Two Lovers Film Trailer

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 12 Jahre
Länge: 106 Min | Kinostart: 2009 (USA) | DVD/BD: 17.02.2010 (DVD) | ©  Magnolia Pictures | 
 
 
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Two Lovers Film Trailer: Weitere Infos

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Die Story zu Two Lovers Film Trailer:
Eigentlich ist er seiner Umgebung längst entwachsen. Trotzdem schläft Leonard mit Mitte 30 immer noch in seinem alten Jugendzimmer im Apartment seiner Eltern. Dass er mit Vater und Mutter unter einem Dach wohnt und in ihrem kleinen Reinigungsgeschäft im New Yorker Stadtteil Brighton Beach aushilft, hat freilich einen ganz bestimmten Grund: Nach dem traurigen Ende seiner langjährigen Beziehung und dem anschließenden Selbstmordversuch soll Leonard mit elterlicher Hilfe ins Leben zurückzufinden. Um seinen Heilungsprozess zu beschleunigen, versuchen die Eltern, ihn mit Sandra zu verkuppeln, der liebenswerten und mitfühlenden Tochter eines Geschäftsfreundes. Leonard findet Sandra nicht unsympathisch. Doch nur einen Tag nach ihrer ersten Begegnung trifft er im Treppenhaus eine andere Frau, die ihn auf Anhieb in ihren Bann schlägt: Michelle wohnt seit kurzem eine Etage über ihm in einem Apartment, dessen Miete von dem verheirateten Anwalt bezahlt wird, mit dem sie eine Affäre hat. Während die vernünftige Sandra sich in Leonard verliebt, sieht die neurotische Michelle in ihm eine Art Bruder, bei dem sie ihre Probleme abladen kann. Leonard ist verzweifelt - denn zwischen Vernunft und Verlangen eine Wahl zu treffen, scheint unmöglich. So geht er eine Beziehung mit Sandra ein, vielleicht auch, weil er seine Eltern nicht enttäuschen will. Gleichzeitig träumt er davon, Michelle zu erobern. Hin- und hergerissen zwischen zwei Frauen, verstrickt sich Leonard in Lügen und Täuschungen – und droht, in jene Dunkelheit zurückzufallen, die ihn fast umgebracht hätte...

Schauspieler:
Joaquin Phoenix, Gwyneth Paltrow, Vinessa Shaw, Moni Moshonov, Isabella Rossellini

Hintergrund:
Mit seinem vierten Spielfilm lässt Autor und Regisseur James Gray das Thriller-Genre hinter sich und erzählt eine melancholische Liebesgeschichte aus dem New York von heute, zu der ihn Dostojewskis Novelle Weiße Nächte inspirierte. Als sich der labile Leonard Hals über Kopf in seine geheimnisvolle Nachbarin Michelle verliebt, ist er überzeugt, dass sie der Schlüssel zu seinem Glück ist. Doch Michelle erwidert seine Liebe nur platonisch und nutzt seine Zuneigung aus. Unterdessen spürt Leonard zunehmend den elterlichen Druck, sich mit der harmlos-freundlichen Sandra zu verloben. Kein Wunder, dass es für ihn, der schon mehrere Selbstmordversuche hinter sich hat, überlebenswichtig wird, endlich jene Bande zu lösen, an denen er zu ersticken droht. Doch in den Filmen von James Gray – auch in seinem ersten ausgesprochenen Liebesfilm – entkommt keiner dem Schicksal namens Familie. TWO LOVERS ist ein trauriges Märchen über das, was der Mensch Liebe nennt. Dank Grays ebenso atmosphärischer wie präziser Inszenierung verwandelt sich die einfache Geschichte eines Mannes zwischen zwei Frauen in ein bewegendes Melodram über Einsamkeit, Entfremdung und Egoismus. Eine Dreiecksbeziehung zwischen Flüstern und Schreien, realistisch gefilmt und doch poetisch zugespitzt auf den Kern der Dinge – dass nämlich Gefühle, die wir für andere empfinden, selten mit der gleichen Intensität erwidert werden. In seinem dritten Film unter Regisseur James Gray beweist Joaquin Phoenix erneut seine Ausnahmestellung: Sein Leonard ist eine zerrissene Figur jenseits aller Klischees – depressiv und mutig, verstockt und liebestoll, feige und aufbegehrend –, die man nicht so schnell vergisst.

 

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Die Dreharbeiten begannen Anfang November 2007 und endeten kurz vor Weihnachten. Gedreht wurde in Manhattan, Brooklyn und Queens. Einige der bekanntesten New Yorker Örtlichkeiten sind im Film zu sehen, darunter der Central Park, das Metropolitan Museum of Art, Lincoln Plaza und Coney Island. Anfang Dezember zog das Team in ein Apartmenthaus – jenes Haus, in dem Leonard und Michelle wohnen. Drei Wochen lang drehten Schauspieler und Stab in engen Räumen, die mit Möbeln und technischem Material zugestellt waren. Hier entstanden die meisten der in Innenkulissen spielenden Szenen. Der Drehplan war eng gesteckt, und innerhalb kurzer Zeit musste sehr viel erledigt werden, doch James Gray und seine Mitarbeiter arbeiteten zügig.

„James kann sich unglaublich gut konzentrieren“, erläutert Donna Gigliotti, „und er weiß genau, was er will. Das ist enorm wichtig, wenn man einen so knappen Drehplan hat wie wir. Er besitzt nicht nur einen ausgeprägten Sinn fürs Visuelle, er schielt mit einem Auge stets auf die Monitore und weiß auf Anhieb, wie er eine Szene schneiden wird. Man könnte sagen, dass er den Film schon beim Drehen schneidet – eine sehr effiziente Arbeitsweise, wie sie früher häufig praktiziert wurde. Und wenn man keine 75 Drehtage vor sich hat, ist es letztlich die einzige, die etwas taugt.

„Dass wir so schnell drehen konnten, haben wir auch dem Talent unserer Schauspieler zu verdanken. Wir wussten, dass es eine Herausforderung war, den Film unter den gegebenen Umständen zu drehen. Aber die Arbeit mit so außergewöhnlichen Schauspielern hat alles erleichtert. Wenn Joaquin, Gwyneth und Vinessa am Set waren, entstand pure Magie!“

TWO LOVERS ist der zweite Film nach HELDEN DER NACHT, für den James Gray Joaquín Baca-Asay als Kameramann engagierte. Auf der Suche nach der Optik des Films sahen sich die beiden Männer zunächst viele Gemälde an. „Durch die Kamerabewegungen“, erklärt James Gray, „wollten wir eine ganz bestimmte visuelle Dynamik erreichen, eine gewisse Poesie. Ich wollte die Schönheit im Banalen finden. Und weil die Geschichte bereits ein paar fantastische Elemente enthält, mussten die Bilder sehr pragmatisch, beinahe naturalistisch wirken. Die Liebe an sich ist gewissermaßen schon eine fantastische Erfahrung, denn verliebte Menschen befinden sich in einem leicht übersteigerten Zustand. Insofern übernahm die Geschichte selbst bereits einen Teil der Kameraarbeit.“

Dass Gray und Baca-Asay erneut zusammenarbeiteten, half dem Team, unter den schwierigen Bedingungen, die der Drehplan diktierte, perfekt zu funktionieren. „Joaquín und ich“, sagt James Gray, „verstehen uns mittlerweile so gut, dass der eine die Sätze des anderen beenden kann. Wir mussten häufig schnell überlegen, schnell handeln. Wenn eine Szene nicht funktionierte, mussten wir sofort eine Lösung finden. Das ist einerseits sehr schwierig, hat aber auch etwas Befreiendes... Kunst ohne Disziplin gibt es nicht. Schnell zu überlegen und rasche Entscheidungen zu fällen, dafür zu sorgen, dass die Dinge im Fluss blieben, erwies sich bald als eine unserer besten Übungen!

„Beim Dreh von TWO LOVERS konnte ich als Regisseur ein wenig Ballast abwerfen. Als ich meinen ersten Film drehte, war ich noch extrem pingelig, was die Platzierung der Kamera anging oder welche Objektive benutzt werden sollten, welche Art von Filmmaterial... Inzwischen habe ich gelernt, dass der kreative Prozess ein Geben und Nehmen ist, dass es Momente gibt, die einfach danach schreien, dass einem der Kameramann gute Ratschläge erteilt und so die eigene Arbeit beeinflusst. Joaquín Baca-Asay hat mehr als nur seine Erfahrung als Kameramann und seinen untrüglichen Blick eingebracht. Er ist ein großartiger Mensch mit viel Lebenserfahrung, der Gefühl und Verstand aufs Schönste verknüpft. Das sind seltene und wertvolle Eigenschaften.

„Ich möchte von den Dingen überrascht werden, die am Set passieren“, fährt Gray fort. „Wenn man mich fragt, ob ich zwingend meine Vision auf der Leinwand sehen möchte, antworte ich immer: ‚Auf gar keinen Fall!„. Das ist wirklich das Letzte, was ich in einem fertigen Film sehen möchte, denn das hieße ja, dass ich unfähig war, Teamarbeit zu leisten und das Beste aus den Leuten herauszuholen, die mich umgeben. Ich möchte, dass jeder einzelne, der an meinen Filmen mitarbeitet, seinen Teil dazu beiträgt. Der Kameramann steuert etwas bei, genauso der Kameraschwenker, der Ausstatter, der Produzent – sie alle können einen anregen und inspirieren, ganz zu schweigen von den Schauspielern, die einem so wunderbare Dinge schenken. Es wäre dumm, ausschließlich seine ureigene Vision realisieren zu wollen, wenn man in der Lage ist, etwas viel Besseres zu kreieren, indem alle ihre Ideen einbringen.“

James Gray bei der Arbeit zu beobachten, heißt unweigerlich, einen jener Lachanfälle zu erleben, von denen Gwyneth Paltrow sprach. „Ich muss lachen, wenn ich Dinge sehe, die mir gefallen“, erklärt der Regisseur, „die mir authentisch und ehrlich erscheinen – und mit denen ich vielleicht gar nicht gerechnet hatte. Das menschliche Verhalten ist amüsant, eigentümlich und eher lächerlich... Der große Regisseur Ernst Lubitsch hat einmal gesagt, dass selbst der würdevollste Mensch auf Erden mindestens zwei Mal am Tag absolut lächerlich ist. Davon erzählen Filme. Sie zeigen die würdevollsten Menschen in solchen Augenblicken, denn sie erzählen von den Extremen menschlichen Verhaltens. Die Leute sagen, dass sie Realismus wollen, aber Realismus an sich ist uninteressant. Was sie wirklich wollen, ist verdichtetes, intensives Leben. Und das nennt man Kino.“