SM:TV Live“ und „CD:UK“, zum Beispiel „The BRIT Awards“, „Comic Relief“ (BBC1), „Slap Bang“ und „Record of the Year“.

Ende 2001 beendeten sie ihre Moderation für „SM:TV Live“ und „CD:UK“. Im folgenden Jahr präsentierten sie die mit dem BAFTA ausgezeichnete Sendung „Pop Idol“ und drehten die einmalige Doku „Tribute to The Likely Lads“ über die legendäre Serie aus den 1960er-Jahren. Außerdem wurde ihnen die Ehre zuteil, den offiziellen englischen Fußballweltmeisterschafts-Song „We’re on the Ball“ umzuschreiben und herauszubringen – er schaffte es bis auf Platz 3 der britischen Single-Charts.

Im Juni 2002 wandten sich die Jungs wieder der Samstagabend-Unterhaltung zu und starteten auf ITV1 ihre neue Show „Ant & Dec’s Saturday Night Takeaway“, in der die Zuschauer nicht nur aufgefordert wurden, die Werbeblöcke anzuschauen, sondern sie auch zu gewinnen! Die zweite Staffel lief im Januar 2003 und war ein derart umwerfender Erfolg, dass die dritte und vierte Staffel bald folgten.

2004 gewannen sie bei den National Television Awards zum vierten Mal in Folge den Preis als Beste Entertainment-Persönlichkeiten. Weitere Preise erhielten sie für „I’m a Celebrity – Get Me out of Here“, die britische Version von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“, und für „Ant & Dec’s Saturday Night Takeaway“.

Im November 2004 lief die vierte Staffel von „I’m a Celebrity – Get Me out of Here“ – diesmal im australischen Regenwald angesiedelt. Die zweiwöchige Show erwies sich wieder als riesiger Erfolg – Ant & Dec verbuchten gute Kritiken für ihre Moderation und die spontanen Gags.

Die fünfte Staffel von „Ant & Dec’s Saturday Night Takeaway“ lief Anfang 2005 zehn Wochen lang. „Alien Autopsy“ ist ihr erster Spielfilm.


OMID DJALILI

Melik

Omid Djalili zählt zu den renommiertesten britischen Standup-Comedians – er hat in seiner erfolgreichen TV- und Filmkarriere bereits etliche Preise gewonnen. Filmrollen übernahm er in Ridley Scotts „Gladiator“ (Gladiator), Kerry Conrans „Spy Captain and the World of Tomorrow“ (Spy Captain and the World of Tomorrow) und Mick Davies’ „Modigliani“ (Modigliani). Kürzlich war er neben Emma Thompson in dem BBC 1-Weihnachtsfilm „My Family and Other Animals“ (Regie: Sheree Folkson) und in Lasse Hallströms „Casanova“ (Casanova) neben Heath Ledger zu sehen.

Aktuell verbuchte er auch Erfolge als Ensemblemitglied in der amerikanischen NBC-Comedy-Serie „Whoopi“ mit Whoopi Goldberg.


MORWENNA BANKS

Jasmine

Morwenna Banks begann ihre Karriere als Autorin und Comedian der Gruppe The Cambridge Footlights. Als Autorin und Darstellerin war sie an vier Staffeln der preisgekrönten Comedy-Show „Absolutely“ auf Channel 4 beteiligt, und sie ist in zahlreichen weiteren TV-Shows aufgetreten, zum Beispiel „The Smell of Reeves and Mortimer“, „The Preventers“, „Red Dwarf“, „A Bit of Fry and Laurie“, „Jo Brand Through the Cakehole“, „Shooting Stars“ und in ihrer 13-teiligen Sktech-Show „The Morwenna Banks Show“ auf Channel 5, die 1999 für die Goldene Rose von Montreux nominiert war. Aktuell war sie neben David Baddiel in der 22-teiligen Sitcom „Baddiels Syndrome“ auf Sky Premier und in Rob Grants „The Strangers“ auf Sky One zu sehen.

Ihren ersten Filmauftrag übernahm sie 1999 mit der einzigen weiblichen Sprechrolle in dem von Astley/Baker animierten Kurzfilm „Jolly Roger“, der eine Oscar-Nominierung erhielt. Seitdem ist sie neben Lenny Henry und Marianne Jean-Baptiste in dem Screen-One-Film „The Man“ (Regie: Betsan Morris Evans) aufgetreten. Als Autorin und Hauptdarstellerin war sie an Troy Millers „The Announcement“ und Justin Edgars „Large“ beteiligt.

In den vergangenen vier Jahren hat Banks vorwiegend in Amerika gearbeitet – zunächst unter Vertrag bei NBC und Castle Rock, dann als Ensemblemitglied und Autorin der NBC-Hitshow „Saturday Night Live“. Außerdem gehörte sie zum Ensemble der HBO/Fox-Serie „Dream On“ (Dream On), und für HBO wirkte sie auch als Autorin und Darstellerin an Joel Hodgsons Special „TV Wheel“ mit.


JIMMY CARR

Gavin

Jimmy Carr zählt zu den originellsten und unverwechselbarsten Comedy-Stars. 2003 gewann er den Time Out-Preis als Bester Standup-Komiker. Im selben Jahr erhielt er den Preis als Bester TV-Newcomer von der Royal Television Society, in Montreux die Silberne Rose für die beste Game Show („Your Face or Mine“), außerdem den LAFTA Award als Bester Standup-Komiker 2004. Auf dem Bildschirm verbuchte er Erfolge mit „The Friday Night Project“ (Channel 4), „8 out of 10 Cats“ (Channel 4) und „Distraction“ (Channel 4). Zu sehen war er auch in „Peter Cook: A Posthumourous Tribute“ (BBC 2), „Tonight With Jay Leno“ (NBC) und zweimal in „Late Night With Conan O’Brien“ (NBC). Carr profiliert sich nicht nur mit seinen Auftritten, sondern auch als Autor mit „Bo Selecta!“ (BBC 2) und „Meet Ricky Gervais“ (Channel 4). Daneben schrieb er Texte für Lily Savage und Frank Skinner.

Trotzdem tritt Carr weiterhin auch live auf den wichtigsten Comedy Festivals auf, zum Beispiel in Montreal auf dem „Just for Laughs“-Festival und in Aspen auf dem International Comedy Arts Festival. „Alien Autopsy“ ist sein erster Spielfilm.


MADeLEINE MOFFATT

Oma

Die renommierte Bühnenschauspielerin Madeleine Moffatt übernahm Fernsehrollen in Norman Stones „The Black Velvet Gown“ (Das schwarze Samtgewand), Kevin Connors „Great Expectations“ (Große Erwartungen) und David Wheatleys „The Fifteen Streets“ (15 Straßen zum Glück).


JOHN CATER

Maurice

John Cater begann seiner Schauspielerlaufbahn im heute legendären Hammer-Horror-Team: Neben Vincent Price spielte er in Robert Fuests „The Abominable Dr Phibes“ (Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes) und „Dr Phibes Rises Again“ (Die Rückkehr des Dr. Phibes). Es folgten Joseph McGraths „Rising Damp“ mit Leonard Rossiter und Jack Golds „Little Lord Fauntleroy“ (Der kleine Lord) mit Alec Guinness. In den über 40 Jahren seiner Karriere ist Cater in einigen der beliebtesten britischen TV-Serien aufgetreten, zum Beispiel in „Z Cars“, „The Avengers“ (Mit Schirm, Charme und Melone), „The Secret Agent“ (Geheimauftrag für John Drake), „Inspector Morse“ (Inspektor Morse) und „The Darling Buds of May“.


Götz Otto

Voros

1993 spielte Götz Otto seine erste Filmrolle in Steven Spielbergs „Schindler’s List“ (Schindlers Liste). Seitdem trat er in Hits wie Roger Spottiswoodes „Tomorrow Never Dies“ (Der MORGEN stirbt nie), Oliver Hirschbiegels „Der Untergang“ und Uli Edels „The Ring“ (Die Nibelungen) auf.


ANDREW GREENOUGH

Preston

Andrew Greenough ist in zahlreichen beliebten TV-Serien aufgetreten, aktuell als Appius in der TV-Miniserie „Rome“ (Rom), außerdem in „Casualty“, „The Bill“, „Heartbeat“, „Judge John Deed“ und „Eastenders“. Außerdem wirkte er neben Albert Finney in der ersten und zweiten Staffel (2000 und 2003) der hoch gelobten Familienserie „My Uncle Silas“ mit, die von Yorkshire Television produziert wurde.

Zu seinen umfangreichen Bühnenrollen zählen „The Cherry Orchard“ (Der Kirschgarten), „Who’s Afraid of Virginia Woolf?“ (Wer hat Angst vor Virginia Woolf?), „Rats, Buckets and Bombs“ und „Travels With My Aunt“ für Richard Barron am Nottingham Playhouse.

„Alien Autopsy“ ist Greenoughs erster Spielfilm.


BILL PULLMAN

Morgan Banner

Bill Pullman kam als eines von sieben Geschwistern in Hornell/New York zur Welt. Die meisten Geschwister wurden wie die Eltern Ärzte, doch Pullman studierte an der University of Massachusetts in Amherst und machte dort seinen Master im Regiefach. Anschließend leitete er an der Montana State University zwei Jahre lang die Theaterfakultät.

Anschließend trat Pullman in etlichen Off-Broadway-Inszenierungen in New York und in der Provinz auf. Sehr positiv reagierten die Rezensenten auf seine Leistung in der Off-Broadway-Neuinszenierung von Sam Shepards „Curse of the Starving Class“ (Fluch der verhungernden Klasse) mit Kathy Bates. Dann zog er nach Kalifornien und bekam schnell sein erstes Filmangebot: eine der Hauptrollen in der Hit-Komödie „Ruthless People“ (Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone).

Pullman ist in über 40 Spielfilmen aufgetreten, zum Beispiel in „Spaceballs“ (Spaceballs), „The Accidental Tourist“ (Die Reisen des Mr. Leary), „A League of Their Own“ (Eine Klasse für sich), „Sleepless in Seattle“ (Schlaflos in Seattle), „Malice“ (Malice – Eine Intrige), „Wyatt Earp“ (Wyatt Earp – Das Leben einer Legende), „The Zero Effect“ (Zero Effect), „While You Were Sleeping“ (Während du schliefst), „Independence Day“ (Independence Day), „Lost Highway“ (Lost Highway), „Brokedown Palace“ (Brokedown Palace), „Igby Goes Down“ (Igby!), „The Grudge“ (Der Fluch – The Grudge) und „Dear Wendy“ (Dear Wendy). Derzeit arbeitet er an Randall Millers unabhängig produziertem Film „Nobel Son“ mit Alan Rickman und Mary Steenburgen in weiteren Hauptrollen.

Für das Fernsehen inszenierte und produzierte Pullman den Turner-Network-Film „The Virginian“ (Land der Gesetzlosen). Mit diesem Regiedebüt verbuchte er gute Kritiken auch als Titeldarsteller. Eine weitere Hauptrolle übernahm er aktuell in der NBC-Serie „Revelations“.

2002 trat Bill Pullman neben Mercedes Ruehl in Edward Albees „The Goat“ (Die Ziege) am Broadway auf. Für seine Leistung erhielt er begeisterte Kritiken, und „The Goat“ wurde als Bestes Stück mit dem Tony ausgezeichnet.

Bill Pullman lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Los Angeles.


HARRY DEAN STANTON

Harvey

Harry Dean Stanton ist eine Legende – er hat seit den 50er-Jahren in Dutzenden von Klassikern mitgewirkt. Als hervorragender Charakterdarsteller spielte er die unterschiedlichsten Rollen in über 160 Filmen für viele berühmte Regisseure.

Stanton wurde am 14. Juli 1926 in West Irvine/Kentucky geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Marinesoldat. Anschließend studierte er an der University of Kentucky, wo er in „Pygmalion“ (Pygmalion) auftrat. Es folgte eine vierjährige Schauspielausbildung am Pasadena Playhouse in Kalifornien. Sein Leinwanddebüt gab er in „Revolt at Fort Laramie“ (Fort Laramie, 1956). Ende der 50er und Anfang der 60er übernahm er zahlreiche kleinere Rollen, zum Beispiel in den Serien „Rawhide“ (Cowboys) und „Bonanza“ (Bonanza) sowie in Filmen wie Michael Curtiz’ „The Adventures of Huckleberry Finn“ (Abenteuer am Mississippi; 1960).

1967 wirkte Stanton in „Cool Hand Luke“ (Der Unbeugsame) mit. Zu seinen weiteren Klassikern dieser Zeit gehören Brian G. Huttons „Kelly’s Heroes“ (Stoßtrupp Gold) und John Milius’ „Dillinger (Jagd auf Dillinger). In Francis Ford Coppolas „The Godfather, Part II“ (Der Pate II) spielte er einen FBI-Agenten. Hauptrollen übernahm er in John Hustons „Wise Blood“ (Die Weisheit des Blutes) und als intriganter Wissenschaftler in John Carpenters „Escape From New York“ (Die Klapperschlange). Er war auch in „One From the Heart“ (Einer mit Herz), „The Missouri Breaks“ (Duell am Missouri), als Brett in „Alien“ (Alien – Das unheimliche Wesen aus einer anderen Welt) und in Robert Altmans „Fool for Love“ (Fool for Love) zu sehen.

Stanton übernahm in Wim Wenders’ „Paris, Texas“ die Hauptrolle – der Film gewann 1984 auf dem Filmfestival in Cannes die Goldene Palme und brachte ihm den Darstellerpreis der britischen Filmkritiker ein. Im selben Jahr setzte Alex Cox ihn sehr effektiv neben Emilio Estevez in dem Kultfilm „Repo Man“ (Repo Man) ein. 1986 spielte Stanton für John Hughes die atypische Rolle eines bürgerlichen Vaters in „Pretty in Pink“ (Pretty in Pink). David Lynchs „Wild at Heart“ (Wild at Heart) erlaubte Stanton 1990 einen weiteren denkwürdigen Auftritt – diesmal als ein Privatdetektiv, dem das Schicksal übel mitspielt. Lynch besetzte ihn dann auch 1992 in „Twin Peaks: Fire Walk With Me“ (Twin Peaks – Der Film) und 1999 als Lyle Straight im Oscar-Kandidaten „The Straight Story“ (Eine wahre Geschichte – The Straight Story).

Aktuell ist Stanton in „The Wendell Baker Story“ von Andrew und Luke Wilson zu sehen. Demnächst wirkt er in der neuen HBO-Serie „Big Love“ über die heutige Polygamie der Mormonen mit.

In den letzten Jahren spielte Stanton neben Tom Hanks in Frank Darabonts „The Green Mile“ (The Green Mile), in Sean Penns „The Pledge“ (Das Versprechen), in „The Man Who Cried“ (The Man Who Cried), „Waking Up in Reno“ (Waking Up in Reno) neben Billy Bob Thornton, „A Civil Action“ (Zivilprozess), „The Mighty“ (The Mighty – Gemeinsam sind sie stark) und Terry Gilliams „Fear and Loathing in Las Vegas“ (Fear and Loathing in Las Vegas).

Als Musiker tritt Harry Dean Stanton mit der Harry Dean Stanton Band auf.


JOHN SHRAPNEL

Michael Kuhn

Shrapnel gehört zu den angesehensten britischen Bühnendarstellern. Er arbeitete zunächst in Birmingham und Nottingham und spielte dann am Londoner National Theatre unter der Leitung von Laurence Olivier. Zu seinen zahlreichen Rollen dort gehören der Banquo in „Macbeth“ (Macbeth), Pentheus in „The Bacchae“ (Die Bacchen), Orsino in „Twelfth Night“ (Was ihr wollt) und Charles Surface in „The School for Scandal“ (Die Lästerschule). Im Ensemble der Royal Shakespeare Company trat Shrapnel in Stücken von David Edgar, Arthur Miller und Vaclav Havel auf, außerdem spielte er den Agamemnon in „The Greeks“, den Oedipus in Ted Hughes’ „Oedipus Rex“ (König Oedipus), den Angelo in „Measure for Measure“ (Maß für Maß) und den Claudius in „Hamlet“ (Hamlet) neben Kenneth Branagh. Den Captain George Bracket stellte er am Royal National Theatre in Trevor Nunns Inszenierung von „South Pacific“ dar, und den „Julius Caesar“ (Julius Caesar) während der internationalen Tournee unter der Regie von Deborah Warner.

Seine spektakuläre Laufbahn umfasst auch eine ganze Reihe von Spielfilmen, zum Bespiel den beliebten Familienfilm „101 Dalmatians“ (101 Dalmatiner), die sehr erfolgreiche Liebeskomödie „Notting Hill“ (Notting Hill), Ridley Scotts „Gladiator“ (Gladiator) mit Russell Crowe, die Hauptrolle in dem britischen Thriller „Alone“ (Alone) und Wolfgang Petersens Historienepos „Troy“ (Troja) mit Brad Pitt. Inzwischen abgedreht hat er seine Rollen als Dr Peter Glass in dem Kurzfilm „Sleepzone“ und als Erzbischof in Simon Aebys „A Henchman’s Tale“.

Im Fernsehbereich trat Shrapnel in der klassischen britischen Polizeiserie „Z Cars“ auf, außerdem in der beliebten Serie „My Cousin Rachel“, in „Wagner“ (Wagner) mit Richard Burton, Dennis Potters „Blackeyes“ (Blackeyes – Eine rätselhafte Frau) sowie in etlichen Episoden von „Between the Lines“ (Undercover! – Ermittler zwischen den Fronten) als Deputy Assistant Commissoner Dunning. Weitere Auftritte: „Bodyguards“, „Inspector Morse“ (Inspektor Morse), „Midsomer Murders“, „Invasion Earth“ und „Hornblower“ (Hornblower). Den Gefängnisdirektor spielte er in „The Tenth Kingdom“ (Das zehnte Königreich), eine Gastrolle in einer Episode von „Jonathan Creek“ auf BBC, und er war in der Hallmark-Produktion „The Jesus and Mary Story“ unter der Regie von Kevin Wood zu sehen. Aktuell stellte er den Brooks in „Foyle’s War“ und den Pompeius in der BBC-Produktion „The Rise and Fall of Rome“ dar.


LEE OAKES

Edgar

Lee Oakes gab sein Spielfilmdebüt als junger Einon in Rob Cohens Kassenhit „Dragonheart“ (Dragonheart) neben Dennis Quaid, David Thewlis und Pete Postlethwaite. Auch in Rob Cohens folgendem Film, dem Action-Thriller „Daylight“ (Daylight) mit Sylvester Stallone und Viggo Mortensen, übernahm Oakes eine Hauptrolle. Weitere Filme: Andrea Arnolds „Milk“, Simon Rumleys „Club Le Monde“ und Mark Lockes „Crust“.

Zu Oakes’ zahlreichen Fernsehauftritten gehören die Kultkomödie „Two Pints of Lager & a Packet of Crisps“, „Grease Monkeys“, „Clocking Off“ und „The Lakes“.



HINTER DER KAMERA

BARNABY THOMPSON

Produktion

Barnaby Thompson ist Leiter der Ealing Studios. Aktuell produzierte er die von Ol Parker geschriebene und inszenierte romantische Komödie „Imagine Me & You“ (Hochzeit zu dritt) mit Piper Perabo, Lena Headey und Matthew Goode. Derzeit produziert er „Fade to Black“ – der Thriller spielt im Italien der 1940er-Jahre, Regie führt Oliver Parker („The Importance of Being Earnest“/Ernst sein ist alles; „An Ideal Husband“/Ein perfekter Ehemann), die Hauptrollen spielen Danny Huston, Paz Vega, Diego Luna und Christopher Walken.

Als Executive Producer betreute Thompson den 40 Millionen Dollar teuren Computeranimationsfilm „Valiant“ – die Geschichte einer einfachen Taube, die im Zweiten Weltkrieg für ihr Land kämpft. Als Sprecher sind Ewan McGregor, Ricky Gervais, Tim Curry, Jim Broadbent, Hugh Laurie, John Cleese, John Hurt und Olivia Williams zu hören. Die Produktion entstand in Zusammenarbeit mit John Williams, der auch die „Shrek“-Filme verantwortete – erstmals wurde ein Film mit der neuen CGI-Technik in Großbritannien produziert. Der Verleih Entertainment brachte den Film Ostern 2005 in die Kinos, wo er über acht Millionen Pfund einspielte. In den USA wurde er im August 2005 von Disney verliehen.

2002 brachte Thompson die Oscar-Wilde-Verfilmung „The Importance of Being Earnest“ (Ernst sein ist alles) in die Kinos: Regisseur Oliver Parker inszenierte Rupert Everett, Colin Firth, Frances O’Connor, Reese Witherspoon und Judi Dench. Miramax übernahm den US-Verleih. Im Mai 2003 übernahm Disney den Verleih der Liebeskomödie „Hope Springs“ (Hope Springs – Die Liebe deines Lebens) – Regie führte Mark Herman („Little Voice“/Little Voice; „Brassed Off“/Brassed Off – Mit Pauken und Trompeten), die Hauptrollen spielten Colin Firth, Heather Graham und Minnie Driver.

2000 produzierte Thompson Mel Smiths „High Heels and Low Lifes“ (Verbrechen verführt) für Disney, die Hauptrollen spielten Minnie Driver, Mary McCormack und Michael Gambon. Im selben Jahr produzierte Thompson auch „Lucky Break“ (Lucky Break) – unter der Regie von Peter Cattaneo („The Full Monty“/Ganz oder gar nicht) waren James Nesbitt, Olivia Williams, Christopher Plummer, Timothy Spall, Bill Nighy und Lennie James zu sehen. Den Verleih übernahmen in Großbritannien Film Four, in den USA Paramount und Miramax.

Thompsons Produktion „An Ideal Husband“ (Ein perfekter Ehemann, 1998) wurde für den Golden Globe und den British Academy Award (BAFTA) nominiert – Oliver Parker inszenierte Cate Blanchett, Minnie Driver, Rupert Everett, Julianne Moore und Jeremy Northam in den Hauptrollen. Zusammen mit Tiger Aspect betreute Thompson als Executive Producer die britische Hit-Komödie „Kevin and Perry Go Large“ (Kevin & Perry tun es) mit Harry Enfield und Kathy Burke. Das erste Projekt von Thompsons Firma Fragile Films war der internationale Kassenknüller „Spiceworld“ (Spiceworld – Der Film; 1997) mit den Spice Girls, Richard E. Grant, Alan Cumming sowie Gastauftritten von Roger Moore und George Wendt. Weltweit spielte der Film über 90 Millionen Dollar ein.

Thompson bildet eine Arbeitsgemeinschaft mit Uri Fruchtmann, Harry Handelsman von der britischen Objektgesellschaft Manhattan Loft Corporation und dem in den USA ansässigen John Kao – gemeinsam erwarben sie 2000 die Ealing Studios. Das berühmte Studio wird saniert und hat inzwischen Fragile Films übernommen – jene erfolgreiche Produktionsfirma, die Thompson 1996 mit Uri Fruchtmann gegründet hat.

Zuvor arbeitete Thompson sechs Jahre für Lorne Michaels bei Broadway Pictures in New York und Los Angeles. In dieser Zeit co-produzierte er „Kids in the Hall: Brain Candy“ (Brain Candy), der für vier kanadische Genie Awards nominiert war, „Tommy Boy“ (Tommy Boy – Durch Dick und Dünn) mit Chris Farley und David Spade, „Wayne’s World 2“ (Wayne’s World 2) mit Mike Myers und Dana Carvey, „Coneheads“ (Die Coneheads) mit Dan Aykroyd und Jane Curtin sowie Dan Petries „Lassie“ (Lassie). Als Associate Producer betreute er „Wayne’s World“ (Wayne’s World). All diese Filme entstanden für Paramount Pictures.

Bevor er 1990 in die USA zog, leitete Thompson die britische Independent-Firma World’s End Productions. Unter diesem Label produzierte und inszenierte er viele preisgekrönte Dokumentationen, darunter für die Kulturreihe „South Bank Show“ die Doku „Jimi Hendrix“, die auf dem Chicago Film Festival mit der Silbernen Plakette ausgezeichnet wurde, und „The Forgotten Holocaust“, der auf dem New York Film Festival die Silbermedaille gewann. Außerdem produzierte er Peter Cattaneos Kurzfilm „Dear Rosie“, der sowohl für den Oscar als auch für den BAFTA nominiert wurde.


JONNY CAMPBELL

Regie

Jonny Campbell machte seinen Studienabschluss in Französisch und Deutsch an der Durham University und begann seine Laufbahn bei Granada Television in Manchester als Aushilfskraft, um dann Dokumentationen zu produzieren und zu inszenieren. 1995 wurde er bei Granada für die Teilnahme am Regieausbildungskurs ausgewählt und begann mit seiner Regiearbeit.

Bekannt wurde Campbell 2004 als Regisseur der von Paul Abbott geschriebenen innovativen Comedy-Serie „Shameless“ auf Channel 4. Für die Serie wurde er mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem British Academy Award (BAFTA) für die Beste dramatische Serie 2005, mit dem Prix Italia und bei den Indie Awards 2005 mit dem Gesamtpreis und dem Preis für das Beste Drama. Bei den Broadcast Awards 2005 war die Serie in der Kategorie Bestes Neues Programm nominiert. Dann inszenierte Campbell das „Shameless Christmas Special“ und die BBC-Serie „Spooks“ (auch: MI-5), die kürzlich für den internationalen Emmy nominiert wurde. 2005 wurde Campbell mit dieser Leistung von der Directors Guild of Great Britain (Gewerkschaft der britischen Regisseure) nominiert.

Zuvor inszenierte Campbell die komplette erste Staffel zu Peter Kays begeistert aufgenommener Comedy-Serie „Phoenix Nights“ auf Channel 4, die Verfilmung von PD James’ „Death in Holy Orders“, sowie die romantische Komödie „Glasgow Kiss“ mit Iain Glen – beide Projekte entstanden für die BBC.

„Alien Autopsy“ ist Campbells Spielfilmdebüt.


MARK HUBBARD

Line Producer

Mark Hubbard machte an der University of Bristol seinen Bachelor of Arts in moderner Geschichte mit Auszeichnung. Seit seinem Einstand in der Filmbranche im Jahr 1985 hat er umfangreiche Produktionserfahrung gesammelt. Sechs Jahre lang leitete er den Filmproduzenten-Master-Kurs am Royal College of Art.

Als Herstellungsleiter betreute Hubbard aktuell Paul Mayeda Berges’ „Mistress of Spices“ mit Dylan McDermott und Aishwarya Rai. Die Herstellungsleitung verantwortete er zuvor auch bei Asif Kapadias „The Warrior“, der 2003 als Bester britischer Film mit dem British Academy Award (BAFTA) ausgezeichnet wurde, außerdem bei Saul Metzsteins „Guy X“ mit Jason Biggs, Jeremy Northam und Natascha McElhone sowie bei Marc Mundens „Miranda“ mit Christina Ricci und John Hurt.  

Im Fernsehbereich war er Herstellungsleiter von Stephen Poliakoffs begeistert aufgenommenem, opulent ausgestattetem dreifachen Emmy-Gewinner „The Lost Prince“ für die BBC.


MICHAEL KUHN

Executive Producer

Michael Kuhn kam 1949 im kenianischen Nairobi zur Welt. Nach der Grundschule besuchte er ab 1962 das englische Dover College. Ab 1968 studierte er Jura am Clare College in Cambridge.

1975 begann er bei Polygram NV (heute eine Tochterfirma von Universal), und 1991 gründete er die Tochterfirma Polygram Filmed Entertainment, die über 100 Spielfilme produzierte/verlieh und dafür insgesamt 14 Oscars gewann. Zu diesen Filmen zählen „Four Weddings and a Funeral“ (Vier Hochzeiten und ein Todesfall), „Notting Hill“ (Notting Hill), „Dead Man Walking“ (Dead Man Walking – Sein letzter Gang), „The Usual Suspects“ (Die üblichen Verdächtigen), „Lock, Stock and Two Smoking Barrels“ (Bube, Dame, König, Gras), „Elizabeth“ (Elizabeth), „Trainspotting“ (Trainspotting) und „Priscilla, Queen of the Desert“ (Priscilla – Königin der Wüste).

Für seinen Beitrag zum britischen Kino erhielt Kuhn 1999 den Michael Balcon Award.

1995 heiratete er seine Frau Caroline – die beiden haben zwei Söhne. Nachdem er lange in Los Angeles gearbeitet hatte, kehrte er 1999 nach Großbritannien zurück. Im selben Jahr gründete er die Firma Qwerty Films und kümmerte sich um die Finanzierung von Filmen mit höherem Budget. Er investiert in eine Musikfirma, ein Theater und ein Jointventure im Bereich Filmentwicklung zusammen mit dem Film Council. In den vier Jahren ihres Bestehens hat Qwerty Films sechs Spielfilme produziert, darunter „Stage Beauty“ (Stage Beauty), „Kinsey“ (Kinsey) und „I ♥ Huckabees“ (I ♥ Huckabees). „The Moguls“ mit Jeff Bridges soll Anfang 2007 anlaufen. In der Endfertigung befindet sich „Severance“, inszeniert von Christopher Smith („Creep“/Creep).

Kuhns Buch „100 Films and a Funeral“ erschien 2001. 2002 wurde er zum Vorsitzenden der National Film and Television School ernannt.


GRENVILLE HORNER

Produktionsdesign

Nach seinem Studium am Royal College of Art begann Grenville Horner seine Laufbahn bei der BBC, wo er als Produktionsdesigner arbeitete, bis er sich vor zehn Jahren selbstständig machte. Seitdem hat er Filme, Fernsehprojekte und Werbespots ausgestattet.

Im Spielfilmbereich betreute Horner Bob Spiers’ „Spiceworld“ (Spiceworld); „My Son the Fanatic“ für Regisseur Udayan Prasad mit Om Puri und Rachel Griffiths in den Hauptrollen; „Ali G in da House“ (Ali G in da House) für Working Title Films; sowie Mel Smiths „Blackball“ mit Paul Kaye und Jonny Vegas. Für das Fernsehen stattete er drei Staffeln der Serie „The League of Gentlemen“ (League of Gentlemen) aus – dafür gewann er den Preis der Royal Television Society. Außerdem wirkte er an dem dreiteiligen Kostümdrama „20,000 Streets Under the Sky“ nach dem Roman von Patrick Hamilton mit.

Vor „Alien Autopsy“ lieferte Horner das Design für „Blackpool“ mit David Morrissey. Mit dieser Leistung wurde er für den British Academy Award (BAFTA) nominiert.


SIMON CHAUDOIR

Kamera

Simon Chaudoir studierte Kunst, Film und Video an der Londoner St. Martin’s School of Art. Durch seine atemberaubenden Bilder zu Miguel Sapochniks Kurzfilm „The Dreamer“ wurden Filmemacher im In- und Ausland auf ihn aufmerksam. Für seine Ausleuchtung und Kameraarbeit zweier Episoden der erfolgreichen BBC-Spionage-Serie „Spooks III“ erhielt er 2004 eine Nominierung für den technischen British Academy Award (BAFTA). Auch im Bereich der Werbung und der Musikvideos hat sich Chaudoir einen Namen gemacht. Preise und Nominierungen bekam er unter anderem für Dom & Nics „We Come One“ (Faithless), „Rush Hour Soul“ (Supergrass) und Chris Cunninghams „Come to Daddy“ (Aphex Twin). „Alien Autopsy“ ist Chaudoirs erster Spielfilm. 


RHONA RUSSELL

Kostümdesign

Rhona Russell studierte Zeichnen und Malen an der Grays School of Art in Aberdeen, bevor sie 1986 ihre Laufbahn als Kostümbildnerin begann. Zunächst entwarf sie Kostüme fürs schottische Fernsehen und BBC Scotland, zum Beispiel für drei Staffeln der beliebten Familienserie „Monarch of the Glen“. Mit Regisseur Jonny Campbell arbeitete Russell erstmals an „Glasgow Kiss“ zusammen – die Wall-to-Wall-Fernsehproduktion enstand 2000 für BBC Scotland.

Zu Russells Kinofilmen zählen Ken Loachs „My Name Is Joe“ (My Name Is Joe) mit Peter Mullan und Alison Peebles’ „Afterlife“ mit Lindsay Duncan und Kevin McKidd.

Zuvor war sie als Kostümassistentin an Ken Loachs „Carla’s Song“ (Carla’s Song) mit Robert Carlyle und an Mike Leighs „Career Girls“ (Karriere Girls) beteiligt.


KONNIE DANIEL

Maske und Frisuren

Konnie Daniel hat bereits zahlreiche Filme betreut, darunter Michael Winterbottoms „Wonderland“ (Wonderland) und „Code 46“ (Code 46); Roger Michells „The Mother“ (The Mother) und „Enduring Love“ (Enduring Love); sowie Ben Hopkins’ „The Nine Lives of Thomas Katz“ (Die neun Leben des Thomas Katz). Anfang 2006 arbeitete sie an der Channel-4-Serie „Nathan Barley“, die Chris Morris schrieb und inszenierte. Derzeit wirkt sie an Mary McGuckians „Funny Farm“ mit – die Hauptrollen übernehmen Kathy Bates, Lucy Davis und Rupert Graves.


EALING STUDIOS

Ealing Studios ist ein unabhängiges britisches Studio, das Spielfilme und Fernsehprogramme für die internationale Auswertung produziert sowie den Medien und Produktionsfirmen ihre Einrichtungen zur Verfügung stellt.

Die Ealing Studios wurden 1902 gegründet und stellen seitdem einen zentralen Teil der britischen Filmbranche dar – hier entstanden Filme wie „The Man in the White Suit“ (Der Mann im weißen Anzug), „Whisky Galore“ (Freut euch des Lebens; auch: Das Whisky-Schiff) und „Passport to Pimlico“ (Blockade in London) sowie australische Filme wie „Bitter Springs“ und „Eureka Stockade“ (Goldgräber).

Im April 2000 wurde der Markenname, die Einrichtungen und der Betrieb von einem Konsortium übernommen, zu dem Fragile Films, Barnaby Thompson und Uri Fruchtmann sowie Harry Handelsman von der Manhattan Loft Corporation gehören. Es entstanden zwei Firmen, die zusammenarbeiten: Ealing Studios Operations verwaltet die Studioeinrichtungen, und die Film- und Fernsehproduktionen betreut Ealing Studios Enterprises.

2003 übernahm Ealing Studios Fragile Films, und Barnaby Thompson wurde Studiochef. Fragile Films zählt zu den führenden britischen Produktionsfirmen – sie entwickelt beständig kommerzielle britische Spielfilmprojekte mit internationalem Anspruch.

Fragile Films wurde 1996 von Uri Fruchtmann und Barnaby Thompson gegründet. Das erste Projekt war der internationale Kassenknüller „Spiceworld“ (Spiceworld – Der Film; 1997) mit den Spice Girls, Richard E. Grant, Alan Cumming sowie Gastauftritten von Roger Moore und George Wendt.

Thompsons Produktion „An Ideal Husband“ (Ein perfekter Ehemann, 1998) wurde für den Golden Globe und den British Academy Award (BAFTA) nominiert – Oliver Parker inszenierte Cate Blanchett, Minnie Driver, Rupert Everett, Julianne Moore und Jeremy Northam in den Hauptrollen. Zusammen mit Tiger Aspect betreute Thompson als Executive Producer die britische Hit-Komödie „Kevin and Perry Go Large“ (Kevin & Perry tun es) mit Harry Enfield und Kathy Burke. Alle drei Filme wurden von Icon in die Kinos gebracht.

2000 produzierte Fragile Films Mel Smiths „High Heels and Low Lifes“ (Verbrechen verführt) für Disney, die Hauptrollen spielten Minnie Driver, Mary McCormack und Michael Gambon. Im selben Jahr produzierte Thompson auch „Lucky Break“ (Lucky Break) – unter der Regie von Peter Cattaneo („The Full Monty“/Ganz oder gar nicht) waren James Nesbitt, Olivia Williams, Christopher Plummer, Timothy Spall, Bill Nighy und Lennie James zu sehen. Den Verleih übernahm in Großbritannien Film Four, in den USA Paramount und Miramax.

2002 produzierte Ealing Studios die Oscar-Wilde-Verfilmung „The Importance of Being Earnest“ (Ernst sein ist alles): Regisseur Oliver Parker inszenierte Rupert Everett, Colin Firth, Frances O’Connor, Reese Witherspoon und Judi Dench. Miramax übernahm den US-Verleih. Im Mai 2003 brachte Disney die Liebeskomödie „Hope Springs“ (Hope Springs – Die Liebe deines Lebens) in die Kinos – Regie führte Mark Herman („Little Voice“/Little Voice; „Brassed Off“/Brassed Off – Mit Pauken und Trompeten), die Hauptrollen spielten Colin Firth, Heather Graham und Minnie Driver.

2005 lief weltweit der 40 Millionen Dollar teure Computeranimationsfilm „Valiant“ an, den Ealing Studios zusammen mit Vanguard Animation produzierte. 2006 gingen „Imagine Me & You“ (Hochzeit zu dritt) bei Fox und Universal, „Alien Autopsy“ bei Warner Brothers und „Fade to Black“ an den Start.

 


    
                                                                                                                           95 Min
TATSACHEN

Im Juli 1947 berichtete das US-Militär in einer Pressemeldung, ein nicht identifiziertes Flugobjekt sei über einem abgelegenen Grundstück bei Roswell/New Mexico abgestürzt. Vier Stunden später wurde die Geschichte dementiert. Stattdessen behauptete man jetzt, bei dem Wrack handele es sich um einen Wetterballon. Dieses Dementi provozierte eine der nachhaltigsten Verschwörungstheorien des 20. Jahrhunderts. Gerüchte besagten, man habe die an der Absturzstelle gefundenen Außerirdischen obduziert. Augenzeugen beschworen, sie hätten fremdartige Lebensformen gesehen, die von US-Soldaten auf Tragen fortgeschafft wurden. Doch ihre Geschichten waren nichts weiter als Geschichten. Weil es keine handfesten Beweise gab, brodelte die Gerüchteküche weiter – eine amerikanische Legende war geboren, von der Roswell noch heute profitiert. Was wirklich geschah, hat man nie herausgefunden – zumindest bis 1995: In diesem Jahr beginnt unsere Geschichte.


DIE FOLGENDE GESCHICHTE BERUHT AUF TATSÄCHLICHEN EREIGNISSEN…


KURZINHALT

Auf einer US-Reise entdecken die Londoner Freunde Ray (Declan Donnelly) und Gary (Anthony McPartlin) das Fragment eines streng geheimen Militärfilms, der das bisherige Weltbild der Menschheit völlig auf den Kopf stellt. Die beiden begreifen, dass sie auf eine Goldgrube gestoßen sind, borgen sich Geld von dem exzentrischen Drogenbaron und Kornkreis-Enthusiasten Voros (Götz Otto) und kehren mit dem Filmstreifen nach Großbritannien zurück. Der folgende Medienrummel konzentriert sich auf Ray und Gary, doch die beiden hüten ein noch größeres Geheimnis – falls die Wahrheit je ans Licht kommt, schweben sie in Lebensgefahr. „Alien Autopsy“ ist die Story zweier Jungs aus England, die als Stars der Ufologie eine verblüffende Karriere machten.



INHALT



 


 

Surftipps: User, die hier waren, besuchten übrigens auch diese Seiten: