Die Geheimnisse Der Spiderwicks Filmkritik


FSK: 6

Laufzeit: 107 Minuten

Originaltitel: The Spiderwick Chronicles

Schauspieler:  Freddie Highmore, Sarah Bolger, Mary-Louise Parker, Seth Rogen, David Straithairn, Martin Short

In den USA tummelt sich der Film schon seit Wochen in den Top 10 und das eindeutig mit Recht. Die Chroniken von Narnia waren wirklich gut, aber dieser Film läßt Narnia ein wenig alt aussehen. Zwar sind die Special-Effects und die Fabelwesen keine Sensation, aber: der Film ist von der ersten bis zur letzten Minute spannend. Außerdem nimmt er euch mit in eine Welt voller Phantasie und Abenteuer. Jeder der noch ein klitzekleines bisschen Kind geblieben ist, wird diesen Film einfach lieben.

Storyline:  90%

Wer das Buch kennt, kennt auch den Film - bis auf ein paar überraschende Wendungen. Ein paar Dinge passieren schon, die im Buch nicht vorkommen. Das aber mit dem Segen der beiden Autoren, die haben nämlich aus Produzenten mitgearbeitet. Deshalb ist die Geschichte absolut schlüssig und wirklich verdammt gut gemacht. Kinder sitzen nämlich mit offenem Mund im Kino, Eltern haben ein verschmitztes Grinsen im Gesicht. Eine Geschichte für die ganze Familie also, allerdings ist die Freigabe ab 6 Jahren diskussionswürdig. Der Film ist ziemlich spannend und kleine Kinder mit schwachen Nerven können da schon mal schnell überfordert sein.

Action/Fesselfaktor:   90%

Es spritzt kein But, sondern nur Tomatensoße (übrigens das einzige Mittel, das Kobolde wirklich umbringt). Der böse Oger kommt in vielen harmlosen Gestalten daher, bevor er sich als Monster zeigt. Die Spiderwicks brauchen keines der üblichen Werkzeuge um den Film spannend zu halten. Das passiert ganz automatisch durch die Geschichte und ihre wirklich brillanten Schauspieler. Unbedingt vorher nochmal aufs Klo gehen, denn zwischendrin will man keine Minute verpassen!

Specialeffects/Technische Umsetzung:   70% 

Die Fabelwesen kommen flüssig und niedlich, reißen einen aber nicht vom Hocker. Freddy Highmore spielt gleich zwei Zwillingsbrüder und das absolut überzeugend. Die Technik protzt also nicht mit superteuren Animationstricks, sondern bietet eine solide Vorstellung, die mehr als okay ist.

Besetzung:   90%

Das passt! Freddy Highmore ist Rüpel und Streber gleichzeitig und beides nimmt man ihm ab. Die Mutter trägt nach der Trennung vom Mann ihr eigenes Päckchen und das spürt man in jeder Szene. Die Tochter ist zickig aber doch mit weichem Kern. Das Casting-Büro hat ganze Arbeit geleistet und jede Rolle bestmöglich besetzt. 

Funfaktor:   40%

Hin und wieder kommt ein Lacher, aber der Film ist nicht darauf aus. Umso mehr hauen diese lustigen Momente dann rein. Denn eben noch liefern sich die Helden eine Verfolgungsjagd mit einem Monster und es sieht absolut hoffnungslos aus - aber dann passiert etwas unerwartetes. Die Gefahr ist vorbei, alle lachen und weiter gehts. Die Gags kommen selten, dafür aber voll auf den Punkt. 

Taschentuchquote:   5%

Falls ihr eine laufende Nase habt, braucht ihr eines. Sonst eher nicht, denn zum heulen gibt es nichts. Die wenigen traurigen Momente sind schnell vorbei und bevor man mitheulen möchte, geht die Action schon knallhart weiter.

Soundkulisse:   70%

Man kriegt sie kaum bewusst mit, aber die Kulisse passt perfekt. Die Musik trägt euch durch den Film, ohne großartig in den Vordergrund zu rücken. Hits oder Melodien die einem in Erinnerung bleiben gibt es nicht, aber als Unterstützung der Handlung passt die Musik wie die Faust aufs Auge.

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Nickelodeon hat ganze Arbeit geleistet. Wer den Humor von Drake & Josh mag, die Fabelwelten von Narnia und dazu fesselnde Spannung wie gaaaanz früher mal bei den Goonies, der findet hier genau was er sucht. 

Fazit

Wer das Buch kennt, entdeckt neues. Wer komplett unbedarft ins Kino stolpert, der taucht ein in eine neue Welt voller phantastischer Figuren. Wer träumt nicht davon, statt zu sterben ewig bei den Elfen zu leben? 

Abgesehen davon lernt man ja auch was, z.B. wie man Fabelwesen bekämpfen kann. Was gegen Vampire hilft, weiß jeder. Aber was macht man gegen Kobolde und Oger? Ihr werdet schlauer aus dem Kino kommen als ihr reingeht!

Bildungsauftrag erfüllt, spannend ist es ohne Ende, Lust auf das Buch macht der Film auch. Und keiner in der Familie langweilt sich bei dem Streifen im Kino. Da muß man als Kritiker schon 95 % vergeben.  

Jochen Becker

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Die Meinung des Autors ist nicht zwingend identisch mit der des Herausgebers



 


 
 

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