Neue Heimat: Die neue Filmreihe im Kino

16.09.2009

Unter dem Namen Neue Heimat wird X Verleih ab Oktober 2009 Filme ins Kino bringen, die ein besonderes Augenmerk auf die aktuelle gesellschaftliche und politische Situation in Deutschland werfen. Den Anfang der neuen, unregelmäßigen Reihe bilden GÜNTER WALLRAFF: SCHWARZ AUF WEISS und WELTSTADT.

GÜNTER WALLRAFF: SCHWARZ AUF WEISS
EINE REISE DURCH DEUTSCHLAND

Ein Film von: Pagonis Pagonakis, Susanne Jäger, Gerhard Schmidt & Günter Wallraff
Regie: Pagonis Pagonakis & Susanne Jäger; Produzent: Gerhard Schmidt
Eine Produktion von: Captator Film in Koproduktion mit: WDR und ARTE

KINOSTART: 22. Oktober 2009

Günter Wallraff unterwegs – Der bekannte Journalist und Buchautor auf einer Reise durch Deutschland. Unerkannt und undercover ermöglicht eine neue Identität dem Film dank versteckter Kamera einen kontroversen und entlarvenden Blick hinter die Fassade unserer Gesellschaft. Bilder und Situationen, die polarisieren, aber auch immer eines zeigen: ein ungeschminktes Bild unserer Wirklichkeit. Mehr soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden.

WELTSTADT
Buch und Regie: Christian Klandt; Produzent: Martin Lischke
Mit: Florian Bartholomäi, Gerdy Zint, Karoline Schuch, Hendrik Arnst, Justus Carrière u.v.a.
Eine Produktion von: Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Koproduktion mit: ARTE

KINOSTART: 05. November 2009

Der international mit Preisen ausgezeichnete Film von Nachwuchs-Regisseur Christian Klandt ist das spannende Portrait einer deutschen Kleinstadt und ihrer Bewohner 24 Stunden vor einer schrecklichen Straftat – nach einer wahren Begebenheit: In der Nacht zum 16. Juni 2004 überfielen zwei Jugendliche in einer malerischen Kleinstadt in Brandenburg einen schlafenden Obdachlosen. Als sie bemerkten, dass er keine Wertsachen bei sich trug, schlugen sie ihn und steckten ihn anschließend in Brand. WELTSTADT erzählt die Geschichte der Täter aber auch der Bewohner dieser Stadt. Menschen, die miteinander leben, die einander beeinflussen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Geschichten, die jeden Tag überall in Deutschland passieren. Doch niemand beachtet sie.

WELTSTADT zeigt eine Momentaufnahme unserer heutigen Gesellschaft – eine Gesellschaft, die von finanziellen und sozialen Nöten geprägt ist, in der die Menschen durch Arbeitslosigkeit, Zukunftsangst und Perspektivlosigkeit allzu oft das Träumen vernachlässigen, eine Gesellschaft, in der Verrohung, Resignation und Frust eine aggressive Jugendsubkultur hervorbringen. WELTSTADT ist ein Film der beschreibt, ohne zu verurteilen, der versucht, den Ausbruch der Gewalt nicht verständlich aber verstehbar zu machen, der sich trotz aller Konflikte traut, das Lachen und die Poesie im Alltag einer Kleinstadt zu zeigen.

Regisseur Christian Klandt ist, wie sein Kameramann René Gorski, in der Stadt aufgewachsen, in der die Tat geschah. Mit ihrem Film haben sie bereits weltweit auf zahlreichen Festivals Preise gewonnen, unter anderem den „Silver Zenith“ des Montréal World Film Festival.

GÜNTER WALLRAFF: SCHWARZ AUF WEISS und WELTSTADT – zwei Filme, zwei Genres, zwei Generationen, aber eine Aussage: Es gibt sie, die engagierten Filmemacher, die Stellung beziehen, die Missstände aufzeigen, ohne zu indoktrinieren, die eine interessierte Öffentlichkeit zum Nachdenken anregen und zugleich unterhaltsam sind.



 


 
 

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