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Für friedliche Weihnachten: Verhaltenstipps für Enkel und Großeltern

10.12.2010 18:46

Die generationenübergreifende Zusammenkunft der Familie zu Weihnachten ist ohne Zweifel der Höhepunkt des Jahres. Jedoch kann das Fest der Liebe durch eine Kombination verschiedenster Faktoren leicht gefährdet werden. Da reicht der kleinste Anlass - wie etwa das Schmücken des Weihnachtsbaumes oder die gemeinsame Zubereitung des Festmahls - um einen gewaltigen Gefühlsausbruch bei Vater, Oma oder auch den Kindern zu verursachen.
Dass solche Konflikte durchaus einen komischen Aspekt haben und bei Betrachtung aus der Ferne sogar zu wahren Lachanfällen beim Zuschauer führen können, beweisen Ben Stiller und Robert De Niro als ungleiches Schwiegervater-Schwiegersohn-Paar im dritten Teil der erfolgreichen Fockers-Reihe „Meine Frau, unsere Kinder und ich“, der am 23. Dezember Einzug in die deutschen Kinos hält. Und weil es in der Realität weniger lustig ist, selbst in einen Familienzwist mit Focker-Byrnes-Qualität zu geraten, haben wir ein paar nützliche Tipps für Großeltern und Enkel zusammengestellt, die letztlich auch Eltern zu Weihnachten stressfreier machen könnten.
 
Fünf Tipps für Großeltern
- Vorsicht bei der Wahl der Geschenke! Sicher ist es toll, die lieben Enkel mit beeindruckenden Geschenken unter dem reich geschmückten Weihnachtsbaum in Jauchzen zu versetzen. Wenn jedoch die Buntstifte von Mama gegen das Bobbycar von Opa anstinken müssen, ist das Mutterherz schnell gekränkt. Daher gilt es vor dem Kauf, mit den Eltern zu beraten, welches Geschenk alle glücklich macht.

- Das Dekorieren des Weihnachtsbaumes ist in den meisten Familien den Müttern vorbehalten. Eine der letzten Domänen der patriarchischen Gesellschaft, die Frauen für sich behaupten. Bei Einmischung Unbefugter (Vater und Kinder) kann eine Achterbahn der Gefühle – von Wut bis verzweifelter Trauer – bei Müttern ausgelöst werden, die den Frieden des Weihnachtsfestes nachhaltig beeinträchtigen können. Wenn sich dann auch noch Oma über den Willen der Tochter oder Schwiegertochter hinweg setzt ist der weihnachtliche Albtraum perfekt. Daher, Finger weg vom Weihnachtsbaum!

- Die Zubereitung des Festmahls bietet eine wundervolle Gelegenheit, um sich in trauter Familienidylle neben Gemüseschnippeln und Kuchenteigrühren über lustige Episoden der Familiengeschichte auszutauschen. Versuchen Sie sich hier zurückzuhalten und sich auf die Zuarbeit zu beschränken, auch wenn Sie mit viel Erfahrung ein guter Berater sein könnten. Bei Einmischung in die Planung fühlt sich der Küchenchef oder die Küchenchefin eher gestört oder gar bevormundet. Helfende Hände sind immer nützlich und jeder weiß: Viele Köche verderben den Brei!

- Beschäftigen Sie sich mit ihren Enkelkindern! Weihnachten ist die schönste Zeit, um gemeinsam mit den Kleinen die neuen Spielzeuge auszuprobieren. Das hat eigentlich nur Vorteile: Sie können selber mal wieder Kind sein, geben ihren Enkeln die Aufmerksamkeit, die sie brauchen und halten Ihren eigenen Kindern den Rücken frei für Besorgungen oder gar ein Mittagschläfchen am ersten Weihnachtsfeiertag. Es gibt keinen besseren Nährboden für Harmonie!

- Generell gilt zu Weihnachten für Großeltern: Zurückhaltung üben! Im Zweifel sollten Sie der Klügere sein und in Stresssituationen lieber als ruhender Pol das Geschehen beobachten. Das zahlt sich spätestens dann aus, wenn alle Arbeiten erledigt, die Geschenke ausgepackt und die ersehnte friedliche Gemütlichkeit sich unterm Weihnachtsbaum verbreitet.
 
Fünf Tipps für Enkel
- Nicht jeder Wunsch geht in Erfüllung! Ja, das müsst Ihr noch lernen, der eine früher, der andere später. Das Rennauto, der iPod oder gar ein Pony. Was habt Ihr Kinder nicht alles für Wünsche, die die liebe Verwandtschaft oft doch nicht erfüllen kann. Aber seid Euch sicher: Eure Eltern und Großeltern wollen nur das Beste für Euch und haben manchmal sogar noch ein paar Ideen, die Euch nicht gekommen sind und dennoch gefallen. Wenn dann doch mal nicht das richtige Geschenk unterm Baum liegt, gebt Oma trotzdem einen Schmatz!

- Schenkt etwas Selbstgemachtes! Jeder freut sich zu Weihnachten über ein kleines Präsent. Gerade Eltern und Großeltern, die keinen neuen Schlips oder ein neues Paar Socken brauchen, freuen sich erfahrungsgemäß am meisten über eine schöne Zeichnung oder eine mit Hingabe erstellte Bastelei. Verschwendet also nicht Euer Taschengeld für unnütze Alltagsgegenstände, sondern rührt die Herzen Eurer Liebsten mit einer eigenen Kreation!

- Weihnachten ist die Gelegenheit, um zu kriegen, was Ihr wollt! Ihr müsst nur immer zusehen, dass ihr den Richtigen fragt. Oma und Opa sind generell eine gute Adresse, um Süßigkeiten einen Ausflug ins Kino oder noch einen Filmnachmittag auf der Couch zu erwirken. Aber Vorsicht: Ihr müsst den richtigen Moment abpassen, am besten unter vier Augen!

- Zeigt auch mal guten Willen und helft, wenn Mutter den riesigen Weihnachtseinkauf reinschleppen muss oder das Essen für den Weihnachtsabend zubereitet wird. Kleine Handgriffe tun Euch nicht weh und öffnen so manche Tür zu Annehmlichkeiten, die Euch ohne vielleicht verwehrt würden.

- Wenn mal die Luft brennt oder die Verwandtschaft ins Schmücken des Weihnachtsbaumes und in andere Vorbereitungen für das Fest vertieft ist, habt Ihr die Chance, das reichhaltige Fernsehprogramm während der Festtage auszukosten. Dann also auf leisen Solen in die Stube geschlichen, die Tür geschlossen und vor den Fernseher bei Märchenfilmen mal so richtig schön abtauchen.
 
Auch die kleinen Fockers werden sich aus den Streitigkeiten zwischen Opa Jack und Vater Gaylord lieber heraushalten. Ob sie als Kitt?? für den scheinbar unüberbrückbaren Graben zwischen ihren Ahnen dienen können und die beiden zu einem Dream-Team zusammenschweißen, sehen Sie ab dem 23. Dezember, wenn „Meine Frau, unsere Kinder und ich“ in den Kinos anläuft.



 


 
 

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