Candy Filmtipp

Dan, ein junger romantischer Gelegenheitsdichter und Junkie, ist hoffnungslos in Candy verliebt. Durch Dan erwacht Candys Neugierde auf die Droge und nach kurzer Zeit dreht sich alles nur noch um den Heroinrausch. Dort finden sie unbegrenzte Lust. Ihr gemeinsamer Freund und Mentor Casper, ein ebenfalls süchtiger Professor, versorgt sie immer wieder mit Drogen. Doch mit der Abhängigkeit verlieren sie alles, was sie suchten - eine gemeinsame kreative Welt als Künstler. Schnell kehrt der Drogenalltag ein, mit Beschaffungskriminalität und Prostitution. Candys Eltern sehen hilflos zu, wie das Leben ihrer Tochter immer mehr zum Sumpf wird. "Candy" öffnet die Tür zu einer bizarren Traumwelt, die nach und nach von der Realität der Heroinsucht zerstört wird.

 

INHALT

 

Candy (Abbie Cornish), eine attraktive junge Künstlerin, ist verliebt in Dan (Heath Ledger), einen viel versprechenden Gelegenheitsdichter. Ihre Liebe ist berauschend wie das Paradies, der Garten Eden: Alles, was für sie zählt, ist ihre eigene Welt und ihre Leidenschaft füreinander. Doch wie im Paradies kommt es zum Sündenfall - in ihrem Fall das Heroin. In der Droge finden sie die Grenzenlosigkeit, die sie suchen. Ihre gemeinsame Zukunft scheint unbesiegbar.

Doch schon bald gehen ihnen die Mittel zur Drogenbeschaffung aus. Sie haben nichts mehr zu versetzen und Candy verkauft ihren Körper. Dan lässt es zu. Damit haben sie unmerklich eine Grenze überschritten. Um den Halt in der wirklichen Welt nicht zu verlieren, erneuern sie ihr Liebesversprechen durch eine Heirat. Der Tag der Hochzeit verschwindet im Nebel des Drogenrauschs. Candys Eltern (Tony Martin und Noni Hazlehurst) sind verwirrt. Sie sehen hilflos zu, wie ihnen ihre Tochter entgleitet.

Nach und nach wird die Sucht zu Candys und Dans ständigem Begleiter und schmiedet sie noch enger zusammen. Ihr Mentor und Vertrauter Casper (Geoffrey Rush), ein Professor für organische Chemie, ebenfalls drogensüchtig, beobachtet sie und versorgt sie immer wieder mit selbst hergestellten Rauschmitteln.

Candy hält das ständige Auf und Ab, zu dem ihr Leben geworden ist, nicht mehr aus. Ihre Wut und Verzweiflung über nicht erfüllte Träume treibt einen Keil zwischen die Liebenden. Noch dazu wird Candy schwanger und möchte endlich clean werden. Davor wird noch einmal der „Lucky Last“, der letzte Schuss gesetzt. Doch auch mit der Vorfreude auf das gemeinsame Kind scheitert der Entzug. Unter dem zunehmenden Druck von Candys Eltern wird die Situation immer unerträglicher und damit werden die Drogen auch immer verlockender.

Nachdem beide es endlich schaffen clean zu werden und Dan sich ein Leben jenseits der Sucht aufbaut, wird klar, dass ihre Liebe nur im Rausch funktionierte und nicht in der Realität.

 

ÜBER DIE PRODUKTION

 

Entstehung

 

Candy basiert auf dem gleichnamigen Roman des Australiers Luke Davies. Der preisgekrönte Roman avancierte schnell zum Kultbuch in Australien und in Europa. Produzentin Margaret Fink entdeckte die Geschichte kurz nach Erscheinen des Buchs 1997. "Als ich die Geschichte las ,wurde mir schnell klar, dass in Luke ein Drehbuchautor steckte und ich unbedingt mit ihm arbeiten wollte.”

Obwohl sie mit dem Kinofilm “My brilliant Career” und dem Fernsehdreiteiler “Edens Lost” (Edens Lost) bereits große Anerkennung erhalten hatte, wollte Margaret Fink weg von altbewährten Mustern und mit Luke Davies einen völlig anderen Film machen. Da Margaret Fink bereits bei „Edens Lost“ mit Neil Armfield zusammengearbeitet hatte, wollte sie unbedingt ihr nächstes Projekt mit ihm zusammen realisieren. Neil war sofort begeistert von “Candy” und so fiel der Startschuss für den Film.

 

Entwicklung

 

Luke Davies und Neil Armfield schrieben, parallel zu ihren anderen Projekten, sechs Jahre lang, von 1999 bis 2005, als Romanschriftsteller, Dichter, Drehbuchautor und Regisseur am Script. Luke Davies hatte schon eine vorläufige Drehbuchfassung erarbeitet, als Margaret Fink Neil Armfield als Autor ins Boot holte. So wurde er Co-Autor, lange bevor Neils Mitarbeit überhaupt ein Thema war.

Neil Armfield über die Arbeit mit Luke Davies: "Der Kern unserer Zusammenarbeit bestand darin, dass Luke sehr detailorientiert ist und dazu regelrecht besessen - und ich eher detailorientiert und faul. Luke hält von uns beiden den Rekord im Schreiben. Wir ließen unsere Ideen und Texte wilde Purzelbäume schlagen. Gelegentlich habe ich einfach eine Szene vorgespielt, die Dialoge improvisiert und Luke hat mitgeschrieben. Wir hatten sehr viel Spaß bei der Arbeit und außerdem wurden wir Freunde. Wir haben uns immer wieder die Frage gestellt, warum aus dem Buch ein Film werden sollte. Was können wir aus dieser unglaublichen Geschichte noch herausholen und verbessern? Es war wirklich interessant, auf welch brillante Art Luke seine persönlichen Erfahrungen einbrachte, aber gleichzeitig in der Lage war, sie in der dritten Person zu erzählen. Während des Schreibprozesses konnte er sich bereits mit dem Thema aussöhnen und der Film brachte das Ganze noch mal auf ein anderes Level: Sich wieder davon zu trennen und die Gefühle für sich in etwas Positives umzuwandeln.”

Luke Davies bestätigt: “Der Roman ist ein typisches Erstlingswerk: Eine versteckte Autobiografie. Ich habe in dieser im Buch und im Film beschriebenen Welt gelebt - und das für eine ziemlich lange Zeit. Die Hauptfigur bin tatsächlich ich selbst. Als ich die Geschichte schrieb, habe ich aber den Focus auf den Aufbau der fiktiven Geschichte gelegt und nicht auf meine persönlichen Erlebnisse. Durch die Zusammenarbeit mit Neil Armfield wurde der nichtbiografische Anteil sogar noch größer. Trotzdem gibt es einige Schlüsselszenen, die aus meinem eigenen Leben stammen, und die ich besonders tief nachgefühlt habe.”

Nach Neil Armfield holte Margaret noch John Collee, Co-Autor von Peter Weirs „Master and Commander“ (Master and Commander) als Dramaturg ins Projekt. “Johns erste Frage war ‘Worum geht es eigentlich in Candy?’ Ich antwortete spontan ‘Um eine Dreiecksgeschichte, in der es sich um einen Helden, eine Heldin und Heroin dreht‘. Das gefiel ihm. Ehrlich gesagt,  war es für mich nicht einfach, diese Frage zu beantworten. Jeder Film, in dem sich Menschen in einer vielschichtigen und schwierigen Situation befinden, ist schwer in einen Satz zu packen. Im Grunde handelt es sich neben der Drogenabhängigkeit um eine Liebesgeschichte.”

John Collee als Dramaturg konnte mit seinem unglaublichen Gespür für Drehbuchstrukturen und Erzählkunst den episodischen Stil des Buchs für das Drehbuch adaptieren. Luke Davies: “John Collee hat einen scharfen Verstand, wenn es darum geht, Inhalte und Wendepunkte einer Geschichte zu erfassen und umzusetzen. Das soll nicht heißen, dass wir jeder Eingebung gefolgt sind, aber das Ergebnis ist Gold wert. Er forderte uns heraus, in völlig neue Richtungen zu denken, was der Geschichte wirklich gut getan hat.”

Als das Drehbuch anfing, ein Eigenleben zu entwickeln, wurden Elemente aus dem Roman entfernt, ersetzt oder verbessert. Autoren und Produzenten rechneten es Neil Armfield gleichermaßen hoch an, die Rolle von Candys Eltern zu erweitern. Im Buch haben sie gerade mal eine Szene. Luke Davies: “Ich glaube, Neil ist besonders vom Hintergrund der Geschichte fasziniert: Der Einfluss durch die Familie. Er liebt es, die Familie an sich zu erforschen und zu untersuchen. Candys Eltern sind das Ergebnis.“

Neil Armfield über die Figuren in „Candy“: „Ich persönlich war nie drogenabhängig, aber mich fasziniert diese lodernde Energie, die von Süchtigen ausgeht. Außerdem interessierte mich diese Ruhe, die eine Sucht umgibt. Ein absolutes Tabuthema in unserer Gesellschaft. Für mich waren Candys Eltern der Schlüssel zur Geschichte. Es war mir wichtig, Mr. und Mrs. Wyatt als gute Menschen zu zeigen, die aber trotzdem zu dem Schmerz und dem Durcheinander beigetragen haben, das ihre Tochter offenbar unterdrückt hat. Diese Dynamik wollte ich in dem Film haben, ohne sie gleichzeitig zu vereinfachen und ohne zu unterstellen, dass diese Art von Eltern diese Art von Kind erzeugt. Mir ging es darum, die Kraft ihrer Liebe zu vermitteln. Wenn man die schauspielerische Leistung von Tony Martin und Noni Hazlehurst sieht, bekommt man ein starkes Gefühl für ihre Elternliebe, wie diese verzerrt ist von ihrem engstirnigen Mittelschichtsdenken und dem Bestreben, immer das 'Richtige' oder besser gesagt das 'Angebrachte' zu tun und ihre Schwierigkeit zu kommunizieren.“

Eine weitere Rolle, die für das Drehbuch vergrößert wurde, ist die des drogenabhängigen Professors und väterlichen Freundes Casper, gespielt von Oscar®-Preisträger Geoffrey Rush. Neil Armfield: “Es gibt einen Ausspruch von Dan im Film, der lautet, ‘Casper und ich kennen uns schon eine Ewigkeit’. Nun ja, Geoffrey und ich kennen uns auch schon eine Ewigkeit. Wir haben zum ersten Mal 1980 am Theater zusammengearbeitet und seitdem ist er mein treuester Mitarbeiter. Ich wollte schon immer einen Film mit Geoffrey machen. Casper ist eine Rolle, die Luke und ich aus dem Buch genommen und vergrößert haben, immer mit Geoffreys Bild im Hinterkopf."

 

Casting

 

Die Filmemacher waren auf der Suche nach einem jungen Engel, der in der Lage war, die Rolle der Candy auszufüllen. Luke Davies beschrieb die Figur als “diese aufregende Mischung aus Stärke und Zerbrechlichkeit, die immer bereit ist, an ihre Grenzen zu gehen.”

Produzentin Margaret Fink hatte Abbie Cornish im Hinterkopf, seit sie sie 1997 in dem australischen Drama „Wildside“ (Wildside) im Alter von 14 Jahren sah. Beim Wiedersehen im Jahr 2000 war sich Margaret sicher, ihre Titelheldin vor sich zu haben, obwohl es noch andere Mitbewerber gab und Abbie sehr jung war, jünger als die Figur Candy.

Zwischen diesem ersten Treffen und ihrer Besetzung vier Jahre später, erntete Abbie viel Lob für die Rolle der Heidi in dem preisgekrönten Spielfilm „Somersault“ (Somersault).

Für Neil Armfield kam der Wendepunkt, als er die beiden Schauspieler Abbie Cornish und Heath Ledger zusammen bei Probeaufnahmen erlebte. Neil Armfield: “Mir wurde klar, dass die beiden nicht nur eine unglaubliche Präzision in ihren Szenen hatten, sondern sie auch eine unglaubliche Chemie verband. Das war fantastisch. Als ich „Somersault“ sah, merkte ich sofort, dass Abbie in der Lage ist, emotionale Intelligenz zu transportieren, dass sie eine Seele besitzt, die von der Kamera regelrecht gestreichelt wird. Ihre Leinwandpräsenz ist umwerfend.”

Die Einschätzung des Teams wurde durch Abbies Darstellung der Candy belohnt. Neil Armfield: “Sie brachte eine tiefe, bedeutsame Liebe mit in die Geschichte. Im dritten Akt, wenn Candy ihren emotionalen Zusammenbruch hat und völlig loslässt, ist sie einfach großartig. Genau wie Heath ist es ihr unmöglich, keine echten Gefühle zu zeigen. Abbie und Heath waren sich darüber im Klaren, dass man als Hauptdarsteller die zentrale Verantwortung trägt, und beide haben das großartig gemacht.”

Als Luke Davies Heath Ledger für die männliche Hauptrolle in Betracht zog, stieß er bei Neil Armfield zunächst auf einige Widerstände. Neil hatte die extreme Fehlbarkeit der Figur vor Augen. Er drückte es so aus: “Wenn Dan ein Mensch ist, der sich im Kreis dreht - geblendet von der Schönheit der Welt, dann ist er auch jemand, der die Demütigung seines Partners in Kauf nimmt, sich für die Befriedigung der Sucht selbst zu verkaufen.” Für den Regisseur war Heaths Naturell zu heldenhaft. “Ich dachte, wir bräuchten jemanden für Dan, der unsauberer und unruhiger ist.” Letztlich war es Heaths überzeugende Darstellung des Sonny Grotowski in “Monster’s Ball“ (Monster's Ball), dunkel, schuldig und verletzlich, die Neil Armfield umstimmte.

Geoffrey Rush, für den die Rolle des Casper ausgebaut wurde, war von Anfang an in das Projekt involviert. Geoffrey war sehr entgegenkommend, hat sich sehr mit der Figur Casper auseinander gesetzt und den Schreibprozess unterstützt und mitgestaltet. Neil Armfield: „Jemanden von diesem Kaliber an Bord zu haben, gab uns allen ein gutes Gefühl. Wir wussten, dass wir auf einem guten Weg waren! Er gab Casper eine Tragik, Tiefe und Traurigkeit - und war zur gleichen Zeit dieser kleine Junge, der böse sein wollte und Drogen nahm, mit den Kindern spielte und Unheil anrichtete.”

 

Produktion

 

Vier Jahre lang suchte Margaret Fink einen Co-Produzenten, um den Film zu finanzieren und zu entwickeln. Sie fand Emile Sherman („Rabbit Proof Fence“) von Sherman Pictures, der sich der Produktion anschloss. Margaret beschrieb die Verbindung später als eine “zufällige und glückliche Verbindung.” Für Emile war es die angenehmste Partnerschaft seiner Karriere. Zusätzlich kam noch die Vorfreude dazu, mit Neil Armfield zu arbeiten. “Er ist wahrscheinlich Australiens anerkanntester Theaterregisseur. Auf ihm lasteten hohe Erwartungen, die er mit einem wunderschönen, poetischen Film erfüllt hat.“

Neil Armfield wollte unbedingt diese do-it-yourself - Energie in das Projekt einbringen, die schon seine Theaterproduktionen so einzigartig machte und gab einigen seiner bewährten Theatermitarbeitern verantwortungsvolle Jobs in dem Filmprojekt. So wurde Robert Cousins erstmalig Produktionsdesigner, Jodie Fried Kostümbildnerin und Paul Charlier Sounddesigner und Komponist. Garry Phillips („Getting’ Square“, „Better Than Sex“) übernahm die Kamera und Dany Cooper den Schnitt.

Die Dreharbeiten begannen am 17. Mai 2005 und fanden über 7 Wochen lang ausschließlich im Westen von Sydney, den Vororten im Osten und in Wallacia und Austral, im Nordsüdwesten statt.

Drehbuchautor Luke Davies, der die Romanvorlage für “Candy” schrieb, fand eine besondere Rolle im Film. Er hatte einen unvergesslichen Cameo-Auftritt - auf den Neil Armfield bestand - als Milchmann, der dem jungen Liebespaar in der Abenddämmerung Gratismilchflaschen in die Hand drückt. Den Making-of-Film, den er ebenfalls drehte, nannte er passenderweise “Tagebuch eines Milchmanns”.

Regisseur Neil Armfield zollte Luke Davies Tribut, indem er im Film die Poesie der Geschichte beibehielt. “Luke ist sowohl ein Dichter, als auch ein Romanschriftsteller. Die Geschichte ist eine Art Traumbild, in der ganz am Anfang eine Tür in ein anderes Universum aufgeht. Während des gesamten Entstehungsprozesses wurde die Geschichte immer deutlicher, das Wesentliche wurde langsam sichtbar. Es kann in eine Frage gepackt werden: ‘Was ist Liebe?’ Das ist auch die Herausforderung, die Candys Vater, Mr. Wyatt, am Ende des Films an Dan weitergibt, indem er ihn auffordert das zu tun, wozu er imstande ist, um ihr zu helfen. In diesem Moment wird Dan klar, dass man in einer wirklichen Liebe Opfer bringen muss."

Für die Filmfinanzierung zeichneten die Film Finance Corporation, das South Wales Film and Television Office und Paradigm Hyde Films verantwortlich.

 

ÜBER DIE SCHAUSPIELER

 

Heath Ledger als Dan

 

Heath Ledger hat in seiner noch jungen Karriere von Anfang an darauf geachtet, nicht in eine Schublade gesteckt zu werden. Er beherrscht die Rolle des jungen Helden genauso brillant wie die des einfühlsamen Charakterschauspielers. Mit seiner bewegenden Darstellung des Ennis Del Mar in „Brokeback Mountain“ hat er sich schon jetzt in die Topriege Hollywoods gespielt.

Heath Ledger wurde 1979 in Perth, West Australien geboren. Seine erste Schauspielerfahrung sammelte er im Theaterkurs seiner High School, bis er mit 17 Jahren die Schule verließ und zusammen mit einem Freund nach Sydney fuhr, um sein Glück als Schauspieler zu versuchen. Seine erste Rolle bekam er 1997 in dem Low Budget Film „Blackrock“ (Blackrock), einem Teenagerdrama. Der Durchbruch folgte zwei Jahre später mit den Filmen „Two Hands“ (Two Hands) und „10 Things I hate about You“ (Zehn Dinge, die ich an Dir hasse).

Heath Ledgers aktuellste Filme sind Ang Lees „Brokeback Mountain“ (Brokeback Mountain), Terry GilliamsThe Brothers Grimm“ (The Brothers Grimm), Lasse Hallströms „Casanova“ (Casanova) und Catherine Hardwickes „Lords of Dogtown“ (Dogtown Boys). Für „Brokeback Mountain“ erhielt er 2006 eine Oscar Nominierung, eine Golden Globe Nominierung und gewann 2005 den New York Film Critics Circle Award als Bester Schauspieler.

 

Heth Ledger über seine Rolle als Dan:

„Schon am Anfang des Films steckt Dan knietief in der Abhängigkeit. Er ist ein junger Gelegenheitsdichter und ein Junkie, der in den Tag hinein lebt. Dan sieht die Heroinsucht aus dem Blickwinkel des Poeten und Romantikers - durch das Heroin kann er seine Kreativität stärker ausleben. Candy möchte in seine Welt eintauchen, seine Erfahrungen teilen, was sie am Anfang noch enger zusammenschweißt. Doch natürlich zerstört das Heroin ihre Beziehung. Sie erleben einen Trip zur Hölle und zurück. Candy ist auch eine Geschichte über ihre Wiedergeburt. Die Erwartung einen Film zu machen, bei dem ich meinen australischen Akzent nicht unterdrücken musste - was ich acht Jahre lang getan habe - war sehr verlockend für mich. Er gab mir die Freiheit, in meinem eigenen Akzent zu sprechen und zu atmen. Ich konnte viel freier improvisieren. Das und das Vertrauen, das ich in den Film hatte, die Geschichte, die er  erzählt - und natürlich meine Neugierde, was Regisseur Neil Armfield daraus machen würde, hat mich zurück nach Australien gelockt.”

 

Filmographie / Kino:

2006    I'M NOT THERE (I'M NOT THERE)

            Regie: Todd Haynes

2006            CANDY (CANDY)

            Regie: Neil Armfield

2005            CASANOVA (CASANOVA)

            Regie: Lasse Hallström

2005            BROKEBACK MOUNTAIN (BROKEBACK MOUNTAIN)

            Regie: Ang Lee

2005    THE BROTHERS GRIMM (THE BROTHERS GRIMM)

            Regie: Terry Gilliam

2005            LORDS OF DOGTOWN (DOGTOWN BOYS)

            Regie: Catherine Hardwicke

2003    THE ORDER (SIN EATER – DIE SEELE DES BÖSEN)

            Regie: Brian Helgeland

2003    NED KELLY (GESETZLOS – DIE GESCHICHTE DES NED KELLY)

            Regie: Gregor Jordan

2002    THE FOUR FEATHERS (DIE VIER FEDERN)

            Regie: Shekhar Kapur

2001            MONSTER'S BALL (MONSTER'S BALL)

            Regie: Marc Forster

2001    A KNIGHT'S TALE (RITTER AUS LEIDENSCHAFT)

            Regie: Brian Helgeland

2000    THE PATRIOT (DER PATRIOT)

            Regie: Roland Emmerich

1999    TWO HANDS (TWO HANDS)

            Regie: Gregor Jordan

1999    10 THINGS I HATE ABOUT YOU (10 DINGE, DIE ICH AN DIR HASSE)

            Regie: Gil Junger

1997    PAWS (PAWS)

            Regie: Karl Zwicky

1997            BLACKROCK (BLACKROCK)

            Regie: Steven Vidler

1992            CLOWNING AROUND (CLOWNING AROUND)

            Regie: George Whaley

 

Filmographie / TV:

1988    HOME AND AWAY (HOME AND AWAY)

            Serie

1997            „ROAR“ (CONOR DER KELTE)

            Serie

1996            „SWEAT“ (SWEAT)

            Serie

1993    „SHIP TO SHORE“ (SHIP TO SHORE)

            Serie

 

Auszeichnungen:

2006    Central Ohio Film Critics Award 

            Bester Schauspieler BROKEBACK MOUNTAIN (BROKEBACK MOUNTAIN)

2005    New York Film Critics Circle Award 

            Bester Schauspieler BROKEBACK MOUNTAIN (BROKEBACK MOUNTAIN)

2005            Phoenix Film Critics Society Award

            Bester Hauptdarsteller BROKEBACK MOUNTAIN (BROKEBACK MOUNTAIN)

2005    San Francisco Film Critics Circle Award 

            Bester Schauspieler BROKEBACK MOUNTAIN (BROKEBACK MOUNTAIN)

2001            Blockbuster Entertainment Award 

            Bester Schauspieler THE PATRIOT (DER PATRIOT)

 

 

Abbie Cornish als Candy

 

Abbie Cornish, geboren am 7. August 1982, wuchs mit drei Brüdern auf einer Farm im australischen Lochinvar, New South Wales, auf. Mit dreizehn begann sie zu modeln und bereits ein Jahr später bekam sie eine Rolle in der bahnbrechenden australischen Dramaserie „Wildside“ (Wildside), für die sie 1999 den AFI Young Actors Award gewann. Neben einigen Fernsehserien war sie im Jahr 2000 im Thriller „The Monkey’s Mask“ (Die Affenmaske) in der Rolle der Mickey Norris zu sehen.

Für ihre von Kritikern gelobte Hauptrolle als Heidi in dem preisgekrönten Film „Somersault“ (Somersault), wurde sie mit dem AFI (Australian Film Institute), dem IF (Inside Film) ausgezeichnet und erhielt außerdem vom Film Critics Circle of Australia Awards den Preis als beste Schauspielerin 2004. Im gleichen Jahr drehte sie „One Perfect Day“ (One Perfect Day), unter der Regie von Paul Currie, der zusammen mit Chip Richards das Drehbuch schrieb. Im kommenden Jahr ist Abbie Cornish in Ridley Scotts „A Good Year“ zu sehen.

 

Abbie Cornish über ihre Rolle als Candy:

„Candy ist eine junge Künstlerin, der die Welt zu Füßen liegt. Sie verliebt sich in Dan und möchte mit ihm in der exzessiven Welt des Rauschs, weit weg vom Alltag leben. Die Rolle der Candy zu spielen, hieß für mich vor allem, ihrer Figur Leben und Geist einzuflößen. Sie ist voller Hoffnungen und Versprechen, die sie nach und nach auf ihrer Reise in die Drogenhölle bricht. Schon während der Proben wurde mir klar, dass die Liebe zwischen Candy und Dan die Basis des Films ist, ihn vorantreibt und durch den unaufhaltsamen Abstieg Risse und Kratzer bekommt. Diese Liebe, die am Anfang noch schön, unschuldig und intensiv ist, bekommt im Verlauf des Films immer mehr Härte und Verzweiflung. Neil Armfield hat mir Candy einmal als einen Menschen wie Feuer und Luft beschrieben. Das machte Sinn und gab mir Raum für Ideen und Bilder, aus denen heraus ihr Charakter wachsen konnte.”

 

Filmographie / Kino:

ab 2007  ELIZABETH: THE GOLDEN AGE  (in Produktion)    

               Regie: Shekhar Kapur

2006      A GOOD YEAR (A GOOD YEAR)

              Regie: Ridley Scott

2006      CANDY (CANDY)

              Regie: Neil Armfield

2004      EVERYTHING GOES (EVERYTHING GOES)

              Regie: Andrew Kotatzko

2004      SOMERSAULT (SOMERSAULT)

              Regie: Cate Shortland

2004      ONE PERFEKT DAY (ONE PERFEKT DAY)

              Regie: Paul Currie

2003      HORSEPLAY (HORSEPLAY)

              Regie: Stavros Kazantzidis

2000      THE MONKEY'S MASK (DIE AFFENMASKE)

              Regie: Samantha Lang               

 

Filmographie / TV:

2003            MARKING TIME (MARKING TIME)

            Regie: Cherie Nowlan

2003    WHITE COLLAR BLUE (WHITE COLLAR BLUE)

            Serie

2001    LIFE SUPPORT (LIFE SUPPORT)

            Serie

2000     WATER RATS (WATER RATS – DIE HAFENCOPS)

            Serie  

1999    CLOSE CONTACTS (RISKANTE NÄHE)

            Regie: Scott Hartford Davies

1997    WILDSIDE

             Serie

 

Auszeichnungen:

2004            Australian Film Institute 

            Beste Hauptdarstellerin SOMERSAULT (SOMERSAULT)

2004    Film Critics Circle of Australia Award 

            Beste Schauspielerin  SOMERSAULT (SOMERSAULT)

2004    IF Awards 

            Beste Schauspielerin  SOMERSAULT (SOMERSAULT)

1999    Young Actor's Award  WILDSIDE (WILDSIDE)

 

 

Geoffrey Rush als Casper

 

Geoffrey Rush ist einer der vielseitigsten Schauspieler unserer Zeit. Spezialisiert auf Charakterrollen, hat er 1996 im Oscar®-preisgekrönten Film „Shine“ (Shine – Der Weg ans Licht) einen begnadeten Pianisten gespielt, der zwischen Genie und Wahnsinn schwankt. Damit wurde er über Nacht einem Millionenpublikum bekannt. In zwei weiteren Oskar-Hits „Shakespeare in Love“ (Shakespeare in Love) und „Elizabeth“ (Elizabeth), zeigte er erneut sein Talent und seine ungeheure Wandlungsfähigkeit. Doch er ist auch in Hollywood Blockbustern zu sehen, wie im Piratenfilm „Pirates of the Caribbean“ („Fluch der Karibik“), in dem er einen finsteren, verfluchten Piratenkapitän spielt.

Geoffrey Rush wurde am 6. Juli 1951 in Toowoomba, Queensland, geboren. 1975 absolvierte er in London die Ausbildung zum Regisseur im Director's Course der British Theatre Association. Danach studierte er zwei Jahre an der Pariser Schule Jacques Lecoq Pantomime, Bewegung und Theater. Bereits vor seiner Filmkarriere war Rush ein gefragter Bühnenschauspieler, der in über 70 Bühnenstücken mitwirkte.

Ein Höhepunkt war seine Hauptrolle in Neil Armfields Theaterproduktion „The Diary of a Madman“ (The Diary of a Madman), das in Moskau und St Petersburg auf Tournee ging. Für seine Titelrolle gewann Geoffrey den Sydney Critics Circle Award für Überragende Leistung, den Variety Club Award als Bester Schauspieler und 1990 den Victorian Green Room Award als Bester Schauspieler. In den nächsten drei Jahren bekam er Nominierungen als Bester Schauspieler für den Sydney Critics’ Circle Awards für seine Rolle in Nikolai Gogols „The Government Inspector“ (Der Revisor), die Sydney Theatre Company Production für Anton Tschechows „Uncle Vanya“ (Onkel Wanja) und David Mamets „Oleanna“(Oleanna) in der er an der Seite von Cate Blanchett spielte. 1994 wurde er von den Kritikern hoch gelobt für seine Rolle als Horatio in der Company B Belvoir Produktion von „Hamlet“ (Hamlet). Im selben Jahr wurde er mit dem angesehenen Sidney Myer Performing Arts Award für seine Leistungen am Theater ausgezeichnet. Geoffreys berufliche Beziehung zu Neil Armfield umfasst fünfundzwanzig Jahre Zusammenarbeit in Theater und Film.

 

Geoffrey Rush über seine Rolle als Casper:

“Casper ist so etwas wie ein zufälliger Mentor von Candy und Dan. Die Freundschaft zu Dan besteht schon seit ungefähr zehn oder zwölf Jahren. Somit haben sie schon einige gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen gesammelt. Casper ist seit vielen Jahren abhängig. Länger als Dan und Candy. Er ist ein schlechtes Beispiel und lebt ihnen einen langsamen Untergang vor. Allerdings mit dem Unterschied, dass Casper einen privilegierten Hintergrund hat. Er ist Akademiker, ein außerordentlicher Professor für organische Chemie, der in der Lage ist, seinen eigenen Stoff herzustellen. Casper musste sich nie mit den Schwierigkeiten der Verelendung und der Verzweiflung auseinandersetzen, die zur Straßenszene dazugehören. Er ist ein fantasievoller alter Akademiker und dekadenter, künstlerischer, schwuler Gastgeber. Dan wiederum ist ein junger Mann, der mit sich zu kämpfen hat, wie viele seines Alters, die die Poesie im Leben suchen und glauben, keinen Platz in der Welt zu finden. Ich denke, dass Casper die Jugend und die Ausstrahlung dieser beiden jungen Menschen liebt. Als Junkie kann er sehen, wie die Beiden auf einem traurigen, und ziemlich unvermeidbaren Kollisionskurs sind.”

 

Filmographie / Kino:

2007            PIRATES OF THE CARIBBEAN: WORLD'S END (in Produktion)

            Regie: Gore Verbinsky

2007            ELIZABETH: THE GOLDEN AGE (in Produktion)

            Regie: Shekhar Kapur

2006            PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MAN'S CHEST (FLUCH DER KARIBIK 2)

            Regie: Gore Verbinsky

2006            CANDY (CANDY)

            Regie: Neil Armfield

2005            MUNICH (MÜNCHEN)

            Regie: Steven Spielberg

2004    THE LIFE AND DEATH OF PETER SELLERS (THE LIFE AND DEATH OF PETER             SELLERS)

            Regie: Stephen Hopkins

2003            HARVEY KRUMPET (HARVEY KRUMPET)

            Regie: Adam Elliot

2003            INTOLERABLE CRUELTY (EIN (UN)MÖGLICHER HÄRTEFALL)

            Regie: Joel Coen

2003            PIRATES OF THE CARIBBEAN: THE CURSE OF THE BLACK PEARL (FLUCH DER             KARIBIK)

            Regie: Gore Verbinsky

2003            FINDING NEMO (FINDET NEMO)

            Regie: Andrew Stanton

2003    NED KELLY (GESETZLOS – DIE GESCHICHTE DES NED KELLY)

            Regie: Gregor Jordan

2003            SWIMMING UPSTREAM (SWIMMING UPSTREAM)

            Regie: Russell Mulcahy

2002    THE BANGER SISTERS (GROUPIES FOREVER)

            Regie: Bob Dolman

2002    FRIDA (FRIDA)

            Regie: Julie Taymor

2001            LANTANA (LANTANA)

            Regie: Ray Lawrence

2001    THE TAILOR OF PANAMA (DER SCHNEIDER VON PANAMA)

            Regie: John Boorman

2000    THE MAGIC PUDDING (THE MAGIC PUDDING)

            Regie: Karl Zwicky

2000            QUILLS (QUILLS – MACHT DER BESESSENHEIT)

            Regie: Philip Kaufman

1999            HOUSE OF HAUNTED HILL (HOUNTED HILL)

            Regie: William Malone

1999            MYSTERY MEN (MYSTERY MEN)

            Regie: Kinka Usher

1998            SHAKESPEARE IN LOVE (SHAKESPEARE IN LOVE)

            Regie: John Madden

1998            ELIZABETH (ELIZABETH)

            Regie: Shekhar Kapur

1998    LES MISÉRABLES (LES MISÉRABLES)

            Regie: Bille August

1998    A LITTLE BIT OF SOUL (ZUM TEUFEL MIT DER SEELE)

            Regie: Peter Duncan

1997            OSCAR AND LUCINDA (OSCAR AND LUCINDA)

            Regie: Gillian Armstrong

1996            CHILDREN OF THE REVOLUTION (CHILDREN OF THE REVOLUTION)

            Regie: Peter Duncan

1996    SHINE (SHINE – DER WEG ANS LICHT)

            Regie: Scott Hicks

1996    CALL ME SAL (CALL ME SAL)

            Regie: Ariana Bosi

1995    DAD AND DAVE: ON OUR SELECTION (DAD AND DAVE: ON OUR SELECTION)

            Regie: George Whaley

1987            TWELFTH NIGHT (TWELFTH NIGHT)

            Regie: Neil Armfield

1982            STARSTRUCK (STARSTRUCK)

            Regie: Gillian Armstrong

1981            HOODWINK (HOODWINK)

            Regie: Claude Whatham

 

Filmographie / TV:

2004    „KATH & KIM“ - SITTING ON A PILE (KATH & KIM)

            Serie

1997            „FRONTIER „(FRONTIER)

            Serie

1996            „MERCURY“ (MERCURY)

            Serie

1996            „TWISTED TALES“ ( TWISTED TALES)

            Serie

1981            „MENOTTI“ (MENOTTI)

 

Auszeichnungen:

2005    Golden Globe 

            Beste Darstellung eines Schauspielers in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm

            THE LIFE AND DEATH OF PETER SELLERS (THE LIFE AND DEATH OF PETER

            SELLERS)

2005    Emmy Award 

            Besondere Leistung eines Schauspielers in einer Miniserie oder einem Film

            THE LIFE AND DEATH OF PETER SELLERS (THE LIFE AND DEATH OF PETER             SELLERS)

2005    Screen Actors Guild Award

            Herausragende Leistung eines Schauspieler in einem Fernsehfilm oder einer Miniserie

            THE LIFE AND DEATH OF PETER SELLERS (THE LIFE AND DEATH OF PETER             SELLERS)

2003            Hollywood Film Festival 

            Nebendarsteller des Jahres

2001    Florida Film Critics Circle Award 

            Bester Schauspieler  QUILLS (QUILLS - MACHT DER BESESSENHEIT)

2001            Kansas City Film Critics Circle Award 

            Bester Schauspieler QUILLS (QUILLS - MACHT DER BESESSENHEIT)

2001            Phoenix Film Critics Society Award

            Bester Hauptdarsteller QUILLS (QUILLS-MACHT DER BESESSENHEIT)

2001            Satellite Award  Golden Satellite Award

            Bester Schauspieler in einem Film, Drama QUILLS (QUILLS-MACHT DER

            BESESSENHEIT)

2000    Las Vegas Film Critics Society Award 

            Bester Schauspieler  QUILLS (QUILLS-MACHT DER BESESSENHEIT)

1999    Screen Actors Guild Award

            Herausragende Leistung eines Ensembles    

            SHAKESPEARE IN LOVE (SHAKESPEARE IN LOVE)

1999    BAFTA  Award 

            Bester Nebendarsteller  ELIZABETH (ELIZABETH)

1998    London Critics Circle Film Award 

            Schauspieler des Jahres SHINE (SHINE-DER WEG  ANS LICHT)

1997             Academy Award (Oscar) 

            Bester Hauptdarsteller  SHINE (SHINE-DER WEG ANS LICHT)

1997    Film Critics Circle of Australia Award 

            Bester Schauspieler SHINE (SHINE-DER WEG ANS LICHT)

1997    Florida Film Critics Circle Award 

            Bester Schauspieler  SHINE (SHINE DER WEG ANS LICHT)

1997    Golden Globe 

            Beste Darstellung eines Schauspielers in einem Film – Drama 

            SHINE (SHINE-DER WEG ANS LICHT)

1997             Satellite Award  Golden Satellite Award

            Bester Schauspieler in einem Film, Drama

SHINE (SHINE-DER WEG ANS LICHT)

1997    Screen Actors Guild Award 

            Herausragende Leistung eines Hauptdarstellers

            SHINE (SHINE-DER WEG ANS LICHT)

1997    BAFTA  Award 

            Bester Hauptdarsteller  SHINE (SHINE-DER WEG ANS LICHT)

1997             Broadcast Filmcritics Association Award 

            Bester Schauspieler SHINE (SHINE-DER WEG ANS LICHT)

1996            Australian Film Institute  

            Bester Hauptdarsteller   SHINE (SHINE-DER WEG ANS LICHT)

1996    Los Angeles Film Critics Association Award 

            Bester Schauspieler SHINE (SHINE-DER WEG ANS LICHT)

1996    Boston Society of Film Critics Award  

            Bester Schauspieler SHINE (SHINE-DER WEG ANS LICHT)

1996    New York Film Critics Circle Award 

            Bester Schauspieler SHINE (SHINE-DER WEG ANS LICHT)

1996    Society of Texas Film Critics Award 

            Bester Schauspieler SHINE (SHINE-DER WEG ANS LICHT)

 

Tony Martin als Mr Wyatt

 

Tony Martin ist dem australischen Publikum bekannt durch seine Rolle in der ABC-Fernsehserie „Wildside“, aus „Heartbreak High“, und für seine preisgekrönte Darstellung des berüchtigten Neddy Smith in „Blue Murder“.

Er hat unter anderem für die Sydney Theatre Company in „The Floating World“ (The Floating World) gespielt, für das Belvoir Street Theatre in „Capricornia“ (Capricornia), im Ensemble in „Death of a Salesman“ (Der Tod eines Handlungsreisenden) und in „Foreskin’s Lament“ (Foreskins Lament). Tony bekam eine Critics Circle of Australia Awards Nominierung für seine Leistung im Film „The Interview“ (The Interview), einen AFI als Bester Schauspieler in „Blue Murder“ (Blue Murder) und zwei Actor Logie Awards.

 

Filmographie / Kino:

2006             CANDY (CANDY)

            Regie: Neil Armfield

2003    THE FOREST (THE FOREST)

            Regie: Jo Kennedy

2000            BLINDMAN'S BLUFF (BLINDMAN'S BLUFF)

            Regie: Rachel Ward

2000    THE BIG HOUSE (THE BIG HOUSE)

            Regie: Rachel Ward

1998    THE INTERVIEW (THE INTERVIEW)

            Regie: Craig Monahan

1996            PARKLANDS (PARKLANDS)

            Regie: Kathrin Millard

1988    A CRY IN THE DARK (EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT)

            Regie: Fred Schepisi

1988    THE FIRST KANGAROOS

            Regie: Frank Cvitanovich

1987            TWELFTH NIGHT (TWELFTH NIGHT)

            Regie: Neil Armfield

1981    THE KILLING OF ANGEL STREET (MORD IN SYDNEY)

            Regie: Donald Crombie

 

Filmographie / TV:

2005    MARY BRYANT (MARY BRYANT)

            Serie

2004            JESSICA (JESSICA)

            Regie: Peter Andrikidis

2003    BAD COP, BAD COP (BAD COP, BAD COP)

            Serie

2000    THE GAMES - STRIKE (THE GAMES - STRIKE)

            Serie

1997            WILDSIDE (WILDSIDE)

            Serie

1995    BLUE MURDER (BLUE MURDER)

            Serie

1994            HEARTBREAK HIGH (HEARTBREAK HIGH)

            Serie

1989    E STREET (E STREET)

            Serie

1987            CAPTAIN JAMES COOK (WIND UND STERNE)

            Serie

1985            ARCHER (DIE ABENTEUER EINES RENNPFERDES)

            Regie: Danny Lawrence

1978            CHOPPER SQUAD (CHOPPER SQUAD)

            Serie

 

Auszeichnungen:

1999    Logie Award  Silberner Logie 

            Herausragendster Schauspieler  „WILDSIDE“             (WILDSIDE)

1998    Logie Award  Silberner Logie 

            Herausragendster Schauspieler  „WILDSIDE“             (WILDSIDE)

 

Noni Hazlehurst als Mrs Wyatt

 

Noni Hazlehurst war in den Neunziger Jahren in Australien vor allem als Co-Moderatorin der Lifestyle-Sendung „Better Homes and Gardens“ bekannt, die sie zusammen mit ihrem damaligen Ehemann moderierte. 2005 spielte sie in dem australischen Drama „Little Fish“ (Little Fish) mit, für das sie einen AFI Award als beste Nebendarstellerin bekam.

Daneben hat Noni Hazlehurst auch in vielen Theaterproduktionen Hauptrollen gespielt, unter anderem während der ausverkauften Spielzeit von „The Breath of Life“ (The Breath of Life) der Sydney Theatre Company; sie war über zwanzig Jahre lang ein beliebtes Mitglied des ABC Playschool Besetzung. 1995 wurde sie zum Mitglied der Order of Australia (AM), für ihre Leistungen im Bereich Schauspiel, Regie und Moderation im Kinderfernsehen ernannt.

 

Filmographie / Kino:

2006            CANDY (CANDY)

            Regie: Neil Armfield

2005    LITTLE FISH (LITTLE FISH)

            Regie: Rowan Woods

2005            BITTER & TWISTED (BITTER & TWISTED)

            Regie: Christopher Weekes

1992            CLOWNING AROUND (CLOWNING AROUND)

            Regie: George Whaley

1991            WAITING (WAITING)

            Regie: Jackie McKimmie

1987            AUSTRALIAN DREAM (UNERFÜLLTE TRÄUME)

            Regie: Jackie McKimmie

1985    FRAN (WENN DIE LIEBE VERBRENNT)

            Regie: Glenda Hambly

1983            STATIONS (STATIONS)

            Regie: Jackie McKimmie

1982            MONKEY GRIP (MONKEY GRIP)

            Regie: Ken Cameron

1980    FATTY FINN (FATTY FINN)

            Regie: Maurice Murphy

1978    THE GETTING OF WISDOM (THE GETTING OF WISDOM)

            Regie: Bruce Beresford

 

Filmographie / TV:

2006            STEPFATHER OF THE BRIDE (STEPFATHER OF THE BRIDE)

            Regie: Roger Hodgman

2000            WAITING AT THE ROYAL (WAITING AT THE ROYAL)

            Regie: Glenda Hambly

1996            TWISTED TALES -  (TWISTED TALES)

            Serie

1995            LIZZIE'S LIBRARY (LIZZIE'S LIBRARY)

            Serie

1989            NAKED UNDER CAPRICORN (NAKED UNDER CAPRICORN)

            Regie: Rob Stewart

1989            FIELDS OF FIRE III (FIELDS OF FIRE III)

            Serie

1987    THE SHIRALEE (THE SHIRALEE)

            Serie

1987    NANCY WAKE (NANCY WAKE)

            Regie: Pino Amenta

1984            WATERFRONT (WATERFRONT)

            Serie

1983    THE WEEKLY'S WAR (THE WEEKLY'S WAR)

            Regie: Stephen Ramsey

1981    AND HERE COMES BUCKNUCKLE (AND HERE COMES BUCKNUCKLE)

            Serie

1979    JOKES  (JOKES)

            Serie

1979    RIDE ON STRANGER (RIDE ON STRANGER)

            Regie: Carl Schultz

1978    BIT PART (BIT PART)

            Regie: Eric Taylor

1978    CASE FOR THE DEFENCE - WITHOUT CONSENT (CASE FOR THE DEFENCE -             WITHOUT CONSENT)

            Serie

1976    THE SULLIVANS (THE SULLIVANS)

            Serie

1975            DIVISION 4  (DIVISION 4)

            Serie

1975    THE LAST OF THE AUSTRALIANS (THE LAST OF THE AUSTRALIANS)

            Serie

1975            HOMICIDE (HOMICIDE)

            Serie

1975            MATLOCK POLICE (MATLOCK POLICE)

            Serie

1974    THE BOX (THE BOX)

            Serie

 

Auszeichnungen:

2005            Australian Film Institute 

            Beste Nebendarstellerin  LITTLE FISH (LITTLE FISH)

2005    Film Critics Circle of Australian Awards 

            Beste Nebendarstellerin  LITTLE FISH (LITTLE FISH)

2000            Australian Film Institute 

            Beste Hauptdarstellerin in einem Fernsehfilm oder einer Miniserie 

            WAITING AT THE ROYAL (WAITING AT THE ROYAL)

1991    San Sebastián International Film Festival 

            Beste Schauspielerin WAITING (WAITING)

1985            Australian Film Institute

            Beste Hauptdarstellerin FRAN (WENN DIE LIEBE VERBRENNT)

1982            Australian Film Institute 

            Beste Hauptdarstellerin MONKEY GRIP (MONKEY GRIP)

 

ÜBER DIE FILMEMACHER

 

Neil Armfield Autor und Regisseur

 

Neil Armfield ist einer der führenden australischen Regisseure und gleichzeitig der künstlerische Leiter der international renommierten Company B am Belvoir Street Theatre in Sydney. Neil hat schon an allen staatlichen Theatern Australiens Regie geführt, außerdem an der Opera Australia, der Welsh National Opera, den Bregenzer Festspielen (Österreich), der Oper Zürich,  der Kanadischen Oper, der English National Opera, dem Lyric Theatre (Chicago) und dem Royal Opera House, London.

Hier einige Theaterhöhepunkte: Die Weltpremiere von „The Eighth Wonder“ (The Eighth Wonder),  1995 The Australian Opera; Premiere von „The Blind Giant is Dancing“ (The Blind Giant is Dancing) 1983, Lighthouse Theatre Company; Company B’s „Hamlet“ (Hamlet) und „The Diary of A Madman“ (The Diary of a Madman) mit Geoffrey Rush auf Tournee 1991, die Welttourneen von „Cloudstreet“  (Cloudstreet) 1999 und 2001. Außerdem inszenierte Neil Armfield “The Lieutenant of Inishmore” und “The Underpants” für Company B Belvoir, „The Marriage of Figaro“ (Figaros Hochzeit) für die Welsh National Opera/ Opera Australia, und “Sweeny Todd” (Sweeny Todd) für die Lyric Opera of Chicago und das Royal Opera House in Covent Garden London.

Neil Armfield ist Preisträger des Sidney Myer Performing Arts Awards für außergewöhnliche Verdienste in der Darstellenden Kunst und des Sydney Theatre Critics’ Circle Award für einen bedeutsamen Beitrag für das Theater. Außerdem hat er einige Green Room und Sydney Critics’ Circle Awards für beste Regie gewonnen. 1991 bekam er eine dreijährige Mitgliedschaft in der Australian Artists’ Creative Fellowship. Dazu kamen zwei Helpmann Awards. An internationalen Auszeichnungen, einschließlich Beste Produktion, gewann Neil das Dublin International Festival of the Arts mit „Cloudstreet“. Seine Produktion von „Billy Budd“ war Co-Gewinner des Barcley’s Award in London und erhielt sechs Dora Mavor Awards, unter anderem für Beste Produktion und Hervorragende Regie einer Oper in Kanada 2001.

Sein Filmdebüt gab Neil Armfield 1987 mit „Twelfth Night“ (Twelfth Night). 1990 folgte „The Castanet Club“ (The Castanet Club). Für das Fernsehen führte er bei „Eden’s Lost“ (Eden's Lost)  Regie, mit Margaret Fink als Produzentin, und bei „Coral Island“ (Coral Island). Für die Reihe „Naked” (Naked) für Jan Chapman und ABC Television entstand „Fisherman’s Wake“ (Fisherman's Wake).

 

Neil Armfield über den Film „Candy“:

“Candy zeigt, dass ausgerechnet die begehrenswertesten und attraktivsten Dinge im Leben gleichzeitig die Gefährlichsten sein können. Das Anziehende an Candy ist, dass sie bereit ist den ganzen Weg zu gehen. Als sie sich das erste Mal einen Schuss setzt und fast daran stirbt, ist ihre erste Reaktion ‘Ich will mehr davon.’ Risiko hat etwas Unwiderstehliches. Die verbotene Frucht zu essen, das Spiel mit dem Teufel, das alles untermauert die Geschichte von Candy. Diese Gefahr verleiht dem offensichtlich langweiligen Leben Profil und Spannung – und genau  sie kann auch alles wieder zerstören.

Luke Davies und ich haben versucht, der Gesellschaft unter die Haut zu gehen, um zu zeigen was Abhängigkeit bedeutet. Im Grunde genommen zeigt der Film, dass jeder von uns ein Junkie sein könnte. Dan und Candy, die eigentlich alle Voraussetzungen für ein schönes Leben haben, streben das an, was wir alle wollen: Die wunderbaren Dinge des Lebens genießen und alles Graue und Langweilige daraus verbannen. Aber da ist auch ein mystischer Gedanke hinter der Geschichte: Heroinabhängigkeit ist ein Verbrechen gegen die Natur. Sie kommt von dem Wunsch, die Zeit anzuhalten. Im Leben gibt es nun mal Höhen und Tiefen und Dan und Candy sind abhängig von den Höhen. Das Problem ist, dass man versucht, alles künstlich nach oben zu pushen. Daran stirbt man zwangsläufig, denn es gibt nun mal den normalen Gang der Dinge, wie Geben und Nehmen, Aufsteigen und Fallen - und wir müssen lernen, damit zu leben.”

 

 

 

Margaret Fink Produzentin

 

Margaret Fink hatte als eine von Australiens angesehensten Film- und Fernsehproduzenten Judy Davis (Husbands and Wifes) und Sam Neill (Jurassic Park) für „My Brilliant Career“ (My Brilliant Career) besetzt und beiden damit zum internationalen Durchbruch verholfen. Der Film, den sie produzierte, gewann sechs Australian Film Institute Awards, unter anderem für Best Film, zwei BAFTAs und wurde für den Oscar und Golden Globes nominiert. Die Miniserie „Edens Lost“ (Eden's Lost), die Margaret produzierte und bei der Neil Armfield Regie führte, gewann vier AFI Awards, unter anderem für Beste Miniserie, Beste Regie und Beste Darstellerin. Außerdem kam noch der New York International Television & Film Festival Best Drama Award dazu. Sie produzierte noch „For Love Alone“ (Für die Liebe allein) und „The Removalists“ (The Removalists), basierend auf dem gleichnamigen, preisgekrönten Stück von David Williamson.

 

 

Margaret Fink über den Film „Candy“:

„Es war Neil Armfields Idee, die Rolle von Candys Eltern zu vergrößern und damit auch die Probleme, mit denen sie konfrontiert werden. Ich fand die Idee wirklich gut: Ein Kind zu haben, das heroinabhängig ist, bricht die Herzen seiner Eltern. Und „Candy“ wird alle Eltern berühren, die ein abhängiges Kind haben, egal ob von einer Droge oder von einer falschen Person. Dieser Film wird jeden ansprechen, der in dieser moralischen Zwickmühle steckte. Genau deshalb ist der Film so wichtig für die Aufklärung.“

 

Emile Sherman Produzent

 

Emile Sherman gründete im Jahr 2000 Ocean Pictures und hat seitdem als Produzent/Executive Producer eine Reihe von Filmen produziert oder im Verleih gehabt. Darunter Phillip Noyces international gefeierter Film „Rabbit Proof Fence“ (Long Walk Home), „The Night we Called It A Day“ (The Night we Called It A Day) und „The Honourable Wally Norman“ (The Honourable Wally Norman), der 2003 das Sydney Film Festival eröffnete. Emile hat außerdem „Uncle Chatzkel“ (Uncle Chatzkel) koproduziert, der für den AFI in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert war. Mit der Produktionsfirma Sherman Pictures fungierte er 2005 als Executive Producer für den australischen Hit „Oyster Farmer“ (Oyster Farmer) und „Opal Dream“ (Opal Dream), der 2006 in den USA in die Kinos kommt und bei dem Peter Cattaneo (Ganz oder gar nicht) Regie führte.

 

Emile Sherman über den Film „Candy“:

„’Candy’ hat einen moralischen Anspruch. Die Geschichte ist im Kern nie schwarz oder weiß, sondern zeigt sich moralisch viel komplexer. Sie zeigt den Abstieg und die Verelendung nicht nur aus der Perspektive von Candy und Dan, sondern auch aus der Sicht der Eltern. Man wird als Zuschauer auf eine ziemlich zermürbende Reise mitgenommen, die einen zwingt, mit offenen Augen die Auswirkungen der Heroinabhängigkeit mitzuerleben. Wir wollten vor dem Thema nicht zurückschrecken, aber genauso wenig die Sucht glorifizieren. „Candy“ ist eine Geschichte über das Verhalten von Menschen in Extremsituationen, sowohl in der Liebe als auch in der Sucht. So gesehen ist sie hoffentlich für alle Menschen auf der Welt von Bedeutung.“

 

Luke Davies Autor

 

Luke Davies ist Autor von zwei Romanen, dem Kultbestseller „Candy“ (Candy) und „Isabelle the Navigator“ (Auf den Wellen des Lebens). Außerdem hat er zahlreiche Gedichtbände veröffentlicht. Davon kam „Absolute Event Horizon“ (Absolute Event Horizon) in die engere Wahl für den National Book Council Poetry Prize. „Running With Light” (Running with Light) gewann im Jahr 2000 den Judith Wright ‘Calanthe’ Poetry Prize bei den Queensland Premier’s Literary Awards, ‘Totem’ (Totem) gewann den Grace Leven Poetry Prize, wurde Age Poetry Book oft the Year und 2004 Age Book of the Year. Im selben Jahr wurde Luke mit der Philip Hodgekins Memorial for Poetry ausgezeichnet. Sein Roman ‘Candy’ kam 1998 in die engere Wahl für die NSW Premier’s Awards. Außerdem wurde Luke im selben Jahr Sydney Morning Herald Young Writer of the Year.

Luke hatte einen Cameo-Auftritt im Film als Milchmann und hat die ‘Making of-Dokumentation’ Diary of a Milkman gedreht.

Zur Zeit schreibt Luke an einem Gedichtband, einem Stück für die Sydney Theatre Company Blueprints Program, und er arbeitet als Autor und Regisseur an einem Film, der von der Australian Film Commissions entwickelt wurde.

 

Luke Davies über den Film „Candy“:

„Es hat viel Freude gemacht, mit Neil Armfield zu schreiben. Ich wollte unbedingt mit diesem Mann arbeiten, der so einen außergewöhnlich guten Ruf beim australischen Theater hat. Meine Hoffnungen wurden sogar noch übertroffen. Neil ist ein Meister im Erschaffen von Figuren und ökonomischen Arbeiten. Ich hatte bereits einen ersten Entwurf der Geschichte geschrieben, mit dem wir arbeiten konnten. Von da an war es eine fünf Jahre andauernde Arbeit, die einer Brandrodung glich. Der Roman wurde von einem inneren Monolog dominiert, bei dem der Erzähler einen schon fast irreführenden Freiraum hatte. Im Drehbuch ließen wir uns dann einfach von den Figuren und deren Weg leiten. Neil hat außerdem die ursprüngliche Besetzung um die Familie erweitert - er liebt es, die Familie an sich zu erforschen. Für mich hat Neil einen wirklich bewegenden, traurigen Film gemacht. Ein absolutes Juwel. Alles konzentriert sich auf den eigentlichen Kern, der eine Liebesgeschichte ist.“

 

Robert Cousins Produktionsdesigner

 

Robert Cousins ist gelernter Grafikdesigner und begann 1997 als Setdesigner für das Stück „Cloudstreet“ (Cloudstreet) am Company B Belvoir Theater. Seitdem hat er Sets für „Page 8“ (Page 8), „As You Like It“ (Wie es Euch gefällt), „Twelfth Night“ (Twelfth Night), „Aliwa“ (Aliwa), „Waiting for Godot“ (Warten auf Godot), „The Threepenny Opera“ (Die Dreigroschenoper), „Gulpilil“ (Gulpilil), „A Midsummernights Dream“ (Ein Mittsommernachtstraum) für Company B; „Julius Caesar“ (Julius Caesar), Kafka’s „Metamorphosis“ (Die Verwandlung) für das Sydney Theatre Company; „The Eternity Man“ (The Eternity Man) für das Almeida Theatre, London; „Night Letters“ (Night Letters) für STCSA, und „Shades of Gray“ (Shades of Gray) für die Sydney Dance Company entworfen. Außerdem war er sowohl für das Set als auch für die Kostüme  bei “House Among the Stars”, „The Merchant of Venice“ (Der Kaufmann von Venedig), „Drowning in my Ocean of You“ (Drowning in my Ocean of You) für STCSA; „The Dreamed Life“ (The Dreamed Life) für Comeout01; „The Duckshooter“ (The Duckshooter) für die Brink Productions und „Worry Warts“ (Worry Warts) für die Monkey Baa Theatre Company verantwortlich. „Candy“ ist Robert Cousins erster Kinofilm.

 

Robert Cousins über den Film „Candy“:

„Ich habe das erste Mal vor zehn Jahren mit Neil Armfield gearbeitet. Seitdem haben wir bei einer Reihe von Theaterprojekten zusammengearbeitet, eingeschlossen die Adaption von „Cloudstreet“. Wir haben immer, so weit es möglich war, auf eine einfache und schlichte Klarheit geachtet, eine Welt die sich nicht erklärt, sondern ruhig im Hintergrund bleibt. Mit dieser Stimmung haben wir „Candy“ einen Rahmen gegeben.“

 

Garry Phillips Kamera

 

Garry Phillips hatte gerade den Film „Hotstuff“ (Arbeitstitel) mit Regisseur Phillip Noyce abgedreht. Produziert von Tim Bevan und Eric Fellner. Seine australische Filmografie beinhaltet „Gettin‘ Square, Better than Sex“ (Gettin' Square), für Regisseur Jonathan Teplitzky, „The Monkey‘s Mask“ (Die Affenmaske) und den Kurzfilm „Feeling Sexy“ (Feeling Sexy), der 1999 auf den Filmfestspielen von Venedig lief. In diesem Jahr drehte er noch „Razzle Dazzle: A Journey Into Dance“ (Razzle Dazzle: A Journey Into Dance), mit Regisseur Darren Ashton für Wild Eddie Films (produziert von Andrena Findlay und John L. Simpson).

 

 

Paul Charlier Komponist und Sound Designer

 

Paul Charlier komponiert seit über dreißig Jahren Originalmusik und Sounddesigns für über hundertzwanzig australische Theater, Radio- und Filmproduktionen. Er war Sounddesigner für den Film „Looking For Alibrandi“ (Looking For Alibrandi) and für den Kurzfilm „The Projectionist“ (The Projectionist), der 2003 den Leo Award für Ton und Bild an der Braunschweiger IFF gewann). Er komponierte die Filmmusik für das Kurzfilmdrama „The Cost of Living“ (The Cost of Living) (Regie Lloyd Newson) und den Fernsehfilm „Aftershocks“ (Aftershocks, Regie Geoff Burton).

Seit den frühen Neunzigern arbeitet Paul mit Neil Armfield am Belvoir Street Theatre als Komponist für die Produktionen „The Lieutenant of Inishmore“(The Lieutenant of Inishmore), „Suddenly Last Summer“ (Suddenly last Summer), „Wasp“ (Wasp), „The Blind Giant Is Dancing“ (The Blind Giant is Dancing), „Aftershocks“ (Aftershocks) und „The Seagull“; und als Sounddesigner bei „Waiting for Godot“ (Warten auf Godot), „The Underpants“ (The Underpants), „My Zinc Bed“ (My Zinc Bed), „Hamlet“ (Hamlet)  and „The Judas Kiss“ (The Judas Kiss). Außerdem als Komponist für Theaterproduktionen für „Victory“ (Victory) Regie Judy Davis, „The Miser, Influence and Scenes from A Separation“ für die Sydney Theatre Company; „Live Acts On Stage“ (Live Acts on Stage) for Black Swan; „Buried Child“ (Buried Child) (Regie Gale Edwards) für Belvoir, und „Last Cab to Darwin“ (Last Cab to Darwin) und „Ruby’s Last Dollar“ (Ruby's last Dollar, beides von Regisseur Jeremy Sims).

 

Jodie Fried Kostümbild

 

Jodie Fried absolvierte 1998 den Designkurs auf dem National Institute of Dramatic Art (NIDA) und hat seitdem international für Film- und Theaterproduktionen gearbeitet. Im Jahr 2006 hat sie neben „Candy“ die Kostüme für „Caterpillar Wish“ (Caterpillar Wish, Buch und Regie Sandra Sciberras) entworfen, und war für Produktionsdesign und Kostüm für den Kurzfilm „Love This Time“ (Love This Time, Regie Rhys Graham) verantwortlich. 2004 entwarf Jodie die Kostüme für den Kurzfilm „Jewboy“ (Jewboy), bei dem Tony Krawitz Regie führte (Un Certain Regard, Cannes Film Festival 2005), sie war außerdem Kostümassistentin bei Rowan Woods' Film „Little Fish“ (Little Fish). Gerade wird der Film „Romulus, My Father“ (Arbeitstitel), Regie Richard Roxburgh, mit Eric Bana in der Hauptrolle gedreht, bei dem sie ebenfalls für das Kostümbild verantwortlich ist.

Ihre Theatercredits sind: Royal Shakespeare Company's „Midnight’s Children“ (Midnight's Children), „Eternity Man“ (Eternitiy Man, Almeida Theatre, London), „Twelfth Night“ (Twelfth Night), „Gulpilil“ (Gulpilil), „Aliwa“ (Aliwa), „Threepenny Opera“ (Die Dreigroschenoper) und „Page 8“ (Page 8)  für Company B Belvoir.

 

Jodie Fried über ihre Arbeit für „Candy“:

„Die Kostüme für „Candy“ zu entwerfen war eine fantastische Herausforderung. Neil hat eine hervorragende Besetzung zusammengestellt. Ich habe mit jedem einzelnen Schauspieler eng zusammengearbeitet, um die Komplexität der einzelnen Figuren herauszuheben.“

 


    
                                                                                                                         116 Min

 

Der gefeierte australische Theaterregisseur Neil Armfield erzählt in „Candy“ die Geschichte einer tiefen, romantischen und leidenschaftlichen Liebe und einer Sucht, die sie fast zerstört. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestsellerroman von Luke Davies.

Der Film zeigt in drei Abschnitten die Reise der Liebenden Candy und Dan, vom „Himmel“, hinab in die Realität, der „Erde“, bis in die erbarmungslose Tiefe der „Hölle“.

Heath Ledger (Dan) und Abbie Cornish (Candy) beeindrucken als junges Paar, das sich in seiner Leidenschaft und seiner Drogensucht verliert und beinahe davon zerstört wird. Abbie Cornish gelingt es ohne falsche Sentimentalität, das Portrait einer jungen Künstlerin zu zeichnen, deren Lust auf das berauschende Leben in einer Traumwelt sie bis an den äußersten Rand der Drogensucht bringt. Heath Ledger verleiht Dan einen unschuldigen Optimismus, der aber zu schwach ist, um den Weg aus der Abhängigkeit heraus zu finden.

“Candy” beschreibt zwar auch die üblichen Probleme der Sucht, wie Beschaffungskriminalität, Prostitution und Probleme mit der Familie, zentral bleibt jedoch die Liebe von Dan und Candy und der langsame Verfall des anfänglichen Glücks.

 

Der australische Ausnahmeschauspieler Geoffrey Rush brilliert in der Rolle von Candys und Dans Mentor und Freund, Casper. Seine Rolle wurde extra für den Film vergrößert und ihm auf den Leib geschrieben.

 

“Candy” ist keine gewöhnliche Liebesgeschichte und keine gewöhnliche Tragödie”, sagt Neil Armfield über seinen Film. Sie ist eine Parabel auf die Liebe, eine Liebe, die Gefahr läuft, sich selbst zu verzehren.“

 

“Candy” lief auf der Berlinale 2006 im Wettbewerb.

 

 

 

 

KURZINHALT



 


 

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