Das System Tönnies - RTL Doku ab sofort bei TVNOW

 
 

Der massenhafte Corona-Ausbruch und die anschließende Schließung des größten Schlachthofes Deutschlands in Rheda-Wiedenbrück, hat mögliche Missstände im Fleischkonzern Tönnies bundesweit in den Fokus gerückt.

In einem RTL Extra Spezial "Tamer Bakiner – Das System Tönnies" am gestrigen Montagabend, ist es gelungen, mit einer Investigativ-Reportage, Einblicke in das System des Unternehmers Clemens Tönnies zu gewinnen. Der bekannte Privatdetektiv Tamer Bakiner, der selbst über viele Jahre für den Fleischfabrikanten tätig war, konnte dabei hautnah das Netzwerk des Branchenriesen Tönnies aufzeigen. Das RTL EXTRA Spezial steht ab sofort auf TVNOW zum Abruf bereit, ntv wiederholt die Reportage am heutigen Dienstag ab 23.30 Uhr.

Um einen Einblick in das System aus Werkvertragsunternehmen bei der Firma Tönnies zu bekommen, ist Tamer Bakiner nach Osteuropa gereist, wo Werkvertragsarbeiter für die Arbeit in Schlachtbetrieben in Deutschland eingestellt werden. Hier geht er der Frage nach, ob diese Unternehmen wirklich zahlen, wozu sie verpflichtet sind und mit welchen Tricks sie arbeiten. Nach einer intensiven Suche nach Werksvertragsarbeitern der Firma Tönnies trifft er schließlich fünf Ex-Mitarbeiter in Rumänien, die bereit sind zu sprechen. Ein Blick auf die Arbeitsverträge verrät: Keiner von ihnen erhält den in Deutschland gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn von 9,35 Euro brutto pro Stunde. Mehrere Hundert Euro für die Unterbringung, den Transport zum Firmensitz und weitere undurchsichtige Lohnabzüge sollen vom Verdienst abgehen. Obwohl keiner der Arbeiter zum Zeitpunkt des Treffens bei den Werkvertragsunternehmen angestellt ist, zögern sie gegenüber dem Ermittler über die Zustände zu berichten.

Tamer Bakiner: "Ich konnte bei meinen Recherchen in Rumänien Ex-Mitarbeiter treffen, von denen zunächst niemand bereit war zu sprechen. Sie werden mit dem Versprechen auf ein besseres Leben nach Deutschland gelockt. Bei einem Blick auf ihre Verträge und Entgeltabrechnungen wird jedoch die ganze Bandbreite der Abzocke deutlich. Von Nutzungspauschalen für Unterkünfte bis hin zu skurrilen Fernsehgebühren wird der Mindestlohn der Arbeiter auf knappe 5 Euro erbarmungslos gekürzt. Das sind Menschen, die keinen Arbeitsschutz kennen, der deutschen Sprache nicht mächtig und dem Geschäftsmodell des Fleischfabrikanten Tönnies schutzlos ausgeliefert sind."

Das Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück wurde nach dem massenhaften Corona-Ausbruch am 20. Juni für vier Wochen geschlossen. Laut Angaben des NRW Gesundheitsministeriums stehen mehr als 2.100 Corona-Infektionen im Zusammenhang mit dem Schlachthof. Zeitweise waren über 600.000 Bewohner der Kreise Gütersloh und Warendorf von verschärften Kontaktbeschränkungen betroffen. Seit über einer Woche dürfen in Deutschlands größtem Schlachtkonzern wieder Schweine zerlegt werden. Clemens Tönnies stellte einen Antrag auf Erstattung von Lohnkosten für die Zeit der Quarantäne. Laut Angaben des Unternehmens sind nach der ersten kompletten Arbeitswoche bei erneuten Testungen am 24. Juli 31 Produktionsmitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden.

 

 
 

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Autor: RTL Gruppe | Gesprächswert: 86% | mit Material von RTL