Wall-E Fakten

24.09.2008 17:22

Was wäre, wenn die Menschheit die verschmutzte Erde verließe, und jemand hätte vergessen, den letzten Roboter abzuschalten?


Das ist die faszinierende wie verrückte Grundidee von WALL-E, dem neuen computeranimierten Geniestreich aus dem Hause Disney/Pixar. Den Zuschauer erwartet eine unbeschreibliche Reise durch Raum und Zeit voller Humor, Herz, Phantasie und viel Gefühl. Mit WALL-E beweisen die Effektzauberer von Pixar einmal mehr ihre Fähigkeit, glaubwürdige Welten zu erschaffen und setzen erneut Maßstäbe, was die Story, die Figuren und die Computeranimation betrifft.


WALL-E ist die neunte Produktion von Disney und Pixar Animation Studios und der sehnlichst erwartete Nachfolger ihres jüngsten Triumphs RATATOUILLE (2007). Der  Film gewann nicht nur einen Oscar® in der Kategorie „Best Animated Feature“, sondern war auch der bestbesprochenste Kinofilm des Jahres 2007 und ein Kassenhit auf der ganzen Welt. Insgesamt spielten Pixars erste acht Filme weltweit atemberaubende 4,3 Milliarden Dollar ein.


WALL-E ist das jüngste Abenteuer von Regisseur und Autor Andrew Stanton, der für FINDET NEMO („Finding Nemo“, 2003) mit dem Academy Award® ausgezeichnet wurde. Er stieß 1990 als zweiter Animator und neunter Angestellter überhaupt zu Pixar, einem damals noch kleinen, aber aufstrebenden Unternehmen. Stanton schrieb an den Storys der ersten fünf Pixar-Filme mit, führte bei DAS GROSSE KRABBELN („A Bug’s Life“, 1998) Co-Regie, war ausführender Produzent von DIE MONSTER AG („Monsters, Inc.“, 2001) und gewann schließlich den Oscar® für FINDET NEMO.


Die Produktion von WALL-E übernahm Jim Morris, der während seiner achtzehnjährigen Tätigkeit bei ILM an einigen der bahnbrechendsten Visual Effects der Filmindustrie beteiligt war (STAR WARS: EPISODE I und II, PEARL HARBOR, ABYSS, drei der HARRY-POTTER-Filme, u. a.). Lindsey Collins fungierte als Co-Produzentin.


Die Originalidee zu WALL-E entstand 1992 bei einem mittlerweile legendären Essen, an dem die Pixar-Pioniere Stanton, John Lasseter, Pete Docter und der inzwischen verstorbene, geniale Story-Erfinder Joe Ranft teilnahmen. Zu der Zeit begann gerade die Produktion ihres ersten Spielfilms TOY STORY (1995) und die Truppe realisierte, dass das nicht ihr letzter Film sein würde. An diesem schicksalhaften Tag diskutierten sie zuerst ihre Ideen für DAS GROSSE KRABBELN, DIE MONSTER AG und FINDET NEMO. Doch bei dem Brainstorming keimte auch ein winziges Ideechen, das einen futuristischen Roboter namens WALL-E betraf. Stanton erinnert sich, wie ihn die Vorstellung fesselte, dass ausgerechnet eine Maschine das Menschlichste war, was im Universum zurückgelassen wurde. Außerdem faszinierte ihn die Idee, dass Alltagsgegenstände nur Kraft ihres Designs große Emotionen auslösen können.   


Die ausdrucksstarken Stimmen der animierten Protagonisten in WALL-E tüftelte der renommierte Sound-Designer und viermalige Oscar®-Gewinner Ben Burtt (E.T. – DER AUSSERIRDISCHE, INDIANA JONES UND DER LETZTE KREUZZUG) aus – der Mann, der dem legendären STAR-WARS-Roboter R2-D2 die „Stimme“ verpasste. Burtt, der Dank dreißigjähriger Erfahrungen im Filmgeschäft als Top-Soundexperte gilt, war von Anfang an in das Projekt involviert. Für WALL-E schuf er eine ganz eigene, visionäre Klangwelt, von den Geräuschen der unterschiedlichen Figuren bis zu der gesamten Ausstattung des Films.


Burtt erklärt: „Bei meiner Arbeit an 'Star Wars' konnte ich viele Erfahrungen sammeln, was die Laute von Robotern und Aliens angeht, aber WALL-E übertraf alles: Für keinen anderen Film musste ich so viele Geräusche erschaffen. Dabei kam es vor allem darauf an, dass die Stimmen der Figuren auf die Zuschauer nicht menschlich wirken würden. Trotzdem sollte sich das Publikum mit den herzlichen und innigen Charakteren identifizieren, als handelte es sich um echte Personen. Am wichtigsten war es, dass die Stimmen nicht wie Maschinen ohne jegliche Persönlichkeit klangen, oder noch schlimmer, nach einem Schauspieler hinter einem Vorhang, der einen Roboter imitiert. Es war schon verrückt, diese Balance hinzubekommen; einen Sound zu erschaffen, der maschinell klang und gleichzeitig die Wärme und Intelligenz – oder wie ich sagen würde: die Seele – eines menschlichen Wesens ausstrahlte.“


Wie immer bei einem Pixar-Film standen auch am Anfang von WALL-E ausgiebige Recherchen des Animationsteams. Die Animatoren beobachteten gigantische Müllpressen und andere Maschinen bei der Arbeit, studierten aus nächster Nähe echte Roboter im Studio und sahen sich viele Klassiker an – vom Stummfilm bis zum Sci-Fi-Film – um tiefere Einsichten in cinematografische Ausdrucksmöglichkeiten zu gewinnen. Getreu des Pixar-Mottos, sich so weit es geht an die Wirklichkeit zu halten, designten die Animatoren die Roboter nach ihren speziellen Funktionsweisen. Das bedeutete, dass sich jeder von ihnen möglichst  nur so eingeschränkt bewegen durfte, wie es seine Bauweise erlaubte, aber trotzdem eine persönlichkeitsstarke Performance hinlegen sollte. Alan Barillaro und Steve Hunter waren Supervising Animators des Films, während Angus MacLane die Animationsregie übernahm.


Produktionsdesigner Ralph Eggleston, zu dessen Credits auch DIE UNGLAUBLICHEN („The Incredibles“, 2005), FINDET NEMO („Finding Nemo“, 2003) und TOY STORY (1999) gehören, ließ sich für den Look des Films von NASA-Zeichnungen aus den 1960ern und 1970ern inspirieren, und darüber hinaus von Original-Konzeptzeichnungen zu Disneylands Tomorrowland von Disney Imagineers. Er erinnert sich: „Wir wollten mit dem Look des Films nicht zeigen, wie die Zukunft sein wird, sondern wie sie sein könnte, was auch viel interessanter ist. Das sollte das Design des Films vermitteln. Wir wollten die Figuren und ihre Welt so gestalten, dass die Zuschauer wirklich glauben, was sie sehen. Die Charaktere und ihre Welt sollten absolut real wirken, nicht realistisch aussehen, aber real im Sinne von glaubwürdig sein.“


Ein hohes Maß dieser Glaubwürdigkeit entstand durch die Art und Weise, wie der Film fotografiert wurde. Jeremy Lasky, Director of Photography for Camera, erklärt: „Der ganze Look von WALL-E ist anders als alles, was es im Animationsfilm bisher gegeben hat. Wir haben uns in einige der essentiellen Sci-Fi-Filme der 1960er und 1970er verbissen, um den Look und die Stimmung unseres Film genau so hinzubekommen. Wir entwickelten unsere Kamera- und Lichttechnik dahingehend weiter, dass WALL-E wirkt, als sei alles, was passiert, tatsächlich gefilmt worden. Wir verwendeten Breitwandformat und eine sehr geringe Tiefenschärfe, um dem Bild eine satte Fülle zu geben. Sie werden unscharfe Hintergründe bemerken, und einige Einstellungen, die fast wie Aquarell-Kompositionen aussehen. Wir verwendeten auch eine ganze Reihe handgehaltener und Steady-Cam-Einstellungen, besonders im Weltraum, um die Zuschauer davon zu überzeugen, dass sie einem Roboter zusehen, der sich durch eine wirkliche Welt bewegt. Eine der größten Neuerungen bei diesem Film war es für uns bei Pixar, dass es erstmals möglich war, die Lichtgestaltung zu visualisieren, bevor wir drehten, sodass wir eine genauere Vorstellung davon hatten, wie ein Bild im fertigen Film aussehen würde. Früher gab es zu einem so frühen Zeitpunkt keinerlei Licht-Informationen.“ Danielle Feinberg fungierte als Director of Photography for Lighting.


Der Original-Score für WALL-E stammt von dem achtfach für einen Oscar® nominierten Thomas Newman, der mit Stanton bereits an FINDET NEMO („Finding Nemo“, 2003) zusammengearbeitet hat. Rock-Legende Peter Gabriel hat für WALL-E eigens einen Song geschrieben und gesungen.


DIE STORY


WALL-E ist eine mitreißende Komödie über einen kleinen, liebenswerten Roboter. Hunderte einsame Jahre lang hat WALL-E das gemacht, wofür er hergestellt wurde: Müll sortieren und zu kleinen Würfeln pressen. Als er eines Tages die atemberaubende Roboterdame EVE trifft, entdeckt er einen ganz neuen Sinn im Leben (vom Krimskrams-Sammeln mal abgesehen). EVE hingegen muss feststellen, dass WALL-E zufällig über die Lösung gestolpert ist, wie man die Erde retten kann. Sie wird in ihre Heimat, oben im All, zurückgepfiffen, um Bericht zu erstatten. Denn die Menschen an Bord des Luxus-Raumschiffs Axiom erwarten sehnsüchtig die Nachricht, dass es ungefährlich ist, nach Hause zurückzukehren. Währenddessen folgt WALL-E seiner Angebeten nach und setzt so eine der unglaublichsten Romantikkomödien in Gang, die die Leinwand je gesehen hat.


DIE FIGUREN


WALL-E ('Waste Allocation Load Lifter Earth-Class', zu deutsch sinngemäß: Müll-Sortierer-Lasten-Heber, Baureihe: Erde) ist der letzte Roboter auf Erden, programmiert, alles aufzuräumen, hübsch gepresst zu einem Abfallwürfel nach dem anderen. Doch im Laufe der letzten 700 Jahre hat sich eine kleine Funktionsstörung entwickelt: eine eigenständige Persönlichkeit. Der kleine Roboter ist höchst neu- und wissbegierig – und nur ein kleines bisschen einsam. WALL-E gehörte zu der Aufräumtruppe, die der Großkonzern 'Buy n Large Corporation' zu Tausenden auf die Erde schickte, um sie zu säubern, während die Menschen auf eine luxuriöse Weltraumkreuzfahrt gehen. Ganz allein, von seinem Kakerlakenfreund Hal mal abgesehen, presst WALL-E jeden Tag gewissenhaft seine Müllwürfel und entdeckt dabei viele Artefakte. Tatsächlich hat WALL-E im Laufe der Zeit einen Schnickschnack-Schatz zusammengetragen, den er bei sich Zuhause, in einem Lastwagen, hütet, und der u. a. aus einem Rubik's Cube®, einer Glühbirne und einem Göffel (halb Gabel, halb Löffel) besteht. WALL-E, in dem ein kleiner Romantiker steckt, träumt jedoch davon, dass er eines Tages jemanden kennenlernt und dass es noch mehr geben muss als diesen monotonen Job.

Sein Traum trägt ihn schließlich weit entfernt in ein Abenteuer, das seine kühnsten Erwartungen übertrifft.


EVE ('Extra-terrestrial Vegetation Evaluator', zu deutsch: Extraterrestrische- Vegetations-Erkunderin) ist ein glatt glänzender, hypermoderner Untersuchungsdroide. Sie ist schnell, sie kann fliegen und sie ist mit einer Laserkanone ausgestattet. EVE, vom Captain der Axiom auch 'Sonde Eins' genannt, gehört zu einer Armada baugleicher Roboter, die in einer geheimen Scanning-Mission auf die Erde geschickt wurden. EVEs Auftrag ist Verschlusssache, und sie ist fest entschlossen, ihre Mission erfolgreich zu erfüllen. Von ihrem neuen Verehrer WALL-E nimmt sie kaum Notiz. Erst als sie eines Tages frustriert eine Pause einlegt, weil sie nicht findet, wonach sie sucht, lernt sie diesen eigenartigen kleinen Kerl näher kennen. Zusammen gehen sie auf eine atemberaubende Reise...


M-O ('Microbe-Obliterator', zu deutsch sinngemäß: Mikroben-Vernichter) ist ein Reinigungsroboter, programmiert, alles zu säubern, was an Bord der Axiom kommt und nach schmutzigem Fremdkörper oder fremdem Schmutzkörper aussieht. M-O flitzt auf seinem Rollerball durch die Axiom und reinigt alle dreckigen Objekte, die er finden kann. Als WALL-E auf dem Raumschiff auftaucht, dreht M-O völlig durch: So einen dreckigen Roboter hat er noch nie gesehen. Ein rasantes Katz-und-Mausspiel beginnt, denn M-O hat es sich zur Aufgabe gemacht, WALL-Es Jahrzehnte alte Dreckschicht abzuschrubben. Obwohl M-O für WALL-E schlicht die Pest ist und er ständig vor ihm flüchtet, werden sie schließlich Freunde und M-O zu WALL-Es treuem Kumpel.


KOMMANDANT ist der derzeitige Kapitän der Axiom, dem riesigen Luxus-Mutterschiff, auf dem Tausende heimatloser Menschen leben. Wie WALL-E ist er in seiner eintönigen Routine gefangen. Er wünscht sich nichts sehnlicher als Abwechslung von dem ermüdenden Kreislauf seines so genannten Lebens. Seine öde Aufgabe besteht einfach darin, den Status des Luftvehikels zu checken und gegen zu checken, gemeinsam mit Otto, dem Autopiloten. Als der Kommandant darüber informiert wird, dass einer der Untersuchungsdroiden eine sehnlichst erwartete Entdeckung gemacht hat, entwickelt er ungeahnte Führungsqualitäten, von denen er selbst nie wusste, dass sie in ihm steckten. Sein Plan ist, die Menschheit auf einen neuen Kurs zu bringen.


OTTO ist der Autopilot des Raumschiffs Axiom, und zwar schon seit 700 Jahren. Sorgfältig programmiert und in der Form eines Lenkrads, verhält er sich kühl, mechanisch und scheinbar pflichtergeben dem Captain gegenüber. Was niemand von der Crew der Axiom weiß: OTTOs Programmierung enthält einen versteckten Auftrag, und der Autopilot ist entschlossen, diese geheime Anweisung rücksichtslos und um jeden Preis auszuführen, egal, welche Konsequenzen das für die Bewohner der Axiom hat.


AUSRANGIERTE BOTS gehören zu den zahllosen Robotern der Axiom, die jede erdenkliche Funktion übernehmen, um den Passagieren des Raumschiffs ihr Luxusleben so angenehm wie möglich zu gestalten. Da selbst in Hunderten von Jahren Maschinen noch nicht unfehlbar sind, landen die Roboter mit Funktionsstörungen in der Reparaturabteilung und werden mit einem roten Kennzeichen markiert. WALL-E freundet sich mit den ausrangierten Bots an, zu denen beispielsweise ein Verschönerungs-Roboter gehört, der seine Kunden hässlicher macht, ein Staubsaug-Roboter, der den Dreck wieder ausspuckt, und ein Regenschirm-Roboter, der in den unpassendsten Momenten auf- und zugeht. Zusammen mit WALL-E bilden die Ausgestoßenen eine Gemeinschaft, die sich 'zusammenschweisst', um das Schicksal der Axiom zum Guten zu wenden.


GO-4 ist der Bootsmann der Axiom, den mit dem Autopiloten ein Geheimnis verbindet. Die umtriebige, pneumatische Kapsel mit einer Warnlampe als Kopf ist pflichtbewusst bis zur Fehlfunktion. 


DIE FILMEMACHER



ANDREW STANTON – Regie/Drehbuch 


Andrew Stanton ist eine der treibenden Kreativ-Kräfte bei Pixar Animation Studios, und dies schon seit 1990. Damals stieß er als zweiter Animator und neunter Angestellter überhaupt zu der kleinen, aber exzellenten Elitetruppe von Computeranimations-Pionieren. Als Vize-Chef der Kreativabteilung überwacht er derzeit die Entwicklung aller Kino- und Kurzfilme des Studios. 


Sein Debüt als Regisseur gab Stanton mit dem alle Rekorde brechenden FINDET NEMO („Finding Nemo“, 2003), der auf einer Originalstory von ihm basierte und für den er auch als Ko-Autor verantwortlich zeichnete. Der Film brachte ihm zwei Academy-Award®-Nominierungen in den Kategorien „Best Original Screenplay“ und „Best Animated Film“ ein, und wurde schließlich mit dem Oscar® als „Best Animated Feature Film“ von 2003 ausgezeichnet – als erster Langfilm von Pixar Animation Studios überhaupt. 


Andrew Stanton war einer der vier Autoren, die 1996 für ihre Arbeit am Drehbuch von TOY STORY eine Oscar®-Nominierung erhielten. Danach war er als Autor an jedem anderen Pixar-Kinofilm beteiligt – DAS GROSSE KRABBELN („A Bug’s Life“, 1998), TOY STORY 2 (1999), DIE MONSTER AG („Monsters, Inc.“, 2001) und schließlich FINDET NEMO. Darüber hinaus war er Co-Regisseur von DAS GROSSE KRABBELN, ausführender Produzent des Oscar® nominierten Hits DIE MONSTER AG und des Academy-Award®-Gewinners RATATOUILLE (2007). 


Stanton kam in Rockport, Massachusetts, zur Welt und erwarb seinen Bachelor of Fine Arts im Fach Character Animation am California Institute of the Arts (Cal Arts), wo er bereits zwei Studentenfilme fertig stellte. In den 80er Jahren startete er seine berufliche Laufbahn in Los Angeles und arbeitete als Animator für Bill Kroyers Studio Kroyer Films und schrieb für Ralph Bakshis Produktion „Mighty Mouse, The New Adventures“ (1987). 



JIM MORRIS – Produktion


JIM MORRIS kam 2005 zu den Pixar Animation Studios. In seiner Funktion als Executive Vice President of Production ist er verantwortlich für die Produktionen der Pixar-Kinofilme, der Kurzfilme, der DVD-Inhalte und der Vergnügungspark-Aktivitäten. Außerdem überwacht er diverse Produktionsabteilungen bei Pixar, darunter die Bereiche für Story, Artwork, Schnitt, Animation, Schattengestaltung, Lichtgestaltung und Technische Leitung. 


Vor seinem Einstieg bei Pixar bekleidete Morris einige Schlüsselpositionen in den unterschiedlichsten Bereichen von Lucasfilm Ltd. Er war Leiter von Lucas Digital Ltd. und überwachte ihre beiden Geschäftsbereiche Industrial Light & Magic (ILM) und Skywalker Sound. Mehr als zehn Jahre lang leitete Morris als ILMs General Manager die über 1400 beschäftigten Künstler und Techniker und damit die größte Visual-Effects-Firma in der Unterhaltungsindustrie. 


Während seiner Amtszeit gestaltete ILM die bahnbrechenden, mit Academy-Awards® ausgezeichneten Visual Effects von JURASSIC PARK (1993), DER TOD STEHT IHR GUT („Death Becomes Her“, 1992) und FORREST GUMP (1994). Zu weiteren Projekten unter seiner Führung zählen MISSION: IMPOSSIBLE (1996), TWISTER (1996), DER SOLDAT JAMES RYAN („Saving Private Ryan“, 1999), STAR WARS: EPISODE I und II (1999 und 2002), DER STURM („The Perfect Storm“, 2000), PEARL HARBOR (2001), MINORITY REPORT (2002), FLUCH DER KARIBIK („Pirates of the Carribean“, 2003), MASTER & COMMANDER – BIS ANS ENDE DER WELT („Master and Commander“, 2003) und drei der HARRY-POTTER-Filme. 


Morris kam 1987 als Produzent für Visual Effects für Filme und Werbespots zu ILM. Nach seiner Beförderung zum Produktionsleiter von ILM überwachte er schließlich sämtliche Produktionen der Firma. Zu seinen Produktions-Credits gehören u. a. ABYSS – ABGRUND DES TODES („The Abyss“, 1989), der mit einem Oscar® in der Kategorie „Best Achievement in Visual Effects“ ausgezeichnet wurde, und ALWAYS – DER FEUERENGEL VON MONTANA („Always“, 1989). 


Vor seiner Tätigkeit bei ILM arbeitete Morris als Executive Producer bei Arnold & Associates, für die er nationale Werbespots hochkarätiger Kunden wie Atari und Chevron produzierte. Davor war er Executive Producer bei One Pass, wo er die Werbefilmproduktion leitete. Außerdem arbeitete Morris für die Produktionsabteilungen von J. Walter Thompson und Foote, Cone & Belding in San Francisco. Darüber hinaus war Morris als Produzent und Regisseur für den PBS-zugehörigen Sender WCNY-TV tätig. Er begann seine Karriere in der Unterhaltungsbranche als Kameramann und Cutter bei dem NBC-zugehörigen Sender WSYR-TV.


Für seine Leistungen wurde Morris sowohl mit dem Producers Guild of America Digital 50 Award als auch mit dem Visual Effects Society Board of Directors Award ausgezeichnet. Derzeit bekleidet er den Chefposten der San Francisco Film Commision. Er erwarb einen Bachelor in Filmwissenschaften und einen Magister in TV- und Radiowissenschaften an der Newhouse School der Universität von Syracuse.



LINDSEY COLLINS – Co-Produktion


LINDSEY COLLINS ist seit 1997 in den unterschiedlichsten Funktionen für die Pixar Animation Studios tätig. Zu ihren Credits gehören DAS GROSSE KRABBELN („A Bug’s Life“, 1998), TOY STORY 2 (1999), FINDET NEMO („Finding Nemo“, 2003) und RATATOUILLE (2007). Außerdem lieh sie in der Originalfassung von Pixars CARS (2006) der Figur Mia ihre Stimme. Bevor sie zu Pixar kam, arbeitete Collins drei Jahre in Disneys Trickfilmabteilung und leitete die Kreativ-Teams der Filme POCAHONTAS (1995), DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME („The Hunchback of Notre Dame“, 1996) und HERCULES (1997). Sie erwarb einen Hochschulabschluss in Diplomacy and World Affairs am Occidental College in Los Angeles.



THOMAS NEWMAN – Musik


THOMAS NEWMAN, achtfach für den Oscar® nominierter Filmkomponist, schuf mit seinem unglaublichen musikalischen Talent, Gespür und Stil den beeindruckenden Score des neuen Pixar-Films WALL-E. Der profilierte Musiker hat in knapp 25 Jahren den Soundtrack für fast 60 Filme komponiert und erhielt für AMERICAN BEAUTY (1999) und die TV-Serie „Six Feet Under – Gestorben wird immer“ einen Grammy®, für letztere außerdem einen Emmy.


Seine Oscar®-Nominierungen erhielt er für die Filme THE GOOD GERMAN (2006), LEMONY SNICKET – RÄTSELHAFTE EREIGNISSE („Lemony Snicket's A Series of Unfortunate Events“, 2004), FINDET NEMO („Finding Nemo“, 2003), ROAD TO PERDITION (2002), AMERICAN BEAUTY (1999), ENTFESSELTE HELDEN („Unstrung Heroes“, 1995), DIE VERURTEILTEN („The Shawshank Redemption“, 1994) und BETTY UND IHRE SCHWESTERN („Little Women“, 1994).


Thomas Newman ist der Sohn des legendären musikalischen Leiters von 20th Century Fox, Alfred Newman, und der Cousin des berühmten Songwriters Randy Newman, der ebenfalls regelmäßig für Pixar komponiert.  

Thomas Newman trifft sich oft mit einem kleinen Ensemble zum Improvisieren, woraus sich dann neue Ideen oder gar Rohmaterialien ergeben, die Thomas später sampelt und direkt in seinen Scores einsetzt. 


Zu seinen weiteren großartigen Filmkompositionen gehören u. a. RECKLESS – JUNG UND RÜCKSICHTSLOS („Reckless“, 1984), DER DUFT DER FRAUEN („Scent of a Woman“, 1992), THE GREEN MILE (1999) und ERIN BROCKOVICH (2000). 

Zu seinen TV-Credits zählen die Titelmelodien der Hit-Serien „Boston Public“ und „Six Feet Under – Gestorben wird immer“.



Der Trailer zum Film




 


 
 

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