Das Vermächtnis des geheimen Buches: Interviews mit den Hauptdarstellern

19.06.2008 17:13

Zum DVD Start am 19.06.2008 von "Das Vermächtnis Des Geheimen Buches" haben wir die Hauptdarsteller nochmal richtig ausgequetscht. Worum geht es im Film und was haben Sie persönlich während der Dreharbeiten erlebt. Aber lest selbst:


Interview Nicholas Cage, (Benjamin Franklin Gates)

Erklären Sie uns ein wenig, was Ben und seine Gang in DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES wieder auf Schatzsuche treibt?

Zunächst einmal sieht er sich in die Pflicht genommen, den guten Ruf seines Ururgroßvaters wiederherzustellen. Thomas Gates war ein Freiheitskämpfer, der in Wirklichkeit die Überzeugungen Lincolns unterstützte. Im Film dagegen erfahren wir, dass er als Sympathisant der Südstaaten hingestellt wird und dass er die verschwundenen Seiten aus dem Tagebuch von Booth verbrannt haben soll, da er auf der Suche nach einem unglaublich wertvollen Schatz war, mit dem eine Rebellion auf Seite der Südstaaten finanziert werden sollte. Die Wahrheit aber ist, dass er verhindern wollte, dass der Schatz in die Hände der Südstaaten fällt. Dann kommt Ed Harris ins Spiel, der im Film behauptet, mein Ururgroßvater habe sozusagen auf der falschen Seite gestanden.

Dieser Film ist nun ihr erstes Sequel. Was hat Sie bewogen, auch bei DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES mitzuwirken?

Ja, das ist tatsächlich so. Beim ersten Film hatte ich einen riesigen Spaß. Jemand hat mal gesagt, das einzige worauf es ankomme sei, ob man die Leute und den Ort mag, wo man arbeitet. Dem kann ich nur beipflichten. Außerdem denke ich, wenn man schon ein Sequel dreht, gibt es wirklich schlimmeres, als junge Leute anzuregen, ihre Geschichtsbücher aufzuschlagen. Es sprach also einiges dafür.

Interessierten Sie sich bereits vor Sie diesen Film für Geschichte?

Oh ja, ich befasse mich gerne mit der Vergangenheit und mit dem, was von ihr übrig ist. Ich mag alte Gebäude und es ist ein Genuss, in London zu drehen, denn in L.A. haben wir ja nichts dergleichen. Abgesehen davon, haben mich Kunst und antiquarische Bücher stets fasziniert. Mir gefällt einfach, wie sie gemacht sind.

Gibt es eine Ära, die Sie besonders interessiert?

Im Augenblick beschäftige ich mich viel mit der Zivilisation der Kelten, ihrem Glauben sowie der ganzen damaligen Zeit, als christliche und heidnische Zivilisationen nebeneinander existierten. Die ganze Verflechtung zwischen ihnen finde ich überaus interessant.

Wie sehr haben Sie angesichts Ihres Geschichtsinteresses das Drehbuch und die Handlung beeinflusst?

Das ist eben einer der Aspekte, die ich an diesem Team besonders schätze. Sie ermutigen einen, hören zu und setzen sich dann noch mal mit den Drehbuchschreibern zusammen. Gelegentlich spreche ich mit den Autoren und erkläre Ihnen, was ich gerne realisieren möchte, und sie geben mir dann Spielraum für Improvisation. Es ist also ein sehr kooperativer Prozess.

DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES ist eine recht einfache Darstellung von Geschichte. Verfolgen Sie auch „ernstere“ Geschichtsfilm-Projekte?

Natürlich, ich bin für alles offen. Das Schöne an einem Popcorn-Movie dagegen ist, dass man ein größeres Publikum anspricht, vor allem das junge Publikum, das man auch stärker begeistern kann, denn ich möchte in der Lage sein, alle Altersgruppen zu erreichen.

Welche Entwicklung macht Benjamin Gates in diesem Film durch. Beim ersten Film überwog in ihm der Held wider Willen…

Wenn ich ihn in eine Schublade stecken muss, dann ist er teils ein Spießer, teils ein besserer Straftäter. Ich meine schon, das Beutemachen gefällt ihm und gibt ihm einen Stoß Adrenalin. Er macht dies aber auch, weil ihm sein Großvater ein Geheimnis verraten hat, als er noch ein Kind war, und ich glaube, dass er deshalb das Schatzsuchen als persönlichen Auftrag ansieht. Das nimmt er sehr ernst und ich würde sagen, dass er tatsächlich an eine Art altmodischen, geradezu altertümlichen Ehrenkodex glaubt, der heutzutage fremd wirkt.

Wie wird Ihre Rolle aufgefrischt?

Indem neue historische Themen ins Spiel kommen. Diesmal werden die indianischen Kulturen der Azteken und Olmeken berührt, es geht um den Attentäter Lincolns, John Wilkes Booth, das Gold der Südstaaten und den Sezessionskrieg. Ich versuche daher, die Geschichte zu betrachten wie Basil Rathbone seine Sherlock-Holmes-Filme. Jede Episode war ein völlig neues Abenteuer, bei dem er zusammen mit Doktor Watson unterschiedlichste Fälle aufzuklären hatte.

Trifft Ben den Charakter, den Sie am liebsten verkörpern?

Nun, ich mag Stanley Goodspeed (The Rock – Entscheidung auf Alcatraz) sehr gern. Ich mag solche untypischen Helden, von denen man als allerletztes erwarten würde, dass sie eine Mission hinbekommen. Doch muss ich dazusagen, dass mir Ben Gates wohl mehr Gelegenheit bietet, um ein vielseitiges Abenteuerspektrum zu entwickeln.

Es war auch mal die Rede von einer Fortsetzung von „The Rock“…

Sean Connery und ich sind gute Freunde und ich wette, dass er mitmachen würde. Es wäre phantastisch, denn ich arbeite sehr gerne mit ihm und würde liebend gerne wieder einen Film mit ihm machen. Es war mal im Gespräch, aber ich weiß nicht, was daraus wurde. Ich glaube es war halt eine zu harte Nuss, weil „The Rock“ eben Alcatraz ist, und das haben wir schon gemacht. 

Haben Sie früher schon mal Sequels abgelehnt?

Ich bin ihnen immer aus dem Weg gegangen, da mir früher der Gedanke, mich zu wiederholen, eigentlich nicht zusagte. Doch in diesem Fall hatte ich den Eindruck, dass jede Episode ein vollkommen neues Abenteuer voller Möglichkeiten in sich birgt, allein schon deshalb, wie die Rolle angelegt ist, nämlich als Geschichtsdetektiv.

Der Originaltitel lautet „National Treasure“, im Grunde genommen wäre „International Treasure“ passender…

In gewisser Hinsicht stimmt das. Mir gefällt dieser Gedanke eines solchen Titels. Hoffentlich wird daraus irgendwann mal eine neue Folge: International Treasure.

Wie stark wiegen Ihre italienische Wurzeln?

Sie sind mir sehr wichtig. Mein Vater war sehr stolz darauf, Italiener zu sein, und ich bin in diesem kulturellen Umfeld aufgewachsen. Allerdings tendiere ich eher zu einer internationalen Sichtweise. Nach meiner Auffassung wird der Friedensgedanke von einer kosmopolitischen Haltung getragen und ich denke, wenn man sich von Nationalstolz treiben lässt, verfällt man leicht gefährlichen Gedankengängen. Daher betrachte ich mich selbst lieber als Weltbürger.

Was lesen Sie und woher beziehen Sie Ihre Informationen zu politischen oder aktuellen Themen?

Ich habe meine eigenen Ansichten, diesen Anspruch nehme ich für mich ein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand besser als die anderen sein soll. Wenn ich in einem anderen Land bin, versuche ich daher, mich irgendwie als Mitbürger zu sehen; so lassen sich besser Beziehungen herstellen.

Welche Gedanken bewegten Sie bei der Arbeit zu einem Film wie World Trade Center?

Das hat sich wirklich zugetragen und ist eine Tatsache, die es zu erinnern gilt. Es geht weniger um Politik als um ein Stück Geschichte. Was sich dort zutrug, kann sich überall ereignen und ist auch anderswo rund um die Welt geschehen, weshalb jeder einen Bezug dazu hat. Letzten Endes handelt die Geschichte vom Überleben. Ob sie sich nun in Amerika, in England oder in Asien zuträgt, ist unwesentlich. Wie können Leute auf dem Grund eines Schachts mit all den Trümmern über ihnen überleben? So schlicht und einfach sehe ich das. Auch halte ich es für wichtig, diese historischen Ereignisse mit Tatsachen zu dokumentieren, vor allem für Kinder, denn sie stellen Fragen und wollen wissen, was geschah.

Die letzten Jahre waren sehr arbeitsintensiv für Sie. Haben Sie da noch Zeit, Ihren eigenen Interessen nachzugehen?

Für mich hängt beides zusammen. Wenn mich etwas persönlich interessiert, schlägt es letztendlich in meiner Arbeit durch, was sie auch glaubhaft macht. Nur wenn ich daran arbeite und ausdrücke, was mir wirklich wichtig ist, kann ich auch überzeugend sein.

Mit Jerry Bruckheimer haben Sie bereits mehrmals gearbeitet. Was macht die Arbeit mit ihm so interessant?

Vor allem die Tatsache, dass es eine sehr enge Zusammenarbeit ist. Ein wenig ähnelt das einem Hochseilakt, es ist einem stets ein wenig bange, da man nicht genau weiß, was bevorsteht und wann man es macht. Andererseits verleiht es der Arbeit eine gewisse Spontaneität. Wenn man sich gern auf ein Hochseil stellt, dann ist das genau die richtige Arbeitsmethode und ich neige sowieso dazu, gern Risiken einzugehen. 



Interview Justin Bartha, (Riley Poole)

Worin unterscheidet sich Riley in DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES gegenüber dem ersten Film?

Na ja, bei Riley kommt etwas mehr der Abenteurer durch, wobei ich in der Körpersprache eher die Darstellungsweise von Stummfilmen suche in der Art eines Charlie Chaplin oder etwa der körperlichen Ausstrahlung von Buster Keaton. Hoffentlich kommt dabei eine Menge Physical Comedy rüber. Riley ist nach wie vor der Klugscheißer, doch glaube ich, dass viele der anderen Rollen auch Comedy-Elemente haben, womit der Film insgesamt noch amüsanter und unterhaltsamer werden dürfte.

Wann erfuhren Sie, dass Sie wieder mit von der Partie sein würden?

Ich denke, wir rechneten alle damit, nachdem der erste Film ein derartiger Erfolg war. Es brauchte allerdings eine Weile, das Drehbuch so weit fertig zu stellen, dass auch jeder damit zufrieden war. Ich glaube, viele Sequels werden übereilt produziert, wenn der erste Film gewinnbringend ist, nach dem Motto: „Mensch, lasst uns schnell mit dem Zweiten Kasse machen“. Man muss schon Jerry, Jon und Nic zugute halten, dass sie erst dann loslegen, wenn jeder mit dem Plot und dem Drehbuch hundertprozentig zufrieden ist.

Haben Sie diesen Prozess immer verfolgt?

Natürlich, sie haben uns stets wissen lassen, dass sie uns alle wieder dabei haben wollten. Das war eben das Schöne am ersten Film, dass es gerade am Beziehungsgeflecht zwischen allen Rollen lag, dass der Film funktionierte. Das heißt, man weiß noch genau, wie sich die Charaktere zueinander verhalten und weniger was sie genau tun, darum geht es nicht. Ja ich glaube schon, dass ich den ganzen Prozess genau verfolgt habe, ich war scharf darauf weiterzumachen. Denn von der Arbeit am ersten Film war ich begeistert. Ich mochte die Leute, mit denen ich zusammengearbeitet habe. Ich hatte viel Spaß, es war eine tolle Zeit.

Wie wird Riley nun in die Handlung von DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES hineingezogen?

Nun, Ben braucht mich eben. Ich glaube, allen ist klar, dass zum Film unbedingt auch Riley gehört. Nein, ich bin Bens Spezialist, wenn es um Technik geht, sein bester Kumpel. Ich habe also all mein Geld aus dem ersten Schatz verspekuliert und obendrein noch Schulden beim Finanzamt gemacht, abgesehen davon, dass ich viel Geld für Klamotten ausgebe.

Hat sich die Beziehung zwischen Ben und Riley geändert?

Ganz erheblich sogar. Auch das Verhältnis zwischen den Rollen von Nicolas und Diane, nämlich Ben und Abigail, hat eine Wandlung durchlaufen. Riley ist indessen Schriftsteller geworden. Er hat ein Buch über Geheimbünde und den Schatz der Tempelritter verfasst und auch selber veröffentlicht. Daher hält er sich für einen Fachmann auf diesem Gebiet. Er steht jedenfalls stets auf Bens Seite und ist immer für ihn da. Die wichtigste Beziehung, die sich verändert hat, ist allerdings die zwischen Ben und Abigail.

Konnten Sie eigene Ideen in Ihre Rolle einfließen lassen bei dieser Fortsetzung?

Genau das ist so phantastisch an ihnen. Ich sage es, selbst wenn ich mich nicht wiederholen will, da es klingt, als ob die mich dafür bezahlen. Bevor wir anfingen, trafen wir uns zu einer ersten Leseprobe, bei der Jerry und Jon sich mit jedem zusammensetzten und uns fragten, ob wir irgendwelche Szenen vermissten oder bestimmte Aspekte unserer Charaktere vertieft sehen wollten. Sie haben daraufhin eine ganze Menge unserer Anregungen aufgegriffen. Das war prima, da es einige Kleinigkeiten gab, die ich für wichtig hielt, vor allem um Rileys Bedeutung für die Story zu unterstreichen. Mein Hauptanliegen war, dass ich in DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES stärker involviert sein wollte. Es geht um das Buch des Präsidenten, das alle Staatsgeheimnisse der Regierungen davor enthält, von der Ermordung JFKs bis zur Geheimbasis Area 51. Das entspricht meiner Rolle, denn Riley war schon immer für Verschwörungstheorien offen. Gerade das wollte ich stärker betonen, indem er zu einem überzeugten Verschwörungstheoretiker wird, schließlich hat er ein Buch darüber verfasst. Da sich die ganze Suche im Grunde genommen um diese Verschwörungstheorien dreht, wollte ich diesen Aspekt stärker einflechten.

Sind Sie ein Verschwörungsnarr, glauben Sie irgendwas davon?

Oh ja. Ein Narr bin ich zwar nicht darin, aber ich lese gerne darüber. Ich bin durchaus skeptisch gegenüber den Informationen, mit denen wir gefüttert werden, besonders bei amerikanischen Journalisten, denn uns wird eine reichlich verwässerte Darstellung der Wirklichkeit aufgetischt. Daher denke ich bei jeder Nachricht darüber nach, was wohl die ‚eigentliche Story‘ sein mag. Selbst bei BBC gewinnt man ein klareres Bild der Lage als wenn man unsere Nachrichten sieht oder unsere Regierung hört. Ich mag politische Verschwörungstheorien. 
Tatsächlich bin ich auch überzeugt, dass es Außerirdische gibt.

Hat der erste Film Einfluss auf Ihre Karriere gehabt?

Man ist viel stärker exponiert und sicherlich wird man von vielen Leuten erkannt. Das heißt nicht, dass ich hier im Privatjet angeflogen wäre. Vor „Das Vermächtnis der Tempelritter“ habe ich in einer Reihe von Filmen ernstere Rollen gespielt und nur Drehbücher zu so was bekommen. Es ist interessant, wie unterschiedlich einen die Filmindustrie einstuft, je nach dem welche Rolle man gerade spielt. Zuerst dachte jedermann, ich sei dieser überaus ernste und konzentrierte Typ, der zu niemandem spricht. Tatsächlich sagten mir einige Leute: „Ich habe gehört, Du wärest ein richtiger Idiot und völlig methodischer Schauspieler“. Nach diesem Film schwang die Meinung um und jedermann sagte: „Hey, du bist doch dieser lustige Typ“, das ist eben Hollywood. Du bist halt nur so gut, wie deine letzte Rolle. 

Welches Genre ziehen Sie vor, Komödie oder Melodram?

Ich mag beides, Komödien begeistern mich allerdings mehr. Sie haben einen ganz besonderen Reiz und eine Comedy verlangt einem im Film schon viel ab, da man nie weiß, ob es auch wirklich lustig wird. Man kann nicht absehen, ob das Publikum auf einen Witz ansprechen wird, den man vor etwa einem Jahr gerissen hat. 

Wer ist Ihr schauspielerisches Vorbild?

Ein wirkliches schauspielerisches Vorbild habe ich nicht. Mein Vater ist sicherlich ein Vorbild für mich, doch bin ich irgendwie stolz, als Schauspieler meinen eigenen Weg zu gehen. Es gibt da draußen jede Menge grandiose Schauspieler und Nicolas gehört ganz entschieden zu meinen Lieblingsdarstellern. Viele von denen, die ich bewundere, sind bei diesem Film dabei, insofern bin ich ein Glückspilz. 


Interview Diane Kruger (Abigail Chase)

Können Sie uns ein bisschen über DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES erzählen und inwieweit sich Ihre Rolle als Abigail entwickelt hat?

Na ja, zu Beginn des Films entwickelt sich die Beziehung zwischen Ben und Abigail stark und wir erfahren, was sich zwischen ihnen geändert hat. Beispielsweise werden Ben und Abigail am Ende des ersten Films sehr wohlhabend, womit sich auch ihr Lebensstil beachtlich wandelt. Danach durchläuft ihre Beziehung eine Krise und Abigail kehrt in ihr altes Leben zurück. Sehr bald bemerkt sie jedoch, dass ihr Leben sie langweilt und sie die Aufregung bei der Schatzsucherei vermisst.

Im ersten Film wurden ja einige Stunts verlangt. Haben Sie auch in DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES welche gemacht?

Ein wenig, aber ehrlich gesagt, die richtige Stunt-Arbeit mag ich nicht so sehr. Dafür gibt es Profis, die entsprechend trainiert sind, weshalb ich ihnen auch gerne den Vortritt lasse. Ich habe ein hervorragendes Double, das die meisten der waghalsigen Stunts übernimmt.

Können Sie uns etwas über die neuen Rollen im Film erzählen?

Ja, Ed Harris und Helen Mirren sind zwei fabelhafte Bereicherungen in der Besetzung. Ed mimt den Bösewicht des Films, Jeb Wilkinson. Er ist hervorragend im Film und ich arbeite wirklich gern mit ihm. Er hat für mich tatsächlich etwas von einem Mentor. Auch Helen Mirren ist zu uns hinzugestoßen und spielt Bens Mutter. Sie ist wirklich völlig cool und entspannt. Bei einigen Szenen hatte sie sogar ihren Text vergessen!

Haben Sie noch engen Kontakt zu den anderen Schauspielern?

Aber selbstverständlich. Seit unserem letzten Film hatte ich weiterhin Kontakt zu Nick und Justin. Wir kommen alle gut miteinander aus. Gestern Abend sind wir übrigens alle zusammen essen gegangen. 

Was halten Sie allgemein von Sequels?

Das war nun mein erstes Sequel. Davor wollte ich so etwas eher nicht machen. Allgemein stehe ich Sequels skeptisch gegenüber, als ich jedoch das Drehbuch zu DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES las, hatte ich dazu ein viel besseres Gefühl. Es gibt einige gute Sequels, die Bourne-Trilogie finde ich zum Beispiel toll.

Wie sind Sie zur Schauspielerei gekommen?

In meiner Jugend habe ich getanzt. Damit bin ich auf den Geschmack gekommen, auf der Bühne zu stehen. Ich studierte beim Royal Ballet hier in London, doch leider erlitt ich eine Verletzung, womit meine Tanzkarriere beendet war. Daraufhin kehrte ich nach Hause zurück, modelte ein wenig und begann schließlich mit der Schauspielerei. 

Fühlen Sie sich unter Druck, nun als Hollywood-Star auf ihre Figur achten zu müssen?

Nein. Ich fühle mich überhaupt nicht unter Druck, eine gute Figur zu wahren. Das mag daran liegen, dass ich nicht in Los Angeles lebe, aber ich war mit meinem Aussehen eigentlich immer ziemlich zufrieden. 

Sie arbeiten in L.A., leben aber in Europa. Fühlen Sie sich mehr als Europäerin oder als Amerikanerin?

Ich lebe in Paris, da fühle ich mich wahnsinnig wohl. Ich möchte unbedingt weiterhin in Europa wohnen bleiben, da ich das Hollywood Klischee nicht so sehr mag. Meine Freunde würden wahrscheinlich sagen, dass ich sehr deutsch bin, weil ich bestimmte Charaktereigenschaften habe. Zum Beispiel bügele ich die Tischdecken! Trotzdem fühle ich mich sehr als Weltbürgerin und nicht so stark an eine bestimmte Nationalität gebunden.

 


 
 

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