Die Chaoscamper Filmtipp

Nachdem Drehbuchautor Geoff Rodkey (Daddy Day Care (Der Kindergarten-Daddy, 2003)) sein Skript abgeliefert hatte, in dem es um einen Mann ging, der Probleme damit hat, sein Berufs- und Privatleben auf die Reihe zu bekommen, dachten die Produzenten über die Idealbesetzung für die Hauptrolle des Bob Munro nach – und diese war Robin Williams. „Er war der Erste, an den wir dachten”, sagt Fisher, „weil wir jemanden wollten, dem man es abnimmt, dass er seine Familie zu einem Wohnmobil-Trip bringen würde und gleichzeitig, was die nötigen handwerklichen Fähigkeiten angeht, völlig ungeschickt ist. Deshalb waren wir überaus glücklich, als Robin zusagte, denn er ist ein Mensch mit Herz und einer der brillantesten Komiker der Welt.“

Auch bei demjenigen, der Williams durch das lustige Auf und Ab von DIE CHAOSCAMPER lenken würde, setzten sich Fisher und Wick hohe Ziele und wendeten sich dem Mann zu, der Komödien-Klassiker wie The Addams Family (Die Addams Family, 1991) und die Men in Black™ (Men in Black)-Filme (1997 und 2002) als auch Get Shorty (Schnappt Shorty, 1995) geschaffen hatte. „Wir wollten unbedingt einen Regisseur, der lustig war und seine eigene Handschrift mit in den Film bringen würde“, sagt Fisher. „Ich habe mit Barry bei Men in Black zusammen gearbeitet. Er ist unglaublich talentiert und wirklich lustig.“

„Barry ist einer der lustigsten Menschen, mit denen man jemals in einem Raum sein kann“, fügt Wick hinzu, „Und außerdem hat er einen exquisiten visuellen Geschmack, nachdem er ursprünglich unter anderem bei den Coen-Brüdern die Kamera geführt hat. Deshalb wusste ich, dass er für eine Theatralik sorgen würde, die man nicht oft in Familienfilmen dieser Art findet.“

Während Wick Williams’ Figur als sein Alter Ego betrachtet, identifizierte sich auch Sonnenfeld stark mit Bob Munro. „Robin spielt im Grunde genommen mich“, gibt Sonnenfeld zu. „Ich bin mir nicht sicher, dass er sich dessen überhaupt bewusst war, aber immer dann, wenn Bob Angst bekam oder wegen eines Waschbären aus dem Wohnmobil stürzte, spielte er mich – einen irgendwie egozentrischen, jüdischen Typen, wobei die Figur im Film noch nicht einmal Jude ist.“

Williams konnte kaum wissen, wie nahe Bob Munros Charakter dem seines Regisseurs stand. Er erklärt jedoch, dass er auf jeden Fall eine Ahnung davon bekam, als Sonnenfeld die zu Katastrophen neigende Reise der Munros als eine Art „Fisch auf dem Trockenen-Familiengeschichte“ bezeichnete.

„Bis heute habe ich nie selbst ein Wohnmobil gelenkt“, sagt Sonnenfeld. „Tatsächlich habe ich in diesem Film noch nicht einmal eine Runde mit einem Wohnmobil auf dem Parkplatz gedreht. Ich fürchte, das längste Auto, das ich je gefahren bin, war vielleicht mein 1962er Lincoln-Cabrio.”

Andererseits war Williams wiederum bei den Dreharbeiten jeden Tag dazu verpflichtet, sich hinter das Steuer eines Wohnmobils zu setzen. „Yeah, ich bin ihn tatsächlich gefahren“, sagt Williams augenrollend, „angefangen mit den Fahrstunden, die ich wirklich brauchte, da Wohnmobile so riesig sind. Ich stellte fest, dass sie einen sehr großen Wenderadius haben und dass du alles um dich herum mal eben mitschleifen kannst, wenn du nicht vorsichtig bist. Wenn du nicht einen großen Bogen fährst, kannst du ziemlich viel Unheil anrichten. Im Film richten wir eine Menge Unheil an, sowohl an dem Wohnmobil als auch an anderen Dingen, weil Bob so lange braucht, den Bogen rauszukriegen.“

Travis Gornicke, Oberhaupt der zweiten Familie in der Geschichte, wird von Jeff Daniels gespielt, der zu Sonnenfelds größter Freude im wahren Leben ein erfahrener Wohnmobil-Fahrer ist. „Als ein Agent versuchte, Jeff den Job zu beschaffen, rief er mich an und sagte: ,Du musst Jeff nehmen. Er kennt sich mit Wohnmobilen wirklich aus. Er fährt sie die ganze Zeit. Er hat sogar seinen eigenen Wohnmobil-Song.‘ Und das hat er tatsächlich“, lacht Sonnenfeld. „Das ist ein unglaublich komischer Song, der davon handelt, wie Jeff und seine Familie in einem Wohnmobil von Michigan nach Cooperstown, New York, gefahren sind, und er versehentlich seine Frau an einer Raststätte stehengelassen hat.“

Und Daniels’ Agent hatte nicht zu viel versprochen. Kaum war der Schauspieler gecastet, hopste er in sein eigenes Wohnmobil und fuhr ihn von Michigan nach Vancouver, British Columbia, wo die Dreharbeiten begannen. „Ich wollte bei Barry und der gesamten Crew Eindruck schinden“, erklärt Daniels. „Ich wollte, dass sie denken: ,Er ist bitte was? Nein! Er ist in seinem Privatjet geflogen, oder? ,Du meinst, er fährt wirklich in diesem Wohnmobil von Michigan nach Vancouver?‘ Unterwegs riefen sie mich an, um Neuigkeiten zu erfahren. Mein Handy klingelte – wenn es funktionierte – und sie fragten: ,Wo bist du jetzt?‘ ,Lebst Du noch?‘ Das war sehr lustig. Ich war schon immer ein Fan von Wohnmobilen. Mir gefällt es, sie zu fahren. Ich hatte schon mehrere und schaffe mir alle paar Jahre ein Besseres an.“

Cheryl Hines übernahm neben Williams die Rolle der Jamie Munro, der Matriarchin der übel gelaunten Munro-Familie.

„Mit der Besetzung von Robin haben wir die Latte ziemlich hoch gelegt“, sagt Wick, „so dass alle anderen, die wir wählten, an sein Niveau heranreichen mussten. Als wir darüber redeten, wer seine Frau spielen könnte, wussten wir, dass wir jemanden brauchen würden, der über die Schnelligkeit und Intelligenz verfügt, es mit ihm auf zu nehmen. Woche für Woche ist Cheryl den Anfgriffen von Larry Davids Comedy-Serie ,Curb Your Enthusiasm‘ unterworfen. Sie ist immer auf seinem Level und schießt zurück. Sie schien uns eine großartige Wahl zu sein.“

„Auch ich kenne Cheryls Arbeit hauptsächlich aus ,Curb Your Enthusiasm‘“, so Sonnenfeld, „und ich bin sehr stolz darauf, sagen zu können, dass sie mir erklärte, ich sei neurotischer als Larry David. Ich war begeistert darüber.“

Hines verfügt über großartige Improvisations-Erfahrung, die sie schon vor ihrer Arbeit an „Curb Your Enthusiasm“ sammeln konnte. Jahrelang arbeitete sie regelmäßig mit der bekannten Improvisationsgruppe The Groundlings aus Los Angeles. „Obwohl wir bei DIE CHAOSCAMPER ein richtiges Skript hatten“, sagt Sonnenfeld, „kam uns ihre Erfahrung mit Improvisationen sehr gelegen. Wir konnten immer zu Cheryl schwenken, um eine wunderbare Reaktion einzufangen, die immer direkt und sehr trocken war – und perfekt Robins große komödiantische Momente verlängerte. Sie bildeten ein großartiges komödiantisches Team, wie jenes, das ich in den Men in Black™ -Filmen mit Will Smith und Tommy Lee Jones hatte, die auch ein weiteres Beispiel für das Zusammentreffen eines albernen und eines sehr trockenen Typen sind.“

Dies ist einer der Gründe dafür, warum Sonnenfeld am Schluss einiger Aufnahmen von DIE CHAOSCAMPER rufen sollte: „Macht es noch einmal – schneller und direkter!“

„Ich hatte ein Paar Hüte für den Film mit Instruktionen für die Crew“, erklärt Sonnenfeld. „Auf einem davon stand tatsächlich ,direkter, schneller‘. Das Tolle an Cheryl war, dass ihrer Performance sowohl direkt als auch schnell war, was für mich das Geheimnis der Komödie ist. Den Witz nicht unnötig lange hinauszögern, sondern schnell hintereinander weg, einer nach dem anderen, das ist die Devise.“

Daniels führt aus: „Sehen Sie, manchmal liegt der Witz nicht im Witz; er liegt in der Reaktion auf den Witz – und das ist das, was ,direkter‘ bedeutet. Als Barry ,direkter‘ sagte, bedeutete das einfach ,macht es so und das Publikum wird lachen.‘“

Hines’ Humor in dem Film ist laut Williams ihre Reaktionen auf ihn, obwohl er auch ihre anderen bemerkenswerten, komischen Begabungen anerkennt. „Oh Mann, sie ist super-lustig“, sagt er. „Sie macht das mit oder ohne Skript. Das war wie eine Art Urlaub für sie. Es gab feste Textzeilen, aber wir hatten auch unseren Spaß. Sie kann wie verrückt improvisieren, was großartig ist.“

Der Moment im Film, in dem die „direkte“ Antwort zu einer echten Herausforderung für Hines wurde, kam, als die Munros der Gornicke-Familie bei ihrer eigenwilligen Darbietung von „Never Ending Song of Love“ zuhören müssen. „Ich konnte es einfach nicht“, gibt Hines zu. „Barry sagte, er wollte, dass ich keine Miene verziehe. Aber da stand ich und sah Jeff und Kristin Chenoweth (die Daniels Frau spielt) an, und die Kinder sangen sich die Seele aus dem Leib, und es war unmöglich. Ich wurde angeschrien, aber ich konnte nicht an mich halten. Also dachte ich mir, ich sollte vielleicht durch sie hindurch sehen. Aber dann war da Jeff mit seiner Mundharmonika und seinen kleinen ,Tut-tut-tuts‘. Und mein Blick streifte Kristin, die mit den Tambourins an ihre Brüste tippte. Es war einfach unmöglich.“

Zum Rückgrat des DIE CHAOSCAMPER-Drehbuchs zählt laut Wick Bob Munros Beziehung zu seiner Teenager-Tochter Cassie. „Wir sahen uns viele junge Frauen an und der Trick war, jemanden zu finden, der sich mit Komik auskannte, überzeugend dramatisch war und sich gegen Robin Williams behaupten konnte“, sagt er.

Sonnenfeld fand diese seltene Kombination von Attributen bei dem Teenie-Popstar Joanna „JoJo“ Levesque. „Sie ist jetzt schon eine großer Popstar und ist vor großem Publikum aufgetreten“, sagt Fisher. „Deshalb hat sie dieses Selbstvertrauen, das man selten bei einem Teenager findet.“

„Sie bewältigte ihren Job so sicher“, fügt Wick hinzu und „wenn du neben jemandem spielst, der so charismatisch und übermenschlich ist wie Robin, muss man einigem standhalten können, und sie hatte diese Präsenz.“

Musik war ein Element im Film, das die gesamte Besetzung und Crew überraschte. Abgesehen von Gornickes Version von „Never Ending Song of Love“, endet der Film damit, dass beide Familien „(Get Your Kicks on) Route 66“ singen. Und im Laufe des Films gibt es andere Figuren, die singen. „Als wir anfingen, dachte ich, ich könnte vielleicht ein wenig Gesang gebrauchen, aber dann hat sich der Film fast in ein Musical verwandelt“, sagt Sonnenfeld.

Zum Glück hatte der Regisseur ganz unbeabsichtigt eine Besetzung mit musikalischer Vorgeschichte angeheuert. Daniels brachte unlängst seine erste CD heraus. Joanna „JoJo“ Levesque, die Bobs Tochter Cassie spielt, ist eine erfahrene Popsängerin und Chenoweth, die MaryJo Gornicke spielt, ist eine klassisch ausgebildete Opernsängerin.

„Als wir über die Vergangenheit sprachen, fragte mich Barry unter anderem: ,Kannst Du jodeln?‘“, lacht Chenoweth. „Ich konnte mir nicht vorstellen warum. Aber ja, tatsächlich kann ich jodeln, obwohl ich nie gedacht hatte, dass ich es mal brauchen würde. Bin ich dafür auf die Opernschule gegangen? Habe ich die in der ausverkauften Carnegie Hall gesungen, damit ich hierherkommen und jodeln kann? Aber in diesem Film bekomme ich reichlich Gelegenheit, meine Jodel-Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.“

Aber ihre professionelle Jodel-Fähigkeit war nur einer der Gründe, warum Sonnenfeld Chenoweth castete. „Für die Familie Gornicke suchte ich nicht nur nach der ,nettesten Familie auf dem Erdball‘, sondern nach Menschen, die auf der Leinwand groß herauskommen. Kristin ist ziemlich klein, etwa ein Meter fünfzig und aus dem Süden, aber sie hat eine große Persönlichkeit. Sie ist eine wunderbare große Göre – nicht in Körpergröße gemessen, sondern in der Größe ihrer Persönlichkeit.“

Chenoweth erklärt, dass die Chance eine „große“ Rolle an der Seite von jemandem zu spielen, der auch eine „große“ Rolle spielt, den Spaß ihrer Rolle ausmachte. „Wahrscheinlich war an dem Film die größte Überraschung für mich, dass ich so viel Spaß daran hatte, mit Jeff zusammen vor der Kamera zu stehen. Wir hatten etwas, das wirklich funktionierte. Plus: Er ist riesig, sehr groß. Ich fühlte mich so klein neben ihm. Nicht, dass ich das nicht immer tue, aber Jeff war wirklich so groß, und ich fand es toll. Der Unterschied war wirklich lustig.“

Levesques erstes Album wurde mit Doppel-Platin veredelt – was für eine 14-Jährige nicht schlecht ist. Nach dem Abschluss der Dreharbeiten von DIE CHAOSCAMPER brachte sie die Aufnahmen für ihr zweites Album zu Ende. Für sie bot ihr Filmdebüt die ideale Überschneidung von Schauspielerei und ihren musikalischen Talenten. Alle Mitglieder der Munro-Familie haben ihre eigenen MP3-Player im Film und in einer unvergesslichen Szene zeigen alle ihre eigenen musikalischen Welten. „Es hat Spaß gemacht, die Szene zu drehen“, sagt Levesque, „vor allem, weil ich wie ein kompletter Idiot spielen darf. Mit den Kopfhörern konnte ich mich sowieso selbst nicht einmal hören. Und wenn man sich selbst nicht hören kann, singt man viel lauter, als man sich bewusst ist. Und das habe ich gemacht. Leute, die mich als Sängerin JoJo kennen, werden überrascht sein. Sie werden sagen: ,Verdammt! Ist die wirklich so schlecht?‘ Aber, nur dass Sie es wissen, ich habe absichtlich so gesungen.“

Obwohl sie persönlich auf ihre Stimme stolz ist, sagt Hines, dass sie keine besonders gute Stimme hat. Dennoch war sie mehr als willig, auf eine ziemlich komische Art und Weise zu singen. „Sie wählte Oktaven, die kein Mädchen wählen sollte“, lacht Sonnenfeld. „Sie hat eher eine Bassstimme als Alt oder Sopran.“

Williams fügt hinzu: „Cheryl hat, wenn sie singt, oh Mann, eine wirklich tiefe Stimme. Dann wechselt sie in ihre normale Stimme und singt auf eine irgendwie ganz hysterische Art.“

Diese willkommene Mischung aus Musik und ansteckendem Gelächter ist tpyisch für das, was er bei den Dreharbeiten von DIE CHAOSCAMPER erlebte, findet Daniels, und dankt dafür ausschließlich Sonnenfeld. „In seiner Karriere hat Barry mit den größten Stars an den größten Filmen gearbeitet. Er kennt die Kamera. Er weiß, wie man inszeniert. Er weiß, wie man mit den Egos umgeht. Und bei all dem hat er immer noch seinen Sinn für Spaß behalten und verbreitete bei uns allen das Gefühl, wie glücklich wir darüber sein können, womit wir unseren Lebensunterhalt verdienen. Man freut sich auf die Arbeit, weil Barry Dinge sagen wird, die kein anderer Regisseur zu einem Schauspieler sagen würde – er ist so brutal ehrlich. So wie neulich, als er mir nach einer Aufnahme zurief: ,Jeff? Spiel’ besser.‘“

„Er ist eine merkwürdige Mischung“, führt Daniels fort. „Er ist jüdisch und gleichzeitig ein Cowboy. Robin nennt ihn ,der koshere Cowboy.‘“ (Sonnenfeld hat eine Vorliebe für Cowboy-Hüte und -Stiefel und schwingt sich sogar öfters am Set lieber in den Sattel als in den Regiestuhl – obwohl er sagt, dass er noch nie auf einem Pferd gesessen hat.)

Josh Hutcherson rundet als jüngstes Mitglied Carl Munro den Cast der Munro-Familie ab. Hutcherson spielte zuvor in Columbia Pictures Sci-Fi-Familienfilm Zathura: A Space Adventure (Zathura, 2005) und sagt, dass er gerne Carl gespielt hat, eine Figur, die er wie folgt beschreibt: „Er ist klein für sein Alter, das versucht er auszugleichen, indem er tough ist und auf Gangsta’ macht. Er hört Hardcore-Rap und trägt Baggy-Klamotten.“

Obwohl er selbst kein Gangsta’ sein mag, sagt Hutcherson, dass zumindest sein Leinwandvater ein Rap-Experte wäre. „Eines Tages sagte Barry: ,Robin, leg los’ und er fing einfach an zu rappen“, erzählt Hutcherson. „Es ist so cool, wie er das macht, weil er einfach an die Wörter und ihren Reim denkt. Es ist beinahe, als hätte er sich vorbereitet, aber das hat er nicht. Es ist erstaunlich.“

Levesque war genauso beeindruckt. „Das, was so interessant war, war das Wissen, dass Robin bei unserem Kennenlernen lustig sein würde, weil man bei Robin Williams automatisch an Comedy denkt. Aber er ist so viel mehr als das. Er ist wie eine Enzyklopädie – welche Frage man auch immer hat, ob zum Thema Sport oder Politik – er weiß alles.“

Die Gornicke-Kinder werden von Hunter Parrish (Earl), Chloe Sonnenfeld (Moon) und Alex Ferris (Billy) gespielt. Als relativer Newcomer schätzte es Parrish, wie sich Sonnenfeld darum bemühte, die Gornickes in „die perfekte Familie“ zu verwandeln, wie er sagt: „Er kümmerte sich um jedes Detail. Er achtete sehr darauf, was wir taten, ob wir nun im Fokus oder im Hintergrund waren.“

Der Moment der Regie, den Parrish noch jahrelang verinnerlicht haben wird, war Sonnenfelds Anweisung „Wenn Du am Set bist, bist zu einhundert Prozent dort.“ Das war eine gute Lektion für mich, nicht nur für die Schauspielerei, sondern fürs Leben. Es ist eine Haltung, die man in jedem Augenblick tragen sollte: Selbst wenn man nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, ist man noch dort, du bist immer noch präsent. Also solltest du immer einhundertprozentig da sein.“

Für Chloe Sonnenfeld ging es bei dem Film wirklich um die Familie. Sie ist auf den Filmsets ihres Vaters aufgewachsen. Ihr erster Besuch bei einem Sonnenfeld-Dreh war bei dem Regiedebüt ihres Vaters, The Addams Family, als sie gerade fünf Tage alt war, weshalb sie keine klaren Erinnerungen daran wiedergeben kann. „Der erste Film, an den ich mich erinnere, ist wahrscheinlich Wild, Wild West (Wild Wild West, 1999). Und alles, an das ich mich dabei erinnere, sind die Hitze und der Sand. Bei Men in Black™ liebte ich es einfach, ans Set zu kommen – okay, ich dachte ja auch, dass die Aliens echt waren. Also ging ich hin und spielte mit ihnen und hatte viel Spaß.“

Susan Ringo, Chloes Mutter und Barrys Ehefrau, die als assoziierte Produzentin für mehrere seiner Filme verantwortlich zeichnete, erörtert die Entscheidung ihres Mannes, seine Tochter in dem Film zu besetzen. „Es ist das Familiengeschäft. Sie hatte eine kleine Rolle in Men in Black™ II (Men in Black II, 2002), eine Zeile in der Postamt-Szene mit Tommy Lee Jones und Will Smith. Das hat sie geliebt. Sie nimmt die Schauspielerei sehr ernst und hat bereits bei mehreren Theatergruppen in den letzten sieben Jahren mitgemacht. Es war wirklich ein Glücksfall, dass dieser Film eine Rolle für sie hatte. Sie hat sogar dafür vorgesprochen.“

Sonnenfeld sagt: „Susan ist jemand, zu dem ich mich umdrehen und sagen kann: ,Soll ich weiter machen? Brauch’ ich noch eine Aufnahme?‘ Sie ist die Person, die mich gleichzeitig unterstützt und beruhigt. Sie hat aus mir einen ruhigeren Regisseur gemacht.“



HINEIN INS BLAUE


Da DIE CHAOSCAMPER ein Roadmovie ist, sind darin fünf typengleiche Wohnmobile und zwei identische gebrauchte Busse unterwegs. Cast und Crew verbrachten sehr viel Zeit auf der Straße. Obwohl der Film auf den Highways zwischen Los Angeles und den Colorado Rockies spielt, wurde tatsächlich in und bei Vancouver, British Columbia gedreht.

Das erste wichtige Set im Film war der wüstenähnliche Campingplatz in Nevada. Die tatsächliche Location befand sich in einem Gebiet südlich von Vancouver mit Namen Richmond Sand Dunes. Obwohl es sich nicht um den ansprechendsten Campingplatz handelt, zeigte er für Szenenbildner Michael Bolton die typischen Merkmale des Lebens auf der Straße und übernahm auch eine wichtige dramatische Funktion innerhalb der Story. „Die Campingplätze, die wir am Anfang des Films aussuchten, waren ziemlich unappetitlich“, sagt Bolton. „Wir waren im Grunde in diesem Riesen-Sandkasten, so dass die Familie wirklich nicht wusste, warum sie mit dem Wohnmobil unterwegs waren. Im Laufe der Story wurden die Campingplätze freundlicher und hübscher. Als wir oben in den Canadian Rockys waren, war es echt schön. Es gab Teile von Alberta, die sensationell waren.“

Die Sandkasten-Location erwies sich als problematisch, da die Monate Mai und Juni in Vancouver extrem verregnet sind – was nun gar nicht der Look war, den Sonnenfeld für seinen Nevada-Campingplatz im Sinn hat. Die Produktion umging das Problem während der Nachtdrehs, die alle in einem abgedeckten Bereich stattfanden, der von Boltons Crew an die äußerliche Location angepasst wurde.

„Wir hatten dieses kleine Buch, eine Art ,Barry-Bibel‘, darin standen die Dinge, die er am Set sehen wollte“, sagt Bolton. „Dinge, die man nicht in einem Wohnwagen-Camp zu sehen erwartet, die aber tatsächlich dort sind. Wir hatten ein großes Paket an Informationen und Fotos, die von vielen verschiedenen Wohnwagen-Campingplätzen stammten.“

Sonnenfeld erklärt: „Wohnmobil-Parks sind surreal. Sie sind wie Golfplätze, die sind auch surreal. Sie befinden sich normalerweise auf flachen Ebenen, die von all diesen großen, merkwürdig bemalten Wohnmobilen heimgesucht werden. Ich wollte, dass die Munros das grellste Wohnmobil hatten, das man je gesehen hat. Ich wollte, dass es aus der Landschaft heraussticht, auf die denkbar unnatürlichste Art und Weise, nach dem Motto: ,Hier seid ihr mitten in der Schönheit der Natur und ihr fahrt dieses wirklich unnatürlich aussehende Monstrum.‘“

Für Bolton steckte der Teufel immer im Detail und er arbeitete emsig daran, jedem Campingplatz seinen eigenen Charakter zu verleihen. „Jeder Einzelne ist einzigartig, und es gibt jeweils Menschen, für die diese Campingplätze ihr Leben sind“, sagt Bolton. „Sie haben kleine Ställe für ihre Tiere, die sie mit in ihren Wohnmobilen herumfahren. Die sind wie eigene kleine, tragbare Gärten. Sie haben außerdem große Stücke Kunstrasen dabei, die sie wie Teppiche in der Mitte des Campingplatzes ausrollen. Wenn man über einige dieser Campingplätze geht, sieht jeder Garten anders aus. Jeder hat seinen eigenen persönlichen Touch.“

Um Locations aufzutun, die vom Flachland Utahs bis zu den majestätischen Colorado Rockys allem ähnelten, reiste die Produktion beinahe einen Monat lang durch den Süden Albertas in Kanada. „Wir drehten alles an Orten, die genauso wie die Vereinigten Staaten aussehen“, erinnert sich Williams. „Es gab eine Location namens Milk River, wo es ,hoodoo‘ gibt, verwitterte, exzentrisch geformte Steine wie in der Wüste von Utah. Es gibt Orte, die genauso aussehen wie Idaho und Colorado, es sei denn, man sieht Schilder in Englisch und Französisch, die es in Idaho nicht gibt – oder vielleicht nur in Coeur d’Alene. Aber es ist hinreißend und man stellt fest, dass man in seinem eigenen RV dorthin fahren kann. Es ist wie Camping, nur eine Stufe höher.“

DIE CHAOSCAMPER war in der Tat eine Stufe höher als Camping. Die Produktion machte viele Reisen und verschiedene Locations erforderlich. Die Dreharbeiten endeten auf einer Soundbühne im Süden von Vancouver, wo die Familien Munro und Gornicke in ihrem herausgeputzen Cowboy-Look zusammen singen „(Get your Kicks on) Route 66“. Der Song wurde auch für den Abspann verwendet. Die Crew genoss ein abschließendes gemeinsames Essen und lauschte dabei – zusammen mit dem geehrten Sonnenfeld — Daniels und seiner Komposition „The Ballad of the Kosher Cowboy“. Und ja, der Regisseur weinte, nur weil ihm jetzt tatsächlich mal jemand einen Song auf den Leib geschrieben hat.

Neben den vielen talentierten Castmitgliedern waren die anderen Charaktere in DIE CHAOSCAMPER die Wohnmobile selbst. Insbesondere der Gornicke-Bus, so Rick Rasmussen, der bei den Dreharbeiten für die Koordination der Autos verantwortlich war, „zog mehr Aufmerksamkeit auf sich und stoppte häufiger den Verkehr als jedes andere Fahrzeug, mit dem ich jemals gearbeitet habe, und dazu gehören Vipers, Konzeptfahrzeuge und einige andere ziemlich exotische Vehikel.“

Das Drehbuch verlangte ursprünglich nach einem 1990er-Wohnmobil, aber Sonnenfeld wollte etwas Klassischeres und bat Rasmussen, ihm bei der Suche danach zu helfen. Seine Suche erbrachte zwei 1948er „Flxible Clippers“, die in den Vierzigern und Fünfzigern von Firmen wie Greyhound und Trailways genutzt wurden. Zu einem Zeitpunkt waren mehr als 5.000 „Clippers“ aus den Flotten von eintausend Bus-Gesellschaften im Einsatz. Seitdem wurden die „Flxibles” in Öffentlichen Parks als Shuttles genutzt und blieben bei vielen kleineren Bus-Firmen beliebt. Heute sind „Flxible Clippers“ als Wohnmobile extrem populär, so dass sich sogar eine internationale Organisation von „Clipper“-Besitzern gebildet hat.

Einer der zwei Busse, die Rasmussen gefunden hat, wurde von einer Tournee-Company, Cumberland Tours in Nashville, Tennessee, benutzt, während der andere draußen auf der grünen Wiese stand. Beide waren in einigermaßen gutem Zustand, als die Produktion sie kaufte und wurden gründlich überholt, um den Anforderungen des Films zu genügen. Die Sitze wurden herausgerissen, die Rahmen restauriert und in auffälligem Rot und Crème gestrichen (vorher waren sie blau-weiß) und jeweils wie ein Zuhause auf Rädern aus zweiter Hand ausgestattet. Zu weiteren, äußerlichen Veränderungen gehörten „Augenlid“-Blenden über den Vorderscheinwerfern, verchromte Leitern an der Rückseite und hölzerne Dachaufsätze, die den markanten klassischen Look komplettierten. Der zweite Bus wurde komplett restauriert, auch Motor und Antrieb, während nur sechzig Prozent des Inneren erneuert wurden. Er wurde vor allem für Stunts und die Außenaufnahmen der Second Unit verwendet.

Das Munro-Wohnmobil war – zumindest zu Beginn des Films – brandneu und kam direkt aus dem Showroom. Aber es ist unwahrscheinlich, dass irgendetwas Vergleichbares in einem echten Showroom zu finden ist. „Ich wollte, dass die Munros das aufgemotzteste Wohnmobil hatten, das man je gesehen hat“, sagt Sonnenfeld. „Ich wollte, dass dieses Wohnmobil auf unnatürliche Art und Weise aus der Landschaft ragt.“

Also war das erste, was Sonnenfeld tat, „Farben auszusuchen, die es in der Natur nicht gibt. Deshalb waren alle Grüntöne merkwürdigerweise zu direkt, zu strahlend.“ Sonnenfeld: entwickelte seine Idee noch weiter und überlegte: „Wie überwältigend wäre es, wenn ein Wohnmobil nicht nur überwältigend bunt wäre, sondern auch noch die Worte ,MIET MICH‘ darauf stehen würden? Dafür benutzten wir das strahlendste Gelb, das wir finden konnten. Dann sagte ich: Warum kleben wir nicht ein riesiges Foto von mir, Barry Sonnenfeld, im Western-Outfit (wenn ich mich auch selbst ,Irv‘ nenne) an die Seite des Wohnmobils mit dem Werbeslogan ,Für einen Tag oder lebenslänglich‘“.

Das Wohnmobil der Munros ist ein Forest River, Georgetown 359 TS. Die Produktion erwarb tatsächlich fünf von der Sorte für den Film, in zweien sehen wir die Munros im Film fahren und leben. Zwei andere wurden mit speziellen, hydraulischen Federungen ausgestattet, womit einige der extremen Fahrtmomente in Angriff genommen wurden. Das fünfte Wohnmobil, genannt „Wild Thing“, war komplett funktionstauglich mit ganzen Einheiten, die „wild“ waren und entfernt werden konnten, damit die Innenaufnahmen gefilmt werden konnten.

Tatsächlich gab es noch ein sechstes Wohnmobil, das Rasmussen bei der Fabrik in Einzelteilen bestellte. Die Spezialeffekte-Abteilung baute den Rahmen um, um mit hydraulischen Kolben zu ermöglichen, das Wohnmobil zu heben und zu senken, als es in den See gesetzt wird.

Um die Neu-Ausstattung des Wohnmobils abzuschließen, wurden alle „Innereien“ herausgenommen und mit einer neuen Farbpalette und größeren Fenstern ersetzt. Dachfenster wurden hinzugefügt, ebenso neue Kabinen. Die Wohnmobile sahen zu Beginn des Films alle genau gleich aus und als das motorisierte Heim stufenweise zerstört wird, mussten alle anderen Fahrzeuge ebenso behandelt werden, um dazu zu passen.


DIE DARSTELLER


ROBIN WILLIAMS (Bob Munro)

Robin Williams, Academy-Award®- und mehrfacher Grammy-Gewinner mit einer einmaligen Bandbreite an Vorstellungskraft, fügt seinem Repertoire immer weitere unvergessliche Charaktere hinzu.

1997 gewann Williams den Academy® und den Screen Actors Guild Award für seine Performance als Sean Maguire, der Therapeut, der in Gus Van Sants Good Will Hunting (Good Will Hunting) von Matt Damons Titelfigur – einem mathematischen Genie – konsultiert wird. Die Motion Picture Academy nominierte Williams zuvor als Bester Schauspieler in The Fisher King (König der Fischer, 1991), in Dead Poets Society (Der Club der toten Dichter, 1989) und Good Morning Vietnam (Good Morning, Vietnam, 1987). Für seine Performance neben Robert DeNiro in Awakenings (Zeit des Erwachens, 1990) erhielt Williams eine besondere Ehrung des National Board of Review. 2004 gewann Williams den prestigeträchtigen Career Achievement Award beim Chicago International Film Festival und 2005 zeichnete ihn die Hollywood Foreign Press Association mit dem Cecil B. DeMille Award für Herausragende Leistungen in der Welt des Entertainments aus.

Williams erregte erstmals die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit als Mork vom Ork in der erfolgreichen Serie „Mork & Mindy“. Geboren in Chicago und aufgewachsen in Michigan und Kalifornien, wurde er an New Yorks Juilliard School unter John Houseman ausgebildet. Williams gab sein Leinwanddebüt in der Titelrolle in Robert Altmans Popeye (Popeye, 1980). Zu seinen weiteren frühen Film-Credits gehören Paul Mazurskys Moscow on the Hudson (Moskau in New York, 1984), in dem er einen russischen Musiker spielt, der beschließt überzulaufen, und The World According to Garp (Garp und wie er die Welt sah, 1982), George Roy Hills Adaptation von John Irvings hochgelobtem Bestseller über einen Schriftsteller und seine feministische Mutter.

Williams’ Filmographie umfasst eine Reihe von Blockbustern. 1993 zum Beispiel spielte er die Hauptrolle in Chris Columbus’ Mrs. Doubtfire (Mrs. Doubtfire, 1993). Für Mike Nichols porträtierte Williams Armand Goldman in The Birdcage (The Birdcage – Ein Paradies für schrille Vögel, 1996), für den das Ensemble den SAG Ensemble Award gewann. 1996 erreichte sowohl The Birdcage als auch Jumanji (Jumanjii, 1995) in derselben Woche die magische 100-Millionen-Dollar-Marke am amerikanischen Boxoffice. Williams spielte außerdem die Doppelrolle von Peter Pan/Peter Banning in Steven Spielbergs Hook (Hook, 1991), einen Medizinstudenten, der seine Patienten in Patch Adams (Patch Adams, 1998) mit Humor heilt, und die Hauptrolle in Disneys Flubber (Flubber, 1997).

Seine bekanntesten Rollen jenseits seiner gewohnten komischen und Familien-Märchen verdankt Williams seiner Zusammenarbeit mit zwei talentierten jungen Regisseuren in dramatischen Thrillern. In Insomnia (Insomnia – Schlaflos, 2002) von Christopher Nolan stand er neben Al Pacino als öffentlichkeitsscheuer Schriftsteller Walter Finch vor der Kamera, Hauptverdächtiger im Mordfall an einem Teenager-Mädchen in einer Kleinstadt in Alaska. In Mark Romaneks One Hour Photo (One Hour Photo, 2002) spielte Williams einen Angestellten eines Fotolabors, der von einer jungen Vorstadt-Familie besessen ist.

Nur mit seiner Stimme kreierte Williams einen der lebendigsten Charaktere der letzten Zeit – den blauen Flaschengeist aus der Wunderlampe in Disneys Aladdin (Aladin, 1992). Die Performance setzte neue Standards bei der Vertonung von animierten Filmen. Aufnahmen seiner Ein-Mann-Shows sowie die Kinder-Schallplatte „Pecos Bill“ brachten ihm insgesamt fünf Grammy Awards ein. Zuletzt lieh Williams sein Stimmentalent dem erfolgreichen animierten Blockbuster Robots (Robots, 2005)

Zu Williams’ Bühnen-Credits gehören die bahnbrechende Produktion von Samuel Becketts „Waiting for Godot“ von Regisseur Mike Nichols mit seinem Ko-Star Steve Martin und unlängst die Produktion von „The Exonerated“ in San Francisco, die die wahren Geschichten von sechs unschuldigenden Überlebenden des Todestrakts erzählt.

Williams, der seine Karriere als Stand-up-Comedian begann, ist für seine Monologe bekannt, in denen er völlig frei assoziierte Sprünge vollzieht, unterbrochen von Einzeiler über Themen wie Politik, Geschichte, Religion, Rassenfragen und Sex. Nichts anderes machte Williams, als er mit seiner hochgelobten, unermüdlichen Ein-Mann-Show auf Tournee ging und 36 Städte besuchte. Die letzte Show wurde für HBO mitgeschnitten und am 14. Juli 2002 live aus New York übertragen.

Jenseits der Bühne unterstützt Williams mit großer Freude zahlreiche Organisationen in ihrem Kampf für medizinische Versorgung und die Menschenrechte bis hin zum Recht auf Ausbildung, Umweltschutz und die Unterstützung der Künste. Er unternahm dreimal in genau so vielen Jahren Reisen in den Mittleren Osten, um die Moral der Truppen zu stärken und ist wohl am meisten für seine Mitgliedschaft bei „Comic Relief“ bekannt, die 1986 als nicht kommerzielle Organisation gegründet wurde, um Amerikas Obdachlosen zu helfen.

Als Letztes standen für Williams Mark Mylods The Big White (The Big White – Immer Ärger mit Raymond, 2005), eine schwarze Komödie mit Holly Hunter, Woody Harrelson und Giovanni Ribisi, Patrick Stettners The Night Listener (2006), ein Drama mit Toni Colette und Man of the Year (2006) an. Bei Letzterem arbeitete er erneut mit Barry Levinson zusammen. Williams begann vor kurzem die Dreharbeiten zu August Rush (2006) mit Freddie Highmore und Liv Tyler.



JEFF DANIELS (Travis Gornicke)


Jeff Daniels gab sein Leinwand-Debüt in Milos Formans Ragtime (Ragtime, 1981). Doch es war sein Porträt von Debra Wingers Ehemann in Terms of Endearment (Zeit der Zärtlichkeit, 1983), das ihn zum Star machte. Woody Allen gehörte zu den Ersten, die das Talent des Schauspielers und seine komödiantischen Fähigkeiten erkannten und Daniels die Hauptrolle in The Purple Rose of Cairo (Purple Rose of Cairo, 1985) gab. Anschließend war Daniels Star einer ganzen Reihe von Filmen, darunter Something Wild (Gefährliche Freundin, 1986), The Butcher’s Wife (Der Mann ihrer Träume, 1991), Checking Out (Lebensmüde leben länger, 1989), Fly Away Home (Amy und die Wildgänse, 1996), 101 Dalmatians (101 Dalmatiner, 1996), Speed (Speed, 1994), Pleasantville (Pleasantville – Zu schön, um wahr zu sein, 1998), Arachnophobia (Arachnophobia, 1990), Gettysburg (Gettysburg, 1993), Dumb and Dumber (Dumm und dümmer, 1994), Blood Work (Blood Work, 2002), The Hours (The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit, 2002), Gods and Generals (2003), Imaginary Heroes (Imaginary Heroes, 2004) und Because of Wynn-Dixie (2005). Zu seinen letzten Auftritten gehörten George Clooneys Goodnight, and Good Luck (Goodnight, and Good Luck, 2005) und seine hochgelobte Rolle in Noah Baumbachs The Squid and the Whale (Der Tintenfisch und der Wal, 2005), die ihm seine dritte Nominierung als Bester Schauspieler für den Golden Globe einbrachte. Zuvor wurde er für Jonathan Demmes Something Wild und Woody Allens The Purple Rose of Cairo nominiert. Als nächstes ist er in Doug McGraths Infamous (2006) zu sehen, der im Oktober 2006 in die Kinos kommen soll.

Zu seinen Fernseh-Credits gehören „Five People You Meet In Heaven“ (basierend auf Alboms Bestseller-Roman), TNTs Remake von Neil Simons „The Goodbye Girl“, Robert Altmans „The Caine Mutiny Court Martial“, Lee Grants „No Place Like Home“, A&Es „The Crossing“, NBCs „Saturday Night Live“ und „Cheaters“ für HBO.

Zu Daniels Broadway-Auftritten zählen Lanford Wilsons „Redwood Curtain“ und „Fifth of July“, für den er einen Drama Desk Award als Bester Nebendarsteller gewann. Off-Broadway gewann Daniels eine Nominierung für einen Drama Desk Award für „Lemon Sky“ sowie einen Obie für seine Performance in der Produktion von „Johnny Got His Gun“ mit der Circle Repertory Company.

Zurück daheim in Chelsea, Michigan, verfolgte er seine Leidenschaft für das Theater weiter, indem er die Purple Rose Theater Company gründete, die Schauspieler, Drehbuchautoren und Designer aus dem Mittleren Westen unterstützt und fördert. Alle Stücke, die Daniels selbst geschrieben hat, feierten dort ihre Premiere: „Shoe Man“ (Detroit News Critics Award für das Beste Neue Stück), „The Tropical Pickle“, „The Vast Difference“, „Thy Kingdom’s Coming“, „Apartment 3A“, „Boom Town“, „Escanaba in da Moonlight“, „Across the Way“ (das als Bestes Neues Stück von der American Theatre Critics Association nominiert wurde), „Norma & Wanda“ und zuletzt „Guest Artist“.

Seit den 1970ern komponiert Jeff Daniels Songs und nahm unlängst „Jeff Daniels – Live and Unplugged“ auf, eine Sammlung von Live-Performances, die humorvoll und bewegend sein Leben und seine Karriere reflektieren. Die Einnahmen des CD-Verkaufs gehen an das Purple Rose Theater.

1999 gründete Daniels Purple Rose Films, eine in Michigan angesiedelte unabhängige Produktionsgesellschaft. Sein erster Film als Autor/Regisseur/Schauspieler war Escanaba in da Moonlight (2001), eine Komödie über Hirschjagd, die auf seinem erfolgreichen Stück basiert. Sein zweiter Film Super Sucker (2002), eine Komödie über einen Staubsauger-Vertreter im Mittleren Westen, gewann den Publikumspreis als Bester Film beim U.S. Comedy Arts Festival in Aspen.



CHERYL HINES (Jamie Munro)


Cheryl Hines gehört zum Ensemble von HBOs mit dem Golden Globe ausgezeichneter Serie (Beste Comedy-Serie 2003) „Curb Your Enthusiasm“, dem Geistesprodukt von Larry David, dem Mit-Erfinder von „Seinfeld“. Gerade lief die fünfte Staffel der Serie, die für zahlreiche Emmy-Awards nominiert wurde – u.a. gab es eine Nominierung für den Preis als Beste Nebendarstellerin für Hines und für die Beste Comedy-Serie.

Im letzten Sommer stand Hines neben Michael Keaton und Lindsay Lohan für Herbie: Fully Loaded (Herbie: Fully Loaded, 2005) vor der Kamera. Hines war außerdem in dem Independent-Film Bickford Schmeckler’s Cool Ideas (2005) von Autor/Regisseur Scott Lew vor der Kamera, der seine Premiere beim diesjährigen Aspen Comedy Festival feierte. Hines hat die Produktion an mehreren anderen Spielfilmen abgeschlossen, darunter Lucky 13 (2001), eine Independent-Familien-Komödie von Regisseur Scott Marshall, die ihr Debüt ebenfalls beim Aspen Comedy Festival im Februar 2005 feierte. Außerdem war Hines Ko-Star der romantischen Komödie Cake (2005) mit Sandra Oh und Taye Diggs und von Our Very Own (2005) mit Allison Janney, Keith Carradine und Jason Ritter.

Hines’ Fernseherfahrung umfasst mittlerweile auch die Bereiche Produktion, Regie und Voice-Over. In diesem Jahr zeichnete sie als ausführende Produzentin und Regisseurin für die Improvisations-Comedy-Serie „Campus Ladies“ für den Oxygen Channel verantwortlich, in der es um zwei Hausfrauen Mitte vierzig geht, die beschließen, sich am College einzuschreiben und in Erstsemester-Wohnheimen zu leben, und sie hat der Animationsserie „Father of the Pride“ ihre Stimme geliehen.

Als Mitglied des Groundlings Theater hat Hines viel Zeit mit dem Schreiben und Spielen von Sketchen und Improvisations-Comedy verbracht. Diese Erfahrung machte sie mit dem improvisierten Dialog-Format von „Curb Your Enthusiasm“ vertraut. Zu Beginn ihrer Karriere schrieb die Los Angeles Times: „In ihrer urkomischen ,One Woman Show‘ porträtiert Hines eine unwirklich untalentierte Solo-Künstlerin von ihrer allerschlechtesten Seite – ein Zwerchfell-Angriff auf alle, die jemals den Ernstfall erlebt haben.“ Variety stimmte zu und ergänzte: „Cheryl Hines’ ,One Woman Show‘ sorgt in jedem Theater für die fünf komischsten Momente … man will sie am liebsten drei Stunden lang auf der Bühne sehen.“

Hines lebt mit ihrem Ehemann Paul und ihrer Tochter Catherine Ross in Los Angeles.



KRISTIN CHENOWETH (MaryJo Gornicke)


Kristin Chenoweth ist eine vielseitige Sängerin und mit dem Tony Award ausgezeichnete Schauspielerin, die sich ihren Platz in Film und Fernsehen gesichert hat. Sie war vor kurzem in The Pink Panther (Der rosarote Panther, 2006) mit Steve Martin zu sehen und in Bewitched (Verliebt in eine Hexe, 2005) neben Nicole Kidman und Will Ferrell. Außerdem erfreut sie sich einer wiederkehrenden Rolle in der gefeierten Fernseh-Drama-Serie „The West Wing“, die im Weißen Haus spielt.

Als nächstes stehen für Chenoweth Stranger Than Fiction (2006) von Regisseur Marc Forster (Finding Neverland (Wenn Träume fliegen lernen, 2004)) mit Ferrell, Emma Thompson und Maggie Gyllenhaal an, die Leinwandadaption von Augusten Burroughs’ Running With Scissors (2006) von Drehbuchautor und Regisseur Ryan Murphy (TV-Serie „Nip/Tuck“) mit Annette Bening sowie die Titelrolle in dem Biopic über die Sängerin Dusty Springfield.

Chenoweth ist eine klassisch ausgebildete Sängerin, die sich in den Genres Pop, Oldies und Broadway-Musical gleichermaßen zu Hause fühlt und ihr Solo-Album-Debüt mit der Veröffentlichung von „Let Yourself Go“ für Sony Classical feierte. Chenoweths folgendes Album „As I Am“ erschien im April 2005 bei Sony Classical/Integrity. „As I Am“ bringt eine reichhaltige und emotionale Sammlung von Songs zusammen, die von klassischen Hymnen bis zu modernen Popsongs reichen – Songs, die alle von Schicksal und Liebe in ihrem spirituellsten und erlösendstem Sinn handeln.

Chenoweths Besuch am Broadway führte sie in die Produktion „Wicked“, in der sie Glinda, die gute Hexe spielte und eine Nominierung für den Tony gewann. Anschließend spielte sie mit den New Yorker Philharmonikern in Leonard Bernsteins „Candide“. Chenoweth bereitet sich außerdem auf die Hauptrolle des verdorbenen reichen Mädchens in dem Independent-Film-Musical Asphalt Beach (2007) von Autor und Regisseur Peter Spears vor, der mit seinem herausragenden Kurzfilm „Ernest & Bertram“ beim Sundance Filmfestival 2004 für Furore sorgte.

Vor kurzem trat Chenoweth beim 22.jährlichen „A Capitol Fourth Concert“ bei PBS auf und war im letzten Frühjahr in der ABC-Filmversion von Meredith Wilsons „The Music Man“ als Bibliothekarin Marian neben Matthew Broderick zu sehen.

Außerdem sieht man Chenoweth derzeit in der „Sesamstraße“ als Ms. Noodle und auf der Elmo-DVD „Elmo’s World: Happy Holidays!“, dem ersten Ferien-Special von Elmos Welt.

Im letzten Jahr erhielt Chenoweth jubelnde Kritiken für ihr „Lincoln Center’s 5th American Songbook“. Außerdem gab es Kritkerlob für ihren Auftritt in „City Center Encores! 10th Anniversary Bash“.

Für eine Bühnenproduktion von „Divas at Donmar“ kam Chenoweth für Regisseur Sam Mendes nach London. Des Weiteren trat sie beim Actor’s Fund Benefit Concert des Musicals „Funny Girl“ in New York City auf.

Chenoweth gab ihr Broadway-Debüt in einer Produktion von Molieres „Scapin“ mit Bill Irwin, im Frühjahr 1997 folgte des Kander&Ebb-Musical „Steel Pier“, für das sie einen Theatre World Award gewann. Während der Spielzeit 1998/1999 kreierte sie die Rolle der Sally in der ersten Broadway-Produktion von „You’re a Good Man, Charlie Brown“ und strich den Tony, den Drama Desk und den Outer Critics Circle Awards als Beste Schauspielerin in einem Musical in dieser Spielzeit ein.


JOANNA „JOJO“ LEVESQUE (Cassie Munro)


Joanna „JoJo“ Levesque ist Popsängerin mit mehrfach Platin-veredelten Alben, die im Alter von acht Jahren ihr Schauspieldebüt in Shakespeares „A Midsummer Night’s Dream“ am Huntington Theater in Boston feierte.

Levesque war in vielen Werbespots im Bostoner Lokal-Fernsehen und Radio zu sehen und zu hören, woraufhin Angebote für Plattenverträge ins Haus zu flattern begannen. Sie zog mit ihrer Mutter nach Kalifornien und landete eine Rolle als Sängerin und Schauspielerin in dem Musical „Nuncrackers“ am Freemont Centre Theatre in Pasadena.

Als sie zwölf Jahre alt war, wurde sie für eine Nickelodeon-Serie gecastet und unterzeichnete ihren ersten Plattenvertrag bei Da Family/Blackground/Universal Records. Ihr erstes Album „JoJo“ gewann mehrfach Platin, sie brach den Rekord als jüngste Solokünstlerin, die jemals einen Nummer-eins-Hit in den Billboard Pop Charts platzieren konnte, sowie als jüngste Künstlerin, die jemals für einen MTV Video Music Award nominiert wurde. Zusammen mit Usher tourte sie durch Europa, um ihr Album zu promoten.

Im Dezember 2005 trat Levesque für Präsident Bush und First Lady Laura Bush auf. Sie wurde erneut von ihnen eingeladen, um bei America’s Youth Rocks the Nation 2005 im Washington D.C. Armory aufzutreten. Abgesehen davon sang sie beim Orange Bowl die Nationalhymne.

Levesque gab ihr Spielfilmdebüt in Aquamarine (Aquamarin, 2006).



JOSH HUTCHERSON (Carl Munro)


Josh Hutcherson hat bereits mit vielen der besten Schauspieler und Regisseure Hollywoods zusammen gearbeitet. Er spielte in Kicking and Screaming (2005) neben Will Farrell und Robert Duvall, in Little Manhattan (2005) mit Bradley Whitford und Cynthia Nixon und zuletzt in Columbia Pictures’ Sci-Fi-Familienfilm Zathura (Zathura, 2005) mit Tim Robbins, den Jon Favreau inszenierte. Außerdem lieh Hutcherson seine Stimme der Hauptfigur in Hayao Miyazakis Animé Hauru no ogoku shiro (Das wandelnde Schloss, 2004) und er war Hero Boy in The Polar Express (Der Polarexpress, 2004)

Zu Hutchersons kommenden Filmen gehören Firehouse Dog (2006) und A Bridge to Terabithia (2007).

Zu Hutchersons Fernseh-Credits zählen der TNT-Film „Wilder Days“ mit Peter Falk, der Animal-Planet-Film „Miracle Dogs” und Gastrollen in NBCs „ER“, Lifetimes „The Division“ und ABCs „Line of Fire“.

Zu seinen Hobbies zählt er Autos, Bowling, Fußball und Triathlon-Wettkämpfe. Hutcherson lebt mit seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder Connor in Kentucky.



CHLOE SONNENFELD (Moon Gornicke)


Chloe Sonnenfeld stand zum dritten Mal in einem Film ihres Vaters Barry Sonnenfeld vor der Kamera. Sie hatte einen kurzen Cameo-Auftritt in Men in Black™ (Men in Black, 1997) und eine kleine Rolle im erfolgreichen Sequel des Films.

Seit 1999 wird sie auf der Bühne ausgebildet, als sie zu Shakespeare and Company kam und in mehreren Produktionen auftrat, darunter „Macbeth“ (zweimal), „The Tempest“, „A Midsummer Night’s Dream“, „Twelfth Night“, „Hamlet“ und „Romeo and Juliet“. Sie studierte bei Stages in Sag Harbor, NY, wo sie am Bay Street Theater in „Frankenstein Follies“ und „Pippi Longstocking“ auf der Bühne stand. Nach mehreren Spielzeiten mit Mudd Butts Mystery Theater Troup in Telluride Colorado reiste sie vor kurzem mit der Truppe nach Listowel in Irland, wo sie in „Tatterhood“ auftrat, einer irisch-amerikanischen Original-Ko-Produktion.



DIE FILMEMACHER


BARRY SONNENFELD (Regie)


Barry Sonnenfeld kann seit seinem Regiedebüt mit dem Boxoffice-Hit The Addams Family (Die Addams Family, 1991) auf eine beeindruckende Liste erfolgreicher Kinofilme verweisen. Dazu gehören Men in Black™ (Men in Black, 1997) mit Will Smith und Tommy Lee Jones, Addams Family Values (Die Addams Family in verrückter Tradition, 1993), in dem sich das Ensemble mit Raul Julia, Angelica Huston und Christopher Lloyd wieder zusammen fand, Get Shorty (Schnappt Shorty, 1995) mit John Travolta und Rene Russo und Men in Black™ II (Men in Black II, 2002). Zu seinen weiteren Credits gehören Wild Wild West (Wild Wild West, 1999) und Big Trouble (Jede Menge Ärger, 2002).

Sonnenfeld fungierte bei Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events (Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse, 2004) und Out of Sight (Out of Sight, 1998) als ausführender Produzent und als Produzent bei The Ladykillers (Ladykillers, 2004) und The Crew (Second Chance – Alles wird gut, 2000).

Für den Bildschirm zeichnete Sonnenfeld als ausführender Produzent für „The Tick“ und „Maximum Bob“ verantwortlich und inszenierte für beide die Pilotfilme. Außerdem war er Produzent der Fernsehserie „Karen Sisco“.

Sonnenfeld startete seine Karriere als Kameramann mit den Coen-Brüdern bei ihrem ersten Film Blood Simple (Blood Simple – Eine mörderische Nacht, 1984) und setzte seine Arbeit mit ihnen bei Raising Arizona (Arizona Junior, 1987) und Millers Crossing (Miller’s Crossing, 1990) fort. Außerdem übernahm Sonnenfeld die Kameraführung bei Penny Marshalls Big (Big, 1988), Danny DeVitos Throw Mama from the Train (Schmeiß’ die Mama aus dem Zug!, 1987) sowie bei zwei Filmen für Rob Reiner, When Harry Met Sally (Harry und Sally, 1989) und Misery (Misery, 1990). Er inszenierte des Weiteren zahlreiche, mit dem Clio Award ausgezeichnete Werbespots für Nike, Reebok und Isuzu.

Sonnenfeld besuchte die Universität von New York, wo er einen BA in Politikwissenschaften und einen MFA in Film machte. Er lebt mit seiner Frau „Sweetie“ und seiner Tochter Chloe in East Hampton, New York, und in Telluride, Colorado.




GEOFF RODKEY (Drehbuch)


Geoff Rodkey schrieb zuletzt die Drehbücher für The Shaggy Dog (2006) mit Tim Allen und Revolution Studios’ erfolgreiche Komödie Daddy Day Care (Der Kindergarten Daddy, 2003) mit Eddie Murphy.

Zuvor gehörte Rodkey zum Autorenteam der Comedyserie „Lateline“ mit Al Franken, schrieb für die für den Emmy nominierte Serie „Politically Incorrect“ und war Ko-Autor von zwei Episoden von „Beavis and Butthead“. Außerdem verfasste er das Buch „Newtisms: The Wit and Wisdom of Newt Gingrich“ und schrieb eine fiktionale Figur für Frankens Bestseller „Rush Limbaugh Is a Big Fat Idiot and Other Observations“.



LUCY FISHER (Produktion)


Lucy Fisher ist ehemalige Vize-Präsidentin von Sonys Columbia TriStar Motion Picture Group und als Ko-Geschäftsführerin von Red Wagon Entertainment Partnerin des Oscar®-prämierten Produzenten Douglas Wick. Zusammen haben sie mit vielen der anerkanntesten Filmemachern der Welt gearbeitet, zuletzt bei Memoirs of a Geisha (Die Geisha, 2005) von Regisseur Rob Marshall (nominiert für sechs und Gewinner von drei Oscars®), und bei Academy-Award®-Gewinner Sam Mendes’ Jarhead (Jarhead – Willkommen im Dreck, 2005) mit Jamie Foxx und Jake Gyllenhaal.

Fisher war zwischen 1996 und 2000 Vize-Präsidentin bei Sony Pictures. Während ihrer Amtszeit brach das Studio alle Rekorde der Industrie mit dem größten einheimischen Einspielergebnis der Geschichte mit den Filmen, die sie überwachte, einschließlich Men in Black (Men in Black™, 1997), My Best Friend’s Wedding (Die Hochzeit meines besten Freundes, 1997), Air Force One (Air Force One, 1997), Jerry Maguire (Jerry Maguire – Spiel des Lebens, 1996), The Mask of Zorro (Die Maske des Zorro, 1998), As Good As It Gets (Besser geht’s nicht, 1997) und Stuart Little (Stuart Little, 1999).

Nachdem sie die Vorstandsetage 2001 verlassen hatte, folgte Fishers erste Produktion mit Wick, Stuart Little 2 (Stuart Little 2, 2002), die das ursprüngliche kreative Team und die Besetzung des Blockbusters Stuart Little wieder zusammen brachte. Fisher und Wick produzieren zurzeit Stuart Little 3. Zwischen 2002 und 2003 produzierte Red Wagon Entertainment Peter Pan (Peter Pan, 2003) und Bewitched (Verliebt in eine Hexe, 2005).

Bevor sie zu Sony kam, fungierte Fisher 14 Jahre lang als Executive Vice President of Worldwide Production bei Warner Brothers. Dort entwickelte und überwachte sie eine weite Bandbreite kommerziell erfolgreicher und von den Kritikern gelobter Filme, einschließlich The Color Purple (Die Farbe Lila, 1985), The Fugitive (Auf der Flucht, 1993), Twister (Twister, 1996), Gremlins (Gremlins – Kleine Monster, 1984), The Goonies (Die Goonies, 1985), Malcolm X (Malcolm X, 1992), The Bridges of Madison County (Die Brücken am Fluss, 1995), Space Jam (Space Jam, 1996), Empire of the Sun (Das Reich der Sonne, 1987), The Outsiders (Die Outsider, 1983), The Witches of Eastwick (Die Hexen von Eastwick, 1987) und The Secret Garden (Der geheime Garten, 1993). Sie betreute außerdem den Einkauf von Independentfilmen, die bei Warner Bros. herauskamen, sowie Michael Moores Debüt Roger and Me (Roger und ich, 1989). Fisher startete ihre Karriere als Lektorin bei United Artists.

Sie wurde dann Vize-Präsidentin der Produktion bei Twentieth Century Fox, bevor sie zur Leiterin der weltweiten Produktion von Francis Ford Coppolas Zoetrope Studios ernannt wurde.

Neben ihrer kreativen Arbeit hat sich Fisher als Pionierin für Frauen und arbeitende Mütter in der Unterhaltungsbranche einen Namen gemacht. Sie war die treibende Kraft hinter dem lokalen Warner Bros. Studio Children’s Center, das seine Pforten 1992 öffnete. Es hat Tagespflegeplätze für über 1.000 Kinder bereitgestellt und wurde Prototyp für Kindergärten anderer Studios.

Zu Fishers vielen Preisen gehören der Hollywood Award for Outstanding Achievement in Producing, der angesehene Crystal Award der Women in Film und der Icon Award und der Jewish Image Awards’ Industry Leadership Award. Sie wurde außerdem als eine der „50 mächtigsten Frauen der amerikanischen Wirtschaft“ im Magazin „Fortune“ gelistet.

Fisher, die ihren Abschluss mit Auszeichnung an der Harvard Universität gemacht hat, gründete und fungierte als Kuratoriumsmitglied von Peter Ivers Artist-in-Residency Program in Harvard. Sie ist Beraterin des Los Angeles Chapter of the Juvenile Diabetes Research Foundation International, Ko-Gründerin von CuresNow, einer Organisation, die Recherchen in regenerativer Medizin und Stammzellenforschung betreibt, war Ko-Präsidentin der California Stem Cell Research and Cures Initiative (Prop 71, die bei der Wahl im November 2004 genehmigt wurde) und sitzt heute im Vorstand der Alliance of Stem Cell Research.




DOUGLAS WICK (Produktion)


Die Filme von Douglas Wick haben mehr als 1,5 Milliarden Dollar am Boxoffice eingespielt, waren zwanzig Mal für den Academy Award® nominiert und haben sieben Mal den Oscar® gewonnen. Wicks Partnerin ist die ehemalige Vize-Präsidentin von Sonys Columbia Tri-Star Motion Picture Group, Lucy Fisher, die als Ko-Geschäftsführerin von Red Wagon Entertainment fungiert. Zusammen haben sie mit vielen der anerkanntesten Filmemachern der Welt gearbeitet, darunter Rob Marshall mit Memoirs of a Geisha (Die Geisha, 2005) (nominiert für sechs und Gewinner von drei Oscars®) und Academy-Award®-Gewinner Sam Mendes mit Jarhead (Jarhead – Willkommen im Dreck, 2005) mit Jamie Foxx und Jake Gyllenhaal.

2000 produzierte Wick Gladiator (Gladiator), der 12 Academy Award®-Nominierungen erhielt und fünf Oscars® gewann, einschließlich des Preises für den Besten Film. Das Epos, von Ridley Scott inszeniert und mit Russell Crowe in der Hauptrolle, wurde zu einem Kino-Phänomen, das weltweit mehr als 450 Millionen Dollar einspielte. Gladiator wurde außerdem mit zwei Golden Globe Awards, einschließlich des Preises für den Besten Film, ausgezeichnet, mit vier BAFTAS, darunter dem für den Besten Film, wurde AFI’s Movie of the Year, der Beste Film bei den MTV Movie Awards und gewann den Golden Laurel Motion Picture Producer of the Year Award der Producers Guild.

Wicks beliebter Blockbuster Stuart Little (Stuart Little) kam 1999 mit Academy Award®-Gewinnerin Geena Davis und den Stimmen von Michael J. Fox und Nathan Lane in die Kinos. Inszeniert von Rob Minkoff, spielte Stuart Little über 300 Millionen Dollar weltweit ein und wurde mit einer Oscar®-Nominierung ausgezeichnet. Er wurde sofort zu einem Klassiker, einem Top-Seller-Video und einer Family-Franchise für Sony. Zusammen produzierten Wick und Fisher Stuart Little 2 (Stuart Little 2, 2002), der das gesamte kreative Team und den gesamten Cast wieder zusammen brachte, eine Nominierung für einen BAFTA erhielt und wie sein Vorgänger ein weltweiter Hit wurde.

Abgesehen von der Produktion von Peter Pan (Peter Pan, 2003) und Bewitched (Verliebt in eine Hexe, 2005) mit Fisher und ihrer Company Red Wagon Entertainment, gehören zu Wicks weiteren Filmen Spy Game (Spy Game, 2001), der die Film-Ikonen Robert Redford und Brad Pritt unter der Regie von Tony Scott zusammenbrachte, Hollow Man (Hollow Man – Unsichtbare Gefahr, 2000) von Regisseur Paul Verhoeven und Girl, Interrupted (Durchgeknallt, 1999), der Angelina Jolie für ihre bahnbrechende Performance sowohl einen Academy Award® als auch einen Golden Globe als Beste Nebendarstellerin einbrachte.

Working Girl (Die Waffen der Frauen, 1988), inszeniert von Mike Nichols, markierte Wicks erste Solo-Produktion. Mit Harrison Ford, Melanie Griffith und Sigourney Weaver gewann Working Girl sechs Nominierungen für den Academy Award®, einen Oscar® und fünf Golden Globes, einschließlich des Preises für den Besten Film (Musical oder Komödie). Wick arbeitete später bei Nichols’ Wolf (Wolf – Das Tier im Manne, 1994) mit Jack Nicholson und Michelle Pfeiffer zusammen. Wick ließ darauf The Craft (Der Hexenclub, 1996) folgen, das originelle Teenager-Hexen-Spektakel. Nachdem er seinen Abschluss mit Auszeichnung an der Yale University gemacht hatte, startete er seine Karriere als Assistent von Filmemacher Alan Pakula. Er erhielt seinen ersten Credit als Ko-Produzent von Starting Over (Auf ein Neues, 1979).

Wick saß im Kuratorium des Zentrums für Früherziehung in Los Angeles und im Board of Directors der Producers Guild of America. Er ist Ko-Gründer von CuresNow, einer Organisation, die Recherchen in regenerativer Medizin und Stammzellenforschung betreibt, war Ko-Präsident der California Stem Cell Research and Cures Initiative (Prop 71, die bei der Wahl im November 2004 genehmigt wurde). Heute sitzt er im Vorstand der Alliance of Stem Cell Research.

Wick wurde mit dem Saturn Award ausgezeichnet, dem Los Angeles Father of the Year Award, als Santa Barbara International Film Festival’s Producer of the Year, und als Motion Picture Club’s Producer of the Year, wurde 2002 NATO ShoWest Producer of the Year und erhielt 2002 den Hollywood Award for Outstanding Achievement in Producing, und zuletzt im letzten Jahr den „Producer of the Year“-Award des Hollywood Film Festivals.



BOBBY COHEN (ausführende Produktion)

Bobby Cohen kombiniert als Präsident von Red Wagon Entertainment die Feinfühligkeit des Filmemachers mit dem Manager-Auge für Details. In seiner Funktion überwacht er so die weitreichende Bandbreite von Projekten der Company von der Vor-Produktion bis zum Kinostart.

Cohen fungierte als ausführender Produzent bei Nora Ephrons Bewitched (Verliebt in eine Hexe, 2005) mit Nicole Kidman und Will Ferrell. Außerdem war er ausführender Produzent bei Oscar®-Gewinner Sam Mendes’ Jarhead (Jarhead – Willkommen im Dreck, 2005) mit Jake Gyllenhaal, Peter Sarsgaard und Jamie Foxx und bei Rob Marshalls hochgelobter Leinwandadaption von Memoirs of a Geisha (Die Geisha, 2005), die drei Academy Awards® gewann.

Bevor er zu Red Wagon kam, war Cohen Ko-Produzent von Don Roos’ Happy Endings (Happy Endings, 2005) mit einem Ensemble aus u.a. Lisa Kudrow, Maggie Gyllenhaal, Steve Coogan, Tom Arnold, Bobby Cannavale, Jason Ritter und Jesse Bradford. Der Film eröffnete 2005 das Sundance Film Festival.

1999 gründete Cohen Cohen Pictures. Die Company hatte einen Vertrag für mehrere Filme mit Miramax. In jener Zeit produzierte er die Komödie View From the Top (Flight Girls, 2003) mit Gwyneth Paltrow, Christina Applegate, Candice Bergen, Kelly Preston, Mark Ruffalo und Mike Myers. Des Weiteren war er Ko-Produzent des romantischen Dramas Bounce (Bounce – Eine Chance für die Liebe, 2000) mit Ben Affleck und Gwyneth Paltrow. Er zeichnete als ausführender Produzent für die romantische Komödie Down to You (Den einen oder keinen, 2000) mit Freddie Prinze, Jr. und Julia Stiles verantwortlich und für Lasse Hallströms The Cider House Rules (Gottes Werk und Teufels Beitrag, 1999) mit Tobey Maguire, Charlize Theron, Paul Rudd und Michael Caine, der Academy Awards® für das Beste Drehbuch und den Besten Nebendarsteller, Caine, einheimsen konnte.

Cohen war zuvor Senior Vice-President of Production bei Miramax Films. Während seiner Amtszeit bei Miramax fungierte Cohen als ausführender Produzent bei Rounders (1998) mit Matt Damon und Edward Norton und bei 54 (Studio 54, 1998) mit Mike Myers, Neve Campbell und Salma Hayek. Zusätzlich arbeitete er an vielen anderen Filmen wie Clerks (Clerks – Die Ladenhüter, 1994), Wide Awake (1998), Smoke (Smoke – Raucher unter sich, 1995), The Pallbearer (Der Zufallslover, 1996), Scream (Scream – Schrei!, 1996) und Beautiful Girls (Beautiful Girls, 1996)

Cohen startete seine Karriere bei der The Writers and Artists Agency in New York. Derzeit lebt er mit seiner Frau Katie und den Kindern Jack und Molly in Los Angeles.



RYAN KAVANAUGH (ausführende Produktion)


Ryan Kavanaugh ist einer der Leiter von Relativity Media, LLC, einer Institution in der Unterhaltungsbranche, die auf einzigartige Weise Filmfinanzierung und Unternehmens-Finanzierungen als Kerngeschäft verbindet. Vor seiner Arbeit für Relativity startete Kavanaugh im Alter von 22 eine Kapitalgesellschaft und verdiente und investierte Hunderte Millionen Dollar in Unternehmen und privaten Eigenkapital-Transaktionen.

In seiner Zeit bei Relativity war Kavanaugh für die Schaffung von Geschäfts- und Finanzstrukturen für eine Reihe von Studios, Produktionsgesellschaften und Produzenten verantwortlich und bewegte mehr als zwei Milliarden Dollar Kapital innerhalb dieser Strukturen. Zu seinen Kunden und Vertragspartnern gehören unter anderem Marvel Entertainment, Atmosphere Entertainment MM, der französische Verleiher/Handelsvertreter Exception-Wild Bunch S.A., Warner Bros., Sony und Universal. Relativity berät und betreut außerdem eine Reihe von Bulge-Bracket-Banks- und Hedge-Fonds und deren Investitionsaktivitäten in der Filmbranche.

Einer der letzten Deals von Relativity und vielleicht der bemerkenswerteste war die Mitwirkung der Firma an dem revolvierenden Kredit in Höhe von 525 Millionen Dollar für Marvel Entertainment, der in Wall-Street-Kreisen als einer der innovativsten und elegantesten Abschlüsse, der je in der Unterhaltungsbranche gelandet wurde, gilt. Der Deal war die Kreation von Kavanaugh und seinem Partner Lynwood Spinks und wurde schließlich von diesen und Merrill Lynch zum Abschluss geführt.

Kavanaugh war außerdem Gründer von Relativity Film Finance, einer Einrichtung, die drei bis vier einzelne Independent-Filme im Monat finanziert. Dazu gehören bislang Land of the Dead (Land of the Dead, 2005), Full of It (2006) und Produzentin Laura Ziskins anstehender Bruce-Willis-Film Morgan’s Summit (2007).



GRAHAM PLACE (Koproduktion)


Graham Place war ausführender Produzent von The Addams Family (Die Addams Family, 1991) und Ko-Produzent von For Love or Money (Ein Concierge zum Verlieben, 1993). Daneben arbeitete er mit Joel und Ethan Coen als Line Producer bei Miller’s Crossing (Miller’s Crossing, 1990) und als Ko-Produzent bei Barton Fink (Barton Fink, 1991) und The Hudsucker Proxy (Hudsucker – Der große Sprung, 1994).

Place fungierte als Ko-Produzent bei Nell (Nell, 1994) mit Jodie Foster und außerdem als Ko-Produzent von Barry Sonnenfelds Get Shorty (Schnappt Shorty, 1995), Men In Black™ (Men in Black, 1997), Wild, Wild West (Wild Wild West, 1999), Big Trouble (Jede Menge Ärger, 2002) und Men in Black™ II (Men in Black II, 2002).




FRED MURPHY, ASC (Kamera)


Fred Murphy fotografierte zuvor unter anderem Dreamer (Dreamer, 2005), David Koepps Secret Window (Das geheime Fenster, 2004) und Stir of Echoes (Echoes – Stimmen aus der Zwischenzeit, 1999), Auto Focus (Auto Focus, 2002), The Mothman Prophecies (Die Mothman Prophecies – Tödliche Visionen, 2002), October Sky (1999), Dance With Me (1998), Metro (Metro – Verhandeln ist reine Nervensache, 1997), Faithful (Der Hochzeitstag, 1996), The Fantasticks (2000), Murder in the First (Lebenslang in Alcatraz, 1995), Jack the Bear (Jack der Bär, 1993), Enemies: A Love Story (Feinde – Geschichte einer Liebe, 1989), Fresh Horses (Zärtliche Liebe, 1988), Full Moon in Blue Water (Die Trottel vom Texas-Grill, 1988), Best Seller (Bestseller, 1987), The Dead (Die Toten, 1987), Five Corners (Pinguine in der Bronx, 1987), Hoosiers (Freiwurf, 1986), The Trip to Bountiful (A Trip to Bountiful – Reise ins Glück, 1985), Eddie and the Cruisers (1983) und Heartland (1979). Er war Ko-Kameramann an der Seite von Henri Alekan bei The State of Things (Der Stand der Dinge, 1982), der 1983 beim Venice Film Festival mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde. Sein erster Kinofilm war Girlfriends aus dem Jahr 1978.

Zu seinen Arbeiten fürs Fernsehen gehören „Witness Protection“, „The Final Days“, „Sessions“, „The Gardener’s Son“ und der Pilot von „Nothing Sacred“.

Geboren und aufgewachsen in New York City, besuchte Murphy die Columbia University und die Rhode Island School of Design.


MICHAEL BOLTON (Szenenbild)


Michael Bolton entwarf unlängst das Szenenbild für den Thriller White Noise (White Noise – Schreie aus dem Jenseits, 2005) mit Michael Keaton. Er kreierte außerdem den stylishen Look für den Kultklassiker Romeo Must Die (Romeo Must Die, 2000) von Regisseur Andrzej Bartkowiak. Zu weiteren Filmen, bei denen er als Szenenbildner fungierte, gehören unter anderem der Thriller Final Destination 2 (Final Destination 2, 2003), Saving Silverman (Zickenterror – Der Teufel ist eine Frau, 2001), White Fang (Wolfsblut, 1991), Out Cold (Eis kalt, 2001), Wrongfully Accused (Unter falschem Verdacht, 1998), Homeward Bound II (Ein tierisches Trio, 1996), Look Who’s Talking Now (Kuck’ mal wer da jetzt spricht!, 1993) und The Fly II (Die Fliege II, 1989).

Fürs Fernsehen entwarf Bolton die Designs für zwei der sehr populären Muppet-Filme, nämlich „The Muppets’ Wizard of Oz“ und „A Very Muppet Christmas“ — beide für Regisseur Kirk Thatcher. Zu weiteren Fernsehprojekten gehören „Noah“, „Goldrush“, „A Christmas Star“ und „A Stranger In My Bed“.

Als Art Director arbeitete Bolton an Filmen wie Fire With Fire (Fire with Fire – Verbotene Leidenschaft, 1986), The Journey of Natty Gann (Die Reise von Natty Gann, 1985), Iceman (Iceman – Der Mann der aus dem Eis kam, 1984) und Star 80 (Star 80 – Tod eines Playmates, 1983).



KEVIN TENT, A.C.E. (Schnitt)


Vor kurzem schloss Kevin Tent mit Sideways (Sideways, 2004) seine vierte Zusammenarbeit mit Autor/Regisseur Alexander Payne ab. Sideways wurde für einen A.C.E. Award nominiert. Zuvor wurde er für zwei weitere hochgelobte Payne-Projekte nominiert, About Schmidt (About Schmidt, 2002) und Election (Election, 1999). Das erste Mal arbeitete er mit Payne bei dessen Kinodebüt Citizen Ruth (Baby Business, 1996) mit Laura Dern zusammen. Der Film feierte 1997 seine Premiere beim Sundance Film Festival.

2004 schnitt Tent den Psychothriller The Clearing (Anatomie einer Entführung, 2004) mit Robert Redford, Helen Mirren und Willem Dafoe. Er arbeitete für den verstorbenen Regisseur Ted Demma an dessen Drogen-Epos Blow (Blow, 2001) mit Johnny Depp und Penelope Cruz und mit James Mangold an Girl, Interrupted (Durchgeknallt, 1999) mit Winona Ryder und Academy-Award®-Gewinnerin Angelina Jolie (Beste Nebendarstellerin).

Zu seinen weiteren Credits gehören Homage (1995) (eine Sundance Film Festival Premiere aus dem Jahr 1996), Guncrazy (Guncrazy – Junge Killer, 1992) von Regisseurin Tamra Davis und Since You’ve Been Gone (Ein total verrücktes Klassentreffen, 1998), inszeniert von David Schwimmer. Tent startete seine Karriere in Roger Cormans New Horizons Studio, wo er zahllose Klassiker wie Not of This Earth (Vampire aus dem All, 1988) und Hollywood Blvd. II (1989) schnitt. Er war außerdem Cutter von Frankenhooker (1990).






MARY E. VOGT (Kostüm)


DIE CHAOSCAMPER markiert Mary E. Vogts vierte Zusammenarbeit mit Regisseur Barry Sonnenfeld, nachdem sie zuvor bereits die Kostüme für Men in Black™ (Men in Black, 1997), Men in Black™ II (Men in Black II, 2002) und Big Trouble (Jede Menge Ärger, 2002) entworfen hatte. Außerdem war sie Kostümdesignerin bei Sonnenfelds TV-Pilot „Maximum Bob“.

Zuletzt sorgte Vogt für die Kostüme von Son of the Mask (Der Sohn der Maske, 2005) mit Jamie Kennedy sowie von Looney Toons – Back in Action (2003) für Regisseur Joe Dante, Unconditional Love (Wer tötete Victor Fox?, 2002) und Inspector Gadget (Inspektor Gadget, 1999). Vogt entwarf die Kostüme für fünf Filme von Regisseur John Badham, Nick of Time (Gegen die Zeit, 1995), Stakeout (Stakeout – Die Nacht hat viele Augen, 1987), Short Circuit (Nummer 5 lebt!, 1986), The Hard Way (Auf die harte Tour, 1991) und Drop Zone (Drop Zone, 1994). Für Regisseur David Zucker arbeitete sie an The Naked Gun (Die nackte Kanone, 1988) und The Naked Gun 33 1/3 (Die nackte Kanone 33 1/3, 1994). Auch die Kostüme von Hocus Pocus (Hocus Pocus – Drei zauberhafte Hexen, 1993) mit Bette Midler und Sarah Jessica Parker entstammen ihrer Fantasie, und sie arbeitete neben Kostümdesigner Bob Ringwood an den Kleidern für Batman Returns (Batmans Rückkehr, 1992).



JAMES NEWTON HOWARD (Musik)


James Newton Howard zählt zu Hollywoods vielseitigsten und profiliertesten Komponisten und kann auf Credits bei mehr als neunzig Filmen verweisen. Er wurde sechsmal für einen Academy Award® nominiert, zweimal für den Golden Globe und einmal für den Grammy. Des Weiteren gewann er zwischen 1994 und 2002 24 ASCAP Awards für Film und Fernsehshows. Zu seinen Credits gehören so unterschiedliche Filme wie The Sixth Sense (Sixths Sense, 1999), Signs (Signs – Zeichen, 2002), The Fugitive (Auf der Flucht, 1993), Pretty Woman (Pretty Woman, 1990), The Prince of Tides (Herr der Gezeiten, 1991), Grand Canyon (Grand Canyon – Im Herzen der Stadt, 1991), Dave (Dave, 1993), Primal Fear (Zwielicht, 1996), Glengarry Glen Ross (Glengarry Glen Ross, 1992), The Devil’s Advocate (Im Auftrag des Teufels, 1997) und Dinosaur (Dinosaurier, 2000).

Zu Howards letzten Projekten gehören Peter Jacksons King Kong (King Kong, 2005), Revolution Studios Freedomland (2006) mit Samuel L. Jackson und Julianne Moore, Christopher Nolans Batman Begins (Batman Begins, 2005) mit Christian Bale, Sydney Pollacks The Interpreter (Die Dolmetscherin, 2005) mit Nicole Kidman und Sean Penn, die Live-Action-Version von Peter Pan (Peter Pan, 2003), Hidalgo (Hidalgo – 3000 Meilen zum Ruhm, 2004) mit Viggo Mortensen, M. Night Shyamalans The Village (The Village – Das Dorf, 2004), für den Howard seine sechste Oscar®-Nominierung für den Besten Originalscore erhielt, und Michael Manns Collateral (Collateral, 2004). Zu seinen kommenden Projekten gehört M. Night Shyamalans Lady In The Water (2006).

Howard besuchte die Music Academy of the West in Santa Barbara, Kalifornien, und die University of Southern California’s Colburn School of Music. Er schloss seine formale Ausbildung als Student unter dem legendären Arrangeur Marty Paich ab. Obwohl er so eine klassische Ausbildung genoss, pflegte er sein Interesse an Rock und Pop. Seine frühen Arbeiten im Popbereich verfeinerten seine Talente als Songschreiber, Musiker, Arrangeur, Produzent und Komponist.

Er verbrachte zwei Jahre mit Session-Arbeit für eine Vielzahl von Künstlern, von Carly Simon bis Ringo Starr und nahm selbst zwei Solo-Alben auf. 1975 kam er für eine Tournee und Studioaufnahmen zu Superstar Elton Johns Band, wobei er sich um die Orchestrierungen und Streicher-Arrangements kümmerte. Als einer der gefragtesten Musiker in der Branche – als Songschreiber, Plattenproduzent, Dirigent, Keyboarder und Filmkomponist – kann Howard auf eine Reihe von Studio-Arbeiten mit einigen der größten Namen der Popindustrie verweisen, darunter Barbra Streisand, Randy Newman, Rickie Lee Jones, Chaka Khan, Olivia Newton-John, Earth Wind and Fire, Bob Seger, Rod Stewart und Glen Frey, unter anderen.

 

 


    
                                                                                                                           99 Min

DIE CHAOSCAMPER handelt von einer Familie, in der sich alle in gewisser Weise voneinander entfernt haben – obwohl alle noch immer zusammenleben. Sie haben alle ihre eigenen MP3-Player, ihre eigenen Computer. Also selbst, wenn sich alle im selben Raum befinden, sind sie geistig voneinander getrennt. Dass sie zusammen in dieses Wohnmobil gepfercht werden, droht zunächst, sie alle noch weiter auseinanderzubringen. Aber ihre fast desaströsen Erfahrungen bringen sie auf wundervolle Art und Weise wieder zusammen. Durch Abenteuer und Missgeschicke sind sie gezwungen, die Dinge gemeinsam als Familie zu bewältigen und sich wieder einander anzunähern.“

Außerdem, fügt Sonnenfeld hinzu, sind es die gemeinsamen Erfahrungen der Munros, die sie als Familie definieren. „Wenn man zusammen unterwegs ist und einen Platten hat und alle nur noch lachend im Regen am Straßenrand stehen, weil es keinen Wagenheber gibt und Dad seinen Schraubenzieher verwenden muss, um den Reifen zu wechseln, dann ist das etwas, an das man sich sein Leben lang erinnern wird.“

Für die Produzenten ist DIE CHAOSCAMPER außerdem ein Film über Gemeinschaft. „Sobald wir auf dem ersten Campingplatz ankamen, sahen wir, dass es eine Gemeinschaft von Menschen gibt, die hier eine ziemlich nette Zeit miteinander verbringen“, erinnert sich Fisher. „Sie hatten Mixer und bereiteten Margaritas und feierten Partys. Wir empfanden das Gemeinschaftsleben auf einem Campingplatz wirklich einen der reizvollsten Aspekte.“

Die Erfahrung erwies sich als so unauslöschlich für Fisher und Wick, dass sie sofort damit begannen, einen Film in Erwägung zu ziehen, der sich dem Wohnmobil-Lebensstil widmen würde. „Die Idee war“, so Wick, „alle Sorgen und Probleme einer Familie in der Enge eines Wohnmobil zu lösen.“

Für Regisseur Sonnenfeld ging es bei dem Film um eine Story, die auch seine eigenen Erfahrungen als Vater und Ehemann mit einschloss. Mit DIE CHAOSCAMPER konnte er einige seiner eigenen (wie gesagt: rückblickend) amüsanten Erfahrungen in eine Komödie einfließen lassen.


DIE MUNROS UND DIE GORNICKES


 


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