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Joey Heindle: Erstes Interview - Darum zieht er ins Promi Big Brother Haus ein

Joey Heindle, FILM.TV

Interview mit Promi Big Brother-Bewohner Joey Heindle: "Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben richtig glücklich!" - Er stand 2012 im Finale von Deutschland sucht den Superstar, begeisterte 2013 die Zuschauer mit seiner lockeren Art als bisher jüngster Dschungelkönig. Doch hinter dem fröhlichen TV-Star liegen auch schwere Zeiten. Joey Heindle (26) hat eine traurige Familiengeschichte, die von Gewalt und Leid geprägt war. Im Interview sagt er: Ich habe damit abgeschlossen, hege keinen Groll mehr. Die schlimmen Erfahrungen haben mich stärker gemacht.

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Wo liegen Deine Motive, um an Promi Big Brother teilzunehmen?

Joey Heindle

Ich bin so ein Battle-Typ. Es ist bei mir fast zur Sucht geworden, meine Grenzen kennenzulernen, deshalb habe ich zugesagt. Ich mache es nicht wegen des Geldes. Ich habe gut verdient, halte meine Kohle zusammen. Es ist wirklich die Herausforderung, die mich reizt.

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Wie schätzt Du Dich in so einer Gruppensituation ein?

Joey Heindle

Grundsätzlich komme ich mit allen klar. Wichtig ist, dass ich geschätzt werde und meine Mitbewohner Respekt vor mir haben. Ich bin ein Kämpfer. Wenn ich dort reingehe, will ich auch gewinnen. Ich bin sportlich und topfit, würde gerne Aufgaben übernehmen. Ich möchte mich nicht unterordnen, will auch mal leiten. Aber keine Angst, ich werde mich nicht aufspielen. Ich lasse erstmal die anderen auf die Schnauze fallen, dann übernehme ich.

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Hast Du Dich auf die Situation einer Wohngemeinschaft irgendwie vorbereitet?

Joey Heindle

Nein, ich mache mir da keine Sorgen, lasse alles auf mich zukommen. Ich hoffe nur, dass niemand durchdreht, weil er mit der Situation auf engstem Raum nicht klarkommt. Du bist nach Deiner gescheiterten Ehe frisch verliebt in die Schweizerin Ramona.

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Was fasziniert Dich an ihr?

Joey Heindle

Ich brauche eine Frau, die sehr natürlich ist, sich nicht stundenlang im Bad schminkt, ein Modepüppchen ist oder ewige, überflüssige Alltagsdiskussionen führt. Und genau so eine Frau habe ich in Ramona gefunden. Sie ist unkompliziert, cool, steckt voller Lebensfreude und ist als Profi-Eisläuferin topfit. Eine Frau, die perfekt zu mir passt. Wir wünschen uns beide Kinder, wollen eine Familie gründen. Ich habe gerade für fünf Jahre eine Aufenthaltsgenehmigung für die Schweiz bekommen.

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Du hattest ein problematisches Verhältnis zu Deinem Vater. Du sprichst offen darüber, ist das auch ein Teil der Verarbeitung?

Joey Heindle

Ich bin kein Mensch, der ewig nachtragend ist. Du kannst nicht dein ganzes Leben lang sauer sein und so etwas mit Dir herumschleppen. Irgendwann musst Du damit abschließen und es verarbeitet haben. Und eines steht fest: Ohne diese Erfahrungen wäre ich nicht derjenige, der ich heute bin. Ich wäre nicht der Kämpfer, hätte nicht diesen Willen. Man muss daran nicht zerbrechen, sondern kann daran wachsen.

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Hast Du denn noch Kontakt zu Deinem Vater?

Joey Heindle

Ich habe mich mit meinem Vater getroffen und alle Probleme, die mal da waren, sind aus der Welt geräumt worden. Ich hatte meine Mitte verloren und habe sie wiedergefunden. Ich war mein ganzes Leben lang unzufrieden, aber jetzt bin ich zum ersten Mal richtig glücklich. Ich habe eine wunderbare Partnerin, meine Mutter besucht uns in der Schweiz, ich habe meine Großeltern und zu meinen fünf Geschwistern besteht ein guter Kontakt.

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Was wünschst Du Dir für die Zukunft?

Joey Heindle

Ich würde gern ein Haus bauen. Das ist mein Traum. Ich bin ja bisher nirgendwo richtig angekommen. Und ich möchte mit Ramona eine richtige Familie gründen.

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Und falls es mit dem Showgeschäft doch nicht so klappt, gibt es für Dich denn einen Plan B?

Joey Heindle

Den brauche ich nicht, denn das wird nicht passieren. Ich kann mir für mich nichts anderes vorstellen. Musik, Entertainment, Film – das ist mein Leben, das ist meine Welt und meine Berufung. Da werde ich auch mit 50 oder 60 Jahren noch aktiv sein. Vielleicht bekomme ich ja mal den Preis für mein Lebenswerk, das ist schon mein Ziel. Ich spüre ganz viel Kraft in mir, will über Grenzen gehen. Ich rauche seit einem Jahr nicht mehr, treibe viel Sport, wandere, kraxle in den Bergen herum. Ganz schön diszipliniert ... Es gibt so viele in meinem Alter, denen die Ziele fehlen, die nichts geregelt bekommen, die kiffen oder koksen. Ich bin total gegen Drogen. Ich weiß, wovon ich rede. Jeder hat es mal probiert, aber mit dem Mist will ich nichts zu tun haben. Ich habe schon früh Verantwortung für mich übernommen, bin mit 15 Jahren von zu Hause ausgezogen und habe eine Ausbildung zum Koch gemacht.



Autor: Tom Stolzenberg | Gesprächswert: 90% | mit Material von Sat 1


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