Studie belegt: So viel dicker hat uns die Corona-Pandemie gemacht
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Studie belegt: So viel dicker hat uns die Corona-Pandemie gemacht

Bild von Florian Ulrich
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Die Pandemie sorgte neben den COVID-19 Erkrankungen für eine Vielzahl weiterer gesundheitlicher Folgen. 43,9 Prozent der Deutschen klagen über schlechtere Stimmung in den vergangenen Monaten und 40,1 Prozent über weniger Energie. Das ergibt eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage im Auftrag des Biotechnologie-Unternehmens BIOMES unter 1.000 Teilnehmer*innen in Deutschland im Mai 2021. Sie zeigt: Auch die Schlafqualität verschlechterte sich in den vergangenen Monaten, genauso wie das Gewicht bei gut einem Drittel der Befragten zunahm. Die gesundheitlichen Folgen waren vor allem für die 18- bis 34-Jährigen und Frauen aller Altersklassen spürbar. Eine weitere Erkenntnis: 33 Prozent der Deutschen stellten ihre Ernährung um.

Bewusstere Ernährung kommt Darm und Immunsystem zugute

Dieser Trend spiegelt sich auch bei den Kundinnen von BIOMES wider. Seit Beginn der Pandemie tendieren sie mehr zu einer vegetarischen Ernährung. Zudem zeigt eine Auswertung des Unternehmens von über 12.000 Stuhltests, die Anwenderinnen BIOMES anonymisiert zur Verfügung gestellt haben: Die Vielfalt der Darmbakterien hat sich seit Beginn der Pandemie tendenziell erhöht.

Ein gutes Zeichen, erklärt Isabel Dorst, Ernährungsmedizinerin und Innovation Assistant im Science Team bei BIOMES: "Das Darmmikrobiom umfasst die Gesamtheit aller Mikroorganismen in unserem Darm und hat großen Einfluss auf unsere Gesundheit, unsere Abwehrkräfte und unser Wohlbefinden. Mit der Vielfalt der Darmbakterien steigt meist auch die Widerstandsfähigkeit des eigenen Körpers gegenüber Krankheiten. Es ist also genau richtig, dass viele Menschen seit Beginn der Pandemie stärker auf ihre Ernährungsweise achten und sich vermehrt vegetarisch ernähren. Möglicherweise steht die erhöhte Diversität des Darmmikrobioms damit in Zusammenhang."

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Vor allem junge Menschen kamen gesünder durch den Lockdown

Während in der Umfrage 61,5 Prozent der Befragten angaben, dass sich ihr allgemeiner Gesundheitszustand während Corona nicht verändert hat, sprachen 11,1 Prozent sogar von einer gesundheitlichen Verbesserung. Auffällig ist: Die Gesundheit jüngerer Menschen war häufiger von Veränderungen während der Corona-Zeit betroffen als die von älteren Menschen. So sprachen 18,4 Prozent der 18-24-Jährigen von einer Verbesserung ihres allgemeinen Gesundheitszustandes, 16,5 Prozent von besserem Schlaf, 15,5 Prozent von einer Verbesserung ihres Körpergewichts, 14,6 Prozent von einem höheren Energielevel und 13,6 Prozent von einer besseren Grundstimmung.

Die Ergebnisse der Umfrage im Überblick:

- Bei 43,9 Prozent verschlechterte sich die Stimmung während der Corona-Pandemie. Dabei waren Frauen (48,5 Prozent) davon stärker betroffen als Männer (39,4 Prozent). In der Altersgruppe der 25-34-Jährigen sprachen 47,7 Prozent von einer negativen Veränderung. - Auch das persönliche Energielevel blieb nicht unberührt: 40,1 Prozent der Befragten gaben an, dass sie weniger Energie haben. Besonders bei jüngeren Menschen war dies ausgeprägt: 46,6 Prozent der 18-24-Jährigen und 46,4 Prozent der 25-34-Jährigen stimmten der Aussage zu. - Die Schlafqualität verschlechterte sich bei 34,9 Prozent während der vergangenen Monate. Auch hier gaben bedeutend mehr Frauen (40,2 Prozent) als Männer (29,4 Prozent) an, davon betroffen zu sein. Der höchste Wert ist bei der Gruppe der 18-24-Jährigen zu finden: Mehr als die Hälfte dieser jungen Menschen (51,5 Prozent) schlief seit Corona schlechter. - Zudem gab jede*r Dritte (33,9 Prozent) an, dass sich das eigene Körpergewicht zum Schlechteren entwickelte. Diese Veränderung nahmen 39,4 Prozent der befragten Frauen und 28,5 Prozent der Männer an sich wahr. - 33 Prozent der Befragten sprachen von einer Veränderung ihrer Ernährungsweise während der Corona Pandemie. Dies trifft zu einem größeren Teil auf 18-24-Jährige zu (41,7 Prozent).

Informationen zur Umfrage

  • Auftraggeber: BIOMES NGS GmbH

  • Durchführung: Arlington Research

  • Befragungszeitraum: 18. bis 25. Mai 2021

  • Befragte Personen: 1.000 Personen ab 18 Jahren

  • Format: Online-Umfrage

AltersempfehlungAb 0
Gesprächswert92%