Die durchgedrehtesten Psychos der Filmgeschichte

Szene aus The Voices, FILM.TV
16.04.2015 11:42

Auf den ersten Blick sind sie sympathisch, schüchtern und völlig harmlos – doch wehe, wenn ihnen die Sicherung einmal durchbrennt. Dann kann es schon einmal vorkommen, dass aus dem sonst so liebevollen Ehemann ein (mordender) Irrer wird. Im Laufe der Filmgeschichte gab es davon bereits einige. Wir schauen auf die TOP 5 der schrägsten Psychos:

NORMAN BATES

Er ist der wohl bekannteste und Mitleid erregendste Film-Schizo: Norman Bates. Der junge Mann mit dem Mutterkomplex sorgte in Alfred Hitchcocks Klassiker „Psycho“ vor mehr als 50 Jahren für Angst und Schrecken. Unvergessen bleibt die legendäre Duschszene, in der Norman die hübsche Blondine Marion ersticht. Das Meisterwerk zog unzählige Nachahmungen und drei Fortsetzungen nach sich, von denen eine sogar von Bates-Darsteller Anthony Perkins selbst inszeniert wurde. An das schockierende Original kam auch das Remake von 1998 nicht heran.

PATRICK BATEMAN

Lange bevor Christian Bale mit den Dark-Knight-Filmen in den absoluten Hollywood-Olymp auffuhr, brillierte er im Jahr 2000 als exzessiver Investmentbanker Patrick Bateman in Mary Harrons Romanadaption „American Psycho“. Nachts zieht Bateman mit seinen Jungs durch die Stadt und gerät bald in einen Rausch aus Blut und Gewalt. Zu seinen Opfern gehören hilflose Obdachlose und Prostituierte. Angeblich wurde Bale gewarnt, diese Rolle anzunehmen, da sie seine Karriere zerstören würde – das Gegenteil war der Fall.

HANNIBAL

Er mag Menschen – am liebsten gebraten zusammen mit einem Glas Wein. Im Oscar-prämierten Psychothriller „Das Schweigen der Lämmer“ trat Anthony Hopkins erstmals als bedrohlicher Irrer Dr. Hannibal Lecter auf, um zehn Jahre später im Sequel „Hannibal“ noch einmal in den Maulkorb und die Zwangsjacke zu schlüpfen. Dass dieser besondere Charakter auch heute noch seinen Reiz in der Film- und Fernsehlandschaft genießt, beweist unter anderem die gleichnamige Serie mit dem dänischen Star Mads Mikkelsen, die letztes Jahr den Critics Choice Television Award gewann.

7 PSYCHOS

Ein Verrückter reichte Regisseur Martin McDonagh für seinen abgefahrenen Krimithriller offenbar nicht aus. Deshalb schickte er in „7 Psychos“ gleich sieben von ihnen ins Rennen um den Titel „Oberpsycho“. Colin Farrell spielt hier den gestressten und recht erfolglosen Autor Marty, der sich plötzlich in der kriminellen Unterwelt von Los Angeles wiederfindet, als seine Freunde den geliebten Hund eines Gangsterbosses kidnappen. Was McDonagh, der ebenfalls für das Drehbuch verantwortlich zeichnete, in knapp zwei Stunden an Absurditäten inklusive Twist abfeuert, sucht seinesgleichen.

JERRY

Jeder, der ein Haustier hat, kann Jerrys (herrlich schräg: Ryan Reynolds) Verhalten sicher gut nachvollziehen. Wer hat nicht schon einmal mit seiner Katze oder seinem Hund gesprochen und als Antwort ein klägliches Miauen oder Bellen erhalten? Doch bei Jerry ist die Kommunikation mit seinen haarigen Freunden etwas anders: Er versteht seinen Kater Mr. Whiskers und Hund Bosco tatsächlich. Wie Engelchen und Teufelchen reden die beiden immer wieder auf ihn ein, bis dem schüchternen Kerl irgendwann die Sicherungen durchbrennen. Fast könnte Jerry einem deshalb leidtun – wären da nicht seine sehr speziellen Vorlieben für ungewöhnliche und vor allem ungewöhnlich blutige Dates mit seinen Kolleginnen Fiona (Gemma Arterton) und Lisa (Anna Kendrick)…

Die kunterbunte Komödie THE VOICES startet am 30. April endlich in den deutschen Kinos und lässt den nächsten Gang zum heimischen Kühlschrank garantiert zur Mutprobe werden…



Autor: Jochen Becker | Gesprächswert: 34% | mit Material von voll:kontakt


 
 

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