The Blair Witch Project - Ein genialer Marketingstreich der Filmgeschichte

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23.09.2016 12:51
 

Diesen Herbst kehrt am 6. Oktober die Legende der Blair Witch zurück auf die Kinoleinwand! Genau vor 17 Jahren ist der Vorgängerfilm „The Blair Witch Project“ zu einem Kult-Horrorstreifen lanciert. Wir machen nun vor Kinostart der offiziellen Fortsetzung BLAIR WITCH einen Schwenk in die Vergangenheit und berichten, warum der Kinostart von „The Blair Witch Project“ zu einer der größten Marketing-Aktionen im Filmgeschäft zählt.

„What the fucking hell is this!?” Wir schreiben das Jahr 1994. Drei Filmstudenten namens Heather Donahue, Joshua Leonard und Michael Williams begeben sich im US-Bundestaat Maryland in die Wälder des Black Hill Forest, um eine Dokumentation über den Mythos der Blair Hexe zu drehen – aber sie kehren niemals daraus zurück! Lediglich das ein Jahr später gefundene Videomaterial lässt erahnen, was in den Wäldern sein Unwesen treibt und zeigt die letzten grauenhaften Tage der Studenten …

Diese Story klingt wahrhaftig schauderhaft böse, spielte den Kinokassen aber weltweit schauderhaft schöne 250 Millionen Dollar ein. Der Zusammenschnitt des gefundenes Videomaterials startet 1999 mit dem Titel „The Blair Witch Project“ in den Kinos. Der Film wird als wahre Dokumentation verkauft. Dazu wird von den Filmemachern schon vor Kinostart alles bis ins kleinste Detail akribisch geplant: Auf einer Internetpräsenz wird über die drei vermissten Dokumentarfilmer und deren angebliche Geschichte rund um das Verschwinden im Black Hill Forest berichtet. Es kursieren Aussagen und historische Dokumente um die Existenz der Hexe von Blair. Zudem verstärken fiktive Interviews den Eindruck einer glaubwürdigen und plausiblen Geschichte. Denn das Internet der 90er Jahre kennt weder virale Guerilla-Marketing-Aktionen noch reizüberflutete Digital-Natives, die solche Hoaxes durchschauen. Ein riesen Hype um eine pseudo-reale Story beginnt!

Denn ausgestattet mit diesem Wissen um die gruselige Vorgeschichte und echten Sorgen, treibt es viele Zuschauer 1999 ins Kino. „Blair Witch Project“ lässt dann so manches Blut in den Adern gefrieren: Der pseudo-dokumentarische Charakter, die Auflösung der Grenze zwischen Fiktion und Realität, macht den Film zu einem angsteinflößenden Erlebnis. Eine permanente diffuse Bedrohung lauert im Wald rund um die Protagonisten und der Zuschauer kann durch die eigene, wackelige Kameraführung der Beteiligten kaum näher dran sein. Mit dieser innovativen Inszenierung, allen voran das Auffinden des fiktiven Aufnahmematerials nach dem vermeintlichen Tod der Protagonisten, läutet „Blair Witch Project“ ein neues Film-Genre ein: Found Footage ist geboren und wird ob des medialen Hypes zahlreiche Nachahmer finden.

Und so geht „Blair Witch Project“ mit Einnahmen von 250 Millionen Dollar (bei lediglich 60.000 Dollar Produktionskosten) und einer weltweit erzeugten Furore durch gelungenes Guerilla-Marketing als erfolgreichster Film in die Geschichte ein. 17 Jahre später kehrt nun dieses Jahr mit BLAIR WITCH das kaum greifbare Grauen zurück auf die Kinoleinwände – und fühlt sich bedrohlicher an als je zuvor. Marketing-Gag hin oder her, im riesigen Black Hill Forest schlummert etwas Unbekanntes …

Zum Inhalt von Blair Witch 2016: 20 Jahre nachdem Heather Donahue und ihre beiden Freunde in „The Blair Witch Project“ im Black Hills Forest verschwanden, macht sich Heathers Bruder James (James Allen McCune) zusammen mit seinen Freunden Peter (Brandon Scott), Ashley (Corbin Reid) und der Filmstudentin Lisa (Callie Hernandez) auf, die Umstände des Verschwindens zu erforschen. Dass sich der Gruppe zwei Einheimische anschließen, um sie durch die Wälder zu führen, stimmt sie zunächst zuversichtlich. Doch schon bald wird ihnen klar, dass die Legende um die Blair Witch furchterregender ist, als sie es sich je hätten vorstellen können...

Die Hauptrollen in BLAIR WITCH spielen James Allen McCune („Shameless“), Brandon Scott („Ralph Reichts“), Corbin Reid („Disney Star Darlings“) und Callie Hernandez („La La Land“). Gedreht wurde unter der Regie von Adam Wingard („V/H/S“, „You´re Next”) nach einem Drehbuch von Simon Barrett („You´re Next” , „The Guest“) und mit Roy Lee („The Ring”, „The Grudge”, „The Strangers”, „It”), Steven Schneider („Paranormal Activity”, „Insidious”), Keith Calder und Jessica Wu („You’re Next”, „The Guest”) als Produzenten.

Eine Szene aus Blair Witch 2016

Eine Szene aus Blair Witch 2016

Zum Film "Blair Witch 2016 - The Woods" | Mit: Callie Hernandez und James Allen McCune .

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Szene aus dem Film The Blair Witch Project - Ein genialer Marketingstreich der Filmgeschichte

Schauspieler:
Corbin Reid, Wes Robinson, Valorie Curry, James Allen McCune, Callie Hernandez, Brandon Scott

Regie:
Adam Wingard, Chad Fitz, Chris Garbasauskas, Emely Martin, Gary Blair Smith, Tomas Wittrup

Produktion:
Jason Constantine, Jenny Hinkey, Eda Kowan, John Powers Middleton, Michael Paseornek

Drehbuch:
Simon Barrett

Filmmusik:
Andy Hay, Andy Hay, Dan Kremer, Jeffrey A. Pitts, Roger Roscoe, Miles J.D. Vedder

Rollen:
Corbin ReidAshley
Wes RobinsonLane
Valorie CurryTalia
James Allen McCuneJames
Callie HernandezLisa
Brandon ScottPeter

 

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Autor: Christian Fischer | Gesprächswert: 65% | mit Material von voll:kontakt
 

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