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Der Fantastische Mr. Fox Film Trailer

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 6 Jahre
Länge: 86 Min | Kinostart: 13.05.2010 | DVD/BD: 01.11.2010 (DVD) | ©  Twentieth Century Fox | 
 
 
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Der Fantastische Mr. Fox Film Trailer: Weitere Infos

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• US Trailer zum Film

• Ausschnitte aus dem Film
• Blick hinter die Kulissen
• Interviews mit den Stars
• Special: Wes Anderson (Regie)
• Special: Roald Dahl (Buch)

• News zu den Synchronstimmen

Schauspieler:
George Clooney, Cate Blanchett, Bill Murray, Jason Schwartzman, Anjelica Huston

Hintergrund:
Der Film wurde komplett im Three Mills Studio im Osten Londons gedreht, die Fertigstellung dauerte zwei Jahre. Die Geschichte basiert auf dem beliebten Kinderbuch von Roald Dahl. Wes Anderson fühlte sich außerordentlich inspiriert von Dahl und schrieb sogar große Teile des Drehbuchs während seiner Besuche bei Dahl in dessen Haus in der kleinen Stadt Great Missenden, in Bucks. Dadurch finden wir im Film viele Orte und Charaktere aus dieser Gegend wieder. Mr. Fox Studierzimmer basiert auf Dahls Schreibzimmer. Beans Haus ähnelt dem Dahlschen Haus. Und sogar Mr. Fox Baumhaus gleicht einem berühmten Baum, der einst auf dem Dahlschen Grundstück stand.

Technikinfos:
24 Trickfilmspezialisten drehten mehr als 52 Wochen. Im Durchschnitt dreht jeder Trickzeichner ca. 12-14 verschiedene Einzelbilder pro Filmsekunde. Der Film dauert 86 Minuten, das entspricht 5160 Sekunden und 61.920 verschiedenen Bildern. Jeder unserer Trickzeichner schaffte im Durchschnitt ca. 10 Sekunden pro Woche. Die Stop-Motion-Animationstechnik wurde zum ersten Mal 1898 in dem Film THE HUMPTY DUMPTY CIRCUS von Albert E. Smith und J. Stuart Blackton verwendet. Die Technik gehört zu den ältesten Spezialeffekten, die im Film eingesetzt werden und der akribische sehr arbeitsintensive Animationsprozess hat sich seither kaum verändert. Sie erfordert eine Bild für Bild Bearbeitung, damit ein dreidimensionales Objekt – ein Puppe, ein Modell oder sogar ein Schauspieler – im Film zum Leben erweckt werden kann und sich zu bewegen scheint. In Kinofilmen verwendet man 24 Bilder pro Sekunde. Dementsprechend müssen Körper, Kopf, Arme, Beine, Hände, Finger, Augen, Ohren und der Mund der Figur in feinsten Abstufungen zwischen den einzelnen Bildern bewegt werden, damit am Ende bei der Projektion des Films die Illusion einer fließenden Bewegung entsteht. „Ich habe Stop-Motion schon immer geliebt“, sagt Wes Anderson, der schon in seinem Film THE LIFE AQUATIC WITH STEVE ZISSOU („Die Tiefseetaucher“, 2004) mehrere Szenen einbaute, die von dem Stop-Motion-Superstar Henry Selick (CORALINE („Coraline“, 2009)) inszeniert wurden. „Aber was ich mich mehr als alles andere fasziniert hat, waren Puppen mit Fell.“ „Wes mag an der Stop-Motion-Animation besonders, dass sie ein ganz eigener Zauber umgibt“, sagt Dawson. „Er schätzt den handwerklichen Aspekt. Er ist grundsätzlich kein großer Fan von computergenerierten Bildern, weil ihm der Entstehungsprozess fehlt. Die Stop-Motion-Ästhetik bietet die Möglichkeit, ganz verschiedene Materialien und handgefertigte Objekte zu verwenden. Wes achtet in all seinen Filmen sehr genauso auf das Design und die Umsetzung. Alles ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Stop-Motion ist für ihn ist das perfekte Medium.“ Angefangen mit dem ersten KING KONG Film („King Kong und die weiße Frau“,1933) bis hin zu Georg Lukas’ STAR WARS hat diese arbeitsintensive Kunst für viele klassische Kinohöhepunkte gesorgt. Zu den bekanntesten Vertretern der frühen Technik gehören Willis O’Brien (KING KONG („King Kong und die weiße Frau“,1933), MIGHTY JOE YOUNG („Panik um King Kong“, 1949)) und sein Schüler Ray Harryhausen (JASON AND THE ARGONAUTS („Jason and the Argonauts“, 1962), THE SEVENTH VOYAGE OF SINBAD („Sindbads siebte Reise“,1958), dessen Name gleichbedeutend für das Medium wurde. Obwohl Stop-Motion und Stop-Frame-Animation in Hollywood noch bis in die 90er Jahre für Spezialeffekte verwendet wurde, reduzierte das Aufkommen computergenerierter Bilder die Anwendung der Technik im Endeffekt auf Fernsehshows, Werbung, Kurzfilme und Musikvideos. Erst 1993 ließ TIM BURTON’S THE NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS („Nightmare Before Christmas“) die Stop-Motion-Animation für Publikum und Hollywoodstudios zugleich in einem neuen Licht erstrahlen. Mit dem Erfolg, dass in den darauffolgenden Jahren Filme wie Selicks eigene Dahl-Adaption JAMES AND THE GIANT PEACH („James und der Riesenpfirsich“, 1996), Nick Parks CHICKEN RUN („Hennen rennen“, 2000) und WALLACE & GROMIT IN THE CURSE OF THE WERE-RABBIT („Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen“, 2005) sowie TIM BURTON’S CORPSE BRIDE („Tim Burton’s Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche“, 2005) und zuletzt Selicks CORALINE („Coraline“, 2009) entstanden. Während sich an der Stop-Motion-Technik selbst in über hundert Jahren grundlegend nichts verändert hat, gibt es dennoch technische Entwicklungen, die den Animationsprozess sehr erleichtern: die Puppen wurden technisch verbessert, es wird mit digitalen Kameras statt auf Film gedreht und durch den Einsatz von Computern und digitalen Vorlagen sowie dank der Möglichkeit, in der Postproduktion die Aufhängungen der Puppen zu retouchieren, eröffnen sich neue Möglichkeiten. Anderson entschied sich aber für DER FANSTASTISCHE MR. FOX zu einem weniger glatten, weniger ausgefeilten Stil zurückzukehren, der weitgehend auf CGI verzichtet und altmodischer und handgefertigter wirkt. „Mir gefiel es, wie das Fell von KING KONG in dem alten Film aussah. Die Animatoren nennen es „boiling (kochend)“. Zu dem besonderen Zauber der Stop-Motion-Animation gehört, dass man erkennen kann, wie die Tricks funktionieren. In den Cocteau-Filmen – zum Beispiel die Effekte in LE BELLE ET LA BÊTE („Es war einmal – Die Schöne und das Biest“, 1946) – gibt es Szenen, in denen man tatsächlich erkennen kann, dass eine Person hinter der Leinwand steht und einen Arm herausstreckt, der eine Fackel hält. Diese Tricks, bei denen man sehen kann, wie sie gemacht wurden, haben mich schon immer am meisten fasziniert und gefesselt. Und aus meiner Sicht funktioniert bei der Stop-Motion-Technik der ganze Film auf diese Art“, sagt Anderson. Anderson ließ sich am meisten von dem russischen Stop-Motion-Pionier Ladislas Starewitch und seinem 1941 entstandenen Spielfilm LE ROMAN DE RENARD („Reineke Fuchs – Die Komödie der Tiere“) inspirieren. Er verwendete Puppen mit echtem Tierfell und ihre handwerkliche Qualität zusammen mit der gröber wirkenden, ruckartigen Animation entsprach genau Andersons Vorstellungen für Mr. Fox. „Wes wollte auf keinen Fall einen super glatten Look“, erzählt Animationsregisseur Mark Gustafson. „Er will, dass man ein Gefühl für das Material und ein Verständnis für die Machart bekommt. Niemand wird die Bilder mit computergenerierten verwechseln.“

Filmmusik:
Damit sich die Stimmen der Figuren so anhörten als würden sie tatsächlich in der freien Natur gesprochen, arbeitete Wes mit George Clooney, Bill Murray, Jason Schwartzman und einigen anderen auf einer Farm. Die Sprachaufnahmen fanden somit in echten Scheunen, auf den Feldern und im Hühnerstall statt!

 

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DIE ENTSTEHUNGSGESCHICHTE


Roald Dahls beliebstes Kinderbuch „Der fantastische Mr. Fox“ mit Illustrationen von Donald Chaffin, das 1970 von Alfred A. Knopf in den USA und im selben Jahr von George Allen & Unwin in Großbritannien erstmals veröffentlicht wurde, verzaubert seit fast 40 Jahren Generationen von Kindern und Eltern zugleich. Nun werden die bittersüße, ironische Filmversion vom preisgekrönten Regisseur Wes Anderson (RUSHMORE („Rushmore“, 1998), THE ROYAL TENENBAUMS („Die Royal Tenenbaums“, 2001), THE DARJEELING LIMITED („Darjeeling Limited“, 2007)) und der Zauber der Stop-Motion-Animation ein noch größeres Publikum für Dahls düster-komische Geschichte über den edlen, charmanten und fantastischen Mr. Fox begeistern.


Anderson, der in Houston, Texas aufwuchs, las „Der fantastische Mr. Fox“ schon als Kind und war von der Geschichte fasziniert. „Es war nicht nur das erste Buch von Roald Dahl, das ich je gelesen habe, sondern auch mein erstes eigenes Buch,“ erzählt Anderson. „Mir gefiel Mr. Fox, seine irgendwie heldenhafte, etwas selbstverliebte Art. Und ich fand es toll, in der Erde zu buddeln. Meine Brüder und ich waren besessen davon quasi unter der Erde zu sein, uns durch Tunnel bewegen und Forts zu bauen. Dahl ist ein wundervoller Autor und er bringt seine Persönlichkeit in seinen Romanen kraftvoll zum Ausdruck.


Roald Dahl starb 1990, doch der Einfluss seiner Bücher und seine Popularität sind bis heute ungebrochen. Das liegt sicher auch an den Verfilmungen seiner gefeierten Kinderbücher, u.a. „Charlie und die Schokoladenfabrik“ (das Buch diente sowohl 1972 als Vorlage für WILLY WONKA AND THE CHOCOLATE FACTORY („Charlie und die Schokoladenfabrik“) wie auch für die Verfilmung mit Johnny Depp in der Hauptrolle aus dem Jahr 2005 CHARLIE AND THE CHOCOLATE FACTORY („Charlie und die Schokoladenfabrik“)). JAMES AND THE GIANT PEACH („James und der Riesenpfirsich“, 1996), MATILDA („Matilda“, 1996) und THE WITCHES („Hexen hexen“, 1989) gehören zu weiteren Filmen, die auf Dahls Büchern basieren. Weitere Filme befinden sich derzeit in den unterschiedlichsten Entwicklungsstadien.


Anderson sicherte sich die Filmrechte für DER FANTASTISCHE MR. FOX von Dahls Witwe Felicity „Liccy“ Dahl, die seinen literarischen Nachlass verwaltet. „Mein Filmagent in Los Angeles kam vor neun Jahren zu mir und sagte ‚Ich habe eine Anfrage von einem gewissen Wes Anderson, der „Der fantastische Mr. Fox“ verfilmen will,’“ erinnert sich Dahl. „Ich hatte damals noch nichts von Wes Anderson gehört. Er hatte gerade erst RUSHMORE („Rushmore“,1998) und BOTTLE ROCKET („Bottlerocket“,1995) gedreht. Michael schickte mir die Videos und nachdem ich sie gesehen hatte, fand ich, der Typ hat Talent. Er war damals noch jung und wir haben uns erst ungefähr drei Jahre später in New York getroffen. Er bat mich um ein Mittagessen. Er lud mich in ein sehr feines Restaurant ein und erwartete mich am Tisch. Und als er aufstand, sah er aus wie Mr. Fox, makellos und sehr geschmackvoll gekleidet und ich sagte ‚Meine Güte, Wes, was tun wir hier? Und er antwortete ‚Das Käse-Soufflé ist fantastisch.’ Er war gerade damit beschäftigt, die Produktion von THE ROYAL TENENBAUMS („Die Royal Tenenbaums“, 2001) auf die Beine zu stellen und während wir plauderten, dachte ich, das ist der richtige Mann für den Film.“
Bevor Anderson mit dem Drehbuch begann, besuchte er Gipsy House, den Familienbesitz der Dahls in Great Missenden im englischen Buckinghamshire, wo der verstorbene Autor in der legendären Hütte im Garten arbeitete. „Er besuchte Gipsy House und wir verbrachten einen sehr nassen, sehr matschigen Tag mit Spaziergängen über Hügel, durch Wälder und Täler und hatten viel Spaß dabei,“ fährt Felicity Dahl fort.


„Ich fuhr im März nach Gipsy House und es ging fast im Schlamm unter,“ ergänzt Anderson. „Liccy gab mir Gummistiefel und eine von Dahls alten Anglermützen und führte mich über das Grundstück. Es gibt dort eine riesige Buche am Ende eines Fuchslaufes, die ich sofort aus „Der fantastische Mr. Fox“ wiedererkannte. Unter einem Baum steht ein großer, bemalter Zigeunerwagen, den ich auf dem Buchumschlag gesehen hatte und neben der Einfahrt liegt ein halbversunkener Stein, in den das Wort Gipsy gemeißelt ist.“
„Liccy zeigte mir Dahls berühmte Hütte,“ fährt Anderson fort. „Auf dem Tisch liegt ein Stück seines Hüftknochens neben seiner ersten Ersatzhüfte aus Metall, die ausgetauscht werden musste. Außerdem gibt es einen 4,5 Kilogramm schweren Ball aus Aluminiumfolie, die von jahrelang gesammelten Cadbury Schokoladen stammt. Und ein medizinisches Ventil, das Dahl erfunden hatte, um die Leiden seines schwerbehinderten Sohnes zu lindern. In jener Nacht erlaubte mir Liccy, in einem Büro neben dem Gästehaus Roald Dahls Manuskripte zu studieren. Ein Archivar zwang mich, meine Hände zweimal mit einer Spezialseife zu waschen und befahl mir alle Gardinen zu schließen und die Tür abzuschließen, nachdem ich fertig war. Ich war allein mit Dutzenden von Dahls handgeschriebenen Manuskripten mit kleinen Zeichnungen am Rand – ich konnte den ganzen Entstehungsprozess quasi sehen. Mehr als je zuvor fühlte ich seine Gegenwart.“


Während dieses Besuchs bat Anderson Lizzy Dahl, ob er und sein Ko-Autor Noah Baumbach (THE LIFE AQUATIC WITH STEVE ZISSOU („Die Tiefseetaucher“, 2004), THE SQID AND THE WHALE, („Der Tintenfisch und der Wal“, 2004)) im Gipsy House das Drehbuch schreiben könnten. „Er sagte, ‚Ich glaube, ich kann die Atmosphäre und alles andere hier viel besser nachempfinden,’“ erinnert sich Felicity Dahl. „Und ich antwortete, ich wäre entzückt. So zogen er und Noah ein paar Monate später für zwei Wochen in die freien Schlafzimmer im Anbau ein. Sie schrieben das Drehbuch oben in einem der Schlafzimmer und wir gaben ihnen königlich zu essen und zu trinken und hatten riesig viel Spaß. Es war eine wunderbare Zeit. Nachdem das Drehbuch fertig war, ging er wieder fort und schickte mir irgendwann das fertige Exemplar. Ich habe es in der gleichen Nacht gelesen und es dann meinem Enkel Luke gegeben, der es am nächsten Tag las. Er sagte, ‚Es ist fantastisch, Du musst es machen’ und damit war die Sache entschieden.“
„Ich glaube sein Aufenthalt dort hat ihn sehr inspiriert,“ sagt die Produzentin Allison Abbate (THE IRON GIANT („Der Gigant aus dem All“, 1999), TIM BURTON’S CORPSE BRIDE („Tim Burton’s Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche“, 2005) über die Zeit, die Anderson im Gipsy House verbrachte, „und wenn Sie jemals dort hinkommen sollten, werden auch Sie die Inspiration spüren. Das Vermächtnis Roald Dahls, die Hütte und die Landschaft drumherum – all diese Komponenten haben den Film maßgeblich mit geprägt. Viele der witzigen, kleinen Ideen wurden durch die Gegend und das Haus angeregt.“


„Gipsy House hat ihn ungeheuer beeinflusst,“ stimmt Felicity Dahl zu. „Ich glaube, er fühlte sich Roald hier sehr nah und er hatte Zugang zu all seinen Büchern. Alle Manuskripte seiner Bücher lagern in den Museumsarchiven im Dorf und so war Wes in der Lage, frühe Fassungen des Buchs anzusehen. Und auch das ganz wunderbare Notizbuch dazu, das Roald selbst illustriert hat, in dem die Füchse mit Einkaufswagen durch den Supermarkt schieben, hat Wes sehr angeregt.“ 
„Dahl war ein sehr interessanter Mann mit vielen Facetten,“ bemerkt Anderson. „Während wir das Drehbuch schrieben, verbrachten wir viel Zeit in seinem Haus und so finden sich viele Kleinigkeiten aus seinem Leben in unserer Geschichte und in der Figur des Mr. Fox wieder. Dahl hat Mr. Fox wahrscheinlich als eine tierische Version seiner selbst geschrieben und das floss ganz intuitiv in unsere Arbeit ein, ohne, dass wir es je extra formuliert hätten.“


„Ich glaube Roald Dahl würde sich selbst gerne in der Rolle des fantastischen Mr. Fox sehen,“ fügt Felicity Dahl hinzu. „Er liebte es, Menschen zu helfen, besonders Benachteiligten, auch weil unsere Familie so viele medizinische Tragödien durchleben musste und er hasste Ungerechtigkeit. Deshalb denke ich, dass er gerne Mr. Fox gewesen wäre und dass er es in gewisser Weise auch war.“


Die Adaption von Dahls dünnem Kinderbuch in einen Film erforderte unweigerlich Änderungen. „Im Buch passiert nicht genug für einen abendfüllenden Spielfilm,“ erklärt Anderson, „also mussten wir eine Menge Sachen neu erfinden. Dabei versuchten wir immer, etwas zu schreiben, dass auch Roald Dahl angemessen und passend zu seiner ursprünglichen Idee gefunden hätte. Wir wollten einen Roald-Dahl-Film schreiben. Aber wir versuchten nicht, uns die gleichen Witze wie Roald Dahl auszudenken, sondern brachten unsere eigenen Ideen mit ein.“


Anderson und Baumbach bewahrten den Kern der Geschichte, erweiterten die Handlung aber nicht nur um neue Szenen, sondern auch um neue Figuren. „Ihre Überarbeitung fügt sich ganz organisch in die Geschichte ein,“ betont Abbate, die das Gefühl hat, dass die Ergänzungen dem Tonfall und dem Geist des Originals treu bleiben. „Die neuen Figuren wirken sehr natürlich.“


„Es ist nicht so sehr eine wortgetreue Adaption, sondern viel mehr eine Überarbeitung aus der Sicht eines anderen Autors,“ erklärt Produzent Jeremy Dawson. „Davon abgesehen findet man fast jede Dialogzeile aus dem Buch auch in unserer Geschichte wieder. Wir haben sogar Dahls Kapitelüberschriften, wie z.B. „Mr. Fox hat einen Plan“ versucht zu integrieren.“ 


„Es mussten viele Veränderungen vorgenommen werden, weil das Buch sehr dünn ist, musste es ausgeschmückt werden,“ ergänzt Felicity Dahl, „und ich glaube, Roald hätte das Meiste gefallen, was Wes und Noah schrieben, um aus der Geschichte einen Film machen zu können. Es ist schade, dass Wes und Roald sich nicht mehr kennenlernen konnten. Sie hätten sich sehr gut verstanden. Aber vielleicht ist es auch besser, dass Wes Roald nicht getroffen hat, sondern ihn nur durch das Buch und seine eigene Leidenschaft dafür kennengelernt hat.“


In Andersons DER FANTASTISCHE MR. FOX ist Mr. Fox, der im Original von George Clooney (MICHAEL CLAYTON („Michael Clayton“, 2007), OCEAN’S ELEVEN („Ocean’s Eleven", 2001)) gesprochen wird, ein ehemaliger Hühnerdieb. Mittlerweile arbeitet er als Zeitungskolumnist und zieht gegen den Rat seines Anwalts Dachs (Bagder) in ein sehr teures Baumhausappartement ein, das sich in unmittelbarer Nähe zu den Geflügelfarmen von Boggis, Bunce und Bean befindet. 
„In das Baumhaus zu ziehen, ist die arrogante Entscheidung eines Mannes in der Midlife-Krise,“ erläutert Abbate. „Es ist gefährlich und übersteigt seine Verhältnisse.“
Natürlich kann Mr. Fox der Versuchung nicht widerstehen und kehrt schon bald zu seinen alten Gewohnheiten zurück. Gemeinsam mit seinem Freund Kylie, einem Oppossum und seinem sportlichen Neffen Kristofferson überfällt er die drei Bauernhöfe und stiehlt Hühner, Gänse, Truthähne und Apfelwein. Im Gegenzug schwören die Bauern die pelzige Plage mit allen erdenklichen Mitteln zu bekämpfen.


In Dahls Geschichte hat Mr. Fox nur namenlose Fuchsjunge. „Im Grunde spielen die vier Füchslein keine große Rolle,“ sagt Anderson, der sich mit Baumbach entschied, den Nachwuchs auf einen Fuchs zu reduzieren und dafür die Figur mehr auszuarbeiten, ihr eine eigene Geschichte und eine wesentliche Rolle in der Handlung zu geben. Und so hat Mr. Fox nun einen Sohn namens Ash: Ein unbeholfener Außenseiter, der auf Comics steht und keine Beziehung zu seinem Vater hat.
„Er weiß noch nicht so richtig, wer er ist und wünscht sich Liebe und Anerkennung von seinem Vater,“ sagt Jason Schwartzman (RUSHMORE („Rushmore", 1998), FUNNY PEOPLE, („Wie das Leben so spielt", 2009)), ein langjähriger Freund und Mitstreiter von Anderson, der im Original Ash spricht. „Ich will auch so ein toller Athlet sein wie mein Vater und genauso klug wie er. Ich will Anerkennung. Für meine Figur dreht sich alles darum, mit sich selbst ins Reine zu kommen. Und ich finde, um dieses Thema dreht sich der ganze Film. Es geht darum, sich selbst zu akzeptieren und dass erst unser Anderssein uns besonders macht. Am Ende zeigt sich, dass nur weil Ash kleiner ist, einige Leben gerettet werden können.“


„Wes wollte die Figuren der Jungen so gestalten, dass sie für eine neue Generation von Füchsen stehen,“ erklärt Dawson zu der Einführung von Ash und seinem Cousin Kristofferson in die Geschichte. „Und dadurch entsteht auch eine neue Familiendynamik.“
„Diese Familiendynamik oder genauer gesagt diese disfunktionale Familiendynamik kennen wir schon aus Andersons früheren Filmen. Die Geschichte und die Art, wie sie sich entwickelt, wie er eine Szene entwirft und das Tempo des Films entsprechen ganz und gar Wes Andersons Stil,“ bemerkt Abbate.
„Was ich an diesem Film so mag ist, dass Wes seine Art Regie zu führen oder eine Geschichte zu erzählen nicht verändert hat, um sie dem Animations-Genre anzupassen,“ stimmt Schwartzman zu. „Er hat sich vielmehr das Genre einverleibt und seinen ganz eigenen Film gemacht, genau wie bei jedem anderen Wes Anderson Film.“
Eine Ergänzung der Geschichte, die ganz auf Anderson beruht – ist das „whack-bat“. Diese vollkommen neue Sportart – eine Verschmelzung von Cricket, Schlagball und Baseball – spielen Ash und sein Cousin. „Den Leuten gefielen die Kinderfiguren,“ erläutert Dawson „und wir entschieden, die Rollen ein bisschen zu erweitern und ein paar Szenen hinzuzufügen, in denen die Kids nicht nur in der Familie zu sehen sind. Wes hatte dann diese Idee dafür. Erst nachdem er die Szene geschrieben hatte, entwickelten wir, wie das Spiel aussehen sollte und gespielt werden musste.“


Die Spielregeln werden in einer urkomischen Szene von Ash’ Trainer Skip erklärt, einem Frettchen, das im Original von Andersons langjährigem Freund und kreativem Partner Owen Wilson (MARLEY & ME („Marley & Ich“, 2008)) gesprochen wird. „Es gibt jede Menge lächerlich komplizierter Regeln und sehr komische Körperverrenkungen,“ lacht Abbate. „Auf der symbolischen Ebene geht es darum, dass Ash versucht die Aufmerksamkeit seines Vaters zu gewinnen. Mr. Fox war ein herausragender Sportler, der alle Trophäen im „whack-bat“ gewonnen hat und deshalb ist es sehr wichtig für Ash, ob er gewinnt oder verliert und das Ganze hat auch eine gewisse Bedeutung für das Ende des Films.“