Dick Und Jane

LANGINHALT

Es war einmal vor langer Zeit... ganz genau gesagt im Jahr 2000. Da lebte Dick Harper (Jim Carrey) mit seiner geliebten Ehefrau Jane (Téa Leoni), ihrem Sohn Billy und Haushälterin Blanca in einem adretten Einfamilienhaus ein glückliches Leben. Dick hat einen guten Job bei der Firma Globodyne. Jane hat auch einen guten Job – in einem Reisebüro. Klar, dass sie beide hart arbeiten – denn nur so können sie sich nach und nach die Träume erfüllen, die der durchschnittliche Amerikaner nun einmal so hat – einen Pool, einen Plasmafernseher, Mercedes S-Klasse.

Eines Tages sollen sich alle Träume der Harpers mit einem Schlag auf einmal erfüllen... Fast 15 Jahre lang hat Dick geduldig darauf gewartet, Vizepräsident bei Globodyne zu werden. Endlich ist der Tag gekommen, an dem er ganz nach oben beordert wird – und zwar ganz nach oben, und alle Kollegen wissen, was das bedeutet. Und während Dick im Fahrstuhl an die Spitze noch ein befreites „I believe I can fly“ schmettert, erwartet ihn „oben“ angekommen bereits ungeduldig nicht etwa Globodyne-Präsident Jack McCallister (Alec Baldwin), sondern dessen rechte Hand Frank Buscombe (Richard Jenkins). Der verkündet ihm mit einem Handschlag seine Beförderung und eine Einladung zum Frühstück bei Mr. Jack McCallister persönlich am nächsten Morgen.

Eine rechte Freude ist die Nachricht auch für Dicks Gattin! Redet Dick ihr doch noch am Abend ins Gewissen, ihren Reisebürojob zu kündigen, damit sie sich endlich mehr um Billy kümmern könne. Und bei so viel neuer Entspanntheit könnte man doch gleich am nächsten Samstag auch wieder mal Sex haben... Kann das Leben schöner sein?

Kaum, wie sich schon kurz darauf feststellen lässt. Am Morgen erscheint Dick wie verabredet zum Frühstück mit Jack McCallister und Frank Buscombe und kann es gar nicht glauben, dass man ihm tatsächlich einen Vizepräsidententitel verleiht und damit die Aufgaben des Pressesprechers von Globodyne. In seinem neuen Amt soll er umgehend anstelle von McCallister ein Interview für den lokalen Finanzsender geben. Und dann kommt alles ganz anders: Vor laufenden Kameras wird Dick damit konfrontiert, dass McCallister sämtliche Globodyne-Anteile verkauft hat, das Unternehmen am Boden und alle Mitarbeiter entlassen sind. Dick macht nicht nur eine ziemlich lächerliche Figur auf dem Bildschirm, sondern ist damit mal eben so mir nichts dir nichts seinen neuen und seinen alten Job los, während Jack McCallister sich mit 400 Millionen Dollar aus dem Staub macht. Dumm nur, dass auch Jane in der Zwischenzeit ihren Job an den Nagel gehängt hat...

Dumm auch, dass im Garten der Harpers gerade in Erwartung neuen Geldsegens der Pool ausgehoben wird, nachdem man zuvor drumherum einen Rasen allererster Güte gepflanzt hat. Aber Dick hält es wie sein Sohn Billy: Er sieht das Glas lieber halbvoll als halbleer und ist ganz optimistisch, dass er in den nächsten Wochen einen neuen Job finden wird.

Der Januar vergeht, und Dick ist noch immer frohen Mutes. Der Februar verläuft nicht ganz wie erwartet. Und als im März endlich die erste Einladung zu einem Vorstellungsgespräch ins Haus flattert, hat Dick eigentlich die Hoffnung schon aufgegeben. Vor Ort bei einem Konkurrenzunternehmen von Globodyne stellt sich die Situation als wenig aussichtsreich da - haben sich doch in einer endlos langen Schlange sämtliche Ex-Kollegen Harpers versammelt. Nach einem heftigen Wettrennen um einen Platz in der ersten Reihe, wird Dick Harper mit einem erfreuten Schrei begrüßt und ins Büro des Chefs gebeten. Allerdings nicht, um ihm einen Job anzubieten, sondern um sich über Dick und seinen Auftritt seinerzeit im Finanzfernsehen lustig zu machen.

Dick muss einsehen, dass er angesichts der steigenden Schulden – soeben wurde sein neuer Rasen gepfändet – keine andere Wahl hat, als nunmehr irgendeinen Job anzunehmen – wohlgemerkt: irgendeinen, damit die Harpers zumindest ihr Haus behalten können. Die beste Position, die Dick in dieser Situation bekommt, ist die des „Begrüßers“ im örtlichen KostMart-Einkaufszentrum. Auch Jane beschließt, einen Job anzunehmen. Sie ermogelt sich einen Auftritt als Tae-Bo-Trainerin. In beiden Fällen erweisen sich die nach bestem Bemühen absolvierten Aufgaben jedoch nicht ganz zur Zufriedenheit ihrer neuen Arbeitgeber. Wieder stehen Dick und Jane ohne Arbeit vor den Resten ihres Inventars, gestehen Blanca, dass sie sie leider nicht mehr bezahlen können, und auch Dicks optimistisches „Uns bleibt immer noch Prostitution“ scheint keine Lösung. Während sich Jane am nächsten Tag als Versuchskaninchen für eine neue pharmazeutische, Botox-ähnliche Substanz verkauft, heuert Dick mit Blancas mexikanischen Cousins auf der Straße als Handwerker an. Prompt wird Dick von der Ausländerbehörde aufgegriffen und kann sich aufgrund verlorener Brieftasche nicht ausweisen, landet dafür aber in einem Flüchtlingslager für auszuweisende Mexikaner. Er ruft seine nach den Medikamententests etwas verunstaltete Gattin zu Hilfe, die ihren Mann und rund fünfzehn Amigos in ihrem schrottreifen Kleinwagen aus dem Lager rettet.

Für Dick ist das Fass jetzt voll. Nach allen Bemühungen, einen anständigen Job zu finden, platzt ihm noch in derselben Nacht der Kragen beim Anblick seines fehlenden Rasens im Vorgarten. Er schnappt sich ein Messer und holt sich seine Grünfläche aus den Gärten seiner Nachbarn zurück. Dick Harper lässt sich nicht unterkriegen!

Mit einem Blick auf seine Kreditkartenabrechnung am nächsten Tag ist Dick klar, dass der einzige Weg aus der Misere herauszukommen nur noch ein illegaler sein kann – schließlich hat es mit dem Rasen auch geklappt. Mit dunkler Sonnenbrille, Kapuze und Wasserpistole ist er bereit, den nächstbesten Laden auszurauben – Jane findet die Vorstellung nur zu komisch und bietet an, den Fluchtwagen zu fahren. Nach drei weniger erfolgreichen Versuchen kommt ihm Jane schließlich erfolgreich zu Hilfe.

In den nächsten Tagen unternehmen Dick und Jane mit immer größerem Erfolg eine ganze Reihe von nächtlichen Raubzügen, mit denen sie ihren alten Lebensstandard wieder zurückerobern – sie stehlen Sushi und Latte Macchiato und schließlich auch ihren alten Plasmafernseher zurück – und ganz nebenbei werden damit auch fast vergessene Leidenschaften sexueller Natur geweckt. Das Leben könnte nicht schöner sein... Moment, an diesem Punkt waren wir ja schon mal...

Schon bald müssen sie erkennen, dass sie nicht die Einzigen sind, die durch Globodynes Untergang auf der schiefen Bahn gelandet sind: Einer von Dicks Kollegen und dessen Frau werden beim Überfall der Bank, die auch Dick und Jane gerade ins Visier genommen haben, verhaftet. Andere wiederum hat es noch härter getroffen – ganz zu schweigen von Frank Buscombe, der schwer dem Alkohol verfallen ist, wie Dick bei einer zufälligen Begegnung in seiner alten Stammbar feststellt. Und wer ist Schuld an allem? Jack McCallister, der – wie Buscombe verrät – den ganzen Coup von Anfang an geplant hat. Dick und Jane wird klar, dass der einzige Weg zurück in ihr altes Leben genau dort beginnt, wo Jack McCallister die gesamte Belegschaft zurückgelassen hat. Es wird Zeit für Rache – aber dafür müssen die drei Racheengel mehr Cleverness an den Tag legen, als sie erwartet haben...



LIEBE, LACHER, LANGFINGER


DICK UND JANE: ZU ALLEM BEREIT, ZU NICHTS ZU GEBRAUCHEN ist ein einfaches Märchen von zwei Menschen, die beim Festhalten am trügerischen amerikanischen Traum ihren gesunden Menschenverstand opfern.


Das Leben war für Dick Harper (Jim Carrey) und seine geliebte Ehefrau Jane (Téa Leoni) nie besser – ein sicheres Zeichen dafür, dass die Dinge nur schlechter werden können.


Fast 15 Jahre lang hat Dick geduldig darauf gewartet, Vizepräsident bei Globodyne zu werden. Endlich ist der Tag gekommen. Sein Boss, Jack McCallister (Alec Baldwin), verkündet ihm endlich seine Beförderung und seine Frau Jane kann ihren Job in einem Reisebüro aufgeben.


Aber die Party hat ein schnelles Ende. Globodyne und McCallister sind in einen gigantischen Unternehmensskandal verwickelt. Die Company geht den Bach runter und Dick bleibt zurück und hält die Fahne hoch, während sein Boss den Vorteil eines „vergoldeten Fallschirms“ nutzt. Eine Weile lang wartet Dick vergebens darauf, dass eine Konkurrenzfirma ihn aufnimmt. Mit einem Berg von Schulden und dem Gerichtsvollzieher im Nacken versucht Dick einen Job zu finden – irgendeinen Job. Die beste Position, die zu haben ist, ist die eines „Begrüßers“ im örtlichen, riesengroßen Einkaufszentrum. Jane beschließt, ebenfalls ihren alten Job wieder anzunehmen: Sie ermogelt sich einen Auftritt als Tae-Bo-Trainerin und versucht anschließend, Geld als Versuchskaninchen für eine neue, Botox-ähnliche Substanz zu verdienen.


Aber für diese neuen Jobs sind sie eindeutig nicht geschaffen und abgesehen davon sind diese angesichts ihrer finanziellen Situation nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Also sind sie gezwungen, eines ihrer Traumbesitztümer nach dem anderen, einschließlich ihres heiligen Plasmafernsehers, zu verkaufen.


Mit seiner Weisheit am Ende, schnappt Dick schließlich zu: Um wenigstens einen Teil seines früheren Lebens zurückzugewinnen, stiehlt er ein paar Rasenstücke aus Nachbars Garten, um seinen eigenen, kahl werdenden Rasen wieder aufzufrischen. Es dauert nicht lange, bis er und Jane eine ganze Reihe nächtlicher Raubzüge unternehmen, bei denen sie ihren sechsjährigen Sohn Billy in der Obhut ihrer vertrauenswürdigen Haushälterin Blanca lassen.


Eine Weile finden sie es ganz toll und sind gestärkt durch ihr neues Leben als moderne Bonnie und Clyde.


Aber bald stellen sie fest, dass es solchen und solchen Diebstahl gibt. Und sie entdecken, dass der Weg zurück in ihr altes Leben – und zu ihrem gesunden Menschenverstand – genau dort anfängt, wo Dicks skrupelloser Boss bei Globodyne ihn und seine Kollegen zurückgelassen haben.


Es ist Zeit für Rache!



DICK UND JANE STEHLEN SEHEN


Produzent Brian Grazer konnte sich dank seiner mehrfachen Zusammenarbeit mit Superstar Jim Carrey immenser Erfolge erfreuen. Ihre gemeinsamen Filme Liar Liar (Der Dummschwätzer, 1997) und How The Grinch Stole Christmas (Der Grinch, 2000) waren gigantische Box-Office-Hits und beide hielten seitdem stets Ausschau nach einem weiteren gemeinsamen Projekt.


Carrey und sein Management dachten über ein Remake der Komödie Fun With Dick and Jane (Das Geld liegt auf der Straße) mit Jane Fonda und George Segal aus dem Jahr 1977 nach, weil sie deren Themen auch heute noch für relevant hielten – eine familienorientierte Komödie, die von den Fallstricken der Jagd nach dem trügerischen amerikanischen Traum handeln, das Ganze vor dem Hintergrund massivster unternehmerischer Habgier. (Gemäß aktueller ökonomischer Studien verdiente der durchschnittliche Unternehmensleiter damals vierzig Mal so viel wie dessen durchschnittlicher Angestellter. Heute sind es beinahe 400-mal so viel.)


„Eines Tages kam Jim mit dieser tollen Idee zu mir, Fun With Dick and Jane auf den neuesten Stand zu bringen. Der Film hatte nicht nur ein großes komisches Potential, sondern schien auch geradewegs aus den Schlagzeilen zu kommen“, bemerkt Grazer. „Er fragte mich, ob ich Lust hätte, den Film zu produzieren, und ich ergriff die Gelegenheit.“


Während der Film aus seiner eigenen, zeitgemäßen Perspektive erzählt wird, spiegeln die Themen des Films gleichzeitig die großartigen Komödien der 1930er Jahre, des Goldenen Zeitalters Hollywoods, wider.


Carrey und Grazer hatten den Eindruck, dass das Projekt einen Regisseur brauchte, der die Slapstick- und die darunter liegenden satirischen Elemente des Films in eine Balance bringen konnte, ohne deren moralischen Aspekt aufzugeben. Sie wandten sich an Dean Parisot, der mit all diesen Elementen bereits erfolgreich bei der Sleeper-Hit-Komödie Galaxy Quest (Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall, 1999) jongliert hatte.


„Dean hat dieses unglaubliche Gespür für komödiantisches Timing“, beobachtet Grazer. „Er liebt es, sich ganz auf den Witz zu konzentrieren – und hat keine Scheu vor der Pointe. Und das macht alles noch viel lustiger. Du lachst schon die ganze Zeit und es wird zunehmend lustiger.“


„Als ich mich am Anfang mit allen wegen des Remakes des Films traf“, so Parisot, „war ich besonders interessiert daran, wie sich die Notlage dieses Paares heutzutage darstellen würde, zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Das Update dieser Story und der neue Kontext mit einem Desaster ähnlich des Skandals um den Energiekonzern Enron hatte meiner Meinung nach großes Potential für eine neue, originelle und sehr lustige Version des Stoffes.“


Der Aufbau der Story war ganz besonders verlockend für Parisot. „Hier war dieses Paar, das die Regeln befolgt und all die Dinge angehäuft hatte, die eine erfolgreiche amerikanische Familie definieren“, sagt er. „Sie haben hart gearbeitet und sind die Karriereleiter hochgeklettert. Sie bekamen einen hübschen Jungen, schickten ihn auf eine gute Schule, kauften ihr Traumhaus ... Sie hatten alles, auf das jeder von uns hofft. Natürlich haben sie sich dafür schwer verschuldet und Hypotheken aufgenommen – aber das war normal und würde sich erledigen, sobald Dick seine nächste Beförderung bekäme – die er glücklicherweise auch bekommt. Aber nur, um sie sechs Stunden später wieder zu verlieren, als seine Company mit einem Knall untergeht. Blöderweise hat Jane zu diesem Zeitpunkt bereits ihren Job in Erwartung von Dicks neuem Einkommen gekündigt. Wir sehen, wie sie arbeits- und glücklos alles verlieren. Sogar ihr Rasen wird gepfändet.“


Das komische Potential dieser Struktur war zu gut, um es an sich vorbeiziehen zu lassen, setzt Parisot fort. „Ich wusste, es würde ein Riesenspaß sein, dabei zuzusehen, wie Dick und Jane ihren Verstand verlieren und sich die kriminellen Unternehmer vorknöpfen, die sie in den Bankrott geführt haben.“


Bei der Suche nach der richtigen Jane dachten die Filmemacher an jemanden, der mit Carreys höchst vielseitigen und waghalsigen Improvisationen Szene für Szene mithalten konnte. „Sie musste die Gewandtheit einer Slapstickkomödiantin haben und die richtige Chemie mit Jim, damit das Publikum glaubt, dass Dick und Jane seit zehn Jahren glücklich verheiratet sind“, so Grazer.


„Téa war die perfekte Kandidatin“, erklärt Carrey, „nachdem ich sie in ihrer komödiantischen Rolle in Flirting With Disaster (Flirting With Disaster – Ein Unglück kommt selten allein, 1996) gesehen hatte und sie unglaublich fand. Sie ist einer der besten Schauspielerinnen unserer Zeit. Also würde sie Glaubwürdigkeit in die Beziehung bringen. Sie hat einen Abenteurergeist und eine nervöse Verwundbarkeit, die sie so aufregend und sexy, aber auch liebenswert macht.“


Grazer fügt hinzu: „Téa ist als Komödiantin außerdem ausdauernd, und das muss man sein, wenn man mit Jim arbeitet. Du musst nicht nur die Bälle auffangen, die er dir zuspielt, sondern auch einige zurückfeuern – weil er dann am besten ist.”


„Das Verblüffende an der Arbeit mit Jim ist, dass der größte Teil meines Jobs darin besteht, die Szene zu strukturieren und dann zurückzutreten und zuzusehen, wie er sie spielt“, erklärt Parisot. „Daneben Téa zu haben, die auf ihre eigene sehr originelle und lustige Art und Weise überallhin folgen konnte, war ein riesiger Bonus. Sie arbeiteten wirklich gut als komödiantisches Paar zusammen. Ihre Chemie war absolut perfekt. Sie ergänzen sich. Jim hat die Fähigkeit, sich in Sekundenschnelle auf veränderte Situationen einzustellen und alles Mögliche aus unterschiedlichen Perspektiven auszuprobieren und dabei konnte Téa ihm immer folgen. Es war fast so, als ob sie schon seit Jahren zusammengewesen wären.“


Für Leoni war DICK UND JANE: ZU ALLEM BEREIT, FÜR NICHTS ZU GEBRAUCHEN ein Crashkurs in Sachen Improvisationskomödie. Sie und Carrey trafen sich nur eine Woche vor Beginn der Dreharbeiten und hatten wenig Zeit für Proben. „Ich war panisch“, lacht sie. „Für mich sind Dreharbeiten ohne Proben wie der erste Schultag, an dem dir jemand sagt, dass du keinen Schlüpfer anhast. Aber dadurch war alles auch sehr aufregend.“


Sie führt fort: „Ich hatte Glück mit diesem Film, weil Jim und ich vom ersten Tag an einen gemeinsamen Rhythmus fanden. Wir konnten aus einem winzigen Bröckchen fünf oder zehn Minuten herausholen. Es war, als hättest du jemanden gefunden, mit dem du aus einer bestimmten Sache ein Riesenkapital schlagen kannst.“


Eine Szene, in der Dick und Jane einen Überfall verkleidet als Sonny und Cher planen, ist wegen ihrer verrückten Entwicklung eine von Leonis Lieblingsszenen. „Ursprünglich sollte ich Cher sein“, erklärt sie, „aber da Jim 1,86 m groß ist, machte es Sinn, dass er Cher war. Was mich etwas verwundert hatte, waren die Kostüme von Bob Mackie (der viele von Sonny und Chers Outfits entworfen hatte): Ich passte perfekt in Sonnys Kostüm – es waren keine Änderungen nötig.“


Die natürliche Chemie zwischen Leoni und Carrey half auch bei der Darstellung von Dick und Janes neu belebtem Sexleben, erwähnt Parisot. „Als sie damit beginnen, Banken auszurauben, verbringen sie mehr Zeit zusammen und sie tun etwas zusammen als Paar, das etwas Wildes und fast sexuell Erregendes an sich hat. Sie fühlen sich schuldig sind aber gleichzeitig auch sehr angetan davon.“


Grazer fügt hinzu: „Nachdem Dick und Jane alles verloren haben, gibt es diese Leere in ihrem Leben. Sie sind gezwungen, wieder erfinderisch zu werden. Als sie mit den Banküberfällen beginnen, werden diese zur sexuellen Stimulation, weil sich beide plötzlich wieder lebendig fühlen. Sie genießen den Moment und denken nicht an einen zukünftigen Event wie z.B. den Kauf eines schicken Autos oder eines sprechenden Toasters.“


Zur Unterstützung von Carrey und Leoni versammelten die Filmemacher hervorragende Nebendarsteller, darunter Alec Baldwin und Richard Jenkins („Six Feet Under“).


Es war die Besetzung von Alec Baldwin, die der Schlüssel zu der überzeugenden Darstellung eines der Hauptthemen der Story wurde: Nämlich der freundlichen Fassade unternehmerischer Korruption. Die Filmemacher brauchten jemanden mit angeborener Intelligenz und Gesetztheit, um den Kopf eines Milliarden-Dollar-Unternehmens zu spielen, und jemanden, der gleichzeitig einen formidablen Gegenspieler für Carreys Figur auf der Leinwand abgeben würde.


Carrey bemerkt: „Alec ist einer der Schauspieler, mit denen ich schon immer mal arbeiten wollte. Bei allem, was er tut, legt er sehr viel kreative Energie an den Tag. Er war einer der besten Gastgeber von ,Saturday Night Live‘, die es je gab. Ich war ein großer Fan seiner Komödien bis hin zurück zu Miami Blues (Miami Blues, 1990) und seiner wunderbar verdrehten komödiantischen Performance. Er ist außerdem sehr attraktiv und hat diese Wahnsinnsstimme... oops!“


Baldwin sagt über seine Figur: „Dieser Typ, der ein Einkommen von ein paar Millionen Dollar hat – oder dessen Meinung nach von ein paar lausigen Millionen –, hat etwas Faszinierendes. Er hat ein Spesenkonto, das so hoch ist, dass er nicht einen Cent seines eigenen Geldes ausgeben muss. Außerdem bekommt er ein außerordentliches Aktienpaket. Und als Sahnehäubchen entscheidet er auch noch, dass es notwendig ist, ein paar hundert Extra-Millionen von der Company zu klauen. Sie haben diesen künstlich aufgeblasenen Lebensstil und offensichtlich sind alle Perspektiven verloren. Als ich sah, dass Dennis Koslowski (der ehemalige Geschäftsführer von Tyco International) einen Schirmständer von 6.000 Dollar besitzt, wusste ich, dass wir ins Römische Zeitalter zurückkehren. Es war einfach so vulgär.“


Baldwin bemerkt, dass es heute ein paar Leute gibt, die fürs Kino arbeiten, die die Fähigkeit haben, diese Art von Komödie funktionieren zu lassen, ohne dass alles albern oder selbstgefällig wird. „Jim ist die lustigste Person des Filmgeschäfts, nicht nur, weil er verdammt clever und endlos begabt ist, sondern auch, weil seine Komödien ein großes Herz haben. Es gibt andere lustige Leute, aber einige haben eher eine Boshaftigkeit und ihre Komödien gehen auf das Konto anderer Menschen in dem jeweiligen Film. In Jims Fall ist es nichts von alledem. Er ist ein origineller und einfallsreicher Typ, er braucht das nicht.“


Die Nebenhandlung des Films, die reif für eine komödiantische Abhandlung war, handelt davon, wie unternehmerische Habgier in schwindelnde Höhen gewachsen ist. Dazu erklärt eine Coverstory des Los Angeles Times Magazine und dessen Ausgabe vom 17. Oktober 2004 mit dem Titel „The New Executive Class“: „Eine Studie des Institute for Policy Studies stellt fest: Wenn das Jahreseinkommen gewöhnlicher Angestellter seit 1990 mit der gleichen Rate gewachsen wäre wie das der Geschäftsführer, würden sie heute 75.338 Dollar anstatt der tatsächlichen 26.899 Dollar mit nach Hause bringen. An die Inflation angepasst, ist das kaum mehr als das, was sie 1980 verdient haben.“


Seit den 1980er Jahren kamen wechselseitige Fonds und institutionelle Investoren in die Kontrolle großer Einheiten von Aktien und sie wollten schnelle Auszahlungen. Sie übten Druck auf die Vorstände der Unternehmen aus, die darauf mit schnellen Lösungen von extern geholten Leuten reagierten. Diese „Retter“ wurden mit höheren und noch höheren Abfindungen und dem Versprechen eines „goldenen Fallschirms“ gelockt, für den Fall, dass ihre Methode nicht funktionieren sollte.


„Dick und Jane werden Opfer dieser Unternehmenshabgier. Die ,kleinen Leute‘ sind diejenigen, die mit nichts zurückbleiben, während die oberen Ränge unversehrt bleiben“, sagt Parisot. „Schließlich wird es Dicks und Janes Job, für diejenigen einzustehen, die das kürzere Ende des Deals gezogen hatten.“


Die Parallelen zwischen Dick und Janes Diebstählen und denen von Dicks Bossen entgingen Carrey nicht, der die Handlungen seiner Figur nicht als Vergeltung für seine jahrelange Loyalität in seinem Job rechtfertigt. „Dick und Janes Diebstähle rühren von ihrem Bedürfnis her, ihren Lebensstil aufrechtzuerhalten und sind eine Art Rebellion“, sagt Carrey. „Jack McCallister stiehlt aus dem Bedürfnis nach Weltherrschaft heraus, aber beides ist dieselbe Medaille, nur mit verschiedenen Seiten. Beide sind besorgt darüber, wie sie von anderen Egos angesehen werden. Es ist das Bedürfnis, als Gewinner dazustehen.“


Aber schließlich „geht alles vor ihnen in Rauch auf“, sagt Parisot. „Und nachdem sie wieder bei Sinnen sind, erkennen sie, dass der beste Weg, alles zurückzubekommen, was sie verloren haben, darin besteht, all die anderen Leute zu rächen, mit denen Dick gearbeitet hat und die ebenfalls alles verloren haben, während ihr Boss mit seinen Millionen und seinem verschwenderischen Lebensstil die Fliege gemacht hat.“


„Das Vizepräsident-Abzeichen, das Dick einen Tag lang getragen hat, war nur ein weiteres Besitzgut wie ein schicker Toaster oder ein neues Auto. In seinem Kopf definierte es ihn“, sagt Grazer. „Es ist ein schwerer Schlag, als er es wieder verliert, aber seine Vorgesetzten kommen trotzdem gut aus der Sache heraus. Also beschließt er letztendlich, dass er etwas daran ändern will. Und diese Entscheidung hilft nicht nur ihm, sein Leben und seine Familie zurückzubekommen, sondern es hilft auch vielen seiner Kollegen genauso, die ebenfalls ruiniert wurden.“


DICK UND JANE: ZU ALLEM BEREIT, ZU NICHTS ZU GEBRAUCHEN wurde komplett in Südkalifornien gedreht. Zuerst auf einem Set in Rancho Palos Verdes mit einer Unterteilung von zwölf Häusern, die für Dick und Janes Nachbarschaft konstruiert wurden. Die Location beherbergte einst den früheren Marineland-Vergnügungspark (der in den späten 1980ern geschlossen wurde) und die Produktion drehte dort sechs Wochen lang. Vieles davon im Harper-Haus, das eine komplette Einrichtung besaß und einen Garten mit Swimmingpool. Zu den anderen Locations gehörten ein Haus im Los Angeles’ Hancock Park, in dem Janes Vater lebt – das interessanterweise auch für Carreys ersten Film Once Bitten (Einmal beißen bitte, 1985) verwendet wurde. Bei dem Fitness-Club, in dem Jane Tae Bo „unterrichtet“, handelt es sich um 24-Hour Fitnessstudio in Woodland Hills im San Fernando Valley, während McCallisters schicker Wohnsitz hoch in den Hügeln über Malibu liegt.

DIE DARSTELLER


JIM CARREY (Dick Harper)


Jim Carrey steht als nächstes für New Lines Psychothriller The Number 23 (2006) unter der Regie von Joel Schumacher vor der Kamera. Danach wird eine Rolle neben Ben Stiller in der 20th-Century-Fox-Komödie Used Guys folgen, den Jay Roach inszenieren wird.


Zuletzt spielte Carrey den Grafen Olaf in Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events (Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse, 2005) und in dem hochgelobten Drama Eternal Sunshine of the Spotless Mind (Vergiss mein nicht, 2004) neben Kate Winslet. Davor war er in dem Komödienhit Bruce Almighty (Bruce Allmächtig, 2003) zu sehen, der weltweit über 470 Millionen Dollar einspielte und einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 2003 wurde. Der Filme brachte Carrey erneut mit Regisseur Tom Shadyac zusammen, mit dem er bereits an Ace Ventura: Pet Detective (Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, 1994) und Liar Liar (Der Dummschwätzer, 1997) zusammengearbeitet hatte sowie mit Drehbuchautor Steve Oedekerk, der Ace Ventura: When Nature Calls (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild, 1995) geskriptet hatte.


2001 hatte Carrey die Hauptrolle in Regisseur Frank Darabonts The Majestic (The Majestic, 2001). 2000 hatte er die Ehre, in dem erfolgreichsten Film des Jahres, How the Grinch Stole Christmas (Der Grinch, 2000) zu spielen, der ihm eine Golden Globe-Nominierung als Bester Schauspieler in einem Musical oder einer Komödie, sowie einen People’s Choice Award in der Kategorie Favorite Motion Picture Star in a Comedy einbrachte.


Im Sommer 2000 fand Carreys Wiedervereinigung mit den Regisseuren Peter und Bobby Farrelly für die romantische Komödie Me, Myself and Irene (Ich, beide und sie, 2000) statt. Für sein Porträt eines Mannes mit gespaltener Persönlichkeit wurde er mit einer Nominierung für den MTV Award für die Beste Komödiantische Performance belohnt. Er gewann im selben Jahr eine Golden Globe für sein Porträt des Komikers Andy Kaufman in dem Biopic Man on the Moon (Der Mondmann, 1999) und wurde zugleich zum männlichen Star des Jahres bei der ShoWest ernannt.


Zuvor hatte Carrey bereits einen Golden Globe als Bester Schauspieler in einem Motion Picture Drama für seine Rolle in dem hochgelobten The Truman Show (Die Truman Show, 1989) erhalten. Zu seinen weiteren Golden Globe-Nominierungen als Bester Schauspieler in einem Musical oder einer Komödie gehören seine Rollen in Liar Liar und The Mask (Die Maske, 1994).


Geboren am 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario, wusste Jim Carrey schon im Alter von drei Jahren, dass er Künstler werden wollte. Mit 15 machte sich Carrey auf den Weg nach Toronto, um in dem berühmten Comedy-Club Yuk Yuks aufzutreten. In den folgenden zwei Jahren trat er in Clubs in ganz Kanada auf. 1981, im Alter von 19, packte er seine Koffer und zog nach Los Angeles. Carrey wurde sofort ins Ensemble von Mitzi Shore’s Comedy Store aufgenommen und zog die Aufmerksamkeit der Comedy-Legende Rodney Dangerfield auf sich, der von dem jungen Komiker so beeindruckt war, dass er mit ihm gemeinsam auf Tournee ging.


1982 wurde Carrey für die MTM-Serie „Duck Factory“ besetzt. Obwohl die Serie nur 13 Wochen lief, hinterließ Carreys Arbeit bleibenden Eindruck. Im darauf folgenden Jahr landete er eine Rolle in Once Bitten (Einmal beißen bitte, 1985) mit Lauren Hutton. Darauf folgten Parts in Francis Ford Coppolas Peggy Sue Got Married (Peggy Sue hat geheiratet, 1986) und in der Geena-Davis-Komödie Earth Girls Are Easy (Mein Liebhaber vom andern Stern, 1988). 1988 lieferte Carrey einen kurzen, aber unvergesslichen Auftritt als Johnny Squares, dem selbstzerstörerischen Rockstar in Clint Eastwoods The Dead Pool (Dirty Harry V – Das Todesspiel, 1988).


1990 ergänzte Carrey das Ensemble von Fox Televisions Komödienhit „In Living Color“. Im November des darauf folgenden Jahres erhielt sein erstes Showtime-Special „Jim Carrey’s Unnatural Act“ begeisterte Kritiken. Dem Erfolg des Specials folgte eine Hauptrolle in Foxs für den Emmy nominiertem Film der Woche „Doing Time on Maple Drive“ als Alkoholiker, der versucht, sein Leben wieder unter Kontrolle zu bringen.


1994, nach mehreren erfolgreichen Staffeln „Living Color“, kehrte Carrey erneut in der Titelrolle des Ace Ventura: Pet Detective auf die Leinwand zurück. Der Film machte ihn über Nacht zur Sensation und war der Überraschungshit des Jahres. Im Sommer 1994 ließ er diesem Erfolg den Fantasy-Actioner The Mask, basierend auf der Dark-Horse-Bestseller-Comic-Buch-Reihe gleichen Namens folgen. Der Film spielte in den USA mehr als 100 Millionen Dollar ein. Im selben Jahr war er neben Jeff Daniels in einem weiteren Filmhit zu sehen, in der Farrelly-Brüder-Satire Dumb and Dumber (Dumm und Dümmer, 1994).


Carrey spielte den Riddler in dem Blockbustersequel Batman Forever (Batman Forever) aus dem Jahr 1995. Im selben Jahr nahm er noch einmal die Rolle des unerschrockenen Tierarzt-Detektivs in Ace Ventura: When Nature Calls an und spielte danach in Columbia Pictures’ The Cable Guy (Cable Guy – Die Nervensäge, 1996). Sein nächster großer Hit war Liar, Liar, der in den USA mehr als 180 Millionen Dollar einspielte. In Würdigung der drei Komödien wurde er zum NATO/ShoWest’s Comedy-Star des Jahres gewählt.



TÉA LEONI (Jane Harper)


Téa Leoni ist eine Schauspielerin von außerordentlicher Wandelbarkeit und mit großem Charme und hat eine beeindruckende Reihe von Charakteren auf der Leinwand verkörpert. Zuletzt war sie neben Adam Sandler in James L. Brooks’ Film Spanglish (Spanglisch, 2004) für Columbia Pictures zu sehen, außerdem in David Duchovnys Debüt als Autor und Regisseur, House of D (2004). Sie wird die Ensemblekomödie Miss Captivity, einen Film über eine schöne Gefängniszelleninsassin, produzieren und auch eine Rolle darin übernehmen. Zu ihren weiteren letzten Rollen gehören People I Know (Im inneren Kreis, 2004) mit Al Pacino und Kim Basinger, Woody Allens Hollywood Ending (2002) und Jurassic Park III (Jurassic Park III, 2001).


2000 spielte Leoni neben Nicolas Cage in The Family Man (2000). Der Film erzählt die Geschichte eines Investmentbankers, gespielt von Nicholas Cage, der die Liebe für seine Karriere verraten hat. Eines Tages wacht er auf und findet sich selbst in dem Leben wieder, dass er gehabt hätte, wenn er seine College-Liebe, gespielt von Leoni, geheiratet hätte. 1998 übernahm Leoni eine Rolle in einem der erfolgreichsten Filme des Jahres, Deep Impact (Deep Impact, 1998), mit Morgan Freeman und Vanessa Redgrave.


Leoni ist bekannt für ihre hochgelobte Rolle in der Sitcom „The Naked Truth“. Darin spielte sie eine ehemalige Dame der Gesellschaft und Fotojournalistin, die gezwungen ist, einen Job als Paparazzifotografin anzunehmen. Vor „The Naked Truth“ spielte Leoni eine flamboyante und unberechenbare Schönheit in der Fox-Comedy-Serie „Flying Blind“. Außerdem stand sie für den Fox-Fernsehfilm „The Counterfeit Contessa“ neben D.W. Moffett und Holland Taylor vor der Kamera.


1996 war Leoni Teil des Ensembles des Komödienhits Flirting with Disaster (Flirting with Disaster – Ein Unheil kommt selten allein, 1996) mit Ben Stiller, Mary Tyler Moore und George Seagal.


Leoni wurde in New York City geboren. Ihr Interesse an der Schauspielerei wurde durch den Einfluss ihrer Großmutter geweckt, einer früheren Broadway-Schauspielerin. Wegen ihres Hangs zur Melodramatik bekam Leoni den Spitznamen „Sarah Bernhardt“. Sie verfolgte ihr Talent nicht umgehend, sondern studierte zunächst Anthropologie und Psychologie am Sarah Lawrence und nahm dann eine Auszeit, während der sie in Tokio, Italien und auf St. Croix lebte. Nach ihrer Rückkehr nach New York besuchte sie ihr erstes Vorsprechen.


Unter Tausenden von Schauspielerinnen aus dem ganzen Land landete Leoni eine der begehrten Rollen in „Angels‚ 88“, einem „Charlie’s Angels“-Spin-Off. Nachdem sie für die Serie nach Los Angeles umgezogen war, begann Leoni mit dem Schauspielstudium, während sie auf ihren Vertrag wartete. Sie war dann in Filmen wie Switch (Switch – Die Frau im Manne, 1991), A League of Their Own (Eine Klasse für sich, 1992), Wyatt Earp (Wyatt Earp – Das Leben einer Legende, 1994) und Bad Boys (Bad Boys – Harte Jungs, 1995) zu sehen.


Leoni lebt in Los Angeles.



Alec Baldwin (Jack McCallister)


Alec Baldwin ist das älteste Mitglied der Schauspielbrüdertruppe, zu der außerdem Daniel, William und Stephen Baldwin gehören. Er wurde am 3. April 1958 geboren und wuchs in Massapequa, Long Island auf, wo sein Vater 28 Jahre lang als Lehrer arbeitete und seine Mutter sechs Kinder groß zog, nämlich neben den Brüdern auch seine Schwestern Beth und Jane. Baldwin besuchte die George Washington University und bereitete sich eigentlich auf ein Jurastudium vor, als er als Mutprobe für das Undergraduate Drama Program der New York University vorsprach. Er wurde angenommen und startete 1979 das, was sein Beruf werden sollte. 1980 wurde er für die Nachmittagsserie „The Doctors“ bei NBC besetzt, danach hat er seitdem in beinahe allen Bereichen eine Rolle gespielt. Sei es regionales Theater oder „Saturday Night Live“, Blockbuster, Broadway-Literatur-Festivals oder TV-Mehrteiler – Baldwin hat stets versucht, seine Liebe zur Kommunikation mit seinem Publikum mit den Anforderungen einer Profikarriere in Einklang zu bringen.


Am Broadway war Baldwin zuletzt 2004 neben Anne Heche in der Wiederaufführung von Hecht und MacArhtur’s „The Twentieth Century“ unter der Regie von Walter Bobbie mit der Roundabout Theatre Company zu sehen. Für die Wiederaufführung von Tennessee Williams’ „A Streetcar Named Desire“ wurde er 1992 für einen Tony Award nominiert; außerdem erhielt er Nominierungen für einen Emmy und einen Golden Globe für die Fernsehproduktion des Stückes. 1991 gewann er einen Obie Award für die Off-Broadway-Produktion von Craig Lucas’ „Prelude to a Kiss“ und 1986 einen Theatre World Award für seine Rolle in Joe Ortons „Loot“ am Broadway. Er stand des Weiteren am Broadway in Caryl Churchills „Serious Money“ auf der Bühne. Zu seinen weiteren Bühnenauftritten gehören David Mamets „A Life in the Theatre” beim Williamstown Theatre Festival und Ira Lewis’ „Gross Points” am Bay Street Theatre in Sag Harbor, New York.


Zu Baldwins Filmcredits gehören unter anderem The Hunt for Red October (Jagd auf ,Roter Oktober‘, 1990), Miami Blues (Miami Blues, 1990), Prelude to a Kiss (Bodyswitch – Verhexte Küsse, 1992), Malice (Malice – Eine Intrige, 1993), The Shadow (Shadow und der Fluch des Khan, 1994), Glengarry Glen Ross (Glengarry Glen Ross, 1992), Heaven’s Prisoners (Mississippi Delta – Im Sumpf der Rache, 1996), Ghosts of Mississippi (Das Attentat, 1996), The Edge (Auf Messers – Rivalen am Abgrund, 1997), Pearl Harbor (Pearl Harbor, 2001) und Cat in the Hat (Ein Kater macht Theater, 2003). 2004 erhielt Baldwin den Preis für den Besten Nebendarsteller vom National Board of Review und eine Nominierung für den Oscar® als Bester Nebendarsteller für seine Rolle in Wayne Kramers The Cooler (The Cooler, 2003). 2004 war Baldwin in The Last Shot (2004) neben Matthew Broderick, Toni Collette, Calista Flockhart und Tony Shaloub zu sehen und in der Rolle des Pan-Am-Bosses Juan Trippe in Martin Scorseses The Aviator (Aviator, 2004). In diesem Jahr spielte er in Cameron Crowes Elizabethtown (Elizabethtown, 2005).


Als nächstes stehen für Baldwin Filme wie The Departed (2006) von Martin Scorsese, Running with Scissors (2006), Lymelife (2005), Brooklyn Rules (2005) und Mini’s First Time (2005) an.


Baldwins Produktionsgesellschaft El Dorado Pictures hat für Cinemax The Confession (Das Geständnis, 1999) koproduziert, (der 2000 den Writers Guild Award für David Blacks adaptiertes Drehbuch gewann), die TNT-Serie „Nuremberg: Infamy on Trial“, State and Main (2000), eine Kinokomödie, geschrieben und inszeniert von David Mamet, und TNT Productions’ „Second Nature“ mit Powers Boothe.


Baldwin nimmt als Unterstützer verschiedener öffentlicher und politischer Interessen kein Blatt vor den Mund, wenn es um Umweltschutz geht, die Kunstförderung durch die Regierung, Kampagnen für Finanzreformen, Rechte der Tiere und Waffenkontrollen. Er sitzt im Board der Directors of The Bay Street Theatre (Sag Harbor, New York), der New York University/Brennan Center for Justice Program Advisory Board, der People For The American Way und dem Carol M. Baldwin Breast Cancer Research Fund, der in Erinnerung an seine Mutter gegründet wurde. Er unterstützt People for the Ethical Treatment of Animals (PETA) und The Performing Animal Welfare Society (PAWS), außerdem engagierter Förderer des East Hampton Daycare Center.


Baldwin ist Absolvent der New York University (BFA, Tisch School of the Arts). Er hat eine Tochter, Ireland Eliesse.



RICHARD JENKINS (Frank Bascombe)


Richard Jenkins ist dem Publikum seit den letzten vier Jahren als einer der Stars der HBO-Serie „Six Feet Under“ bekannt. Als dahingeschiedener Familienvater des Fisher-Clans weilt Nathaniel Fisher zwar nicht länger auf dieser Welt, aber er kehrt immer noch zurück, um seiner Witwe und seinen Kindern Besuche abzustatten.


Jenkins hat sich mit den Jahren mit einer höchst beeindruckenden Liste an Credits im Filmbusiness etabliert. Zu seinen aktuelleren Arbeiten gehören Intolerable Cruelty (Ein (Un)möglicher Härtefall, 2003), I Huckabees (I Huckabees, 2004), Cheaper By The Dozen (Im Dutzend billiger, 2003) und Shall We Dance? (Darf ich bitten?, 2004). Er stand zweimal für die Farrelly-Brüder vor der Kamera: in There’s Something About Mary (Verrückt nach Mary, 1998) und (mit Jim Carrey) in Me, Myself and Irene (Ich, beide und sie, 2000). Er arbeitete mit Téa Leoni bei Flirting With Disaster (Flirting With Disaster – Ein Unheil kommt selten allein, 1996), für den er 1996 für einen Independent Spirit Award nominiert wurde.


Zu seinen weiteren Filmen gehören The Mod Squad (Mod Squad – Cops auf Zeit, 1999), One Night at McCool’s (Eine Nacht bei McCool’s, 2001), Absolute Power (Absolute Power, 1997), The Indian and The Cupboard (Der Indianer im Küchenschrank, 1995), Trapped in Paradise (Schneesturm im Paradies, 1994), It Could Happen To You (2 Millionen Dollar Trinkgeld, 1994), How To Make an American Quilt (Ein amerikanischer Quilt, 1995), What Planet Are You From? (Good Vibrations – Sex vom anderen Stern, 2000) und The Witches of Eastwick (Die Hexen von Eastwick, 1987).


Auf dem Bildschirm war Jenkins in den Fernsehfilmen „Into Thin Air: Death on Everest”, „The Boys Next Door“ und in „And The Band Played On“ zu sehen.


Seit vier Jahren ist Jenkins künstlerischer Leiter der Trinity Repertory Company in Providence, Rhode Island.


ÜBER DIE FILMEMACHER


DEAN PARISOT (Regie)


Dean Parisot ist ein Filmemacher, der problemlos sowohl ein hohes Niveau an Energie und Lachern als auch an einnehmenden Charakteren und Storylines in seinen Filmen aufrecht hält. Parisot ist eine zuverlässige, kreative Kraft, deren Wurzeln im Genre sozialkritischer Komödien beim Publikum immer gut ankommen. Seine komödiantische Stimme hat viele Projekte gefärbt, sowohl auf der großen Leinwand als auch auf dem Bildschirm. Seine vielseitige Liste kommender Projekte unterstreicht neben den Komödien seine Liebe für humorvolle Dramen.


Vor DICK UND JANE: ZU ALLEM BEREIT, FÜR NICHTS ZU GEBRAUCHEN inszenierte Parisot den Sci-Fi-Komödien-Sleeper-Hit Galaxy Quest (Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall, 1999) mit Tim Allen, Sigourney Weaver, Alan Rickman und Sam Rockwell. Der Film, der Weihnachten 1999 in die Kinos kam, spielte mehr als 70 Millionen Dollar am einheimischen Boxoffice ein. Sein Kinodebüt Home Fries (Verliebt in Sally, 1998) mit Drew Barrymore, startete 1998 und stellte Luke Wilson dem Publikum vor.


Neben seiner Arbeit fürs Kino war Parisot häufig fürs Fernsehen tätig. Zu seinen Credits gehören die Pilotfilme für die Serien „Monk“ und „The Job“ sowie „The Conversation“, „The Marshall“ und „Bakersfield P.D.“. Außerdem inszenierte er u.a. Episoden von „ER“, „Northern Exposure“, „Under Suspicion“, „Arresting Behavior“, „Get a Life“, „The Tick“ und „Curb Your Enthusiasm“. Parisot war des Weiteren Ko-Autor des Fernsehfilms „Still Life“ und gewann zwei Cable Ace Awards, darunter den für das HBO-Comedy-Special „Kathy & Mo“.


Bevor er seine Karriere in Film und Fernsehen startete, führte Parisot Regie bei mehreren Kurzfilmen. Sein erster Kurzfilm Tom Goes to the Bar (Tom geht in die Kneipe, 1985) erhielt nicht nur den Beifall der Kritiker sondern auch den Hauptgewinn des Goldenen Bären bei der Berlinale. Sein nächster Kurzfilm, The Appointments of Dennis Jennings (1988) mit Steven Wright, bestätigte seine Zukunft in Hollywood: Er gewann 1989 einen Academy Award® 1989 für den Besten Live Action Short Film.


Geboren in Wilton, Connecticut, und ausgebildet an der Tisch School of the Art der New York University, nahm Parisot am prestigeträchtigen „June Praktikum“ des Sundance-Instituts teil.


Parisot lebt derzeit in Los Angeles.



Judd Apatow (Drehbuch)


Judd Apatow gehört zu den profiliertesten jungen Autoren und Produzenten der Entertainment-Industrie. Er kann nach seinen bislang 15 Jahren als Hollywood-Autor auf eine beeindruckende Liste von Credits verweisen. Er wurde für seine Arbeit an der Fernsehserie „The Ben Stiller Show“ mit einem Emmy Award geehrt und erhielt fünf Nominierungen für „The Larry Sanders Show“.


Geboren in Syosset, New York, entwickelte Apatow im Alter von acht Jahren eine Leidenschaft für die Marx-Brothers. Nachdem er frühe Episoden von „Saturday Night Live“ gesehen hatte, strebte er eine Karriere als Komiker an. Während der Highschool kreierte Apatow eine Radiosendung, die ihm die Möglichkeit gab, Comedians zu interviewen, die in örtlichen Clubs auftraten, darunter Steve Allen und Harry Anderson sowie die damals noch unbekannten Jay Leno, Jerry Seinfeld und Paul Reiser. Dies verstärkte seine Ambitionen und am Ende seines Senior-Jahres in der Highschool begann er mit Auftritten als Stand-Up-Comedian in verschiedenen Clubs.


Nachdem er die Filmschule der Universität von Südkalifornien abgebrochen hatte, setzte er seine Komikerkarriere bis 1992 fort. Das „HBO Young Comedians Special“ war sein letzter Auftritt als Stand-Up-Comedian. In den Jahren seiner Auftritte hatte Apatow außerdem damit begonnen, Gags für andere Comedians zu schreiben, darunter Roseanne, Tom Arnold, Garry Shandling und Jim Carrey. Anschließend koproduzierte er Cable-Specials für Roseanne, Arnold, Carrey und Colin Quinn.


Bald arbeitete Apatow auch für Fernsehserien. Er gehörte zu den Erfindern und war ausführender Produzent der satirischen Fox-Comedy-Serie „The Ben Stiller Show“. Obwohl die hochgelobte Sendung nach nur zwölf Episoden abgesetzt wurde, wurde sie ein paar Monate später von der Fernseh-Akademie mit einem Emmy for Outstanding Individual Achievement in Writing in a Variety or Music Program bedacht. Mit dem Emmy in der Tasche kam Apatow 1993 als Autor und beratender Producer zur „Larry Sanders Show“, danach zeichnete er als ausführender Koproduzent für die letzte Staffel der Show verantwortlich. Apatow war außerdem beratender Producer bei der Animationsserie „The Critic“ sowie ausführender Produzent der hochgelobten und mit dem Emmy Award ausgezeichneten Serie „Freaks and Geeks“. Des Weiteren kreierte er und war ausführender Produzent bei der Fox-Fernsehsendung „Undeclared“.


Für die große Leinwand zeichnet Apatow als ausführender Produzent und Ko-Autor von Heavyweights (Pfundskerle, 1995) und Celtic Pride (Das große Basketball-Kidnapping, 1996) verantwortlich. 2004 produzierte er die Will-Ferrell-Komödie Anchorman: The Legend of Ron Burgundy (Der Anchorman – Die Legende von Roy Burgundy, 2004) und war ausführender Produzent von Kicking and Screaming (2005) ebenfalls mit Ferrell. Außerdem inszenierte und produzierte er The 40-Year-Old Virgin (Jungfrau (40), männlich, sucht..., 2005) mit Steve Carell, mit dem er gemeinsam das Drehbuch schrieb. Als nächstes wird er Ferrells noch unbetitelte NASCAR-Komödie für Columbia Pictures produzieren.


Apatow lebt mit seiner Frau, der Schauspielerin Leslie Mann, und ihren Töchtern Maude und Iris in Los Angeles.



NICHOLAS STOLLER (Drehbuch)


Nicholas Stoller war Autor von Fernsehserien wie „Charlie Lawrence“, „Undeclared“ und „Strangers with Candy“. Mit DICK UND JANE: ZU ALLEM BEREIT, ZU NICHTS ZU GEBRAUCHEN verdiente er sich seinen ersten Credit als Drehbuchautor für einen Kinofilm.





BRIAN GRAZER (Produktion)


Academy-Award®-Gewinner Brian Grazer zeichnet seit mehr als zwei Jahrzehnten als Produzent für Kinofilme und Fernsehsendungen verantwortlich. Sowohl als Autor als auch als Produzent wurde er für drei Academy Awards® nominiert. 2002 gewann er den Oscar® für den Besten Film für A Beautiful Mind (A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn, 2001). Neben drei weiteren Academy Awards® erhielt A Beautiful Mind außerdem vier Golden Globes (darunter der Preis für Best Motion Picture Drama) und brachte Grazer den ersten seitdem jährlich vergebenen Awareness Award der National Mental Health Awareness Campaign ein.


Mit den Jahren wurden Grazers Filme und Fernsehshow für insgesamt 39 Oscars® und 64 Emmys nominiert. Gleichzeitig spielten seine Filme mehr als 11,2 Milliarden Dollar am weltweiten Box-Office der Kinos, Schallplatten- und Videoindustrie ein. Angesichts dieser Kombination von kommerziellen und künstlerischen Leistungen honorierte die Producers Guild of America 2001 Grazer mit dem David O. Selznick Lifetime Achievement Award. Seine Fähigkeiten wurden außerdem von der Hollywood Chamber of Commerce anerkannt, die Grazer 1998 auf die Liste der Produzenten nahmen, die einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame erhalten. Am 6. März 2003 feierte die ShoWest Grazers Erfolg mit der Verleihung ihres Lifetime Achievement Award. Am 14. November 2005 wurde Grazer in Los Angeles vom Fulfillment Fund geehrt.


Neben A Beautiful Mind gehört zu Grazers Filmen auch Apollo 13 (Apollo 13, 1995), für den er den Producers Guild’s Daryl F. Zanuck Motion Picture Producer of the Year Award erhielt sowie eine Oscar®-Nominierung für den Besten Film im Jahr 1995. Des Weiteren produzierte er Splash (Splash – Eine Jungfrau am Haken, 1984), für den er als Ko-Autor und Produzent verantwortlich zeichnete, und der 1968 eine Oscar®-Nominierung für das Beste Original-Drehbuch erhielt.


Auf Grazers Liste kommender Projekte stehen die Leinwandadaption des internationalen Bestsellers The Da Vinci Code (2006) mit Tom Hanks und inszeniert von Oscar®-Gewinner Ron Howard sowie das spannende Drama Inside Man (2006) von Regisseur Spike Lee mit Denzel Washington, Clive Owen und Jodie Foster.


Zu weiteren Filmcredits gehören Flightplan (Flightplan, 2005) mit Jodie Foster, das von den Kritikern hochgelobte Drama Cinderella Man (Das Comeback, 2005), Inside Deep Throat (Inside Deep Throat, 2005), Friday Night Lights (Friday Night Lights, 2004), 8 Mile (8 Mile, 2002), Blue Crush (Blue Crush, 2002), The Missing (The Missing, 2003), Intolerable Cruelty (Ein (Un)möglicher Härtefall, 2003), Dr. Seuss’ How the Grinch Stole Christmas (Der Grinch, 2000) und The Cat in the Hat (Ein Kater macht Theater, 2003), The Nutty Professor (Der verrückte Professor, 1996), Liar Liar (Der Dummschwätzer, 1997), Ransom (Kopfgeld, 1996), My Girl (My Girl – Meine erste Liebe, 1991), Backdraft (Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen, 1991), Kindergarten Cop (Der Kindergarten Cop, 1990), Parenthood (Eine Wahnsinnsfamilie, 1989), Clean and Sober (Süchtig, 1988) und Spies Like Us (Spione wie wir, 1985).


Zu Grazers Fernsehproduktionen gehören Foxs Golden-Globe-Gewinner und für den Emmy nominierte Dramaserie „24“ und die mit dem Emmy ausgezeichnete Beste Comedy-Serie „Arrested Development“. Zu seinen weiteren Fernsehcredits zählen NBCs „Miss Match“, WBs „Felicity“, ABCs „SportsNight“ sowie HBOs „From the Earth to the Moon“, für den er den Emmy for Outstanding Mini-Series gewann. 


Grazer startete seine Karriere als Produzent mit der Entwicklung von Fernsehprojekten. Während seiner Zeit als ausführender Produzent eines TV-Piloten für Paramount Pictures in den frühen 1980er Jahren lernte Grazer seinen mittlerweile langjährigen Freund und Geschäftspartner Ron Howard kennen. Ihre Zusammenarbeit begann 1985 mit den Komödienhits Night Shift und Splash. 1986 gründeten die beiden Imagine Entertainment. Seitdem leiten beide das Unternehmen als Ko-Geschäftsführer.



PETER BART (ausführende Produktion)


Peter Bart kam 1989 zur Variety – als Vizepräsident und Chefredakteur bei Variety, Inc. war er außerdem Chef der redaktionellen Inhalte weiterer Aushängepublikationen, der Daily Variety und der Daily Variety-The Gotham Edition.


Zehn Jahre lang war Bart fest angestellter Reporter für das Wall Street Journal und die New York Times, bevor er in die Filmindustrie wechselte. Er war außerdem Berater der Ford Foundation und Lektor am Salzburg Institute for American Studies.


1967 kam Bart zu Paramount Pictures. In seiner bedeutenden achtjährigen Amtszeit bei dem Studio spielte er eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und Überwachung bahnbrechender Produktionen wie The Godfather (Der Pate, 1972), Paper Moon (1973), Harold and Maude (Harold und Maude, 1971), True Grit (Der Marshal, 1969) und Rosemary’s Baby (Rosemaries Baby, 1968). 1974 verließ er Paramount und gründete eine unabhängige Produktionsgesellschaft, die Filmhits wie Fun With Dick and Jane (Das Geld liegt auf der Straße, 1977) und Islands in the Stream (Inseln im Strom, 1977) produzierte.


Während seiner Zeit als Präsident von Lorimar Films, angefangen im Jahr 1977, produzierte die Company so hoch erfolgreiche Filme wie Being There (Willkommen, Mr. Chance, 1979) und The Postman Always Rings Twice (Wenn der Postmann zweimal klingelt, 1981). Danach, von 1983 bis 1985, fungierte Bart als Senior Vice President der MGM/UA.


Bart hat sieben Bücher veröffentlich – zu den letzten gehören „Shoot Out: Surviving Fame and (Mis) Fortune in Hollywood“ zusammen mit Ko-Autor Peter Guber, „Dangerous Company: Dark Tales from Tinseltown“, „Who Killed Hollywood?“, eine Sammlung eigener Kolumnen, und „The Gross: The Hits, The Flops, The Summer That Ate Hollywood“. Seine vorigen Bücher waren „Fade Out: The Calamitous Final Days of MGM“ und zwei Romane, „Destinies“ und „Thy Kingdom Come“.


Bart wurde am Swarthmore College und an der London School of Economics ausgebildet. Er hat zwei Töchter, Dilys Bart, Ärztin, und Colby Bart-Centrella, Autorin.



MAX PALEVSKY (ausführende Produktion)


Max Palevsky gründete Scientific Data Systems, Inc. im Jahr 1961. Er war Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender. Xerox Corporation übernahm die Company 1969. Zu diesem Zeitpunkt wurde er Direktor und Geschäftsführer des Führungsgremiums von Xerox Corporation. 1972 setzte er sich zur Ruhe.


Bevor er Scientific Data Systems, Inc. gegründet hatte, unterrichtete Palevsky Philosophie an der UCLA und begann dann seine Arbeit in der noch in den Kinderschuhen steckenden Computerindustrie als Logic Designer bei der Bendix Corporation. Anschließend gehörte er zu den Gründern der Packard Bell Computer Corporation und wurde deren Präsident und Chief Executive Officer. Zuvor, während des Zweiten Weltkriegs, war er technischer Offizier in der U.S. Air Force.


Palevsky hat einen Bachelor in Philosophie und einen Bachelor of Science in Mathematik, beide von der Universität von Chicago. Er hat akademische Arbeiten in Mathematik und Philosphie an der Universität von Chicago, der Universität von Kalifornien, Berkeley, und der Universität von Kalifornien, Los Angeles, geleistet. Er hat zahlreiche Texte aus den Bereichen Computer und Mathematik geschrieben und veröffentlicht.


Palevsky war Mitbegründer und Direktor der Intel Corporation in Santa Clara und Direktor von Komag, Inc. in San Jose, Kalifornien. Er fungierte als Direktor der American Civil Liberties Union, Direktor der Constitutional Rights Foundation, Direktor der People for the American Way, Verwalter der Universität von Chicago und des Institute for Advanced Study at Princeton University sowie Mitglied des Folger Committee of the Folger Shakespeare Library. Er war in verschiedenen Bereichen der Politik aktiv, behilflich bei der Organisation und Leitung der Präsidentschaftskampagne für George McGovern und organisierte und managte persönlich die erste erfolgreiche Bürgermeisterkampagne für Tom Bradley. Er unterstützte aktiv Kampagnen zur Finanzreform, Naturschutzinitiativen und einer Reihe anderer politischer Aspekte. Er wird auf der Liste von Präsident Nixons „Feinden des Weißen Hauses“ geführt.


Seit einigen Jahren ist Palevsky in der Filmindustrie tätig und hat Filme wie Marjoe (1972) produziert, der einen Academy Award® gewann, État de siège (Der unsichtbare Aufstand, 1973) von Regisseur Costa Gavras, und A Sense of Loss (1972) von Regisseur Marcel Ophüls. Er produzierte Islands in the Stream (Inseln im Strom, 1977) und Fun With Dick and Jane (Das Geld liegt auf der Straße, 1977) und war außerdem in die Entwicklung und Finanzierung einer Reihe von Filmen wie Terrence Malicks Badlands (Badlands – Zerschossene Träume, 1973) involviert.


Palevsky hat vier Söhne, eine Tochter und einen Stiefsohn.



JANE BARTELME (ausführende Produktion)


Jane Bartelme startete ihrer Karriere als Produzentin in New York, wo sie mit Leinwandlegenden wie Francis Ford Coppola, Robert Evans, Bertrand Tavernier, Oliver Stone, Michael Mann und John Schlesinger zusammenarbeitete. Nach ihrer Tätigkeit als Produktionsleiterin bei Oliver Stones Talk Radio (Talk Radio, 1988) und Born on the 4th of July (Geboren am 4. Juli, 1989) entschied Bartelme, bei der Produktion zu bleiben und nach Los Angeles umzusiedeln.


Obwohl Bartelme nicht viel Zeit in L.A. verbracht hatte, wurde sie prompt assoziierte Produzentin bei Sleepless in Seattle (Schlaflos in Seattle, 1993) für Regisseurin Nora Ephron, bei RoboCop 2 (RoboCop 2, 1990) und Cutthroat Island (Die Piratenbraut, 1995). Sie sammelte Credits als Ko-Produzentin bei RoboCop 3 (RoboCop 3, 1993), Edward Zwicks Legends of the Fall (Legenden der Leidenschaft, 1994) und dem Komödiehit American Pie 2 (American Pie 2, 2001). Einer ihrer letzten Filme als ausführende Produzentin war Bringing Down the House (Haus über Kopf – Betreten auf eigene Gefahr, 2003) mit Steve Martin und Queen Latifah und Along Came Polly (... und dann kam Polly, 2004) mit Ben Stiller und Jennifer Aniston.


Zu ihren Fernsehcredits gehören die Produktion von John Sacret Youngs Pilotfilm „Level 9“, und der Pilot für „Monk“. Außerdem zeichnete Bartelme als Ko-Produzentin des hochgelobten „Ruby’s Bucket of Blood“ mit Angela Bassett verantwortlich.



JERZY ZIELINSKI (Kamera)


Jerzy Zielinski ist Absolvent der prestigeträchtigen Lodz National Film School in Polen. Er arbeitete zuvor mit Regisseur Dean Parisot bereits bei Galaxy Quest (Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall, 1999) und Home Fries (Verliebt in Sally, 1998) sowie bei den Fernsehpiloten „Monk“ für USA Network und „The Job“ für ABC. Er setzte des Weiteren für Regisseurinnen und Regisseure wie Agnieszka Holland, Pat O’Connor und seinen polnischen Landsmann Wojciech Marczewski (Dreszcze (Shivers, 1981), der beim New York Film Festival präsentiert wurde) das Licht.


Zu seinen weiteren Spielfilmcredits gehören der Hit des Jahres 2004, Dodgeball (Voll auf die Nüsse, 2004), The Sponge Bob Square Pants Movie (2004), Who is Cletis Tout? (2001), Bubble Boy (Bubble Boy – Leben hinter Plastik, 2001), Powder (Powder, 1995), Cal (1984), The Third Miracle (Das dritte Wunder, 1999), Washington Square (Die Erbin vom Washington Square, 1997), Little Surprises (1995) (ein Kurzfilm von Jeff Goldblum, der eine Nominierung für einen Oscar® erhielt), Swing Kids (1993) und Paradise (Sommerparadies, 1991).



BARRY ROBISON (Szenenbild)


Nachdem er sich früh in seiner Karriere in den Bereichen Fernsehen und Theater etabliert hatte, arbeitete Barry Robison in den letzten Jahren beinahe ausschließlich nur noch fürs Kino. Zu seinen letzten Filmen gehören The Wedding Crashers (Die Hochzeits-Crasher, 2005), Hidalgo (Hidalgo – 3000 Meilen zum Ruhm, 2004) und der Box-Office- und Kritiker-Erfolg The Rookie (Die Entscheidung – Eine wahre Geschichte, 2002) mit Dennis Quaid.


Zuvor arbeitete er mit Regisseur Dean Parisot bereits bei Home Fries (Verliebt in Sally, 1998) zusammen. Zu seinen weiteren Filmcredits gehören Bubble Boy (Bubble Boy – Leben hinter Plastik, 2001), October Sky (1999), Leonard Cohen’s Afterworld (2002), Loved (Missbrauchte Liebe, 1997), My Family/Mi Familia (Meine Familie, 1995), Candyman II (Candyman 2 – Die Blutrache, 1995), Sensation (Burning Sensation, 1995) und Double Switch (1993).


Robisons Credits als Szenenbildner fürs Fernsehen umfassen „Merry Christmas, George Bailey“, „The Water Engine“, „The Conversation“, „Deadly Relations“, „Treacherous Crossing“, „Deadly Game“ und „They Came From Outer Space“.





DON ZIMMERMAN (Schnitt)


Don Zimmerman kam als Auszubildender zum Musik- und Soundeffekte-Schnittmeister ins Filmgeschäft. Er arbeitete für die Mirisch Co. unter Dick Carruth, Frank Warner und Jim Richards bei Filmen wie The Hawaiians (Herrscher der Insel, 1970), Gaily, Gaily (Heißes Pflaster Chicago, 1969), Little Big Man (Little Big Man, 1979), The Godfather (Der Pate, 1972), Where’s Poppa? (Wo is’ Poppa, 1970) und Jonathan Livingston Seagull (Die Möwe Jonathan, 1973).


Zimmerman wurde Schnittassistent von Hal Ashby bei The Landlord (Der Hausbesitzer, 1970), Harold and Maude (Harold und Maude, 1971), Shampoo (Shampoo, 1975) und Bound for Glory (Dieses Land ist mein Land, 1976). Nach acht Jahren in der Industrie wurde Zimmerman Schnittmeister bei Ashbys Coming Home (Sie kehren Heim, 1978) (der ihm eine Nominierung für den Academy Award® einbrachte) und schnitt dann Ashbys Being There (Willkommen Mr. Chance, 1979). Sein letzter Film war The Flight of The Phoenix (Der Flug des Phoenix, 2004).


Zu seinen weiteren bemerkenswerten Credits gehören Galaxy Quest (Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall, 1999) von Regisseur Dean Parisot, Cat In The Hat (Ein Kater macht Theater, 2003), A Walk in the Clouds (Dem Himmel so nah, 1995), Heaven Can Wait (Der Himmel kann warten, 1978), Rocky III (Rocky III – Das Auge des Tigers, 1982), Rocky IV (Rocky IV – Der Kampf des Jahrhunderts, 1985), Cobra (Die City Cobra, 1986), Fatal Beauty (1987), The Package (Die Killer-Brigade, 1989) und Prince of Tides (Der Herr der Gezeiten, 1991). Des Weiteren schnitt er Tom Shadyacs Filme Dragonfly (Im Zeichen der Libelle, 2002), Patch Adams (Patch Adams, 1998), The Nutty Professor (Der verrückte Professor, 1996), Liar Liar (Der Dummschwätzer, 1997) und Ace Ventura: Pet Detective (Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, 1994).



JULIE WEISS (Kostüm)


Julie Weiss ist für ihre Arbeit auf der Bühne, für die Leinwand und das Fernsehen bekannt. Ihre Entwürfe für Julie Taymors Frida (Frida, 2002) mit Salma Hayek in der Rolle der temperamentvollen, kompromisslosen Künstlerin, brachten Weiss eine Nominierung für den Academy Award® ein. Weiss erhielt ihre erste Oscar®-Nominierung für Terry Gilliams Twelve Monkeys (12 Monkeys, 1995). Ihre Arbeit für den Academy-Award®-Gewinner American Beauty (American Beauty, 1999) brachte ihr den Costume Designers Guild Award ein. Zu ihren weiteren Filmcredits gehören The Missing (The Missing, 2003), The Ring (Ring, 2002), Auto Focus (Autofocus, 2002), The Gift (The Gift – Die dunkle Gabe, 2000), Hearts in Atlantis (Hearts in Atlantis, 2001), A Simple Plan (Ein einfacher Plan, 1998), Fear and Loathing in Las Vegas (Angst und Schrecken in Las Vegas, 1998), Marvin’s Room (Marvins Töchter, 1996), Searching for Bobby Fischer (Das Königsspiel, 1993), Honeymoon in Vegas (Aber nicht mit meiner Braut, 1992), Steel Magnolias (Magnolien aus Stahl, 1989), F/X (F/X – Tödliche Tricks, 1986), The Freshman (Freshman, 1990) und Testament (Das letzte Testament, 1983). Als nächstes wird man ihre Kostüme in Truth, Justice and the American Way (2006) sehen können.


Für ihre Arbeit fürs Fernsehen gewann Weiss Emmy Awards für den Mehrteiler „A Woman of Independent Means“ und den Fernsehfilm „The Dollmaker“. Sie erhielt außerdem Emmy-Nominierungen für „Evergreen“, „Little Gloria, Happy At Last“, „Liza Minnelli: Live At Radio City Music Hall“ und „The Elephant Man“. Weiss arbeitete des Weiteren an der ersten Staffel von „Murder, She Wrote“. Ihre Entwürfe für die Broadwayproduktion von „Elephant Man“ brachten ihr eine Nominierung für einen Tony ein. Sie designte außerdem die Kostüme für das Broadwaymusical „Piaf“ sowie die Kostüme für die Phoenix Theater Company in New York und das Mark Taper Forum.


Einige Jahre arbeitete sie für die Fakultät der Stanford Universität.



THEODORE SHAPIRO (Musik)


Theodore Shapiro hat seine Vielseitigkeit und sein Talent mit seinen Scores sowohl für eine weite Bandbreite von Kinofilmen als auch mit seinen Werken für die Konzerthalle bewiesen. Zu seinen letzten Kompositionen gehören die Scores für Dodgeball (Voll auf die Nüsse, 2004), 13 Going on 30 (30 über Nacht, 2004), Along Came Polly (... und dann kam Polly, 2004), Todd Phillips’ Old School (Old School – Wir lassen absolut nichts anbrennen, 2003) und Phillips’ Starsky and Hutch (Starsky und Hutch, 2004) mit Ben Stiller und Owen Wilson, Mike Judges Idiocracy sowie die Komödien View from the Top (Flight Girls, 2003) und Not Another Teen Movie (Nicht noch ein Teenie-Film!, 2001). Zu seinen weiteren Filmscore-Kompositionen gehören die David-Mamet-Projekte Heist (Heist – Der letzte Coup, 2001) und State and Main (2000), der Hit aus Indiekreisen Girlfight (Girlfight – Auf eigene Faust, 2000) von Regisseurin Karyn Kusama, The Baxter (2005), Peter Matteis Love in the Time of Money (2002), Morgan Freemans Hurricane (Hurricane, 1997) und John Hamburgs Debüt als Drehbuchautor und Regisseur Safe Men (1998). Shapiro lieferte außerdem die Musik zu dem für den Academy Award® nominierten Dokumentarfilm On the Ropes (1999).


Unter Shapiros Symphonien befinden sich „Chambers”, die unlängst von den L.A. Philharmonikern und dem St. Paul Chamber Orchestra gespielt wurde, „Avenues“ (Konzert für Piano und Orchester), gespielt sowohl von den Seattle Symphonikern und dem Milwaukee Symphony Orchestra, und „Of Blood and Carnations“, uraufgeführt von dem New York Chamber Orchestra und später gespielt von dem Ft. Worth Symphony Orchestra.


    

Dick (JIM CARREY) und seine Ehefrau Jane (TEA LEONI) führen ein luxuriöses, angenehmes Leben. Bis Dick völlig überraschend arbeitslos wird und die beiden plötzlich vor einer Reihe von Problemen stehen. Woher das Geld nehmen, um das Haus abzubezahlen oder gar den gewohnten Lebensstil aufrecht zu erhalten? Ganz zu schweigen von den Nachbarn, die auf keinen Fall bemerken dürfen, was passiert ist. Dick sieht deshalb nur einen Ausweg – aber der ist nicht ganz legal. Er will sich als Dieb versuchen. Leichter gesagt als getan. Denn Dick gibt als Gauner keine wirklich gute Figur ab. Ganz im Gegensatz zu seiner Frau, die den Dreh raus hat und ein kriminelles Naturtalent zu sein scheint. Mit Janes Hilfe klingelt bald die Kasse …



 


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