Gernstls Reisen - Auf Der Suche Nach Dem Glück Filmtipp

So beginnt ein Film, der als bayerische Antwort auf das erfolgreiche Genre „Roadmovie“ gedeutet werden muss: Fesselnd und leise. Spannend und schön. Unterwegs und unterhaltsam. Und brutal gut für die Seele.

Vor mehr als zwei Jahrzehnten teilten Kameramann und Fotograf Hans Peter Fischer und der Sozialpädagoge, Bankkaufmann, Barkeeper und spätere BR-Hospitant Franz Xaver Gernstl in München eine WG und diverse Freundinnen. Abends kam noch Stefan Ravasz, damals Schriftsetzer bei einer Boulevard-Zeitung, zum Backgammon spielen vorbei. Weil sie mit der Kamera herumreisen wollten, gründeten Gernstl und Fischer irgendwann ihre eigene Produktionsfirma. Und Ravasz wurde ihr Tonmann. Seitdem ziehen sie gemeinsam durch die Gegend. Auf der Suche nach Lebensphilosophen, zu denen sie eigentlich selber gehören.

Mit seinen Reiseberichten wurde Franz Xaver Gernstl bald bekannt. Mit regelmäßig über zehn Prozent Marktanteil stimmen bei „Gernstl unterwegs“ im Bayerischen Fernsehen auch heute noch die Einschaltquoten. Die Zuschauer – zwei Drittel schalten außerhalb Bayerns ein – dürsten stets nach neuen Folgen. Sie fordern Gernstl-Routen schriftlich an, um sie selber nachzufahren. Und nach zwei Grimme-Preisen und einem Bayerischen Filmpreis nimmt beim Bayerischen Fernsehen keiner mehr Anstoß daran, wenn das Gernstl-Team wieder einmal nicht ganz politisch korrekt und dem Hedonismus frönend filmend durch die Lande zieht.

Logisch, dass irgendwann einmal der erste Kinofilm daraus werden musste:

GERNSTLS REISEN – AUF DER SUCHE NACH DEM GLÜCK

Mit ihr beginnt alles: Eine junge Dame mit langen dauergewellten Haaren steht irgendwann Anfang der Achtziger Jahre im Trenchcoat an einer Bushaltestelle im Allgäu und wartet auf den Bus nach Ochsenhausen. Sie erzählt wenig, ist scheu, schaut kein einziges Mal in die Kamera. Als der Münchner Franz Gernstl mit Kopfhörer und enger Jacke neben ihr auftaucht und sich neben sie in den Bus setzt, sagt sie irgendwann: „Es gefällt mir gut auf dem Land.“ In der Stadt sei sie sowieso noch nicht oft gewesen.

Die erste Station auf der Suche nach dem Glück.

Gernstl redet nicht viel. „Und, wie geht’s?“, „Aha!“ „Soso!“. Mehr braucht es oft nicht, um die Menschen zum Erzählen zu bringen. Normalerweise. In einem kleinen bayerischen Ort aber fragt Gernstl einen Mann neben einer brennenden Wiese, aus welchem Grund die Wiese brennt. Der Mann sagt nichts, starrt Gernstl nur an, auch auf weitere Nachfragen entweicht ihm kein Kommentar. Die Wiese brennt weiter.

Am Anfang sei es gar nicht so leicht gewesen, immer wieder gute und authentische Geschichten einzufangen, erfährt man in diesem Film. Dann aber beginnen die Menschen zu reden.

Mit dem Bhagwan-Kind Goyinda verbringen die Filmemacher gleich drei Tage. Goyinda, den seine allein erziehende Mutter zum Vegetarier machte, möchte unbedingt auch Reporter werden. Gernstl gibt ihm erst einmal ein halbes Hähnchen aus. In einem ostdeutschen Schrebergarten lernen wir einen Rentner kennen, der sich seinen eigenen Kletterberg zwischen die Beete gebaut hat und diesen gerne vor der Kamera besteigt. In Klagenfurt hält sich ein Langhaariger für den neuen Jesus und erklärt Gernstl: „Ich habe meine Berufung vorausgesehen.“ „Was für eine Berufung?“, fragt Gernstl. Der Mann antwortet: „Die Rettung der Welt“. „Ach so“, sagt der Gernstl.

Was für großartige Dialoge.

Eigentlich, lernen wir, muss man nur vor die Tür gehen. Und schauen. Und reden. Und zuhören.

In einem Boxstudio treibt es einem Trainer bei der Frage nach der Beziehung zu seiner Frau Tränen in die Augen. Da muss man fast selber weinen. Ein Theologe, der sich vollends der Schafzucht und Käseherstellung verschrieben hat, erzählt: „Das ist ja was Lebendiges, so Milch und Käse. Das muss man pflegen und gute Gedanken haben. Das ist schon ein Wunder, wie aus Gras Milch wird – und Wolle.“

Das Team Gernstl reist von Aachen bis Ostritz, von Oberstaufen bis Kappeln, entlang der Alpen, durch Bayern, Österreich, die Schweiz und Südtirol. In Villach treffen sie einen Unfallchirurgen, der auf seinem Grundstück einen Gnadenhof für Tiere eingerichtet hat. „Das ist ein alternatives Tierprojekt“, sagt er. „Die Tiere fressen sehr viel und scheißen sehr viel.“ Auf die Idee mit den Tieren habe ihn seine damalige Lebensgefährtin gebracht, sagt der Mann. Die sei jetzt weg. Aber die Tiere gebe es halt noch immer. Gernstl fragt ihn nach dem Sinn des Lebens. „Man darf ja überhaupt nicht fragen, ob was einen Sinn hat. Das menschliche Sein überhaupt. Ich frag nicht danach.“

Andere sehen das anders: „Meine Schreinerei ist meine Erfüllung“, sagt ein alter Mann. „Ich bin ein total zufriedener Mensch. Diese Zufriedenheit, die ich hab, wünsche ich jedem“. Da schaut Gernstl nur auf die Flasche Obstler vor sich und fragt: „Trinken wir einen?“

Eigentlich ist Glück ganz einfach.

DAS PRINZIP „GERNSTL“

Manchmal, wenn man wieder einsam im Büro über seiner Arbeit brütet, denkt man sich: Wie mag das Leben draußen sein? Was denken die Menschen im Land wirklich? Was treibt sie um? Was füllt sie aus?

Gernstl weiß das.

Wer ist dieser Franz Xaver Gernstl?

Er ist ein gemütlicher Filmemacher, ein unaufgeregter Reporter. Einer, der gerne reist, zuhört, trinkt, isst und philosophiert.

Gernstl hat Zeit.

Zusammen mit Stefan Ravasz, seinem Tonmann und Hans Peter Fischer, dem Kameramann, ist Gernstl schon seit mehr als 20 Jahren auf der Suche nach dem Glück.

Ins Leben seiner Gesprächspartner schleicht er sich ein, wie der Engel in Wim Wenders „Himmel über Berlin“. Nur, dass Gernstl nicht so kompliziertes Zeug redet. Eher so was wie: „Ja, hallo. Und? Wie geht’s?“

Viele erkennen ihn schon auf der Straße.

Schau mal, ist das nicht der Gernstl? Dem würden sie gerne was erzählen. Weil er ein Netter ist. Ein Engel. Nicht so wie die anderen Filmfritzen. Gernstl braucht keinen Mord, keinen Skandal und keinen Event, damit er irgendwo vorbeischaut. Seit 1983 besucht er Hobbyastrologen, Bauern und Schnapsbrenner, Apotheker, Obdachlose und Künstler, Wirtsleute, Adelige und Indianer.

Er hört ihnen zu. Einfach so.

Mal folgt er auf seinen Reisen dem 51. Breitengrad nach Osten, dann dem 10. Längengrad nach Norden, den bayerischen Landesgrenzen, der B2. Hie und da wirft er ein paar beiläufige Fragen über den Gartenzaun. Das reicht meist, um die Leute zum Reden zu bringen. Hans Peter Fischer hält ihnen die Kamera vor die Nase, Stefan Ravasz angelt sich den Ton. Fertig ist „Gernstl unterwegs“.

Menschen, die weder ihn noch seine Filme kennen, fragen manchmal, für welche Zeitung er schreibt. Derart unauffällig tritt das Team mit Kamera und Mikrofon in ihr Leben. Ohne Anmeldung, ohne Allüren, ohne Arroganz.

Sind Gernstl, Ravasz und Fischer – alle so um die 50 – irgendwo angekommen, so testen sie meist erst mal Bratwurst und Bier im örtlichen Wirtshaus. Feixend, stichelnd, Witze reißend. Immer, wenn sie gemeinsam drehen, so 60 bis 80 Tage im Jahr, haben sie viel Spaß.

Später lassen sie sich beispielsweise von einem Mann erklären, dass der Ausbau eines alten Bauernhofs und die Gründung einer Familie das Größte ist, was man im Leben erreichen kann. Sie besuchen einen Metzger, der die Kunst der Leberkäs-Herstellung wortkarg aber überzeugend vermittelt. Im Schlafzimmer von König Max auf Hohenschwangau, fragte Gernstl einmal den Fremdenführer: „Richtig rumtoben kann man in dem kleinen Bett auch nicht, gell?“ Der Fremdenführer antwortete: „Muss man ja nicht“.

Gernstl - dessen Firma megaherz viele Filme für Fernsehen und Kino produziert – befragt Köhlerinnen, singende Eisverkäufer und Ballett tanzende Kunstschmiede. Und wenn gerade ein Sportwagen-Besitzer anhält, weil es ihn vielleicht interessiert, was das Team mit der Kamera und der Tonangel so macht, dann fragt Gernstl frech, ob man den Sportwagen nicht mal in vollem Sound hören könnte. Das sei doch sicher ein guter Sound. Der Sportwagen-Besitzer dreht voll auf und brettert mit quietschenden Reifen davon.

Begeistert hat Franz Xaver Gernstl noch Ende der sechziger Jahre die Aktionen des amerikanischen Polit-Hippies Jerry Rubin verfolgt. „Ständig haben wir von meiner Heimat Rosenheim aus nach Kalifornien gestiert.“ Ganz im Sinne Rubins („Do it“) habe er, Sohn eines Regalbauers und einer Hausfrau, früher in der Rosenheimer Fußgängerzone Fünf-Mark-Scheine an Passanten verschenkt. Um den Leuten zu zeigen, dass Geld nicht alles ist. „War schwierig, das Geld loszuwerden“, sagt er.

Heute schenkt Gernstl den Menschen Aufmerksamkeit, Geduld beim Zuhören, ein Lächeln und mitunter einen Auftritt im Fernsehen. Das kommt viel besser an. „Ein Ereignis geschieht erst in dem Moment, wo es auf dem Bildschirm erscheint, es wird Mythos“, hat Jerry Rubin mal geschrieben. Und Gernstl hat sich den Satz zu Eigen gemacht. Ganz auf seine Art.

DAS INTERVIEW

Es ist nicht leicht, mit Franz Xaver Gernstl ein Interview zu führen. Man verzettelt sich. Schließlich redet Gernstl viel lieber über Käse, Wein und Olivenöl, als über sich und seine Arbeit. Aber nun hat er ja einen Kinofilm gemacht. Also sollte man wirklich mal mit ihm sprechen. Über das Thema „Glück“ zum Beispiel. Während eines guten Abendessens in Gernstls Münchner Wohnung.

Gernstl: Das ist Pecorino, das ist ein Ziegenkäse und hier ist das Brot. Mögen Sie lieber eine Wurst?

Gast: Nein, danke.

Gernstl: Es gibt hier gleich in der Nähe einen Supermarkt mit einer riesigen Auswahl. Ich mag den Supermarkt lieber als diese kleinen Läden mit eher ausgefallenen Käsesorten, die einem dann doch nicht schmecken. Außerdem kann ich immer nur sehr spät einkaufen gehen und dann haben nur noch die Supermärkte offen. Mir fehlt einfach die Zeit.

Gast: Keine Zeit? In Ihren Filmen haben Sie doch immer ungeheuer viel Zeit.

Gernstl: Ja, in meinen Filmen vielleicht. Das Verplempern von Zeit ist gewissermaßen mein Beruf. Wenn ich so mit meinem Kameramann und meinem Tonmann herumreise, dann hetzen wir uns nie. Das ist unser Trick. Ganz selten verabreden wir uns mit den Leuten, die wir besuchen möchten. Meist gibt es überhaupt keinen Termin. Da ergeben sich dann die wirklichen Geschichten. Das wahre Leben.

Gast: Und was haben Ihre Fernsehfilme nun im Kino zu suchen? Im Kino wollen die Menschen doch höchstens Tierdokumentationen sehen?

Gernstl: Tja. Unser Film beschäftigt sich eben mehr mit Menschen. Mit Menschen, die auf der Suche nach dem Glück sind. Und das geht ja jeden an, irgendwie.

Gast: Was ist Glück, Herr Gernstl?

Gernstl: Glück ist eigentlich der Normalzustand des Menschen. Leider machen wir uns viel zu oft einen Kopf, was noch alles besser sein könnte. Ständig ist uns entweder zu warm oder zu kalt. Das macht unglücklich. Aber wenn man das selbsterfundene Unglück mal abzieht, so kann man doch einfach nur froh und glücklich darüber sein, dass man auf der Welt ist.

Gast: Komischerweise sind es meistens Aussteiger, die in Ihren Filmen vorkommen. Muss man aussteigen, um glücklich zu werden?

Gernstl: Einsteigen macht viel glücklicher. Wenn man irgendwelche Bedürfnisse und Gelüste oder seine Aufgabe im Leben entdeckt und in diese einsteigt, dann ist man wahrscheinlich der glücklichste Mensch. Nach solchen Leuten suchen wir, mein Kameramann Hans Peter Fischer, mein Tonassistent Stefan Ravasz und ich. Und wir finden solche Leute auch. Es ist beeindruckend, welche Passionen sie so haben.

Gast: Ihre Passion ist das Herumfahren?

Gernstl: Ja. Ich bin auch schon vor 1983 herumgefahren mit dem Fischer, der schon lange mein Freund ist. Am Wochenende sind wir einfach unterwegs gewesen. Wir haben uns irgendwelche Wirtshäuser gesucht und wenn wir jemanden getroffen haben, so haben wir uns unterhalten. Dann kam uns die Idee, dass es schön wäre, wenn man mit Herumreisen seinen Lebensunterhalt verdienen könnte. Zielstrebig darauf angelegt habe ich es nicht. Eigentlich habe ich ja eine Lehre als Bankkaufmann gemacht und später Sozialpädagogik studiert. Mein Freund Fischer arbeitete zunächst als Fotograf und war später Tonmann in Israel. Nach einer Hospitanz beim Bayerischen Rundfunk fragte mich glücklicherweise ein Redakteur, was ich gerne machen würde. Ich sagte: „Rumfahren.“ Und tatsächlich – nachdem wir ein paar Hürden überwunden hatten – ist auch was draus geworden. Am Anfang haben Fischer und ich wirklich nur Mist gedreht und alles weggeworfen. Mein Problem war, dass ich meinte, ich müsste mich großartig auf diese Fahrten vorbereiten. Aber das konnte man alles vergessen. Am besten waren die Geschichten, die sich zufällig ergaben.

Gast: Mit dieser Einstellung sind Sie sicher niemals Referent an einer Journalistenschule geworden?

Gernstl: Nein. Aber Egon Erwin Kisch hat sich ja auch immer recht unvorbereitet in seine Reportagen gestürzt. Dieser Ansatz gefällt mir. Klar: Der normale Reporter soll nicht einfach das normale Leben abbilden, sondern hat ein klares Ziel. Dazu muss natürlich auch viel recherchiert werden. Aber bei uns ist das anders. Wir sind drei ganz normale Typen, die gerne reisen und die Leute nicht unterbrechen, wenn sie uns was erzählen möchten.

Gast: Warum haben Sie aus Ihren Fernsehtouren nun einen Kinofilm gemacht?

Gernstl: Das ist ein Geschichtsfilm. Da kommen Bhagwan-Jünger vor, Hippies und die DDR. Das müssen die jungen Leute doch sehen.

Gast: Sie sind auch Produzent von Doris Dörries Filmen „Erleuchtung garantiert“ und „Nackt“. Auch „Herr Wichmann von der CDU“ von Andreas Dresen haben sie produziert. Und die Kindersendung „Willi wills wissen“.

Gernstl: Ja. Produzent zu sein ist nicht ganz so entspannend, wie mit seinen beiden Freunden durch das Land zu reisen.

Gast: Wie leicht kommt man an die wahren Geschichten der Leute heran, wenn man eine Kamera in der Hand hält?

Gernstl: Ringo Starr sagte einmal, er sei nur deshalb Schlagzeuger bei den Beatles, weil er da leichter an die Frauen heran käme. Das war früher durchaus auch unsere Motivation. Früher war Fernsehen ja etwas ganz Besonderes. Heute stellt einem der Bürgermeister nicht mehr seine drei Töchter vor, sondern überreicht einem höchstens noch einen Krug mit Zinndeckel. Es ist natürlich auch so, dass die Jungen weniger zu erzählen haben als die Älteren. Und im günstigsten Fall reden sie vor der Kamera. Am ergiebigsten sind alte, selbstvergessene Männer, die mit sich und der Welt im Reinen sind. Es sind nicht allein die Lebensumstände, die einen glücklich machen. Es sind vor allem die bewussten Entscheidungen. Haben Sie eigentlich schon dieses Olivenöl hier probiert? Das hat mir die Halbgriechin Natalie geschenkt. Der war auf einer schwankenden Fähre von Teneriffa nach La Gomera neben mir ganz fürchterlich schlecht geworden. Da habe ich ihr ständig Kotztüten gereicht.

Gast: Ja? Interessant. Das ist ein ausgezeichnetes Öl, Herr Gernstl. Auf Ihren Recherchereisen wird ja sehr viel getrunken. Ist das Strategie? Erzählen Ihre Interviewpartner mehr, wenn Sie etwas getrunken haben?

Gernstl: Nein, das ist keine Strategie. Wir frönen einfach unserer Lust. Und das sind Bratwürste, Bier und Bekanntschaften. Einmal waren wir in Niederbayern bei einem Pizzabäcker. Der hat uns von zwölf Uhr mittags bis drei Uhr morgens Grappa eingeschenkt und uns gleichzeitig alles über Nudeln und Speck erzählt. Das war gut. Von unserem Filmmaterial aber konnten wir nur die ersten Stunden verwerten. Der Rest war einfach zu fröhlich.

Gast: Glück ohne Drogen – geht das?

Gernstl: Sicher. Seit drei Tagen habe ich mit dem Rauchen und dem Trinken aufgehört und fühle mich total wohl damit. Natürlich kann man ohne Drogen mit sich und der Welt völlig im Reinen sein.

Gast: Macht Geld glücklich?

Gernstl: Auf Dauer nicht. Natürlich kann man sich mit viel Geld einen besseren Wein leisten. Es muss aber gar nicht immer das teuerste sein. Eigentlich braucht man doch nur ein paar Nudeln, Olivenöl und Knoblauch. Schon hat man das feinste Essen. Ich selber komme ja auch aus recht ärmlichen Verhältnissen. Meine Mutter war Hausfrau und mein Vater wollte immer Unternehmer sein. Er war ungeheuer perfektionistisch, deshalb brauchte er recht lange, bis er seine Regale aufgestellt hatte. Er gab mir das Motto mit auf dem Weg: „Mache alles so gut, wie es geht, denn schlechter wird es von selber“. Klingt irgendwie recht buddhistisch, oder? Jedenfalls wollten meine Eltern, dass ich erst einmal eine Banklehre mache. Als ich merkte, dass das nichts für mich ist, habe ich mich turbomäßig in die Rosenheimer 68er Bewegung eingeklinkt. Ich habe meinen Anzug weggeworfen, mir die Haare lang wachsen lassen und bin nur noch zerbeulte Autos gefahren. In der Fußgängerzone verteilte ich mit meinen Freunden Fünf-Mark-Scheine an Passanten, um zu zeigen, dass Geld nicht alles ist.

Gast: Im Grunde machen Sie ja Antifernsehen, Herr Gernstl. Sie sagen: Leute, glotzt nicht, geht raus. Esst. Trinkt. Redet.

Gernstl: Es ist nicht meine Absicht, eine Philosophie zu verbreiten. Aber es stimmt, dass mir oft Menschen schreiben, dass ich ihnen beigebracht hätte, wie schön es ist, sich mit anderen zu unterhalten.

Gast: Kostet Sie dieses Eindringen in fremde Welten nicht auch Überwindung?

Gernstl: Merkt man das? Das stimmt nämlich. Ich bin gar kein so kontaktfreudiger Draufgänger. Manchmal stehen wir stundenlang vor einem altmodischen Frisiersalon und überlegen, ob wir da jetzt mit der Kamera reingehen sollen oder nicht. Mit einigem Glück kommt der Friseur raus, und es geht ganz natürlich ein Gespräch los. Aber manchmal scheitern wir auch. Zum Beispiel waren wir mal eine Woche in Wien, um eine Geschichte über die Schrebergärten zu drehen, und haben nichts hinbekommen, weil der Kameramann Liebeskummer hatte. Nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten sind wir äußerst schlechte Arbeiter. Aber man kann unsere Geschichten nicht erzwingen. Im Kinofilm kommt ein Chirurg vor, der seine wahre Bestimmung als Hobbylandwirt gefunden hat. Wir haben uns mit dem Mann gut verstanden und einfach so geplaudert. Als zwei Nordic-Walker vorbeiliefen, sagte er: „Sport ist ein Privileg der Landlosen“. Ein fantastischer Satz. So etwas kann man nicht abfragen.

Gast: Wie ist das im Team? Geht man sich nach einer so langen Zeit des gemeinsamen Reisens nicht gehörig auf den Keks?

Gernstl: Wir spielen uns nichts vor, sondern lassen Ärger immer sofort raus. Das funktioniert sehr gut. Manchmal geht es bei uns auch lautstark zu. Zum Beispiel, wenn wir in unseren alten Wunden herumbohren. Aber am nächsten Tag ist wieder alles in Ordnung. Im Grunde ist das, was wir betreiben, eine permanente Psychotherapie. Wir treiben uns nicht in den Wahnsinn, sondern zur Wahrheit.

Gast: Wenn man so viele Lebenskünstler befragt, wie Sie es tun, Herr Gernstl, denkt man sich als Filmproduzent dann nicht auch, ob es vielleicht besser wäre, in einen Weinberg zu ziehen oder Schafe zu züchten?

Gernstl: Ich habe bisher noch niemanden getroffen, mit dem ich gerne getauscht hätte. Das, was ich mache, ist ein toller Job.

Gast: Dieses Gefühl hatten Sie schon immer?

Gernstl: Es gab mal so ein Loch, wo wir drei Jahre lang keinen Auftrag mehr erhielten. Das war direkt nachdem wir den Adolf-Grimme-Preis bekommen haben. Bei der Preisverleihung habe ich zahlreiche wichtige Leute in meiner Danksagung schlichtweg vergessen. Das passiert mir immer wieder. Vielleicht war das damals das Problem. Ansonsten gab es nie richtige Probleme.

Gast: Wird diese Arbeit nicht auch langweilig, über die Jahre hinweg?

Gernstl: Klar, wir machen seit zwei Jahrzehnten eigentlich ständig den gleichen Film. Aber die Menschen ändern sich. Natürlich gehen wir bei einem Dreh nicht zweimal zum Friseur und dreimal zum Bauern. Es kommt aber weniger darauf an, was die Menschen tun, sondern wie sie es tun. Das interessiert offenbar nicht nur die älteren Zuschauer. Letztens wurde ich in einer Kneipe von einem Zwanzigjährigen gelobt. Und im Flugzeug von der jungen Stewardess. Es ist ungewöhnlich, was wir machen. Aber es kommt offenbar an. Wir zeigen zufriedene Schreiner. Oder einen Typen mit 300 Viechern. Die Lebensweisheiten vom Kalenderblatt haben diese Menschen vielleicht nie gelesen. Sie brauchen diesen theoretischen Unterbau auch nicht. Auch so vermitteln sie: „Ich weiß, wie es geht.“ Dieses griechische Öl hier zum Beispiel: Das macht mich glücklich.

DIE BIOGRAPHIEN

FRANZ X. GERNSTL, Filmemacher

Franz Xaver Gernstl wurde am 26. Februar 1951 in Jenbach als Sohn eines Unternehmers und einer Hausfrau geboren. Nach einem Studium der Sozialpädagogik und einer Lehre bei der Bayerischen Staatsbank stieg Gernstl als Hospitant beim Fernsehen ein. Bereits seine erste Reportage, in der er einen bayerischen Soldaten über den Alltag bei der Bundeswehr erzählen ließ, fand große Beachtung.

1982 erhalten Franz X. Gernstl und sein Partner Hans Peter Fischer vom BR den Auftrag, einen Film zu machen. Dies ist der Beginn der Reisegeschichten von Gernstl. „10° östlicher Länge“ entsteht. Ein Jahr später schließt sich ein weiterer Freund dem Team an, Stefan Ravasz. Es folgen die Sendereihen „Allerhand Leute“, „Urlaubsgeschichten“, „51° Nord – Deutschland querdurch“, „Gernstl unterwegs“ und „Gernstl in den Alpen“. Weitere Reportagen sind: „Die Landshuter und ihre Hochzeit“, „Gernstl am Chiemsee“, „Gernstl in Regensburg“ und „Gernstl im Königswinkel“.

Für seine Reportagen erhielt Franz X. Gernstl zweimal den Adolf Grimme Preis:

1992 für „51° Nord – Deutschland querdurch“

2000 für „Gernstl unterwegs“ – auch mit dem Bayerischen Fernsehpreis 2001 ausgezeichnet.

Zusammen mit seinem Kompagnon Fidelis Mager besitzt Gernstl die Firma megaherz, die seit 1983 besteht. Neben den Reisegeschichten von Gernstl zeichnet sich die Firma u.a. für die Produktion bzw. Koproduktion von Doris Dörries Kinofilmen ERLEUCHTUNG GARANTIERT (1999, Bayerischer Filmpreis) und NACKT (2002, Bundesfilmpreis) verantwortlich. Für die Reportagereihe „Willi wills wissen“ erhielt megaherz 2003 den Bayerischen Fernsehpreis und viele andere Auszeichnungen. Weitere Filme von megaherz sind HERR WICHMANN VON DER CDU (Andreas Dresen, 2003), WIR HABEN VERGESSEN ZURÜCKZUKEHREN (Fatih Akin, 2002) und ENGELCHEN FLIEG! (Adolf Winkelmann, 2004).

HANS PETER FISCHER, Kameramann

Hans Peter Fischer wurde 1951 in Rosenheim geboren, ist verheiratet und hat vier Kinder. Ohne einen Schulabschluss machte er 1970 eine Fotografenausbildung und begab sich anschließend ein Jahr auf Studienreisen durch Nordafrika, bevor er seinen Zivildienst antrat. Seit 1972 kennt er Franz Xaver Gernstl, mit dem er eine Wohngemeinschaft in München teilte und die Idee zu „Gernstl unterwegs“ entwickelte. Gleichzeitig arbeitete Fischer als Industriefotograf. Von 1979 bis 1983 war Hans Peter Fischer Kamerassistent beim Bayerischen Rundfunk im ARD-Auslandsstudio Tel Aviv. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland gründete er mit Gernstl die Filmproduktionsfirma megaherz. Heute arbeitet er für megaherz als Kameramann. Meist zusammen mit dem Tonmann Stefan Ravasz.

STEFAN RAVASZ, Tonmann

Geboren wurde Ravasz als jüngstes von fünf Geschwistern in Pocking, Niederbayern. Nach der Volksschule machte er eine Ausbildung zum Schriftsetzer, wurde in einer Druckerei in München Offsetmontierer. In einer Wohngemeinschaft in der Nähe der Druckerei, in der Ravasz arbeitete, lernte er Franz Xaver Gernstl und Hans Peter Fischer kennen. 1979 besuchte Ravasz seinen Freund Fischer, mittlerweile Kamerassistent, in Tel Aviv. Zurück in München bekam der Metteur einer Boulevardzeitung 1984 von Gernstl „ein Mikrofon in die Hand gedrückt“ und durfte „fortan mit Gernstl und Fischer auf Reisen gehen“.

DIE Auszeichnungen

Bayerischer Fernsehpreis 2001 für die Reportagereihe „Gernstl unterwegs“

Begründung der Jury:

Mit seiner ungewöhnlichen und unverwechselbaren Reportagereihe zeigt Franz Xaver Gernstl ein Bild von Land und Leuten, das außerhalb üblicher Fernsehroutine liegt. Mit seinem eindrucksvollen Talent für das Gespräch macht der Autor die Menschen, die er trifft, in ihrer Individualität zu den Helden seiner Geschichten am Wegesrand. Wo andere vorbeifahren, wird Gernstl mit seiner liebenswürdigen Neugierde und mit seinem Blick für das Besondere fündig. Für diese Reiseberichte, die sonst im Fernsehen nicht anzutreffen sind, erhält Franz Xaver Gernstl den Bayerischen Fernsehpreis 2001.

Adolf Grimme Preis 2000 für die Reportagereihe „Gernstl unterwegs“

Begründung der Jury:

Gernstl ist unterwegs entlang der bayerischen Grenzen. Die Reise beginnt in Lindau am Bodensee und setzt sich zunächst in östlicher Richtung fort. Nach der kompletten Umrundung Bayerns „landet" das dreiköpfige Fernsehteam mit Reporter Franz X. Gernstl 1999 wieder in Lindau. Bayern gegen den Uhrzeigersinn. Gernstls Reise in sechs Etappen, das heißt 2735 zurückgelegte Kilometer in drei Jahren und sechsmal 120 Minuten „Gernstl unterwegs" bei „Wir in Bayern. Der Familien-Nachmittag". Gernstl besucht Menschen, ohne sich vorher anzumelden. Auf seine typische wortkarge Art bringt er sie zum Sprechen und gibt so liebevolle Einblicke in die Exotik bayerisch-deutscher Normalität. Ganz „normale" Menschen, markige Originale, bisher unbekannte Philosophen, Lebenskünstler, Weltverbesserer und Visionäre hat Franz Xaver Gernstl auf seiner Reise rund um Bayern getroffen und eröffnet uns damit einen fesselnden Blick durch das Kaleidoskop bayerisch-ländlicher Befindlichkeit.


Eitel, verächtlich oder hemmungslos anbiedernd tritt das Fernsehen heute gerne auf ein Medium im Vollgefühl seines Größenwahns. Umso lieber sieht man dem Münchner Dokumentarfilmer Franz Xaver Gernstl zu. In seiner Sendereihe „Wir in Bayern/Gernstl unterwegs" zieht er mit einem kleinen Team, dem Kameramann Hans Peter Fischer und dem Tonmann Stefan Ravasz, um die Grenzen des Freistaats herum und lädt Menschen zum Plaudern ein. Seine zurückhaltende, stets freundliche und die Grenzen der Achtung wahrende Fragekunst öffnet die Interviewten, und wir erfahren das immer noch Interessanteste, was Menschen zu bieten haben: Geschichten. Für seine Deutschlandtour entlang des 51. Breitengrades ist Gernstl vor acht Jahren schon einmal mit einem Adolf Grimme Preis ausgezeichnet worden. Der Fernsehflaneur hat seitdem seinen Stil kaum verändert. Warum auch? Weil große Teile des Mediums zur Überwältigung von Gesprächspartnern übergangen sind? Gernstl spielt sich nicht als Seelenerforscher, moderner Sokrates oder Zauberkünstler auf, der die Objekte zum TV-Konsum gefügig macht. Seiner Selbstbescheidung fliegen die Geschichten zu, putzige, lustige, auch sehr traurige; die Wirkung überlässt er dem Zuschauer. So bringt er dem Vielgucker in TV-besoffener Zeit einen manchmal schon verschollen geglaubten Gast ins Haus: das Leben.

Adolf Grimme Preis 1992 für die Reportagereihe "51° Nord - Deutschland querdurch"

Begründung der Jury:

Im ersten Jahr der neuen deutschen Einheit unternehmen Franz Xaver Gernstl und sein kleines Team eine Reise quer durch Deutschland. Man folgt einem künstlichen Querschnitt: Dem 51. Grad nördlicher Breite von der holländischen bis zur tschechischen und polnischen Grenze. Gernstl und seine Mannschaft pflegen eine besondere und seltene Art der Pfadfinderei mit der Kamera. Mit großer Unaufdringlichkeit und Gelassenheit geht ihre Expedition vor. Sie entdeckt die Exotik deutscher Normalität, unser alltägliches Afrika, das kleine Leben mit seinen enormen Ressourcen an Schlauheit und Rachsucht, Hilfsbereitschaft und Skurrilität, Fleiß und Widerspenstigkeit. Die elf Filme der Reihe sind nicht auf Gags und Pointen aus. Sie überlassen vieles dem Zufall und den Zufallsbekanntschaften. Dieser Mut zur Spontaneität wird mit einer Reihe schönster Trouvaillen entlohnt. Gernstl als Interviewer beherrscht die Kunst des Sprechen-Lassens, sein Team insgesamt die Kunst der unpathetischen Heimatkunde.

Das Bayerische Fernsehen über „Gernstl“:

Franz Xaver Gernstl und sein Team, Kameramann Hans Peter Fischer und Tonmann Stefan Ravasz, muss man nicht mehr vorstellen - sie sind über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt, für ihre feinen und eigenwilligen Reisereportagen.

Als Pfandfinderei mit der Kamera, so kann man die Reportagen am Besten beschreiben. Mit ihrem Markenzeichen - dem roten VW-Bus - reist das Team die Bundesstraße 2 entlang. Willkürlich, zufällig und meistens ungeplant trifft Gernstl auf Menschen links und rechts der Straße. Und weil bei „Gernstl unterwegs" vieles dem Zufall überlassen ist, wird vieles möglich: Begegnungen mit liebenwürdigen Originalen und Querdenkern, die ihre charmant- skurrilen Ansichten zum Besten geben. Das Team trifft unscheinbare Zeitgenossen, die sich, ermuntert durch Franz Xaver Gernstls behutsame und immer neugierige Fragen, als geheime Weltverbesserer und Visionäre entpuppen - manchmal auch als Ketzer und geistige Einzelgänger. Das Ergebnis der filmischen Streifzüge sind vielschichtige Portraits menschlicher Eigenheiten. Portraits, die berühren, weil sie auf angenehme Weise unspektakulär - und trotzdem spannend sind.

Für sein Talent, ein authentisches Bild von Land und Leuten zu zeichnen, das außerhalb der üblichen Fernsehroutine liegt, wurde Franz Xaver Gernstl bereits mehrfach ausgezeichnet: zweimal mit dem Adolf Grimme Preis (1992 für die Serie „51° Nord" und im Jahr 2000 für die Reihe „Gernstl unterwegs") und im Jahr 2001 ebenfalls für „Gernstl unterwegs", mit dem Bayerischen Fernsehpreis.

Petra Küntzel

© Bayerischer Rundfunk

Pressestimmen zu „Gernstl unterwegs“

Franz Xaver Gernstl und sein Team suchen seit mehr als 20 Jahren deutschlandweit nach Lebensphilosophen - eigentlich sind sie selber welche.

Süddeutsche Zeitung

Spontan und unverfälscht reagieren die Menschen auf die Kamera; ein Bauer hilft dem Tontechniker über den Stacheldrahtzaun, ein Rentner meldet Kritik an: „Vom Bayerischen Fernsehen sind Sie? Die machen viel zu viel Werbung.“ So entsteht ein ganz eigenes Reality-TV, ein Heimatfilm der besonderen Art, volkstümlich und sympathisch, mit dem Gernstl einmal mehr beweist: Der Weg ist das Ziel.

DER SPIEGEL

Geduldig umkreist er den alten Mönch, sagt einmal „Mhm“, dann „Aha“ und gelegentlich auch „Soso“, doch vergebens wird man darauf warten, dass er ihn großartig hinterfragt oder ihm gar mit gezücktem Mikro ein Statement abpresst. Mit einiger Übertreibung könnte man behaupten, dass der Gernstl keine Fragen stellt, weil er selbst die Frage ist: Steht einfach da, schaut ermunternd durch seine Brillengläser, lächelt leise - und plötzlich reden die Leute drauf los, weil sie merken: Öha, da hört mir ja einer zu.

Süddeutsche Zeitung

Gernstl besucht Menschen, ohne sich vorher anzumelden und macht sie zu den Helden seiner Geschichten: markige Originale, unbekannte Philosophen, Lebens­künstler, Welt­verbesserer und Visionäre. Frisch von der Leber weg philosophieren sie über das Leben und die Liebe, über Gott und die Weißwurst mit ganz unter­schiedlichen Antworten auf die große Frage nach dem Glück. Presse und Juroren loben die Geduld und Neugier, mit denen Franz Gernstl den Leuten zuhört und sie ihre eigenen Worte finden lässt. Und die Zuschauer können sich dem Sog dieser spektakulären Streifzüge nicht entziehen. Besser kann Fernsehen nicht sein.
Augsburger Allgemeine

Die Qualität dieser besonderen Art von Reiseberichten beruht auf Gernstls feinfühliger Gesprächsführung. Er springt den Menschen nicht mit den passenden Worten zu Hilfe, sondern schweigt immer lang genug, damit sie ihre eigenen Worte finden.
Nordbayerischer Kurier


    
                                                                                                                           91 Min

 „1983 haben wir uns einen grünen Bus gekauft, später einen roten, dann einen blauen und dann wieder einen roten. Davon handelt dieser Film.“

„Rumfahren auf der Suche nach irgendwas. Damals dachten wir, auf der Suche nach den besten Weibern, dem besten Bier und den besten Bratwürsten.“

„Und eigentlich waren wir, aber das ist uns erst später aufgefallen, auf der Suche nach Menschen, die wissen wie man richtig lebt.“



 


 

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