Suffragette: Die Filmemacherinnen und Darstellerinnen

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11.01.2016 10:33
 

„Der Film handelt von Frauen. Von Frauen, die eine Stimme einfordern, für eine Stimme kämpfen, eine Stimme erhalten“… Produzentin Faye Ward bringt die Story von SUFFRAGETTE (Kinostart: 4. Februar 2016) auf den Punkt. „Aber natürlich hat der Film für alle eine Relevanz – für Männer und für Frauen – für alle, die sich für soziale Gerechtigkeit, soziale Gleichstellung und für das Verlangen jedes Menschen nach Wertschätzung interessieren.“ An der Produktion von SUFFRAGETTE wirkten vor und hinter der Kamera besonders viele starke Frauen mit: von der Regie, über das Drehbuch bis hin zu den populären Darstellerinnen.

Sarah Gavron (Regie): Mit BRICK LANE (2007) gab Sarah Gavron ihr Kinolangspielfilmdebüt, aus dem gleich der Alfred Dunhill Talent Award sowie Nominierungen für weitere wichtige Auszeichnungen resultierten. Zuvor war sie für ihre Arbeit im TV als Beste Newcomerin bereits unter anderem mit einem BAFTA® Television Award, einem Royal Television Society Award und einem Women in Film and TV Award ausgezeichnet worden. Das Branchenblatt „Variety“ listete sie im Rahmen des Sundance Film Festival in den „Top Ten Directors to Watch“. Für Film4 entwickelt Gavron derzeit das Projekt UNLIKELY PILGRIMAGE OF HAROLD FRY. Dass Sarah Gavron überhaupt jemals eine Karriere als Filmemacherin einschlagen würde, zeichnete sich in frühen Jahren noch nicht ab. Wie sie verriet, hatte sie diesen Beruf gar nicht im Auge, da er für sie aufgrund fehlender weiblicher Vorbilder als für Frauen nicht geeignet erschien.

Abi Morgan (Drehbuch): Abi Morgan ist Autorin zahlreicher Fernsehproduktionen, für welche sie unter anderem mit einem Emmy® ausgezeichnet wurde. Die von ihr für BBC und Kudos geschriebene sechsteilige Serie „River“ befindet sich derzeit in der Postproduktion. Zu Morgans Arbeiten als Drehbuchautorin für das Kino zählen BRICK LANE (2007), DIE EISERNE LADY (2011), SHAME (2011) und Ralph Fiennes’ THE INVISIBLE WOMAN (2013). Derzeit ist sie unter anderem mit der Entwicklung von UNSERE KLEINE FARM für Sony beschäftigt. Dass die Finanzierung von SUFFRAGETTE einfacher gewesen wäre, würde der Film sich um eine Gruppe Männer drehen, davon ist Abi Morgan überzeugt. Letztlich gelang es ihr jedoch, ihre Idee durchzusetzen – eine starke Leistung…

Meryl Streep (Emmeline Pankhurst): Die dreifache Oscar®-Gewinnerin verkörpert eine erstaunliche Bandbreite an höchst unterschiedlichen Figuren und kann auf eine einzigartige Karriere zurückblicken. Bis jetzt wurde sie 19-mal für einen Oscar® nominiert – ein unübertroffener Rekord. Gewonnen hat sie den Preis zuletzt 2011 für ihre Rolle der Margaret Thatcher in DIE EISERNE LADY. Ihren ersten Academy Award® hatte Streep 1979 für ihre Performance in KRAMER GEGEN KRAMER abgeräumt. Derzeit dreht sie unter der Regie von Stephen Frears FLORENCE FOSTER JENKINS, der Ende 2016 in die Kinos kommen soll. Die Grande Dame der Schauspielkunst tritt übrigens auch privat für die Rechte von Frauen ein: Um die Ergänzung der US-Verfassung um einen Zusatzartikel zur Gleichberechtigung zu erreichen, hat Meryl Street dem US-Kongress einen Brief geschrieben.

Carey Mulligan (Maud Watts): Carey Mulligan ist einem großen Publikum durch ihre darstellerische Leistung in AN EDUCATION (2009) bekannt. Der Film bescherte ihr Nominierungen für einen Oscar®, einen Golden Globe® und einen Screen Actors Guild Award®. Für jene Rolle wurde sie schließlich mit einem BAFTA® Film Award als Beste Schauspielerin geehrt. Zuletzt war sie unter anderem in AM GRÜNEN RAND DER WELT (2015), INSIDE LLEWYN DAVIS (2013), DER GROSSE GATSBY (2013), SHAME und DRIVE (2011) im Kino zu sehen. Ihr Debüt auf der Theaterbühne gab Carey Mulligan vergangenes Jahr im Übrigen am West End in der Neuauflage von David Hares mit einem Olivier Award ausgezeichneten Stück „Skylight“. Carey Mulligan bezeichnete sich selbst in einem Interview einst als Feministin, die gleiche Rechte für alle Menschen einfordert. Passend hierzu kämpft sie in SUFFRAGETTE an vorderster Front um die Gleichberechtigung von Frauen.

Helena Bonham Carter (Edith Ellyn): Helena Bonham Carter wurde bereits zweimal für den Oscar® nominiert, zuletzt für ihren Auftritt in THE KING’S SPEECH – DIE REDE DES KÖNIGS (2010). Für diese Rolle erhielt sie auch Nominierungen bei den Golden Globes® und den Screen Actors Guild Awards® und gewann einen BAFTA® und British Independent Film Award. Ebenfalls für einen Oscar®, Golden Globe® und BAFTA® Award vorgeschlagen wurde sie für ihre Arbeit in DIE FLÜGEL DER TAUBE (1997). Diese Rolle bescherte ihr überdies zahlreiche Preise etlicher Kritikervereinigungen. Zuletzt verzauberte Bonham Carter das Kinopublikum als gute Fee in CINDERELLA (2015). Demnächst wird sie in ALICE IN WONDERLAND: THROUGH THE LOOKING GLASS (2016) erneut als Rote Königin auf der großen Leinwand zu sehen sein. Durch ihre vielfältige, von starken Charakteren geprägte Rollenauswahl konnte sich die Britin den Ruf einer Ausnahmemimin erarbeiten und wurde so zum Vorbild etlicher ausfstrebender Schauspielerinnen.

Anne-Marie Duff (Violet Miller): Anne-Marie Duff ist eine höchstversierte Schauspielerin, die für ihre darstellerische Bandbreite auf Bühne und Leinwand bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden ist. Besonders bekannt wurde sie durch ihre Rollen in „Shameless“, als Queen Elizabeth in „The Virgin Queen“, in NOWHERE BOY (2009) und für ihre Darstellung der Lady Macbeth am Broadway. Duff zählt zu den wandlungsfähigsten und beliebtesten Schauspielerinnen Großbritanniens. Mitgewirkt hat sie u.a. in Kinofilmen wie DIE UNBARMHERZIGEN SCHWESTERN (2002), Richard Eyres TAGEBUCH EINES SKANDALS (2006), EIN RUSSISCHER SOMMER (2009) sowie unlängst ICH.DARF.NICHT.SCHLAFEN. (2014) von Rowan Joffe. 2007 wirkte Anne-Marie Duff zusammen mit anderen prominenten Frauen an einer britischen Kampagne mit, die anhand von aufrüttelnden Bildern auf das Thema häusliche Gewalt an Frauen hinwies.

Zum Film: 1903 gründete Emmeline Pankhurst (Meryl Streep) in Großbritannien die „Women’s Social and Political Union“, eine bürgerliche Frauenbewegung, die in den folgenden Jahren sowohl durch passiven Widerstand, als auch durch öffentliche Proteste bis hin zu Hungerstreiks auf sich aufmerksam machte. Neben dem Wahlrecht kämpften sie für die allgemeine Gleichstellung der Frau und für heute so selbstverständliche Dinge wie das Rauchen in der Öffentlichkeit. Die sogenannten „Suffragetten“ waren teilweise gezwungen in den Untergrund zu gehen und ein gefährliches Katz und Maus-Spiel mit dem immer brutaler zugreifenden Staat zu führen. Es waren größtenteils Arbeiterfrauen, die festgestellt hatten, dass friedliche Proteste keinen Erfolg brachten. In ihrer Radikalisierung riskierten sie alles zu verlieren – ihre Jobs, ihr Heim, ihre Kinder und ihr Leben. Maud (Carey Mulligan) war eine dieser mutigen Frauen. Fesselnd wie ein Thriller erzählt SUFFRAGETTE die spannende und inspirierende Geschichte ihres herzzerreißenden Kampfs um Würde und Selbstbestimmung.

Zum Film "Suffragette" | Mit: Meryl Streep und Carey Mulligan.

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