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Promis entsetzt über Amoklauf in Texas: «Wir müssen es besser machen»
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Promis entsetzt über Amoklauf in Texas: «Wir müssen es besser machen»

Bild von Tom Stolzenberg
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Los Angeles (dpa) - Nach dem Massaker an einer Grundschule in seiner texanischen Heimatstadt Uvalde hat Hollywoodstar Matthew McConaughey (52) mehr Einsatz im Kampf gegen Waffengewalt gefordert.

«Dies ist eine Epidemie, die wir in den Griff bekommen können, und unabhängig davon, auf welcher parteipolitischen Seite wir stehen, wissen wir alle, dass wir es besser machen können. Wir müssen es besser machen», schrieb der Oscar-Preisträger von 2014 («Dallas Buyers Club») am späten Dienstagabend auf Twitter. Man müsse Maßnahmen ergreifen, damit niemand das erleben müsse, was die Eltern in Uvalde und andere Angehörige davor durchgemacht hätten.

Matthew McConaughey stammt aus Uvalde in Texas
Matthew McConaughey stammt aus Uvalde in Texas

Ein 18 Jahre alter Angreifer hatte nach Angaben der Polizei am Dienstagmittag in der Grundschule in der Kleinstadt Uvalde das Feuer eröffnet. US-Medien zufolge wurden mindestens 19 Kinder und zwei Erwachsene getötet. Der Schütze sei von Beamten getötet worden.

«Wieder einmal haben wir auf tragische Weise bewiesen, dass wir es nicht schaffen, verantwortungsvoll mit den Rechten umzugehen, die uns unsere Freiheiten gewähren», schrieb McConaughey. Im Vergleich zu Europa ist das Waffenrecht in den USA allgemein sehr lax. Befürworter berufen sich auf den 1791 verabschiedeten zweiten Verfassungszusatz, der es ihrer Ansicht nach den Amerikanern erlaubt, Waffen zu tragen. Initiativen zur Verschärfung des Waffenrechts auf Bundesebene scheiterten bislang.

Für jeden Amerikaner sei es nun an der Zeit, sich zu fragen: «Was ist es, das wir wirklich schätzen? Wie können wir das Problem beheben?», forderte der US-Schauspieler. «Wir können nicht noch einmal ausatmen, uns in Ausreden flüchten und diese tragische Realität als Status quo akzeptieren.»

Der in Texas geborene und aufgewachsene McConaughey hatte sich im vergangenen Jahr zunächst für eine Kandidatur als Gouverneur in seinem Heimatbundesstaat ins Gespräch gebracht. Einige Monate später sagte er jedoch ab.

Auch weitere Hollywood-Stars äußern sich entsetzt

„Teen Wolf“-Star Dylan O'Brien vermischt den Amoklauf mit der Abtreibungsdiskussion in den USA und sagt:

Die Republikaner werden dich zwingen, dein Kind zu bekommen, aber sie werden absolut nichts tun, um es zu schützen.

Dylan Minette aus „Scream“ und „Tote Mädchen lügen nicht“ postet ein emotionales Video von NBA-Coach Steve Kerr. Dieser hatte am Dienstagabend bei einer Pressekonferenz vor der Playoff-Partie bei den Dallas Mavericks in einem Gefühlsausbruch strengere Waffenkontrollen in den USA gefordert. Der 56-Jährige richtete sich direkt an 50 Senatoren, die schärfere Waffenvorgaben bislang verhinderten.

Steves Worte sagen wirklich alles... wenn sinnlose, unfassbare Tragödien wie die heutige nicht ausreichen, um irgendeinen Schritt in die richtige Richtung zu verändern, was dann?

Jeden Tag lesen wir solche Geschichten in den USA. Das ist schon seit Jahren so, und es nimmt nicht ab. Es wird immer abstumpfender, und das sollte nicht sein. Ich kann nicht aufhören, an diese Opfer und ihre Familien zu denken. Sie hätten das nie durchmachen müssen.

Chris Evans, alias „Captain America“ findet, es sei einfach genug:

Die US-Popsängerin Taylor Swift (32) hat sich nach dem Schulmassaker in Texas mit emotionalen Worten an ihre Fans gewandt.

US-Sängerin Taylor Swift zeigt sich bestürzt nach dem Attentat in Texas.
US-Sängerin Taylor Swift zeigt sich bestürzt nach dem Attentat in Texas.

«Ich bin erfüllt von Wut und Trauer und so gebrochen durch die Morde in Uvalde. Durch Buffalo, Laguna Woods und so viele andere. Durch die Art und Weise, wie wir als Nation auf unfassbaren und unerträglichen Kummer konditioniert wurden», schrieb der Superstar auf Twitter.

Dazu teilte Swift ebenfalls das Video des Basketball-Meistertrainers Steve Kerr von den Golden State Warriors. Kerrs Worte seien wahr «und sie schneiden so tief», schrieb Swift dazu.

Ein 18-Jähriger hatte am Dienstag in einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas mindestens 19 Kinder getötet. Auch mindestens zwei Erwachsene starben bei dem Vorfall in der Kleinstadt Uvalde. Der Schütze wurde ersten Erkenntnissen zufolge von Sicherheitskräften getötet.

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