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Video: Tiere erschrecken Kinder

 
 

Kinder finden alle Tiere putzig und niedlich. Dabei spielt es keine Rolle, wie groß oder wie klein das Tier ist. Kuschelig und lustig sollte es aber schon sein. So nett und possierlich wie ein süßer Löwe, oder ein lustiger Panther.

Logisch, Kinder kennen diese possierlichen Tierchen aus ihren Kinderbüchern. Auch aus Filmen wie Der König der Löwen oder Das Dschungelbuch lernen sie, dass der Bär ein lustiger Faulpelz ist, der gut singen kann, der Panther ein respekteinflößender Kerl ist, für den Gerechtigkeit das höchste Gut ist, oder die Wölfe Akela und Rama fast genauso nett sind wie Papi und Mami.

Dazu kommt, dass Kinder meistens das halbe Kinderzimmer voller Kuscheltiere haben. Löwen, Tiger, Bären, Panther oder Giraffen sind so etwas wie Freunde, die man auch gerne mit ins Bettchen nimmt und die alle einen Guten Nacht Kuss bekommen, wenn sie brav waren. Und wenn sie nicht brav waren, reißt man ihnen die Beine raus oder schleudert sie zumindest in die Ecke. Dann werden sie geschimpft und sie tun das, was von Ihnen erwartet wird: Ruhig sein und unschuldig dreinschauen.

Die Realität schaut aber ein bisschen anders aus. Gut, man muss den Kindern noch nicht erzählen, dass es sich bei den meisten Tierchen im Kinderzimmer um Raubtiere handelt, die es, ohne zu zögern, zerfleischen und fressen würden. Es ist nicht nötig, dem Kind dieses Wissen zu vermitteln zumal es in unserem Lebensumfeld diese Tiere nicht mehr gibt. Gut ist es, dass diese Tiere nur noch im Zoo zu bestaunen sind. Besser ist es, dass dicke Glasscheiben oder stabile Gitter zwischen uns und den Tieren sind.

Jetzt trifft also so ein Kindlein auf eines dieser Tiere im Zoo und freut sich, dass diese Kuscheltiere hier noch größer sind als die zu Hause. Wow und laufen können sie auch noch. Da lacht das Kindesgemüt, langt an die Glasscheibe und macht Ei Ei. Und dann schabt das Tier an der Scheibe, reißt sein Maul auf und presst es fest an die Glasscheibe. So nah ran, an die Beute wie es eben geht. Da lachen dann die Mami und der Papi und das Kindlein lacht mit. Aber der kleine Racker spürt etwas. Er/Sie merkt dank seiner Ur-Gene, dass irgendwas nicht in Ordnung ist. Und spätestens wenn das Tier etwas macht, was sich das Stofftier zu Hause nicht traut, macht das kleine Fluchttier, Kind genannt, das, was Menschen in solchen Situationen machen: Erschrecken, Schreien, Wegrennen. Aber lustig ist es dennoch!? Urteilt selber.

 

 
 


 

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Autor: Yvo Postler, Tom Stolzenberg | Gesprächswert: 86%