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Die besten Terrordramen

Mogadischu
Mogadischu©ARD
Noch einmal gehts hier um die Entführung und Befreiung der Lufthansa-Maschine Landshut. Nach Heinrich Breloer in "Todesspiel" ist es hier Roland Suso Richter ("Der Tunnel"), der die spannende Geschichte erzählt, auch diesmal authentisch bis ins Detail, aber auch superspannend und mit Starbesetzung, unter anderem Thomas Kretschmann ("King Kong")und Nadja Uhl, Herbert Kanup und Christian Berkel.

World Trade Center
World Trade Center©UIP
Oliver Stone ("Platoon", "Wall Street"), selbsterklärter Chronist der amerikanischen Geschichte nahm sich den größten Terroranschlag aller Zeiten vor. Besonders bewegend und authentisch ist dabei der Anfang, an dem sich ein ganz normaler Tag zum Inferno entwickelt. Die verzweifelte Rettungsaktion für zwei verschüttete Feuerwehrleute ist allerdings religiös und politisch überfrachtet.

Flug 93
Flug 93©UIP
Am 11.September 2009 entführen islamistische Extremisten in den USA vier Passagierflugzeuge. Einer war Flug 93, der wahrscheinlich ins Capitol oder ins Weiße Haus stürzen sollte. Regisseur Paul Greengrass ist für die letzten beiden Filme der Bourne-Trilogie bekannt. Hier liefert er ohne Stars ein bewegendes Dokudrama ab, dass die Ereignisse an Bord aus den Handygesprächen der Opfer rekonstruiert. Und wir sitzen in der Flugkontrolle am Boden, wo man nur langsam erkennt, was tatsächlich vor sich geht. Dabei stellt sich die Frage, ob 9/11 hätte verhindert werden können.

Syriana
Syriana©Warner
US-Geheimagent Bob Barnes gerät im Nahen Osten zwischen die Fronten von regionalen Regierungen, Geheimdiensten und Extremisten. George Clooney nahm für die Rolle fast 20 Kilo zu. Der Film basiert auf einem Buch des früheren CIA-Agenten Robert Baer. Steve Gaghan hat auch den Drogenthriller "Traffic" geschrieben. "Syriana" ist genauso komplex. Terrorismus steht dabei nicht im Mittelpunkt. Stattdessen zeichnet der Film ein verhängnisvolles Netz aus Wirtschaftsinteressen, Geheimdienstmanöver, politischen Intrigen und persönlichen Motiven, die den Extremismus nicht entschudligen, aber ein Stück weit erklären.

Der Mann der niemals lebte
©Warner
Die USA sind auf der Spur eines Terrordrahtziehers im Nahen Osten. Aber sie bekommen von den lokalen Behörden nicht die Hilfe, die sie wollen. Darum initiieren sie eine eigene Operation und machen damit alles möglicherweise noch schlimmer. O.K., das ist mehr ein Spionage- als ein Terrorthriller. Aber bei dem Lineup sollte man ihn nicht ignorieren: Leonardo DiCaprio, Russell Crowe und Ridley Scott. US-Außenpolitik als tödliches Schachspiel, in dem kulturelle Ignoranz tragische Folgen hat. Die Geschichte ist fiktiv, kommt aber von einem echten Experten, David Ignatius ist Journalist bei der renommierten "Washington Post".


München
München©UIP
Bei einem Anschlag auf die Olympischen Spiele 1972 in München sterben israelische Sportler. Der israelische Geheimdienst Mossad will die Hintermänner liquidieren. Die Jagd entwickelt sich zum langjährigen, blutigen Rachefeldzug, der immer neues Leid produziert. Steven Spielberg ("Der Soldat James Ryan") zeigt in seinem aufwändigen Action-Drama mit Stars wie Eric Bana "Troja") und Daniel Craig ("Casino Royale") einen Teufelskreis der Gewalt, der bis heute besteht.

Carlos
Carlos©NFP/Warner
Anfang der 70er Jahre heuert der Venezolaner Ilich Ramirez Sanchez bei einer palästinensischen Terrororganisation an. 1975 nimmt er in Wien die Ölminister sämtlicher Opec-Staaten als Geiseln. Er wird zum meistgesuchten Terroristen der Welt, wird von Geheimdiensten wie KGB und Stasi und etlichen Regierungen im Nahen Osten unterstützt, Er ist Killer, Revolutionär und Frauenheld. Ein monumentales Dokudrama, in dem Fakten wichtiger als Spannung sind. Die ganze Geschichte sieht man nur in der 5-stündigen Urfassung, die gekürzte 3-Stunden-Version hat spürbare Lücken.

Public Enemy No.1 Todestrieb/Mordinstinkt
Todestrieb©Senator/Central
Jaques Mesrine war über Jahrzehnte der meistgesuchte Mann Frankreichs. Er ist zuallererst Verbrecher, Bankräuber, Killer und Ausbrecherkönig. In seiner Heimat wurde er damit zu einem kriminellen Superstar, berühm und berüchtigt. Aber in den turbulenten Siebzigern hat er auch Kontakte zu Terrorgruppen. Die beiden Filme über sein Leben sind also weniger ein Terrordrama - aber eine enorm packende Gangstersaga mit einem phänomenalen Vincent Cassel.

Der Baader-Meinhof-Komplex
©Constantin
Die Entstehung, die Aktionen und der Untergang der RAF. Andere Filme nehmen sich einzelne Episoden der Terrororganisation vor. Regisseur Uli Edel ("Zeiten ändern dich") und Produzent Bernd Eichinger ("Das Parfüm") zeigen stattdessen fast die gesamte Geschichte. Ein bißchen zu cool und zu atemlos, aber unbedingt sehenswert. Der Aufwand und das Staraufgebot, u.a. mit Moritz Bleibtreu, Johanna Wokalek, Bruno Ganz und Martina Gedeck sind beachtlich. Man hat die Wahl zwischen der Kinofassung und der längeren Fernsehversion.

Das Todesspiel
Das Todesspiel©ARD
Um die Anführer der RAF aus dem Gefängnis zu holen, entführen Palästinenser eine Lufthansamaschine. Zur gleichen Zeit haben RAF-Mitglieder den Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer entführt und drohen mit dessen Ermordung. Die Bundesregierung hat alle Hände voll zu tun und trifft eine radikale, verhängnisvolle Entscheidung. Der Meister des Dokudrama, Heinrich Breloer ("Die Manns", Die Buddenbrooks) kombiniert extrem authentische Spielszenen mit Interviews von Zeitzeugen.





 
 

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