Dreharbeiten zu Almanya abgeschlossen

17.12.2009 22:30

Nach mehreren Wochen Dreh in der Türkei hat die Münchner Filmproduktion ROXY FILM nun die Dreharbeiten zu ihrem neuesten Projekt Almanya in München beendet. Gedreht wurde von Ende Oktober bis Mitte Dezember 2009 in der Türkei, anschließend in München und Umgebung, u. a. in Freimann, in Schwabing, im Schloss Schleißheim bei München sowie in Augsburg.

Regie führt Yasemin Samdereli, die 1973 in Dortmund geboren wurde und an der HFF München studierte. Zusammen mit ihrer Schwester Nesrin hat sie mit Almanya ein sehr persönliches Drehbuch verfasst, das sie nun als ihren ersten Kinofilm umsetzen konnte.

In den Hauptrollen spielen FAHRI OGÜN YARDIM ("66/67", "Männerherzen", "Tod aus der Tiefe") und VEDAT ERINCIN ("Evet, ich will"), DEMET GÜL ("Tatort: Häschen in der Grube") und LILAY HUSER ("Türkisch für Anfänger") sowie DENIS MOSCHITTO ("Chiko", "Deutschland 09", "1 ½ Ritter") und PETRA SCHMIDT-SCHALLER ("Ein fliehendes Pferd", "Der Seewolf", "Die Wölfe"). Das Schauspielerensemble wird in Gastauftritten ergänzt durch AXEL MILBERG, KATHARINA THALBACH, WALTER SITTLER, JULE RONSTEDT, AGLAIA SZYSZKOWITZ, ANTOINE MONOT JR., SASKIA VESTER, OLIVER NÄGELE, TIM SEYFI u. v. a.

Bin ich Deutscher oder Türke? Das ist die Frage, die sich nicht nur der 6-jährige Cenk (Rafael Koussouris) an seinem ersten Schultag stellt, als er beim Fußballspiel auf dem Schulhof weder von den türkischen noch den deutschen Mitschülern in die Mannschaft gewählt wird. Auch seine 25-jährige Cousine Canan (Aylin Tezel) steht zwischen diesen beiden Welten und weiß nicht, wie sie ihrer Familie erklären soll, dass sie mit ihrem englischen Freund ein Kind erwartet.

Für Canans Großvater Hüseyin (Vedat Erincin), der vor 45 Jahren nach Almanya kam, ist Deutschland jetzt längst zur Heimat der Familie geworden. Eines Abends beim Familientreffen überrumpelt er seine Lieben mit der überraschenden Nachricht, er hätte in der Türkei ein Haus gekauft und wolle nun mit allen Familienmitgliedern in seine alte Heimat reisen. Widerspruch duldet er nicht.

Einige Tage später bricht die ganze Familie wohl oder übel in Richtung Türkei auf. Erinnerungen an die Zeit des Aufbruchs aus der alten Heimat werden lebendig und Cenk erfährt, wie sein Großvater in den 1960er Jahren als einer der ersten Gastarbeiter nach Deutschland kam, wenige Jahre später seine Frau Fatma und die drei Kinder zu sich holte und wie die Familie Deutschland als fremdes und faszinierendes Land erlebte. Doch dann nimmt die Reise eine unerwartete Wendung - und alle Familienmitglieder müssen sich die Frage nach ihrer Identität stellen.



 


 
 

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