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HDMI-Kabel: Qualitätsunterschiede in Bild und Sound

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09.07.2018 15:43
 

Heutzutage ist es nicht selten, dass das maximale TV-Erlebnis vorzugsweise zu Hause genossen wird, anstatt dafür ins Kino zu gehen. Die Vielseitigkeit der Streaming-Dienste macht das Fernsehen in den eigenen vier Wände wieder attraktiver - sofern die Hardware die passende Leistung bringt, um die Daten schnell und richtig zu übertragen.

Dabei spielt es eigentlich keine Rolle, ob hierfür der Fernseher mit dem Computer, Receiver oder Multimediasystem gekoppelt wird, Qualität erhalten Fernsehliebhaber mit allen Komponenten. Dieser Beitrag verrät, wie das Maximum herausgeholt wird.

Anschluss vom Rechner zum TV
Vor dem eigentlichen Anschließen und dem damit verbundenen Genuss der aktuellen Kinofilme müssen erst die zur Verfügung stehenden Anschlüsse kontrolliert werden. Wenn der Computer mit einem HDMI-Anschluss ausgestattet ist und an dem Fernseher selbiger frei ist, kann mit Hilfe eines HDMI-Kabels eine Verbindung erzeugt werden. Es können auch andere Kabel wie das VGA- oder das DVI-Kabel zum Einsatz kommen. Der Vorteil an HDMI ist jedoch die besonders gute Qualität. Mit dem passenden HDMI-Kabel können ohne Komprimierung Full-HD Filme oder sogar die Zukunftsvariante mit 4K wiedergegeben werden. Ein weiterer Vorteil des HDMI-Kabels ist die Übertragung des Sounds. Bei anderen Kabeln wird nur das Bild und nicht der Ton übermittelt. Um das zu gewährleisten, muss in der Regel ein weiteres Audio-Kabel verlegt oder auf zusätzliche Boxen am TV verzichtet werden.

Anschluss an den Receiver
Das Anschließen des Receivers an den Fernseher stellt das geringste Problem dar. Auch hier gilt es im Vorhinein zu prüfen, welche Anschlüsse sowohl der Fernseher als auch der Receiver aufweisen. Besitzen beide Geräte einen HDMI-Anschluss, steht einer optimalen Bild- und Ton-Qualität nichts im Wege.

Unterschiede der HDMI Kabel
Nicht jedes HDMI-Kabel ist gleich und nicht jedes HDMI-Kabel übermittelt die gleiche Bild- und Sound-Qualität. Die Unterschiede sind vielfältig und nicht unbedingt am Preis auszumachen. Hierbei ist die TMDS-Technologie entscheidend. Bei dieser Variante werden zwei gleiche Datenströme über zwei unterschiedliche Leitungen an den Empfänger geschickt. Falls nun eine Störung vorliegt, lässt sich diese durch die Absicherung der doppelten Leitung umgehen. So ist, wie bei allen Kabeln, die Effizienz zwar erhöht, wenn jedoch beide Kabelstränge kaputt sind, kommt auch hier kein Signal mehr an.

Doch wo liegen die Unterschiede der HDMI-Kabel? HDMI-Kabel wurden früher anhand unterschiedlicher Versionsnummern im Handel geführt. Dies führte wiederholt zu Verunsicherungen bei den Kunden. 2010 wurde ein neues System etabliert und mittels einer Lizenz gekennzeichnet. Die Modelle nennen sich HDMI Standard und HDMI High-Speed. Diese können sowohl mit als auch ohne Ethernet-Kanal verbaut werden. Die genauen Unterschiede der Kabel sind:

  • Das standardisierte HDMI-Kabel besitzt ein Transfertempo von 2,25 Gigabyte in der Sekunde. Dieses kann für Audio- und Videoübertragungen in HD-Qualität zum Einsatz kommen.
  • Ab Version 1.3 werden die Highspeed HDMI-Kabel mit einer maximalen Übertragungsrate von bis zu 10,2 GB pro Sekunde angeboten. Diese sind natürlich 3D-fähig und für eine gute Übertragung vom Receiver zum Fernseher geeignet.
  • Erweiterung mit Ethernet: Das Highspeed HDMI-Kabel lässt sich wie auch die Standard Version mit dem Netzwerk verbinden und ermöglicht es, hohe Geschwindigkeiten auch hierüber zu leiten.
  • Das Premium HDMI-Kabel: Ab den HDMI Versionen 2.0 und 2.1 wurde eine neue Ära der Übertragung eingeläutet. Hierbei leitet das Kabel Geschwindigkeiten bis 18 GB pro Sekunde weiter. Diese Art des HDMI-Kabels ist perfekt für die 4K-Technologie geeignet und bietet den besten Bildgenuss, der momentan zur Verfügung steht.

Um nun das „gute“ vom eher „schlechteren“ HDMI-Kabel zu unterscheiden, haben sich die Hersteller Gedanken gemacht und auf den Verpackungen durch einen entsprechenden Label-Druck das Kabel gekennzeichnet. Auf dem Label ist ein QR-Code aufgedruckt, mit dessen Hilfe sich die Echtheit des Labels und der Kabelqualität überprüfen lässt.

Welches Kabel letztendlich für den eigenen Gebrauch das Richtige ist, kommt vor allem auf den Bedarf an. Hierbei gilt es auch zu überprüfen, welche Qualität von den Geräten ausgegeben wird. Diese sollte zur Übertragungsqualität des Kabels passen. Ist dann das richtige Kabelmaterial gefunden, gilt es noch weitere Kriterien mit einzubeziehen. Einmal ist die Verarbeitung wichtig, denn diese entscheidet auch über die Lang- oder Kurzlebigkeit des Produkts. Zum anderen sind auch banale Faktoren wie die Länge des Kabels entscheidend über die Tauglichkeit im eigenen Zuhause.

Das Heimkino will also grundlegend geplant sein, die Kabelwege bekannt und ausgemessen. Sind all diese Variablen definiert, geht es an die Besorgung und schließlich die Installation. Hier lohnt es sich, auch online zu schauen und lieber den Versand abzuwarten - vor Ort sind Händler meistens nicht ganz so umfassend ausgestattet wie Onlineshops und es wäre schade aufgrund von Ungeduld auf die bestmögliche Qualität zu verzichten. Ist schließlich alles beisammen und verbunden, kann es losgehen mit dem Heimkinoerlebnis - etwas, das Sie bestimmt so schnell nicht mehr missen möchten.

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Autor: Ole Mann | Gesprächswert: 86%