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10 gute Gründe, ein Kind in die Welt zu setzen

29.10.2010 20:09

Mit Hilfe eines Samenspenders erfüllt sich die New Yorker Single-Lady Kassie (Jennifer Aniston) in Umständlich Verliebt (Kinostart: 11. November) ihren lang gehegten Kinderwunsch.

Wie ihr geht es heutzutage vielen Frauen, die auch ohne Mann an ihrer Seite alles daran setzen, ein Kind zu bekommen. Kein Wunder, denn das Leben mit Kind ist einfach unbezahlbar.

Uns sind auf Anhieb gleich zehn gute Gründe eingefallen, wieso das so ist:


1. Es gibt Tage, die sind einfach beschissen. Im Job läuft einfach nichts wie es soll, anschließend kämpfst du dich durch das alltägliche Verkehrschaos mühsam nach Hause, machst dort bereits im Flur auf schmerzhafte Weise Bekanntschaft mit einigen auf dem gesamten Boden verteilten Legosteinen, und musst dann den sorgfältig in die Auslegware hinein getrampelten Kekskrümelspuren und Schokoladenresten durch die halbe Wohnung folgen, ehe du endlich im Kinderzimmer stehst. Doch wenn dir dann zwei strahlende Kulleraugen entgegenblicken und dir das Gefühl geben, dass du einfach der/die Größte bist, fällt dir plötzlich auf, dass dieser Tag eigentlich gar nicht so übel ist.
 
2. Wer Kinder hat, kann sich erst mal verabschieden von nächtelangen Partyorgien. Aber keine Panik, langweilig werden die Nächte deshalb noch lange nicht. Gerade mit kleinen Kindern sind zahlreiche Nächte mindestens so abenteuerlich wie ein ausgedehnter Clubbesuch - und manchmal auch fast so laut. Doch selbst wenn der kleine Spross gegen drei Uhr früh beschlossen hat, dass dies der richtige Augenblick ist, sich mit Mama und Papa durch einen dicken Stapel Bilderbücher zu arbeiten, gelingt es diesem unschuldigen Kinderlächeln immer wieder, dass einem - trotz lähmender Müdigkeit - ganz cremig ums Herz wird.
 
3. Leute mit Kindern müssen eigentlich nie so richtig erwachsen werden. Denn schließlich gibt es nur zwei Gruppen von Menschen, die begeistert durch riesige Regenpfützen springen, am Strand Kleckerburgen bauen und mit dem Bobbycar durchs gesamte Viertel heizen dürfen, ohne bei unbeteiligten Beobachtern den Eindruck zu erwecken, es handle sich um einen Tagesausflug der geschlossenen Anstalt: Kinder nämlich und Eltern. Kinder halten ganz einfach jung. Und das ganz ohne Silikonimplantate im Hintern und Botox in der Stirn.
 
4. Kinder machen nicht nur das Leben bunt, sondern auch die eigenen vier Wände. Wer braucht schon stilvolle Kerzenarrangements und edle Vasen, wenn man doch jeden Winkel der Wohnung mit tollen Wachsmalstiften, Überraschungseierfiguren und allerhand Kleinod aus dem Vorgarten der Nachbarn dekorieren kann?
 
5. Spätestens wenn sich dein Kind das erste Mal wie ein Stück Presspappe auf den Boden des Supermarktes wirft und anfängt hemmungslos den Markennamen irgendeines Süßwarenherstellers zu brüllen, wird dir klar, wie viel Respekt deine eigenen Eltern tatsächlich verdient haben. Für die Tapferkeit, mit der sie Spektakel wie dieses hier jahrelang auch mit dir durchgestanden haben müssen - und für die Tatsache, dass sie dir trotzdem jeden Tag etwas zu essen gegeben haben…  Wenn man Kinder hat, ändert sich das Verhältnis zu den eigenen Eltern schlagartig. Und Erziehungsmethoden, auf die man als Kind im besten Falle mit frustriertem Türknallen regiert hat, erstrahlen plötzlich in einem völlig neuen Licht.
 
6. Kinder schenken einem mindestens eine tolle Eigenschaft, die einem vorher womöglich fehlte: Gelassenheit. Gelassenheit mit den kleinen und großen Unwegbarkeiten des Alltags, dem Maß an Sauberkeit in der eigenen Wohnung, dem morgendlichen Styling. Mit allem eben. Selbst die unzähligen Matchbox-Autos, die von Zeit zu Zeit in Kochutensilien oder Klangverstärkern geparkt oder in der Kloschüssel versenkt werden, rufen früher oder später nur noch ein gelassenes Schmunzeln hervor.
 
7. Kinder verändern den eigenen Blick auf die Welt. Denn sie stellen einem all die Fragen, über die man selbst schon vor vielen Jahren aufgehört hat nachzudenken, und geben einem damit die magische Fähigkeit zurück, die kleinen Wunder dieser Welt zu bestaunen.
 
8. Während viele kinderlose Senioren irgendwann allein im Altersheim hocken, wo sie den rar gesäten Abwechslungen entgegen fiebern, die ihnen die gelegentlichen Aufführungen des Grundschulchors oder der allwöchentliche Pudding-zum-Nachtisch-Tag bescheren, können sich diejenigen, die ihr kostbares Erbgut weitergegeben haben, auch auf die treuen Besuche ihrer Kinder, vielleicht sogar der Enkelkinder freuen. Zumindest dann, wenn sie in Erziehungsdingen nicht gänzlich versagt haben.
 
9. In frühester Kindheit sind die eigenen Eltern die Allergrößten, in der Pubertät dann meist als ätzende Spießer abgemeldet und in ihrer Rolle als parentale Mitbewohner eher geduldet als respektiert. Doch irgendwann kann aus einer unschuldigen Vater-Sohn-Beziehung ein echter Männerbund fürs Leben werden. Und auch Mütter und Töchter verknüpft im besten Falle ein Leben lang das Band der Freundschaft.
 
10.   Es gibt vermutlich kaum jemanden, der sich nur aus purer Eitelkeit fortpflanzt.  Aber nichtsdestotrotz schmeicheln Kinder auch dem eigenen Ego. Denn wem gefällt es nicht, irgendwann einige charakteristische Eigenheiten und Eigenschaften von sich selbst an seinem kleinen Ableger wiederzuentdecken? Oder aber die des geliebten Partners.


In Umständlich Verliebt sind es gerade diese kleinen Charaktermerkmale, die Kassies besten Freund Wally (Jason Bateman) stutzig werden lassen und den Verdacht schüren, dass nicht der vermeintliche Samenspender Roland (Patrick Wilson), sondern er selbst der leibliche Vater ihres Sohnes ist. Wer wissen will, wie es überhaupt dazu kommen konnte, sollte sich die bezaubernde Komödie, die ab 11. November in den Kinos läuft, auf keinen Fall entgehen lassen.



 


 
 

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