Die Entführung Der U-Bahn Pelham 123: Denzel Washington und John Travolta über ihre Rollen

15.09.2009

Regisseur Tony Scott inszeniert in seinem Actionthriller Die Entführung Der U-Bahn Pelham 123 (Kinostart: 24. September) ein mitreißendes Katz- und Mausspiel. Dabei tritt ein gewöhnlicher, überforderter Fahrdienstleiter – gespielt von DENZEL WASHINGTON – gegen einen launenhaften, von Rache getriebenen Killer an, der von JOHN TRAVOLTA verkörpert wird.

Denzel Washington fand die Rolle des Fahrdienstleiters Walter Garber besonders attraktiv, weil sie eine höchst ungewöhnliche Figur ins Zentrum eines Actionthrillers stellt: „Er ist kein Cop – er ist ziviler Beamter“, erläutert der Schauspieler. „Als er mit den Forderungen von Ryder konfrontiert wird, fragt er sich: ,Wo ist der Verhandlungsführer für Geiselnahmen? Hiermit kenne ich mich nicht aus!‘ Walter Garber ist kein Superheld. Er hat Angst.“ Und gerade deshalb kam für diese Rolle für die Filmemacher nur ein Schauspieler in Frage: „Nur ein Schauspieler wie Denzel Washington, mit seiner kraftvollen Leinwandpräsenz und seinem gewaltigen Talent ist in der Lage, eine so gewöhnliche Figur in einem so gewöhnlichen Schreibtischjob so interessant darzustellen“, sagt Drehbuchautor Brian Helgeland.

Bei den Vorbereitungen für seine Rolle sprach Washington mit U-Bahn-Arbeitern, darunter Veteranen, die nach 60 Jahren gerade in Rente gegangen waren. Er freundete sich außerdem mit Joseph Jackson an, einem Fahrdienstleiter im Rail Control Center. Von ihm lernte Washington: Die wichtigste Eigenschaft eines Fahrdienstleiters ist es, in einem Notfall die Ruhe zu bewahren. Bei seinen Beobachtungen des Fahrdienstleiters war Washington „wie ein Computer – er speicherte alles ab“, erinnert sich Produzent Todd Black. „Denzel schaute schweigend zu, dann stellte er ein paar Fragen. Er weiß, wie er reale Menschen verkörpern kann, ihre Gesten einfangen und Dinge, die sie sagen, wiedergeben kann. Es gibt keinen anderen, der das so gut kann.“

Nachdem die Besetzung von Garber feststand, war die Liste von Schauspielern, die der dynamischen Leinwandpräsenz von Denzel Washington standhalten können, sehr kurz. Die Rolle von Ryder verlangte nach einem Schauspieler, der die Figur überlebensgroß verkörpern kann. Auf John Travolta traf dies zu. „Wenn man ihm eine so imposante Rolle gibt, weiß Travolta, wie er sie mit Farbe und Energie füllen kann. Kaum ein anderer Schauspieler ist dazu in der Lage“, meint Produzent Todd Black.

Und John Travolta war begeistert von den Möglichkeiten, die ihm seine Figur bot: „Einen Schurken zu spielen hat etwas ungeheuer Befreiendes, weil sich die Helden immer zurückhalten müssen“, sagt er. „Bei einem Bösewicht kannst du deine eigene moralische Palette in verschiedenen Abstufungen schaffen – und zwar in der ganzen Bandbreite deines Gebarens. Ich kann wild, ruhig, durchgeknallt oder charmant sein … alles, was ich will.“

Das Ziel von Ryders Zorn ist New York City als lebende, atmende, byzantinische Einheit, die Leben zerstören kann. „Er hat einen Groll gegen die Stadt entwickelt, fühlt sich verraten und schlecht behandelt“, erklärt Travolta. „Ich habe mich entschlossen, dass dies bis zu einem gewissen Grad Kalkül ist, aber gleichzeitig ist er ein Typ, der auf Stimulation stark reagiert, und man kann seine Knöpfe drücken: Wenn man ein falsches Wort sagt, flippt er aus.“

Über die Schauspieler:

DENZEL WASHINGTON (Walter Garber)
Der zweifache Academy-Award®-Gewinner Denzel Washington ist ständig in Bewegung und sucht stets nach neuen Herausforderungen – was auch seine vielfältigen Filme und Rollen bezeugen. Von Trip, jenem verbitterten, flüchtigen Sklaven in Glory (Glory, 1989) bis hin zu dem südafrikanischen Freiheitskämpfer Steven Biko in Cry Freedom(Schrei nach Freiheit, 1987) oder dem harten Detective Alonzo in Training Day (Training Day, 2001): Denzel Washington hat die Zuschauer mit einer einzigartigen Bandbreite von Charakteren erfreut und unterhalten, die er sich stets zu eigen gemacht hat. Zu seinen jüngsten großen Rollen zählte The Great Debaters (2007), den Washington mit sich selbst und seinem Academy-Award®-ausgezeichneten Kollegen Forest Whitaker in den Hauptrollen inszenierte.

JOHN TRAVOLTA (Ryder)
John Travolta wurde bislang zweimal mit einer Academy-Award®-Nominierung geehrt – zuletzt für seine mitreißende Darstellung als philosophierender Killer in Quentin Tarantinos Pulp Fiction (Pulp Fiction, 1994). Für diese hoch gelobte Rolle erhielt er auch BAFTA- und Golden-Globe-Nominierungen und wurde – neben anderen renommierten Auszeichnungen – von der Los Angeles Film Critics Association zum Best Actor gekürt. Als Mafioso, der sich als Filmproduzent versucht, gewann Travolta inGet Shorty (Schnappt Shorty, 1995) den Golden Globe Award in der Kategorie Best Actor in a Motion Picture, Musical or Comedy.

John Travolta stand in einigen der monum<entalsten Filme unserer Generation vor der Kamera – dazu zählt natürlich seine Oscar®- und Golden-Globe-nominierte Rolle in dem Blockbuster Saturday Night Fever (Nur Samstag Nacht, 1977), der in den siebziger Jahren für das Disco-Phänomen verantwortlich war. Zuletzt verkörperte John Travolta in der Musical-Sensation Hairspray die Rolle der Edna Turnblad und bekam begeisterte Kritiken sowie eine Golden-Globe-Nominierung.

Zum Inhalt des Films:
Der U-Bahn-Zug Pelham 123 wird zum Schauplatz eines brutalen Raubüberfalls, als bewaffnete Männer ihn in ihre Gewalt bringen und die Passagiere samt Zugführer als Geiseln nehmen. Anfangs reagieren alle mit ungläubigem Staunen, wie jemand so verrückt sein kann, einen Zug zu kapern – doch der altgediente Fahrdienstleiter der New Yorker Subway, Walter Garber, weiß es bald besser. Denn der kaltblütige Anführer der Bande hat alles bis ins kleinste Detail durchgeplant. Er fordert ein saftiges Lösegeld innerhalb von einer Stunde – ansonsten wird er damit anfangen, Geiseln zu töten.



 


 
 

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