VG Wort Zählpixel

Agora Film Trailer - Die Säulen Des Himmels

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 12 Jahre
Länge: 126 Min | Kinostart: 11.03.2010 | DVD/BD: 05.08.2010 (DVD&BD) | ©  Tobis | 
 
 
Trailer

Trailer
Agora Film Trailer - Die Säulen Des Himmels

Zombieland 2

Zombieland 2
 VIDEO-TIPP

Die Eiskönigin 2

Die Eiskönigin 2
 VIDEO-TIPP

 
 
 

Agora Film Trailer - Die Säulen Des Himmels: Weitere Infos

Anzeige

• Ausschnitte
• Wie lebten die Menschen zu jener Zeit?


Die Story zu Agora Film Trailer - Die Säulen Des Himmels:
Alexandria, im Jahr 391 nach Christus. An der neuplatonischen Schule lehrt die ebenso schöne wie kluge Philosophentocher Hypatia Mathematik und Astrologie. Bei ihren Schülern ist die selbstbewusste Wissenschaftlerin sehr beliebt, ihre männlichen Kollegen aber beobachten sie mit Argwohn. Nicht nur weil sie eine Frau ist, sondern auch weil sie äußerst moderne Thesen vertritt. Mit wachsender Leidenschaft widmet sich Hypatia den elementaren Fragen des Sonnensystems - und das lange vor Kopernikus und Gallieo! Mit ihren Erkenntnissen erntet sie jedoch nicht nur Respekt und Anerkennung, sondern zieht den Groll der erstarkenden Christen auf sich. Als es in der altägyptischen Weltstadt zwischen Heiden und Christentum zum Glaubenskrieg kommt, gerät Hypatia zwischen die Fronten. Statt sich in die schützenden Arme der Liebe zu retten, stürzt sie sich in ihren ganz persönlichen Glaubenskrieg und kämpft für das einzig gültige Prinzip ihrer Lehre: das Ideal der Wahrheit!

Schauspieler:
Rachel Weisz, Max Minghella, Oscar Isaac, Ashraf Barhom, Michael Lonsdale, Rupert Evans, Richard Durden, Sami Samir, Manuel Cauchi, Homayoun Ershadi, Oshri Cohen

Hintergrund:
Agora bezeichnete im antiken Griechenland einen großen Versammlungsplatz im Zentrum einer Stadt. Die Agora war häufig auch durch Tempelbauten definiert und damit sowohl politischer als auch religiöser Mittelpunkt einer antiken Stadt.

Technikinfos:
Ton: Dolby SRD, DTS

 

Surftipps: User, die hier waren, besuchten übrigens auch diese Seiten:

Ein Kapitel der Geschichte, das noch nie im Kino erzählt wurde
„Fernando Bovaira, Mateo Gil und ich haben uns drei Jahre lang intensiv mit Geschichte und Astronomie beschäftigt. Wir sind völlig in das Ägypten des vierten Jahrhunderts eingetaucht. Es überrascht, dass eine solche Welt voller Legenden – die Bibliothek von Alexandria, der Kanopische Weg, der Leuchtturm – zur Vergessenheit verdammt scheint, insbesondere im Kino.“ Nach seinem mit dem Oscar ausgezeichneten Drama DAS MEER IN MIR lädt Alejandro Amenábar die Zuschauer ein, „die Wirklichkeit einer weit zurückliegenden Zivilisation zu erleben.“ AGORA ist eine einzigartige Reise in das antike Ägypten, in die mythenumrankte Stadt Alexandria, deren berühmte Bibliothek auf dramatische Weise zerstört wurde. Der Film basiert auf historischen Ereignissen, die noch nie im Kino erzählt wurden. AGORA ist der fünfte Film des Regisseurs, eine Produktion enormen Ausmaßes, erfüllt von beeindruckender Energie. Alejandro Amenábar untersucht die individuellen Erfahrungen der Bewohner Alexandrias, ihre Gedanken, Gefühle und Leidenschaften, in einer Zeit großer Umwälzungen. In den Straßen der antiken Metropole nimmt eine Revolution ihren Ausgang, die durch den Niedergang der griechisch-römischen Zivilisation begünstigt und durch die wachsende Bedeutung des Christentums weiter vorangetrieben wird. Das stolze Alexandria, lange Zeit ein Symbol für multikulturelle Toleranz, wird immer stärker von Ereignissen erschüttert, die den Beginn eines neuen Zeitalters ankündigen.

„Alles begann, als wir – zunächst nur als Hobby – ein Interesse an der Relativitätstheorie entwickelten“, erzählt Regisseur Alejandro Amenábar. „Wir wollten mehr über das Konzept von Zeit und Raum erfahren, das so eng mit dem Kino verknüpft ist. Diese Neugier war der Ausgangspunkt, von dem sich dann ein Fenster zu vielen weiteren Dingen öffnete.“ Amenábars Co-Autor Mateo Gil erinnert sich: „Wir recherchierten ein Projekt über die Menschen, die sich damals über die unmittelbaren Umstände ihrer Zeit erhoben, indem sie den Blick zu den Sternen am Himmel wandten und sich existenzielle Fragen über das Leben, den Kosmos und ihre Bedeutung stellten. Dabei stießen wir auf Hypatia und das Alexandria ihrer Zeit. Uns wurde klar, dass Hypatias Geschichte das gesamte Projekt auf den Punkt bringt.“ Amenábar und Gil beschäftigten sich intensiv mit Hypatia und der historischen Epoche, in der sie lebte. Sie waren überrascht, wie wenig heute über sie bekannt ist. Je mehr sie über Hypatias Charakter herausfanden, desto mehr erkannten sie ihre Relevanz für unsere heutige Welt: Eine Frau, die mutig gegen den Strom schwimmt, um die Werte, an die sie glaubt, zu verteidigen, und dabei, wenn nötig, auch ihr Leben zu riskieren. Die Umstände ihres Todes sind ebenso außergewöhnlich wie der Rest ihrer Biografie. Das Klima von Gewalt und Konfrontation, das Alexandria damals ergriff, und Hypatias Haltung gegenüber dem sozialen und politischen Debakel, machen sie zu einer mythischen Figur, mit der sich heutige Zuschauer identifizieren können.

„Was mich während unserer Recherchen mit am meisten überraschte, war die Entdeckung, dass es in Alexandria zwei Bibliotheken gab. Die erste brannte nieder, als Julius Cäsar die Stadt eroberte. In unserem Film geht es um die zweite Bibliothek. Hypatia war eine der Schlüsselfiguren in der Geschichte ihrer Zerstörung. Mit dieser historischen Epoche hat sich das Kino noch nie beschäftigt. Wir glauben, dass sie das Publikum faszinieren wird“, meint Alejandro Amenábar. „Es gibt nur sehr wenige heute noch erhaltene Dokumente über Hypatia“, erzählt Mateo Gil. „Wir haben alles gelesen, was wir finden konnten. Doch ihr gesamtes wissenschaftliches Werk ist verloren gegangen. Wir wissen nur, dass sie als ausgezeichnete Mathematikerin galt und als Astronomin sogar ihren Vater übertraf.“
 
„Alexandria war damals das Zentrum intellektuellen Lernens. Menschen kamen von überall angereist, um Theater, Philosophie, Mathematik und Astronomie zu studieren und zu diskutieren. Es war eine Zeit, die von leidenschaftlichem Wissensdurst und der Suche nach Erkenntnis geprägt war. Doch im Verlauf von Hypatias Lebenszeit wurde Alexandria immer stärker in das Römische Weltreich eingegliedert und fiel unter christliche Herrschaft. Dieser Wendepunkt markiert den Beginn der „dunklen Zeit“ – des Mittelalters. Hypatia erlebte also den Übergang von einer der aufgeklärtesten zu einer der am wenigsten aufgeklärten Zeiten der Geschichte“, sagt Hauptdarstellerin Rachel Weisz.

Authentizität als Ziel
Nach der Phase des Lesens kam der nächste Schritt: Die Überprüfung aller von den beiden Autoren gesammelten Fakten mit der Hilfe von Experten. Eine Reihe von externen Beratern wurde zu diesem Zweck engagiert. Anerkannte Spezialisten aus den jeweiligen Fachgebieten halfen Alejandro Amenábar und Mateo Gil dabei, ihre Beschreibungen dieses historischen Abenteuers noch präziser werden zu lassen. „Der Beratungsprozess ging durch mehrere Phasen, in denen wir uns auf verschiedene Aspekte konzentrierten“, erklärt Produzent Fernando Bovaira. „Elisa Garrido, eine bekannte Spezialistin für die Geschichte der Frau in der klassischen Antike, unterstützte uns während der Drehbuchentwicklung in historischen Fragen. In der finalen Vorbereitungsphase der Produktion kam Justin Pollard zu uns nach Malta, sprach mit allen Verantwortlichen und diskutierte mit Alejandro die Details der Ausstattung. Pollard war schon Berater bei Filmen wie ABBITTE und ELIZABETH – DAS GOLDENE KÖNIGREICH und ist Autor des Buches ‚The Rise and Fall of Alexandria – Birthplace of the Modern Mind’.“ Justin Pollard bestätigte die Authentizität aller Aspekte der Produktion und ihre Übereinstimmung mit der Zeit, die der Regisseur widerspiegeln wollte.

„Ich glaube, Authentizität muss das Ziel sein“, sagt Pollard. „Natürlich erheben wir nicht den Anspruch, völlig akkurat zu sein, weil es so vieles gibt, was wir nicht wissen können. Wichtig ist nicht, ob man in jedem einzelnen akademischen Detail übereinstimmt. Die Frage ist, ob die Zuschauer die Welt, die sie sehen, als Wirklichkeit akzeptieren. Ob sie ihre Skepsis aufgeben und glauben, tatsächlich durch die Straßen Alexandrias zu gehen, einer riesigen, beeindruckenden Stadt, in der Alexander der Große begraben wurde, die den größten Hafen des Mittelmeers besaß und als eines der Zentren der antiken Welt galt. Die Stadt hat ein gewaltiges räumliches Ausmaß, und die Geschichte, die erzählt wird, hat ein gewaltiges mentales und emotionales Ausmaß.“

Neben den Experten der antiken Welt sprachen Fernando Bovaira, Alejandro Amenábar und Mateo Gil auch mit den beiden Forschern und Wissenschaftlern Javier Ordóñez und Antonio Mampaso. „Javier Ordóñez präsentierte uns eine brillante geometrische Lösung für das Rätsel, das Hypatia mit Hilfe des Apollonischen Kegels zu lösen versucht“, erinnert sich Mateo Gil. Antonio Mampaso war während des gesamten Entwicklungsprozesses des Films präsent, vom Skript bis zu den Dreharbeiten, wo er die Verwendung der astronomischen Instrumente beaufsichtigte, die auf der Leinwand zu sehen sind, und als wissenschaftlicher Trainer für Rachel Weisz fungierte. Er unternahm auch eine Reise mit dem Produzenten, dem Regisseur und dem Co-Autor, die sich als entscheidend für die Entwicklung vieler Details des Films erwies. „Ich glaube, dass es absolut notwendig ist, die Orte zu besuchen, an denen meine Geschichten spielen. Es ist sehr anregend, einen Ort zu erkunden, von dem man weiß, dass er der Figur, um die sich dein Film dreht, tatsächlich bekannt war“, meint Regisseur Alejandro Amenábar. „Antonio Mampaso ist ein Jäger von Sonnenfinsternissen. Er schlug vor, dass wir ihn zu einer Eklipse in Ägypten begleiten. Wir entschieden uns zwar schließlich, keine außergewöhnlichen astronomischen Phänomene in unsere Geschichte aufzunehmen, aber es war eine wunderbare Erfahrung. Auf dieser Reise fanden wir bestimmte Elemente, die uns später bei der visuellen Ausrichtung des Films halfen, wie etwa die erstaunlichen Fajum-Porträts, und vor allem die Mischung aus ägyptischen, griechisch-römischen und christlichen Elementen. Diese Kombination ist in unserem Film sehr präsent.“

Ein romantisches Dreiecksverhältnis
In AGORA versuchen zwei Männer, Hypatias Herz zu gewinnen: Ihr Sklave Davus und Orestes, einer ihrer Schüler, der spätere Präfekt von Alexandria. Die Spannung zwischen diesen drei Charakteren ist permanent spürbar. Zwischen ihnen besteht ein romantisches Dreiecksverhältnis, das erst aufbrechen kann, als die Kämpfe in den Straßen Alexandrias beginnen. „Davus ist eine Figur, die wir erfunden haben“, sagt Alejandro Amenábar. „Er ist unser Türöffner in das Innenleben der Stadt, in die griechisch-römische Gesellschaft und die antike Welt im Allgemeinen. Durch ihn sehen wir, wie die Sklaverei im vierten Jahrhundert wahrgenommen wurde. Davus steht vor der Frage, ob er ein Christ werden will. Durch seine Augen sehen wir die Entwicklung des frühen Christentums von einer verfolgten Glaubensrichtung zur dominanten Religion. Davus wird schließlich ein Parabolano. Diese aus Mönchen bestehende religiöse Splittergruppe war sehr charakteristisch für die Zeit. Sie begann als Orden, der den Bedürftigen half, und endete als militanter Arm der Kirche.“

Der junge britische Schauspieler Max Minghella spielt Davus. Er überstand erfolgreich den umfangreichen Casting-Prozess, der in London unter der Leitung von Jina Jay durchgeführt wurde. Jina Jay zeichnet für das Casting so großer Projekte wie DER VORLESER, ABBITTE und MÜNCHEN verantwortlich und hat mit Amenábar bereits bei THE OTHERS zusammengearbeitet. „Davus ist ziemlich verliebt in Hypatia, aber seine Liebe wird nicht erwidert. Es geht vor allem darum, wie diese beiden Charaktere sich begegnen und das Leben des jeweils anderen in einer sehr dramatischen Phase der Weltgeschichte beeinflussen“, sagt Max Minghella. „Alejandros Idee, dass Hypatias Sklave im Film zum Christentum konvertiert, war ein Geniestreich“, meint Mateo Gil. „Dadurch konnten wir die beiden Welten, von denen wir erzählen, miteinander verbinden.“

„Hypatia gehört definitiv zur gesellschaftlichen Oberschicht Alexandrias. An den Mitgliedern dieser Kultur fasziniert, dass sie über alles nachdachten, selbst über die Flugbahnen der Himmelskörper, und zutiefst humanistisch waren. Aber sie hatten diesen einen blinden Fleck, und das war die Sklaverei. Es gab eine komplette Klasse von Leuten, die als Sklaven gehalten und nicht einmal als Menschen angesehen wurden. Sie standen auf einer Stufe mit Tieren. Das ist schwer zu begreifen, wenn man bedenkt, wie tiefgründig und menschlich die Herrschenden in anderen Dingen waren“, erklärt Rachel Weisz.

Der guatemaltekische Schauspieler Oscar Isaac, der zuletzt in DER MANN, DER NIEMALS LEBTE zu sehen war, durchlebt im Film eine beeindruckende Verwandlung. Zu Beginn ist er einer von Hypatias glühendsten Anhängern. Im Verlauf des Films übernimmt er die militärische und politische Verantwortung für die Stadt und wird zum Repräsentanten des Römischen Reichs in Alexandria. „Orestes ist ein typisches Beispiel für die aristokratische Jugend dieser Zeit, für die jungen Männer, die dazu ausgebildet wurden, die Führer von morgen zu sein. Einige von ihnen sind sehr ehrgeizig, andere sind nur dabei, weil ihre Eltern genug Geld haben. Ich glaube, Orestes ist anfänglich so jemand, der nicht genau weiß, was er will. Er ist schlau, ein bisschen arrogant, ein bisschen stur, und er verliebt sich in seine Lehrerin Hypatia und versucht sie zu verführen“, erzählt Oscar Isaac. „Orestes erlaubt es uns, eine der berühmtesten Anekdoten über Hypatia und ihre Beziehung zu Männern zu erzählen“, erklärt der Regisseur. „Doch er hat auch eine Schlüsselrolle im zweiten Teil des Films: Er steht für Dialog und Aussöhnung in der Politik.“

„Hypatia hat eine der größten Liebesaffären der Geschichte, aber nicht mit einem Mann, sondern mit dem Kosmos“, meint die Hauptdarstellerin. „Ihre Beziehungen zu Männern sind nicht dokumentiert. In den Quellen heißt es, dass sie sehr schön war. Doch ihre wahre Liebe galt ihrer Arbeit. Sie vertiefte sich leidenschaftlich in ihre Forschung, sie war besessen von der Wissenschaft. Sie fühlte sich klein im Angesicht des Universums und wollte seine Rätsel lösen.“

Die Bedeutung von Farben und Kostümen
Der Konflikt, der Hypatias Welt befällt, resultiert im zweiten Teil von AGORA in einer tief greifenden Verwandlung, die auch die Protagonisten verändert. Der Arbeit der Kostümdesignerin Gabriella Pescucci kommt dabei eine entscheidende Rolle beim Verstehen dieser Entwicklung zu. Die italienische Designerin, mit dem Oscar für ZEIT DER UNSCHULD ausgezeichnet, und verantwortlich für die Kostüme ebenso herausragender Filme wie CHARLIE UND DIE SCHOKOLADENFABRIK, DIE ABENTEUER DES BARON MÜNCHHAUSEN und ES WAR EINMAL IN AMERIKA, erklärt ihren Einsatz von Farben für die verschiedenen Charaktere der Geschichte: „In meiner Arbeit ist das oberste Prinzip, dass Farben fundamental sind. Im ersten Teil des Films trägt Hypatia, helle, leuchtende Stoffe, weil sie in einer griechisch geprägten Welt von Philosophen und Studenten lebt. Auch die Heiden tragen helle Farben. Die Christen erkennt man an ihrer grauen Kleidung. Diese Unterscheidung war ein Vorschlag Alejandros, mit dem ich absolut übereinstimmte. Nach der Belagerung der Bibliothek ist Hypatia eine stärkere Frau. Sie beginnt, dunklere Farben zu tragen, weil die Zerstörung der Bibliothek für sie eine sehr schmerzhafte Erfahrung war. Ich habe wochenlang für die Entscheidung gebraucht, welches Kleid Hypatia am Ende trägt. Ich hatte fast 200 Rot-Töne zur Auswahl. In der letzten Szene, in der Hypatia von den Parabolani umringt wird, transportiert dieses rote Kleid inmitten der Schwärze der Gruppe zwar keine körperliche, aber große gedankliche Kraft.“

Ein Film über eine Gesellschaft mit derart strengen Hierarchien, wie sie im Alexandria des vierten Jahrhunderts herrschten, muss eine sehr klare visuelle Struktur haben, die über die Farbgebung hinausgeht und sich auf die Geschichte bezieht. Dazu waren intensive Recherchen nötig. „In den ersten Jahren der feministischen Bewegung wurde oft über Hypatia gesprochen“, erzählt Gabrielle Pescucci. „Als Alejandro mir von dem Projekt erzählte, erinnerte ich mich daran. Sie ist Griechin, aber sie ist auch die einzige Frau in der Bibliothek, und sie arbeitet in einer Männerwelt. In Hypatias Kostümen gibt es natürlich griechisch-römische Referenzen, aber es gibt auch maskuline Referenzen; die Toga, die sie trägt, ist die eines Mannes. Sie war eine sehr mutige Frau, die versucht hat, so zu leben wie die Männer ihrer Zeit. Deshalb trägt sie im Film zum Beispiel keinen Schleier. Es gibt Figuren wie Kyrill, die durch ihre Körperlichkeit bestimmt werden. Für Sammy Samir passten die dunklen Farben besonders gut, weil sie seine hierarchische, von Gott inspirierte Aura unterstrichen. Im Gegensatz dazu war die Inspiration für Synesios ganz klar byzantinisch, aber näher an die heutige Zeit angelehnt, was ich in meiner Arbeit oft mache.“

„Der Film erzählt die Geschichte einer Frau, die sich weigert, ihre Ideale aufzugeben. Sie ist eine größere Frau als ich es bin, größer als die meisten Menschen“, meint Rachel Weisz. „Ich glaube, es kommt sehr selten vor, dass jemand bereit ist, sein Leben für das zu geben, woran er glaubt. Das ist eine sehr edle und bewundernswerte Haltung. Sie glaubt an Vernunft und Zweifel und ist nicht bereit, diese Überzeugung aufzugeben. Das ist sehr mutig.“

Eine mythische Stadt, eine außergewöhnliche Produktion
Das antike Alexandria spielt zweifellos eine entscheidende Rolle in AGORA. Die mythische Stadt, deren Bau von Alexander dem Großen angeordnet und die später nach ihm benannt wurde, war von Anfang an dem Streben nach Wissen gewidmet, und entschlossen, die angesehensten und weisesten Gelehrten ihrer Zeit anzuziehen. Durch ihre strategisch günstige Lage im Norden Afrikas wuchsen ihr wirtschaftlicher und kultureller Reichtum schnell. Im ganzen Imperium war die Stadt für die große Verschiedenheit ihrer Bürger, ihren majestätischen Leuchtturm, die Einzigartigkeit ihres Hafens, die Länge ihres Kanopischen Weges und die Energie und Lebendigkeit ihres Marktes berühmt. Eine ziemliche Herausforderung für die Ausstatter des Films ...

„Alexandria war die erste Stadt, die auf dem Reißbrett entworfen wurde“, erklärt der Regisseur. „Fast nichts vom ursprünglichen Alexandria ist noch erhalten. Doch in letzter Zeit werden viele Überreste im Meer entdeckt. Alexandria wurde von der griechisch-römischen Kultur dominiert, weil Alexander der Große Griechenland nach Ägypten bringen wollte. Wenn Sie die Ruinen der Bibliothek heute besuchen – der zweiten Bibliothek, die sich im Serapeum befand –, sehen Sie die Pompeiussäule, die absolut griechisch-römisch ist, umgeben von Sphinxen: eine perfekte Kombination der beiden Welten.“

„Es war ein Schmelztiegel. Und sie lebten in einer Zeit, die emotional und politisch sehr schwierig war. Es gab viele politische Probleme. Die Leute waren nervös, viele von ihnen waren sehr arm; es gab eine riesige Kluft zwischen den Armen und den Reichen in der Stadt. Doch die größte Stärke der Stadt war immer ihr Eklektizismus; es gab diese großartige Mischung, diesen Schmelztiegel, der von den Gründern der Stadt beabsichtigt war. Gleichwohl führte die Diversität, die sie so großartig machte, am Ende zu ihrer Zerstörung“, erläutert Justin Pollard.

„In Hypatias Alexandria kommen viele Elemente zusammen, die nicht nur für sich genommen interessant sind, sondern auch, weil sie eine erstaunliche Ähnlichkeit mit unserer Zeit aufweisen“, sagt Alejandro Amenábar. „Auf der einen Seite haben wir Hypatia, die von Vernunft geleitet werden möchte, die Dinge unaufhörlich in Frage stellt und nach Wahrheit sucht; sie will untersuchen, entdecken, denken, zweifeln. Auf der anderen Seiten gibt es einen Schmelztiegel der Religionen und Interessen mit internen Machtkämpfen, die das vierte Jahrhundert zu einer aufregenden Zeit machen. Filme über die Antike neigten meistens dazu, sich Perioden größerer Klarheit auszusuchen. Das Hollywood früherer Zeiten hätte sich für diese spezielle Periode nie so interessiert wie wir heute, weil sie mit der Welt von heute viel mehr Gemeinsamkeiten aufweist als mit der Welt von vor 40 oder 50 Jahren. Der Unterschied zwischen den klassischen Mantel-und-Degen- und Sandalenfilmen und AGORA ist, dass es in unserem Film viel mehr um das geht, was in unserer heutigen Zeit passiert, als um das Römische Reich.“

Die Aufgabe, diesen Schmelztiegel der Befindlichkeiten zu einer greifbaren architektonischen Realität zu machen, übertrugen Fernando Bovaira und Alejandro Amenábar dem britischen Ausstatter Guy Dyas, der für die Kulissen von Filmen wie INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDELS und SUPERMAN RETURNS verantwortlich zeichnet. Dyas hat auf beiden Seiten des Atlantiks gearbeitet und nahm Alejandros Angebot, eine legendäre Stadt zu bauen, in der sich die Schauspieler zu Hause fühlen würden, nur zu gern an. Weil AGORA ein klassischer Film ist, kann alles, was auf der Leinwand zu sehen ist, auch angefasst werden. „Guy ist die ideale Kombination aus Recherche und Vorstellungskraft“, sagt der Regisseur. „Noch heute erinnere ich mich mit Erstaunen an einige Dinge, wie den Thron von Orestes, der nach einer Idee von Guy aus antiken Löwen besteht. Und ich kann nicht genug betonen, wie er aus dem Geld, das ihm zur Verfügung stand, das absolute Optimum herausholte. Wo immer man in der Agora die Kamera aufstellte, fand man etwas Interessantes, immer eine Perspektive. Bei ihm gibt es nie völlig gerade Linien, er spielt immer mit Blickwinkeln, was den Einstellungen eine große visuelle Dynamik verleiht.“

Das AGORA-Team begab sich nach Fort Ricasoli auf Malta, um dort die grandiosen Filmsets zu errichten, ein Setting, das Gebäude im griechisch-römischen Stil besitzt, den großen Platz, der dem Film seinen Titel gab, eine römische Präfektur, heidnische Tempel, christliche Kirchen, ein griechisches Amphitheater, Hypatias Vorlesungssaal und die mythischen Straßen Alexandrias mit seiner legendären Bibliothek. „Alexandria war gewissermaßen das Zentrum der Erziehung und des Wissens, es war ein wichtiger kultureller Umschlagplatz. Um das einem heutigen Publikum zu verdeutlichen, ist es notwendig, die Art von Architektur zu zeigen, die in dieser Zeit existierte. Es gibt in Alexandria ganz klar immer noch Elemente, die uns Hinweise darauf gaben, was damals geschah“, erklärt Guy Dyas. „Guy entwarf Alexandria als monumentale, verfallende Stadt. Der Verfall war uns dabei wichtig, die abgenutzten Steine, die abblätternde Farbe. Deshalb war der Einsatz von Farben in der Architektur so entscheidend. Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass sowohl Skulpturen als auch Gebäude in der Antike bemalt waren. Wir entschieden uns für eine Art ausgewaschenes Gemälde, was dem Set großen Detailreichtum und Authentizität verlieh. Wir gaben uns viel Mühe beim Abwaschen der Farben, damit der Film nicht wie eine 50er-Jahre-Produktion aussieht,“ erläutert der Regisseur. „Wir haben für dieses Projekt sehr viel recherchiert“, sagt Dyas. Das ist immer so, wenn man versucht, die Vergangenheit wiederauferstehen zu lassen. Alejandro hatte ein Dossier erstellt, das die wichtigsten Sets mit visuellen und architektonischen Referenzen beschrieb. Interessanterweise besaßen viele der architektonischen Beschreibungen einen römischen Touch, aber am Ende produzierten wir viele Kulissen, die sehr ägyptisch aussehen.“

Für die Auswahl der Schauspieler und Komparsen, die die Einwohner des antiken Alexandria darzustellen hatten, erinnerte sich der Regisseur immer wieder an die Porträts der Gräber von Fajum, einer wichtigen archäologischen Ausgrabungsstätte Ägyptens aus dem ersten Jahrhundert. Die Mumien, die in Fajum gefunden wurden, sind mit den Gesichtern der Toten bemalt. „Die Qualität dieser Porträts kann man sich nicht vorstellen, bis man sie selbst gesehen hat“, sagt Amenábar. „Nachdem wir gesehen hatten, wie wenig vom antiken Alexandria übrig ist, war es aufregend, diese Porträts zu finden, die wie Fotografien sind; es war, als hätte jemand sich 1600 Jahre in die Vergangenheit zurückgegraben und sei mit den Gesichtern ihrer Bewohner zurückgekehrt.“

Eines der überraschendsten Elemente des Films stellen die Parabolani dar. „Die Parabolani waren eine Art Miliz, die von Mönchen gegründet wurde. Zunächst leisteten sie wertvolle soziale Arbeit“, sagt Mateo Gil. „Sie kümmerten sich um die Kranken, die Aussätzigen und die Toten. Sie halfen in den verschiedensten sozialen Bereichen. Doch schon bald wurden sie zu Wächtern des öffentlichen Geschehens und scheuten auch nicht vor der Drecksarbeit zurück. Sie sagten den Leuten, wie sie sich zu kleiden und in privaten Dingen zu verhalten haben, sie agierten als Kontrollorgan und wurden schließlich sogar zu Mördern.“

„Der Castingprozess war besonders komplex“, erklärt Fernando Bovaira, „weil Alexandria ein Schmelztiegel der Kulturen war, und wir das im Film unbedingt reflektieren wollten. Wir brauchten Darsteller unterschiedlicher Nationalitäten, um verschiedene Sichtweisen auf das, was im Film erzählt wird, zu ermöglichen. Wir arbeiteten mit Jina Jay zusammen, und das Ergebnis hätte nicht besser sein können.“ „Wir bemühten uns, die Anzahl der verschiedenen Akzente niedrig zu halten“, sagt der Regisseur. „Wir legten deshalb fest, dass in der Welt der Bibliothek und der Römer englisch mit britischem Akzent gesprochen wird, während die Sklaven und Christen einen nahöstlichen Akzent sprechen. Da wir israelische, palästinensische, ägyptische und iranische Schauspieler hatten, wollten wir weitere Mischungen vermeiden“, so Amenábar. „Am Set gab es Leute unterschiedlichster Herkunft. Wir waren ein sehr großes und bunt gemischtes Team, mit einem jungen Regisseur als Verantwortlichem, und alles funktionierte reibungslos, weil Alejandro bemerkenswerte Führungsqualitäten bewies und von allen sehr respektiert wurde“, erklärt Fernando Bovairo.

Alexandria: Das Zentrum der Welt
„Zu dieser Zeit war Alexandria ein sehr bunter Ort, etwa so, wie wir es heute in New York, London und anderen großen europäischen Hauptstädten erleben. Es zog die Leute dorthin, und das unterstützte die Vielfalt. Nicht alle Konsequenzen daraus waren positiv, aber das Gemisch funktionierte. In der Antike reisten die Menschen nicht so viel wie heute. Die überwiegende Mehrheit von ihnen entfernte sich nur wenige Kilometer von ihrem Geburtsort. Alexandria, dessen Bewohner von überall herkamen (Afrikaner, Nordeuropäer, Latinos, Inder, Menschen aus den Nahen Osten) war deshalb einer der kosmopolitischsten Orte des Erdballs. Eine Stadt mit einem vielfältigen Nachtleben, ein Ort, an dem man Neues ausprobieren und die unterschiedlichsten Leute treffen konnte. Da überrascht es nicht, dass auch verschiedene philosophische Schulen in Alexandria nebeneinander existierten, weil die Menschen ihre Ideen miteinander austauschen wollten“, erklärt Justin Pollard. „Der Film ist unglaublich realistisch. Doch als ich das Skript las, stellte ich mir Alexandria immer in einem modernen Kontext vor, angetrieben von wissenschaftlichen, philosophischen und religiösen Welten, die einander umkreisten. Deshalb sah ich Alexandria wie das heutige New York, aber auch wie Palästina. Ich hatte das Gefühl, der Film sollte weder modern noch antik, sondern in einem universell gültigen Zeitrahmen angesiedelt sein, denn wir erzählen von der Allgemeingültigkeit menschlicher Erfahrung und menschlicher Gefühle“, meint Kameramann Xavi Giménez.

„In Hypatias Alexandria war es nicht immer leicht, verschiedene soziale Gruppen auseinander zu halten, beispielsweise die Reichen und die Intellektuellen. Gebildete Leute kamen aus einem sozialen und wirtschaftlichen Kontext, der ihnen den Zugang zu Bildung ermöglichte. Es gab nur wenige Beispiele für Menschen, die arm geboren wurden und später zu Wohlstand gelangten. Eine soziale Mobilität, wie wir sie heute genießen, gab es nicht. Die Klassen waren viel stärker ausdefiniert. Ein Intellektueller war automatisch ein Aristokrat oder kam aus einer reichen Familie, und umgekehrt, denn sie waren die einzigen, die lesen und schreiben konnten. Genau in dieser Zeit entstand der Klerus, eine Gruppe, die Arme und Ungebildete aufnahm und ihnen so den gesellschaftlichen Aufstieg ermöglichte. Viele von ihnen lernten lesen und schreiben, um die heiligen Schriften im Gottesdienst lesen zu können. Wer wollte, konnte es weit bringen, allerdings kamen die höherrangigen Mitglieder des Klerus immer aus wohlhabenden Familien“, sagt Elisa Garrido. „Es war eine Stadt, in der Schiffsverkehr und Handel eine große Rolle spielten. Die Bibliothek profitierte davon zum Teil und konnte so legendär werden, weil alle Schiffe, die die Stadt besuchten, eine symbolische Steuer zu entrichten hatten: Sie mussten ein Exemplar jedes Schriftstücks, dass sie an Bord hatten, abliefern. Fast alles fiel dem Feuer zum Opfer, das die erste Bibliothek zerstörte. Die zweite Bibliothek, die der Film zeigt, war ebenfalls prachtvoll, aber kleiner als die erste, die niederbrannte, als Julius Cäsar Einzug in Alexandria hielt“, berichtet Mateo Gil.

„Ich glaube, um die heutigen Zuschauer zu gewinnen, muss man mehr zeigen als den architektonischen Stil, der zu jener Zeit bestimmend war. Natürlich gibt es Elemente in Alexandrias verlorener Architektur, die klare Hinweise darauf geben, wie die Stadt damals aussah. Noch wichtiger ist es aber zu zeigen, dass die Stadt ein enormer Schmelztiegel der Kulturen war, die die unterschiedlichsten architektonischen Stile in die Straßenzüge einbrachten. Wir reden über Griechenland, Rom und natürlich Ägypten (wo die Stadt errichtet wurde). Ich glaube, das Interessante an diesem Projekt ist, dass wir während des Gestaltungsprozesses tiefer und tiefer in die Bedeutung dieser Tatsache vordringen konnten“, sagt Guy Dyas. „Städte entstehen und vergehen nicht über Nacht, sie durchlaufen eine allmähliche Entwicklung. Die Inspiration für das Design der Stadt war das Alexandria, wie es einst ausgesehen haben muss. Wir haben es nicht nach dem Vorbild Roms oder Athens erbaut. Meiner Meinung nach neigen Städte dazu, lebendiger und realistischer zu wirken, wenn man den Zuschauern mehr als nur Ruinen bietet und ihnen zeigt, wie es war, dort zu leben, wie die Stadt immer weiter wuchs.“

„Die Parabolani existierten ausschließlich in Ägypten. Sie setzten Alexandrias Kirchendoktrin mit Gewalt durch. Im Osten entstanden damals diverse asketische Bewegungen, weil die Menschen lange Zeit davon überzeugt waren, dass Christus zurückkehren würde. Um darauf vorbereitet zu sein, mussten sie Abbitte und Buße für ihre Sünden leisten, denn nur so konnten sie Erlösung erlangen. Die Wüste bot die perfekte Möglichkeit zur Buße, und viele Anachoreten in Ägypten und Syrien gaben alles auf. Sie kamen aus einfachsten Verhältnissen, waren selten gebildet, eher Mystiker, die es vorzogen, ihr öffentliches Leben aufzugeben, um auf Christus zu warten. Sie halfen anderen, fasteten für lange Perioden und lebten ohne Sex. Sie leisteten sogar Buße für die Sünden ihrer Glaubensbrüder. Sie lebten nicht an einem Ort, sondern waren über die Straßen und Ruinen verstreut. Die Leute ließen sie in Hauseingängen schlafen“, erzählt Elisa Garrido.

„Das Interessante an Orten, die so verschiedene Menschen anzogen, ist, dass es sie ebenso stärkte wie es sie schwächte. Viele launenhafte Herrscher ordneten Massaker an der christlichen Bevölkerung an. Aber nicht in Alexandria, der Heimat der Bibliothek, der Stadt der Ideen. Probleme gab es nur, wenn eine einzelne Gruppe diese Unterschiede herausstrich und festlegte. Das war auch im Deutschland des Jahres 1930 so. Menschen, die an einem Tag noch beste Freunde waren, konnten am nächsten Tag zu Todfeinden erklärt werden, nur weil man sich dafür entschied, sie auszugrenzen“, sagt Justin Pollard.

Die Logistik, die die komplexe Maschinerie einer Produktion dieses Ausmaßes am Laufen hält, liegt zu einem wesentlichen Teil in den Händen des Line Producers. José Luis Escolar hat viel Erfahrung mit internationalen Produktionen (KÖNIGREICH DER HIMMEL, INDIANA JONES UND DER LETZTE KREUZZUG, DIE ABENTEUER DES BARON MÜNCHHAUSEN). „Mein erstes Ziel nach der Lektüre des Drehbuchs war es, einen Ort zu finden, an dem wir das antike Alexandria wieder auferstehen lassen konnten“, erinnert sich Escolar. „Wir sahen uns Locations in Spanien, der Türkei, Tunesien und Marokko an, aber Malta kam unseren Bedürfnissen nach Licht und Raum am nächsten. Fort Ricasoli erwies sich als inspirierend für unseren Film. Darüber hinaus hatten die Leute, die wir als potenzielle Komparsen casteten, großartige Gesichter. Seit große Produktionen wie TROJA und GLADIATOR hier entstanden, gibt es Handwerker, die die technischen und künstlerischen Fähigkeiten für den Bau der Sets besitzen, und auch Leute, die einschlägige Erfahrung mit Dreharbeiten haben“, so der Line Producer. „Malta war für diesen Film fundamental. Wir hätten ihn nirgendwo anders machen können“, sagt Fernando Bovaira. „Dort konnten wir eine Art von grenzüberschreitender Arbeitsatmosphäre schaffen, die für das Gelingen des Projekts sehr wichtig war. Als wir mit der Arbeit an dem Film begannen, war sofort klar, dass er nur in einem internationalen Rahmen zu realisieren war. Das Projekt war viel zu groß und ambitioniert, um in spanischer Sprache gedreht zu werden. Wir beschlossen, ein multinationales Team zu erstellen, hauptsächlich aus Europäern, und ich glaube, es ist uns gelungen, ein Arbeitsklima zu schaffen, das das Denken in Nationalitäten überwand.“

Das ästhetische Zentrum des Films
„Es gibt einen sehr naturalistischen Fokus, sowohl in der Geschichte als auch in der Produktion“, sagt Mateo Gil. „Die Zuschauer werden das Handeln und die Reaktionen der Figuren als sehr glaubwürdig und lebensnah empfinden, was für eine Geschichte dieser Größenordnung auch nötig ist, um die Zuschauer wirklich zu erreichen. Aber hinter dem Naturalismus und den Perspektiven der Charaktere steckt ein sehr klassischer erzählerischer Fokus. Er bedient sich beim Genre des klassischen Epos, wird aber durch eine zeitgemäßere Erzählweise aufgewertet. Es ist ein sehr interessantes Experiment; die Menschenmassen, die wir in den Straßen sehen, sind real. Das ist keine Computersimulation. Alles was man sieht, hat diese wichtige reale Textur.“ Um diese zugleich naturalistische und zeitgenössische Darstellung zu ermöglichen, war Xavi Giménez' Vision von elementarer Bedeutung. Der Kameramann arbeitete für Filme wie TRANSSIBERIAN und CLEVER & SMART. „Ich wählte Xavi, weil seine Arbeit der letzten Jahre spektakulär war“, sagt der Regisseur. „Außerdem suchte ich nach einem Gleichgesinnten, der die Unerbittlichkeit der Sonne verstand. Jemand, der wusste, wie er das Licht, das wir in Malta haben würden, zu unserem Vorteil nutzen kann. Es ist ein Sonnenlicht, das blendet, das ein sehr kontrastreiches Bild schafft, was unserem Film, wie ich glaube, zu Gute kommt.“ Xavi Giménez: „Normalerweise stößt der Kameramann zu einem Filmprojekt, wenn die ästhetische Grundlage des Films bereits festgelegt ist. In diesem Fall war das nicht so. Von Anfang an sollte der Kameramann ein gewichtiges Wort mitzureden haben. Alejandro, Guy und ich trafen uns mehrmals während der Vorbereitungen und entwickelten gemeinsam die Ästhetik des Films, denn ein Film ist etwas Organisches. AGORA entwickelte sich so allmählich zu etwas Bildhaftem, das man fast berühren konnte. Die Referenzen dieses Films basieren mehr auf Gefühlen und Empfindungen als auf visuellen Parametern, wie dies bei anderen Filmen der Fall ist.“

„Hypatia war das ästhetische Zentrum des Films, und zwar ein sehr ungewöhnliches“, sagt Giménez. „Deshalb beeinflusste ihr philosophischer Standpunkt sehr stark die visuelle Umsetzung des Films. Hypatia ist die Lichtquelle des Films; sie erleuchtet alles um sie herum. Sie ist der Leuchtturm, der die Schönheit des Films definiert, obwohl um sie herum zerstörerische Dinge geschehen. Hypatia transportiert Wissen, sie repräsentiert das Denken und die Schönheit, sie ist Schülerin und Lehrerin zugleich. Wir haben sie nicht auf konventionelle Weise ‚schön’ ausgeleuchtet, wie man das normalerweise mit Hauptfiguren macht. Wir zeigen sie in unterschiedlichen Helligkeiten, Texturen und Farben, denn wir wollen, dass ihre Menschlichkeit heraussticht, die auf der Fähigkeit zum Zweifeln beruht. Sie ist die Sonne des Films, und durch ihre Augen sehen wir, was geschieht.“

Die Wissenschaft des Kinos: Alexandria und der Blick zum Himmel
„Der Film huldigt Wissenschaftlern im Allgemeinen“, erklärt Amenábar. „Er soll die Denktradition zeigen, der alle Astronomen im Verlauf von zweitausend Jahren gefolgt sind, denn wie jeder von uns haben sie eines Nachts einfach ihren Blick zum Himmel gewandt. Wenn ich den Himmel betrachte, empfinde ich eine Faszination und stelle mir alle möglichen Fragen, ohne eine Antwort darauf zu finden. Genau das haben die Wissenschaftler getan: Im Verlauf von Jahrtausenden haben sie Antworten gefunden.“

Um Hypatias Entdeckung zu verstehen, war Antonio Mampasos Beitrag entscheidend. Seit damals haben sich der Himmel und die Astronomen sehr verändert. „Als Hypatia lebte, blickte man bereits auf die Früchte jahrelanger wissenschaftlicher Arbeit zurück. Die Bewegung der Planeten war von Ptolemäus und Hipparchos dokumentiert worden, und es gab präzise Instrumente, die die Überprüfung ihrer Theorien erlaubten. Zum ersten Mal kamen diese beiden Faktoren zusammen. Das Astrolabium, eines der wichtigsten astronomischen Instrumente überhaupt, wurde in dieser Zeit entwickelt, und es war Hypatia mit Sicherheit bekannt. Die Messungen, die mit dem Astrolabium und anderen Instrumenten vorgenommen werden konnten, ermöglichten die Perfektionierung des Himmelsmodells und das Verwerfen des zuvor gültigen geozentrischen Modells, das vom heliozentrischen Modell ersetzt wurde, das später als zutreffend bestätigt wurde. Diese Entdeckung brachte nicht nur die Astronomie voran, sie war in ihren gesellschaftlichen Aspekten revolutionär, weil kosmologische und wissenschaftliche Theorien fest verwurzelt waren und die soziale und religiöse Ordnung der Gesellschaft stark beeinflussten. Wir reden über den Moment, der das System veränderte“, führt Antonio Mampaso aus.

Die Idee einer Reise in die Vergangenheit mit Referenzen an die heutige Zeit bestimmte die Ausrichtung des Films von Anfang an, von der Arbeit der künstlerischen Departments bis zu den Spezialeffekten. AGORA ist ein zeitgemäßes Fresko mit innovativer Produktion. „Gabriella zum Beispiel arbeitet viel mit Verweisen zur Jetztzeit, was ich sehr interessant finde“, erzählt Alexandro Amenábar. „Um die Welt von vor 1600 Jahren zu porträtieren, suchte sie in heutigen Kulturen nach Elementen, die uns ein wenig fremd sind, und vermischte diese dann mit den Stereotypen, die wir haben. In unserem Fall haben wir die römische Welt, die ägyptische Welt, und eine christliche Welt als Vorläufer des Mittelalters. Ich halte zum Beispiel die Art und Weise, in der sie die reichlich vorhandenen Beschreibungen der Parabolani mit der Welt der Taliban kombiniert, für spektakulär. Für mich ist das ein bemerkenswerter Coup.“

„Die Menschen, die wir im Film sehen, sind real. Die Architektur ist es ebenso: Alles, was Sie im Film sehen, wurde tatsächlich gebaut. Obwohl dafür technische Werkzeuge auf völlig neue Weise eingesetzt wurden, entsprachen die Produktion und die Dreharbeiten der klassischen Arbeitsweise“, sagt José Luis Escolar. „Wir beschlossen, so viele reale Kulissen zu bauen und zu drehen wie möglich“, sagt der Regisseur. „Digitale Veränderungen wurden nur mit großer Behutsamkeit und mit Rücksicht auf die Drehbedingungen vorgenommen. Kein einziges Detail von dem, was hinzugefügt oder überarbeitet wurde, sollte in irgendeiner Weise die Glaubwürdigkeit des Gezeigten untergraben“, so Amenábar. „540 Einstellungen wurden digital nachbearbeitet, 150 davon sind wirklich groß“, erklärt Félix Bergés, der für die Spezialeffekte verantwortlich ist. „All das ist möglich, weil Alejandro ein klares Bild des Films in seinem Kopf hat, bevor er mit den Dreharbeiten begann. Natürlich gibt es beim Drehen immer Improvisation, aber alle wichtigen Dinge wurden vorher entworfen und so gedreht, wie es in den Computergrafiken zu sehen ist.“

Ein weiteres wesentliches Werkzeug, das zur Gesamterfahrung beiträgt, die der Regisseur erreichen will, ist der Soundtrack. Die Musik für AGORA wurde von Dario Marianelli komponiert, der bereits für Filme wie ABBITTE (hierfür gewann er den Oscar), STOLZ UND VORURTEIL und V WIE VENDETTA arbeitete. „Ich bat Dario Marianelli, die Musik für AGORA zu schreiben, weil ich mein Kino in diesem Bereich mit neuer Energie aufladen wollte“, sagt Alejandro Amenábar. „Ich glaube, es wird immer wichtiger für mich, Partnern zu vertrauen. Es ist wichtig, eine Reihe guter Kollaborateure zu haben, statt im Alleingang meine eigene Vision durchzudrücken, wie klar sie auch immer zu sein scheint. Wenn man an einem Film dieser Größenordnung arbeitet, versteht man, dass ein Musiker wie Marianelli dem Film neue Räume eröffnet; Räume, die ich ohne ihn nicht erreicht hätte.“ „Das realistische Element ist für die visuelle Umsetzung des Films sehr wichtig“, erklärt Dario Marianelli. „Doch es mag merkwürdig klingen, in Bezug auf Musik von Realismus zu sprechen. Je größer der Film, desto mehr muss die Musik den Zugang zur Geschichte unterstützen. AGORA ist ein großer Film, deshalb braucht er ein großes Orchester und kraftvolle Stimmen, um das Gefühl, sich mitten im Geschehen auf der Leinwand zu befinden, sich durch das riesige Gewirr der Stadt und ihrer Menschenmassen zu bewegen und Teil der dargestellten Konflikte zu sein, zu verstärken.“

Eine Reise durch Zeit und Raum: Das vierte Jahrhundert mit der Technologie des 21. Jahrhunderts
AGORA bietet den Zuschauern ein einmaliges visuelles Erlebnis, das in 35 Wochen ausgefeilter Postproduktion vollendet wurde. Félix Bergés ist verantwortlich für die digitalen Effekte. Als international renommierter Digital Effects Designer arbeitete er an Filmen wie THE OXFORD MURDERS. Er arbeitet mit einem Team, das zeitweise aus bis zu 60 Mitarbeitern besteht, was für eine Produktion dieser Größenordnung nicht ungewöhnlich ist. Innerhalb dieses Teams war eine gesamte Abteilung ausschließlich damit beschäftigt, ein digitales Modell Alexandrias zu entwerfen, das für viele der Panoramaaufnahmen der Stadt und die Zoom-Einstellungen des Films verwendet wurde. Magoga Piñas koordinierte die digitale Rekonstruktion der Stadt, ein Job, für den sie sich zunächst durch viele Bücher über antike Architektur arbeiten musste, da es keinerlei bildlichen Überlieferungen gibt. Ausgangspunkt war die Rekonstruktion der Geografie der Region im vierten Jahrhundert, die sich seitdem durch mehrere Erdbeben, Überschwemmungen, Dürren und Kriege stark verändert hat. „Alejandro wollte, dass Alexandria völlig normal, natürlich und realistisch aussieht. Er wollte die Gewissheit, dass die Stadt so aussieht, als existiere sie wirklich, ganz egal, ob er bei Sonnenlicht oder bei diesiger Luft dreht, so, als ob wir in einer modernen Stadt gedreht hätten. Zusätzlich mussten wir Alexandria in verschiedenen Maßstäben bauen. Es gibt Luftaufnahmen der gesamten Stadt, Satellitenperspektiven des Nildeltas, von denen herangezoomt wird. Wir sehen Alexandria bei Nacht, am Nachmittag, zu jeder denkbaren Stunde und aus jedem Blickwinkel“, sagt Félix Bergés. „Wir mussten die gesamte Landschaft wiederaufbauen, nicht nur die Stadt, sondern auch ihre Geografie. Wir generierten die Inseln und Flüsse der damaligen Zeit“, erklärt Magoga Piñas. „Zunächst mussten wir eine geographische Karte erstellen, um die Lage des Mareotis-Sees zu bestimmen, der vom Mittelmeer durch eine schmale Landenge getrennt ist, auf der Alexandria gebaut wurde. Als nächstes wurde eine Reihe von Kanälen als Basis der Landschaft gebaut, und dann begannen wir mit der Rekonstruktion der Stadt.“

Danach folgten sie der Karte des antiken Alexandria. Sehr wenige Straßen der ursprünglichen, von Alexander dem Großen in Auftrag gegebenen Stadt sind heute noch erhalten. „Es war sehr wichtig, den originalen Straßenplan der Stadt wiederherzustellen, deshalb wandten wir uns an den Fachbereich für grafische Gestaltung der Polytechnischen Universität von Madrid. Dort verwies man uns an Daniel Aragonenses. Er erarbeitete einen Plan, der alle Entdeckungen der jüngsten Zeit einschloss: Die Yale-Studien und Frank Godios Ausgrabungen im Meer. So entstand ein Gerüst, das so exakt wie möglich war. Er arbeitete in zwei Maßstäben: Der erste war sehr allgemein gehalten, für den zweiten arbeitete er im Originalmaßstab, weil wir die architektonische Typologie der Gegend wiederherstellen wollten. Es war eine schwierige Herausforderung, weil Alexandria eine große Stadt ohne hohe Gebäude war“, sagt Magoga Piñas.

Aber nicht nur der Boden, auch das „Dach“ der Welt hat sich verändert: Das Team vergrub sich in der Geschichte der Wissenschaft, um den Zuschauern ein möglichst exaktes Abbild des Himmels im vierten Jahrhundert zu bieten. Moderne Referenzen waren ebenso nötig, und Félix Bergés glich alles mit Daten der NASA, aktuellen Studien und Antonio Mampasos Expertenmeinung ab. „Der Himmel, den wir im Film sehen, ist der echte Himmel“, erklärt Antonio Mampaso. „Wir haben versucht, den Himmel so wiederherzustellen, wie ihn Hypatia und ihre Zeitgenossen sahen. Der heutige Himmel ist nicht der gleiche. Die Position der Planeten hat sich geändert, und einige dieser Veränderungen vollziehen sich im Verlauf langer Zeiträume. Die Sternkonstellationen, die wir zu sehen gewohnt sind (Großer Wagen und Skorpion) verändern sich Stück für Stück durch die individuelle Bewegung der Sterne. Weil seit Hypatias Lebzeiten 1600 Jahre vergangen sind, waren einige der Sterne, die wir heute sehen, damals nicht sichtbar (und umgekehrt), und alle haben ihre Position am Himmel leicht verändert, was am Phänomen der Polwanderung liegt: Die Erdachse zeigt nordwärts, beschreibt dabei aber eine sehr kleine Kreisfigur um diese Position. Deshalb ist die heutige Erdachse (die zufällig genau auf den Polarstern zeigt) nicht die gleiche wie zu Hypatias Zeit. Der Himmel hat sich verändert. All das wurde in Betracht gezogen, weil der Mann, der den Himmel wiederherstellte, Félix Bergés, nicht nur ein Experte für digitale Effekte, sondern auch ein Astronom ist. Er hat all diese Aspekte akribisch in seine Arbeit einfließen lassen“, so Mampaso. „Für mich war dieser Film ein Geschenk, weil ich Astrophysiker bin“, sagt Bergés. „Wir machten einige Aufnahmen, die genau so aussehen wie das, was die Zuschauer sehen würden, wenn sie durch das leistungsstärkste Teleskop der Welt schauen könnten. Wir wollten beim Zuschauer den Eindruck entstehen lassen, dass er sehen kann, was im Universum vor sich geht. Nicht so sehr das Gefühl einer Reise durch den Kosmos, sondern das Gefühl, das Universum zu sehen und zu verstehen. Deshalb konnten wir nicht mit den konventionellen Lösungen wie etwa der Überblendung zu einem Sternennebel arbeiten. Wir brauchten etwas Subtileres. Spektakulär ja, aber gleichzeitig subtil.“

Wie immer in Alejandro Amenábars Filmen spielen Soundeffekte eine große Rolle. Der Mann hinter diesen Effekten ist in diesem Fall Glenn Freemantle (SLUMDOG MILLIONAIRE), und die Soundeffekte in AGORA sind auf dem Niveau der besten internationalen Produktionen. Der Regisseur betrachtet Soundeffekte als eine Facette des Kinos, die entscheidend zur Gesamterfahrung des Zuschauers beiträgt. „Er ist sehr leidenschaftlich, und das kann man in der Art sehen, wie er dreht; er ist sehr stilvoll und sensibel, auch in Bereichen, denen andere Regisseure keine Bedeutung beimessen würden. Er arbeitet in einem fantastischen Tempo und geht mit dir jedes Detail durch. Seine Filme sind ein Prozess gemeinsamen Wachsens, und er vertraut seiner Crew“, bemerkt Freemantle.

„Die Wissenschaft hat sich weiterentwickelt und sich unglaublich spezialisiert, aber die Menschheit hat sich nicht sehr verändert. AGORA ist die Geschichte eines Konflikts, der Alexandria zu Hypatias Zeit erschütterte, doch viel später, im Jahr 1600, wurde Giordano Bruno auf dem Scheiterhaufen verbrannt und Galileo wurde auf Lebenszeit verbannt, weil er dasselbe Modell des Universums verteidigte, das Hypatia im Film verteidigt: das heliozentrische Modell. Viele Astronomen sind für ihre Überzeugungen getötet worden; heute wird niemand mehr auf dem Scheiterhaufen verbrannt, wenn er sagt, dass der Andromedanebel nach rechts oder nach links rotiert. Heute ist es die Wissenschaft des Lebens, nicht der Sterne, die den größten Einfluss auf unsere Überzeugungen und Ängste hat. Heute streiten die Menschen sich um Stammzellenforschung, aber im Grunde hat sich der Konflikt nicht verändert. Das können wir in AGORA sehen“, betont Antonio Mampaso.