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Ticks: So lebt es sich mit einer Zwangsstörung

 
 

Den Begriff Ticks verwenden viele Menschen nur so zum Spaß oder um eine spezielle Marotte von sich zu beschreiben. Aber es gibt auch Personen, deren Ticks ein solches Ausmaß annehmen, dass diese als Krankheit gelten. Dieses Verhalten gehört in den Bereich der Zwangsstörung und kann den Betroffenen ganz schön zusetzen. Falls euch das Thema interessiert, dann schaut euch doch einfach das folgende Video an. In diesem Clip geht es nämlich um Menschen, deren Leben von bestimmten Zwängen beherrscht wird. Die Kamera war hautnah dabei und hat diese Personen dabei gefilmt, wie sie ihren oftmals anstrengenden Alltag mit Tick meistern.

Die junge Frau ganz am Anfang des Videos hat zum Beispiel einen Tick, der sie dazu zwingt immer wieder alle möglichen Dinge zu zählen. Obwohl sie genau weiß, wie viele Dinge sich zum Beispiel in ihrer Küche befinden, muss sie diese wieder und wieder der Reihe nach durchzählen. Ihr ist bewusst, dass ihr Verhalten überhaupt keinen Sinn ergibt. Aber sie kann das zwanghafte Zählen nicht abstellen. Das Kamerateam verfolgt die junge Frau auf Schritt und Tritt und ermöglicht es euch dadurch, das Leben mit einem Tick hautnah zu erleben. Doch der Zählzwang ist beileibe nicht der einzige Tick, der das Leben der Betroffenen beschwert. Auch das ständige Überprüfen, ob die Haustür auch wirklich fest verschlossen ist oder der Herd tatsächlich ausgeschaltet, kann zum Zwang werden. Die Betroffene versucht euch als Zuschauern so exakt wie möglich zu erklären, wie sich das Leben mit einem oder mehreren Zwängen anfühlt.

Sie erläutert, dass in ihrem Kopf surreale Bilder entstehen. Zum Beispiel muss sie sich vorstellen, dass ihr ganzes Haus in Flammen aufgeht, weil sie vergessen hat, den Herd auszuschalten. Sie wird geplagt von Wahnvorstellungen, welche sich um ihre eigene und die Sicherheit fremder Menschen dreht. Es ist nur allzu verständlich, dass sie bei einem solchen Gedanken noch einmal zurückgeht, um den Herd ein letztes Mal zu überprüfen. Doch bei einem Mal bleibt es in der Regel nicht. Stattdessen verbringt sie im schlimmsten Fall Stunden damit, Dinge zu zählen und Haushaltsgeräte zu überprüfen. Im weiteren Verlauf des Videos versucht die junge Franzi euch näherzubringen, was in ihrem Kopf passiert. Sie macht deutlich, warum sie das Gefühl hat, vollkommen sinnlose Dinge tun zu müssen. Außerdem gibt euch das Video die Chance auf einmalige und sehr persönliche Einblicke in die Seele und den Alltag eines Menschen mit Ticks. Allerdings solltet ihr nicht zu sensibel sein, denn die eine oder andere Aussage kann einem wirklich zu denken geben.

 

 
 

 

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Autor: Christian Fischer | Gesprächswert: 83%