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Criminal Minds: Skandal um sexuelle Belästigung am Set der Serie größer als gedacht

 
 

Während ein Kameramann vom Set der Crime-Serie Criminal Minds bereits verurteilt wurde, gibt es nun Anklagen gegen Mitwissende auf höchster Ebene. Über der FBI-Sendung liegt seit längerem ein dunkler Schatten, weil zahlreiche sexuelle Belästigungen und Diskriminierungen stattfanden. Hier ist der aktuelle Stand im Fall.

Die spannenden Fälle der TV-Profiler Dr. Spencer Reid (Matthew Gray Gubler) und Penelope Garcia (Kirsten Vangsness) rückten schnell in den Hintergrund, als die Zustände hinter den Kulissen endlich ans Licht kamen. Über mehrere Jahre wurden männliche Mitarbeiter bei den Dreharbeiten sexuell belästigt und diskriminiert vom damaligen Kameramann der Show. Als manche Opfer mit den Vorfällen an ihre Vorgesetzten herantraten, wurden diese kurzerhand gekündigt.

Das missbräuchliche Verhalten wird mehreren Verantwortlichen nun zum Verhängnis. Wie das Online-Portal Klatsch-Tratsch in einem Artikel berichtet, reichte das kalifornische Ministerium für faire Beschäftigung und Wohnen Anklage ein gegen die Unternehmen Walt Disney, ABC und CBS. In der Anklageschrift wird die Mitwisserschaft im Produktionsteam, genauer Erica Messer, Harry Bring und John Breen Frazier, sowie des Regisseurs Glenn Kershaw und der Leiterin der Produktion, Stacey Beneville, erwähnt.

Die ranghohen Verantwortlichen müssen nun Stellung nehmen zu den Vorwürfen, den bereits für schuldig befundenen Kamermann gedeckt und seine Handlungen geduldet zu haben. Statt den Hinweisen der Beschäftigten nach zu gehen, wurden diese von ihren Posten entfernt. Somit konnte der Verurteile über mehrere Jahre am Set von Criminal Minds wirken, ohne eigene Konsequenzen. Deswegen kommt zum Vorwurf des Mitwissens auch der einer Deckung der Straftaten am Arbeitsplatz.

Solch eine Handlungsweise ist leider kein Einzelfall. Das Gefühl der Ohnmacht bei den Opfern wird noch verstärkt, wenn Hinweise gegenüber Vorgesetzten klein geredet oder gar vertuscht werden. Diese Probleme auf Entscheidungsebenen führen immer wieder zu Vorfällen, die ein toxisches Arbeitsklima fördern. Deswegen ist es wichtig, belästigende und diskriminierende Taten sofort zu melden, auch dann, wenn man selbst nicht betroffen ist.

 

 
 

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Autor: Sebastian Lorenz | Gesprächswert: 94%