Männer Die Auf Ziegen Starren Film Trailer

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 12 Jahre
Länge: 93 Min | Kinostart: 04.03.2010 | DVD/BD: 06.07.2010 (DVD) | ©  Kinowelt | 
 
 
Trailer

Trailer
Männer Die Auf Ziegen Starren Film Trailer

Julia Roberta

Julia Roberta
 VIDEO-TIPP

 
 
 

Männer Die Auf Ziegen Starren Film Trailer: Infos & Links


Ausschnitte
Interviews

Ziegen Trailer zum Film
Werbespots zum Film


Die Story zu Männer Die Auf Ziegen Starren Film Trailer:
Als Reporter Bob Wilton (Ewan McGregor) den Soldaten Lyn Cassady (George Clooney) kennenlernt, stolpert er über die Story seines Lebens. Cassady behauptet, zu einer geheimen Militäreinheit zu gehören, deren Mitglieder Gedanken lesen, durch Wände laufen und sogar Ziegen durch Angucken töten können. Nun ist der Gründer des Programms, Bill Django (Jeff Bridges), verschwunden und Cassady ist auf einer Mission, ihn zu finden. Fasziniert von den Geschichten seines neuen Freundes schließt Wilton sich an - und gerät in ein haarsträubendes Abenteuer...

Schauspieler:
George Clooney, Ewan McGregor, Kevin Spacey, Jeff Bridges, Stephen Lang, J.K. Simmons, Robert Patrick, Stephen Root, Glenn Morshower, Rebecca Mader, Nick Offerman, Terry Serpico, Merik Tadros, Robert Curtis Brown, Matt Newton, Tim Griffin

Hintergrund:
Der Film führt die Darsteller mit ein paar Unterbrechungen von einer Kleinstadt in Michigan bis in die irakische Wüste. Es ist ein kleiner Film mit großen Ideen und ebensolchen Drehorten, erzählt Paul Lister. „Es war ein ziemliches Hin und Her. Die Geschichte spielt kurz in Vietnam in den 70er-Jahren. Sie spielt in den 80ern. Sie spielt 2003. Sie spielt im Irak. Sie spielt in Fort Bragg. Die Geschichte spannt einen großen Bogen und das bedeutete, dass wir wirklich viel Arbeit in ihre Umsetzung stecken mussten. Der Locationscout S. Todd Christensen legte fast 23.000 Kilometer zurück, um die richtigen Drehorte für den Film zu finden – ein persönlicher Rekord. Eines Tages fuhren wir in Albuquerque los ins 130 Kilometer entfernte Zia Pueblo und weiter nach Roswell, Mescalero Flats, White Sands und Alamogordo, erinnert sich Christensen. Als wir schließlich nach Albuquerque zurückkehrten, hatten wir fast 1200 Kilometer in etwas mehr als 16 Stunden zurückgelegt. Ich habe Grant erklärt, dass das der anstrengenste Tag meines Lebens war. Christensen entdeckte während seiner Reisen atemberaubende Kulissen für den Film. Ich fand auf Google Earth ein trockenes Flussbett in Willard, Neu Mexiko, erzählt er. Es ist ein riesiges 16 Kilometer großes Flussbett und es besteht aus Alkali. Es ist sehr weiß und sieht traumhaft schön aus. Eine wüste Gegend ohne Pflanzen, die außer Sand nicht viel zu bieten hat und genau das haben wir gesucht. Die in Neu Mexiko gedrehten Szenen, die im fertigen Film im Irak spielen, wirken zwar optisch perfekt, aber das Wetter machte ziemliche Schwierigkeiten. Zum Ende der Dreharbeiten wurde es sehr kalt, erzählt Heslov. Im Film soll es über 38 Grad warm sein, tatsächlich war die Temperatur unter Null. George und Ewan durften nur T-Shirts tragen. Und manchmal muss man einfach drehen, also haben wir uns irgendwie durchgemogelt. Als es dann noch anfing zu schneien, mussten wir die Dreharbeiten für ein paar Stunden unterbrechen, bis der Schnee wieder geschmolzen war. Ewan McGregor bezeichnet die Erfahrung als eine interessante Schauspiel-Übung. Man zieht die warmen Sachen aus und sagt sich die ganze Zeit Es ist warm, es ist warm, es ist warm. Dann wurden wir noch mit Schweiß besprüht, wodurch uns noch kälter wurde. Es war grotesk. Die Szenen in Vietnam drehte das Team während der Wirbelsturm-Saison in Puerto Rico. Jon Ronson und Peter Straughan besuchten die Dreharbeiten. Ich dachte, dass George Clooney und Ewan McGregor bei den Dreharbeiten unglaublich viel Spaß haben, berichtet Ronson. Ich wollte dabei sein. Also flogen Peter und ich nach Puerto Rico. Aber wir mussten feststellen, dass sie nicht unglaublich viel Spaß hatten. Sie mussten sehr hart arbeiten, viele Überstunden machen und das Ganze fand auch noch unter sehr schwierigen Bedingungen statt. Die Szenen, die in Fort Bragg in North Carolina spielen, wurden im New Mexico Military Institute gedreht. Es hatten dort seit Dress Gray (1986) keine Dreharbeiten mehr stattgefunden, erzählt Christensen. Es gab sehr viele Auflagen. Mit einer Szene, die ich die Nackter-Mann-Szene nenne, hatten sie besonders viele Probleme. Schließlich mussten wir dem Schauspieler eine hautfarbene Badehose anziehen. Falls die Filmemacher noch irgendwelche Zweifel an der Glaubwürdigkeit ihrer Informationen hatten, wurden diese während der Dreharbeiten an der Schule endgültig zerstreut. Ein Vertreter der Schule sprach uns an, erzählt Lister. Er hatte unseren Drehplan gelesen und darauf Jedi Earth Prayer entdeckt. Und er sagte Einen Moment mal. Das habe ich auch gemacht. Er gehörte dem First Earth Battalion an. Er war dort, als der berühmte Mentalist Uri Geller ihnen zeigte, wie man einen Löffel nur mit der Kraft des Geistes verbiegt! Und dann waren da noch die Ziegen. Für einige der entscheidenden Szenen im Film brauchten die Filmemacher eine ganze Herde. Heslov hörte von einer besonderen Sorte, die dafür perfekt zu sein schien. Sie werden aus leicht ersichtlichen Gründen fainting goats genannt, erzählt er. Diese Ziegen werden ohnmächtig, wenn man sie erschreckt. Unser Kameramann Robert Elswit hatte sie im Fernsehen gesehen und sie schienen wirklich perfekt. Also holten wir uns einige Ziegen und machten einen Test. Aber egal wie sehr wir sie erschreckten, sie wurden einfach nicht ohnmächtig. Keine Chance. Es waren ganz normale Ziegen. Ich weiß, dass es solche Ziegen gibt, aber wir haben sie nicht gefunden, also mussten wir mit ganz normalen Ziegen arbeiten. Die Ziegentrainerin Mary Duree erzählt, dass die Ziegen kein besonderes Training für den Film brauchten, weil sie sehr intelligent sind. Es sieht leicht so aus, als ob die Ziegen hypnotisiert wären, erklärt sie. Sie sind sehr neugierig, also rotten sie sich zusammen und starren dich nur an. Es sind schon ziemlich komische Tiere. Ziegen sind berüchtigt für ihre Verspieltheit und können für einigen Aufruhr sorgen, wenn sie sich langweilen. Die Lösung des Problems ist einfach, erklärt Duree: Ihr liebster Zeitvertreib ist essen. Mit Futter stellt man sie ruhig. Trotz aller Befürchtungen bewährten sich die Ziegen in der Zusammenarbeit und waren sehr beliebt am Set. Sie machten sehr gut mit, erzählt der Regisseur. George war sich sicher, dass die Ziegen Schwierigkeiten machen würden. Er war ziemlich negativ eingestellt. Bis er ein Ziegenbaby im Arm hielt. Es war Liebe auf den ersten Blick.


 

Surftipps: User, die hier waren, besuchten übrigens auch diese Seiten:

Manche Geschichten sind einfach prädestiniert, verfilmt zu werden, so wie diese: Die US-Regierung finanzierte über Jahrzehnte eine Armee von New-Age-Kriegern, die übersinnliche Kampfmethoden entwickeln sollte. Unglaublich, aber wahr. Während seiner umfangreichen Recherchen für den Bestseller „Männer die auf Ziegen starren“ stößt der Journalist Jon Ronson auf die Geschichte des First Earth Battalion und machte damit den Weg frei für einen urkomischen Film über ein nahezu unbekanntes Kapitel der amerikanischen Militärgeschichte. Ronsons Literaturagent schickte dem Produzenten Paul Lister die ersten beiden Kapitel des Buches. Lister war allein schon vom Titel total begeistert. „Es ist ein großartiger Titel“, erzählt er. „Ich nahm das Buch sofort zur Hand, weil ich wissen wollte: ‚Worum geht’s da?’. Und das ist auch der zentrale Aufhänger für den Film. Die einzelnen Kapitel sind sehr komisch. Ich konnte es kaum erwarten, das ganze Buch zu lesen. Es ging um sehr seltsame, aber wahre Geschichten, die den Leser zum Nachdenken bringen. Das hat mich fasziniert – ich dachte mir ‚Moment mal! Kann etwas so Komisches und
Absurdes tatsächlich auch wahr sein?’“

Im Buch stecken durchgeknallte Enthüllungen für mindestens zwei Filme, allerdings entspricht die Struktur des Buchs nicht der klassischen Erzählstruktur eines Films. Deshalb wurde Peter Straughan beauftragt, das Drehbuch zu schreiben. „Ich mochte das Buch sehr, aber es funktioniert nicht als Film“, erklärt Lister. „Peter hatte die Vision, die wir für den Film brauchten. Er löste sich von den reinen Fakten und entwickelte fiktive Ereignisse und Figuren, die vom Buch inspiriert waren.“ „Schon seine erste Drehbuchfassung war unglaublich gut“, fährt der Produzent fort. „Sie war klug, witzig und frisch. Ich kenne nichts Vergleichbares.“

Straughan erklärt, dass die größte Schwierigkeit war, einen roten Faden in Ronsons Interviews zu finden, um daraus eine zusammenhängende Geschichte zu machen. „Ich bin das Buch tatsächlich Seite für Seite durchgegangen und habe alles markiert, was ich nicht weglassen konnte“, erzählt er. „Und dann habe ich versucht, eine Handlung zu entwickeln, in der ich möglichst viel davon unterbringen konnte. Ich habe eher alltägliche Sachen hinzugefügt, die nötig waren, um die Geschichte zusammen zu halten“, fügt er noch hinzu. „Die meisten werden denken, dass wir uns die verrückten, slapstickartigen Sachen ausgedacht haben, aber die sind alle tatsächlich passiert. Diese ganzen Geschichten – zum Beispiel der Versuch durch eine Wand zu gehen oder Hamster durch Anstarren zu töten – basieren auf Experimenten, die die US-Armee oder die CIA in den 60er, 70er und 80er Jahren durchgeführt haben.

Einige der albernsten Filmszenen entsprechen Wort für Wort den von Jon geführten Interviews.“ Das fertige Drehbuch vereint scharfzüngige Satire mit anrührendem Optimismus, ganz im Sinne des Buches. „Ich stellte mir die ganze Zeit vor, wie die Welt aussehen würde, wenn Hippies die Armee kontrollieren würden.“ erklärt Straughan. „Jon hat in seinen Interviews dafür den Ton angegeben. Er ist sehr offen und akzeptiert sein Gegenüber. Er behandelt seine Interviewpartner nicht abfällig, ganz egal wie seltsam ihre Ansichten sein mögen. Schließlich dachte ich auch so über die Protagonisten und ihre Überzeugungen, auch wenn ich diese nicht immer geteilt habe.“

Das Drehbuch weckte das Interesse von Grant Heslov und George Clooney, die gemeinsam die Produktionsfirma Smokehouse betreiben. Heslov, der unter anderem Good Night, and Good Luck (2005) – der ihm eine Oscar-Nominierung einbrachte – und Ein verlockendes Spiel (Leatherheads, 2008) produziert hat, plante gerade sein Regiedebüt, als er auf das Drehbuch aufmerksam wurde. „Ich habe mich in das Buch verliebt“, erzählt er. „Ich lese sehr viele Drehbücher und dieses brachte mich von Anfang bis Ende zum Lachen. Jon Ronson hat diesen eigenartigen Kosmos auf eine sehr reale Art und Weise eingefangen und Peter hat die Geschichte so überarbeitet, wie es nur ein wirklich guter Autor vermag.

Nachdem George es gelesen hatte, sagte er: ‚Weißt Du was? Das machen wir.’“ George Clooney brachte nicht nur seine Starpower in das Projekt ein. „George ist ein großartiger Schauspieler und perfekt für die Rolle des Lyn Cassady“, erzählt Lister. „Aber er ist nicht nur ein Star. Er und Grant wissen, wie man Filme macht. Sie fügen alles zusammen.“ „Die etwas subversive Geschichte ist perfekt für die beiden“, ergänzt der Produzent. „Sie hat politischen Biss. Sie hat Humor. Sie passt zu ihrer Weltanschauung. Es war großartig, sie als treibende Kraft hinter dem Projekt zu haben.“ Das Drehbuch von Straughan fügt MÄNNER DIE AUF ZIEGEN STARREN eine weitere, emotionalere Ebene hinzu. „An der Oberfläche handelt die Geschichte von einer Gruppe Armeeangehöriger, die parapsychologische Kriegsführung studieren“, bemerkt Heslov. „Aber es ist auch ein Road Movie über zwei Männer, die sich verloren fühlen und eine echte Verbindung eingehen.“ Das First Earth Battalion heißt im Film New Earth Army. „Wir nennen es auch das ‚Project Jedi’“, sagt Heslov. „Tatsächlich nannten die Männer sich damals Jedi-Krieger. Es ging darum, den Geist zu befreien und neue Methoden der Kriegsführung zu entwickeln, die ohne Zerstörung auskommen.“ Lister findet die Vorstellung inspirierend, dass sich eine Gruppe progressiver Militärs zusammenfand und für die New-Age-Bewegung begeisterte. „Sie wollten Wege finden, wie man einen Krieg führen kann, ohne dass Menschen verletzt werden“, erklärt der Produzent. „In unserer Geschichte wird dieser neue, großartige und idealistische Ansatz in der Kriegsführung korrumpiert, so wie es damals auch tatsächlich geschehen ist.“

Jim Dever, ein pensionierter Oberstabsfeldwebel, der 25 Jahre in der Marine gedient hat, arbeitete als militärischer Berater für den Film. Er war schockiert, als er herausfand, dass die Geschichte auf Fakten beruht. „Nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, fragte ich mich ‚Kann das stimmen? Hat es so etwas in der Armee tatsächlich gegeben?’ Also fing ich an zu recherchieren und es wurde alles bestätigt.“ Die Idee zu dem Buch „Männer die auf Ziegen starren“ entstand, nachdem Jon Ronson eine ebenso unwahrscheinliche wie faszinierende Geschichte über einen wenig bekannten Versuch der US-Armee gehört hatte, übersinnliche Wahrnehmungen und Telepathie im Krieg einzusetzen. Jim Channon, ein ehemaliger Oberstleutnant der Armee, erzählte Ronson, dass er einer der Gründer des First Earth Battalion sei und unter anderem das Handbuch für die Truppe geschrieben hatte. Zuvor hatte er sich viele Jahre mit Philosophie, asiatischer Kampfkunst, paranormalen Fähigkeiten, Heilern, Psychologie und übersinnlichen Erfahrungen beschäftigt. „Sie gehörten einer Gruppe – teilweise hochrangiger – Militärs an, die sich unbedingt übersinnliche Fähigkeiten aneignen wollten“, erklärt Ronson. „Sie versuchten tatsächlich durch Wände zu gehen und wollten unsichtbar sein. Sie trainierten den Feind mit ‚Funkelaugen’ zu begrüßen und später in Fort Bragg, als die ganze Sache schon finsterer wurde, wollten sie durch Anstarren Ziegen töten.“

Channons Interesse an alternativer Kriegsführung begann nach seinem Vietnam-Dienst. Er beschäftigte sich mit einer Vielzahl von New-Age-Techniken um das Militär zu revolutionieren: von der Körperpsychotherapie nach Wilhelm Reich, über schlichtes Armdrücken bis hin zu spirituellen Nackt-Erfahrungen in heißen Whirlpools. Sein 125 Seiten starkes Handbuch für die totale Erneuerung der traditionellen Armee setzt sich aus einer Mischung von Zeichnungen, Diagrammen und Aufsätzen zusammen und beruft sich auf so unterschiedliche Quellen wie Buckminster Fuller (ein führender Vertreter der organischen Architektur), Leonardo Da Vinci und Buddha. Es handelt von Visualisierungstechniken und vollkommener Fitness, berührt aber auch esoterischere Themen wie „Ethischer Kampf“ und „Erdgebete“.

„Jim studierte jahrelang bei verschiedenen Gurus der New-Age-Bewegung“, erklärt Heslov. „Nach seiner Rückkehr schrieb er eine Art Manifest. Es zeigt Möglichkeiten auf, Kriege auf eine friedliche Art zu führen. Es beschreibt sehr genau, wie man mit dem Feind umgehen sollte und welche Gefechtstaktiken angewendet werden sollten.“ Channon überzeugte seine Vorgesetzten, ihm die Verantwortung für ein Bataillon zu übergeben, dessen Soldaten in psychologischer und paranormaler Kriegsführung ausgebildet werden sollten. Unter anderem auch in „remote viewing“, einer Technik, durch die man Ereignisse sehen kann, die Tausende von Kilometern entfernt geschehen. Aber auch das Unsichtbar-Werden gehörte dazu. Laut Jon Ronsons umfassend recherchiertem Buch gehörte Generalmajor Albert Stubblebine III zu den Ersten, die sich in der Zukunft eine Armee vorstellten, die internationale Konflikte mit Hilfe von weit fortgeschrittenen, paranormalen Fähigkeiten löst.

Stubblebine machte seinen Abschluss in West Point und war von 1981 bis zu seiner Pensionierung 1984 kommandierender General des United States Army Intelligence and Security Command (INSCOM). Der General war der festen Überzeugung, dass jeder Mensch in der Lage ist, übersinnliche Wunder zu vollbringen. Stubblebine war fasziniert von Jim Channons Idee, die konventionelle Kriegsführung durch den Einsatz eines Bataillons von „Mönchskriegern“ zu revolutionieren, die die Zukunft vorhersagen, Gedanken lesen, sich unsichtbar machen und teleportieren konnten. Er nutzte seinen Einfluss, um die Idee einer New-Age-Armee in einer Reihe von geheimen Projekten in Fort Meade voranzutreiben. Er verbrachte auch viel Zeit damit, seine eigenen PSI-Kräfte zu vervollkommnen, in der Hoffnung dadurch die Kunst des „phasing“ zu erlernen – zu der unter anderem die Fähigkeit gehört, durch Wände zu gehen. „Im ersten Absatz des Buches steht Generalmajor Stubblebine von seinem Schreibtisch in Arlington auf“, erzählt Ronson.

„Er erklärt, dass er ins Büro nebenan gehen will, nimmt Anlauf und stößt sich die Nase an der Bürowand.“ Kurz nachdem er die Leitung der INSCOM übernommen hatte, richtete Stubblebine das Programm „High Performance Task Force“ ein. Die Taskforce wendete New-Age-Techniken an, darunter neurolinguistische Programmierung und Gehirnsynchronisation und schickte einige ihrer Offiziere ins Monroe Institute, in dem das menschliche Bewusstsein erforscht wird. Laut Ronson fing das Programm ganz harmlos an. „Zuerst rekrutierten die CIA und dann das Verteidigungsministerium Soldaten, dann steckten sie sie in einen geheimen Raum und befahlen ihnen einfach, Übersinnliches zu tun. Sie experimentierten mit völlig absurd klingenden Verfahren, die das Unterbewusstsein der Soldaten ansprechen und dem Programm einen wissenschaftlichen Anstrich verleihen sollten. So etwa mit ‚rassenspezifische’ Stinkbomben, unterbewussten Tönen und ‚Angriffsbienen’.“ fährt Ronson fort. „Der erste Leiter der ‚remote viewing’-Einheit – ein CIA-Mann namens Sidney Gottlieb – leitete außerdem ein ziemlich finsteres Unternehmen namens MK-Ultra. Sie mixten heimlich ahnungslosen Militärangehörigen LSD unter die Drinks. Einige der richtig fiesen Sachen, die Kevin Spacey im Film macht, basieren auf Geschichten über Gottlieb.“ „Sie beschäftigten sich mit allen möglichen Philosophien und suchten nach Werkzeugen, mit denen man ohne zu töten Kriege führen konnte“, ergänzt Lister. „Sie erforschten Sachen, wie den ‚Predator’, ein kleines Plastikteil, das wie ein Kinderspielzeug aussieht, aber in Wirklichkeit sehr gefährlich ist.“

Die offiziellen Akten über das First Earth Battalion werden nach wie vor unter Verschluss gehalten und die Armee erklärt, dass die PSI-Programme von damals längst aufgelöst wurden. Aber die Veteranen des Programms üben weiterhin ihren Einfluss aus – innerhalb und außerhalb der Armee. Zu ihnen gehören Jim Channon, den man den „globalen Stammesfürsten“ oder auch den „ersten Unternehmens-Schamanen der Welt“ nennt, sowie John Alexander, ein führender Experte für Nicht-tödliche-Waffen; Joseph McMoneagle, einer der ersten Rekruten, der mit übersinnlichen Kräften ein bis dato unbekanntes sowjetisches U-Boot identifizierte; Ingo Swann, der Erfinder des Begriffs „remote viewing“, der die ersten Trainingsprotokolle anfertigte; Lyn Buchanan und Mel Riley, die bei einer Firma in Washington D.C. PSI-Programme anbieten und Ed Danes, der manchmal auch der „wahre Obi Wan Kenobi“ genannt wird und der ein anerkannter „remote viewing“-Experte und Trainer ist.

Straughan entschied sich, keine der realen Personen für sein Drehbuch zu interviewen. „Jim ist ein total kluger Freidenker“, sagt Lister. „Er ist ein großartiger Typ und er hat unseren Film sehr unterstützt. Obwohl wir seine Geschichte sehr frei nacherzählen, denke ich, dass er hofft, dass sich die Zuschauer den Film ansehen, ihren Spaß haben und die Verbindung zum First Earth Battalion herstellen.“ Heslov und Clooney sind stolz darauf, dass am Set eine entspannte Arbeitsatmosphäre herrschte und nach allem was man hört, ging es auch nach Drehschluss unbeschwert weiter. „Wir versuchen genauso zu drehen, wie wir unsere Firma führen“, erklärt Heslov. „Wir wollen einfach Spaß haben. Filme zu drehen, kann sehr anstrengend sein. Es frisst einen auf. Man hat immer nur eine bestimmte Zeit und eine bestimmte Geldsumme zur Verfügung. Also haben wir alles versucht, um eine vergnügliche Erfahrung daraus zu machen.“ „Grant hat hervorragend gearbeitet“, erzählt Jeff Bridges, einer der Stars des Films. „Er hat eine wunderbare Arbeitsatmosphäre geschaffen, die entspannt und gleichzeitig sehr konzentriert war. Er war immer offen für die Vorschläge der Schauspieler und hat uns wirklich miteinbezogen.

Er war sehr gut vorbereitet. Das Publikum kann sich auf eine tolle Überraschung gefasst machen. Man kann es nicht wirklich beschreiben. Der Film ist komisch, Angst einflößend, ernst und liebenswert. Er spielt mit der gesamten Skala der Gefühle.“ Sein Filmpartner Kevin Spacey stimmt zu: „Grant hatte eine ganz genaue Vorstellung davon, wie er den Film drehen wollte“, erzählt der Schauspieler. „Er war sich sicher, in welche Richtung der Film gehen sollte. Überraschenderweise ist er am Ende sogar sehr anrührend. Und ein Teil von mir würde auch zu gerne glauben, dass es möglich sein kann, dass eine Armee ohne Waffen kämpft. Und weiß man's denn, vielleicht gibt es ja noch eine Abteilung der New Earth Army, die von irgendeiner obskuren, hawaiischen Villa aus agiert?“ „Der Film ist sehr, sehr lustig und klug und er hat – meistens – auch ein großes Herz“, sagt Ronson. „Die Darsteller sind fantastisch. Und etwas von der Düsternis des Buches findet sich auch wieder, genau die richtige Menge. Ich bin sehr stolz.“