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Kampf Der Titanen Film Trailer

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 12 Jahre
Länge: 106 Min | Kinostart: 08.04.2010 | DVD/BD: 10.08.2010 | ©  Warner Bros. Pictures | Action
 

Originaltitel: Clash of the Titans

  |  Mit: Sam Worthington, Liam Neeson
 
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Making of 2
Making of 3

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Die Story zu Kampf Der Titanen Film Trailer:
Männer kämpfen gegen Könige, Könige gegen Götter. Selbst die Götter führen Krieg gegeneinander - und dadurch könnten sie die Welt vernichten. Perseus (Sam Worthington) ist als Gott geboren, aber als Mensch aufgewachsen. Ohnmächtig muss er erleben, wie seine Familie dem Rachegott Hades (Ralph Fiennes), dem Herrn der Unterwelt, zum Opfer fällt. Weil er nun nichts mehr zu verlieren hat, erklärt Perseus sich zu dem tollkühnen Versuch bereit, Hades zu überwinden, bevor dieser den Götterkönig Zeus (Liam Neeson) entmachtet und die Erde ins Höllenchaos stürzt. Auf gefährlichen Pfaden führt Perseus eine Gruppe unerschrockener Krieger in die verbotenen Welten. Dabei muss er sich gegen infernale Dämonen und fürchterliche Monster wehren, doch eine Chance auf Erfolg hat er nur, wenn er seine göttliche Kraft akzeptiert, der Vorsehung trotzt und sein Schicksal in die eigenen Hände nimmt.

Schauspieler:
Sam Worthington, Liam Neeson, Ralph Fiennes, Gemma Arterton, Jason Flemyng, Alexa Davalos, Tine Stapelfeldt, Mads Mikkelsen, Luke Evans, Izabella Miko, Liam Cunningham, Hans Matheson, Ashraf Barhom, Mouloud Achour, Ian Whyte, Vincent Regan, Polly Walker, Luke Treadaway, Pete Postlethwaite, Elizabeth McGovern, Rory McCann, Kaya Scodelario, Alexander Siddig, Danny Huston, Phil McKee, Laura Kachergus, David Kennedy, Nina Young, Jane March, Nathalie Cox, Agyness Deyn, Natalia Vodianova, Charlotte Comer, Nicholas Hoult, Katherine Loeppky

Regie:
Louis Leterrier, Lisa Vick, Laura Miles

Produktion:
William Fay, Jon Jashni, Thomas Tull, Dale Alexander Carnegie, Lynn Harris

Drehbuch:
Travis Beacham, Phil Hay, Matt Manfredi

Hintergrund:
Kampf Der Titanen entführt die Zuschauer in eine Mythenwelt voll epischer Action und Abenteuer in 3D, was die Götter noch Respekt einflößender, die Monster noch schrecklicher macht und uns unwiderstehlich in das sagenhafte Reich hineinzieht, in dem sich Perseus seiner titanischen Mission stellt.

Filmmusik:
Michael Fentum, Dominic Gibbs, Jed Loughran, Christopher Benstead, Peter Oso Snell, Ramin Djawadi, James Mather, Mark Taylor, Bjorn Ole Schroeder, Chris Sturmer, Peter Burgis

Rollen:
Sam WorthingtonPerseus
Liam NeesonZeus
Ralph FiennesHades
Gemma ArtertonIo
Jason FlemyngCalibos / Acrisius
Alexa DavalosAndromeda
Tine StapelfeldtDanae
Mads MikkelsenDraco
Luke EvansApollo
Izabella MikoAthena
Liam CunninghamSolon
Hans MathesonIxas
Ashraf BarhomOzal
Mouloud AchourKucuk
Ian WhyteSheikh Sulieman
Vincent ReganKepheus
Polly WalkerCassiopeia
Luke TreadawayProkopion
Pete PostlethwaiteSpyros
Elizabeth McGovernMarmara
Rory McCannBello
Kaya ScodelarioPeshet
Alexander SiddigHermes
Danny HustonPoseidon
Phil McKeeHarbourmaster
Laura KachergusCitizen (Argos)
David KennedyKepheus' General
Nina YoungHera
Jane MarchHestia
Nathalie CoxArtemis
Agyness DeynAphrodite
Natalia VodianovaMedusa
Charlotte ComerDemeter
Nicholas HoultEusebios
Katherine LoeppkyAged Cassiopeia

 

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Gesucht: Griechenland anno 200 vor Christi Geburt
„Wir holten ein Team von 800 Mitwirkenden aus aller Welt zusammen, um unsere groß angelegte Welt zu erschaffen“, berichtet Leterrier über die entlegenen und sehr unterschiedlichen Schauplätze in „Kampf der Titanen“.

Dazu De La Noy: „Louis hatte von Anfang an sehr konkrete Vorstellungen. Er wollte die Welt des Films nicht komplett im digitalen Universum erschaffen. Natürlich waren digital animierte Mythologie-Wesen unabdingbar, aber die von diesen Wesen bewohnte Welt wollten wir so real wie möglich gestalten.“

Tatsächlich wurde „Kampf der Titanen“ in aller Welt gedreht – manche Schauplätze sind bisher kaum auf der Leinwand zu sehen gewesen. Teneriffa, die Hauptinsel der Kanarischen Inseln, ist die bekannte, vor der afrikanischen Küste liegende Touristenhochburg, in der aber seit vier Jahrzehnten kein großer Spielfilm mehr entstanden ist.

„Manche Locations tauchen im Kino immer wieder auf“, sagt Leterrier. „Aber dieser Schauplatz ist – so gesehen – brandneu mit seiner schwarzen und weißen Lava, grünen Bäumen und ungewöhnlichen Wolkenformationen. Wir kamen uns vor, als ob wir uns auf dem Dach der Erde befanden – in einer Region, in die der Mensch noch nicht eingegriffen hat.“

„Der Film spielt im Altertum – wir brauchten also eine unberührte Landschaft“, bestätigt De La Noy, der sich am Anfang seiner Laufbahn als Aufnahmeleiter den Spitznamen „Frische Spuren“ verdient hat. „Das macht mir immer wieder Spaß“, fährt er fort. „Es verschafft mir große Genugtuung, in einer Region zu drehen, wo noch niemand gewesen ist.“

Teneriffa bot dem Produktionsteam eine Vielzahl unterschiedlicher Schauplätze und einzigartige Möglichkeiten. De La Noy berichtet: „In einer Sequenz stürzt die Zeus-Statue in Argos zusammen – wir befanden uns dabei auf einer Höhe von 2100 Metern, die Helikopter kreisten über der Spitze des Vulkans. Es war das erste Mal überhaupt, dass Helikopter den Gipfel überflogen haben. Unsere Landschaften dort bestehen alle aus erstarrten Lavaströmen.“

Auch das Meer vor der Insel kam ins Bild, vor allem, wenn die Götter ihren Zorn an Argos auslassen. Perseus’ Familie kommt um, weil sie sich auf einem Fischerboot befindet. Das im Film verwendete Boot wurde in England gebaut und für den Dreh nach Teneriffa gebracht – doch als es zu Wasser gelassen wurde, sank es sofort. Es musste gehoben und erneut seefest gemacht werden, um dann ein weiteres Mal versenkt zu werden – diesmal aber laut Drehbuch.

Weitere kanarische Schauplätze fand das Filmteam auf Gran Canaria und Lanzarote, weil diese Inseln sehr unterschiedliche Landschaften bieten. „Insgesamt spielen die kanarischen Inseln in unserem Film eine sehr bedeutende und umfangreiche Rolle – mit den wenigen kleinen Inseln konnten wir einen ganzen Kontinent bebildern“, sagt De La Noy. „Einen der dynamischsten Aspekte der Inseln bilden die Wolkenmeere. „Wir befanden uns über den Wolken. Also klaustrophobische Anwandlungen wird in diesem Film niemand bekommen!“

Mit den Kliffs von Los Gigantes auf Teneriffa als Schauplatz für Argos traf das Team laut De La Noy „absolut ins Schwarze“. „Nichts war schöner als meine erste Reise dorthin. Wir umrundeten die Felsen in einem Zodiac und schauten zum Himmel auf, wo diese senkrechten Kliffs 300 bis 400 Meter aus dem Wasser ragen. Genauso hatten wir uns das vorgestellt – und da lagen sie vor uns, buchstäblich zum Anfassen. Einfach fantastisch.“

Dann zog das Team zu einer ganz anders gearteten Location nach Wales um, wo etliche entscheidende Sequenzen entstanden: der Eingang des Hades, Perseus’ Konfrontation mit Calibos, und die Außenaufnahmen mit den Reisegefährten bei den stygischen Hexen. Über diese berichtet Produktionsdesigner Martin Laing: „Als in der Mythologie die Erde von den sich bekriegenden Titanen erschaffen wurde, starb einer von ihnen, seine Hand schlug auf den Boden und gestaltete die Landschaft, in der unsere Hexen leben – in den Fingern. Sie wandern ständig auf der Handfläche herum – das war der Look, den wir entwickelten.

„Mein Konzept orientierte sich an dem Außenset in Wales – sehr düster, schiefergrau, mit viel waberndem Nebel“, fährt Laing fort. Diese Entwürfe zeigte er Leterrier. „Aus diesem Gespräch entstand die Idee mit der Hand – sie formte sich quasi aus dem Nebel. Eine tolle Zusammenarbeit.“

„Martin stellte mir sein überlebensgroßes Konzept vor, in das ich mich sofort verliebt habe“, sagt Leterrier. Laing berichtet, dass er genau wie sein Regisseur großen Wert auf Strukturen legt. „In Wales fanden wir einen wunderbaren Schiefer-Steinbruch, da bröckeln die Gesteinsbrocken von den Hängen. Diese Oberflächen, diese raue Realität der Umgebung übernahmen wir für unser Set.“

Obwohl große Teile des Films an zahlreichen realen Schauplätzen entstanden, ließen sich nicht alle Szenen dort drehen. Deshalb mussten die Sequenzen durch aufwändige Studiosets ergänzt werden. In den Londoner Shepperton Studios entstand der Schlupfwinkel der stygischen Hexen, der ätherische Sitz der Götter auf dem Olymp sowie Teile von Argos und seiner Basilika.

In den Pinewood Studios in Buckinghamshire bei London verwendete man ein Wasserbecken für die Unterwassersequenzen und unter anderem die Großaufnahmen der toten Seelen, die Charons Fähre über den Fluss Styx ziehen. In Longcross, einem ehemaligen militärischen Testgelände der britischen Regierung, das jetzt als Filmstudio und Testanlage für Autos dient, wurde die Stadt Argos aufgebaut.

„Argos hätten wir auch in einem Ort mit echten Mauern drehen können. Doch das Problem bestand darin, dass wir die Stadt zerstören – und am einfachsten zerstört man das, was man vorher selbst aufgebaut hat“, sagt Leterrier. „Also errichteten wir eine große Stadt auf über 3600 Quadratmetern – und ich war echt begeistert, weil ich all das kaputt machen durfte. Ich kam mir vor wie ein Kind, das mit Legos spielt – in gewaltigem Maßstab.“

In Longcross befand sich auch Charons Fährboot, die Opferstätte für den Kraken, Königin Danaes Schlafgemach, das Waffenlager, die Katakomben, in denen sich Hades und Calibos treffen, und das Reich der Medusa, wo die ersten Szenen gefilmt wurden.

„Man darf mit Recht feststellen, dass es in unserem Film um die griechische Mythologie geht – nicht um griechische Geschichte. Im Rahmen der damaligen Architektur darf ich mir also einige Freiheiten erlauben“, sagt Laing. „Medusas Quartier entstand in Anlehnung an den Tempel der Athene. Athene war eine wunderbare Göttin, als die Medusa ihren Tempel betrat und sie um Hilfe anflehte. Doch Athene war so zornig auf die Medusa, dass sie den Tempel zerstörte und ihn in die Wüste schleuderte. Ich baute also ein einfaches Papiermodell des Athene-Tempels, zerknüllte und verbog es, um geeignete Kamerawinkel auszuprobieren. Als wir das dann bauten, ergab sich ein toller Spielplatz für die Kamera. Die Szene ist praktisch ein Katz-und-Maus-Spiel mit vielen Verstecken, fast wie ein Klettergerüst auf dem Kinderspielplatz.“ Das Set wurde in eine gewaltige Höhle gebaut, um leichter im Dunkeln drehen zu können, wodurch sich für die bewegte Kamera interessante Strukturen ergaben.

„Als Einstieg in unseren Film war das sehr interessant“, berichtet Kameramann Peter Menzies, Jr. „Wir suchten nach einem Look, der der Hölle so nah wie möglich kommt – Dampf, Feuer, Explosionen. Der Tempel besteht aus drei Ebenen – von dort geht es in die Tiefe eines Lavakessels. Jede Einstellung sollte möglichst viele Strukturen und Raumtiefe erzeugen – das galt nicht nur für Medusas Unterschlupf, sondern ganz allgemein. Louis und ich bemühten uns, die Kamera so oft wie möglich in Bewegung zu setzen, damit wir das Gefühl bekommen, dass wir Perseus auf seiner Reise begleiten. Fast jeden Tag waren Technokräne im Einsatz, aber auch die Steadicam und Seilbahnkamera, um die Bilder in möglichst fließender Bewegung zu halten, denn wir haben viel zu erzählen.“

„Als wir die erste Drehwoche in Medusas Reich hinter uns hatten, setzten wir uns erschöpft und schweißnass nieder – taub von den ständigen Explosionen, vom Feuer versengt“, erinnert sich Leterrier. „Aber wir fanden es toll. Wir schauten uns atemlos an, grinsten und brachen dann in lautes Gelächter aus. Wir alle fanden: ‚Dieser Dreh wird ein großes Vergnügen.‘“

Auf „Los“ geht’s los
„Kampf der Titanen“ enthält viele aufwändige, groß angelegte Action-Sequenzen. Die Logistik der zahlreichen Kämpfe überließ Leterrier dem Stunt Supervisor Paul Jennings. „Ein erstaunlicher Mann“, sagt der Regisseur. „Er stellte ein Team hervorragender Stuntleute zusammen und entwickelte fantastische Kampfchoreografien. Man kann ihm einfach auftragen, dass man einen Schwertkampf sehen möchte, wie es ihn noch nie gab – und genau das liefert er dann auch.“

Leterrier fand schnell heraus, wie er die freundschaftliche Rivalität unter seinen Darstellern fördern konnte, und gab ihnen genug Zeit, um die Grundvoraussetzungen für ihren Einsatz vor der Kamera zu schaffen. „Ich ermunterte sie, sich gegenseitig zu übertreffen“, sagt er. „Als die Jungs den Schwertkampf einübten, entstand unausgesprochen ein Wettbewerb, wer es am besten machte. Sam war ein großartiger Anführer, Mads ebenso, und bald entstand aus der Rivalität eine Bruderschaft. Das brachte großen Spaß.“

„Das Publikum verlangt, dass die Helden wirklich alles geben“, sagt Worthington. „Ich habe die Schwertkampfausbildung genossen … wenn man dann eine Rüstung trägt und beim Sprung zur Sicherheit in einem Sack Bohnen landet, ist das wirklich cool.“ Aber nicht nur die Männer mussten sich kopfüber ins Getümmel stürzen. Laut Leterrier beteiligten sich die Frauen ebenso begeistert an der Action: „Alexa ist wie ein Fisch – sie kann drei Minuten unter Wasser bleiben und dabei ganz gelassen ihre Rolle spielen – und das war bei diesem Film auch unbedingt erforderlich.“

Für „Kampf der Titanen“ musste ein umfangreiches Waffenarsenal zusammengestellt werden: 1600 Waffen wurden extra angefertigt. Die Schwerter gestaltete man aus verschiedenen Materialien – abhängig davon, wie sie beim Dreh eingesetzt werden sollten: aus Bronze, wenn sie besonders gut aussehen sollten, aus Aluminium, wenn sie möglichst leicht sein sollten, aus Gummi, um Verletzungen zu vermeiden, und manche wurden sogar aus Keks-Schaum angefertigt, weil der leicht zerbröckelt.

Der für die Waffen verantwortliche Nick Komornicki freute sich vor allem auf die Waffen für die türkischen Brüder Ozal und Kucuk, die zu Perseus’ Reisegruppe gehören. Ozal (Ashraf Barhom) trägt vier Dolche, ein Blasrohr mit Pfeilen, eine Steinschleuder, Pfeil und Bogen sowie einen Stein. Der Schauspieler wünschte sich noch mehr, doch das Arsenal war bereits so schwer, dass er es kaum gleichzeitig tragen konnte.

Jenseits der Toga
Bei der Kostümkonferenz zu „Kampf der Titanen“ bat Letterier die Kostümdesignerin Lindy Hemming, beim Look für Perseus und seine Krieger aus Argos vor allem darauf zu achten, dass ihre Robustheit und Stärke zum Ausdruck kam – aber ihre Beine und Arme sollten

bedeckt sein. „Ich entwarf eine Reihe von Rüstungsvarianten, vor allem sehr widerstandsfähige Arm- und Beinschienen“, sagt Hemming. „Alle Rüstungsteile, ob aus Metall oder Leder, sollen so aussehen, als ob sie in den Kriegen vor Beginn unserer Geschichte schon oft benutzt worden sind. Die Kostüme mussten entsprechend gealtert und bemalt werden, und als wir die Metallteile modellieren ließen, achteten wir besonders auf Dellen und Scharten in den Gussteilen.“

Bei der Einkleidung der Götter auf dem Olymp legte Leterrier ebenso großen Wert darauf, dass die Götter und Göttinnen keine Toga trugen. Hemming berichtet, dass „er sie in Rüstung sehen wollte, weil sie sich im Krieg befinden – auf der Erde nehmen sie selbst am Kampf teil. Sie sollen übermenschlich aussehen.“ Deshalb entwarf Hemming für jeden Gott eine eigene Rüstung in Anlehnung an die Tiere oder Pflanzen, die ihnen in der Mythologie zugeordnet werden – Zeus ist beispielsweise „dem Adler gleich“. Dann modellierte die Bildhauerin Emma Hanson eine lebensgroße Version des Entwurfs, von der Gussformen erstellt wurden, um sie in Metall gießen zu können. Alle Rüstungen sollten so aussehen, als ob sie aus verschiedenen Edelmetallen angefertigt wurden, außerdem sollten sie mithilfe der Computerexperten fast „von innen leuchten“.

Der von Neeson gespielte Zeus strahlt besonders königlich – als er in seinem fünf Meter langen Umhang am Set erschien, breitete sich eine ehrfürchtige Stille aus. Er fühlte sich darin allerdings äußerst unwohl, denn die Rüstung und das aus Metallschuppen bestehende Hemd waren derart schwer, dass die Zimmerleute ein spezielles Gerüst anfertigen mussten, auf das er sich lehnte, um das Gewicht besser verteilen zu können.

In Bezug auf Form und Farben der Kostüme studierte Hemming ausführlich die Geschichte des antiken Griechenlands und seiner Kleidung, wobei sie auch die außergewöhnlichen Schauplätze bedachte. „Für die grob gewebten Umhänge der Soldaten wählte ich dramatisches, schmutziges, aus Pflanzenextrakten gewonnenes Krapprot und wunderschönes gebranntes Orange aus“, berichtet sie. „Und der in der Wüste lebende Dschinn, der Perseus auf der Reise begleitet, trägt ein sehr kräftiges Indigo-Blau und viele afrikanische, von Hand bedruckte (in einem Pflanzensud gefärbte) Bògòlanfini-Stoffe.

Über die Stadt- und Palastbewohner von Argos sagt Hemming: „Diese Leute führen ein sehr dekadentes Leben – ich beschloss daher, sie sollten so aussehen wie auf einer Versace- Party. Dabei benutzte ich von Hand plissierte, natürliche Seide und Baumwolle in Farbtönen zwischen Aprikose, Creme, Pfirsich, gelber und rosa Terracotta, dazu viel handgefertigten Goldschmuck.“

Zu Leterriers Lieblingskostümen zählt der Look, den Hemming für Hades kreierte. „Hades trägt seine Rüstung, seit er in die Unterwelt geschickt wurde, gleich nach der Schlacht mit den Titanen“, berichtet der Regisseur. „Doch seine Rüstung ist korrodiert, vom Schwefel zerfressen, löst sich also in ihre Einzelteile auf, aber er trägt sie immer noch. In seinem Umhang verfangen sich die Schreie tausender Seelen. Er besteht aus reinem Rauch, Staub, Leid und Blut.“

Auch die Fußbekleidung musste die Designerin anpassen – die Reisenden und viele weitere Schauspieler trugen Sandalen, aber in den Actionszenen, wo es leicht zu Verletzungen kommt, trugen sie spezielle geschlossene Sandalen mit Spitzen, die wie Zehen aussehen. Unter der Leitung von Conor O’Sullivan ergänzte die Maskenabteilung den Look zahlreicher Figuren. Von etlichen Darstellern musste zunächst eine Gesichtsmaske angefertigt werden, darunter auch von Jason Flemyng, der jeden Morgen etwa drei Stunden geduldig ausharren musste, bis er sich in Calibos verwandelt hatte. Besonders viel Spaß machte es Flemyng, wenn er dann in der Calibos-Maske zum Set gefahren wurde: Oft bat er den Fahrer anzuhalten, dann rollte er das Fenster herunter und fragte Passanten nach dem Weg, nur um sich an ihren Reaktionen auf sein monströses Make-up zu freuen.

Für die stygischen Hexen wurden jeweils drei Versionen der Körpermasken und fünf Versionen der Kopfmasken angefertigt. Während des Drehs konnten sie praktisch gar nichts sehen. Um das eine ihnen verbliebene sehende Auge zu gestalten, waren 25 Prototypen erforderlich. Drei Versionen des endgültigen Entwurfs wurden angefertigt – ein Auge für die normalen Aufnahmen, ein robusteres, das man hin- und herwerfen konnte, und ein grünes als Orientierung für die Computereffekte.

Sheikh Suleiman, der Herr des hölzernen Dschinn, erforderte 40 Gesichtssets mit austauschbaren festen Elementen, 40 Hälse und 15 Paar animatronische Arme. Unter der Aufsicht der für die Frisuren und das Make-up verantwortlichen Jenny Shircore mussten sich die Darsteller, falls sie keine Maske trugen, regelmäßig eine goldene Bräune auf die Haut sprühen lassen, damit sie wie Griechen aussahen. Auf diese Bräune wurde dann das Make-up aufgetragen. Und während die meisten Männer und Frauen in „Kampf der Titanen“ lockige Perücken oder verlängerte Haare tragen, zeigt Sam Worthington als Perseus einen Kurzhaarschnitt. „Elektrische Rasierer gab es im antiken Griechenland vielleicht noch nicht, aber Kraken und fliegende Pferde auch nicht!“, sagt er, ohne mit der Wimper zu zucken.

„‚Kampf der Titanen‘ ist unsere Version der griechischen Mythologie für das Jahr 2010“, sagt Regisseur Louis Leterrier. „Ein gewaltiger Abenteuerfilm über Familienwerte, Treue und Schicksal. Die ungeheuren Dimensionen ergeben sich aus der ungeheuren Welt der griechischen Mythologie – da konnten wir keine halben Sachen machen. Die Monster sind die größten, die es je gab, und zwar nicht nur zwei oder drei, sondern zwölf verschiedene Fabelwesen. Das ist eine neue Welt, eine Welt, wie wir sie noch nie gesehen haben – sie beschert den Zuschauern ein wirklich unvergessliches Erlebnis.“